Heringskegelaussicht

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivpositivpositivnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 4,50 h
Entfernung:
ca. 17,00 km
Höhenunterschied:
ca. 880 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
lang
steiler Aufstieg
viele Höhenmeter
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Kleiner Zschand;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Endlerkuppe - gelber Punkt - Die Folge - Kirnitzschtal - Neumannmühle - gelber Strich - Großen Zschand - Zeughaus - grüner Pfeil - Goldsteig - gelber Strich - Roßsteig - grüner Punkt - Fremdenweg - Heringskegel - Kleinen Winterberg - roter Punkt - Kleiner Zschand - Zeughausstraße - Quenenwiese - grüner Strich - Kleiner Zschand - Kirnitzschtal - Felsenmühle - grüner Strich - Heide Flüßchen - Großstein - Großsteinkanzel - Böhme Gedenkstein - Endlerkuppe

Beschreibung:

Eine nette Leserin unserer Webseite hatte uns darauf hingewiesen, dass wir zwar schon häufiger den Gedenkstein am Reitsteig erwähnt haben, aber noch nie zu der dahinter liegenden Heringskegelaussicht gewandert sind. Das stimmt. Den Trampelpfad haben wir zwar gesehen, sind aber bisher davon ausgegangen, dass er nur zur Rückseite des Gedenksteins führt. Das ist anscheinend nicht so und deshalb geht es nun mit dieser Wanderung zur Heringskegelaussicht.
Damit es eine etwas interessantere Wanderung wird, liegt der Startpunkt in Ottendorf an der Endlerkuppe. Landschaft_unterhalb_Endlerkuppe_kleinVon hier folgt man dem gelben Punkt gelber Punkt in Richtung Kirnitzschtal bzw. Neumannmühle. Auch wenn man eigentlich schon ziemlich nah am Kirnitzschtal dran ist, so führt die Wanderung doch zuerst über ein größeres Feld mit mindestens sechs Hochsitzen am Waldrand. Irgendwie hat sich mir bisher noch nicht so ganz erschlossen, wozu denn so viele Hochsitze notwendig sind, aber vielleicht sind Jagdgewehre einfach nicht für besonders große Entfernungen ausgelegt.
Der gelb markierte Wanderweg führt durch ein kleinen Waldstreifen und dann noch mal auf einer Wiese (genannt Die Folgen) weiter. Von hier hat man schon einen netten Blick auf die beiden Lorenzsteine und die Berge bzw. Felsen der linken (nördlichen) Seite des Großen Zschand. Die Wanderung steigt hinunter zur Neumannmühle und dort geht es auf der Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich in den Großen Zschand. Diese Schlucht ist wirklich ein Klimawunder. Hier herrscht immer ein Kellerklima, da die Felsen so nah aneinander stehen, dass die Sonne keine Chance hat, hineinzuleuchten. Erst nach einem Kilometer weitet sich die Schlucht und es wird wärmer. Hier kann man gleich zwei neu angelegte Teiche entdecken und nach etwas weniger als einem Kilometer erreicht man eine der Nationalparkinformationsstellen und die Gaststätte Zeughaus.
Gleich hinter dem Biergarten des Zeughauses biegt die Wanderung aus dem Tal des Großen Zschands ab und es geht in Richtung Großer Winterberg. Auch wenn es eigentlich nur bis an den Felsfuß des Goldsteins geht, so muss man doch einige Höhenmeter (genauer gesagt 110 Höhenmeter) aufsteigen, um nach 700 Metern den ersten deutlich sichtbaren Weg nach links zu entdecken. Es handelt sich um den Bergpfad Goldsteig, der mit dem grünen Pfeil Bergpfad gekennzeichnet ist. winterlicher_Golgsteig_kleinDieser Pfad schlängelt sich am Felsfuß auf ziemlich gleichbleibender Höhe entlang und ist im Verhältnis zu den restlichen markierten Wegen in der Sächsischen Schweiz relativ wenig begangen. Da der Pfad sehr nah am Felsen entlang führt, kann man einerseits natürlich feststellen, wie unterschiedlich das Material Sandstein ist und dann trifft man auch immer wieder die Kletterakrobaten, die den Felsen auf sehr grazile Art bezwingen. Wenn man auf der linken Seite eine Lücke im Wald entdeckt, dann kann man die Felskette der gegenüberliegenden Seite der Richterschlüchte und des Großen Zschands sehen. Es ist schon faszinierend, wie zerklüftet so eine Felskette im Elbsandstein ist.
Insgesamt folgt man dem Pfad fast 2 Kilometer, bis gleich am Goldsteig nach rechts ein Aufstieg abzweigt. Hier weist ein grünes Schild des Nationalparks darauf hin, dass in der Zeit vom 15.02. – 01.04. aus Naturschutzgründen ein Kletterverbot für die angrenzenden Felsen besteht. In der Sächsischen Schweiz gibt es an einigen Stellen zeitlich begrenzte Sperrungen, aber meistens sind diese ein ganzes Stück später im Jahr, da es sich um Vogelschutzzonen handelt. Ob hier so früh irgendetwas Besonderes brütet oder es irgendwie mit der bröseligen Konsistenz des Felsens zu tun hat? Auf jeden Fall geht es auf dem Pfad aufwärts, Katzengesicht_am_Katzenstein_kleinum nach 40 Metern Aufstieg links abzubiegen. Nach rechts könnte man, sogar mit einer flacheren Steigung, auch hoch kommen, aber dieser Weg macht einen ordentlichen Bogen. Nach 400 Metern erreicht man wieder die bekannte gelbe Wegmarkierung gelber Strich, auf der es nach links bis zum Katzenstein (etwas mehr als 300 Meter) weiter geht. Obwohl ich den Katzenstein schon sehr häufig gesehen und auch beschrieben habe, ist mir noch nie aufgefallen, warum der Felsen so genannt wird. Wenn man aus der Richtung des Zeughauses bzw. dem Roßsteig kommt, kann man deutlich (auch ohne Rauschmittel) auf der linken Felsenseite ein Katzengesicht erkennen.
Diese Wanderung geht nach rechts auf der Wanderwegmarkierung grüner Punkt grüner Punkt weiter. Insgesamt folgt man dem grün markierten Wanderweg 1 ¼ Kilometer, bis diese Wanderwegmarkierung nach links Gedenkstein_Reitsteig-Wurzelweg_kleinauf den Wurzelweg absteigt. Hier steht genau gegenüber der Abzweigung der anfangs erwähnte Gedenkstein. Wenn ich die Inschrift richtig gelesen habe, dann steht auf dem Stein „O. Brunst; v. Witzleben; G. Brunst; F. Judeich; St. Tiehrig“. Woran auch immer die vier Namen erinnern sollen, habe ich noch nicht herausgefunden, aber sobald ich es genauer weiß, werde ich es auch hier schreiben. Bisher gibt es die Alternativen Blitzschlagopfer oder besondere Leistung im Vermessungswesen.
Rechts neben dem Gedenkstein führt ein Trampelpfad in die Richtung der Felskante. Nach 150 Metern erreicht man eine wirklich tolle Aussicht, die sich gleich vor dem Heringskegel befindet. Blick_von_Heringskegelaussicht_kleinVon den paar Felsen der Aussicht hat man einen freien Blick auf die zerklüfteten Bärenfangwände und die Felsen vor dem Kleinen Winterberg. So eine tolle Aussicht lädt dazu ein, eine kleine Rast zu machen und den Blick in die Natur etwas ausgiebiger zu nutzen. Nachdem man sich satt gesehen hat, geht es wieder zurück bis zum Gedenkstein und dann nach rechts weiter auf dem Reitsteig bzw. der Wanderwegmarkierung roter Punkt roter Punkt. Schon nach 200 Metern liegt hinter der kleinen Erhebung rechts vom Weg noch eine weitere Aussicht, die aber nicht ganz so schön wie die Heringskegelaussicht ist. Nach noch mal ein paar wenigen hundert Metern wird der Reitsteig verlassen und es geht rechts auf dem Unteren Fremdenweg weiterhin der roten Wanderwegmarkierung hinterher. Aussicht_vom_Unteren_Fremdenweg_kleinJe näher man dem Kleinen Winterberg kommt, desto häufiger hat man Aussichten von den Felsen hinunter in das Tal der Hinteren Sächsischen Schweiz. Der eigentliche Kleine Winterberg liegt mitten in einem Kernzonenbereich, der nach den Regeln des Nationalparks nicht betreten werden darf. Das ist aber auch überhaupt nicht schlimm, da der unauffällige Berg auch keinerlei Sehenswürdigkeiten hat. Vielleicht mit einer kleinen Ausnahme und das ist der versteckte Pavillon an der nördlichen Spitze. Dieses kleine Gebäude steht eigentlich gut sichtbar an der vordersten Kante der Felsen, aber nur die wenigsten Besucher schauen nach dort oben. An der Vorderseite ist überraschenderweise ein offizieller Aufstieg zu dem Pavillon angelegt worden, über den man nach oben kraxeln kann. Leider hat man heutzutage von dem Gebäude keinerlei Aussicht mehr in die Landschaft. Trotzdem finde ich den Platz durch die große Erklärungstafel und die fast unsichtbare Lage immer wieder einen Abstecher wert. Die rote Wanderwegmarkierung roter Punkt führt in einem wilden Zickzack den Berg hinunter und dann mit einem mäßigen Gefälle bis zur Zeughausstraße, die man 150 Meter hinter dem gut sichtbaren Eichenborn erreicht. Kirnitzsch_bei_der_Felsenmuehle_Saegewerk_kleinAuf dieser breiten Forststraße geht es nach rechts weiter und schon bald (weniger als 400 Meter) erreicht man die Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich, die es nach links weiter den Kleinen Zschand abwärts geht. Insgesamt wandert man etwas mehr als einen Kilometer auf der relativ flachen Forststraße abwärts, bis man das Kirnitzschtal bzw. die Felsenmühle erreicht hat.
Zwischen dem Gasthaus und dem Wasserwerk geht es an den Aufstieg nach Ottendorf. Wenn man der grünen Wanderwegmarkierung folgt, passiert man einen Wegweiser zur Großsteinaussicht. Innenhof_der_Endlerkuppe_kleinDiese sehr ruhige Aussicht sollte man sich nicht entgehen lassen und die 700 Meter extra Weg werden mit einem tollen Blick in die Hintere Sächsische Schweiz belohnt. Der grüne Strich führt die Wanderung direkt bis zum Ausgangspunkt in Ottendorf zurück. Kurz vor dem Ziel wird die traurige Ruine der Endlerkuppe passiert. Von sehr vielen Zimmern, dem Saal_der_Endlerkuppe_kleinAussichtsturm und der Terrasse muss man ein wirklich fantastisches Panorama auf die Hintere Sächsische Schweiz gehabt haben. Leider ist der Blick auf die Ruine überhaupt nicht schön, aber praktisch lässt sich aus so einem riesigen Komplex an dieser doch sehr abgelegenen Stelle kaum etwas Sinnvolles machen. Aber vielleicht kommt dann doch irgendwann ein tollkühner Retter und küsst das Gebäude aus seinem Dornröschenschlaf wieder wach.
Es ist immer wieder schön, wenn unsere Leser uns auf solche tolle Stellen wie z.B. die Heringskegelaussicht hinweisen. An dem Gedenkstein bin ich schon mehrere dutzend Mal vorbeigekommen und erst jetzt weiß ich, dass sich dahinter ein so schöner Platz befindet. Herzlichen Dank für diesen Hinweis.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Ottendorf Gasthaus mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Endlerkuppe

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