Nixdorf - Zeidler

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivnegativnegativnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 5,00 h
Entfernung:
ca. 22,00 km
Höhenunterschied:
ca. 460 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
lang
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg
empfohlene Karten:
Elbsandsteingebirge;
Kompass
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Hinterhermsdorf - Haus des Gastes - blauer Strich - Alte Nixdorfer Straße - Weifberg - Alte Nixdorfer Straße - Grenzübergang - gelber Strich - Freibad - Nixdorf - Hauptstraße - Hemmehübel - blauer Strich - Zeidler - Hauptstraße - grüner Strich - Heideberg - Sternberg - Taufstein - Preußenlager - Zeidlerburg - Touristenbrücke - Khaatal - roter Strich - Grenzübergang Hinterdaubitz - Kirnitzschtal - Liebschenräumicht - Hinterdaubitzer Straße - Hinterhermsdorf - Neudorf - gelber Strich - Neudorfstraße - Haus des Gastes

Beschreibung:

Da ich leider nicht so besonders viel über unser Nachbarland weiß, dachte ich, eine Wanderung zu unseren Nachbarn ist mal angebracht. Im Moment weiß ich nur, dass die Firma, in der ich arbeite, in Tschechien billig fertigt und man zu einem Spottpreis Zigaretten kaufen kann. Tja, und da hört mein Wissen schon auf. Also los geht es.
Die Wanderung beginnt, wie fast alle Hinterhermsdorf- Wanderungen von mir, auf dem großen Parkplatz gegenüber vom Erbgericht. Aus Hinterhermsdorf geht es auf dem blauen Strich blauer Strich in Richtung Weifberg. Auf dem Wanderweg kommt man am Weifbergturm vorbei. Auch wenn es einem vor einem der Länge der Wanderung grauen kann, so sollte man unbedingt einen Abstecher auf den Aussichtsturm unternehmen. Er bietet einen wirklich wunderbaren Ausblick über die Sächsische/Böhmische Schweiz. Vom Weifberg geht es weiter in Richtung Grenze auf dem blauen Strich.
Die Wegmarkierung mit dem blauen Strich biegt vor dem Wald ab. Wir gehen geradeaus in den Wald in die Richtung Nixdorf. Nach ein paar Metern durch den Wald erreicht man den Wandererübergang in die Tschechische Republik. Hier gibt es in die Richtung Nixdorf weiter. Hier muss ich mich eigentlich schämen, da heutzutage Nixdorf nicht mehr Nixdorf heißtNixdorfer_Kirche_klein, sondern von den Tschechen in Mikulášovice umbenannt worden ist. Für mich ist der alte deutsche Name aber um ein Vielfaches einfacher auszusprechen und deshalb habe ich beschlossen, bei dem alten Namen zu bleiben. Entschuldigung an alle Tschechen. Ich weiß es ist gemein. Das erste, das man von Nixdorf sieht, ist ein großes Freibad, das im Sommer auch von einer ganzen Menge Deutschen gerne besucht wird. Weiter geht es auf der Straße in die Stadt/Dorfmitte. altes_Kino_in_NixdorfEs geht immer weiter auf dieser Straße, bis sie nach links abknickt. Diesen Knick geht man noch und an der nächsten Kreuzung geht es nach rechts bis auf die Hauptstraße. Wer noch gerne etwas aus der deutschen Zeit sehen möchte, kann auf der abknickenden Straße einen Straßenzug weiter gehen und auf der linken Seite das alte Kino von Nixdorf entdecken. Noch heute, nach mehr als 50 Jahren, steht Kino an dem Gebäude. Na gut, vielleicht heißt in Tschechisch Kino auch tatsächlich Kino. Ich glaube, es heißt eher Kina, es kann natürlich auch Kino sein. Wenn man dann aber auf der Hauptstraße nach rechts geht, kommt man nach einiger Zeit an einem großen Fabrikgebäude vorbei, an dem noch unter dem Giebel das Wort Gummibandfabrik so und so steht. Das, vermute ich, ist aber ganz sicher keine tschechische Bezeichnung. Es braucht halt alles seine Zeit.
Auf der Nixdorfer Hauptstraße geht es über eine Strecke von 1,7 Kilometer. Keine Panik, eine Hauptstraße ist in Tschechien nicht wie in Deutschland eine viel befahrene Straße, sondern selbst Sonntags mit den vielen deutschen Besuchern kann man auf der Straße in Ruhe gehen. Nach den besagten 1,7 Kilometern knickt die Straße nach links ab und wir gehen weiter geradeaus. Der Weg macht dann zwar auch bald einen Knick nach links, aber man bleibt ein wenig unterhalb der Hauptstraße. Es geht weiter auf einem kleineren Weg, an dem aber immer noch Häuser von Nixdorf stehen. Irgendwie ist dieses Dorf eine wirkliche Überraschung. Es hat fantastisch aussehende alte Häuser, es ist relativ lang und es sieht überhaupt nicht so aus, wie ich mir bis jetzt Tschechien vorgestellt habe. Nach 1,2 Kilometern geht der Weg über eine Bahnlinie. Auch das war für mich eine Überraschung. Auf dieser Bahnlinie habe ich jetzt schon einige Male Züge fahren gesehen. Wenn ich mir im Gegensatz dazu die Bahnverbindungen im Grenzgebiet von Deutschland ansehe, dann verwundert mich der häufige Zugverkehr stark. Es geht also über den Bahnübergang, dann  ein kleines Stückchen den Berg hoch und man wandert über eine große Wiesenlandschaft. Eine halbe Stunde hinter dem Bahnübergang (nach 2,1 Kilometer) macht der normale Weg ein Zickzack den Berg runter. Hier kann man ohne weiteres die Abkürzung geradeaus nehmen. Man kommt wieder auf den gleichen Weg. Im Tal angekommen, hat man die Mini-Ortschaft Hemmehübel (Kopec) erreicht. Es geht nach links auf der Straße durchs Tal. Hier gibt es die Möglichkeit, zu einem Spottpreis in einer Gaststätte auf der linken Seite einzukehren. Leider weiß ich den Namen des Lokals nicht mehr. Auf der Straße geht es weiter bis man in
Zeidler/Brtníky auf die Hauptstraße, Haus_in_Zeidler_kleindie wir schon aus Nixdorf kennen, trifft. Entweder sind die alten Deutschen ganz besonders religiös gewesen oder es muss noch einen anderen Grund geben. An den ganzen Straßen stehen unendlich viele Wegkreuze. Manche sind sogar heute als Strommasten missbraucht worden. Sieht wirklich witzig aus. Auf der Hauptstraße geht es nach rechts. Nach einem halben Kilometer erreicht man ein wirklich fantastisch aussehendes Haus. Es sieht einfach fantastisch aus. So ein schön erhaltenes Wohnhaus hat auch in Deutschland Seltenheitswert. Auf der abknickenden Vorfahrtsstraße geht es noch 150 Meter weiter, bis auf der rechten Straßenseite der Wanderweg mit der grünen Wegmarkierung grüner Strich abbiegt. Komisch ist, dass der grüne Strich auch nochmal vor dem schönen Haus nach rechts abbiegt. Aber beide Wege scheinen nach 200 Metern aufeinander zu treffen. Ameisenhaufen_bei_SternbergEs geht von Zeidler den Steinberg hoch. Da man auf einer großen Wiese keine Wanderwegmarkierungen befestigen konnte, ist man hingegangen und hat die Wegmarkierungen an die Strommasten gepinselt, die ein ganzes Stückchen im Feld/Wiese stehen. Aber dafür sind sie dann auch ein ganzes Stückchen größer als man es gewohnt ist. Der Weg geht ganz gerade durch einen Wald und führt an mehreren riesigen Ameisenhaufen vorbei. Quelle_bei_Sternberg_kleinSuper witzig sind diese kleinen Viecher an der kleinen Quelle vor dem Schloss Sternberg. Hier führt die Ameisenroute über die Stämme vor der Quelle. Als ich dort gewandert bin, hatte anscheinend ein ganzer Ameisenstaat Wandertag. Auf einer Breite von 5 – 10 Zentimeter war der Boden schwarz vor Ameisen. Hinter der Quelle befand sich auf der Wiese das ehemalige Schloss Šternberk. Leider ist von dem ehemaligen Schloss nichts mehr übrig geblieben. Jetzt ist nur noch ein Ferienlager zu sehen, was aber anscheinend auch nicht mehr genutzt wird. Es geht weiter nach links auf dem grünen Strich. Bald geht es an Felsen vorbei. Hier kann man ganz hervorragend die Entstehung der Felsoberfläche sehen. Der Weg geht runter ins Kirnitzschtal. Wenn man dann die Kirnitzsch erreicht hat, geht es auf dem roten Strich roter Strich dem Fluss nach. Johann_Hille_Gedenktafel_kleinEs ist noch ein ganzes Stückchen, genauer gesagt 2,2 Kilometer, die man an diesem wunderbaren Bach entlang spaziert, bis man die deutsch/tschechische Grenze das erste Mal auf der rechten Seite wieder sehen kann. Zwischendurch kommt man noch an eine Erinnerungstafel für Johann Hille. Der Herr hat von 1852 bis 1925 gelebt und war der Obmann des Gebirgsvereins Nördliches Böhmen. Sehr nett ist die Stelle, an der diese Gedenktafel angebracht worden ist. Sie befindet sich an einem glatten Felsen in einer der großen Kirnitzschwiesen. Die Wanderung geht an der Kirnitzsch und der Grenze entlang. Knapp vor dem Grenzübergang erreicht man die ehemalige Siedlung Hinterdaubitz. Auf der Brücke über die Kirnitzsch ist der offizielle Wanderergrenzübergang. Grenzuebergang_HinterdaubitzEs geht die nächsten 550 Meter weiter an der Kirnitzsch. Der Weg ist unmarkiert, aber dafür geteert. Das liegt wohl daran, dass die Grenzschützer immer bis an den Grenzübergang kommen müssen. Auf dem Weg wird sogar im Winter Schnee geräumt. Nach der kurzen Strecke erreicht man die Wegmarkierungen gelber gelber Strich und roter Strich roter Strich. Auf den beiden geht es jetzt wieder ein kurzes Stück von 150 Metern nach rechts. An der Mahntafel für die Opfer der Nationalsozialisten geht es links nach nach Hinterhermsdorf hoch. Es ist eine größtenteils asphaltierte Straße, die 2,2 Kilometer den Berg hoch geht. Das hört sich schlimmer an als es ist. Der Weg hat eine angenehme Steigung und ist, obwohl er asphaltiert ist, nur selten befahren. Eigentlich fahren nur die Anwohner hier runter und das vermutlich gibt es nicht mehr als 10 Häuser. Man kommt durch den neueren Teil von Hinterhermsdorf. Es geht immer weiter ins Dorf hinein. Zwischendurch kann man mal wieder ein paar Meter der gelben Markierung gelber Strich folgen und man erreicht den Ausgangspunkt der Wanderung.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Hinterhermsdorf Erbgericht mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Hinterhermsdorf Ortsmitte
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 4,00€

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.