Grossvaterstuhl

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 2,75 h
Entfernung:
ca. 5,00 km
Höhenunterschied:
ca. 170 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
Spaziergang
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Bielatalgebiet;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Ottomühle - Aussicht Herkulesstein - Kaiser-Wilhelm Feste - Aussicht Kanzelturm - roter Strich - Grossvaterstuhl - Hilma Weg - grüner Punkt - Ottomühle

Beschreibung:

Die Wanderung Großvaterstuhl ist mal wieder eine dieser kleinen Runden, die eher ein Spaziergang oder auch eine  Nachmittagsrunde ist, als eine richtig ernstzunehmende Wanderung. Wäre da nicht die Anreise bis hoch zur Ottomühle. Aber wenn man schon ins Auto eingestiegen ist, dann ist es eigentlich auch egal, ob man 10 Minuten oder 22 Minuten fährt und dafür eine schöne Wanderung absolviert. Hier ist die Beschreibung für diese nette kleine Runde:
Kaiser-Wilhelm-Feste-Bielatal_kleinStartpunkt ist also, wie schon gesagt, der Parkplatz vor der Ottomühle. Vom Anfang des Parkplatzes muss man ¼ Kilometer auf der Straße entlang wandern, was aber zum Glück auf dieser Straße überhaupt kein Problem ist, da hier höchstens ein paar Wanderer bzw. Gäste für die Ottomühle lang fahren. Nach diesem Teilstück über die Straße geht es nach rechts auf der Wanderwegmarkierung gelber Punkt gelber Punkt in Richtung der Felsen. Grundstein-1881_Kaiser-Wilhelm-Feste-Bielatal_kleinWenn man den Felsenfuß erreicht hat, dann biegt der markierte Weg nach links ab und nach 150 Metern geht es kurz vor der Kaiser-Wilhelm-Feste den Berg hoch. Dieses kleine Gebäude steht oben auf der Felsenkante und ist nach dem Aufstieg sehr einfach zu finden. Die Aussicht ins Bielatal ist von der Kaiser-Wilhelm-Feste wirklich wunderbar. Auf der gegenüberliegenden Talseite kann man sehr schön die Aussicht Johanniswacht und den Sachsenstein sehen.
Der Spaziergang geht jetzt an der Kante des Bielatals in südöstliche Richtung entlang. Der Weg ist relativ einfach zu finden, da eigentlich nur ein Hauptweg in dem schmalen Streifen zwischen Feld und Felskante entlang führt. Zwischendurch gabelt sich der Weg ein bisschen auf, aber meistens ist es eher ein Zeichen dafür, dass nach rechts eine Aussicht liegt. So befindet sich gleich zwischen dem Chinesischen Turm und dem Kanzelturm eine schöne Aussicht, an der man sehr häufig die Möglichkeit hat, Kletterern bei ihrem Sport zuzusehen. Ich habe immer großen Respekt vor den Kletterern, Chinesischen_Turm_mit_Kletteren_kleinwenn sie in luftiger Höhe am Felsen herumhängen. Aber auch bei den Kletterern gibt es anscheinend manchmal das Problemchen, das es ein wenig überlaufen ist. Als wir im Frühjahr 2007 an der Aussicht ein kleines Picknick eingelegt hatten, konnten wir gleich an zwei nebeneinander stehenden Felsen zusehen, wie 3 Gruppen Kletterer mit mindestens 7 Leuten herumturnten. Das stelle ich mir dann so ungefähr vor wie Wandern über die Basteistraße. Ich empfinde die Natur nur richtig schön, wenn ich sie nicht mit riesig vielen Mitmenschen teilen muss. Trotzdem ist die Aussicht eine sehr schöne, da man von ihr ein paar Felsnadeln des Bielatals bestaunen kann. Dass solche Gebilde überhaupt mehrere Jahrzehnte/Jahrhunderte stehen bleiben, ist wirklich verwunderlich.
Von der Aussicht geht es weiter an der Felskante des Bielatals entlang, bis nach ungefähr einem ½ Kilometer eine Weggabelung kommt. Hier hält man sich auf einem unmarkierten, aber breiten Weg links. Der Waldweg führt ein kleines Stück bergauf, bis an den Waldrand. Hier geht es wenige Meter entlang, bis man den Wanderweg mit der Markierung grüner Punkt grüner Punkt erreicht. Aussicht_Grossvaterstuhl_kleinJetzt geht es nach rechts den Weg herunter ins Bielatal. Der Abstieg ist leicht und nach etwas weniger als 200 Metern erreicht man ein Hinweisschild nach links zum Großvaterstuhl. Der Aufstieg zu den beiden Aussichten ist relativ leicht, da es sich nur um 30 Höhenmeter handelt. Auf der Aussicht angekommen, bietet sich ein wirklich schöner Blick runter ins Bielatal. Nach rechts sieht man die Miniortschaft Ottomühle und Felsen um den Daxenstein, auf der linken Seite der Aussicht blickt man in das bewaldete obere Bielatal und die Felswand um den Spannagelturm. Daxenstein_kleinIch hab die Wanderung mit meiner großen Tochter unternommen und irgendwie meinte sie, als wir bequem auf der in Stein gemeißelten Bank saßen, was das denn für ein Geräusch wäre. Ich hatte nichts bewusst mitbekommen und deshalb wusste ich auch keine Erklärung, bis es hinter uns gewaltig knallte. Jetzt wussten wir beide, dass es ein Gewitter war. Es war schon wirklich faszinierend, vor und über uns schönster blauer Himmel und hinter uns war es stockdunkel. Nachdem ich kurz erklärt hatte, dass auf dem Gipfel sitzen bei Gewitter nicht gerade das Optimalste wäre, hat mich meine Tochter so was den Berg herunter getrieben, dass ich sie nicht wiedererkannt habe. Unten bei der Ottomühle angekommen, waren die dunklen Wolken inzwischen über uns, aber es regnete immer noch nicht. Wir sind weiterhin auf der Wanderwegmarkierung in Richtung Parkplatz zügig gewandert, bis es auf einmal einen richtigen Knall gab. Jetzt war meine Tochter kaum noch zu halten. Sie hatte inzwischen die Füße auf Propellern gestellt und wir sind tatsächlich noch trocken bis zum Ausgangspunkt der Wanderung gekommen. So schnell haben wir es noch nie geschafft, von einem Berg herunter zu kommen. Das Gewitter war etwas Beeindruckendes für unsere Große, von dem den restlichen Tag noch erzählt wurde. Auch wenn der Spaziergang ein abruptes Ende hatte, so war er sehr schön und es macht immer wieder Spaß, die Abgeschiedenheit des Bielatals zu genießen.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Rosenthal Schweizermühle mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Ottomühle
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 3,00€

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