Ottendorf

Abstimmung:
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Karte:
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Dauer:
ca. 2,50 h
Entfernung:
ca. 9,50 km
Höhenunterschied:
ca. 345 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad
empfohlene Karten:
Elbsandsteingebirge;
Kompass
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Ottendorf - grüner Strich - Soldatendenkmal - Endlerkuppel - Böhme Gedenkstein - Großstein - Kirnitzschtal - Felsenmühle - Flößersteig - grüner Querstrich - gelber Strich - Lichtenhainer Mühle - Knechtsbachtal - grüner Punkt - Ottendorfer Steig - Ottendorf

Beschreibung:

Die Wanderung von Ottendorf runter ins Kirnitzschtal startet vom Parkplatz gegenüber der Gaststätte „Zum Kirnitzschtal“. Netterweise ist der Parkplatz kostenlos und seltsamerweise nie vollkommen besetzt. Die ersten paar Meter gehen auf der Hauptstraße bis zur abknickenden Vorfahrtsstraße. Das sehr schön sanierte/renovierte Haus genau in der abknickenden Vorfahrtsstraße ist das alte Schulgebäude von Ottendorf. Mahnmal_Weltkriege_Endlerkuppe_kleinFrüher hat es hier zwei Schulklassen gegen, was heute nicht mehr möglich ist, da in einer Ortschaft wie Ottendorf noch nicht mal eine halbe Klasse zusammen kommen würde. An dieser Kreuzung geht es geradeaus den Hang hoch. Der Weg ist mit dem grünen Strich grüner Strich markiert. Nach wenigen Metern erreicht man ein auffälliges Denkmal für die gefallenen Soldaten der beiden Weltkriege. Unterhalb des Denkmals steht ein kleiner Rastplatz, der mit einem schönen Blick über das Dorf zum Verweilen einlädt. Innenhof_Endlerkuppe_kleinRechts neben dem Wasserwerk führt ein Weg zur Ruine eines riesigen Gebäudes. Es ist die so genannte Endlerkuppe. Das Gebäude ist 1929 als Internat, Ferienlager und Mädchenschule errichtet worden. Es gibt zwei Stellen, an denen die Größe des Komplexes am Eindrucksvollsten zu erkennen ist. Festsaal_Endlerkuppe_kleinDer eine Punkt ist im Innenhof, wenn man auf die Stirnseite des U-förmigen Gebäudekomplexes sieht. Der zweite Punkt befindet sich im Inneren und ist der riesige Festsaal. Leider verfallen die ganzen Gebäude, da anscheinend heutzutage keine Verwendung mehr gefunden werden kann. Es gibt zwar immer wieder Konzepte in Form von Diplomarbeiten der TU Dresden, aber bis heute hat sich kein Investor gefunden, der einen zweistelligen Millionenbetrag in diese herrliche Lage investieren möchte.
Der weitere Verlauf der Wanderung geht links vom Wasserwerk weiterhin auf der grünen Wegmarkierung entlang. Der Weg verläuft zuerst über ein paar Felder und dann im Wald bis vor zur Großsteinkanzel. Ausblick_Grosssteinkanzel_kleinDafür, dass man diese Aussicht so einfach erreicht, bietet dieser Felsen eine wunderbare Aussicht, die seltsamerweise nur von wenigen Wanderern besucht wird. Aussichts_Grosssteinkanzel_kleinVon der Großsteinkanzel hat man einen einzigartigen Rundblick über den hinteren Teil der Sächsischen Schweiz mit ihren Felsen. Das einzige Haus, das von dieser Aussicht zu sehen ist, ist die Felsenmühle unten im Kirnitzschtal. Genau diese Mühle ist das nächste Ziel der Wanderung. Dazu muss man von der Aussicht ein paar Meter (ca. 400 Meter) auf dem markierten Weg zurückgehen, um dann nach rechts ins Tal abzusteigen. Der Abstieg ist ganz angenehm und endet genau am Gasthaus der Felsenmühle.
Hier könnte man sich in der Gaststube erfrischen, aber meiner Ansicht nach ist die Wanderung bis hier noch nicht so richtig anstrengend gewesen und deshalb geht es auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein paar Meter (höchstens 50 Meter) in den kleinen Zschand. Nach den paar Metern biegt nach rechts der Flößersteig ab. Dieser kleine Pfad ist mit dem grünen Querstrich grüner Querstrich als Naturlehrpfad gekennzeichnet und schlängelt sich auf der linken Bachseite an der Kirnitzsch entlang. Der Weg hat als Untergrund zum Teil ein ziemliches Wurzelgeflecht, einige Auf- und Abstiege (höchstens 10 Höhenmeter) und bei nasser Witterung ist er etwas matschig. Trotzdem macht der Weg viel mehr Spaß, als auf der Fahrstraße entlang zu wandern und auch ein kleines Stück über eine anspruchsvollere Strecke zu gehen ist auch ganz nett. Der Wanderweg erreicht nach 1,5 Kilometern die Versorgungsstraße vom Kuhstall und auf dieser geht man nach rechts den Hang hinunter bis zur Kirnitzschtalstraße. Zum Glück müssen auf dieser Straße nur die nächsten 350 Meter nach links auf dem gelben Strich absolviert werden. Nicht, dass besonders viel Betrieb auf dieser Straße wäre, aber sie hat überhaupt keinen Bürgersteig und dann sind Autos doch ziemlich störend. Nach den 350 Metern verlässt der markierte Weg die Straße nach rechts in den Wald.
Der Weg strebt mit einer angenehmen Steigung durch das Knechtsbachtal den Berg hoch. Schlucht_im_Knechtsbachtal_kleinLinks und rechts des Weges kann man sehr gut sehen, welche Kraft Wasser hat. Der ganze Bereich, durch den die Wanderung jetzt verläuft, hat als Untergrund Granitfelsen aus der Lausitzer Verschiebung und selbst die kleinsten Rinnsale haben gewaltige Furchen in die Hänge gegraben. Irgendwie hatte ich bis jetzt immer die Vorstellung, dass Granit ganz sicher fester ist als Sandstein. Das scheint aber nur für die eigentliche Festigkeit zuzutreffen, nicht aber für die Widerstandskraft gegen Wasser. Ich habe den Eindruck, als wenn sich die kleinen Bäche viel leichter durch Granitfelsen durchfressen können als durch Sandsteinfelsen. Vielleicht irre ich mich auch, aber es sieht schon wirklich imposant aus, wenn armselige kleine Bächlein solche tiefen Schluchten graben können. Nach ungefähr 1,3 Kilometern durch das Knechtsbachtal zweigt rechts der grün markierte Weg grüner Punkt in Richtung Ottendorf ab. Der jetzt folgende Weg ist zwar etwas steiler als der vorangegangen Aufstieg, aber immer noch nicht besonders unangenehm. Der Weg kommt bald aus dem Wald heraus und die letzten paar Meter gehen über die Ebene bis nach Ottendorf. Der Weg erreicht die Ortschaft gleich neben der Gaststätte „Zum Kirnitzschtal“ und damit ist man wieder am Ausgangspunkt der Wanderung angekommen.

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