Hockstein

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Karte:
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Dauer:
ca. 2,75 h
Entfernung:
ca. 11,00 km
Höhenunterschied:
ca. 290 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
sehr schmale Stelle
Untergrund:
Forstweg
Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Die Bastei;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Oberrathen - Elbe - Fähre - Niederrathen - roter Strich - Touristeninformation - Knoppelsgrund - Füllhölzelweg - Ziegenrücken - Füllhölzelweg - Polenztal - roter Punkt - Hockstein - grüner Strich - Hocksteinweg - Knotenweg - Pionierweg - Höllgrund - Amselgrund - Amselsee - Niederrathen - Elbe - Fähre - Oberrathen

Beschreibung:

Auf die Idee der Wanderung Hockstein bin ich eigentlich gekommen, da ich mich schon mehrere Male gefragt habe, wohin die Wege im Polenztal auf der gegenüberliegenden Seite von Hohnstein/Brand führen. Daraus ist dann eine sehr schöne Wanderplanung entstanden, die hier beschrieben ist:
Gierseilfaehre_Rathen_kleinStartpunkt der Wanderung ist der große Parkplatz in Oberrathen. Von dort geht es erstmal mit der kleinen Fähre über die Elbe. Die Hin- und Rückfahrt kostet 1,50 € (Stand 2013). Von dieser kleinen Fähre bin ich immer wieder verwundert. Sie funktioniert vollkommen ohne Motor, nur mit einem Seil, an dem sie hin- und herschwenken kann. Der Fachausdruck für diese Form an Fähren ist Gierseilfähre. Mit dieser Fähre werden nur Personen und Fahrräder transportiert, wobei aber immerhin 322 Personen Platz haben sollen. In Niederrathen (also auf der gegenüberliegenden Seite vom Parkplatz) geht es erstmal geradeaus, bis auf der linken Seite die Touristeninformation/Feuerwehr auftaucht. Vor dem Gebäude biegt der Wanderweg mit der Wandermarkierung roten Strich roter Strich ab. Das erste Stückchen vom Weg ist noch asphaltiert, geht aber sehr schnell in einen angenehmen Waldweg mit einer kleinen Steigung über. Der Weg schlängelt sich bis zur Straße, mit dem netten Namen „Ziegenrücken“, hoch. Diese Straße muss man nur überqueren, um dann auf der gegenüberliegenden Seite ins Tal herunter zu kommen. Der Abstieg vom Ziegenrücken ist viel kürzer als der Aufstieg, da es auf einigen Stufen runter ins Polenztal geht.
Einstieg_Wolfsschlucht_kleinAusgang_Wolfsschlucht_kleinIm Polenztal geht es nach links jetzt auf dem roten Punkt roter Punkt entlang. Bis zur Polenztalschänke schlängelt sich der Weg die ganze Zeit auf der rechten Flussseite (Flussabwärts rechts, Wanderungsrichtung links) der Polenz entlang. Nur an der Polenztalschänke trifft man normalerweise überhaupt andere Wanderer. Im unteren Teil kann man ganz alleine die sehr ruhige Natur genießen. Die Polenztalschänke ist eine angenehme Gaststätte mit eigenem Biergarten. Ein paar Meter hinter der Gaststätte zweigt nach links die Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich ab. Im unteren Teil des Aufstieges befinden sich mehrere informative Tafeln des Lehrpfades Hohnstein. Dieser Lehrpfad Hohnstein ist in einer separaten Wanderung beschrieben.
Die Wanderwegmarkierung führt über einige Treppen zum Einstieg des Hocksteinfelsen. Bei dem Einstieg handelt es sich um eine enge Felsspalte, die über einige Treppenstufen bis hoch auf den Felsen führt. Muehlespiel_am_Hochkstein_kleinIn der engen Spalte befinden sich einige Stufen (genauer gesagt 508 Stufen) und damit wird es wirklich lästig, wenn irgendwelche Leute entgegenkommen. Diese Felsspalte wird auch Wolfsschlucht genannt.
Oben angekommen steht man auf den alten Grundrissen der Felswarte Hockstein. Von diesem Plateau hat man einen erstklassigen Ausblick auf die gegenüberliegende Stadt Hohnstein mit ihrer Burg und einem Teilbereich des Polenztal. Steinbruecke_am_Hockstein_kleinDie Stelle ist wirklich wunderschön und ist normalerweise noch nicht überlaufen. Wirklich witzig ist, dass an der unteren Aussicht ein kleines Mühle Spiel in den Sandstein geschlagen ist, dass selbst Wilhelm Leberecht Götzinger, einer der wichtigsten Reiseführer der Sächsischen Schweiz, schon um 1800 erwähnte. Die Wanderung geht nach hinten von dem Felsplateau herunter. Verlassen kann man die Felswarte nur über die Wolfsschlucht und die kleine steinerne Brücke. Diese Brücke sieht aus, wie die Basteibrücke in klein, was auch in der letzten Zeit dazuführt, dass immer mehr Busladungen Touristen hier herumturnen. Der Vergleich mit der Bastei ist schon ganz angebracht, da man den Hockstein an der Rückseite auch ganz hervorragend von der Straße aus erreichen kann, es eine Steinbrücke über eine Schlucht führt und man an der Spitze eine erstklassige Aussicht auf Felsen genießen kann. Beim Hockstein sind alle diese Bedingungen im Kleinen auch erfüllt. Das einzige, das dem Hockstein noch fehlt, ist die Gaststätte, aber die befindet sich unten im Tal. Zu Glück, damit bleibt hoffentlich einigermaßen Ruhe hier oben.
Steintrog_oberhalb_Amselgrund_kleinÜber die kleine Brücke geht es weiter auf der Wanderwegmarkierung grüner Strich. Der Weg biegt nach links ab und erreicht nach 900 Metern mal wieder den Ziegenrücken. Auch diesmal muss die Straße nur überquert werden, Steintrog_oberhalb_Amselgrund_Detail_kleinum auf der gegenüberliegenden Seite gleich wieder im Wald weiter zuwandern. Der Weg führt in mehreren Schleifen ins Tal hinunter. Zwischendurch, ca. 500 Meter hinter dem Ziegenrücken, kann man 15 Meter rechts neben dem Weg ein alte ausgehöhlten Stein sehen. Was auch immer dieser Stein für eine Bedeutung hat, ich weiß es nicht. Aber irgendetwas Besonderes muss es schon gewesen sein, da man so einen Klotz nicht so einfach in den Wald legt.
Es geht auf der Wanderwegmarkierung hinunter bis in den Amselgrund bzw. dann auch noch weiter bis zum Amselsee. Amsel_Lokomotive_kleinAmselsee_Moench_kleinAuf diesem kleinen angestauten See kann man sich ein Ruderboot ausleihen und eine kleine romantische Ruderpartie unternehmen. Wenn man den Blick vom See oder dem Gegenüber im Boot hebt, dann sieht man auf der einen Seite den Felsen mit dem Namen Lokomotive und in die andere Richtung den Mönch. Von dem Amselsee geht es durch die Ortschaft Niederrathen wieder zurück zur Elbe und dann auf die andere Seite. Eine Attraktion befindet sich noch ganz unauffällig neben dem Parkplatz. Der große kreisförmige Platz ist die so genannte Rathener Klangterrasse. Als ich das Ding das erste Mal gesehen habe, da war es außer Betrieb und ich dachte mir was für ein Unfug. Wenn es aber im Betrieb ist, dann sind die Konzerte mit der Kulisse des Elbe und der Felsen wunderbar erholsam und selbst die gewöhnungsbedürftige Musik (zumindest für meine Ohren) kann einen sehr gut entspannen. Leider ist das Ding in den Wintermonaten außer Betrieb.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bundesbahn bis zur Haltestelle Kurort Rathen mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Rathen Elbeparkplatz
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 4,00€

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