Lindigtblick

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
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Dauer:
ca. 2,00 h
Entfernung:
ca. 6,50 km
Höhenunterschied:
ca. 275 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
Spaziergang
leicht
Untergrund:
Forstweg
Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Hinterhermsdorf und die Schleusen;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Hinterhermsdorf - Buchenparkhalle - Waldhusche - Schindelgründel - Hantschengrund - Hinterhermsdorfer Dorfbach - Hölzigweg - Paßgrund - grüner Punkt - Brüdersteinaussicht - Lindigtblick - Lindigtstraße - Höllstraße - Buchenparkhalle

Beschreibung:

Die Wanderung Lindigtblick ist dadurch entstanden, dass ich mal wieder an der GPS-Karte weitergemalt und festgestellt habe, dass ich auf den Aussichten Lindigtblick und Brüdersteine noch nicht gewesen bin. So etwas kann natürlich überhaupt nicht so bleiben und so wurde gleich mal ein Kurzausflug dorthin unternommen. Den Start für diese kleinere Wanderung habe ich auf den Parkplatz an der Hinterhermsdorfer Buchenparkhalle gelegt. Gleich an dem Parkplatz befindet sich der gut sichtbare Eingang in die Waldhusche. Hier hängt auch ein Lageplan dieses ganz besonders interessanten Waldstückes. Man kann über den Nationalpark Sächsische Schweiz an einigen Stellen wirklich schimpfen, aber bei der Waldhusche freue ich mich immer wieder über die tollen Ideen und die sehr anschaulichen Stationen, die vom Nationalpark laufend aktualisiert werden. Wirklich schade ist, dass sich so wenige Besucher in dieses Gebiet verirren. Kreuz und quer über das Gebiet der Waldhusche schlängeln sich mehrere unterschiedliche Themenwege mit einer Vielzahl an Stationen. Gleich hinter dem Eingang geht es nach links auf der roten Wurzelgang_in_der_Waldhusche_kleinWegmarkierung (Waldabenteuerweg). Nach ca. 200 Metern erreicht man eine der besonderen Stationen, bei der die unterschiedlichsten Wuchsformen von Wurzeln erklärt werden. Damit man nicht nur langweilig die Wurzeln ansehen, sondern auch noch erkunden kann, ist ein Gang unter den Wurzeln angelegt worden. Von dieser Station sollte man der blauen Wegmarkierung (Waldkundeweg) weiter folgen. Links und rechts des Weges sind ein paar kleinere Stationen zu finden und nach ca. 300 Metern verlässt man die blaue Markierung und biegt nach rechts auf den orangen Weg (Historischer Waldnutzungsweg) ab. Nach ein paar hundert Metern erreicht man zwei Buchen, die angeblich umgepustet worden sind, aber in der Realität sollen die beiden mächtigen Bäume wegen der Verkehrssicherungspflicht umgezogen worden sein. Irgendwie kann ich mir das zwar auch kaum vorstellen, weil man dazu gigantische Kräfte braucht, aber eins von beiden wird schon stimmen. An dieser Stelle überquert man einen breiten Forstweg und auf der gegenüberliegenden Seite geht es über den orangen Waldweg in den Hanschengrund. Der Abstieg runter zum Hinterhermsdorfer Dorfbach ist angenehm zu gehen und hier beginnen die ganz ruhigen Wälder von Hinterhermsdorf. Kurz vor dem Bach passiert man auf der linken Seite einen Felsen mit dem Namen Dorfbachstein. Ganz besonders nett sieht dieser Felsen nachmittags und abends aus, wenn er von der Sonne angeleuchtet wird. Komisch, obwohl ich den Hinterhermsdorfer Dorfbach schon einige Male hoch und runter gewandert bin und mir auch schon sehr häufig die Wiese neben dem Dorfbachstein aufgefallen ist, bin ich tatsächlich noch nie durch den Hanschengrund gewandert. Da es sich um einen wirklich netten Weg handelt, wird er in die sinnvollen Verbindungen Dorfbach – Buchenparkhalle aufgenommen. Dem Dorfbach folgt man jetzt für die weitere Wanderung ungefähr 300 Meter, bis nach links die erste Möglichkeit abbiegt. Hier beginnt der Hölzigweg, der den meisten Wanderern immer fremd bleiben wird, obwohl es eigentlich ein sehr angenehm zu wandernder Weg ist. Dieser Forstweg schlängelt sich auf fast gleichbleibender Höhe um die Felsen des Hohen Hölzig. Nach 1 ½ Kilometern erreicht man eine deutlich sichtbare Einkerbung, an der sich mehrere Forstwege kreuzen. Hier geht es den ersten möglichen Weg nach links den Hang aufwärts. Bei diesem Aufstieg handelt es sich um den Paßgrund, der seltsamerweise mit einem Kletterzugangssymbol gekennzeichnet ist. Entweder habe ich das Symbol an dieser Stelle falsch gedeutet und es war irgendein anderer Pfad gemeint oder hier hat irgendjemand einfach nur Unfug gezeichnet. Der Paßgrund ist einfach zu gehen, das ist deutlich an den sichtbaren Fahrspuren vom Hölzigweg bis Zugang_Bruedersteine_kleinhoch zum nächsten Weg zu erkennen. Am Ende des Paßgrundes erreicht man einen Querweg, der mit der Wanderwegmarkierung grüner Punkt grüner Punkt gekennzeichnet ist. Nach ein paar Aussicht_Bruedersteine_kleinMetern gabelt sich der Wanderweg und hier geht es nach rechts zu den Brüdersteinen (die rechte Aussicht) und nach links zum Lindigtblick. Die Aussicht auf den Brüdersteinen ist eine Felskanzel mit einem schönen Blick über den Paßgrund auf die Felsen des Großen Zschand (z.B. Großer Teichstein). Vom Lindigtblick hat man wiederum einen ganz anderen Blickwinkel, obwohl die Aussicht nur wenige Meter neben den Brüdersteinen liegt, da die Aussicht in die südliche Richtung blickt. Hier fällt ganz besonders der markante Raumberg auf.

Panorama_Lindigtblick_klein

Beide Aussichten sind sehr schöne Orte und überraschend ruhig. Vermutlich liegt die Ruhe einfach daran, dass die beiden Aussichten ein ganzes Stückchen abseits der normalen Wanderwege liegen und außerdem sowieso im ruhigen Bereich von Hinterhermsdorf. Jetzt geht es an das letzte Stückchen bis zum Ausgangspunkt der Wanderung. Der Weg lässt sich super einfach finden, da es auf der bekannten Wanderwegmarkierung grüner Punkt bis zur Buchenparkhalle zurück geht. Wem die Waldhusche am Anfang der Wanderung besonders gefallen hat, der kann auf dem Weg zum Parkplatz noch einmal einen Abstecher am Eingang Aschehübel unternehmen. Hier würde sich z.B. ein Rundweg auf dem blauen Weg (Waldkundeweg) anbieten. Die Wanderung zum Lindigtblick war eine interessante Kurzwanderung, die super ruhig ist, mit dem Hölzigweg ziemlich angenehm zu gehen ist und dann auch noch zwei nette Aussichten bietet. Es war eine gute Miniwanderung, wenn denn Hinterhermsdorf nicht so weit abseits liegen würde. Hier kann man leider nur mit einer etwas längeren Anfahrt zu einer Nachmittags-Kurzwanderung flitzen.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Hinterhermsdorf Erbgericht mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Hinterhermsdorf Buchenparkhalle
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 4,00€

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