Raubschlösser

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivpositivpositivnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 5,50 h
Entfernung:
ca. 16,00 km
Höhenunterschied:
ca. 900 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
lang
schwindelfrei
steiler Aufstieg
viele Höhenmeter
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
Leiter
empfohlene Karten:
Große Karte der Sächsischen Schweiz;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Kirnitzschtal - Neumannmühle - gelber Punkt - Buschmühle - Reitsteig - Arnstein - Ottendorfer Raubschloß - Trägers Wonne - Stellweg - Pietzschmühle - Lochräumicht - Ottendorf - Tiefer Hahn - Kirnitzschtal - gelber Strich - Alte Straße - Neuer Wildenstein - Kuhstall - roter Punkt - roter Strich - Haussteig - Ferkelschlüchte - grüner Strich - Kleiner Zschand - Hintere Naßschlüchte - Knorreweg - Buchschlüchte - roter Strich - Winterstein - Hinteres Raubschloss - roter Strich - Raubsteinschlüchte - Zeughausstraße - gelber Strich - Großer Zschand - Neumannmühle

Beschreibung:

Start und Ende der Wanderung ist der Parkplatz an der Neumannmühle. Ich selber wollte mir die Parkplatzgebühren sparen und habe mein Auto oberhalb von der Pietschmühle geparkt. Das funktioniert aber nur, wenn fast keine Urlauber im Nationalpark sind. Zu normalen Zeiten gibt es in diesem Bereich keine Parkplätze. Deshalb startet und endet mein Originaltrack oberhalb der Pietschmühle.

Also los geht es an der Neumannmühle. Vom Parkplatz geht man ein paar Meter die Kirnitzschtalstraße hoch, bis die Straße von Ottendorf auf die Kirnitzsch trifft. Hinter der Kreuzung geht der Wanderweg steil den Berg hoch. Man folgt dem Wanderweg gelber Punkt/Strich gelber Strich. Nach ein paar Metern Aufstieg macht der Weg eine Spitzkehrwende.Arnstein_Durchgang Hier wandert man dem gelben Strich weiter hinterher. 500 Meter hinter dieser Spitzkehre kommt wieder eine Spitzkehre. Hier kommt der Aufstieg zum ersten Raubschloss. Wenn man ihn denn erst mal gefunden hat, Arnstein_Gipfelist dieser Aufstieg relativ leicht. Der Weg ist nur ein kleiner, mit Stufen befestigter Pfad. Das einzige „Schlimme“ ist eine sehr enge Stelle, die mir ein paar Problemchen bereitet hat, da ich eine dicke Winterjacke und einen Rucksack an hatte. Aber ich bin durchgekommen. Vom Arnstein (auch Ottendorfer Raubschloss genannt) hat man das erste Mal eine schöne Aussicht über die Hintere Sächsische Schweiz. Arnstein_AusblickNach diesem ersten Ritterspiel geht es wieder zurück auf den großen Wanderweg mit dem gelben Punkt gelber Punkt. Diesem folgt man, bis er die Fahrstraße nach Ottendorf wieder erreicht. Bis vor ein paar Jahren konnte man hinter der Pietzschmühle ein Pietzschmuehle_kleinkurzes Stück den Hang hinaufsteigen und dort sehr angenehm in Richtung Endlerkuppe wandern. Auch damals stand dort schon ein Schild mit der Warnung vor einem Hund. Heutzutage hat der Grundstücksbesitzer noch ein paar weitere, seltsamere Schilder aufgestellt. Der Inhalt der Schilder ist: „ACHTUNG! SIE VERLASSEN JETZT DIE BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND UND BETRETEN BESETZTES GEBIET! VORSICHT SCHUSSWAFFEN GEBRAUCH“ und das zweite Schild: „Kein öffentlicher Durchgang! Betreten auf eigene Verantwortung!“.
Am Anfang des Zugangs steht Dorfmuehle_Ottendorf_linke_Seite_kleinein weiteres Schild, das viel erfreulicher ist. Der Inhalt beschreibt die Dorfmühle und kurz die Person Elias Hesse. Dorfmuehle_Ottendorf_Vorderseite_kleinBei der Dorfmühle handelt es sich um das Gebäude rechts von dem Schild. Tollerweise hat sich ein guter Geist dieses Hauses angenommen und eine aufwändige Sanierung gestartet. Davor war das Gebäude wirklich in einem erbärmlichen Zustand. An dem Haus befindet sich in der ersten Etage die Jahreszahl 1767.
Damit man dem netten Mitmenschen nicht durch sein Grundstück wandern muss, geht es auf der Hauptstraße von Ottendorf bergaufwärts. Die Straße ist ungewöhnlicherweise über eine längere Strecke mit einer Wanderwegmarkierung (gelber Punkt) markiert und netterweise hält sich der Verkehr doch so einigermaßen in Grenzen. Diese Dorfstraße erlaubt aber auch wirklich nicht, zu schnell zu fahren. Auf der linken Straßenseite erreicht man nach einem Kilometer einen Gedenkstein an Kurt Glaser. Herr Glaser ist ein Ottendorfer Kommunist gewesen, der zwei Mal im KZ Hohnstein eingesperrt war und auch dort, durch einen Sturz vom Felsen, zu Tode gekommen ist. Nach ein paar hundert Metern befindet sich, wieder auf der linken Straßenseite, eine Informationstafel, die erklärt, dass der Schelle-Born über viele Jahrhunderte Menschen und Tiere mit Wasser versorgte. Selbst die Teiche unterhalb wurden mit dem Wasser gefüllt. Heutzutage sieht die eigentliche Quellfassung nicht besonders schön aus, weil sie einfach nur eine Betonfassung ohne Wasser ist, aber immerhin gibt die alte Schwengelpumpe sauberes Wasser von sich.
Nach noch ein paar Metern biegt die Hauptstraße nach rechts ab, die Wanderung geht aber geradeaus auf dem Sportplatzweg weiter. Ausgeschildert sind hier der Tiefe Hahn und das Kirnitzschtal. Der Weg wird immer schmaler und zum Teil sogar mit einem Schild geschmückt, dass dies ein Privatweg ist. Trotzdem geht man weiter in Richtung Wald. Im Wald geht man immer an dem Bach entlang durch einen ruhigen Grund, in dem irgendwie die Landschaft anders aussieht als in einem gewöhnlichen Grund des Elbsandsteingebirges. Die Ursache dafür ist, dass sich hier die Lausitzer Platte (Granit) über den Sandstein geschoben hat. Dadurch sind die Schluchten mehr V-förmig als die typischen Sandsteingründe und das Gestein sieht auch deutlich anders aus.
Die Wanderung folgt dem Weg bis zur Kirnitzschtalstraße. Diese geht man ein paar Meter talabwärts, bis man auf der linken Seite über eine breite Brücke die Kirnitzsch überqueren kann. Dieser Waldweg ist mit dem gelben Strich gelber Strich markiert und der größte Teil ist asphaltiert. Der Weg ist deshalb asphaltiert, weil darüber die Zulieferung zum Gasthaus auf dem Kuhstall erfolgt. Wenn man also auf diesem Weg bis zum Gipfel geht, kommt man zum Kuhstall. Hier gibt es im Nationalpark tatsächlich mal die Möglichkeit, sich in einem Restaurant mit einem kühlen Getränk, einem Snack oder sogar einem vollständigen Essen zu stärken. Vom Kuhstalltor hat man einenBlick_vom_neuen_Wildstein_klein schönen Blick in die hintere Sächsische Schweiz. Man sollte es sich auch nicht entgehen lassen, über die Himmelsleiter auf die obere Plattform (wo übrigens auch mal eine Burganlage war, aber es ist nicht mehr viel zu sehen) zu steigen. Das Wort Himmelsleiter ist leicht irreführend, da es keine Leiter, sonder ein enger Weg mit Stufen ist.
Gleich neben dem Kuhstalltor geht eine Treppe in eine enge nasse Schlucht. An der Steinsäule folgt man weiter dem roten Strich roter Strich, bis man nach 1,1 Kilometer im kleinen Zschand ankommt. Dort geht man nach rechts und nach ungefähr 1/2 Kilometer erreicht man die hinteren Naßschlüchte. Diese haben bei meiner Wanderung ihrem Namen alle Ehre gemacht. Die Schuhe waren ausreichend nass. Die extrem feuchte Stelle ist nur im unteren Teil des Weges, aber sie hat gereicht. Der nächste größere Weg ist der Knorreweg. Diesem folgt man ca. 300 Meter nach rechts, bis man auf die Zeughausstraße trifft. Hier habe ich mich erfolgreich reingelegt. Da ich das Hintere Raubschloss an der Kreuzung von der Zeughausstraße schon vor mir gesehen habe, bin ich den Weg gerade in den Wald gegangen. Tja, nur leider führte der Weg links am Raubschloss vorbei. Also habe ich den Querfeldeinweg durch den Wald gewählt. Das soll man im Nationalpark nicht machen, also empfehle ich, die Zeughausstraße 100 Meter talwärts zu gehen. Dort trifft man auf der linken Seite auf die Buchschlüchte. Diese führt direkt zum Hinteren Raubschloss (auch Winterstein genannt). Hier gibt es einen sehr interessanten Aufstieg mit so einigen unterschiedlichen Stufen.
Vom Hinteren Raubschloss geht der Weg nach rechts auf dem roten Strich weiter zur Zeughausstraße. Diese Straße geht man bis zum großen Zschand und auf diesem dann wandert man nach links 250 Meter das Tal runter. Wer jetzt schon extrem k.o. ist, geht diesen Weg weiter und erreicht nach 1 Kilometer den Parkplatz Neumannmühle. AntenneDieser Weg ist aber nicht so besonders schön. Besser ist, den Flügel E komplett hochzugehen und auf dem Berg an der Weggabelung nach links zu wandern. Man erreicht nach ein paar Metern eine große Wiese mit einer seltsamen Antenne. Was auch immer die Antenne hier auf der Wiese macht. Vermutlich brauchen auch Rehe heutzutage einen Fernsehanschluss. Diese kann man auf dieser Wiese häufiger antreffen, da sie im Winter hier gefüttert werden. Man geht über die ganze Wiese und links neben der Scheune in den versteckten Hohlweg. Dieser Weg führt sehr verborgen zur Buschmühle ins Tal. An der Buschmühle erreicht man die Kirnitzschtalstraße wieder und nach links auch den Parkplatz.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Kirnitzschtal Neumannmühle mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Neumannmühle
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 3,00€

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