Halben

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 1,50 h
Entfernung:
ca. 5,00 km
Höhenunterschied:
ca. 155 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
Spaziergang
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad
empfohlene Karten:
Brand – Hohnstein;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Hohnstein - Parkplatz Eiche - Rathausstraße - Am Breiten Stein - Ritterfelsen - Waldstraße - Aussicht oberhalb der Gautschgrotte - Forstfeld - Brandstraße - gelber Strich - grüner Strich - Schanzberg - Napoleonschanze - Beckenbüschel - Hohnstein - Freibad - Friedhof - Parkplatz Eiche

Beschreibung:

Die Wanderung Halben ist dadurch entstanden, dass ich auf irgend einer Internetseite ein Foto von der Gautschgrotte von oben gesehen habe. Das hat mich gleich mal neugierig gemacht und so bin ich zur ersten Planung mit dem Finger über die Wanderkarte gefahren. Siehe da, es gibt einen sehr schönen Zugang zur oberen Kante der Gautschgrotte. Aber zuerst gibt es noch eine Überraschung zwischendurch und deshalb hier die vollständige Wanderbeschreibung:
Der Startpunkt liegt am großen Wanderparkplatz in Hohnstein. Von hier geht es nach rechts auf die Burg zu. Nach etwas mehr als 100 Metern biegt nach links die Straße Am Breiten Stein ab. Diese Straße ist eine Sackgasse und geht mit einer ziemlichen Steigung nach oben. Aussicht_Ritterfelsen_kleinAuch wenn die Straße für Autofahrer gesperrt ist, so kommt man als Wanderer durch. Oben erreicht man dann die Waldstraße. Auf ihr geht es weiter, bis man auf der rechten Seite eine kleine Wiese zwischen den Häusern antrifft. Burg_Hohnstein_vom_Ritterfelsen_kleinAn dieser Wiese steht eine steinerne Hinweistafel mit der Aufschrift „Nach dem Ritterfelsen“. Auch wenn ich kaum einen besonderen Ausblick erwartet habe, bin ich doch hinabgestiegen und vollkommen überrascht worden, solch eine schöne und dazu noch ruhige Aussicht vorzufinden. Man kann auf gleicher Höhe zur Burg Hohnstein hinüber blicken und wenn man über das Polenztal sieht, erkennt man die Felsen des Hocksteins. Dieser kleine Abstecher hat sich wirklich gelohnt.
Die Wanderung geht wieder zurück und man wandert weiter auf der Waldstraße. Burg_Hohnstein_von_Halben_kleinAuch wenn ich das Gelatsche durch eine Ortschaft im Verhältnis zu einer schönen Waldwanderung nicht so mag, ist es doch  schön, die wohlerhaltenen Häuser auf der rechten Straßenseite zu sehen. Die Waldstraße geht hinter dem neuen Hotel in den Wald. Hier wandert man noch ein paar Meter auf dem größeren Waldweg entlang, bis die erste Möglichkeit nach rechts abbiegt. An der Schranke geht man vorbei und dann betritt man ein Waldstück, das wirklich vollkommen menschenleer aussieht. Felsen_von_Halbenaussicht_kleinDer Weg gabelt sich gleich mehrmals, aber man hält sich am besten immer rechts, dann erreicht man nach ca. 700 Metern den Felskessel der Gautschgrotte_von_oben_kleinGautschgrotte. Von der rechten Seite kann man sehr gut in den Felskessel rein sehen und auf der Felszunge hat man ein wunderbar ruhiges Plätzchen. Leider war der Felsen zu meiner Wanderzeit schon ziemlich feucht und damit schlüpfrig, so dass ich kein tolles Foto geschossen habe. Aber trotzdem kann man diesen ruhigen Platz erstklassig genießen.
Zurück geht es auf dem gleichen Weg wie man gekommen ist, bis man den breiten Waldweg erreicht. Der weitere Weg folgt über den Waldweg, der schräg links, ein paar Meter neben dem Waldrand, entlang geht. Nach wenigen Metern fällt auf der linken Wegseite ein seltsamer Bewuchs auf. Eine Steintafel erklärt so ungefähr, woher die Bäume stammen. Die Inschrift der Tafel ist: Vorliegendes Forstfeld wurde vom Jahr 1833 bis 1840 mühevoll und kostspielig angebaut durch den Revierförster Zschachlitz. Die Wanderung überquert den nun folgenden breiteren Wanderweg nur und auf der gegenüberliegenden Seite geht es auf einem Pfad weiter. Nach etwas weniger als 100 Metern erreicht man die Brandstraße. Auch wenn in dem Namen das Wort Straße vorkommt, so fahren hier nur die Versorgungsfahrzeuge für die Brand-Aussicht und ein paar Hotelgäste. Dafür sind zu beliebten Zeiten wie z.B. Sonntag- und Feiertagnachmittags umso mehr Spaziergänger unterwegs. Auf dieser Wanderautobahn geht die Wanderung 150 Meter nach rechts, bis auf der linken Wegseite eine größere Wiese auftaucht. Hier weist ein Schild auf den Aufstieg zur Napoleonschanze hin. Ein unscheinbarer Pfad schlängelt sich über die Wiese bis hinauf auf die Höhe. Von den beiden Aussichten im ersten Teil der Wanderung, dem Ritterfelsen und oberhalb der Gautschgrotte, hatte man schöne Ausblicke auf einige Felsen. Mit der Napoleonschanze kommt ein weiterer Aussichtspunkt zu der Wanderung hinzu, der aber keine Felsen, sondern eine erstklassige Fernsicht liefert. Bei dieser Aussicht kann man sehr gut verstehen, warum sich die Soldaten genau auf diesem Hügel eine Schanze gebaut haben. Der Überblick über einen riesigen Landstrich ist sehr gut möglich und die Verteidigungsmöglichkeiten waren mit den damaligen Waffen erstklassig. Angeblich sollen auf dem Hügel 3 Stellungen mit Kanonen gewesen sein. Ich habe nur noch zwei Vertiefungen entdeckt. Vielleicht war die dritte Position dort, wo heutzutage das eingezäunte Wasserhaus steht.
Nach einer hoffentlich erholsamen Pause geht es auf dem grünen Strich grüner Strich den Hang nach rechts (von der Aussicht auf das Polenztal/Brandstraße gesehen) herunter. Die Angabe nach rechts ist natürlich ein bisschen dämlich auf einem Hügel, vielleicht ist die Richtungsangabe nördlich bzw. Richtung Freibad besser. Es geht auf jeden Fall über einen Hohlweg zwischen zwei Kuhweiden abwärts. Nach ungefähr ½ Kilometer erreicht man ein altes Viadukt_Schmallspurbahn_Hohnstein_kleinViadukt der ehemaligen Schmalspurbahn zwischen Kohlmühle und Hohnstein. Ich bin immer wieder überrascht, dass diese netten alten Bauwerke auch nach sechs Jahrzehnten ohne Nutzung immer noch so gut erhalten in der Landschaft stehen. Die Wanderung passiert das Freibad von Hohnstein an der linken Seite (von oben gesehen). Unterhalb des Schwimmbades erreicht man die Fahrstraße und hier geht es nach links. Nach einer kurzen Strecke vor dem Friedhof von Hohnstein entlang erreicht man den Ausgangspunkt der Wanderung.
Damit ist eine sehr schöne Wanderung zu Ende gegangen, die so ziemlich alles beinhaltet, was eine nette Runde in der Sächsischen Schweiz ausmacht: Es gab mehrere schöne Aussichten, einige schöne Felsansichten und ein paar ruhige Stellen.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Hohnstein Eiche mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Hohnstein Eiche
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 4,00€

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