Ostrau

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 2,50 h
Entfernung:
ca. 10,00 km
Höhenunterschied:
ca. 361 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
asphaltiert
Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Bad Schandau;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Altendorf - Wiesenweg - Panoramaweg - gelber Punkt - Goldgründel - Parkplatz Kiefricht - Schillerdenkmal - Kiefricht - Kiefrichtpromenade - Burgwarte Schomberg - Bad Schandau - Marktstraße - Markt - Elbe - Toskana Therme - gelber Strich - Postelwitz - grüner Punkt - Wolfsgraben - Ostrau - Schrammsteinblick - Falkenstein-Klinik - roter Strich - Ostrauer Berg - Kirnitzschtal - Niederweg - Hartungsproemande - Altendorfer Dorfbachklamm - Altendorf - Untere Dorfstraße

Beschreibung:

Die Wanderung Ostrau ist eine ganz nette Nachmittags-Runde, die eigentlich nichts Spektakuläres liefert, aber eine recht erholsame Wanderung ist. Hier kommt die passende Beschreibung dazu:
Als Startpunkt bieten sich die beiden Parkplätze in Altendorf ganz hervorragend an. Von beiden Plätzen geht es erst ein paar wenige Meter über die Hauptstraße (Sebnitzer Straße), bis nach rechts der Wiesenweg abbiegt. Hier wandert man runter ins Dorf. Der Wiesenweg ist die westlichste Straße von Altendorf und führt zum Panoramaweg zwischen Altendorf und Bad Schandau. Genau auf diesem sehr schönen Feldweg soll die Wanderung aus der Ortschaft herausführen. Der Zugang zum Panoramaweg ist ausgeschildert und liegt in einem Linksknick der Straße. Hier geht es einfach geradeaus aufs Feld. Schon nach wenigen Metern befindet sich am Ortsrand ein schöner kleiner Rastplatz mit einer Bank. Wenn man auf dem Feldweg weiter wandert, hat man nach links einen fantastischen Ausblick auf die Schrammsteine. Ganz besonders schön ist dieser Blick, wenn die Rapsfelder links und rechts des Weges in ihrem leuchtenden Gelb blühen. Aber auch sonst ist der Blick rüber auf die Felskette ziemlich beeindruckend. Nach einer Strecke von ca. 900 Metern über die Felder biegt der Panoramaweg nach rechts in eine Senke ab. Dieser Abzweig ist die erste Möglichkeit, nach rechts zu gehen und deshalb eigentlich nicht zu verfehlen. Früher hat an diesem Abzweig ein Hinweisschild gestanden, aber im Frühjahr 2008 hatte es sich irgendwie selbständig gemacht. Der Weg geht ein kleines Stück in der Senke nach unten und dann auf der gegenüberliegenden Seite wieder hoch. Hinter der Senke verläuft der Weg ein Stückchen am Waldrand entlang bis zum Parkplatz am Kiefricht. Den Parkplatz muss man diagonal überqueren, um auf der gegenüberliegenden Seite in Richtung Kleingartenanlage weiterzuwandern. Schon wenige Meter hinter dem Parkplatz gabelt sich der Weg und hier empfiehlt sich der rechte Weg, um quer durch die Kleingartenanlage zu gehen. Es ist immer wieder schön zu sehen, mit welcher Hingabe diese Gärten gepflegt werden. Früher waren diese Gärten mehr als Gemüsegarten angelegt, seit es aber alle Lebensmittel im Überfluss und dazu auch noch wahnsinnig billig bei Aldi und Co. gibt, sind die Gemüsebeete zusehends geschrumpft. Zugang_vom_Kieffricht_Ruine-Schomburg_kleinJetzt überwiegen Rasen und Blumenbeete. Die Wanderung verlässt die Kleingartenanlage am südlichen Ende und folgt dann einem Gratweg. Auf der linken Wegseite kann man noch die Spuren eines Waldbrandes, der zum Glück fast nur am Waldboden stattgefunden hat, sehen. Mehrere Baumstämme sind noch ziemlich angekokelt. Die Wanderung geht über den ganz geraden Weg bis vor zur Ruine-Schomburg_vom_Aufstieg_aus_gesehen_kleinRuine Schomburg. In weit vergangenen Zeiten soll hier eine Strom- und Straßenwacht gestanden haben, die dann aber irgendwann abgebrannt ist. 1883 ist der heutige Aussichtsturm in dieser romantischen Ruinen-Form gebaut worden. Leider ist in den letzten Jahren die Aussicht ziemlich zugewuchert, so dass man im Augenblick nur rüber zur Elbebrücke von Bad Schandau und dem schönen Schwimmbad schauen kann. Die Wanderung führt auf der anderen Seite des Turms hinunter auf Bad Schandau zu. Mit dem Erreichen des nächsten Waldweges bieten sich gleich zwei Aussichten an. Die erste auf der linken Seite ist die ehemalige Gaststätte Schlossbastei. Von dieser Aussicht kann man einen super Überblick über ganz Bad Schandau gewinnen. Die andere liegt auf der rechten Seite und ist zu erreichen, indem man erst den Weg nach Bad Schandau weiter wandert und dann vor dem Abstieg geradeaus geht. Ausgeschildert ist die Aussicht_Zaukenhorn_kleinAussicht mit Zaukenhorn. Diese Aussicht liegt genau oberhalb der Stoppstraße zwischen Bad Schandau und Altendorf/Sebnitz. Von hier hat man eine sehr gute Sicht auf den westlichen Teil von Bad Schandau mit z.B. dem Nationalparkamt und dem Nationalparkzentrum. Nun geht es über den gerade schon erwähnten Abstieg runter nach Bad Schandau. Der Panoramaweg endet mitten in Bad Schandau. Wenn man den Weg weiter geradeaus wandert, landet man gleich auf dem wieder richtig schön hergerichteten Marktplatz. Auch hier geht die Wanderung weiter geradeaus, bis man die Elbe erreicht hat.
Hier sollte man dann lieber nicht weiter geradeaus gehen, denn dann müsste man schwimmen. Deshalb biegt man nach links ab, dem Flusslauf entgegen. Die Wanderung verläuft über einen sehr schönen Promenadenweg an der Elbe entlang. Wirklich richtig erfreulich ist, dass die ganzen alten Tuere_Hotel_Dampfschiff-Bad_Schandau_kleinHotels an der Elbe zu einem neuen, wunderbar sanierten Hotel (www.elbresidenz-bad-schandau.de) zusammengefasst worden sind. Die Wanderung führt an diesem Hotel vorbei und es geht weiter in Richtung Postelwitz. Als nächstes passiert man die Toskana-Therme (www.liquid-sound.de). Bevor das Hochwasser im Jahre 2002 das Schwimmbad zerstört hatte, hieß es Schrammsteinbad. Dieser Name war eigentlich auch nicht so richtig passend, da man vom Schwimmbad die Schrammsteine überhaupt nicht sehen konnte. Viel besser ist der bis heute gebliebene Name im Volksmund: Schneckenbad, wegen der Form des Baues, die man von der eben passierten Aussicht Schlossbastei sehr deutlich sehen konnte. Nach den Erfahrungen mit dem Hochwasser 2002 sind inzwischen ganz besonders raffinierte Schutzwände für das Schwimmbad entwickelt worden und dieses Konzept hat sich beim Hochwasser 2006 schon einmal bewährt. Knapp hinter der Mündung der Kirnitzsch steht das nächste Hotel (www.parkhotel-bad-schandau.de) . Auch hier geht es noch dran vorbei bis knapp hinter die Werft von Bad Schandau. Hier biegt der grün markierte Wanderweg grüner Punkt nach links ab. Nach wenigen Metern erreicht man die Straße zwischen Bad Schandau/Postelwitz und Schmilka. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite steigt der markierte Wanderweg durch den Wolfsgraben nach Ostrau hoch. Auch wenn man insgesamt 120 Höhenmeter überwinden muss, so ist es durch diesen Grund relativ angenehm, da die Steigung ganz moderat ist. Oben in Ostrau angekommen, sieht man nach rechts die Hohe_Liebe-Falkenstein-Schrammsteine_von_Ostrau_kleinSchrammsteine und den Falkenstein von der Stirnseite aus. Hier stehen einige Bänke herum, die zum Erholen und Genießen der schönen Aussicht einladen. Wenn man die Wanderung aber an einem schönen Nachmittag durchführt, dann sind die Bänke häufig durch die Kurgäste der Falkenstein-Klinik belegt. Genau an dieser Klinik geht es jetzt als nächstes dran vorbei, um geradeaus auf dem Ostrauer Ring bis zum Ende zu wandern. Hier stößt man auf die rote Wanderwegmarkierung roter Strich. Dieser Markierung folgt man nach links auf der Dorfstraße entlang. Die Straße macht einen Rechtsbogen und führt an der Ostrauer Jugendherberge vorbei. Danach steigt die Wanderung auf der Straße mit dem Namen Ostrauer Berg wieder ins Kirnitzschtal ab. Die Straße ist für den normalen Straßenverkehr gesperrt. Auf der linken Straßenseite befindet sich eine Quelle, die in der Einfassung die Jahreszahl 1809 trägt. Die Quelle_am_Ostrauer-Berg_kleinQuelle scheint stark eisenhaltig zu sein, da sowohl der Zu- als auch Abfluss ziemlich rot leuchten. Kurz bevor die Straße die Kirnitzsch bzw. den tiefsten Punkt erreicht, bietet sich eine kleine Dorfstraße auf der rechten Seite an. Der sogenannte Niederweg führt parallel zur Straßenbahnlinie durch das Kirnitzschtal und endet erst ganz kurz vor dem Straßenbahndepot. Es ist immer wieder nett, die Schlafstätte der Straßenbahnen zu sehen, ganz besonders, wenn die uralten Straßenbahnen (Baujahr 1925 und 1928) aus ihrer Garage herausschauen.
Von hier geht es auf der gegenüberliegenden Straßenseite weiter das Kirnitzschtal hoch. Der Promenadenweg, auch Hartungpromenade genannt, liegt ein paar Meter (ca. 5-6 Höhenmeter) höher als die Fahrstraße. Gleich neben dem Straßenbahndepot geht ein Weg auf die Promenade hoch, so dass man nicht vorher den Hang hochklettern muss. Der Weg geht auf der Rückseite der Gaststätte Waldhäus´l vorbei und ca. 400 Meter hinter der Gaststätte steigt der Altendorfer Dorfbachklamm weiterhin rot markiert aus dem Tal heraus. Es geht über einige Naturstufen (Felsen) durch die Schlucht nach oben. Obwohl ich durch diesen Grund schon wirklich häufig gewandert bin, war mir bis dahin nicht bewusst, dass gleich neben der großen Eisentreppe eine richtig große Höhle versteckt ist. Diese Einsturz- bzw. Schichtfugenhöhle, sie ist von der Treppe aus schon ganz gut zu sehen, soll insgesamt 33 Meter lang und 19 Meter tief sein. Hoehle_Altendorfer_Dorfbachklamm_Zugang_kleinDiese Ausmaße können wir zwar nicht bestätigen, aber es geht schon einige Meter in die Spalte hinein. Da aber der Dorfbach auch noch durch die Spalte fließt, ist ein Hineinklettern aus unserer Sicht nicht so richtig zu empfehlen. Hoehle_Altendorfer_Dorfbachklamm_drinnen_kleinDie Höhle ist ziemlich feucht und sieht nicht gerade besonders bequem aus. Die Wanderung folgt dem Bach weiter bergauf und erreicht nach noch so einigen Höhenmetern Aufstieg den Dorfrand von Altendorf. Die letzten Meter werden auf der Unteren Dorfstraße absolviert. Damit ist eine sehr nette Wanderung beendet, die ich als Fast-Altendorfer natürlich spitzenmäßig finde, weil ich überhaupt nicht anreisen muss. Aber auch für Besucher der Sächsischen Schweiz könnte die Runde bei sehr viel Betrieb im Nationalpark eine gute Alternative sein.

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