Klaftersteig

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivnegativnegativnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 2,50 h
Entfernung:
ca. 10,00 km
Höhenunterschied:
ca. 335 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad
empfohlene Karten:
Sebnitz und Umgebung - Karte 90;
Sachsen Kartographie GmbH Dresden
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Sebnitz - Forellenschänke - Neuer Weg - Wölmsdorfer Bach - Wolfstein - Klaftersteig - gelber Punkt - Kaiserberg - Buchberg - Dr.-Alfred-Meiche-Weg - Sebnitz - KiEZ - Forellenschänke

Beschreibung:

Wenn man von der Sächsischen Schweiz spricht, dann sind sehr häufig die beiden Bereiche des Nationalparks Sächsische Schweiz gemeint. Praktisch gibt es aber auch den Landkreis Sächsische Schweiz, in dem es einige Wandergebiete gibt, die kaum Beachtung finden. Eine dieser Stellen ist die Umgebung von Sebnitz. Wenn es sich mal wieder im Nationalpark knubbelt, dann kann man rund um Sebnitz immer noch reichlich Parkplätze finden und ungestört durch den Wald wandern. Als ich im Winter im Sebnitzer Wald herumgewandert bin, fiel mir ein Hinweisschild auf den Klaftersteig auf. Nach einer kurzen Recherche zu Hause am Rechner war klar, wo sich der Klaftersteig versteckte und dann musste gleich mal ausprobiert werden, was das für ein Weg ist.
Als Startpunkt bietet sich, zumindest für die Mitmenschen, die mit einem Auto anreisen, die Forellenschenke von Sebnitz an. Von hier führt die Wanderung erstmal ein Stück auf der Straße den Buchberg aufwärts. Markiert ist der Weg mit dem gelber Punkt gelber Punkt. Zum Glück ist auf der Straße nur wenig Verkehr und so kann man ganz angenehm den Blick in die Landschaft genießen. An der Kreuzung (Bergweg/Tannertstraße) vor dem KiEZ „An der Grenzbaude“ (Kinder Erholungszentrum) geht es nach links weiter in Richtung Buchberg. Der Weg ist weiterhin gelb markiert und man folgt dem Dr.-Alfred-Meiche-Weg. Skipiste_Buchberg_ohne_Schnee_kleinGleich am Anfang des Weges hat man einen netten Blick über das Tal von Hertigswalde. Nach etwas weniger als ½ Kilometer ist es vorbei mit dem horizontalen Verlauf und die Wanderung biegt nach links zum Buchbergaufstieg ab. Auch wenn es nur 50 Höhenmeter sind, so fällt der Aufstieg schon ziemlich auf. Nachdem man den höchsten Punkt erreicht hat, würde eigentlich der Weg nach rechts abbiegen, aber ein kurzer Abstecher nach links liefert eine schöne Aussicht über die Skipiste in die Richtung des Sebnitzer Waldes und rüber nach Tschechien.
Es geht wieder zurück auf die Spitzbergaussicht_kleingelbe-Punkt-Markierung gelber Punkt und dann auf dem leicht ansteigenden Gratweg weiter. Nach 400 Metern erreicht man auf dem Kaiserberg eine obere Seilbahnstation, an der ein grünes Hinweisschild nach links die Spitzbergaussicht ausweist. Diese Aussicht liefert einen netten Blick über eine der Skipisten ins Böhmische. Die Ortschaft, die gleich unterhalb der Aussicht zu sehen ist, liegt auf der anderen Seite der Grenze und heißt Horní Poustevna (Ober-Einsiedel). Die Wanderung folgt weiterhin der gelben Wanderwegmarkierung gelber Punkt und erreicht nach einem kurzen Abstieg die Grenze und eine Schutzhütte. Grenzuebergang_am_Klaftersteig_kleinAn dieser Stelle steht auch das Hinweisschild, das mich im Ursprung auf den Klaftersteig gebracht hat. Der Klaftersteig ist ein breiter, unmarkierter Waldweg, Klaftersteig_kleinder über etwas mehr als einen Kilometer parallel zur Grenze verläuft. Auch wenn die Grenze weniger als 100 Meter von dem Waldweg entfernt ist, fällt sie am rechten Hang fast überhaupt nicht auf. Nach dem Kilometer stößt man auf einen breiten Forstweg, der mit dem Namen Langer Flügel ausgeschildert ist. Die Wanderung folgt diesem sehr angenehm zu wandernden Weg nach rechts. seltsamer_Ueberlauf_Quellwasser_kleinAuch hier sollte eigentlich die Grenze ziemlich nah verlaufen, aber irgendwie versteckt sie sich sehr gut. Links und rechts des Waldweges fallen immer wieder nasse Bereiche auf. Ganz extrem wird es nach einem ¾ Kilometer, weil dort das Quellwasser sogar in separaten Kanälen aufgefangen wird. Sehr komisch ist, dass das Wasser ein bisschen tiefer im Wald an mindestens einem Kanaldeckel durch zwei Rohre wieder austritt und dort dann als Bach weiter fließt. Auf mehreren der Kanaldeckel befindet sich die Inschrift „A Loeffler; Ingenieur u. Unternehmer; Freiberg; 1900“. Das könnte zumindest erklären, dass früher das Quellwasser eine sinnvolle Verwendung hatte.
Nach etwas weniger als einem Kilometer macht der Waldweg gleich zwei Mal einen Knick nach links und es geht ein paar Höhenmeter abwärts. Dann erreicht man eine Kreuzung, an der die Wanderwegmarkierung grüner Punkt von links kommt und geradeaus weiter geht. Hier wird aber nach rechts abgebogen und schon nach 300 Metern erreicht man einen Wegweiser nach rechts zum Wolfstein. Obwohl dieser Felsen von allen möglichen Richtungen ausgeschildert ist, ist der Gipfel ein wirklich unauffälliger Hügel im Wald. Aber dadurch ist man auch schnell auf ihn hochgestiegen und schon hat man wieder einen Felsen bewältigt.
Auf der gegenüberliegenden Seite geht es wieder herunter und man erreicht automatisch einen Waldweg, der einmal komplett um den Hügel herum führt. Auch hier geht es nach links parallel zum Grenzverlauf weiter. Auch wenn es zum Anfang ein schmalerer Waldweg ist, so nimmt er bis auf die Breite eines Forstweges zu. Rechts neben dem Weg läuft ein Bach, den ich eigentlich für die Sebnitz gehalten habe, aber in gleich mehreren Karten ist er mit dem Namen Vilémovský potok (Wölmsdorfer Bach) beschrieben. Biberspuren_Woelmsdorfer_Bach_kleinGenauso wie im unteren Teil der Sebnitz kann man auf jeden Fall sehr gut erkennen, dass hier der Biber wieder zu Hause ist. An wirklich vielen Stellen hat dieses nachtaktive Tier Bäume neben dem Bach durchgenagt und dann die Rinde abgeknabbert. Seltsamerweise habe ich bis heute noch keinen einzigen Bau dieser ungewöhnlichen Tiere an der Sebnitz entdeckt, aber die frischen Spuren kann man über den gesamten Bachverlauf entdecken. Vermutlich ist es aber auch so, dass ich eher auf einen Staudamm warte und diese unterschiedlichen Biberfamilien mehrere Hügel als ihre Wohnung gebaut haben. Die sind einfach unauffälliger, als die Sebnitz mal eben zu stauen.
Als Alternative zu dem gut ausgebauten Forstweg ist der Wiesenweg ausgeschildert. Dieser Pfad schlängelt Wiesenwegteich_kleinsich zwischen dem Bach und der Forststraße bis zum Wiesenwegteich entlang. Dieser sehr nette Teich wird am Wochenende sehr gerne von Anglern bevölkert, lädt aber auch zu einer kleinen Rast oder einem Picknick ein. Die Wanderung folgt jetzt wieder dem breiten Forstweg und nach einem ¾ Kilometer erreicht man die ersten Häuser von Sebnitz. Figuren_im_oberen_Teil_des_Urzeitpark_Sebnitz_kleinVor dem Urzeitpark (www.sauriergarten.eu) mit seinen vielen riesigen Figuren geht es nach links in die ausgeschilderte Richtung Parkplatz Forellenschenke. Das Nette ist, dass man von diesem Waldweg schon mal einen Einblick in den Urzeitpark erhaschen kann. Kurz vor dem Ausgangspunkt an der Forellenschenke stößt die Markierung grüner Punkt grüner Punkt noch auf den Wanderweg und bald ist die Runde an ihrem Anfang angekommen.
Diese Wanderung ist wirklich nicht besonders spektakulär, aber ein sehr netter erholsamer Bogen am Rande des Sebnitzer Waldes entlang. Die Runde lässt sich wirklich zu jeder Zeit durchführen (selbst bei maximalen Besuchermengen in der Sächsischen Schweiz) und man kann sich nett in der Natur erholen.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Sebnitz Markt mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Forellenschenke
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 3,00€

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