Malerweg Teil 7

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivpositivpositivnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 7,00 h
Entfernung:
ca. 15,50 km
Höhenunterschied:
ca. 683 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
lang
sehr schmale Stelle
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
Leiter
empfohlene Karten:
Große Karte der Sächsischen Schweiz;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
,
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Kurort Gohrisch - Pfaffensteiner Straße - gelber Strich - Muselweg - gelber Punkt - Jagdsteig - Königsweg - Alter Schulweg - Pfaffendorf - grüner Punkt - Paffenstein - roter Punkt - Quirl - Diebskeller - grüner Punkt - Pfaffenberg - Königstein - blauer Strich - Palmschänke - Festung Königstein - roter Punkt - Am Königstein - Rosenweg - Straßenunterführung B172 - Kanonenweg - gelber Strich - Thürmsdorf - Behnefall - Mausoleum - Eulensteine - Weißig

Beschreibung:

Auch der vorletzte Teil des Malerwegs beginnt ungefähr dort, wo der 6.Teil aufgehört hat, in Gohrisch. Da wir diesen Teil des Malerweges in Gohrisch starten und nicht irgendwo dort zwischen Wald und Feld, wo die 6. und 7. Etappe offiziell aneinanderstoßen, muss erstmal ein Stückchen von Gohrisch bis zum eigentlichen Malerweg gefunden werden. Hier schlagen wir vor, vom Ortszentrum in Richtung Königstein und dann auf der Straße nach Pfaffendorf zu wandern. Nach ungefähr 400 Metern auf der Pfaffendorfer Straße erreicht man die Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich und ihr folgt man nach links aus dem Dorf heraus. Allee_bei_Gohrisch-Muselweg_kleinDer Weg sieht sehr schön aus, da links und rechts eine Reihe Bäume steht und dadurch eine sehr schöne Allee entstanden ist. Kurz vor dem Waldrand befindet sich auf der rechten Wegseite eine Friedenslinde aus dem Jahre 1871. Am Waldrand erreicht man dann auch die Wanderwegmarkierung des Malerwegs wieder. Außerdem ist der Weg mit dem gelben Punkt gelber Punkt markiert. Diesem Weg folgt man nach rechts am Waldrand entlang. Er verläuft in einem Bogen wieder zur Ortschaft Gohrisch zurück. Man hätte also auch einfach die Pfaffendorfer Straße ein Stück von 600 Metern weiter wandern können, aber dann hätte man die schöne Aussicht auf die Festung Königstein verpasst. So erreicht man die Straße wieder und wandert ein kleines Stück (ca. 100 Meter) bergabwärts, bis nach rechts ein Weg abzweigt. Der Weg führt auf der Rückseite von ein paar riesigen Gärten vorbei und erst auf den letzten paar Metern geht es etwas steiler den Hang hinunter in die Ortschaft Pfaffendorf. Pfaffenstein_von_Pfaffendorf_gesehen_kleinKurz vor der Ortschaft verlässt die gelbe Wanderwegmarkierung den Malerweg und es geht nur noch mit dem Malerwegzeichen nach Pfaffendorf rein, um dann gleich gegenüber wieder zum Pfaffenstein aufzusteigen. Hinter dem letzten Haus ist der Wanderweg zusätzlich zum Malerwegzeichen mit dem grünen Punkt grüner Punkt markiert. Der Malerweg führt direkt über den Pfaffenstein hinweg. Der Aufstieg geht über den steilen Einschnitt am Nadelöhr hoch und in der Mitte des Felsens wieder herunter. Hier empfehlen wir aber unbedingt, oben noch zum südlichen Ende des Pfaffensteins zu gehen, da dort die Barbarine steht. Diese Felsnadel ist schon was wirklich Besonderes und auch auf einigen Gemälden abgebildet.
Der Abstieg vom Pfaffenstein ist ganz angenehm und am Fuße des Felsens geht es dann in die Richtung des Quirls weiter. Außer der Malerwegmarkierung ist hier der Weg mit dem roten Punkt roter Punkt markiert. Seltsamerweise wird der Malerweg um den Quirl im Uhrzeigersinn herum geführt, aber vermutlich haben sich die Planer des Weges gedacht, dass man sich die zusätzlichen 40 Höhenmeter über den Quirl drüber sparen kann, da sich von dem Felsen keine sonderlich erwähnenswerte Aussicht bietet. Der Weg führt ¾ um den Felsen immer am Felsfuß entlang, um dann ungefähr am Diebskeller in Richtung Königstein abzubiegen. Der Malerweg geht noch ein Stückchen über den rot markierten Wanderweg und dann ist er nur noch mit der Malerwegmarkierung gekennzeichnet. Gleich am Sportplatz war uns irgendwie die Streckenführung verloren gekommen. Strasse_Am_Pfaffenberg_kleinAuf jeden Fall geht der Weg einmal um den Sportplatz drum herum, Postsaeule_in_Koenigstein_kleinum dann nach links in die Ortschaft abzubiegen. Die Wanderung erreicht mal wieder die Straße zwischen Königstein und Pfaffendorf. Auf dieser Straße geht es nur 100 Meter bergab, bis nach rechts ein unauffälliges Sträßchen abbiegt. Für eine Straße geht es schon ziemlich steil bergab, aber für Wanderer ist sie sehr angenehm zu gehen. Autofahrer sind keine, bzw. nur Anwohner, anzutreffen. Links und rechts stehen wirklich sehr schöne Häuser, die entweder gerade saniert werden oder mit Liebe zum Detail saniert worden sind. Auf der ganzen Straße sind nur noch zwei Ruinen zu sehen, wobei ich selber auch keinem der Gebäude noch eine Chance einräumen würde. Beide sind in einem üblen Zustand. Die Straße endet an der historischen Postsäule in Königstein.
Der Malerweg führt durch die Stadt Königstein in Richtung der Kirche. Gegenüber der Kirchenpforte beginnt dann der kleine Pfad, der zur Festung Königstein hochführt. Elbe_bei_Koenigstein_kleinNach wenigen Metern bietet sich ein schöner Platz an, um Rast zu machen und die Aussicht über die Stadt zu genießen. Besonders schön ist der Blick über die Stadt hinweg in das Elbetal. Der Aufstieg ist schon relativ anstrengend, da doch einige Höhenmeter (ungefähr 170) absolviert werden müssen. Aber zum Glück sind es nur wenige Stufen. Der Aufstieg ist mit dem blauen Strich blauer Strich markiert. Der Malerweg kommt von der Rückseite an die Festung Königstein und erreicht die Festung am großen Busparkplatz. Hier bietet sich ein Ausflug auf die Festung an. Um auf die Festung hoch zu kommen, gibt es zwei Wege. Der erste Weg ist der Aufstieg durch die Dunkle Appareille. Das ist natürlich der Weg für Malerwegwanderer. Der zweite Weg auf die Festung hoch ist mit dem Panoramaaufzug. Das ist nur für Fußkranke und Touristen. Und jetzt kommt’s: Die letzten zwei Male bin ich natürlich auch super faul gewesen und einmal mit dem Panorama- und ein zweites Mal mit dem Lastenaufzug hochgefahren. Soviel zum empfohlenen Aufstieg für Wanderer. Trotzdem sollte man sich die Festung nicht entgehen lassen. Außer, dass sie eine ganze Menge interessante geschichtliche Sachen bietet, ist sie für den Malerweg relativ wichtig, da die Festung ziemlich häufig gemalt worden ist.
Nach der Festung Königstein kommt eine der seltsamsten Streckenführungen des ganzen Malerwegs. Wobei ich diese seltsamen Schlenker wirklich nicht unbedingt schlecht finde. Man kann deutlich sehen, dass sich die Wegplaner des Malerwegs gleich eine ganze Ansammlung Gedanken gemacht und was ganz Ordentliches draus gemacht haben. Als erstes geht der Malerweg auf dem schon bekannten roten Punkt roter Punkt in die Richtung der Alten Festungsstraße. Nachdem man diesen uralten Weg erreicht hat, verlässt man den rot markierten Weg und wandert nach links nur dem Malerwegzeichen hinterher. Kurz vor der Bundesstraße zwischen Struppen und Königstein biegt der Weg nach links ab und verläuft parallel zur Bundesstraße. Kurz vor dem riesigen Parkplatz der Festung unterquert man die Bundesstraße B172 durch einen Fußgängertunnel und drüben auf der anderen Seite geht es dann wieder parallel zur Straße zurück. Ab der Unterführung ist der Weg mal wieder mit dem roten Punkt roter Punkt markiert, dem man aber auch nur bis zur nächsten Straße folgt. Hier geht der Malerweg sehr geschickt gegenüber auf einem Waldweg bis runter nach Thürmsdorf. Der Weg ist hier mit dem gelben Strich gelber Strich markiert. Der Malerweg führt einmal quer durch die ganze Ortschaft. Für mich war vollkommen überraschend, das Schloss_Thuermsdorf_vom_Ort_aus_gesehen_kleinSchloss Thürmsdorf zu finden. Dass so eine Miniortschaft ein Schloss besitzt, das aber dann in einem solchen Schloss_Thuermsdorf_kleinDornröschenschlaf liegt, hat mich wirklich verwundert. Anscheinend werden hier irgendwelche Ritterspiele aufgeführt, zumindest sahen einige Aufbauten und Stände danach aus. Der Malerweg führt hinter dem Schloss aus Thürmsdorf heraus und es geht über die Ebene oberhalb der Elbe weiter. Seit Mitte 2016 ist hier ein ganz neuer Streckenverlauf ausgebaut worden und man gelangt zu dem frisch sanierten Mausoleum der Familie Biedermann. Malerwegskapelle_kleinDa die Familie Biedermann schon vor Jahrzehnten wegen der andauernden Plünderungen auf den Königsteiner Friedhof umgebettet wurde, Glastafel_Thiele-Aussicht_kleinist im Juni 2016 das Gebäude als Malerwegskapelle mit einer ökumenischen Segnung geweiht worden. Gleich neben dem Gebäude befindet sich die Thiele-Aussicht, die netterweise mal wieder freigeschnitten wurde und damit den Blick auf die Festung Königstein ermöglicht. Sehr schön ist, dass dort eine dieser tollen Glasinformationstafeln steht und darauf ein Gemälde des Malers Johann Alexander Thiele von dieser Aussicht zu sehen ist. Es geht weiter in Richtung der Ortschaft Weißig. Zwischendurch kann man noch eine kleine Rast an den Eulensteinen einlegen.

Panorama_Eulenstein_klein

Mit dem Erreichen der Ortschaft Weißig ist die vorletzte Etappe des Malerwegs geschafft und jetzt geht es natürlich noch zum letzten Abschnitt weiter.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Kurort Gohrisch Parkplatz mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Gohrisch Ortsmitte

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