Haselmausbaude

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
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Dauer:
ca. 2,75 h
Entfernung:
ca. 8,50 km
Höhenunterschied:
ca. 306 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
nicht im Winter
Schwierigkeitsgrad:
Spaziergang
leicht
Untergrund:
Forstweg
Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Rosenthal - Bielatal - Karte 95;
Sachsen Kartographie GmbH Dresden
Region:
Mehr Details
hier

Warnung:

Achtung diese Tour lässt sich im Moment so nicht durchführen, weil:
die Trekkinghütten nur in den Sommermonaten (ungefähr Mitte April - Mitte Oktober) geöffnet sind.

Kurzbeschreibung:

Cunnersdorfer Waldbad - Cunnersdorfer Bach - grüner Punkt - Rund ums Tal - grüner Strich - Lindhornweg - Buchhübel - Cottaeiche - Lindhornweg - Haselmausbaude - Stolzenhainborn - Alte Drei - Matthias-Otto-Eiche - sauhakweg - Nässeweg - Goldbrunnen - Sächsisches Forstamt Cunnersdorf - Cunnersdorfer Bach - grüner Querstrich - Cunnersdorfer Waldbad

Beschreibung:

Nachdem im Herbst 2017 die Vierte der Trekkinghütten in Betrieb genommen wurde und das auch noch ganz kurz vor der eigentlichen Winterpause, musste die Hütte noch schnell ausprobiert werden. Netterweise waren beide Töchter auch gleich Feuer und Flamme, mal wieder eine kleine Abenteuertour zu unternehmen. Nur die Ehefrau hatte immer noch keine Lust und so haben wir uns zu dritt auf den Weg gemacht.

Der Startpunkt war am Cunnersdorfer Waldbad. Für die ersten paar Meter (50 Meter) wandert man vom Parkplatz nach links den Cunnersdorfer Bach aufwärts, bis wieder nach links die Wanderwegmarkierung grüner Punkt grüner Punkt in den Hang abbiegt. Dieser Weg ist ein unscheinbarer Pfad, der bis an die Rückseite des Sachsenforst-Geländes aufsteigt und dann angenehm auf gleicher Höhe bleibend weiter der grünen Wanderwegmarkierung folgt. neugierige_Schafe_Forstamt_kleinZwischendurch passiert man eine Wiese mit ein paar neugierigen Schafen (zumindest im Herbst 2017) und einem netten Blick über das Tal bzw. die Ortschaft. Nach insgesamt einem Kilometer auf dem grünen Punkt wird dieser verlassen und nach rechts in den Lindenhornweg (grüner Strich grüner Strich) abgebogen. Die ersten paar Meter ist das noch ein gut ausgebauter, horizontaler Forstweg, aber mit der Zeit gewinnt  er an Höhe und auch der Untergrund wechselt von einem geschotterten auf einen grasbewachsenen Waldweg. Das ist zwar normalerweise ganz nett, hat aber bei unserem Ausflug bei leichtem Nieselwetter zu nassen Wanderschuhen geführt. Zwischendurch passiert man einen Sendemast, der sehr nach Mobilfunk aussieht und die Töchter auf einen Empfang der Handys hoffen ließ. herbstlicher_Lindenhornweg_kleinDer Wanderweg macht einen kleinen Schlenker nach links um den Buchhübel und schon landet man auf dem Oberen Buchweg mit der Cottaeiche.  Der gut ausgebaute Forstweg wird nur ganz wenige Meter begangen, um dann gleich hinter der Eiche weiter wieder auf dem Lindenhornweg zu wandern. Dieser Weg ist in dem Bereich ein schnurgerader Forstweg, der zwar angenehm zu wandern, aber nicht gerade besonders spannend ist.

Naja, nach einem Kilometern signalisiert ein kleines grüngelbes Schild den Zugang zur Haselmausbaude. haselmausbaude_draussen_kleinDie Hütte ist, im Gegensatz zu den anderen Trekkinghütten, vom Weg aus schon gut zu sehen. Zuallererst haben wir gleich mal den Ofen angeworfen und die Hütte inspiziert. Wie auch die anderen Hütten immer ist sie in einem hervorragenden Zustand. Das Besondere bei dieser Hütte ist, dass man überdacht zum Holzlager und zur Trockentoilette kommt. Das war bei unserem feuchten Wetter ganz hervorragend, da so wenigstens der größte Teil des Drecks draußen bleibt und man bei Nieselwetter auch trocken zur Toilette kann. Schlafraum_Haselmausbaude_kleinIm Schlafraum, den man über eine Leiter zum Dachgeschoß erreicht, fällt am meisten auf, dass vor der Freigabe an die übernachtenden Wanderer erst mal gewaltig Arbeit in die Hütte gesteckt wurde. Der gesamte Bereich ist mit neuen Holzplatten verkleidet und an der Rückseite ist ein Ausstieg mit einer Fluchttreppe erstellt worden. Die Inneneinrichtung im Aufenthaltsraum ist wie bei jeder Trekkinghütte gleich und auch mit den obligatorischen Ikea-Küchenschüsseln. Aufenthaltsraum_Haselmausbaude_kleinDie einzigen wirklichen Unterschiede zwischen den Hütten sind die Größe und die Bauart der Öfen. Im Fall der Haselmausbaude ist es ein kleinerer Ofen, bei dem wir erst bei der Abreise entdeckt haben, dass unter dem oberen Rost die Steuerung der Zuluft geregelt werden kann.

Die Haselmausbaude ist ganz sicher die kleinste Trekkinghütte, die es bisher im Wald der linken Elbseite gibt, aber dafür auch die einzige mit einer überdachten Terrasse. Nachdem wir uns ein bisschen aufgewärmt und gestärkt hatten, mussten wir noch eine kleine Erkundung in der Dämmerung unternehmen. Also erst noch mal den Ofen gefüttert und dann hinaus auf den Lindenhornweg. qualmender_Kamin_Haselmausbaude_kleinDort nach rechts und 300 Meter geradeaus gewandert. Als wir die Strecke gewandert sind, stand in ein paar hundert Metern Entfernung ein ordentlicher Hirsch vor uns und schaute in unsere Richtung. Nachdem er uns anscheinend nicht als große Gefahr eingestuft hatte, ging er über den Forstweg und zwei Hirschkühe folgten ihm. Meine beiden Mädels hatten noch nie einen Hirsch in freier Wildbahn gesehen und so war das doch ein netter Höhepunkt auf dieser Erkundung.

Der eigentliche Lindenhornweg biegt nach den besagten 300 Metern nach rechts ab, für die kleine Entdeckungstour geht es aber geradeaus bzw. ganz leicht nach links weiter. Dieser Waldweg fällt leicht ab und nach 300 Metern biegt nach links der Stolzenhainbornweg ab. Mit der Namensgebung des Weges und der Quelle konnten wir uns nicht einig werden, da das Gebiet dort Stolzenhain heißt, aber auf den Karten der Weg auch Stolzenhahnbornweg bzw. Stolzenhahnborn genannt wird. An diesem Weg befindet sich das Ziel unserer Erkundung, der Stolzenhainborn. Von dem Waldweg kann man durch das querende Bächlein die Quelle leicht finden. Das Wasser der Quelle sieht sehr klar aus, obwohl der Austritt nicht gefasst ist. Das war ein netter kleiner Ausflug und hat die Mädels auch bei Schmuddelwetter aus der Hütte gelockt.

Von der Quelle kann man einfach den Hang hinaufsteigen, um wieder auf den Weg zu stoßen und die paar Meter bis zur Hütte zurück zu wandern. Zu unserem Wanderzeitpunkt war es inzwischen schon sehr düster und an der Trekkinghütte konnten wir schon aus großer Entfernung Licht sehen. In der Zeit unserer Abwesenheit waren noch zwei andere Wanderer eingetrudelt und saßen jetzt auf den Bänken vor der Hütte. Die beiden waren sehr rücksichtsvoll und sind mit ihrem Kochen und Rauchen die ganze Zeit auf der Terrasse geblieben. Obwohl wir schon sehr häufig in den Trekkinghütten übernachtet haben, war das das erste Mal, dass wir eine Hütte mit anderen Leuten teilen mussten. Dass das ausgerechnet in der kleinsten Hütte „passiert“, war mit diesen netten Mitmenschen aber auch kein Problem. Die Nacht war leicht unruhig, da irgendein Tierchen (Bilch, Siebenschläfer oder natürlich eine Haselmaus) in dem Dach wohnte und ziemlich wild hin und her flitzte. Bei sonst totaler Ruhe kann auch so ein Fliegengewicht wie ein Elefant klingen.

Am nächsten Morgen haben wir uns dann auf den Nachhauseweg gemacht. Haselmausbaude_kleinDabei ist uns das erste Mal die Maus aufgefallen, die an der Seite des Hauses aus ihrem Loch schaut. Sehr nett, solche Details. Auf dem Lindenhornweg sind wir wenige Meter nach rechts gewandert, um dann wieder nach rechts auf den gut ausgebauten Forstweg mit dem Namen Alte Drei abzubiegen. Nach etwas mehr als ½ Kilometer passiert man die Matthias-Otto-Eiche und überquert die bekannte grüne Wanderwegmarkierung. Es geht noch einen Kilometer weiter auf dem Forstweg, bis zwischen zwei unterschiedlichen Waldgebieten (Fichtenmonokultur und netter Mischwald) ein grasbewachsener Waldweg nach links abbiegt. Der sogenannte Sauhakweg führt ein Rueckweg_Haselmausbaude_kleinpaar hundert Meter den Hang hinunter, bis man den Forstweg mit dem Namen Nässeweg erreicht. Auf diesem Weg wandert man nach rechts weiter. Nach ein paar hundert Metern passiert man den Goldbrunnen, der anscheinend gleich unter dem Forstweg entspringt. Also wir dort vorbeikamen und eigentlich das Gold suchen wollten, fanden wir einen Feuersalamander, der sich aber leider nicht fotografieren lassen wollte. Aber die beiden Mädels haben sich riesig gefreut, da man diese Tierchen wirklich nur ganz selten zu Gesicht bekommt.

Schon bald erreicht die Wanderung die bekannte Stelle auf der Rückseite des Sächsischen Forstamtes Cunnersdorf. Da es aber zu langweilig ist, den gleichen Pfad wieder zum Ausgangspunkt hinunter zu wandern ist, empfiehlt es sich, rechts neben dem eingezäunten Bereich entlang zu gehen. Die Wanderung erreicht nach ½ Kilometer die Zufahrtstraße zum Waldbad/Parkplatz, auf der es bis zum Ausgangspunkt zurück geht.

Damit ist eine nette kleine Runde zu Ende gegangen, die uns dreien wirklich viel Spaß gemacht hat. Sehr schade ist, dass die Trekkinghütten im Winter geschlossen haben und man dann keinen romantischen Abend mit einem Holzofen verbringen kann. Das macht im Herbst ordentlich Spaß. Auf unserer Runde waren besondere Höhepunkte der Hirsch, die Anwesenheit der beiden anderen Wanderer und der kleine Feuersalamander.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Cunnersdorf Deutsches Haus mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Cunnersdorfer Bad

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