kleines Prebischtor

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivpositivpositivnegativ
Karte:
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Dauer:
ca. 3,00 h
Entfernung:
ca. 10,00 km
Höhenunterschied:
ca. 420 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Elbsandsteingebirge;
Kompass
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Rainwiese - roter Strich - kleines Prebischtor - Schauenstein - Hohenleipaer Raubschloss - grüner Querstrich - Hohenleipa - blauer Strich - Jagdschloß - Rainwiese

Beschreibung:

Schon mal das Wichtigste vorneweg, die Wanderung eignet sich ganz hervorragend, wenn die Sächsische/Böhmische Schweiz mal wieder voller Wanderer ist und man am großen Prebischtor in der dritten Reihe stehen würde. Diesen Zustand kann man sehr einfach am Füllstand der Parkplätze in Herrnskretschen erkennen.
Die Wanderung startet in der Ortschaft Rainwiese (Mezní Louká). Für ausreichende Parkplätze ist rund um das Hotel gesorgt. Leider sind alle drei Parkplätze kostenpflichtig, aber überraschender Weise gleich teuer. Vom Hotel geht es nach rechts ein paar Meter die Fahrstraße entlang, bis nach links der rote Strich roter Strich über den Campingplatz startet. Die ersten paar Meter auf dem Campingplatz sind sehr angenehm, aber knapp hinter dem Platz geht es das steilste Stück der Wanderung erstmal auf den Bergkamm hoch. kleines_Prebischtor_Fahrradwegende_kleinKleines_Prebischtor_kleinNachdem man das Stückchen geschafft hat, verläuft der Weg fast horizontal in die Richtung Kleines Prebischtor. Zwischendurch erreicht man überraschender Weise einen asphaltierten Weg, den man aber nur überquert und dann auf der gegenüberliegenden Seite dem markierten Fahrradweg in die Richtung kleines Prebischtor weiter folgt. Dadurch, dass der Fahrradweg eine Sackgasse ist, braucht man nicht mit besonders vielen Fahrradfahrern zu rechnen. Am Ende des Fahrradweges, zumindest war bei meiner Wanderung am kleinen Prebischtor eine Schranke auf dem Fahrradweg, geht es nach rechts noch die letzten paar Höhenmeter hoch um zum kleinen Prebischtor zu gelangen. versteckte_Wegfuehrung_kleines_Prebischtor_kleinDas kleine Prebischtor sieht wirklich so aus, als ob es das Modell für seinen großen Bruder gewesen ist. Auch in der Sächsischen Schweiz gibt es einen Felsbogen, der kleines Prebischtor genannt wird, aber dieses Exemplar ist wirklich besser gelungen.
Von hier geht es ein einige Höhenmeter auf dem markierten Weg den Berg herunter, um sich dann auf halber Höhe am Felsen entlang zu schlängeln. Von diesem Weg hat man schon mal einen sehr schönen Blick auf das nächste Ziel, die Burg Schauenstein/Hohenleipaer Raubschloss (Šaunštejn). Zwischendurch gibt es noch eine kleine Höhle, die ich irgendwie vollkommen übersehen hatte. Der markierte Weg führt genau durch sie. Ich hatte mich aber an der rechten Seite vorbeigezwängt, obwohl es viel einfacher gewesen wäre, durch sie durchzugehen.Burg_Schauenstein_Hohlraum_klein
Der markierte Weg führt gleich an der Felsenburg Schauenstein/Hohenleipaer Raubschloss (Šaunštejn) vorbei. Anscheinend wird der Zugang zu dem Felsplateau von Zeit zu Zeit (vielleicht Nachts) abgesperrt, da sich gleich im Eingang ein massives Eisentor befindet, dass auch benutzt aussieht. Burg_Schauenstein_Zisterne_kleinDer Aufstieg ist relativ eng und mit einem großen Rucksack nur sehr schwer zu bewältigen. Oben auf dem Felsplateau angekommen, kann man noch sehr deutlich die alten Spuren von der Burg erkennen. So sind mehrere alte Hohlräume, die Zisterne und Gemäuer zu sehen.Burg_Schauenstein_Mauernreste_klein
Nachdem man sich hoffentlich lang genug überlegt hat, wie die alten Ritter früher hier gelegt haben, geht es noch ein letztes Stück auf der roten Wanderwegmarkierung den Hang hinunter. Am Ende des Weges erreicht man die breite Forststraße. Hier informiert eine Tafel noch mal über die Burg Šaunštejn/Hohenleipaer Raubschloss (Schauenstein). An dieser Wegkreuzung geht es auf der neuen Wegmarkierung gelber Strich gelber Strich nach rechts in die Ortschaft Hohenleipa (Vysoká Lipa). Nach dem Erreichen der normalen Fahrstraße, muss man ungefähr 400 Meter auf dieser Straße den Hang hoch gehen, bis nach halbrechts der markierte Weg steil den Berg ansteigt. Man könnte zwar auch über die Fahrstraße weiterwandern, dann würde man aber der schöne Ausblick verpassen, den man mit diesem kleinen Bogen gewinnt. Der Weg führt wieder ein Stückchen den Berg herunter, bis man die Hauptstraße erreicht. Hier geht es im spitzen Winkel um das neu sanierte Haus, um dann auf der Wegmarkierung blauen Strich blauer Strich in die Richtung Rainwiese (Mezní Louká) weiter zu wandern.
Der Wanderweg verläuft sehr angenehm in einer gleich bleibenden Höhe. Vollkommen faszinierend finde ich, dass in jeder Wanderkarte der blau markierte Weg hinter der Gaststätte/Hotel Jagdschloss eingezeichnet ist. Die Realität sieht aber ganz anders aus, der Weg führt schon mehrere Jahre vor der Gaststätte entlang und der alte Weg ist nirgendwo mehr zu sehen. Warum auch immer die Gaststätte Jagdschloss heißt, Gaststaette_Jagdschloss_kleinkann ich mir nicht erklären, da es wirklich nichts mehr mit einem Schloss zu tun hat. Es ist halt ein Gebäude, das inzwischen seine besten Zeiten als Hotel hinter sich hat, aber immer noch zu einem relativ billigen Essen einlädt. Hinter dieser Erfrischungsmöglichkeit geht es über ein sanftes Gefälle runter ins Tal. Nachdem man den Eingang zum Wilden Klamm passiert hat, steigt der Weg über eine humane Steigung bis nach Rainwiese (Mezní Louká) hoch. Die Ortschaft Rainwiese (Mezní Louká) erreicht man neben dem Hotel und damit ist die Wanderung beendet.
Auf meiner Nachhausfahrt habe ich mich dann über die Entscheidung zu dieser Wanderung beglückwünscht. Ich habe die Wanderung an einem sonnigen Sonntagnachmittag durchgeführt und irgendwie sind anscheinend noch so ein paar Hundert andere Wanderer auf diese Idee gekommen. Nur haben sich diese Menschenmassen auf das große Prebischtor gestürzt und wanderten jetzt alle über die Straße wieder herunter nach Herrnskretschen. So viel Fußgänger habe ich noch nie auf einer normalen Fahrstraße gesehen. Alle 50 Meter waren Gruppen Wanderer unterwegs. Schön dass das kleine Prebischtor noch einigermaßen unbekannt ist.

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