Langes Horn

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
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Dauer:
ca. 3,00 h
Entfernung:
ca. 7,00 km
Höhenunterschied:
ca. 371 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
schwindelfrei
steiler Aufstieg
Kletterabschnitte
Untergrund:
Forstweg
Wanderweg und Pfad Treppen und Hühnerleitern Leiter
Klettern mit Klammern
empfohlene Karten:
Schrammsteine – Affensteine;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Kirnitzschtal - Beuthenfall - Dietrichsgrund - roter Strich - Bloßstock - Zwillingsstiege - Langes Horn - Reitsteig - blauer Strich - Frienstein - Idagrotte - grüner Strich - Abstieg - Hinterer Heideweg - Dietrichsgrund - Kirnitzschtal - Beuthenfall

Beschreibung:

Nachdem ich im Forum der Stiegen- und Wanderfreunde (www.sandsteinwandern.de) einen Beitrag bzw. die Frage, ob es noch weitere Aufstiege zum Langen Horn gäbe, gelesen habe, bin ich mal wieder mit dem Finger über die Wanderkarte Schrammsteine von Dr. Böhm (www.boehmwanderkarten.de) gefahren. Tatsächlich sind gleich in der Verlängerung der Zwillingsstiege ein paar Stufen mitten im Nichts eingezeichnet. Natürlich sind die Stufen, wenn sie in der Karte von Dr. Böhm eingezeichnet sind, in der Realität auch vorhanden und umsonst hat ganz sicher keiner die Stufen in den Felsen gehauen. Außerdem wollte die große Tochter mal wieder eine richtige Kletterpartie unternehmen und damit war der Streckenverlauf schon so ungefähr festgelegt.
Der Startpunkt für diese Wanderung liegt im Kirnitzschtal am Beuthenfall. Von hier geht es die ersten Höhenmeter auf der Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich aufwärts. Hier verläuft der Wanderweg über eine Strecke von insgesamt einem Kilometer auf einem gut ausgebauten Forstweg. Probe_Kletterfelsen_Blossstock_kleinNach der besagten Strecke biegt die rote Wanderwegmarkierung nach links ab. Hier befindet sich auf der rechten Wegseite eine Felsmurmel, auf der ganz bestimmt schon so ein paar tausend Kinder ihre ersten Kletterversuche unternommen haben. Der Felsen ist ganz hervorragend gut dazu geeignet, den Kindern schon mal das erste Selbstbewusstsein für eine anstehende Kletteraufgabe zu geben. Außerdem kann man als Eltern direkt erkennen, ob die kleinen Racker bei 3 Höhenmetern schon eine gigantische Show veranstalten und man doch lieber den Aufstieg über eine Treppe wählen sollte.
An dem Kletter-Test-Felsen geht es noch ein paar wenige Meter weiter auf der roten Wanderwegmarkierung bis zur Felswand unterhalb des Bloßstocks. An diesem riesigen Sandkasten geht es nach rechts weiter. Gleich nach ein paar Metern weist ein Schild darauf hin, dass die Häntzschelstiege nur aufwärts begangen werden und man die Strecke mit Selbstsicherung bewältigen sollte. Aber über die Häntzschelstiege soll es auf dieser Wanderung auch gar nicht gehen, sondern über die knapp daneben liegende Zwillingsstiege. Dazu folgt man dem Pfad weiter durch den Grund mit dem Namen Großes Bauernloch. Die Zwillingsstiege befindet sich entgegen der Häntzschelstiege mehr in der rechten bzw. westlichen Seite des Großen Bauernlochs und ist durch Trampelspuren und ein paar hölzerne Treppenstufen ganz gut zu finden.
Auch an der Zwillingsstiege steht wieder eins dieser grünen Schilder mit dem Hinweis auf die Einbahnstraße aufwärts, Selbstsicherung und die Eignung nur für Geübte. An der Häntzschelstiege haben Zugang_zur_Zwillingsstiege_7_Klammern_kleinwir jetzt schon einige Male Mitmenschen mit Klettergeschirr gesehen, aber an der Zwillingsstiege ist uns erst einmal eine selbstgebaute Sicherung für drei Kinder begegnet. Die eigentliche Zwillingsstiege startet mit sieben Eisenklammern an einer senkrechten Felswand. Das sollte aber ganz sicher für keinen Mitmenschen ein Problem sein, Felsband_an_der_Zwillingsstiege_kleinda die Schritte nur ein kleines Stückchen größer sind als bei einer normalen Haushaltsleiter. Dann wird es ein Stückchen kribbeliger, da es an einem schrägen Felsband mit ein paar Eisenklammern und Tritten aufwärts geht. Der brenzligste Punkt ist dann darüber, wo man um einen Felsen herum muss. Hier steht aber eine Birke, an der man sich ganz hervorragend festhalten kann. Wurzelgelaender_an_der_Zwillingsstiege_kleinDanach muss man durch die markanteste Stelle der Zwillingsstiege, bei der man zwischen einer freistehenden Felsnadel und der Felswand durch muss. Dadurch, dass hier aber ein paar Tritthölzer eingebaut sind, hat man die Stelle schnell passiert und es geht über eine Leiter ein kurzes Stück abwärts. Gegenüber ist eine gigantische Wurzel den Felsen runter gewachsen und für den weiteren Aufstieg als Kletterhilfe sehr gut geeignet. Die letzten paar Meter bis zum nächsten Querweg sind dann auch schnell geschafft und schon fast langweilig.
Bei dem Querweg handelt es sich um die Obere Affensteinpromenade, die aber nur überquert wird. Auf der gegenüberliegenden Wegseite ist kein richtiger Weg zu erkennen, was nicht verwunderlich ist, da es schon ungewöhnlich flach aufwärts geht und sich dadurch alle Erforscher dieses Aufstieges verteilen. kleine_Hickelhoehle_Affensteine_kleinWenn man einfach nur geradeaus den Hang hinaufsteigt, erreicht man die auf Dr. Böhms Wanderkarte eingezeichnete Höhle. Diese sieht ungefähr so aus wie die Hickelhöhle im Großen Zschand, aber im Maßstab 1:2. Gleich neben der Höhle führt dann ein gut sichtbarer Trampelpfad den Hang hinauf. Der Aufstieg ist verführerisch einfach und dadurch haben wir die eingezeichneten Treppenstufen verpasst. Sie müssten sich noch 60 Meter weiter Richtung Westen (also rechts) befinden. So hält man sich nach dem Aufstieg nach links und wandert durch eine ruhige Senke in die Richtung des Langen Horns. Nach weniger als 200 Metern erreicht man den sehr gut sichtbaren Pfad vom Langen Horn/Häntzschelstiege in Richtung Reitsteig. Da diese Wanderung aber auch noch eine schöne Aussicht und ein kleines Picknick enthalten sollte, sind wir zuerst mal die 400 Meter nach vorne in Richtung Häntzschelstiege (also nach links) gewandert. An dieser fantastischen Aussicht mussten wir Regenfront_Richtung_Lilienstein_kleinbei unserer Wanderung mit Überraschen feststellen, dass sich das Wetter gravierend geändert hatte. Wir konnten schön beobachten, wie eine gut sichtbare Regenwand vom Lilienstein in unsere Richtung zog. Eigentlich waren wir uns sehr sicher, dass dieses Wetter nicht über die Wetterscheide namens Elbe kommt, aber leider war es nicht so. Insgesamt hatten wir ¼ Stunde Zeit, die schöne Aussicht zu genießen, bis die ersten dicken Tropfen uns abkühlten.
Auf der Aussicht war es jetzt überhaupt nicht mehr angenehm und so haben wir im Eiltempo den Rückzug angetreten. Dafür ging es, wie auch schon vorher geplant, in Richtung Reitsteig. Hier erreicht man nach etwas weniger als einem Kilometer die blaue Wanderwegmarkierung blauer Strich. Dieser geht es nach links weiter in Richtung Großer Winterberg hinterher. Insgesamt folgt man der blauen Markierung ½ Kilometer. Auf halber Strecke passiert man eine Aussicht, die einen sehr netten Blick in den Schmilkaer Kessel und rüber auf die andere Elbseite bietet. Diese Aussicht ist ziemlich beliebt als Rastplatz für eine Brotzeit, was vermutlich an der sehr zentralen Lage, der Größe des Platzes und dem sehr schönen Ausblick liegt.
Nach dem besagten ½ Kilometer geht es nach links in Richtung Idagrotte/Frienstein. Der Weg führt über ein paar Stufen abwärts bis zur grünen Wanderwegmarkierung grüner Strich. Dieser Markierung folgt man nach links ein horizontales Stück von 200 Metern und dann geht es über eine langgezogene Treppenanlage abwärts. Dieser Abstieg hat so einige hundert Stufen, die für junge Kniegelenke noch ganz einfach sind, aber im feuchten Zustand etwas unangenehm sein können. Der Abstieg wird mit der Zeit flacher und führt dann bis zum Ausgangspunkt am Beuthenfall zurück.
Auch diese Wanderung hat mal wieder gezeigt, dass man, solange man sich nur ausgiebig damit beschäftigt, immer noch neue interessante Stellen in der Sächsischen Schweiz entdecken kann. Meine Tochter war ganz besonders stolz, die Zwillingsstiege bewältigt zu haben und die Runde hat uns auch ordentlich Spaß gemacht. Netterweise hatte der Regen schon am Friensteinflössel wieder aufgehört, sodass selbst das Wetter so einigermaßen mitgespielt hat.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Straßenbahn bis zur Haltestelle Beuthenfall mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Beuthenfall
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 4,00€

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