Kohlbornstein

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivpositivpositivnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 2,50 h
Entfernung:
ca. 9,50 km
Höhenunterschied:
ca. 338 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
immer, auch an Wochenenden empfehlenswert.
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Große Karte der Sächsischen Schweiz;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Krippen - Bächelweg - Krippenbach - Friedrich-Gottlob-Keller-Straße - Schinkenmühle - gelber Punkt - Mittelhangweg - Jugenddorf ERNA - Sattelweg - Bornweg - Kohlbornstein - roter Punkt - Koppelsbergweg - Kohlborn - roter Punkt - Koppelbergweg - Kleinhennersdorfer Straße - Krippen - Friedrich-Gottlob-Keller-Straße - Großer Kopf - Bächelweg - Krippenbach

Beschreibung:

Der Startpunkt für die Wanderung zum Kohlbornstein liegt an der abknickenden Vorfahrtsstraße auf dem kleinen Parkplatz von Krippen. Von hier geht es zuerst ein langes Stück durch die Ortschaft, am schönsten ist es auf der Straße Bächelweg entlang. An beiden Straßenseiten fallen eine Vielzahl an Sonnenuhren mit den passenden Erklärungstafeln dazu auf. Viele der Zeitmesser sind ganz normale Sonnenuhren mit einem Stab, der einen Schatten wirft, aber zwischendurch fallen auch immer wieder ganz besondere Konstruktionen auf. Besonders rätselhaft ist die Sandsteinsäule an der ehemaligen Schule. Für das Ding braucht man schon eher eine Erklärung, zumindest mir hat sie sich nicht so ohne weiteres erschlossen. Der Bächelweg endet kurz vor der Grundmühle und man überquert den Krippenbach. Auf dem Bürgersteig der Friedrich-Gottlob-Keller-Straße geht es weiter nach links. Nach ¼ Kilometer passiert man die Kleinhennersdorfer Straße, wandert aber weiter auf der Hauptstraße (Friedrich-Gottlob-Keller-Straße). Nach ein paar Metern erreicht man das ehemalige Wohnhaus bzw. heutzutage das Museum des Namensgebers der Straße. Friedrich Gottlob Keller war der Erfinder u.a. des Holzschliffs zur Papierherstellung und hat damit eine Grundlage für die moderne Papierindustrie geschaffen. Gleich neben dem Haus steht eine der ursprünglichen Maschinen zum Herstellen von Holzschliff. Es ist wirklich verwunderlich, dass so ein wichtiger Erfinder von etwas wirklich Wesentlichem, das sogar noch heute in großen Mengen eingesetzt wird, hier in einem vollkommen unauffälligen Haus wohnte und man es nur durch Zufall entdeckt.
Die Wanderung führt noch ¼ Kilometer auf der Friedrich-Gottlob-Keller-Straße aufwärts, bis nach rechts die Wanderwegmarkierung gelber Punkt gelber Punkt bzw. auch der Malerweg abbiegt. Der kleine Schinkenmuehle_Zahnrad_kleinKrippenbach wird mit einer Brücke überquert und links davon befindet sich die Heringmühle bzw. nach dem nachfolgenden Besitzer (Familie Schinke von 1818 – 1897) auch Schinken-Mühle genannt. Heutzutage kann man von der ursprünglichen Mühle noch einige Spuren (Mühlgraben und Zahlräder) im Garten erkennen. Das geht ganz hervorragend von dem gelb markierten Wanderweg, der um das Grundstück herum führt. Der Waldweg steigt ganz leicht an, bis nach ½ Kilometer die beiden Wanderwegmarkierungen im spitzen Winkel abbiegen. Hier geht es geradeaus auf einem normalen Waldweg weiter. Danach hält man sich gleich zweimal nach links, um auf ziemlich gleichbleibender Höhe oberhalb des Krippenbaches entlang zu wandern. Von dem Mittelhangweg hat man eine gute Aussicht runter auf die Straße durch das Tal. Sehr erfreulich ist, dass die Straße im Jahr 2009/2010 grundlegend saniert worden ist und jetzt wieder einen sehr vertrauenerweckenden Eindruck macht. Nach etwas weniger als 2 Kilometern auf dem unmarkierten Weg beginnt ein Anstieg hoch zum Kinder- und Jugenddorf ERNA. Hier fällt ganz besonders auf, dass die Besucher der Ferienanlage auch häufiger Ausflüge in den Wald unternehmen, aber die Begleiter nicht so ganz drauf achten, dass auch aller Müll wieder mitgenommen wird. Vermutlich verlieren die Besucher der Ferienanlage nicht mehr Müll als andere, aber durch die höheren Besucherzahlen bleibt einfach mehr liegen. Als wir den Waldweg aufwärts gestiegen sind, lagen einige abgebrannte Fackeln auf dem Waldweg und ein paar Süßigkeiten-Verpackungen.
Kurz bevor man das Feriendorf erreicht, stößt man auf die Wanderwegmarkierung roter Punkt roter Punkt, der man ein paar Meter nach rechts folgt. Da wir neugierig waren, wie das Kinder- und Jugenddorf ERNA aussieht, sind wir dann am Zaun der Ferienanlage entlang gewandert. Wenige Meter, nachdem man das Gelände erreicht hat, befindet sich auch ein Tor im Zaun, sodass man auch quer über die Anlage wandern könnte. alte_Bungalows_ERNA_kleinAn dieser Stelle begegnete uns eine gutgelaunte Wandergruppe, die die Anlage gerade verließ. In dem Feriendorf befinden sich unterschiedliche Bereiche, die auch unterschiedlich alt sind. Blöderweise stehen die älteren Häuser gleich am Zaun bzw. dem Wanderweg und so macht die Anlage fälschlicherweise einen etwas ollen Eindruck. Lageplan_ERNA_kleinAm nördlichen Ende des Zauns erreicht man die Einfahrt, an der ein paar Informationstafeln und ein großer Lageplan hängen. An dem Lageplan kann man dann sehr gut die wahre Größe der Anlage erkennen. Immerhin befinden sich hier 240 Betten, die über das riesige Areal verteilt sind (natürlich in einzelnen Bungalows).
Von der Einfahrt geht es über die asphaltierte Zufahrt weiter. Wenn man nicht gerade das Pech einer An- bzw. Abreisezeit erwischt hat, dann lässt sich sehr gut auf der Straße wandern. Die ersten paar hundert Meter erfolgen noch durch den Wald und dann geht es an einem Waldrand entlang. Hier hat man schon die erste Aussicht über die Felder. Nachdem auch auf der rechten Seite das Feld beginnt, hat man noch ein paar Meter auf der Straße zu gehen und dann biegt die Wanderung nach rechts ab. Gohrisch-Papststein-Kleinhennersdorfer_Stein_kleinSchon bald erreicht man den Waldrand und hier befinden sich mehrere Bänke, die eine schöne Aussicht auf die drei Felsen Gohrisch, Papststein und Kleinhennersdorfer Berg bieten. Aber das eigentliche Ziel der Wanderung liegt nur noch ein paar hundert Meter entfernt und deshalb geht es weiter in den Wald hinein. Nach ungefähr ½ Kilometer erreicht man eine Kreuzung, an der es auf der gegenüberliegenden Seite an den Aufstieg zum Kohlbornstein geht. Der Aufstieg ist zwar etwas sehr hubbelig, aber nicht besonders schwer. Blick_vom_Kohlbornstein_auf_Krippen-Elbe_kleinUm zur Aussicht des Kohlbornsteins zu gelangen, folgt die Wanderung einfach dem ausgelatschten Pfad bis zur nordöstlichen Spitze. Hier befindet sich eine sehr nette Aussicht auf Krippen und das Elbetal. Ein bisschen nach rechts sind die Felsen der Schrammsteine in einer sehr schönen Perspektive zu sehen. Blick_vom_Kohlborsntein_auf_Schrammsteine_kleinWir haben diese Wanderung am Karfreitag unternommen und so waren leider noch einige andere Besucher hier oben auf der Aussicht. Insgesamt waren es etwas mehr als 20 Wanderer und dann wird es schon relativ schwierig, den Ausblick zu genießen. Normalerweise ist der Kohlbornstein aber einer der ruhigeren Felsen der Sächsischen Schweiz.
Nach dieser schönen Aussicht geht es auf dem bekannten Weg bis zum Felsfuß wieder zurück, um dann nach rechts abzubiegen. Der offizielle Weg geht über die Wanderwegmarkierung roter Punkt roter Punkt abwärts. Genauso kann man aber auch den als Pferdeweg markierten Abstieg wählen. Irgendwie können wir uns nur schwer vorstellen, dass heutzutage irgendein Reiter sein Pferd hier den Berg herunter bzw. hoch treibt. Beide Wege stoßen am Ende des Hanges wieder aufeinander und dann geht es rot markiert weiter. Genau an dieser Stelle stand dann wieder die große Gruppe vom ERNA Gelände und schaute ziemlich fragend drein, wie sie denn jetzt weiter gehen wollten. Nachdem wir ihnen erklärt hatten, dass der Kohlbornstein ein lohnenswerter Ausflug wäre und sowieso auf dem Weg zu ihrer Ausgangsposition läge, machten sie sich auf den Weg. Ziemlich überraschend war, dass die gesamte Gruppe ohne eine einzige Karte durch den Wald unterwegs war. Da kann es sich nur um einen etwas zu groß geratenen Spaziergang gehandelt haben. Wir haben ihnen unsere Wanderkarte überlassen, damit sie wenigstens zum Abendbrot wieder rechtzeitig im ERNA ankamen.
Nachdem man die Wanderwegmarkierung gelber Punkt erreicht hat, wird diese an der Quelle Kohlborn nur überquert und auf der gegenüberliegenden Wegseite steigt ein Waldweg zur Kleinhennersdorfer Straße hinunter ab. Schon nach etwas mehr als 100 Metern erreicht man die Straße, an der es weiter (200 Meter) abwärts geht. Am Ende der Straße stößt man auf die bekannte Friedrich-Gottlob-Keller-Straße. Auf dieser wandert man wieder abwärts bis zum Ausgangspunkt. Dafür bietet es sich noch an, nicht gleich auf den ruhigeren Bächelweg abzubiegen, sondern noch bis zur Kirche auf der Friedrich-Gottlob-Keller-Straße weiter zu wandern. Friedrich_Gottlob_Keller_Buerste_kleinHier befindet sich gleich am Straßenrand ein Gedenkplatz mit der Beschreibung „Größter Kopf“ (Friedrich Gottlob Keller) von Krippen. Eine Erklärungstafel, die große Büste und zwei Bronzetafeln erinnern an den vielseitigen Erfinder. Auf den bekannten letzten Metern (½ Kilometer) bis zum Ausgangspunkt kann man noch mal weitere Sonnenuhren neben dem Weg entdecken.
Diese Wanderung ist eine sehr schöne Runde, die eigentlich überraschend ruhig ist, solange man nicht versucht, an einem der Hauptwandertage kurz nach Mittag loszulaufen. Die Aussicht vom Kohlbornstein ist wirklich lohnenswert und sehr einfach zu erreichen.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Krippen Krippengrund mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Krippen

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