Rhododendronpark

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 1,50 h
Entfernung:
ca. 4,00 km
Höhenunterschied:
ca. 131 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
Spaziergang
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Die Bastei;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Parkplatz Gamrig - Folgen - Rhododendronpark - Kleine Bastei - Abstieg - Rathen - Zum Grünbach - roter Punkt - Aspichgraben - Rathener Straße - roter Punkt - Parkplatz Gamrig

Beschreibung:

Bei dieser Wanderung handelt es sich eher um einen Spaziergang, den man jederzeit unternehmen kann. Man muss nicht unbedingt auf die Blütezeit der Rhododendren warten, da die Runde und der kleine Park zu jeder Jahreszeit einen Ausflug wert sind. Der Startpunkt liegt am Gamrig-Parkplatz zwischen Waltersdorf und Rathen. Von hier spaziert man ein paar wenige Meter auf der Straße in Richtung Waltersdorf, bis nach rechts ein Schild auf den Rhododendronpark hinweist. Dieser wirklich gut ausgebaute Feld- bzw. Waldweg führt sehr angenehm fast ohne Höhenunterschiede von der Straße weg. Sehr unterhaltsam sind die vielen unterschiedlichen Straßenbeläge, die am laufenden Band wechseln. Zufahrt_Rhododendronpark_kleinEs gibt gewalzten Schotter, stabile Rasengittersteine, ein kurzes Stück Asphalt und Pflastersteine. An mindestens zwei Stellen sind ordentliche Durchflüsse von dem Feld auf die andere Straßenseite gebaut worden. Sehr interessant sieht es beide Male aus, wenn man nach rechts schaut, wohin das Wasser dann weiter läuft. Hier sind ganz besonders tiefe Einschnitte in den Sandstein entstanden. In diese Schluchten sollte man lieber mal nicht hineinfallen, die Spalten sind höchstens 2 Meter breit, aber dafür bestimmt tiefer als 10 Meter. Hier hat das Regenwasser von den Feldern ganze Arbeit geleistet.
Wenn man nach links über das Feld sieht, dann kann man oberhalb des Waldes den Lilienstein und die Festung Königstein entdecken. Diese Perspektive ist ziemlich trügerisch, da zumindest bei der Festung Königstein noch das Elbetal dazwischen liegt. Erst mit Erreichen des Waldes wird der Weg etwas unebener und ziemlich überraschend stößt man dann auf die kleine Anlage des Rhododendronparks. gigantischer_Rhododendronbusch_kleinWenn man zur Blütezeit diese Runde unternimmt, dann fällt natürlich gleich der gigantische Strauch auf der rechten Seite auf. schoener_Rastplatz_Rhododendronpark_kleinDas ist auf jeden Fall der größte Rhododendronbusch, der mir bis jetzt begegnet ist. Auf der linken Wegseite befinden sich ein neu eingerichteter Rastplatz und ein paar Kinderspielgeräte. An der Stirnseite des Parks steht eine hässliche Antenne und der Eingang in eine Kleingartenanlage. Wenn man von diesem Eingang nach links am Zaun entlang geht, erreicht man nach einem Miniabstieg eine der vielen Aussichten mit dem Namen Kleine Bastei. Bei jeder dieser Kleinen Basteien handelt es sich um hervorstehende Felsenkanzeln, Aussicht_Kleine_Bastei_Richtung_Lilienstein_kleinvon denen man einen Aussicht_Kleine_Bastei_Richtung_Rathen_kleinschönen Blick auf die Elbe hat. In diesem Fall ist es eine sehr schöne Aussicht und von dieser Stelle hat man fast den gleichen Blick wie von der großen Bastei. Der große Vorteil von dieser Aussicht ist aber, dass sich hier nur ganz wenige andere Besucher hin verirren und man so einen angenehmen ruhigen Platz vorfindet.
Für den weiteren Spaziergang geht es jetzt wieder an dem Zaun entlang zurück und gegenüber des Eingangs weiter. Am Ende des Zauns erreicht man ein paar Gebäude, die früher ein FDGB-Heim waren. Nachdem die Häuser über lange Zeit leer gestanden haben, sind jetzt fleißige Privatpersonen eingezogen und haben die Gebäude wieder in einen erstklassigen Zustand versetzt. Ganz besonders ulkig finde ich das große Fenster an der Ecke. Wenn man den gekennzeichneten Weg nach Rathen entlang wandert, passiert man dieses große trockener_Teich_im_Rhododendronpark_kleinFenster und irgendwie muss man hier unweigerlich hineinblicken. Ich würde es mal für ein Wohnzimmer mit einem schönen Blick in den Rhododendronpark halten. Gleich vor den Gebäuden befindet sich auch noch ein ehemaliger Teich, der erst in den letzten Jahren wiederhergestellt worden ist. Dieser Platz sieht mit seinen uralten Bäumen ziemlich romantisch aus.
Hinter dem Gebäude beginnt der Abstieg über so einige schräge Zick-Zack-Wege. Irgendwie kann man den Weg abwärts nur schwer beschreiben, da gleich mehrere Wege den Hang hinunterführen, aber der Weg ist relativ einfach zu finden und schon steht man auf der Hauptstraße in Rathen. Auf dieser Straße herrscht eigentlich immer richtig Betrieb. Dabei handelt es sich aber nie um größere Fahrzeugmengen, sondern um Besuchermassen, die zu Fuß unterwegs sind. Egal, welchen Abstieg man gewählt hat, für den weiteren Spaziergang geht es nach rechts leicht ansteigend bis zum gut sichtbaren Gemeindehaus (Touristeninformation und Feuerwehrhaus). Rechts von dem Haus (höchstens 15 Meter entfernt) befindet sich ein vollkommen unscheinbarer Pfad, der ansteigend aus dem Dorf herausführt. Der Weg hat den komischen Namen Aspichgraben und ist ausgeschildert mit Waltersdorf. Blick_von_Aspichgraben_zu_den_Felsensteinen_kleinDer Name Graben hört sich nicht gerade danach an, dass man eine gute Aussicht hat, das ist aber bei diesem Weg ganz und gar nicht so. Nachdem man die ersten paar Meter Aufstieg bewältigt hat, hat man nach links über eine Wiese einen super überraschenden Blick auf die Feldsteine, Honigsteine, Lokomotive und das Felsental oberhalb von Rathen. Das Ulkigste an dieser Aussicht ist, dass sie sich gravierend ändert, wenn man die 100 Meter an der Wiese hoch wandert. Auf dieser kurzen Strecke tauchen die unterschiedlichsten Felsen im Blickwinkel auf.
Sehr komisch finde ich, dass mir dieser Weg bis zu diesem Jahr noch nie aufgefallen ist, obwohl ich schon mehrere Male über die Straße von Rathen nach Waltersdorf gewandert bin. Das wird nicht noch mal passieren, da der Weg durch den Aspichgraben um ein Vielfaches schöner ist, als auf der Straße entlang zu gehen. Der Aspichgraben endet  wenige Meter vor dem Gamrigweg wieder auf der Straße. Nach 100 Metern auf der Straße hat man dann auch schon  den Ausgangspunkt der Wanderung erreicht. Damit ist eine weitere kleine Runde zu Ende gegangen, die sich ganz hervorragend als Nachmittagsspaziergang anbietet. Obwohl man sich im Bereich mit den meisten Besuchern der Sächsischen Schweiz bewegt, sind auf diesem Spaziergang nur wenige Leute unterwegs und so kann man die unterschiedlichen Aussichten gut genießen.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Waltersdorf Erbgericht mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Gamrig
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 3,00€

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