Lilienstein 2

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivpositivpositivnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 3,75 h
Entfernung:
ca. 14,00 km
Höhenunterschied:
ca. 421 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
leicht
steiler Aufstieg
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
Leiter
empfohlene Karten:
Große Karte der Sächsischen Schweiz;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Königstein - Elbe - blauer Strich - Fähre - Halbestadt - Ebenheit - südlicher Aufstieg - Lilienstein - nördlicher Abstieg - blauer Strich - gelber Strich - Selnitz - Parkplatz Lilienstein - blauer Strich - Kirchweg - Waldfriedhof - Lottersteig - Einsiedler - Lottersteighütte - Halbestadt - Elbe - Fähre - Königstein

Beschreibung:

Die Wanderung ist als ein sehr netter Vorschlag von einem Leser unserer Internetseiten eingegangen. Dieser Leser hat in seiner Jugend in Königstein gelebt und diese Wanderung in sehr schöner Erinnerung behalten. So haben wir gleich mal ausprobiert, ob es wirklich eine nette Runde ist. Außerdem wollte ich schon immer mal wissen, warum der Elbefahrradweg nicht von Königstein/Halbestadt nach Rathen durchgeht.
Die Wanderung startet in Königstein und von hier geht es erstmal mit der kleinen Personenfähre auf die andere Elbeseite. Koenigstein_von_Halbestadt_kleinAuf der rechten Elbeseite angekommen, geht es wenige Meter (ca. 50 m) nach links auf dem Fahrradweg. Hier weist schon ein Schild darauf hin, dass der Fahrradweg hinter Halbestadt nicht weiter geht und man die Fähre benutzen sollte. Nach der Kurzstrecke auf dem Elberadweg biegt nach rechts der blau markierte Wanderweg blauer Strich ab. Lilienstein_von_Ebenheit_aus_gesehen_kleinDer Weg führt aus dem Elbetal heraus auf die Ebene vor dem Lilienstein. Gleich am Panoramahotel Lilienstein (www.hotel-lilienstein.de) hat man den ersten Blick auf den Felsen, der stilisiert auf dem Logo des Nationalparks Sächsische Schweiz zu sehen ist. Auf der Straße von dem Hotel geht es ein paar Meter entlang, um dann gleich wieder nach rechts auf dem markierten Weg über die Felder abzubiegen. Die Wanderung führt geradewegs auf den Lilienstein zu und ab dem Waldrand steigt der Wanderweg an. Die ersten paar Meter sind noch relativ flach, aber am Felsfuß wechselt die Steigung in eine Treppe bis hoch auf den Felsen. Obwohl der Lilienstein von allen Seiten erstklassig zu sehen ist, steigen doch relativ wenige Wanderer auf ihn hinauf. Ich kann mir zwar vorstellen, dass auch dieser Felsen an langen Wochenenden oder schönen Sonntagnachmittagen gut besucht ist, aber ich habe ihn tatsächlich noch nie so richtig überlaufen gesehen. Felswaende_westliche_Aussicht_Lilienstein_kleinDadurch, dass der Felsen so schön in der Elbeschleife liegt, hat man natürlich von hier oben eine fantastische Aussicht in wirklich alle Himmelsrichtungen. Ganz besonders toll ist die westliche Aussicht. Von hier hat man zwar „nur“ eine Aussicht auf die Elbe in westliche Richtung, aber dafür steht man auf einem freistehenden Felsen mit ziemlich hohen Felswänden. Sehr schön. Wettiner_Obelisk_Lilienstein_kleinVon der südlichen Aussicht (die beim Wettiner Obelisk) hat man eine schönen Blick auf die Elbe vor Königstein und rüber zur Festung Königstein. Von der ruhigsten Aussicht an der östlichen Seite blickt man über die Elbe nach Bad Schandau. An diesem Blick fallen besonders die beiden Brücken von Bad Schandau auf. Wenn man über das Städtchen hinwegsieht, dann entdeckt man die Felskette der Schrammsteine.
Nach dem Genuss der Aussichten geht die Wanderung auf der nördlichen Seite des Liliensteins wieder herunter. Der Abstieg ist immer noch mit dem blauen Strich markiert und führt über so einige Treppenstufen abwärts. Auch am Felsfuß geht es weiter auf dem markierten Weg und bald aus dem Wald am Lilienstein heraus. Der Weg über das Feld heißt Kirchweg und am Ende des Feldes erreicht man einen kleinen Waldfriedhof auf der rechten Wegseite. Der Friedhof erinnert an eine sehr traurige Zeit der deutschen Geschichte, aber erfreulich ist, dass irgendwelche guten Geister diese Gedenkstätte noch sehr schön pflegen und keinerlei Zerstörungen festzustellen sind. Der markierte Weg führt ein kleines Stückchen durch einen Wald und erreicht dann die Fahrstraße auf die Ebenheit. Diese Straße wird nur überquert und auf der gegenüberliegenden Seite geht es über den Lottersteig ins Elbetal hinunter. Der Abstieg ist sehr angenehm zu gehen und man erreicht bald ein paar Häuser mit dem Namen Einsiedler. Von hier aus könnte man bis nach Rathen weiter wandern, um in einer großen Auswahl an Restaurant einzukehren oder sich mit ein paar touristischen Souvenirs einzudecken. Bis ins Zentrum von Rathen sind es ungefähr 1 ½ Kilometer.
Da es aber über den gleichen Weg zurück geht, haben wir uns diesen Abstecher erspart und sind gleich an dem ersten Haus im Elbetal nach links gewandert. Hier verlässt man den markierten Wanderweg und es geht auf einem unbefestigten Weg weiter. Theoretisch befindet sich auch noch ein Weg gleich unten am Elbeufer, aber der war, obwohl die Elbe kein besonderes Hochwasser führte, überschwemmt. Vermutlich ist genau das auch der Grund, warum der Elberadweg hier auf die andere Elbeseite umgeleitet wird. Der Waldweg führt ein paar Meter hoch (ca. 30 Höhenmeter) und der Untergrund ist schon ein bisschen sehr hubbelig für einen Radweg. Außerdem sind ein paar Stufen eingebaut, die ja bei Radfahrern auch nicht besonders beliebt sind.Aussicht_Lottesteighuette_klein Rastplatz_Lottesteighuette_kleinFür Wanderer ist der Weg sehr angenehm zu gehen und nach etwas mehr als einem Kilometer erreicht man die Lottersteighütte. Ganz unterhaltsam sind die Hinweistafeln, dass die Lottersteighütte keine Gaststätte ist. Ich würde mal tippen, dass die Hütte irgendwann mal eine Gaststätte war und alle Wanderkartenmaler voneinander abmalen, da fast in jeder aktuellen Wanderkarte dort ein Gaststättensymbol eingezeichnet ist. Die Hütte ist in einem sehr gut gepflegten Zustand und besitzt eine erstklassige Aussicht auf die Elbe mit ein paar sehr stabilen Bänken. Auch wenn hier keine Gaststätte ist, so lädt dieser Platz zu einer kleinen Rast ein. Darauf, dass man sich hier ordentlich benehmen sollte, weist ein separates, ziemlich ausführliches Schild hin, aber eigentlich sollte das selbstverständlich sein.
Von hier geht es weiterhin über den Waldweg in Richtung Halbestadt. Etwas mehr als einen Kilometer führt die Wanderung noch durch den Wald und dann verlässt die Wanderung den Waldweg und der Untergrund wechselt in asphaltieren Radweg. Sobald man den Radweg bzw. hier spricht man eher von Zufahrtsweg erreicht hat, beginnen auch die ersten Häuser von Halbestadt. Dadurch, dass der Fahrradweg hinter den Häusern in Richtung Rathen nicht weiterführt, hat man auf dem asphaltierten Stück mit relativ wenig Verkehr zu rechnen. So kann man sehr nett die Häuser, Tiere und das Elbetal hier unten beobachten. Tiere stehen hier unten auffällig viele und besonders unterschiedliche herum. So gibt es eine große Schafherde und einige unterschiedlichste Sorten an Geflügel. Kurz bevor es mit der Fähre wieder über die Elbe geht, passiert man den alten Flusshafen, der 1865 angelegt worden ist. Halbestadt_Hausnummer-28-Napoleon_kleinEtwa auf der Hälfte des Hafenbeckens befindet sich links, in der zweiten Häuserreihe, ein kleines putziges Häuschen. Dieses Fachwerkhaus mit den kleinen Fenstern (es müsste die Hausnummer 28 sein) soll ein Nachtlager von Napoleon gewesen sein. In Königstein sollten die Truppen von Napoleon die Elbe überqueren und deshalb hat er hier eigenhändig Aufsicht geführt. Jetzt geht es die letzten paar Meter bis zur Fähre und damit wieder zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung.
Die Empfehlung für diese Wanderung war wirklich sehr gut und hat uns viel Spaß gemacht. Auch wenn im Verhältnis zu einer „Standard-Lilienstein-Wanderung“ (Parkplatz Lilienstein – hoch – runter – weg) doch ein paar Höhenmeter dazukommen, so ist es eine sehr schöne Runde und bietet sogar angenehme Ruhe.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit S-Bahn bis zur Haltestelle Königstein mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Königstein Elbe
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 2,50€

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