Kirnitzschtalfest

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unsere Bewertung::
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Karte:
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Dauer:
ca. 1,75 h
Entfernung:
ca. 7,00 km
Höhenunterschied:
ca. 294 Meter
beste Reisezeit:
immer, auch an Wochenenden empfehlenswert.
Schwierigkeitsgrad:
Spaziergang
leicht
lange Treppe
Untergrund:
asphaltiert
Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Bad Schandau;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Altendorf - Wiesenweg - Dorfstraße - roter Strich - Kirnitzschtal - Campingplatz Ostrauer Mühle - roter Punkt - Hartungpromenade - Bahndepo Kirnitzschtalbahn - blauer Strich - Grauer Graben - Schillerdenkmal - Parkplatz Kiefricht - gelber Punkt - Panoramaweg - Altendorf

Beschreibung:

Wenn ich ganz ehrlich bin, dann handelt es sich bei dieser Beschreibung nicht um eine richtige Wanderbeschreibung, sondern eher um einen Bericht vom Besuch des Kirnitzschtalfestes, der aber auch mit einer Wanderung verbunden ist. Deshalb ist der Termin für diese Wanderung/Spaziergang festgelegt: Das letzte Wochenende im Juli. Das Kirnitzschtalfest entwickelt sich jedes Jahr ein Stückchen weiter und so wird heutzutage schon ein perfekt organisierter Shuttleservice angeboten. Man könnte also auch oben in Altendorf parken und dann mit den Bussen ins Tal fahren, aber das würde ich dann nicht auf der Internetseite zum Thema Wandern beschreiben. Hier geht es also um eine kleine Runde, um von den kostenlosen Parkplätzen in Altendorf runter zum Kirnitzschtalfest zu gelangen. Die Wanderung startet an einem der beiden Parkplätze von Altendorf. Von dort geht es wenige Meter auf der Hauptstraße (Sebnitzer Straße) bis zum Wiesenweg. Diesem folgt man bis zum unteren Löschteich. Hier geht es dann nach rechts weiter auf der Unteren Dorfstraße. Die Wanderung verlässt bald die Ortschaft und verläuft in Richtung Dorfbachklamm. Nachdem der erste Felsen mit der überdachten Bank erreicht ist, fällt eine kleine Gedenktafel an den ehemaligen Lehrer H. Lemme auf. Wenige Meter hinter der Tafel gabelt sich der Weg und man sollte nach links abbiegen. Der Weg passiert eine Wiese und dann beginnt der eigentliche Abstieg ins Kirnitzschtal. Da der Weg insgesamt einen ¾ Kilometer am Hang entlang verläuft, ist das Gefälle der Strecke sehr angenehm zu wandern. Besonders auffällig an diesem Weg ist der Untergrund. Im oberen Teil der Strecke besteht der Untergrund aus Sandsteinplatten, die deutliche Nutzungsspuren aufweisen. Es sieht so aus, als wenn hier schon so einige hundert Pferdefuhrwerke drüber gefahren sind. Wenn die Witterung etwas feuchter ist, dann kann dieser Untergrund schon ziemlich unangenehm rutschig sein. Der Weg runter ins Kirnitzschtal endet gleich an der Ostrauer Mühle und damit an einem der Hauptpunkte des Kirnitzschtalfestes. Hier sind einige Marktstände mit ein paar Gauklern und die Gaststätte Flößerstube, die ihren Teil zum Fest beitragen. Mehrere Male am Tag werden von den Gauklern witzige Schauspiele unter Zuhilfenahme von Zuschauern aufgeführt.Durchstroemturbine_Ostrauer_Muehle_klein Obwohl ich schon sehr häufig über den Campingplatz gewandert bin, ist mir noch nie aufgefallen, dass hier ein kleines unscheinbares Gebäude steht, in dem sich eine Wasserturbine versteckt. Und genau hier werden beim Kirnitzschtalfest Führungen durchgeführt. Besonders interessant fand ich, dass die Turbine es schafft, aus der kleinen Kirnitzsch im Durchschnitt 30kWh herauszuholen. Damit erzeugt diese Durchströmturbine doppelt so viel Strom, wie der gesamte Campingplatz verbraucht.
Nach diesem ersten sehr interessanten Aufenthalt geht es weiter in die Richtung des Straßenbahndepots (also bachabwärts). Da eine Wanderung auf der Straße überhaupt nicht zu empfehlen ist, bietet sich der sehr schöne Weg auf der Hartungpromenade an. Dieser Weg verläuft wenige Meter rechts oberhalb der Straße. Markiert ist dieses Teilstück mit dem Lehrpfadsymbol grüner Querstrich vom Flößersteig. Huepfburg_Kirnitzschtalfest_kleinKurz vor dem Bahndepot passiert man auf der Rückseite die Gaststätte Waldhäus´l. Ein kleines Stück hinter dieser Gaststätte verlässt man die Promenade und die nächste Station des Festes ist erreicht. An dem Bahndepot gibt es natürlich einige Stände im Zusammenhang mit Straßenbahnen. So sind mehrere unterschiedliche Modelleisenbahnen und passende Verkaufsstände aufgestellt, eine Hüpfburg im Straßenbahndesign und ein Reisebus vom Verkehrsverbund. Auch hier gibt es natürlich wieder mehrere Strassenbahn_aus_dem_Film_Der_Vorleser_vor_Bahndepot_kleinVerkaufsstände, die für das leibliche Wohl der Besucher sorgen. Strassenbahn_aus_dem_Film_Der_Vorleser_kleinZu dem Kirnitzschtalfest im Jahre 2008 gab es noch die besondere Attraktion, dass die Straßenbahn aus dem kurz zuvor z.T. hier gedrehten Film „The Reader“ („Der Vorleser“, mit Kate Winslet) in ihrer Filmlackierung unterwegs war. Zuerst war es mir überhaupt nicht bewusst, ich habe mich nur über diese ziemlich dreckige Bahn mit den uralten Reklamen gewundert, aber manchmal ist die Leitung einfach etwas länger.
Auch wenn das Kirnitzschtalfest noch einige weitere Stationen bachaufwärts beinhaltet, so startet vom Kirnitzschtalbahndepot (was für ein Wort) der Rückweg. Es geht weiter auf der bekannten Hartungpromenade den Bach abwärts, bis zum Ortsanfang von Bad Schandau. Gleich hinter dem ersten Haus auf der rechten Straßenseite befindet sich sehr gut versteckt der Aufstieg durch den Grauen Graben. Dieser relativ anstrengende Aufstieg ist mit dem blauen Strich blauer Strich markiert. Es geht über eine Vielzahl an Stufen bis hoch zum Parkplatz am Kiefricht. Während des Kirnitzschtalfestes wird der Parkplatz hier oben als Ausweichparkplatz für die Verkehrsverbundbusse benutzt. Normalerweise stehen diese Bus am Straßenbahndepot, aber wegen des Festes werden sie hier oben abgestellt. Wenn man die Treppe aus dem Kirnitzschtal hoch geschnaubt ist, Schillerdenkmal_Kiefricht_kleinführt der Pfad gleich an dem Schiller-Denkmal vorbei. Eigentlich ist es schon etwas Besonderes, diese versteckte SäuleGrotte_unter_Schillerdenkmal_Kiefricht_klein zu finden, wenn man aber genauer hinsieht, dann kann man links unter dem Denkmal vom Hang aus eine Grotte finden. Ich finde diese Stelle immer wieder lustig, weil jedes Mal, wenn ich hineinsehe, andere Spuren eines nächtlichen Lagers zu entdecken sind. Das letzte Mal waren noch mehrere rote lange Kerzen in die Mauer gesteckt und ein relativ gut erhaltenes Paar Meindl Wanderstiefel stand herum. Von dem Denkmal geht die Wanderung auf den Parkplatz herunter und dann schräg nach rechts vorne in die Ecke mit dem Rastplatz. Hier verläuft der Panoramaweg in Richtung Altendorf. Auch beim Panoramaweg kann man mal wieder dieses Phänomen mit dem Einrichten von Lehrpfaden usw. entdecken: Fast bei jedem dieser schönen Adamsberg_vom_Panoramaweg_kleinWege wird nach dem ersten Anlegen davon ausgegangen, dass danach an einem Weg nichts mehr angestellt werden muss. Schrammsteine_vom_Panoramaweg_gesehen_kleinDem ist aber leider nicht so. Ziemlich häufig kommen die Hinweisschilder abhanden, der Weg wird durch Naturgewalten beschädigt oder er wächst einfach nur mit Brennnesseln zu. Genau das ist dem Teilstück zwischen dem Parkplatz und der Senke auf halber Strecke nach Altendorf passiert. Im Sommer 2008 hat es überhaupt keinen Spaß gemacht, dieses Stückchen mit halbkurzer Hose zu wandern. Zwischendurch war ich sogar auf das Feld ausgewichen, da der eigentliche Wanderweg unpassierbar war. Nachdem aber der Weg die Senke erreicht hat, betritt man das Gebiet von Altendorf und hier sind doch einige gute Geister, die begriffen haben, dass Wanderurlauber nicht nur eine schöne Unterkunft brauchen, sondern dass auch das restliche Umfeld so einigermaßen stimmen muss. Hinter der Senke kommt man auf die Ebene vor Altendorf und hier kann man das erste Mal den Grund für den Namen Panoramaweg erkennen. Links vom Weg befindet sich der kleine Adamsberg und recht die Schrammsteine und der Falkenstein. Wenn man sich umdreht, blickt man auf den Lilienstein und die Festung Königstein. Damit ist dann aber auch schon fast die Wanderung beendet und es geht noch den bekannten Wiesenweg in Altendorf wieder hoch bis zum Ausgangspunkt der Wanderung. Die Wanderung ist eine nette kleine Runde, die natürlich nicht nur zum Kirnitzschtalfest gegangen werden kann, aber genau zu der Zeit natürlich eine ganz besondere Attraktion enthält: Das nette kleine Fest.

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