Labyrinth / Nikolsdorfer Wände

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivpositivpositivnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 3,75 h
Entfernung:
ca. 8,00 km
Höhenunterschied:
ca. 217 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
Spaziergang
leicht
Kletterabschnitte
sehr schmale Stelle
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
Leiter
Klettern
empfohlene Karten:
Nikolsdorfer Wände;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Leupoldishain - gelber Strich - Hackens Berg - Breite Heide - grüner Punkt - Pferdelochweg - Gründeweg - Labyrinthweg - Labyrinth - grüner Punkt - Nikolsdorfer Wände - Wolfsgrundwächter - Kuhstall - Naturbühne - Bars Grund - Promenade - Leupoldishain

Beschreibung:

Auf die Wanderung bin ich durch die schicke neue Wanderkarte von Hr. Böhm gekommen. Nicht nur, dass auf der Karte alle Wege, Felsen und sonstige Punkte eingezeichnet sind, es sind auch noch besonders gekennzeichnete Wege wie z.B. der Labyrinth-Nikolsdorfer Wände-Weg eingetragen. Da der Weg seine eigene Wanderwegmarkierung hat – es ist der grüne Punkt grüner Punkt mit einem „L“ gekennzeichnet –  ist die Wegbeschreibung eigentlich sehr einfach: Immer der Kennzeichnung nach und 8 Kilometer später kommt man wieder zum Ausgangspunkt. Na gut, so einfach mache ich es mir nicht. Hier kommt eine ordentliche Beschreibung:
Der Startpunkt liegt wie so häufig im Bereich der Nikolsdorfer Wände am Dorfplatz von Leupoldishain. Vom Parkplatz geht es nach links auf der Dorfstraße hoch. Nach ca. 150 Metern erreicht man einen neu gestalteten Spielplatz. Wer mit seinen Kindern unterwegs ist, kann hier die Zwerge erstmal die Kletterwand ausprobieren lassen. Danach stellt man dann fest, wie autoritär man ist, um die Kinder wieder von dem Spielgerät runter zu bekommen, damit man rechts vom Spielplatz auf der grünen Wanderwegmarkierung weiterwandern kann. Der Weg geht über eine Wiese neben einem größeren Wohnhaus entlang. Er verläuft mit einer sehr angenehmen Steigung aufwärts. Zwischendurch, an einem deutlichen Rechtsknick des Weges, erreicht man eine Wildwiese. Hier bietet sich ein kleiner Abstecher nach links zu einer Aussicht an. Neben dem Hochsitz kann man in die Schulgründe blicken. Hier sollte man nicht hoffen, dass man einen gigantischen Ausblick hat, aber man versteht auch, warum genau an diese Stelle der Hochsitz gebaut worden ist. Es geht wieder zurück zum markierten Wanderweg. Kurz bevor man den Weg erreicht, befindet sich rechts eine seltsame kleine Hütte. In diesem Futterbunker lagert der Jäger für die kalte Jahreszeit Obst. Wenn die Temperaturen ansteigen, dann riecht es im Bereich der Wiese süßlich, vielleicht auch vergoren, aber auf jeden Fall nicht unangenehm.
Der Weg fällt leicht bis zu einer Forststraße ab. Hier wandert man nach links auf einem sehr angenehm zu gehenden Weg entlang. An mehren Stellen sieht man links und rechts des Weges noch Spuren des Uran-Bergbaus. Die Edelstahlrohre mit dem roten Deckel sind Messstellen, die anscheinend bis runter in die Stollen des Bergbaus gehen. An manchen von den Dingern kann man deutlich ausströmende Luft feststellen. Der Weg führt bis zum Parkplatz vom Labyrinth. Anhand der dort abgestellten Autos kann man dann schon ganz gut erkennen, welcher Betrieb jetzt gleich auf dem Felsen sein wird. Wenn weniger als 10 Autos zu sehen sind, dann wird man im Labyrinth kaum jemanden antreffen, bzw. die Besucher sind irgendwo in den Gängen und Schluchten versteckt. Falls man auf dem Parkplatz den Eisverkäufer antrifft und die Autos fast übereinander stehen, dann ist es schon etwas anders. Da das Labyrinth aber sowieso eher etwas für Kinder ist, sollten die größeren Besucheranzahlen auch kein Problemchen sein, da es den Kindern vollkommen egal ist, mit wie vielen anderen sie die Schluchten teilen müssen. Die Wanderung führt also vom Parkplatz in die Richtung Labyrinth. Durchgang_im_Labyrinth_kleinNach ungefähr 400 Metern erreicht man auf der linken Wegseite den Zugang zum Labyrinth. Hier verlässt man kurz den markierten Weg und steigt hoch zum Labyrinth. Der Eingang ist sehr einfach zu finden und wenn man den nummerierten Stationen hinterher kriecht/wandert/klettert dann kommt man auch wieder am Eingang raus.
Die weitere Wanderung geht dann wieder herunter auf den markierten Weg. Falls man nicht den richtigen Weg im Labyrinth gefunden hat, dann ist das auch nicht so besonders schlimm, da der grün markierte Weg im Uhrzeigersinn halb um den Felsen geht. Auf der Rückseite des Labyrinths verlässt der markierte Weg die breiten Forstwege und es geht hoch auf die Nikolsdorfer Wände. An diesem Abzweig muss man ein bisschen die Augen offen halten, da es zu verführerisch ist, einfach auf dem breiten Weg weiter zu gehen. Zum Anfang ist es ein ziemlich unscheinbarer Pfad, der mit einer ganz angenehmen Steigung hoch geht und oben auf dem Felsen wechselt der Weg schnell in einen breiten Waldweg. Es geht sehr angenehm auf dem Felsen entlang, bis kurz bevor der breite Forstweg den Felsen verlässt. Hinter der Linkskurve biegt der markierte Wanderweg nach links auf einen vollkommen unscheinbaren Pfad ab. Kuhstall_im_Baers_Grund_kleinDie Wanderung geht über ein paar Treppen in den Bärs Grund herunter. Wenn man unten angekommen ist, dann entdeckt man relativ schnell auf der linken Seite ein Felstor, das Kuhstall heißt. Es ist bei weitem nicht so groß, wie der Kuhstall auf dem Neuen Wildenstein, aber es hat schon ein ganz nettes Format. Die Wanderung geht nach vorne in den Bärs Grund. Vollkommen überraschend war für mich, die Naturbühne LeupoldishainNaturbuehne_Leupoldishain_klein hier unten zu finden. Ich bin schon mehrmals durch diesen Grund gewandert und habe auch schon mal in irgendeiner alten Karte das Wort Naturbühne gelesen, aber aufgefallen ist sie mir bisher nicht. Irgendwann zwischen 2006 und 2007 ist der ganze Bereich wieder hergerichtet worden. Alle Bäume sind gefällt worden, es sind aus den Bäumen Bänke gebaut worden und eine Tafel informiert über die Geschichte des Orts. Nachdem man diese Stelle bestaunt hat, geht es weiterhin nach vorne aus dem Grund heraus. Die letzen paar Meter geht es vor den Nikolsdorfer Wände entlang und nach einer kurzen Strecke erreicht man wieder den Ausgangspunkt der Wanderung.
Damit ist eine kleine Runde zu Ende gegangen, die aber ganz hervorragend Kindern gefällt und selbst bei größtem Besucheransturm in der Sächsischen Schweiz relativ ruhig ist. Einzige Ausnahme ist natürlich das Labyrinth.

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