Honigsteine

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 3,00 h
Entfernung:
ca. 7,00 km
Höhenunterschied:
ca. 440 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
schwindelfrei
Kletterabschnitte
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
Klettern
empfohlene Karten:
Die Bastei;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Oberrathen - Elbe - roter Strich - Fähre - Niederrathen - Touristeninformation - Feldsteine - Honigsteine - Lokomotive - grüner Strich - Pionierweg - Höllgrund - Amselgrund - blauer Strich - Amselfall - Schwedenlöcher - Gansweg - Bastei - Basteiaussicht - Niederrathen - Elbe - Fähre - Oberrathen

Beschreibung:

Diese Wanderungstrecke ist entnommen aus dem Sächsischen Schweiz Kalender von Dr. Rölke (www.bergverlag-roelke.de). Nicht nur dass jeden Monat in dem Kalender wunderschöne Bilder zu sehen sind, es befinden sind auch noch auf der Rückseite spitzenmäßige Wanderempfehlungen und Erklärungen zur Natur. Die Wanderung startet auf der linken Elbeseite in Rathen. Mit der kleinen Fähre geht es über die Elbe und wenn man Glück hat, dann passiert dieses Übersetzen mit der technischen Besonderheit namens Gierseilfähre. Diese Form der Personenfähre ermöglicht mit einem langen Seil dass Überqueren eines Flusses ohne jegliche Motorkraft und dass obwohl über 200 Passagiere in einer Fahrt transportiert werden können. Auf der Straße in Rathen geht es auf der roten Wanderwegmarkierung roter Strich durch die Ortschaft. Die Straße ist zwar auch für den Autoverkehr freigegeben, da aber die Straße eine Sackgasse ist, fahren hier nur die Anwohner und die wissen alle, dass eine Fußgängerzone keine Rennstrecke ist. Der markierte Weg geht am Rathener Feuerwehhaus nach links in die Richtung Feld-/Honigsteine. Gleich hinter den ganzen Garagen verlässt man nach links den markierten Weg und es geht auf einem Pfad weiter. Der Weg ist markiert mit einem Pfeil. Leider weiß ich nicht mehr, ob es ein grüner (Bergpfad) oder ein schwarzer  (Kletterzugang) Pfeil ist. Zuerst geht es die ersten 100 Meter parallel zur Felswand hoch und dann biegt der Weg im rechten Winkel in die Richtung der Felsen ab. Der Aufstieg erfolgt rechts vom Felsen über einige Stufen. Der Pfad ist einfach zu finden und nachdem man den Aufstieg geschafft hat, geht es an den sehr ruhigen Felsen entlang. Der Pfad verläuft mehrere Mal über schmalen Felskanten und deshalb sollte man schon einigermaßen schwindelfrei sein. Felsspalte_Honigsteine_kleinGanz besonders ist eine Stelle zu erwähnen, an der man sogar durch einen Spalt kriechen muss. Für die Mitmenschen, für die diese Stelle zu aufregend ist, die können auch wenige Meter davor nach rechts aufsteigen. Zuerst sieht dieser Aufstieg durch seine glatten Stellen nicht so aus, als ob es dort aufwärts geht, aber man kommt mit nur ganz wenigen und auch leichten Klettereinlagen nach oben. Wenn man den Weg über die Spalte gewählt haben sollte, dann ist man im Nachhinein auch immer wieder stolz, dass man es geschafft hat. Der weitere Weg über die Honigsteine ist dann sehr einfach und auf einmal steht man vor der Felsformation mit dem Namen Lokomotive. Irgendwie habe ich diese Felsen schon unwahrscheinlich oft aus der Ferne gesehen, aber dass man sie so einfach erreichen kann, war mir nicht bewusst. Rund um den Felsen bieten sich mehrere Stellen sehr gut an, um eine kleine Rast einzulegen.
Um dann wieder von den Honigsteinen herunter zu kommen, muss man ein paar Meter zurückgehen und dann befindet sich auf der linken Seite ein angenehmer Abstieg. Dieser Pfad endet auf dem Weg zwischen Ziegenrücken und dem Amselsee. Auf diesem Weg mit der Wegmarkierung grüner Strich grüner Strich geht es nach links talabwärts. Nachdem man den Amselsee erreicht hat, wandert man weiter nach rechts, wieder ein paar Meter den Berg hoch. Dieser breite Weg ist tatsächlich ohne jegliche Wegmarkierung, aber ein Schild weißt den Weg zu Amselfall und den Schwedenlöchern. Nach ein paar Metern erreicht man ein Kneip- bzw. hier wird es Wassertretbecken genannt. Eine nette Tafel mit folgendem Inhalt erklärt den richtigen Gebrauch:
– Wassertreten, so machen Sie es richtig –
Wassertreten_Gruenbach_kleinEs kommt darauf an, immer einen Fuß im Wasser zu haben. Das führt zum so genannten Storchengang. Warten Sie so lange, bis Sie ein Kälteschmerz aus dem Wasser treibt. Anschließend Füße nicht abtrocknen, sondern feucht in dicke Strümpfe und Schuhe stecken und durch Laufen erwärmen. Neben den mechanischen Reizen des Wassers auf der Haut, werden vor allem seine Eigenschaften als ideale Therapie von Wärme und Kälte genutzt. Wer unter Blasen- oder Unterleibsbeschwerden leidet, darf kein Wassertreten betreiben.
Amselfall_kleinDer Weg steigt zum Anfang leicht an und erst kurz vor dem Amselfall wird er ein bisschen steiler. Am Amselfall gibt es eine nette Möglichkeit sich in der Gaststube oder dem Außenbereich zu erfrischen. Auch ist es sehr lohnenswert in der Nationalparkinformationsstelle hereinzusehen. Man sollte nur nicht zu viel Essen, Amselfall_Gebaeude_kleinda das nächste Teilstück unendlich viele Stufen den Berg hoch geht. Vom Amselfall geht es ungefähr 250 Meter wieder zurück, um dann auf dem blauen Strich blauer Strich die Schwedenlöcher hoch zu gehen. Irgendwie kenne ich in der Sächsischen Schweiz zwei Stellen, an denen man eine nicht enden wollende Treppenanlagen bewältigen muss. Die eine Treppenanlage sind die Brandstufen mit ihren 850 Stufen und die zweite sind die Stufen der Schwedenlöcher. Noch habe ich die Stufen nicht gezählt, aber die Anzahl dürfte ganz ähnlich sein. Der Weg schlängelt sich durch die Schlucht und geht gleich an zwei Stellen unter einem Felsblock durch. Nachdem man oben angekommen ist, empfehle ich einen kurzen Abstecher bis zur Pavillonwächteraussicht. Schwedenloecher_Durchgang_kleinDiese Aussicht erreicht man, in dem man den Aufstieg durch die Schwedenlöcher einfach nur verlängert und bis zur Felskante weiter geradeaus geht. Von dieser Aussicht kann man sehr schön die Basteibrücke, den gesamten Komplex der Bastei und das Treiben auf der anderen Talseite beobachten. Natürlich kann man von dieser Aussicht auch den wunderschönen Felskessel mit seinen sehr zerklüfteten Felsen bestaunen. Es geht wieder zurück auf den blau markierten Wanderweg in die Richtung der Bastei. In einem Bogen wird der gerade bestaunte Felskessel umrundet, um sich dann in das Getümmel der Touristen auf der Bastei zu stürzen. Die drei Aussichten an der Bastei sind schon wirklich toll und die alte steinerne Brücke ist auch ziemlich imposant. An dem höchsten Punkt der Bastei gibt es eine Gaststätte, an der man sich mit der gigantischen Aussicht erfrischen kann. Leider sind die Preise hier oben, wie an jedem Ort, wo sehr viele Touristen aufhalten.
Von der Basteiaussicht geht es wieder herunter über einige Stufen. Der Abstieg ist weiterhin mit dem blauen Strich markiert und führt bis in die Ortschaft Rathen. Das letzte Stück der Wanderung folgt man der schon bekannte Straße in Rathen zur Fähre und damit zurück zum Ausgangspunkt.
Diese Wanderrunde ist eine sehr schöne Wanderung. Sie beinhaltet mehrere tolle Aussichten, ein bisschen Nervenkitzel beim Klettern über die Hönigsteine und ist sehr typisch für die Sächsische Schweiz.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit S-Bahn bis zur Haltestelle Kurort Rathen mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Rathen Elbeparkplatz
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 4,00€

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