Rathmannsdorfer Aussichtsturm

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivpositivpositivnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 1,75 h
Entfernung:
ca. 6,50 km
Höhenunterschied:
ca. 185 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
Spaziergang
leicht
schwindelfrei
witterungsbedingt schwierig
Untergrund:
asphaltiert
Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Bad Schandau;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Bad Schandau - Prossen - Parkplatz Schiffergesellschaft Elbe - Forstweg - Lachsbach - Am Plan - Plan - roter Punkt - Pferdesteig - Rathmannsdorf auf der Höhe - Pestalozzistraße - Festwiese - Aussichtsturm - Pestalozzistraße - Dorfplatz - Am Dorfrand - Arbeiterweg - Häselicht Graben - Bad Schandau - Wendisch Fähre - Gartenstraße - gelber Strich - Prossener Straße - Parkplatz

Beschreibung:

Nachdem im Herbst 2007 der Rathmannsdorfer Aussichtsturm mit einem großen Medienaufwand eröffnet worden war, waren wir natürlich zur ersten Inaugenscheinnahme auch schon mal mit dem Auto bis auf den großen Parkplatz gefahren und dann den Bogen um das Feld gewandert. Schon damals mussten wir feststellen, wie wichtig es ist, das passende Kleingeld dabei zu haben. Zum Glück haben wir Bekannte in Rathmannsdorf wohnen, die uns netterweise mit dem passenden Geld ausgeholfen haben. Sonst hätten wir schwer Pech gehabt, da es leider in ganz Rathmannsdorf keine Wechselmöglichkeit gibt. Diesmal sollte der Turm mit einer kleineren Wanderrunde besucht werden. Hier kommt die passende Beschreibung zu unserer Wanderung:
Den Startpunkt haben wir ins Elbetal gelegt. Eigentlich ist es egal, wo man im Elbtal parkt, ob auf dem großen Parkplatz neben der Bad Schandauer Elbebrücke oder in Prossen vor dem Bundeswehrlager. Wir haben uns für den Parkplatz in Prossen entschieden, da man hier keine Parkgebühren entrichten muss. Rechts neben dem Vereinsheim der Schiffergesellschaft Elbe Prossen e. V. startet die Wanderung auf der Straße mit dem Namen Forstweg. Dieses kleine Stück wandert man zwischen den Felsen und den Wohnhäusern bis zum Ende, um dann links neben dem Grundstück am Hang weiter zu gehen. Das erste Stückchen dieses Weges ist nicht ganz so interessant, da es nur an einem alten Gebäude, einer Lagerfläche und ein paar Schrebergärten vorbei geht. Danach wird es ein ganzes Stück interessanter. Das erste Auffällige ist, dass der Lachsbach auf einmal zweigeteilt ist. Der Bach an der Hangseite ist der alte Mühlgraben, der heute eine kleine Turbine zur Stromerzeugung antreibt. Damit dem Mühlgraben überhaupt so einigermaßen kontrolliert Wasser zugeführt werden kann, wird im eigentlichen Bachlauf das Wasser gestaut. Durch diese Sperrmauer entstand leider ein fast unüberwindbares Hindernis für die Wanderfische. Aus diesem Grunde befindet sich dort eine neu eingerichtete Fischtreppe. Über diese Fischtreppe_am_Lachsbach_kleinFischtreppe muss sich immer eine gewisse Wassermenge schlängeln. Damit haben dann die Fische eine Chance, das Sperrwehr zu passieren. Stauwehr_Lachsbach_kleinAngeblich sollen im Lachsbach auch wieder Lachse zum Laichen hoch wandern und dann müssten sie eigentlich durch diese Fischtreppe kommen, aber wir haben bis heute noch keine gesehen. In den lokalen Zeitungen der Sächsischen Schweiz sind aber immer mal wieder Bilder von diesen relativ großen Fischen an der Fischtreppe abgebildet, so dass sich die Investition anscheinend gelohnt hat. Das nächste Interessante auf der anderen Bachseite sind die großen Becken. Hierbei handelt es sich nicht um eine Kläranlage, was man fälschlicherweise vermuten könnte, sondern um die 110 Forellen-Aufzucht-Becken der Rathmannsdorfer Forellenzucht (www.forellenzucht-rathmannsdorf.de). Hier kann man tagesfrischen Fisch in einem Laden auf dem Gelände kaufen. Der Zugang würde natürlich nicht vom Wanderweg bzw. durch den Bach erfolgen, sondern von der Hauptstraße aus. Genau zu dieser Straße führt jetzt die Wanderung wieder herunter. Der Wanderweg macht noch mit dem Bachlauf einen lang gezogenen Bogen, verläuft über eine kleinere Ortsstraße zwischen ein paar Häusern hindurch und dann erreicht man die Hauptstraße zwischen Bad Schandau und Hohnstein. Auf dieser, der Hohnsteiner Straße, geht es ca. 180 Meter nach rechts, bis auf der rechten Straßenseite die Zufahrt zur Forellenzucht einmündet und auf der linken Seite der rot markierte Pferdesteig roter Punkt nach Rathmannsdorf hochsteigt. Der Weg steigt fast 100 Höhenmeter hinauf. Ganz witzig ist, dass unter dem Mühlhorn die Sebnitztalbahn entlangfährt, ohne dass es einem auffällt. Nur auf der rechten Wegseite kann man überhaupt noch die Bahnschienen auf den Berg zulaufen sehen, aber dass am Waldrand der längste Eisenbahntunnel (376,7 Meter) auf der Strecke zwischen Bad Schandau und Neustadt in Sachsen unter einem herläuft, ist zumindest uns nicht bewusst gewesen. Der Weg steigt noch ein paar weitere Höhenmeter über den Feldweg bis zum Ortsrand an. An dieser Ortsstraße muss ich mich immer wieder über die schöne Lage der Häuser erfreuen. Ich finde es überhaupt nicht verwunderlich, dass sich hier oben der Leiter des Nationalparks Sächsische Schweiz ein Haus an den Hang gesetzt hat. Bei dem schönen Ausblick verstehe ich das sehr gut. Die Pestalozzistraße führt weiter, bis links der Zugang zum Rathmannsdorfer Aussichtsturm erreicht ist. Hier zweigt der neu angelegte Feldweg ab. Über den Untergrund dieses 200 Meter langen Weges haben wir schon ziemlich gerätselt, da auf der rechten Wegseite schöne glatte Platten liegen und auf der linken Seite so was wie Rasengittersteine. Warum auch immer diese unterschiedlichen Steine verlegt worden sind, es ist auf jeden Fall ein sehr ordentlicher Zugang zu dem Turm. Nachdem man den Zugang passiert hat, bieten sich die beiden Möglichkeiten Treppe oder Aufzug an. Beide Varianten haben als Ziel die Aussichtsplattform. Solch einen erstklassigen Rundumblick wie von diesem Turm hat man an sehr wenigen Stellen der Sächsischen Schweiz. Schwer verwundert hat uns, dass der Turm selbst bei starken Windböen kein bisschen schwankt. Wir haben auf der Plattform bei einem ordentlichen Sturm gestanden und hatten eher Angst, von der Aussicht gepustet zu werden, als dass der Turm wackelt. Wer schon einmal bei Wind auf dem Weifbergturm oder der Götziger Höhe gestanden hat, weiß die Stabilität zu schätzen.

Zugang_zum_Rathmannsdorfer_Aussichtsturm_klein   Rathmannsdorfer_Aussichtsturm_klein

Informationstafel am Anfang des Zugangsweges:

Der Turm ist täglich ab 9:00 Uhr geöffnet.
Bei Einbruch der Dunkelheit sowie bei Gefahren wie Frost, Schnee, Glatteis, starkem Wind und Gewitter bleibt der Aussichtsturm geschlossen und das Betreten der Anlage ist untersagt!
Festgelegt durch den Bürgermeister Gemeinde Rathmannsdorf
Eintritt pro Person
– 1,00 € oder
– 2 x 0,50 € oder
– 5 x 0,20 € oder
– 10 x 0,10 €
(Das bedeutet auf jeden Fall, dass man passendes Kleingeld benötigt, um dass Drehtor zu passieren. Sonst muss man wie der Großteil der Besucher wieder kehrt um machen.)

Wappen_von_Rathmannsdorf_klein

Informationstafel am Fuße des Turm:

„Wer weiter sehen will, muss den Turm besteigen!“
Für die Konstruktion wurden ca. 25 t Stahl benötigt. Die Höhe der Plattform über Gelände beträgt 15 m.
Oberkante Gelände ca. 245 m ü.NN
Informationen zur Bedienung des Drehtores
– 1 € Münze einwerfen
– Drehkreuz rechtzeitig nach innen bewegen
– Aufzug-Taste drücken oder 81 Stufen zur Aussichtsplattform steigen
– Beim Verlassen des Turmes Drehkreuz von innen anschieben und einzeln durchgehen
– Hinweise im Fahrstuhl beachten
Eingang und Turm werden videoüberwacht.

Koenigstein_und_Lilienstein_vom_Rathmannsdorfer_Aussichtsturm_klein  Brandaussicht_vom_Rathmannsdorfer_Aussichtsturm_klein  Altendorf_und_Adamsberg_vom_Rathmannsdorfer_Aussichtsturm_klein  Lilienstein_vom_Rathmannsdorfer_Aussichtsturm_klein  Schrammsteine_vom_Rathmannsdorfer_Aussichtsturm_klein

Nachdem man das Panorama ausreichend lange genossen hat, geht es wieder zurück bis zum Löschteich an der Straßenkreuzung. Ab hier geht es unmarkiert nach links weiter. Der Weg gabelt sich gleich mehrmals, solange man sich immer links hält, erreicht man bald den Abstieg ins Elbetal. Dieser Weg wird als Arbeiterweg bezeichnet und ist gerade erst erneuert worden. Der Grund für diese Neuanlage ist das Gasrohr, welches durch die Schlucht und damit im Untergrund des Weges verlegt worden ist. Der Weg geht angenehm abwärts. Nach ungefähr 350 Metern zweigt nach rechts eine Treppe ab. Hier trennt sich der Weg für die Wanderer. Wer an der Elbebrücke geparkt hat, folgt dem Arbeiterweg bis zum Parkplatz, wer wie wir in Prossen am Bundeswehrlager geparkt hat, steigt nach rechts die Treppen abwärts. Der Weg erreicht bald das bewohnte Gebiet an der Gartenstraße und die wandert man einfach nur geradeaus. Nach einem kleinen Knick erreicht man die schon bekannte Hohnsteiner Straße. An dieser Stelle wird sie aber nur überquert, um gegenüber in Richtung Prossen weiter zu wandern. Leider muss man die letzten paar Meter (½ Kilometer) auf der Fahrstraße den gelben Strich gelber Strich entlang wandern, aber zum Glück ist die Straße nur eine Sackgasse zur Ortschaft Prossen hin. Damit erreicht man den Ausgangspunkt der Wanderung, und unserer Ansicht nach ist es schöner, den Aussichtsturm mit einer kleinen Wanderung zu bezwingen, als langweilig mit dem Auto bis zum Turm zu fahren.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bundesbahn bis zur Haltestelle Bad Schandau mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Bad Schandau Elbebrücke
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 5,00€

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