Riesengrund

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Karte:
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Dauer:
ca. 5,50 h
Entfernung:
ca. 12,00 km
Höhenunterschied:
ca. 490 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
festes Schuhwerk
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Sebnitz und Umgebung - Karte 90;
Sachsen Kartographie GmbH Dresden
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Zschenig - Riesengrund - Polenztal - roter Punkt - Bärenhohl - gelber Strich - Hohnstein - Pechhüttenweg - Am Bergborn - blauer Strich - Bärengehege - Schindergraben - Polenztal - grüner Querstrich - Kohlichtgrund - Alten Wartenbergstraße - Hocksteinschänke - blauer Strich - Zschenig

Beschreibung:

Mal wieder hatte ein fleißiger Schreiber aus dem Forum der Stiegen- und Wanderfreunde (www.sandsteinwandern.de) angefragt, ob irgendjemand mit ihm an der Grenze zwischen Sandstein und Granit wandern wollte. Da wir gerade in der Sächsischen Schweiz angekommen waren, passte das ganz hervorragend und so sind wir zu dieser netten Runde zusammengekommen. Insgesamt waren es 12 Mitwanderer, die sich in Zeschnig trafen. Die Wanderung ist eine sehr nette Runde geworden und deshalb gibt es hier auch noch die passende Beschreibung dazu, um sie auch im Nachhinein unternehmen zu können.
Als erstes macht diese Kornfeld_Zschenig_Tafelberge_kleinWanderung einen kleinen Bogen um ein Feld. Den Bogen könnte man zwar auslassen, aber dann verpasst man den netten Ausblick über das Feld in die Richtung der Tafelberge auf der gegenüberliegenden Elbseite. Deshalb geht es vom Ortseingang bzw. dem Parkplatz Zeschnig in östliche Richtung, also hinter dem Parkplatz auf das Feld hinaus. Nach etwas mehr als ½ Kilometer biegt nach rechts ein Feldweg ab. Diesem folgt man bis 100 Meter hinter dem Waldrand. Hier kann man rechts unterhalb des Waldweges einen weiteren Waldweg entdecken und ziemlich versteckt führt auch ein Pfad den Hang abwärts. Wenn man den Pfad nicht findet, ist es auch nicht so richtig schlimm, da man ohne größere Probleme den Hang hinuntersteigen kann. Auf dem unteren Waldweg geht es nach rechts wieder zurück und schon bald erreicht man wieder den Waldrand. Ab hier ist für eine kurze Strecke der Weg verloren gekommen, aber man kann sehr gut am Waldrand weiter wandern und erreicht schon nach ¼ Kilometer wieder einen Feldweg. Der Weg führt auf einen breiteren Feldweg, dem man für ein Ministück von 50 Metern nach links folgt. Hier beginnt nach links der obere Rand des Riesengrundes. In den Riesengrund führt eigentlich ein ordentlicher Weg hinein, der aber zumindest bei unserer Wanderung vollkommen mit Brennnesseln zugewuchert war. Diese Feinde der kurzen Hosen waren aber nur auf den ersten paar Metern vorhanden und ließen sich ohne ein Problem mit einem ganz kleinen Schlenker links über die Wiese umgehen.
Der Weg den Riesengrund hinunter ist sehr einfach zu finden und das größte Stück auch sehr einfach zu gehen. Steinbruch_oberer_Riesengrund_kleinGleich im oberen Teil fällt ein relativ großer, aber verlassener Steinbruch auf. Auf dem Weg liegen ein paar wenige Bäume kreuz und quer, die aber sehr leicht passiert werden können und erst im unteren Teil des Riesengrundes kann man feststellen, dass so mancher Gewitterschauer hier dem ursprünglichen Waldweg zugesetzt hat. unterer_Riesengrund_kleinÜberraschenderweise kommt man aber trotzdem ganz gut durch den Grund, zum Teil mit einem kurzen Streckenstück durch das Bachbett, aber zum Glück ohne nasse Schuhe und dann stößt der Riesengrund auf den untersten Teil der Hohnsteiner Serpentinen. An dieser Straße muss man nur 100 Meter abwärts wandern, um dann nach links ins Polenztal abzubiegen. Die Wanderung folgt der roten Wanderwegmarkierung roter Punkt für 800 Meter auf der Landstraße im Polenztal. Netterweise ist diese Straße nur wenig befahren und hat außerdem noch einen sehr breiten Randstreifen. Dass diese Straße so ungewöhnlich breit ausgebaut ist, liegt daran, dass hier eine Rennstrecke geplant und gebaut wurde, diese aber nur drei Mal richtig zum Einsatz gekommen ist. Auf den größten Teilstücken der Strecke ist eine ordentliche Geschwindigkeitsbeschränkung und so kann man hier unten im Polenztal ziemlich ungestört auf der Straße entlang wandern. Nach etwas weniger als einem Kilometer erreicht man auf der linken Straßenseite die Gaststätte Russigmühle. Wenige Meter dahinter biegt nach rechts mit der gelben Wanderwegmarkierung gelber Strich der Grund Bärenholl ab. In dem Grund und in dem darauffolgenden Kälbersteig bis Hohnstein tritt man nur ganz selten andere Wanderer an und so geht es sehr angenehm bis hoch in die Stadt.
Die Wanderung passiert die Gaststätte Zur Aussicht, in der man mit einem wirklich netten Blick über Blick_von_Zur_Aussicht_auf_Hohnstein_kleinHohnstein auf der Terrasse sitzen kann und steigt dann mit der Straße Am Bergborn wieder bergab. Die Durchgangsstraße wird an der engsten Stelle in Hohnstein überquert und dann geht es über ein paar wenige Stufen bis zum Rathaus weiter auf der gelben Wanderwegmarkierung. Nachdem man sich über das wirklich schön aussehende Rathaus gefreut hat, geht es auf der rechten Seite hinunter in den Bärengarten. Baerengehegemauer_1_kleinDer Wanderweg ist mit dem blauen Strich blauer Strich gekennzeichnet. Von dem ursprünglichen Bärengehege sind heutzutage noch im oberen und auch unteren Teil Stücke der mächtigen Mauer zu entdecken. Anscheinend können Bären wirklich gut klettern und vielleicht haben auch ein paar den Ausbruch in die schöne Landschaft geschafft und sind nicht in Dresden zu Tode gekommen.
Nach ¼ Kilometer wird der breite Waldweg verlassen und es geht auf einem etwas schmaleren Weg in den Schindergraben. Hier kann man das Konterfei von Lenin und eine Gedenktafel Gedenktafel_Wilhelm_Lebrecht_Goetzinger_kleinan Götzinger am Wegesrand entdecken. Was auch immer wieder ein Foto wert ist, ist der Durchfluss des Baches durch die Sandsteinmauer des Bärengeheges. Bachdurchlass_untere_Mauer_Baerengehege_kleinEs gibt immer wieder tollste Fotos mit Langzeitbelichtung (was ich nie hinbekomme) und dem plätschernden Bach. Am Ende des Grabens erreicht die Wanderung die Polenz und damit eines der besucherärmsten Täler der Sächsischen Schweiz. Es ist immer wieder faszinierend, dass hier, obwohl gleich zwei Parkplätze im Tal liegen, so wenige Besucher unterwegs sind. Diese Wanderung geht aber auch nicht weiter in das Tal hinein, sondern nach rechts an der Gaststätte Zum Polenztal vorbei in Richtung Hockstein. Gleich nachdem der markierte Weg nach links hoch zum Hockstein abbiegt, wird der Wanderweg verlassen und es geht auf einem unmarkierten Weg aufwärts. Der Kohlichtgrund ist ein angenehmer Aufstieg und nur am Wochenende wird die Ruhe in dem Grund durch einige Motorräder und driftende Autos auf der nahen Straße gestört. Auch wenn es inzwischen mit den Rüttelstreifen auf der ehemaligen Rennstrecke ein wenig entschärft ist, so hört man die Straße doch noch sehr deutlich. Der Kohlichtgraben endet nach 400 Metern an der Straße und für diese Wanderung muss man ein paar Meter die Straße wieder hinunter gehen. Das lässt sich sehr gut und sicher hinter der Leitplanke bewältigen. Nach 150 Metern an der Straße biegt auf der gegenüberliegenden Straßenseite die uralte Wartenbergstraße ab. Nach ein paar wenigen Metern ändert dieser Waldweg die Richtung und es geht nach links in Richtung Hocksteinschänke. Wenn man sich 2 Jahrhunderte zurückversetzt, dann musste Napoleon mit großen Mengen Soldaten und Geschützen, Munitions- und Bagagewagen hier hoch. Auch wenn damals die Fahrzeuge nicht die heutigen Ausmaße hatten, so ist es bei dieser relativ steilen Straße überhaupt kein Wunder, dass es sich hier ziemlich knubbelte. Genau aus diesem Grund ist die Schlacht bei Dresden nicht so gelaufen, wie es sich die französischen Truppen vorgestellt haben.
Am oberen Ende der Wartenbergstraße erreicht man die Hocksteinschänke, von deren Terrasse man einen schönen Blick auf die Vordere Sächsische Schweiz und die gegenüberliegende Elbseite hat. Jetzt muss man leider ½ Kilometer nach rechts auf der Rennstrecke in Richtung Zeschnig wandern. Hier ist die Straße tatsächlich mit einer Wanderwegmarkierung (blauer Strich blauer Strich) gekennzeichnet. An dem zweiten Feldweg geht es nach rechts bis zum Ausgangspunkt zurück.
Zwischendurch im unteren Teil des Riesengrundes war es zwar etwas hubbeliger, aber das war überhaupt kein erstzunehmendes Problem und so ist mal wieder ein neues Stück der Landschaft erkundet worden. Die Runde war sehr nett und es freut uns immer wieder, wenn man auf unbekannte Stellen hingewiesen wird.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Zeschnig Wendeplatz mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Zeschnig Orteingang

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