Kleiner Zschirnstein

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivpositivpositivnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 2,00 h
Entfernung:
ca. 7,00 km
Höhenunterschied:
ca. 285 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
Spaziergang
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad
empfohlene Karten:
Große Karte der Sächsischen Schweiz;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Kleingießhübel - gelber Strich - Wiesenweg - Alte Tetschener Straße - Flügel B - Kleiner Zschirnstein - Flügel B - Hirschgrundweg - Kleingießhübel

Beschreibung:

Ich hatte in der Sächsischen Zeitung (www.sz-online.de) gelesen, dass sich jemand mit dem Kleinen Zschirnstein und den dort vorhandenen Wanderwegen beschäftigt hatte, weil auf dem kleinen Bruder des höchsten Steins der Sächsischen Schweiz, dem Großen Zschirnstein, bis dahin überhaupt keine Wege markiert waren. Das stimmte, wie wir schon auf der Wanderung Zschirnsteine festgestellt hatten. Schon damals fanden wir das ziemlich komisch, da eine Vielzahl an Wegen und Pfaden über den Kleinen Zschirnstein kreuz und quer verlaufen und einige schöne Aussichtpunkte an der Felskante sind. Der neue Rundweg sollte eine eigene Wanderwegmarkierung, den gelben Punkt, erhalten und am Wanderparkplatz in Kleingießhübel beginnen.
Um auf kurzem Weg zu den Zschirnsteinen zu gelangen, parkt fast jeder auf dem Wanderparkplatz in Kleingießhübel und von hier geht es nach links (vom Parkplatz aus gesehen) aufwärts. Obwohl in der Sächsischen Zeitung stand, dass die Wanderwegmarkierungen erst im Herbst 2009 angelegt werden sollten, so fanden wir im Oktober 2009 schon einen vollständig markierten Weg mit den besagten gelben Punkten gelber Punkt. Der Aufstieg über den Wiesenweg ist recht angenehm und komischerweise ist der Waldweg in großen Teilen asphaltiert. Ziemlich seltsam fanden wir den Felsbrocken gleich links von der Schranke. Warum sind denn hier in den Felsen zwei Schlösser perfekt eingearbeitet, ohne dass die Schranke irgendwelche mechanischen Antriebe hat? Hat es womöglich etwas mit der wasserwirtschaftlichen Anlange auf der gegenüberliegenden Wegseite zu tun? Auffällig fanden wir auch, dass der Waldweg nach dem heftigen Schneefall im Herbst 2009 schon vollkommen von den abgebrochenen Ästen geräumt war. Die Straße zwischen Gohrisch und Cunnersdorf war es bei unserer Hinfahrt zu der Wanderung noch nicht. Na ja. Die Wanderung über den Wiesenweg ist sehr angenehm und die Vielzahl an Kastanienbäumen hat unsere Wanderlaune noch gehoben. Zwischendurch kann man auf der rechten Wegseite schon das Ziel der Wanderung sehen: Die Felsen des Kleinen Zschirnsteins. Die Wanderung führt insgesamt 1 ½ Kilometer über den Wiesenweg, bis es nach rechts auf den Flügel B weiter geht. Schneebruch_im_Herbst_2009_kleinHier hatten wir bei unserer Wanderung einen kleinen Hindernislauf, da durch den nassen Schnee auf den Laubbäumen doch so einige Äste und dünnere Bäume kreuz und quer über den Weg gefallen waren. Aber umsonst waren die Wälder im Bereich des Nationalparks nicht gesperrt gewesen. Nach einer Strecke von ½ Kilometer biegt nach rechts der eigentliche Zugang zu dem Kleinen Zschirnstein ab. Auf diesem Weg kommt man nachher auch wieder zurück und so ist dieses Teilstück ein Rundweg im Rundweg.
Auch hier steigt der Weg relativ angenehm an und man erreicht einen Rastplatz mit einer Bank-Tisch-Kombination. Rastplatz_auf_dem_Kleinen_Zschirnstein_kleinHier ist die Wanderwegmarkierung leicht irritierend, da man in alle Richtungen weiter gehen könnte. Es handelt sich halt um einen Rundweg und so kann man sich die Richtung aussuchen. Wir haben uns für die Richtung entgegen des Uhrzeigersinns (also nach rechts) entschieden und auch hier ging es leicht aufwärts. Die Wanderung erreicht bald den höchsten Punkt des Kleinen Zschirnsteins und man ist überrascht, dass man mit 472 Metern einen der höchsten Berge bzw. Steine der Sächsischen Schweiz soeben bestiegen hat. Ein paar Meter nach diesem Gipfel erreicht man eine sehr schöne Aussicht mit hoffentlich einer ordentlichen Weitsicht. Nebel_am_Hang_des_Kleinen_Zschirnsteinen_kleinDas Einzige, was hier wirklich stört, ist die hässliche Antenne und das Gebäude. Da wir aber auch mit mehreren Handys durch die Gegend laufen, sollten wir uns lieber nicht beschweren. In diesem Fall scheint es sich um einen Sendemast von Vodafone zu handeln. Aber der eigentlichen Aussicht tut diese technische Einrichtung keinen Abbruch und so hat man einen sehr schönen Blick über Kleingiesshuebel_vom_Kleinen_Zschirnsteinen_kleinKleingießhübel hinweg auf die Tafelberge. Dieser Ausblick wiederholt sich noch so einige Male auf dem weiteren Weg, aber seltsamerweise befindet sich der Kleine Zschirnstein in einem Dornröschenschlaf, da die Wanderer, die sich in diese Ecke der Sächsischen Schweiz verirren, normalerweise immer den Großen Zschirnstein ansteuern. Aus unserer Sicht sind sich die beiden Berge, bzw. eigentlich nennt man sie Steine, ebenbürtig. Die Wanderung führt an der Kante des Kleinen Zschirnsteins entlang und ist sehr gut markiert. Zwischendurch sind immer wieder einzelne Aussichten in den markierten Rundweg integriert. Was auf dem Kleinen Zschirnstein auffällt, ist eine Vielzahl mehr oder weniger großer Pfade. Ohne einen offiziellen Wanderweg haben die paar Besucher sich irgendwie den Weg über die Ebene des Steins gebahnt. Wenn man der gelben Wanderwegmarkierung folgt, wird man aber sehr gut durch dieses Pfadgeflecht geführt und landet wieder am Ausgangspunkt mit dem Rastplatz.
Jetzt beginnt der Rückweg und dazu muss man ein kleines Stück von 300 Metern wieder auf dem bekannten Weg bis zum Flügel B zurück wandern. Der Flügel B ist ein gut ausgebauter Forstweg, der zwischen den beiden Zschirnsteinen verläuft. Nach ungefähr 200 Metern sieht man links vom Weg zwei Felsen, Wildprethoehle_bei_den_Zschirnsteinen_kleindie sich aneinander gelehnt und so die Wildpretshöhle gebildet haben. Angeblich sollen hier früher die Jagdgesellschaften ihr Geschossenes zwischengelagert haben. Die Wanderung geht ein Stück geradeaus, bis es nach rechts an den Abstieg geht. Zuerst ist es der Schifferweg und dann wird es steiler mit dem Hirschgrund. Spätestens hier kann man an den Gesichtern der entgegenkommenden Wanderer erkennen, dass man selber die bessere Richtung gewählt hat. Der Aufstieg über den Hirschgrund ist viel anstrengender als die Variante über den Wiesenweg. maechtige_Bueche_im_Hirschgrund_kleinDer Hirschgrund führt auch wieder nach Kleingießhübel hinein. Ganz besonders fallen einem am Wegesrand mehrere richtig mächtige Buchen auf. Diese Bäume dürften in ihrem langen Leben schon so ein paar tausend Wanderer gesehen haben. Am Ortsrand bietet sich noch mal ein sehr schöner Blick über das Dorf hinweg auf die linkselbischen Tafelberge. An der Kreuzung der abknickenden Vorfahrtsstraße steht eine steinerne Säule, die zwar schon mindestens einmal gekittet worden ist, aber auf der einen Seite die Inschrift „Ort Kleingieshübel 1646“ trägt. Nicht schlecht, es gibt viele Länder, die sind zu der Zeit noch nicht mal entdeckt gewesen, da hat man hier schon Steinsäulen mit Richtungsangaben aufgestellt.
An der Straßenkreuzung geht es nach rechts und über den untersten Teil des Wiesenweges wird der Ausgangspunkt der Wanderung wieder erreicht. Es war eine sehr nette, ruhige Runde, die ein paar schöne Aussichten geboten hat. Auch, wenn aufgrund der neuen Markierung mehr Wanderer hierher kommen und es dann nicht mehr ganz so ruhig und einsam ist, kann man nur zu dieser neuen Wanderwegmarkierung gratulieren.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Kleingießhübel Wendeplatz mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Kleingießhübel

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