Nackedei am Wachberg

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 2,00 h
Entfernung:
ca. 8,00 km
Höhenunterschied:
ca. 420 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
Spaziergang
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Große Karte der Sächsischen Schweiz;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Saupsdorf - Sonnenhofaussicht - Sonnenhof - gelber Punkt - Räumicht - Gnauckmühle - Luisenquelle - Waldfrieden - Weifberg - roter Strich - Alte Nixdorfer Straße - Grenzbach - Prof Alfred Meiche Weg - Wachberg - Nackedei - roter Strich - Saupsdorf

Beschreibung:

Die Wanderung ist dadurch entstanden, dass uns ein befreundetes Pärchen gefragt hat, ob wir schon mal die Nackte im Saupsdorfer Wald entdeckt hätten. Da wir durch familiäre Kontakte ziemlich häufig in Saupsdorf sind, war es uns schon fast ein bisschen peinlich, dies verneinen zu müssen und so wurde gleich mal die Verwandtschaft interviewt, wo die Schönheit zu finden wäre. Obwohl wir von unseren Freunden schon eine ziemlich genaue Beschreibung von Lage und Aussehen des Nackedeis liefern konnten, wussten nur zwei der Befragten, wo sich die Schönheit versteckt. Aber mit ihrer Beschreibung sollte es doch gar kein Problem mehr sein, das Hauptziel der Wanderung zu finden.
Da wir aber nicht nur langweilig zu diesem einen Ziel wandern, sondern eine einigermaßen ordentliche Runde gehen wollten, startet die Wanderung erst mal in die falsche Richtung. Vom großen Parkplatz in Saupsdorf geht es auf der Fahrstraße in den Ort hinein, bis zur abknickenden Vorfahrtsstraße. Hier wandert man geradeaus. Diese Straße würde eigentlich nach Hinterhermsdorf führen, ist aber für den normalen Straßenverkehr gesperrt. Am Ortsende befinden sich auf der rechten Straßenseite ein paar riesige Ställe, in denen einerseits Rindviecher gehalten werden, aber viel interessanter, auch Halle_mit_Schafen_in_Saupsdorf_kleineine Schafherde von mindestens 200 Tieren beheimatet ist. Gleich am letzten Stall verlässt die Wanderung die Fahrstraße nach rechts. Wenn man Glück hat, dann steht das riesige Stalltor offen und die Schafherde ist gerade im Stall. Dieser Anblick verströmt eine wunderbare Ruhe und man kann sich gut vorstellen, dass die Schafe sich hier wohl fühlen. Die Wanderung führt auf die Felder/Wiesen östlich von Saupsdorf hinaus. Nach dem ersten ¼ Kilometer Feldweg biegt man an der Kreuzung nach links ab, um dann nach den nächsten 350 Metern wieder nach links zu gehen. Die erste Möglichkeit, nach rechts weiter zu wandern (nach ca. 100 Metern), sollte man nutzen und dann ist auch schon das schwierigste Stück von der Beschreibung geschafft. In der Natur sind diese drei Abzweigungen sehr eindeutig zu sehen und zu finden. Die Wanderung führt ganz angenehm durch den Wald, bis man auf der Rückseite der Sonnenhofaussicht aus dem Wald tritt. Obwohl wir schon einige Male durch das Saupsdorfer Räumicht gewandert sind und die Beschilderung der Sonnenhofaussicht gelesen haben, waren wir tatsächlich erst mit dieser Wanderung das erste Mal hier oben. Aussicht_Sonnenhof_kleinVon dieser Aussicht hat man einen Blick in große Teile des Tales mit seinen vereinzelten Gebäuden. Zwischen der Aussicht und der Gaststätte Sonnenhof befindet sich die Wiese der Galloway-Rinder, die für die weitere Wanderung überquert werden muss. Dazu muss man aber nicht über die Weide wandern, sondern kann über einen abgetreten Pfad bis zur Gaststätte runter steigen.
Am Sonnenhof (www.sonnenhof-hinterhermsdorf.de) könnte man eine kurze Rast einlegen. Dann wandert man weiter das Räumicht aufwärts auf der Wanderwegmarkierung gelber Punkt gelber Punkt. 400 Meter hinter dem Sonnenhof passiert man einen wunderbar sanierten Gebäudekomplex. Bei diesen Gebäuden handelt es sich um einen uralten Hof, der über mehrere Jahre saniert worden ist und heutzutage wirklich wunderbar aussieht. Das Gebäude ist über mehrere Jahre als Ferienhaus angeboten worden und dabei konnte man auf der Internetseite sehen, dass es im Inneren noch viel schöner und schicker aussieht als die Außenseite schon vermuten lässt. Die Wanderung geht noch ein kurzes Stück durch das Hintere Räumicht, bis die Gnauckmühle erreicht ist. Hier biegt die Wanderwegmarkierung nach rechts ab und folgt der bekannten Straße nach Hinterhermsdorf. Noch vor der ersten Kurve (nach 150 Metern) verlässt man wieder die Straße und es geht geradeaus weiter. Die ersten paar Meter sind überraschend breit ausgebaut, aber dann wechselt der Weg in einen schwer zu findenden Pfad.Teich_unterhalb_Luisenquelle_klein Luisenquelle_beim_Weifberg_kleinWenn man sich aber an dem Bachlauf orientiert, dann passiert man bald mehrere Teiche und erreicht die Luisenquelle. Die Einfassung der Quelle ist erst vor kurzem (1995) neu angelegt worden. An der Quelle hilft eine kleine Brücke, den Bachlauf zu überqueren und es geht weiter bergaufwärts. Als wir die Wanderung im Herbst 2009 unternommen haben, standen hier in der Senke einige Hinweisschilder für Wanderer. Die Schilder sehen leicht anders aus als die gewöhnlichen Schilder, da sie von der Gaststätte/Hotel Am Wald (www.landhotel-am-wald.de) eingerichtet worden sind. Die Wanderung steigt in die Richtung des Weifbergs mit seinem Aussichtsturm weiter hoch und passiert auf dem Weg den Wagen „Waldfrieden“. Von hier hat man schon eine ganz nette Aussicht über ein liebliches Tal, aber die Aussicht kann noch viel toller werden, wenn man die 170 Stufen hoch auf den Weifbergturm unternimmt. Dazu geht es ein paar Meter auf der Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich nach rechts und dann folgt man der Beschilderung. Die Aussicht vom Turm des Weifbergs ist schon wirklich toll und sehr einfach zu erreichen. Ein bisschen komisch kann die Aussicht vom Weifbergturm werden, wenn es stürmisch ist. Dann fängt der Turm leicht an zu schaukeln, aber hier spielen nur die Empfindungen verrückt. So eine Holzkonstruktion muss sich leicht bewegen und hält so einiges aus.
Für die weitere Wanderung geht es jetzt wieder auf der roten Wanderwegmarkierung zurück und der Weg führt in die Richtung des Wandergrenzübergangs. Noch vor dem Waldrand biegt der markierte Weg nach links ab und man muss so einige Höhenmeter überwinden. Die Wanderung führt auf den Wachberg hoch, von dem man dann auch wieder mal eine andere Aussicht genießen kann. Hier oben lädt die Wachbergbaude (www.wachbergbaude.de) zu einer kleinen Rast mit einer netten Aussicht ein. Der rot markierte Wanderweg führt einmal komplett über den Wachberg und damit steigt man auf der westlichen Seite wieder von dem Berg ab. Nach ¼ Kilometer fällt am Hang des Wachberges auf, dass sehr viele Felsmurmeln herumliegen. An der ersten Felsmurmel, die Menschengröße hat, noch wenige Meter vor dem Zaun auf der Felsmurmel_mit_Nackter_Frau_kleinlinken Seite, Nacktedei_am_Wachberg_kleinführt nach links ein unscheinbarer Pfad in das Murmelfeld. 50 Meter abseits des markierten Weges findet man einen weiteren relativ großen Steinblock, in den auf der Vorderseite (Richtung bergabwärts) eine gut erkennbare Nackte eingearbeitet ist. Vom Stil her würden wir tippen, dass der Künstler diese Arbeit in der Zeit des dritten Reiches durchgeführt hat. Es kann aber auch sein, dass die Jahreszahl (1956) einen Stein höher irgendetwas mit der Entstehung des Kunstwerks zu tun hat. Im Jahre 2015 hat es auch einen Fernsehbericht im MDR gegeben, in dem der damalige Wirt der Wachbergbaude von einem Gast berichtete, der der Urheber des Bildnisses gewesen sein könnte. Die Lage etwas abseits des normalen Weges lässt vermuten, dass es zu der Entstehungszeit bestimmt noch nicht erlaubt war, eine Nackte so einfach der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wir wussten laut der unterschiedlichen Beschreibungen, dass irgendwo hier dieses Abbild zu finden sein musste und so haben wir mit einem relativ kurzen Kreuzundquer durch den Wald die Plastik gefunden.
Um jetzt zum Ausgangspunkt der Wanderung zurück zu kommen, geht es natürlich wieder auf den markierten Wanderweg zurück und dann weiter abwärts nach Saupsdorf. nebeliges_Saupsdorf_kleinNach ein paar Metern taucht rechts oberhalb des Weges ein größeres Anwesen (www.puttrichberg.de) auf, das komischerweise, obwohl es sehr nah an Saupsdorf liegt, nur über die Fahrstraße des Wachbergs erreicht werden kann. Nach einem kleinen Abstieg erreicht die Wanderung die Mitte von Saupsdorf und damit dann auch den Ausgangspunkt der Wanderung.
Uns hat die Runde viel Spaß gemacht, da sie sehr angenehm ruhig war und ein paar tolle Aussichten und eine ganz besondere Überraschung beinhaltete. Noch besser war, dass ein fast 80jähriges Saupsdorfer Urgestein die Nackte nicht kannte und so wir „Jungspunde“ mit einer solchen Überraschung aufwarten konnten. Die Nackte ist immerhin nur 600 Meter von seinem Bauernhof entfernt.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Saupsdorf Am Wachberg mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Saupsdorf

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