Polenztalblick

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Karte:
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Dauer:
ca. 2,00 h
Entfernung:
ca. 7,00 km
Höhenunterschied:
ca. 262 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
leicht
festes Schuhwerk
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Die Bastei;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Ziegenrücken - Knotenweg - grüner Strich - Nassen Grund - Rathensteig - Rathewalde - Malerweg - Rundteil - Hocksteinschänke - blauer Strich - Hocksteinweg - Hockstein - grüner Strich - Knotenweg - Polenztalblick - grüner Strich - Knotenweg - Ziegenrücken

Beschreibung:

Diese kleine Runde startet am Parkplatz Knotenweg an der Ziegenrückenstraße zwischen Hocksteinschänke und Waltersdorf. Gleich über den Parkplatz führt die Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich und für diese Wanderung geht es zuerst über die Straße und dann auf der grünen Wanderwegmarkierung den Knotenweg hinunter. Schon nach wenigen Metern ist der Straßenlärm verschwunden und man wandert auf einem sehr angenehmen Waldweg in Richtung Amselsee. Wenn man den Weg bis unten gehen würde, dann würde einem eine Felsmurmel mit dem eingemeißelten Entstehungsjahr (1895 von dem Königlich Sächsischen Pionier Bataillon 12) auffallen. Diese Wanderung folgt dem Knotenweg bzw. historische_Waldweidesperre_Knotenweg_kleinim unteren Teil wechselt der Name in Pionierweg aber nur ein kurzes Stück, um nach ½ Kilometer auf der rechten Wegseite abzubiegen. Genau hier befindet sich auch gut sichtbar eine historische Waldweidesperre mit einer Erklärungstafel. Es handelt sich hier um einen Sandsteintrog, der mit Salz und Lehm gefüllt wurde. Damit nur größere Tiere das Vergnügen hatten, war rund um die Salzlecke ein Zaun gebaut, von dem über die Jahrzehnte nur noch die Sandsteinsäulen übrig geblieben waren. Heutzutage sind zum besseren Veranschaulichen wieder Bretter zwischen den Säulen eingefügt worden.
Gleich neben dem umzäunten Bereich geht es auf einem breiten Weg ins Tal hinab. Man sollte sich bewusst sein, dass man hier schon auf der Grenze der Kernzone entlang wandert. Daher sollte man so einigermaßen leise sein, damit nicht ein zufällig vorbeikommender Ranger einen auf den rechten Weg wieder zurückschickt. Nach 300 Metern leichtem Abstieg sieht es so aus, als ob der Weg nach links um den Felsen herum führt. Das ist aber für diese Wanderung nicht empfehlenswert, sondern man steigt bis runter zum Minirinnsal namens Dürrer Bach. urspruenglicher_Weg_im_Nassen_Grund_kleinRechts neben dem Bachlauf führt ein Pfad abwärts und man kann eine fantastische Schlucht genießen. Eigentlich heißt die Schlucht Nasser Grund, aber irgendwie war es bei meinen bisherigen Erkundungen immer ein ausgetrockneter Grund. Etwas weniger als einen Kilometer führt der Pfad abwärts, um dann wieder auf den Pionierweg zu gelangen. Auf dem gut ausgebauten Weg geht es bis zur Brücke am Amselsee abwärts. Bevor man die Brücke erreicht, fällt einem auf der rechten Hangseite ein aufsteigender Pfad auf. Durchgang_Rathensteig_kleinGenau auf diesem Weg geht die Wanderung weiter und deshalb muss man mit einem kleinen Satz (höchstens 30 Zentimeter) über das Rinnsal hinweghopsen. Der Aufstieg ist überraschend einfach und bald geht es in einen Talkessel hinein, an dessen rechter oberer Ecke ein künstlicher Durchgang (der sogenannte Rathensteig) geschaffen worden ist. Hier hat sich irgendjemand gewaltige Mühe gegeben, einen einfachen Aufstieg zu schaffen. Angeblich soll dieser Durchgang schon aus den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts (1802) sein.
Nachdem man den Aufstieg gemeistert hat, geht es leicht rechts in die Richtung der Ebene vor Rathewalde. Auf einem sehr angenehm ruhigen Feldweg geht es bis nach Rathewalde. Die Ortschaft wird am südöstlichen Rand (Straßenname Querweg) umrundet, um dann auf dem Malerweg weiter zu gehen. Blick_von_Honsteiner_Strasse_Rathewalde_kleinGanz wenige Meter vor der Verbindungsstraße zwischen Rathewalde und der Hocksteinschänke befindet sich eine Bank mit einer beeindruckenden Aussicht. Von hier hat man den Eindruck, als ob man weit oberhalb der Felsen der Hinteren Sächsischen Schweiz stehen würde. Seltsamerweise ist man aber nur auf 320 Meter Höhe und damit eigentlich am Felsfuß der meisten Felsen. Der Blick ist aber trotzdem fantastisch.
Es geht weiter nach rechts an der Straße entlang in Richtung Hocksteinschänke. Zum Glück ist hier durch den Malerweg ein neuer Wanderweg entstanden, denn auf der Straße kann man als Fußgänger einfach nicht gehen. So aber sollte man den Autolärm einfach ausblenden und den schönen Blick nach rechts in die Landschaft genießen. Nach ½ Kilometer erreicht man die seltsame Kreuzung an der Hocksteinschänke. Hier kann man eine Runde einkehren oder dem wilden Treiben der Motorradfahrer zuschauen. Auf jeden Fall folgt man weiterhin dem Malerwegsymbol noch ein paar Meter auf der Straße bis zum großen Parkplatz. sonnige_Bruecke_zum_Hockstein_kleinHier wird der motorisierte Trubel wieder verlassen und es geht auf dem Hocksteinweg (weiterhin Malerweg) angenehm zum Hockstein. Das Erste, was man von dem schönen Aussichtspunkt entdeckt, ist eine Steinbrücke, die die kleine Version der Basteibrücke sein könnte. sonniger_Blick_vom_Hockstein_nach_Hohnstein_kleinVon der Hocksteinaussicht blickt man in das dicht bewaldete Polenztal und genau an der Aussicht ist die Grenze zwischen Sandstein und der Lausitzer Überschiebung. Wenn man es weiß, dann kann man es sogar an der Form des Polenztals erkennen. Auf der linken Seite ist das Tal V-förmig, auf der rechten Seite bilden die Sandsteinfelsen eher eine U-Form. Natürlich fällt an der Aussicht auch noch bei dem Blick geradeaus das Städtchen Hohnstein mit der Burg an der Felsenkante auf.
Die Wanderung geht wieder ein Ministück auf der Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich zurück. Zuerst erreicht man einen Wegweiser, der zum Amselsee bzw. nach Rathen weist, dem man folgt und nach etwas weniger als 200 Metern zweigt nach links ein unmarkierter Waldweg ab. seltsame_Stufen_Polenztalblick_kleinDieser deutlich sichtbare Weg führt 200 Meter bis an die Aussicht Polenztalblick. Ganz schön komisch ist, dass sich ungefähr auf halber Strecke eine kleine Wildwiese mit einem Hochsitz befindet und gleich dahinter ein Schild auf die Kernzone hinweist. Das Komische ist, dass hier der gesamte Bereich Kernzone und deshalb das noerdliche_Richtung_Polenztalblick_kleinSchild eigentlich vollkommen unnütz ist. Aber damit möchte anscheinend der Nationalpark den Hochsitz legitimieren und aus meiner Sicht hat es einen seltsamen Beigeschmack, suedliche_Richtung_Polenztalblick_kleinwenn der Jäger mit seinem Allradauto bis zum Hochsitz fährt, aber die Wanderer die verbleibenden 80 Meter nicht bis zur Aussicht gehen dürfen. Der Polenztalblick ist wirklich eine sehr schöne und ruhige Aussicht, von der man in das bewaldete Tal blickt und bietet sich an, um eine kleine Rast einzulegen und die Ruhe zu genießen.
Die Wanderung geht von der Aussicht wieder die 200 Meter bis zum grün markierten Wanderweg grüner Strich zurück und von dort wandert man den letzten halben Kilometer nach links bis zum Ausgangspunkt. Es ist immer wieder faszinierend, welche schönen Orte sich in der Landschaft verstecken und was man auch nach vielen Jahren in der Sächsischen Schweiz immer noch entdecken kann.

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