Neustadt

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivnegativnegativnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 7,50 h
Entfernung:
ca. 34,00 km
Höhenunterschied:
ca. 712 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
sehr lang
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad
empfohlene Karten:
Sebnitz und Umgebung - Karte 90;
Sachsen Kartographie GmbH Dresden
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Rugiswalde - grüner Strich - Langburkersdorf - Böhmische Straße - Alte Waldstraße - Hägeweg - grüner Strich - Seifweg - roter Strich - Kesselwiese - Schäfermühle - Niederottendorf - Oberottendorf - Rückersdorf - Mühlberg - Karrenberg - Polenz - Cunnersdorfer Straße - roter Punkt - Waldbad - Flemigbach - grüner Strich - Neuhäuser - Krumhermsdorf - grüner Strich - Bahnhof Krumhermsdorf - Ungerstraße - Sportplatz Rugiswalde - Parkplatz Rugiswalde

Beschreibung:

Die Wanderung Rund um Neustadt in Sachsen ist dadurch entstanden, dass mir gleich mehrere Male der Radweg „Rund um Neustadt“ empfohlen wurde und ich die Wanderregion östlich und südlich von Neustadt bis jetzt als sehr nett empfunden habe. Also musste doch gleich mal das Wandern auf dem empfohlenen Radweg ausprobiert werden. Den Startpunkt habe ich nach Rugiswalde gelegt. Hier steht gleich neben dem Parkplatz eine Tafel, die den Radweg einmal komplett zeigt. Netterweise ist der Radweg gut gekennzeichnet, sodass es nicht besonders schwierig sein sollte, die Strecke zu finden. schoenes_Informationshaus_in_Rugiswalde_kleinVom Startpunkt geht es über die Dorfstraße runter ins Dorfzentrum. Hier steht ein kleines Gebäude (ich würde es für ein Trafohäuschen halten), das rundherum mehrere Informationstafeln beinhaltet und ein nettes Wasserspiel läuft daneben entlang. Hier folgt der Wanderweg der abknickenden Vorfahrtsstraße und nach wenigen Metern biegt dann der Radweg nach links ab. Der Weg verläuft noch ein paar Meter durch den Ort und geht dann auf das Feld hinaus. Der Weg steigt leicht an, bis er hinter einem kurzen Stück Wald runter zur Ortschaft Langburkersdorf abfällt. Hier erreicht die Wanderung eine Dorfstraße, die man nach links weiter wandert. Nach ein paar hundert Metern kommt man an eine größere Kreuzung und hier geht es nach rechts weiter in Richtung der böhmischen Grenze.
Sehr komisch ist, dass diese Straße als S 159 (S = Staatsstraße, die sächsische Variante von Landesstraße) gekennzeichnet ist, aber spätestens am Ortsrand kein Auto mehr auf ihr fährt. Rastplatz_an_der_S159_kleinDie Straße steigt für eine Straße ungewöhnlich steil an und erreicht dann einen Rastplatz mit einem einzelnen großen Baum. Blick_Seifberg_Neustadt_kleinHier verlässt man sie und es geht nach links weiterhin parallel zur Grenze. Zuerst verläuft die Strecke über eine Feld- bzw. Wiesenlandschaft und dann geht es durch einen sehr ruhigen Wald weiter in Richtung Hohwald. Nach einem sehr angenehmen Teilstück durch den Wald erreicht man die Fahrstraße zwischen Neustadt und Steinigtwolmsdorf. Diese ziemlich hässliche Landstraße muss zum Glück nur überquert werden und auf der gegenüberliegenden Straßenseite geht es weiter durch den Hohwald in die Richtung von Berthelsdorf/Niederottendorf. Die Wanderung verläuft schon die ganze Zeit auf der Wanderwegmarkierung grüner Punkt grüner Punkt und natürlich noch immer auf der Fahrradrunde. Kurz nachdem die Wanderung das schöne Waldgebiet verlassen hat, biegt der Wanderweg nach rechts ab und verläuft dann parallel zu den Ortschaften Berthelsdorf und Niederottendorf. Zwischendurch geht es über ein paar seltsame Betonplatten, die früher schoener_Teich_bei_Berthelsdorf_kleinhäufiger zum Befestigen von Wald- oder Feldwegen benutzt wurden und auch an einem wunderbaren Weiher vorbei. Feldweg_Radweg_Steinbruch_Oberottendorf_kleinDie Wanderung steigt auf einem gut ausgebauten Feldweg leicht an und dann geht es ziemlich gerade auf einen Steinbruch drauf zu. Vor diesem Steinbruch ist ein mächtiger Schuttkegel aufgetürmt, Freibad_bei_Oberottendorf_kleinder zumindest 2009 noch weiter vergrößert wurde. Einige hundert Meter vor dem Gelände des Steinbruchs biegt die Wanderung und damit der Radweg nach links ab. Auf den ersten paar Metern werden ein Rastplatz und ein Minifreibad passiert. Danach erreicht die Wanderung die Ortschaft Oberottendorf.
Bis jetzt war die Wanderung sehr schön und es war auch an einem normalen Schönwettertag überhaupt nicht störend, dass es sich um einen kombinierten Rad-Fußweg handelte. Bis hierhin würde ich der Wanderung 4 von 5 Punkten geben. Das änderte sich aber im nordöstlichen Teil der Wanderung schlagartig. Die ersten paar Meter verlaufen noch ganz normal durch den Ort hindurch und von der Hauptstraße geht es nach links in Richtung Rückersdorf weiter. Zuerst ist es noch eine normale Straße mit ein paar Häusern und eine paar Industriehallen auf der rechten Seite. Spätestens ab dem Bahnübergang wandelt sich die Straße aber in eine dieser sehr gut ausgebauten Landstraßen. Wenige Meter hinter der Bahntrasse muss auch noch eine neue Umgehungsstraße überquert werden. Hier fühlt man sich als Wanderer vollkommen fehl am Platz. Der Rundweg um Neustadt geht auf der gegenüberliegenden Straßenseite weiter. Auch diese Landstraße ist aus Sicht eines Autofahrers toll ausgebaut, aber als Wanderer macht es überhaupt keinen Spaß, am Straßenrand unterwegs zu sein. Da ich selber von Zeit zu Zeit auch Rad fahre, empfinde ich solch eine Straße auch für Radfahrer als ziemlich abstoßend. Hier fühlen sich nur Autofahrer besonders wohl. Auf halber Strecke zwischen der Kreuzung und dem Ortsrand befindet sich auf der rechten Straßenseite ein Rastplatz, der auch Wanderer und Radfahrer ganz nett einlädt. Nach Rückersdorf geht es ein kleines Stück auf der Durchgangsstraße hinein, um dann nach links weiter zu gehen. Die Wanderung verläuft ein paar Meter durch die Ortschaft und biegt dann wieder nach links ab. Bei diesem Abzweig handelt es sich um eine Zufahrt zu ein paar Wohnhäusern, die am Hang des Mühlbergs stehen. Deshalb sind schon ein paar Höhenmeter zu absolvieren. Obwohl dieser Weg relativ schmal ist, wird er nicht nur von Fußgängern und Radfahrern benutzt, sondern auch von ein paar Autofahrern mit Insiderwissen.
Nachdem man die Bahnlinie Bad Schandau – Neustadt – Stolpen – Pirna unterquert hat, betritt man ein kleineres Industriegebiet vor dem Ortsteil Neustadt – Polenz. Auch hier verläuft der Radweg nicht gerade auf einer tollen Strecke, da man sich die Straße mit einigen dicken LKW teilt. Hubschrauber_Polenz_kleinFast am Ende der Straße steht auf der rechten Seite, leicht unterhalb auf einem Parkplatz, ein ausgeschlachteter Hubschrauber. In diesem Zustand ist er ganz sicher hier nicht hingeflogen, aber imposant sieht das Ding immer noch aus. Nach einem kleinen Schlenker erreicht der Rundweg um Neustadt die Bundesstraße zwischen Neustadt und Stolpen. Hier geht es wieder ein paar Meter auf einem Rad-/Fußweg in Richtung Neustadt, um dann nach rechts zum Karrenberg aufzusteigen. Früher ist dieser Weg anscheinend eine Fahrstraße nach Polenz gewesen, da diese Straße aber fast über den höchsten Punkt des Karrenbergs führt, war das nicht gerade die schlaueste Wegführung. Auf der linken Seite befindet sich ein Pfad bis auf den Gipfel des Karrenberges und die paar Meter sollte man sich nicht entgehen lassen. Der Karrenberg ist ein sehr ruhiges Plätzen mit einem aussichtreichen Rastplatz.
Die Wanderung führt runter ins Tal der Ortschaft Polenz. Schon vom Karrenberg konnte man gut über das Dorf hinwegsehen und genau dorthin geht es jetzt. Dazu wandert man in den Ort hinein, überquert die Hauptverkehrsstraße und auf der gegenüberliegenden Ortsseite geht es weiter in die ausgeschilderte Richtung „Waldbad“. Waldbad_Polenz_kleinKurz vor dem Waldbad waren die Schilder des Radweges irgendwie verloren gekommen, aber hinter dem Waldbad tauchten sie wieder auf. Hier verlässt die Wanderung die Ortschaft und es wird ein ruhiges Waldstück begangen. Tja, nach diesem ganz angenehmen Waldweg kommt das hässlichste Teilstück der gesamten Wanderung: die Landstraße zwischen Neustadt und Cunnersdorf/Ehrenberg. Diese Landstraße ist für Wanderer vollkommen ungeeignet und kann überhaupt nicht empfohlen werden. Ich habe selber versucht, ein paar Meter am Straßenrand entlang zu wandern, aber fast 2 Kilometer an dieser sehr schnellen Straße zu verbringen habe ich vorzeitig abgebrochen und bin in den Wald abgebogen. Auf mehreren Landkarten sind ein paar Waldwege eingezeichnet, die bis auf wenige Meter an die Ortschaft herangehen. Also sollte es doch nun wirklich kein Problem sein, auf die Ortsstraße von Neuhäuser zu kommen. So leider nur die Theorie. Die Praxis sah anders aus und ich bin auf immer schmaleren Pfaden in Richtung Krumhermsdorf gewandert. In einer Entfernung von 200 Metern konnte ich die Dorfstraße und damit den Radweg sehen, aber ein Bach und die Rückseite von einigen Gärten versperrten den Zugang. Nach einem elenden Gelatsche am Waldrand entlang (und insgesamt drei Zecken) habe ich dann an der Brücke doch noch mal die Straße erreicht.
Jetzt ging es in Richtung Krumhermsdorf hinunter. Hier geht es zwar auch auf einer Ortsstraße entlang, da hier der Verkehr aber gering und außerdem ein Bürgersteig vorhanden ist, ist dieses Teilstück ganz angenehm zu gehen. Auf der nordöstlichen Seite des Ortes steigt die Wanderung ein paar Meter zum Bahnhof von Krumhermsdorf hoch. Das ehemalige Bahnhofsgebäude wird umrundet und es geht in Richtung des Ungers weiter. In diesem Bereich ist die Wanderung wieder auf einem sehr schönen Weg unterwegs und erreicht bald die Zufahrtsstraße des Ungers. Damit die Wanderung ein Ende findet und weil der Unger sowieso keine tolle Aussicht liefert, geht es weiterhin auf der Zufahrtsstraße nach links. Auch wenn auf dieser asphaltierten Straße normalerweise nur sehr wenige Autos unterwegs sind, fühlt man sich hier als Wanderer am falschen Platz. Das ist vermutlich für Radfahrer schon wieder anders, weil man sich als Radfahrer über leere, aber asphaltierte Straßen doch freut. Nach etwas mehr als 1 ½ Kilometern erreicht man die Landstraße zwischen Sebnitz und Neustadt. Sie wird nur überquert und wenige Meter nach rechts geht es weiter auf einem Zugang zum Rugiswalder Waldparkstadion. Über diesen großen Fußballplatz bin ich immer wieder erfreut, weil ein paar fleißige Mitmenschen das gesamte Areal in einem Topzustand halten. Die Wanderung führt an der südlichen Seite des Platzes vorbei und erreicht nach noch ein paar hundert Metern den Ausgangspunkt der Wanderung.
Tja, das erste Stück der Wanderung im Bereich östlich und südlich von Neustadt war sehr schön zu gehen und dürfte auch allen Radfahrern Spaß machen. Der Rundweg auf der westlichen Seite um Neustadt in Sachsen führt leider mindestens an zwei Stellen über längere Strecken auf vielbefahrenen Landstraßen, an denen die Fahrzeuge mit hohen Geschwindigkeiten (Tempo 100 km/h) vorbeiflitzen. Das macht sowohl für Wanderer als auch für Radfahrer überhaupt keinen Spaß.

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