Hochbuschkuppe

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unsere Bewertung::
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Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 1,00 h
Entfernung:
ca. 5,00 km
Höhenunterschied:
ca. 220 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
Spaziergang
leicht
Untergrund:
Forstweg
Wanderweg
empfohlene Karten:
Große Karte der Sächsischen Schweiz;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Lichtenhain - Panoramaweg - roter Strich - Hohe Straße - Hochbuschkuppe - Sturms Weg - gelber Strich - Knechtsbachtal - grüner Punkt - Lichtenhain

Beschreibung:

Die Wanderung ist dadurch entstanden, dass ich auf der Internetseite des Berghof Lichtenhain (www.berghof-li.de) einen Spaziergang Hochbuschkuppe gefunden habe, der mich neugierig machte. Irgendwann hatten wir auch schon mal ein Hinweisschild auf die ehemalige Gaststätte auf der Hochbuschkuppe entdeckt und nun haben wir uns eben mal auf den Weg gemacht. Der Startpunkt der Wanderung liegt in Lichtenhain. Egal wo in Lichtenhain man losläuft, es geht immer erst über die Hauptstraße bis ans nordöstliche Ende (also Richtung Sebnitz). Hier startet die Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich. Netterweise ist dieser Wanderweg irgendwann in den letzten Jahren verlegt worden, so dass man nicht mehr über die Landstraße latschen muss, sondern es geht parallel zur Fahrstraße auf einem Feldweg in Richtung Hochbuschkuppe. Kurz bevor die Wanderung in den Wald verschwindet, fällt auf der rechten Wegseite eine große, vollkommen glatte Fläche auf. Hier ist der ehemalige Sportplatz von Lichtenhain. Heutzutage ist der Fußballplatz auf die andere Seite des Dorfes verlagert worden und so ist der alte Platz nur noch eine glatte Ebene vor dem Waldrand. Auch wenn es nicht so richtig auffällt, ist dieser Weg, auf dem wir uns jetzt befinden, eine uralte Handelsstraße namens Hohe Straße. Kurz nachdem man den Wald betreten hat, sieht man noch auf der linken Seite eine Furche, die zu dieser alten Straße gehört, wahrscheinlich so eine Art Ausweichstelle. Ca. 300 Meter hinter dem Waldrand steht das schon zum Anfang erwähnte Hinweisschild „Ehemaliges Berggasthaus Hochbuschkuppe“. Hier wird der markierte Weg nach links verlassen und es geht leicht ansteigend bis zur Spitze der Hochbuschkuppe. Die Gaststätte hier oben ist kurz nach dem 2. Weltkrieg aufgegeben worden. Aus heutiger Sicht wurde die Gaststätte aber auch unter sehr ungewöhnlichen Bedingungen (Frischwasser wurde aus einer nahegelegenen Quelle geholt und eine Kanalisation gab es auch nicht) betrieben. Bis zur Schließung war diese Gaststätte ein beliebtes Ausflugsziel für die Sebnitzer. Von der alten Gaststätte ist nur noch relativ wenig zu entdecken. Mauerreste_Gaststaette_Hochbuschkuppe_kleinAuf der rechten Wegseite ist noch eine kleine Kuhle mit ein paar Mauerresten. Irgendwie überkam mich mal wieder die Neugierde und so bin ich in diese Kuhle gehopst. Hier fielen mir ein paar Ziegelsteine auf, die einfach nicht so richtig hinpassten und nach einem kleinen Tritt stellten wir fest, dass es sich um einen dieser neumodischen Schätze des sogenannten Geocaching handelt. Unsere Tochter war super neugierig, was sich in der großen Tupperbox so alles versteckte und so wurde die Kiste erstmal gründlich untersucht. Nach dieser kleinen Überraschung mit der modernen Schatzsuche musste natürlich auch noch nachgesehen werden, Fundament_Aussichtsturm_Hochbuschkuppe_kleinwie stabil die alten Anker des abgerissenen Aussichtsturms sind. Wenn man sich vorstellt, dass diese Bolzen seit weit mehr als einem halben Jahrhundert hier noch im Boden stecken, dann sind sie doch ziemlich gut erhalten. Der Aussichtsturm hat sehr ähnlich wie der Aussichtsturm auf der Götzinger Höhe ausgesehen. Schutzhuette_Hochbuschkuppe_kleinEr war also so eine filigrane Rohrkonstruktion. Das letzte Auffällige hier oben ist die neue Schutzhütte, die zu einem kurzen Verweilen einlädt.
Gegenüber der Schutzhütte bzw. neben den Resten der Gaststätte Hochbuschkuppe geht ein Waldweg steil abfallend weiter. Nach etwas mehr als ¼ Kilometer erreicht man einen breiten Forstweg, der zwischen dem Parkplatz und dem Panoramaweg verläuft. Außerdem ist dieser Weg mit dem gelben Strich gelber Strich markiert und dieser Markierung folgt man nach rechts. Der sogenannte Sturmsweg erreicht bald den Panoramaweg (Hohe Straße, aber ohne Autoverkehr), der aber nur überquert wird. Es geht weiter auf der gelben Markierung. Biotop_Knechtsbachtal_kleinDer Waldweg fällt leicht ab und ist sehr angenehm zu gehen. Nach ½ Kilometer erreicht man einen Tümpel, der im Frühjahr von reichlich Kröten bzw. etwas später von noch viel mehr Kaulquappen bevölkert wird. Granitsteinbruch_Knechtsbachtal_kleinDer Wanderwegmarkierung folgend erreicht man bald einen kleinen ehemaligen Granitsteinbruch. Solche kleineren Steinbrüche findet man an sehr vielen Stellen der Sächsischen Schweiz. Entweder ist Sandstein oder Granit für den Hausbau abgebaut worden. Die Wanderung führt weiter runter ins Knechtsbachtal, bis man die Wanderwegmarkierung grüner Punkt grüner Punkt erreicht. Hier muss man den Bach überqueren, was ganz lustig ist, da die Überquerung über ein paar im Wasser liegende Steine erfolgt. Hier hat man die erstklassige Chance reinzufallen, aber zum Glück ist es nur ein kleines Bächlein.
Der grün markierte Weg muss jetzt wieder die Höhenmeter nach oben absolvieren, die man gerade abwärts gegangen ist. Holzstapel_vor_Lichtenhain_kleinDer Abstieg war relativ unauffällig, aber die 50 Höhenmeter fallen schon auf. Sehr interessant ist, dass auf den letzten paar Metern Feldweg vor Lichtenhain jedes Frühjahr riesige Stapel Holz lagern. Ziemlich unterhaltsam ist, wenn man mal versucht zu schätzen, wie viele Holzstämme das sind. Normalerweise liegt man um mehrere Faktoren daneben. Auf den meisten Holzstapeln in den Wäldern der Sächsischen Schweiz steht die Stückzahl, sodass man wenigstens nicht selber zählen muss.
Bei der Runde zur Hochbuschkuppe handelt es sich nicht um eine wahnsinnig tolle Wanderung, sondern eher um einen netten Spaziergang, den man zu allen Jahreszeiten und auch bei großem Besucheransturm unternehmen kann.

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