Oelsen

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivpositivnegativnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 5,50 h
Entfernung:
ca. 17,50 km
Höhenunterschied:
ca. 556 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
lang
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad
empfohlene Karten:
Elbsandsteingebirge;
Kompass
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Oelsen - gelber Strich - Bienhof - Mordgrundbach - Grenzbach - Schönwalder Weg - Oelsener Höhe - gelber Strich - Oelsen - Oelsener Straße - Lappenbuschweg - Wüstung Oelsengrund - blauer Strich - Gottleibabach - Paustmühle - Clemensmühle - Talsperre Gottleuba - Oelsenbach - Hohler Stein - Kulmer Steig - Friedhof Oelsen - Oelsen

Beschreibung:

Diese Wanderung ist im Ursprung eine Kombination aus zwei Wanderungen von Dr. Rölkes (www.bergverlag-roelke.de) Wanderführer „Am Rande der Sächsischen Schweiz“. Der Startpunkt ist die Ortschaft Oelsen. Unterhalb der kleinen Kirche geht es von der Dorfstraße ab in die Richtung Bienhof. Die Wanderung geht rechts neben der Kirche vorbei und führt dann aufs freie Feld. Nach ungefähr 600 Metern erreicht man die Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich, der man jetzt durch den Wald bis runter nach Bienhof folgt. Siedlung_Bienhof_kleinKurz vor der Minisiedlung steht auf der rechten Wegseite eine Informationstafel des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz e. V. (www.saechsischer-heimatschutz.de) zum Thema der Siedlung Bienhof. Von dieser Art an Informationstafeln werden wir auf der Wanderungen noch zwei weiteren begegnen. Eigentlich befinden sich in der Siedlung Bienhof drei Gebäudekomplexe. Der schönste ist die riesige Villa auf der linken Straßenseite (talabwärts gesehen). Auf der rechten Straßenseite steht ein ehemaliges Jugendferienlager, das seit 2000 nicht mehr benutzt, aber immer noch weiter gepflegt wird. Vermutlich liegt das daran, dass der Eigentümer versucht, es zu verkaufen, es aber bei dieser Lage nicht so einfach, ist ein Gebäude mit 1.200 m² Wohnfläche, fast 10.000 m² Grundstück und einem Baujahr 1830 los zu werden. Regenrueckhaltebecken_Mordgrundbach_kleinGanz gemein ist natürlich auch, dass diese beiden Gebäude im Hochwasser-Rückhaltebecken Mordgrund stehen. Wenn man von Oelsen kommt, dann fällt einem das nicht auf, da die Staumauer etwas mehr als einen Kilometer entfernt steht. An der Stirnseite des rechten Gebäudes ist in Kniehöhe eine Hochwassermarke vom 8.7.1927 angebracht. Zu dem Zeitpunkt hat zwar die Staumauer noch nicht gestanden, aber 2002 haben die beiden Gebäude wieder dick im Wasser gestanden. Eigentlich sehr schade, weil damit gebe ich beiden Gebäuden nur eine begrenzte Überlebenschance. Der dritte Gebäudekomplex ist ein Bauernhaus, das ein bisschen oberhalb der Siedlung Bienhof steht. Dort geht es nun rechts dran vorbei. Dazu muss man erst mal wieder zurück zur Informationstafel wandern und dort nach links abbiegen. Der Zugang zu diesem Weg ist manchmal mit einer Kordel abgesperrt, aber das soll nur Autofahrer daran hindern, sich auf den Waldweg zu verirren. Der Weg führt zwischen Waldrand und Wiesen des Mordgrundbaches entlang. Mordgrund_kleinEs ist faszinierend, wenn man dieses Rinnsal an Bach sieht und dann hört, dass hier beim Hochwasser 2002 mehrere Kubikmeter Wasser pro Sekunde herunter geschossen kamen und das riesige Regenrückhaltebecken innerhalb kürzester Zeit füllten. Der Weg geht immer weiter mit einer sehr angenehmen Steigung bergaufwärts. Nach ungefähr 1 ½ Kilometern an der Wiese entlang geht die Wanderung in den Wald hinein. Genau an dieser Stelle stößt auch von links kommend die tschechische Grenze an den Wanderweg. Es geht zuerst über einen Waldweg und dann über einen schmaler werdenden Pfad weiter aufwärts. Nach ungefähr einem Kilometer tritt der Wanderweg wieder aus dem Wald heraus und hinter dem nächsten Waldzipfel geht es auf einer unauffälligen Traktorspur über die Sattelbergwiesen nach rechts. Oelsener_Hoehe_kleinDer Weg führt geradewegs auf die Oelsener Höhe drauf zu. Mit dem Erreichen dieser unscheinbaren Anhöhe hat man von Bienhof bis hier oben 170 Höhenmeter geschafft, ohne dass es sonderlich anstrengend gewesen ist. Auf der Oelsener Höhe befindet sich ein Aussichtshügel, den man unbedingt hoch gehen sollte. Von hier oben hat man einen erstklassigen Panoramablick, und wenn das Wetter es zulässt, dann sieht man unten in der Senke ganz klein den Lilienstein. Das ist wirklich unvorstellbar, dass man auf einmal von oben auf diesen Felsen sehen kann. Für die Sächsische Schweiz ist der Lilienstein immer ein mächtiger, hoher Felsen, aber anscheinend nicht für die Ausläufer des Osterzgebirges. Sattelberg_von_Oelsener_Hoehe_kleinWenn man nach hinten blickt (also nach westen) dann sieht man die neue Autobahn A17 und den Sattelberg. Von der Oelsener Höhe geht es wieder herunter in die Ortschaft Oelsen. Die Wanderung führt bis ins Ortszentrum, um dann nach links auf den bekannten gelben Strich gelber Strich abzubiegen. Der Weg geht sehr angenehm den Lappenbuschweg ins Tal der Gottleuba hinunter. Am Ende des Abstiegs erreicht man den ehemaligen Standort der Siedlung Oelsengrund. Von ihr sind nach dem Bau der Trinkwassertalsperre nur noch ein paar Grundmauern übrig geblieben. Nachdem man den Bach erreicht hat, geht es erst noch ein paar Meter (höchstens 100 Meter) bachaufwärts, um die Gottleuba zu überqueren. Ab hier ist dann der weitere Weg sehr einfach zu finden. Es geht die ganze Zeit an der Gottleuba entlang. Gottleuba_Vorsperre_kleinNach etwas mehr als einem Kilometer überquert man die Gottleuba wieder und es geht vor bis zur Bundesstraße 174. Damit die Wanderung an der Gottleuba weiter gehen kann, muss man hier unten im Tal erstmals ein paar Meter an der Straße entlang wandern. Dieses erste Teilstück auf dieser Straße ist aber nur 150 Meter lang. Auf der linken Bachseite sieht man noch eine alte Säule im Bachlauf stehen. Gottleuba_Vorsperre_Staumauer_kleinSie soll an den alten Standort der Paustmühle hinweisen. Die Wanderung biegt nach den besagten 150 Metern links von der Straße ab und verläuft dann weiterhin am Bach entlang. Zwischendurch kann man noch Spuren vom Hochwasser 2002 sehen. Hier hat es nämlich die Stützmauer der Straße bzw. des Wanderwegs so unterspült, dass sie ins Bachbett umgefallen ist. Auf dem weiteren Weg erreicht man zuerst die Vorsperre der Talsperre Gottleuba. Gottleuba_Vosperre_Ueberlauf_kleinAlleine die Vorsperre ist schon riesig. Nach ungefähr 800 Metern erreicht man die Staumauer der Vorsperre. Selbst die Staumauer empfinde ich schon als ziemlich groß. Sie ist immerhin schon fast 20 Meter hoch und 160 Meter lang, aber im Verhältnis zur eigentlichen Staumauer nur ein Modell im Maßstab1 : 3. Die Talsperre hat aber nicht nur die Funktion einer Trinkwassersperre, sie gehört auch in das Hochwasserschutzsystem. Talsperre_Gottleuba_Hauptsperre-Staumauer_kleinDie Wanderung verläuft noch ein Stück (600 Meter) weiter am Rande der eigentlichen Staustufe, bis nach rechts ein breiterer Weg neben dem Oelsenbach von der Talsperre wegführt. Am Oelsenbach befindet sich, genauso wie an der Gottleuba, eine Messstation, die die Bachhöhe und damit die Durchflussmenge protokolliert und weitermeldet. Damit ist dann jederzeit gewährleistet, dass man rechtzeitig vor größeren Wassermengen gewarnt wird. Der Weg führt weiter den Hang hinauf. Nach ungefähr 700 Metern erreicht man die neu gebaute Vorsperre Oelsen. Im Frühjahr 2007 wurde diese Vorsperre für die große Talsperre gerade gebaut. Damit hat sich die Erreichbarkeit der nächsten Station der Wanderung ziemlich verschlechtert. Auf der anderen Seite der Vorsperre liegt der Hohle Stein. Da ich nicht unbedingt quer durch die Baustelle wandern wollte, bin ich außen herum gegangen. Hohlen_Stein-2_kleinDamit musste ich erstmal bis zur Staatsstraße weiter wandern und dann nach links den nächsten ½ Kilometer auf der Straße entlang wandern. Dann erreicht man den ausgeschilderten Zugang zum Hohlen Stein. Hohlen_Stein-1_kleinWenn die neue Vorsperre fertiggestellt ist, dann kann man auch wieder im Bereich der Staumauer auf die andere Seite des Tals gelangen und muss nicht das Stück auf der Straße entlang wandern. Den Hohlen Stein sollte man sich nicht entgehen lassen. Es handelt sich um ein Felsentor, das im Gegensatz zum Prebischtor aus Gneisfelsen besteht und als ein Bodendenkmal geschützt ist.
Die Wanderung geht weiter und man muss jetzt leider unvermeidbar noch 700 Meter auf der S174 nach links wandern. neuer_Friedhof_Oelsen_links_kleinAuf der linken Straßenseite sieht man noch mal ein paar dieser schönen Wiesen, auf der rechten Seite kommt dann ein Bauernhof bzw. Rinderzuchtbetrieb. neuer_Friedhof_Oelsen_rechts_kleinVor diesem Betrieb geht es von der Straße ab nach rechts auf den Kulmer Steig. Der Weg geht leicht ansteigend bis zum neuen Friedhof von Oelsen hoch. Irgendwie eigenartig fand ich, dass der Friedhof zwar verlegt worden ist, aber uralte Grabsteine waren keine zu sehen. Die Erklärung dafür ist ziemlich einfach, da der alte Friedhof sich immer noch neben der Kirche im Dorf sich befindet, aber heutzutage der alten Friedhof wegen Trinkwassereinzugsgebiet nicht mehr benutzt wird. Das letzte Stückchen der Wanderung führt jetzt wieder herunter in die Ortschaft Oelsen. Im Zentrum von Oelsen steht neben dem Oberteil einer alten Steinsäule noch eine Informationstafel zur Steinkreuz und Marter.
Damit ist die Wanderung dann auch beendet. Obwohl sie mir eigentlich ganz gut gefallen hat, bekommt sie nur eine mittelgute Bewertung, da es doch einige Male über vielbefahrene Straßen ging und das leider nicht zu einer spitzenmäßigen Wanderung gehört.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Oelsen Ortsmitte mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Oelsen Ortsmitte

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