kleine Liebe

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Karte:
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Dauer:
ca. 2,50 h
Entfernung:
ca. 8,00 km
Höhenunterschied:
ca. 270 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Große Karte der Sächsischen Schweiz;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Ostrau - Falkensteinstraße - roter Strich - Zahnsgrund - grüner Strich - Steinbrecherweg - Liebentor - Teufelswand - roter Strich - Oberer Liebenweg - Kleine Liebe - roter Strich - Hohe Liebe - Unterer Liebenweg - roter Strich - Zahnsgrund - Falkensteinstraße

Beschreibung:

Nachdem ich mal wieder mit dem Finger über die Landkarten gewandert bin, ist mir aufgefallen, dass es neben der Hohen Liebe auch noch eine Kleine Liebe geben soll. Die Hohe Liebe führt in der Sächsischen Schweiz schon ein ziemliches Schattendasein, aber sollte es tatsächlich in dem Schatten noch mehr Schatten geben? Was mir auf jeden Fall schon mehrmals aufgefallen ist, wenn man zur Hohen Liebe von Ostrau kommend aufsteigt, dann befindet sich hier ein seltsam betonierter Waldweg. Sollte der womöglich irgendwie zur Kleinen Liebe hochführen? Das muss doch gleich mal mit einer kleinen Nachmittagswanderung untersucht werden.
Die Wanderung startet an dem großen Wanderparkplatz vor Ostrau. Von hier muss man für diese Wanderung ein Stückchen an der Fahrstraße in die Richtung der Schrammsteine (also nach rechts vom Parkplatz kommend) entlang wandern. Die ersten paar Meter sind nur ein Trampelpfad und dann geht es auf einem angenehmen Weg neben der Straße weiter. Markiert ist der Wanderweg hier schon mit der Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich. Von der Straße bzw. dem Fußgängerweg daneben hat man schon eine sehr schöne Aussicht nach rechts auf die Schrammsteine und nach links über die Felder nach Altendorf. Hier sollte man sich nicht täuschen lassen, dass Altendorf so nahe liegt, Sandsteinsaeule_Richtung_Schrammsteine_kleindazwischen liegt noch das tiefe Kirnitzschtal. Nach dem ersten Stück von ungefähr einem Kilometer biegt die Straße nach rechts in den Zahnsgrund ab, die Wanderung geht aber weiter geradeaus auf der roten Wanderwegmarkierung. Ziemlich überraschend ist, dass man auch jetzt noch auf gleicher Höhe weiterwandert. An dem Wegweiser aus Sandstein wird die rote Wanderwegmarkierung verlassen und man folgt der Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich nach rechts weiter. Die Wanderung führt an ein paar gut ausgebauten Wochenendhäusern vorbei und geht dann in den Wald.
Nach ungefähr 600 Metern erreicht man einen breiten Felsendurchgang, an dem der markierte Wanderweg nach rechts abbiegt. Hier wird der offizielle Wanderweg verlassen und es geht nach links. Dieser unauffällige Felsendurchbruch heißt Liebentor und führt in einen Bereich, der nur ganz selten von anderen Besuchern betreten wird. Sehr ungewöhnlich ist, dass auf der rechten Seite eine richtig hohe Felswand (Teufelswand) steht. Von dem markierten Weg ist diese Felswand überhaupt nicht zu erkennen. Ziemlich am Ende der Teufelswand könnte man auch eine der offiziellen Boofen der Sächsischen Schweiz entdecken, würde die Wanderung nicht schon nach wenigen Metern an der Felswand entlang nach links abbiegen. Die Wanderung steigt 300 Meter an dem Hang aufwärts, bis ein Waldweg mit Betonplatten erreicht wird. Solche Betonplatten sind als Weguntergrund in den Wäldern der Sächsischen Schweiz sehr selten.
Dem Weg folgt man nach rechts den Hang hinauf. Die ersten paar Meter des Waldweges sind auch noch mit der bekannten Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich gekennzeichnet. Auch wenn der markierte Wanderweg bald abbiegt, so geht es noch bis zum Ende der Betonplatten weiter aufwärts. Am Ende der Betonplatten ist nichts besonders Auffallendes zu entdecken, wofür der so widerstandsfähige Bodenbelag verlegt worden sein könnte. Nach dem Ende der Betonplatten ist auf der linken Wegseite die Kleine Liebe zu erkennen. zugewuchserte_Kleine_Liebe_kleinMit Überraschen ist festzustellen, dass einfach kein Weg hinauf auf den Berg führt. Dafür kann man den unscheinbaren Hügel einmal auf gleichbleibender Höhe umrunden. Wie man dem Waldweg unschwer ansehen kann, kommen auf diese Idee nur sehr wenige Wanderer. Nach einer 2/3 Umrundung passiert man eine Wiese, an der deutlich eine Art Wasserwerk mit mehreren Belüftungsrohren zu sehen ist. Diese wasserwirtschaftliche Einrichtung scheint auch noch in Betrieb zu sein, da das Gras geschnitten wird und mehrere Fahrzeugspuren zu der Wiese führen. Sehr seltsam ist, dass kein einziger Pfad zum Gipfel hinauf führt, obwohl die Kleine Liebe ein sehr einfach zu erreichender Hügel ist. Aber vermutlich würde man auch einfach nix anderes als von dem Rundweg sehen.
Nachdem dieser kleinen Exkursion geht es wieder ein paar Meter auf dem betonierten Waldweg abwärts. Laut mehreren Wanderkarten biegt fast am Ende des Betonweges ein Waldweg in die Richtung der Hohen Liebe ab. Ehrenmal_fuer_Bergsteiger_Hohe_Liebe_kleinDieser Waldweg ist in der Realität auch auf den ersten paar Metern zu finden, aber er führt nicht auf die Hohe Liebe. stabiles_Gedenkbuch_auf_Hoeher_Liebe_kleinDeshalb ist es sehr empfehlenswert, bis zur bekannten Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich zurück zu wandern und dann den Aufstieg nach links zur Hohen Liebe zu wählen. Der Aufstieg zur Hohen Liebe ist über ein paar Stufen relativ leicht und schon erreicht man den Gipfel. An dem Gipfel fallen zwei Besonderheiten auf: zuerst ist es das sehr stabile Gedenkbuch und dann das Ehrenmal für die gestorbenen Bergsteiger. Blick_von_Hoher_Liebe_auf_Blossstock_kleinAls ich auf die Hohe Liebe hinauf kam, stand auf den Felsen ein einzelner Rucksack, ohne dass ich einen Träger in der Nähe sah. Nachdem ich eine Weile die Aussicht in Richtung Bloßstock genossen habe, kam auf einmal ein Barfüßiger von dem Denkmal heruntergeklettert. Nicht nur, dass ich vollkommen überrascht war, es sah auch noch sehr elegant aus, wie der Kletterer von diesem hohen Sockel abstieg.
Die Wanderung führt wieder von der Hohen Liebe herunter. Gleich ein paar Meter unterhalb des Gipfels passiert der Pfad eine Aussicht in westliche Richtung. Blick_von_Hoher_Liebe_auf_Falkenstein_kleinDabei kann man ganz hervorragend auf den Falkenstein blicken. Wenn man Glück hat, lassen sich ein paar Kletterer bei ihren wagemutigen Aktionen beobachten. Die Wanderung steigt von der Hohen Liebe in östliche Richtung (also nach links) ab. Mit dem Erreichen des ersten möglichen Weges wird der markierte Wanderweg verlassen und es geht auf dem Unteren Liebenweg weiter. Dabei handelt es sich wieder um einen Weg, der um die Liebe geht. Diesmal ist es aber eine Umrundung der Hohen und Kleinen Liebe. Das ungewöhnliche an diesem Weg ist, dass auch hier anscheinend nur sehr wenige andere Wanderer unterwegs sind und das, obwohl dieser Waldweg wirklich sehr angenehm zu wandern ist. Vielleicht liegt es aber auch daran, das sich nur wenige Meter unterhalb noch ein weiterer Weg (Oberer Steinbruchweg) um die beiden Lieben schlängelt. Insgesamt wandert man 2 Kilometer auf dem Unteren Liebenweg, bis in kurzem Abstand gleich zwei andere Wege zur Wanderung dazu stoßen. Hier befinden sich auch noch ein paar Häuser auf der linken Wegseite. Hier wird der Weg wieder etwas belebter und man könnte sogar einem Auto begegnen. Ein paar Meter (ca. 200 Meter) hinter den Häusern erreicht man wieder die bekannte Stelle mit der roten Wanderwegmarkierung roter Strich, der man geradeaus folgt. Jetzt heißt es, den letzten Kilometer bis zum Ausgangspunkt der Wanderung zu absolvieren.
Die Wanderung ist eine Runde, die man nicht unbedingt als eine der ersten Runden in der Sächsischen Schweiz unternehmen muss. Es gibt aber immer wieder Leser unserer Webseite, die genauso neugierig auf neue Wege sind wie wir und für die ist diese Runde gedacht. Obwohl man in einem Bereich mit relativ vielen Besuchern unterwegs ist, trifft man auf der Wanderung nur in Teilbereichen andere Wanderer. Die Kleine Liebe ist nicht gerade ein Berg, den man unbedingt besteigen muss, aber in Kombination mit der Hohen Liebe eine nette Nachmittagswanderung.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Ostrau Ortsanfang mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Ostrauer Scheibe
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 5,00€

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