Polenztal Spaziergang

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivpositivpositivnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 1,50 h
Entfernung:
ca. 5,50 km
Höhenunterschied:
ca. 25 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg
Wanderweg
empfohlene Karten:
Brand – Hohnstein;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Polenztal - Frinzthalmühle - roter Punkt - Flußrechen - Polenztalweg - Waltersdorfer Mühle - roter Punkt - Frinzthalmühle

Beschreibung:

Diese Runde ist wirklich nur ein kleiner Spaziergang in einem wirklich tollen Tal. Sie beginnt auf dem kostenlosen Parkplatz am Ende des Polenztals. Der Parkplatz wird auch Frinzthalmühle genannt, da gleich neben dem Wanderweg bzw. dem Bach die ehemalige Frinzthalmühle liegt. Es geht also los über den Wanderweg, der am Ende des Parkplatzes startet. Der Weg verläuft die ganze Strecke super angenehm ohne einen einzigen Meter Höhenunterschied. Ein paar Meter hinter dem ganzen Bereich der Frinzthalmühle erreicht man einen ganz neu gebauten Flößrechen im Polenzbach. Heutzutage nett man die Dinger nicht mehr Flößrechen, da ja nicht mehr geflößt wird, aber ich weiß leider nicht den richten Namen für solch eine Anlage. Fangrechen_Polenz_kleinAuf jeden Fall soll mit dem Ding verhindert werden, dass Treibgut aus der Polenz hinter dem Polenztal in den Lachsbach kommt und dann womöglich den Bach unabsichtlich staut oder sogar die Stauanlagen/Fischtreppe beschädigt. Das die Konstruktion ganz gut funktioniert, habe ich jetzt schon mehrere Male gesehen, da sich jedes Mal wenn ich dort vorbeigekommen bin, ein Stamm in den Querstangen verheddert hatte bzw. gerade geborgen würde.
Von dieser kleinen Attraktion am Wegesrand geht es weiter durch das angenehm ruhige Tal. Der Weg ist mit dem Wanderwegkennzeichen roter Punkt roter Punkt markiert. Diese Markierung geht nach ungefähr 1,4 Kilometern auf die andere Bachseite. Der Spaziergang geht aber auf der rechten Seite weiter und damit wird der markierte Weg vorläufig verlassen. Genau an der Stelle, an der die Brücke über die Polenz geht, befindet sich eine kleine Schichthöhle auf der rechten Seite des Weges. Sie ist nicht besonders groß, aber sehr einfach zu erreichen und sehr gut als Beispiel für eine Schichthoehlen_Polenztal_kleinSchichthöhle geeignet. Der Weg geht weiterhin auf dem breiten Weg entlang des Baches. Nach ein paar Minuten Spaziergang hört man schon, dass irgendetwas den Bachlauf behindert. Es ist eine alte Wehranlage von einer Mühle, die es schon unendlich lange nicht mehr gibt. Aber trotzdem ist dieses Hindernis noch im Bachlauf und führt zu dieser rauschenden Akustik. Auf dem weiteren Weg findet man dann auf der linken Seite des Weges die letzten Reste einer Anlage aus dem dritten Reich. Hierbei handelt es sich um ein paar sehr massive Fundamente, die eine Anlage zur Erzeugung von Treibstoffen aufnehmen sollten. Auch soll es in den Felsen im Tal noch alte Stollen geben, die eine Produktionsanlage für Flugzeugbenzin aufnehmen sollten. Dieser Bereich wird im dritten Reich unter dem Denknamen Schwalbe III geführt und ist nach dem Krieg erfolgreich zurückgebaut worden. Das einzige was übrig geblieben ist, sind die massiven Fundamente und die werden wohl noch ein paar Jahrhunderte dort bestehen bleiben.
Der weitere Weg geht noch bis zur nächsten Brücke entlang des Polenzbaches. Steinbruecke_Waltersdorfermuehle_1_kleinDiese steinerne Brücke ist schon ziemlich alt, genauer gesagt schon weit über hundert Jahre. Der Schlussstein trägt die Jahreszahl 1897 (glaube ich zumindest, dass es diese Jahreszahl war). Über diese Brücke geht es auf die andere Bachseite. Gleich neben der Brücke befindet sich der Bereich der Waltersdorfer Mühle. Der ganze Gebäudekomplex hat über einige Jahre hinweg ein ziemlich trostloses Dasein gefristet, aber jetzt macht es den Anschein, als wenn sich jemand dem Elend angenommen hat. Zumindest kann man sich im Herbst 2005 wieder auf der Terrasse hinsetzen und mit ein paar Kleinigkeiten stärken/erfrischen.
Steinbruecke_Waltersdorfermuehle_2_kleinJetzt geht es auf der schon bekannten Wegmarkierung roter Punkt roter Punkt wieder zurück, also nach links den Bachlauf hinunter. Sehr erfreulich ist, dass Anfang 2005 die Ruine der alten Mühle endgültig entsorgt worden ist. Jetzt sind nur noch ein paar Sandsteine übrig geblieben, die neben dem Weg liegen. Ich schätze mal, dass sich aber für diese wuchtigen Dinger bestimmt jemand finden lässt und sie so aus der Natur noch verschwinden werden. Der Weg geht auf der rechten Bachseite wieder zurück. Auf diese Seite ist er nur als Wanderweg ausgelegt und so geht es über einen schmaleren Weg wieder in die Richtung Parkplatz. Nach ungefähr 1,3 Kilometern erreicht man wieder die Holzbrücke über die Polenz. Es führt zwar auch ein Pfad weiter geradeaus, aber in allen Wanderkarten endet dieser Weg am Zaun der Frinzthalmühle und da der Zaun relativ stabil aussieht habe ich diesen Pfad noch nicht ausprobiert. Aber irgendwie scheint er zu funktionieren, da ich schon einmal eine Gruppe Jugendliche auf der gegenüberliegenden Seite gesehen habe, die mir in Porschdorf dann wieder begegnet sind. Hinter der Brücke geht es das letzte schon bekannte Stück bis zum Parkplatz zurück.
Diese Runde ist, wie schon gesagt, wirklich nichts weltbewegendes, aber trotzdem sehr nett und wenn man nur eine kleine Runde machen möchte, dann ist sie sehr empfehlenswert. Auch eignet sich die Runde sehr gut, wenn man mit seinen Kinder ein bisschen am Bach spielen möchte oder der Kinderwagen bewegt werden muss. Was besonders auffällig an diesem Tal ist, dass fast nie irgendjemand hier unterwegs ist, obwohl es ein sehr schönes Tal ist.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bundesbahn bis zur Haltestelle Porschdorf mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Polenztal Frinzthalmühle
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 3,00€

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