Pfarrberg

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Karte:
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Dauer:
ca. 2,25 h
Entfernung:
ca. 12,50 km
Höhenunterschied:
ca. 465 Meter
beste Reisezeit:
immer, auch an Wochenenden empfehlenswert.
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Große Karte der Sächsischen Schweiz;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Altendorf - gelber Punkt - Panoramaweg - Schäfertilke - Eichhübel - Mittelndorf - Panoramablick - Panoramaweg - Birkenberg - Schaarwändeweg - Folgenweg - Lichtenhain - Friedhof - Neue Straße - Pfarrberg - Lichtenhain - Neue Straße - Sebnitztal - roter Punkt - Thümmelweg - ehemalige Sputhmühle - Bahnhof Mittelndorf - Schwarzbach - ehemalige Buttermilchmühle - roter Strich - Mühlenweg - Altendorf

Beschreibung:

Zu Ostern 2009 waren überraschend viele Besucher in der Sächsischen Schweiz. Weil ich nicht mit den Besuchermassen unterwegs sein wollte, habe ich nach einer ruhigeren Strecke Ausschau gehalten. Der Weg zum Pfarrberg eignet sich dazu ganz hervorragend. Der Startpunkt liegt in Altendorf und von dort geht es an der östlichen Seite (also Richtung Sebnitz) auf dem Panoramaweg aus dem Ort. Der Panoramaweg verläuft parallel zur Straße über einen Pfad, bis nach rechts der Weg in Richtung Schäfertilke abbiegt. Hier wird der Weg das erste Mal zu einem sehr ruhigen Weg ohne Autolärm. Ausgeschildert ist weiterhin der Panoramaweg. Auf der Rückseite des kleinen Wäldchens erreicht man einen sehr netten Rastplatz mit zwei Bänken. Von hier kann man über ein Feld und das unsichtbare Kirnitzschtal rüber zu den Felsen der Schrammsteine blicken. Die Wanderung führt weiter über den Panoramaweg. Die nächste Ortschaft ist Mittelndorf, das am unteren Rande umrundet wird. schones_Hinweisschild_Mittelndorf_kleinWas auf der Strecke durch Mittelndorf ganz besonders auffällt, sind die kunstvollen Hinweisschilder des Dorfrundgangs. Wenn man fast schon wieder aus dem Ort heraus gewandert ist, dann bietet sich an der alten Eiche das nächste Mal eine schöne Aussicht auf die Felskette der Schrammsteine und auch schon die Affensteine. Im Gegensatz zu so manchem Campingplatz hat man von dem Stellplatz für Wohnmobile (www.panorama-camping.de) hier eine spitzenmäßige Aussicht.
Die Wanderung führt über einen Feldweg mit einem breiten Randstreifen und einigen Obstbäumen. Hier erklärt eine Tafel des Nationalparks Sächsische Schweiz, dass es sich bei der Pflege im Nationalpark nicht nur um Waldflächen, sondern auch um Offenflächen handelt. Die Wanderung führt sehr angenehm von Mittelndorf über den Panoramaweg nach Lichtenhain. Biotop_am_Panoramaweg_kleinZwischendurch passiert man einen weiteren sehr schönen Rastplatz am Birkenberg und ein Feuchtbiotop. Kurz nachdem man ein kleines Wäldchen durchquert hat, sieht man links oben die Fahrstraße zwischen Mittelndorf und Lichtenhain und dahinter den sehr unauffälligen Pfarrberg. Um diesen Berg über einen schönen Weg zu ersteigen, geht es aber noch bis nach Lichtenhain. Der Panoramaweg erreicht den asphaltierten Folgenweg und hier geht es leicht ansteigend bis zum westlichen Rand von Lichtenhain. Auch hier hat man kurz vor dem Ortsrand noch eine schöne Aussicht auf die Felsenkette der Affensteine. Die Wanderung geht um den Friedhof von Lichtenhain herum (oder auch einfach quer drüber), um dann wenige Meter (ca. 80 Meter) auf der Fahrstraße in Richtung Mittelndorf zurück zu wandern. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite biegt der Zugang zum Pfarrberg ab. Der Berg ist schnell bestiegen und dann hat man eine überraschend schöne Panoramaaussicht in so ziemlich alle Himmelsrichtungen. Netterweise befinden sich gleich mehrere Bänke auf dem Berg, so dass man auch ganz gut eine Rast hier oben einlegen kann. Dass dieser etwas größere Hügel so eine gute Aussicht hat, hat mich ziemlich verwundert. Hier fahren hunderte Autofahrer täglich dran vorbei, aber irgendwie wird der Berg getrost ignoriert.

Panorama_Pfarrberg_klein

Für die weitere Wanderung geht es den Berg über den bekannten Weg wieder hinunter, nur dass man vor dem Sportplatz links abbiegt und den Sportplatz am linken Rand passiert. Damit erreicht man dann wieder einmal die Landstraße, auf der es ¼ Kilometer nach links geht. Wer keine Lust zum Latschen auf einer Landstraße hat, kann auch nach Lichtenhain hinein wandern und gleich wieder links gehen. Damit erreicht man dann auch die Landstraße wieder, um gegenüber auf einem Feldweg weiter zu wandern. Wer über die Landstraße gegangen ist, für den ist es der erste Feldweg nach links. Der Weg passiert zuerst noch einen Lagerplatz von einem Bauern und dann geht es in ein sehr ruhiges Tal. Fuchs_bei_Lichtenhain_kleinDass hier sehr wenige Menschen vorbei kommen, konnte ich Fuchsdaran erkennen, dass ich an dem Bachlauf einem Fuchs bei der Jagd zusehen konnte. Normalerweise sind diese Tiere ja so scheu, dass man sie bei höheren Besucherzahlen nie zu Gesicht bekommt. Die Wanderung erreicht den Wald und es geht konstant an der linken Seite des Bachs immer weiter bis ins Sebnitztal. Blöderweise muss die Sebnitz einmal überquert werden. Dazu bieten sich zwei unterschiedliche Möglichkeiten an: Wenn der Bach nicht gerade Hochwasser führt, dann kann man ihn ganz gut im Storchenschritt durchqueren, Eisenbahnstrecke_mit_Tunnel_Sebnitztal_kleinoder man wählt den Weg über den Bahndamm. Das ist zwar nicht erlaubt, aber hier unten im Sebnitztal hört man den Zug doch ganz gut kommen.
Auf der rechten Seite der Sebnitz erreicht man dann die Wanderwegmarkierung roter Punkt roter Punkt, der man nach links (also bachabwärts) folgt. Der Weg durch das Sebnitztal ist immer wieder sehr schön zu gehen, auch wenn es doch noch ein paar Mal hoch und runter geht, aber dafür sind hier unten sehr selten andere Besucher unterwegs. Der Weg an der Sebnitz entlang wird auch manchmal Otto-von-Thümmel-Weg (Otto von Thümmel war Regierungsrat in Pirna) genannt, aber die meisten Anwohner sprechen meistens vom Weg im Sebnitztal. Fussgaengerbruecke_Sebnitz_kleinDie Sebnitz wird gleich an mehreren Stellen immer wieder von dem Wanderweg auf kleinen Brücken überquert. Kurz vor dem Mittelndorfer Bahnhof befinden sich die Reste der Sputhmühle. Auf der Wanderung fallen von der Sputhmühle zuerst nur das Wehr und der Mühlgraben auf, aber dann befindet sich links des Pfades eine mächtige Stützmauer und rechts sind noch ein paar Ruinen zu erahnen. Die Wanderung führt weiter durch das schöne Tal. Manchmal (alle 2 Stunden) wird die Ruhe unterbrochen, wenn ein Zug über die Gleise fährt, aber da es sich heutzutage immer um diese kurzen Triebwagen handelt, ist die Geräuschbelästigung relativ gering. Nachdem sich das Tal geweitet und die Wanderung über mehrere große Wiesen geführt hat, geht es an der ehemaligen Buttermilchmühle das erste Mal über eine größere Sebnitzbrücke. Wenige Meter hinter der Brücke (ca. 100 Meter) verlässt die Wanderung die rote-Punkt-Markierung und es geht auf der rote-Strich- roter Strich Markierung aus dem Sebnitztal heraus. Insgesamt sind es bis nach Altendorf 100 Höhenmeter, die aber durch eine relativ angenehme Steigung ganz gut zu absolvieren sind.
Damit ist eine sehr nette Wanderung zu Ende gegangen, die einen überraschenden Berg präsentiert hat, viele ruhige Stellen bietet und tolle Aussichten auf die Felsen der Hinteren Sächsischen Schweiz.

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