Malerweg Teil 5

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 5,00 h
Entfernung:
ca. 13,50 km
Höhenunterschied:
ca. 747 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
viele Höhenmeter
festes Schuhwerk
Untergrund:
Forstweg
Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Große Karte der Sächsischen Schweiz;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
,
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Kirnitzschtal - Neumannmühle - gelber Strich - Buschmühle - Arnstein - roter Strich - Neuer Weg - Kleinstein - Saupsdorfer Bach - grüner Strich - Mühlschlüchte - Kleines Pohlshorn - Großes Pohlshorn - Kirnitzschtal - Dreisteigensteig - Dreisteigensteg - Großer Teichstein - Flügel E - Großer Zschand - Zeughaus - blauer Strich - Wolfsschlüchte - Roßsteig - Katzstein - Fremdenweg - Großer Winterberg - grüner Strich - Winterbergstraße - Bergsteig - Schmilka

Beschreibung:

Der Malerweg Teil 5 startet natürlich dort, wo Teil 4 aufgehört hat, an der Neumannmühle im Kirnitzschtal. Auf dieser Etappe fällt es am extremsten auf, dass man auf dem Malerweg zwar an sehr vielen sehenswerten Stellen vorbeigeführt wird, diese Punkte selber aber nicht besucht bzw. sie nicht bewusst wahrnimmt, da die Malerweg-Beschilderung nicht darauf hinweist. Deshalb möchten wir uns mit dieser Beschreibung möglichst viel Mühe geben, damit man auf dieser Malerwegetappe diese Punkte dann doch sieht. Buttrichs_Muehle_Kirnitzschtal_jetzt_NeumannmuehleVon der Neumannmühle startet die Wanderung ein Ministück auf der Fahrstraße bergaufwärts bis zur Kreuzung, an der es nach links hoch nach Ottendorf geht. Genau auf der Ecke der Kreuzung beginnt der angenehme Teil der Wanderung mit dem roten Strich roter Strich und natürlich der Malerwegmarkierung. Es geht den Hang hoch in Richtung Arnstein. Der markierte Aufstieg erfolgt nur ein kleines Stück und dann biegt der Malerweg schon nach rechts ab. Auch wenn der Malerweg nicht über den Arnstein bzw. das Ottendorfer Raubschloss geht, so ist dieser Abstecher von 1,5 Kilometer und 60 Höhenmeter ganz lohnenswert. unbekannter_Maler_KleinsteinhoehleBeim Arnstein kann man zwar immer noch sagen, das hat wenig mit den sächsischen Malern zu tun und deshalb lässt man den aus, aber beim nächsten Punkt, der Kleinsteinhöhle, ist das nicht so. Der Malerweg verläuft auf gleich bleibender Höhe über einen sehr angenehm zu gehenden Weg bis unterhalb der Kleinsteinhöhle. Hier sollte man unbedingt einen Abstecher hoch zur Höhle, bzw. ich würde das Ding eher Felsentor nennen, unternehmen, da es doch von einigen Malern auf Papier festgehalten wurde. Insgesamt macht dieser Abstecher eine Erweiterung der Strecke um  ½ Kilometer und wiederum 60 Höhenmeter aus. Die Kleinsteinhöhle ist am Weg ausgeschildert und ohne ein Problem zu finden.
Von der Kleinsteinhöhle bzw. dem Abzweig zur Kleinsteinhöhle wandert man noch ein Stückchen auf dem angenehmen Waldweg entlang und dann erreicht man die Fahrstraße zwischen dem Kirnitzschtal und Hinterhermsdorf. Auf dieser Straße geht es jetzt 700 Meter bergaufwärts. Kurz hinter dem Parkplatz unterhalb des Stumbauers Eck stößt die grüne Wanderwegmarkierung grüner Strich zum Malerweg dazu. Dieser Wegmarkierung und dem Malerwegzeichen folgt man weiter. Nach den besagten 700 Metern geht es nach rechts herunter von der Straße und man steigt aus dem Tal in die Richtung der Pohlshörner hinaus. Zum Anfang erreicht man das Kleine Pohlshorn, das zwar nicht mit einer spektakulären Aussicht aufwartet, aber dafür mit einer wunderbaren Ruhe, da es halt doch nur das kleine Pohlshorn ist und außerdem kein Hinweisschild für diese Aussicht am Wegesrand steht. Das sieht ganz anders aus, wenn man 600 Meter weiter wandert, dann wird man auf die Aussicht Großes Pohlshorn hingewiesen. Der Malerweg biegt ganz knapp vor der Aussicht nach links vom Berg ab, aber diesen Abstecher sollte man unbedingt unternehmen. Man wandert nur 150 Meter weiter auf dem Pohlshorn nach vorne, hat also insgesamt 300 Meter mehr Weg, aber keine weiteren Höhenmeter, und wird belohnt mit einer grandiosen Aussicht in das bewaldete Tal der Hinteren Sächsischen Schweiz. Diese Aussicht strahlt eine wunderbare Ruhe aus, selbst wenn noch ein paar andere Wanderer da sind. Uns waren zwischen dem Kleinen und Großen Pohlshorn vier Wanderer begegnet, die auch den Malerweg abwanderten. Da sie keine Einheimischen waren, sie kamen irgendwo aus Süddeutschland, wussten sie natürlich nicht, was die einzelnen Wegweiser bedeuteten und so wanderten sie schön artig dem Malerwegsymbol hinterher und verpassten die ganzen schönen Aussichtspunkte neben dem Weg. Da wir den Abstecher zur Großen Pohlshornaussicht unternommen hatten, trafen wir sie wieder auf der anderen Seite des Pohlshorns unten an der Kirnitzsch. Hier unterhielten wir uns eine Weile über den Malerweg und konnten nur die Empfehlung aussprechen, dass kleine Abstecher zu Aussichten am Wegesrand meistens ganz lohnenswert sind, da man sonst doch ganz wesentliche Punkte des Malerwegs verpasst.
Aus dem Tal der Kirnitzsch geht es dann natürlich auch wieder heraus und hoch bis an den Fuß des Großen Teichsteins. Hier könnte man noch mal auf eine sehr schöne Aussicht wandern, aber das sind noch mal 1,5 Kilometer und man sieht nicht viel mehr als von der Aussicht des Großen Pohlshorns. Das Einzige, das man vom Teichstein mehr sehen könnte, ist der Blick runter zum nächsten Ziel, dem Zeughaus. Der Weg führt als nächstes genau dorthin. Es geht mit einem angenehmen Gefälle bis zum Zeughaus herunter. Hier unten stand früher ein relativ hässliches Ferienheim, das aber 2001 abgerissen wurde. Jetzt sind an diesem schönen Platz nur noch das alte Försterhaus, das in Zukunft (ab Mitte 2007) umgebaut werden soll zu einer weiteren Station des Nationalparks, und das Zeughaus. Hier hat man die Möglichkeit, sich in einem angenehmen Biergarten zu stärken, um dann die Bärenfangwände zu besteigen. Der Aufstieg ist nur an einer Stelle überhaupt ein kleines bisschen steiler und man kommt ganz gut auf den Felsen. Markiert ist der Weg ab dem Zeughaus mit dem blauen Strich blauer Strich. Nach dem ersten Aufstieg ist nach links die Goldsteinaussicht ausgeschildert. Zu dieser Aussicht sollte man unbedingt gehen, da es einerseits nur armselige 100 Meter sind und außerdem man dort einen fantastischen Ausblick in die Landschaft/Felsen genießen kann.

Panorama_Goldsteinaussicht_klein

Sehr erfreulicher Weise ist die Aussicht relativ wenig besucht, obwohl sie ziemlich groß und einfach zu erreichen ist. Von dort geht die Wanderung über den Reitsteig weiterhin dem blauen Strich hinterher. Der Weg hat fast keine Höhenunterschiede und es geht bis zum Katzenstein_beim_Grossen_Winterberg_kleinKatzenstein vor. Hinter diesem freistehenden Felsen geht es nach links und gleich wieder nach rechts. Der Weg ist weiterhin mit dem blauen Strich und dem Malerwegsymbol markiert und verläuft auf dem alten Fremdenweg. Der Fremdenweg ist der eigentliche alte Malerweg und führt vom Kuhstall/Neuer Wildenstein über den Großen Winterberg und dann runter zum Prebischtor. Warum auch immer der neue Malerweg in dem großen Bogen durch die Hintere Sächsische Schweiz geführt wird, vermutlich möchte man den Wanderern auch diese Region näher bringen. Der Malerweg verläuft auf jeden Fall ein kleines Stück über diesen alten Fremdenweg bis hoch auf den Großen Winterberg. Nachdem man auf den höchsten Berg der Sächsischen Schweiz hoch gewandert ist, gibt es hier oben zwei wichtige Punkte. Gasthaus_auf_dem_Grossen_WinterbergWinterberg_GasthausDer erste Punkt ist die Informationsstelle Eishaus des Nationalparks Sächsische Schweiz. Hier wird man durch einige gut gemachte Informationstafeln über den Winterberg und die Pflanzen- und Tierwelt der Sächsischen Schweiz aufgeklärt. Der zweite wichtige Punkt auf dem Großen Winterberg ist natürlich die Gaststätte, in der man sich gut nach den Strapazen des Aufstiegs erholen kann. Die Gaststätte steht schon seit 1818 hier oben und ist in der Zeit von einigen Malern gezeichnet worden. Auf der Internetseite (www.elbsandstein.de) der Gaststätte/Hotel Großer Winterberg kann man ein paar sehr nette Bilder sehen.
Vom Winterberg geht es dann auf der westlichen Seite wieder herunter. Die ersten paar Meter erfolgen über die asphaltierte Zufahrt und dann zweigt der Malerweg nach rechts ab. Es geht über ein paar Stufen und einen normalen Weg den Bergsteig runter bis in die Ortschaft Schmilka. Auf der linken Straßenseite in Schmilka steht unserer Ansicht nach die schönste Informationstafel der Sächsischen Schweiz. Die frisch renovierte/sanierte Schmilksche Mühle hat ein neu hergerichtetes Mühlrad, Mühlgraben und einen Wasserteich erhalten. Was uns am meisten wundert, ist die Überschrift an der Informationstafel: Station am Malerweg. Für uns macht das den Eindruck, als wenn in der Zukunft noch mehr solcher schönen Tafeln entlang des Malerwegs aufgestellt werden sollen. Das wäre sehr lobenswert und würde den Malerweg noch ein ganzes Stück aufwerten. In Schmilka ist dann das Ende der 5. Etappe erreicht und es geht natürlich mit dem 6. Teilstück weiter.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Kirnitzschtal Neumannmühle mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Neumannmühle
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 3,00€

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