Rosenberg

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivpositivnegativnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 6,00 h
Entfernung:
ca. 19,00 km
Höhenunterschied:
ca. 920 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
lang
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Böhmische Schweiz;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Warnung:

Achtung diese Tour lässt sich im Moment so nicht durchführen, weil:
die Kahnfahrt auf der Kamenice (Kamnitz) Winterpause macht.

Kurzbeschreibung:

Rosendorf - gelber Strich - Rosenberg - Windisch-Kamnitz - blauer Strich - Hohenleipa Jagdschloß - Soorgrund - Kamnitz - Wildem Klamm - grüner Strich - Stimmersgrund - Kuttelburg - gelber Strich - Rosendorf

Beschreibung:

Die Wanderung Rosenberg ist eigentlich schon riesig lange in Planung gewesen, da ich diesen hohen Berg schon die ganze Zeit von der Sächsischen Schweiz gesehen habe, aber ich mir nie so richtig Zeit genommen habe ihn zu erklimmen. Jetzt war es an der Zeit:
Rosenberg_kleinDie Wanderung startet in der kleinen Ortschaft Rosendorf (Růžová). Von dem Parkplatz ist es überhaupt keine Frage, in welche Richtung die Wanderung geht. Dem Parkplatz würde ich den Namen Rosenberg geben. Es geht als auf dem direkten Weg bis zum Rosenberg. Vom Parkplatz über den Berg folgt man der Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich. Zum Anfang geht der Weg sehr flach über die Ebene vor dem Berg, aber spätestens ab dem Bergfuß geht es mit einer ordentlichen Steigung nach oben. An für sich sollte das aber auch jedem klar sein, da die Ebene auf 340 Höhenmeter liegt, der Bsaltausbruch_Rosenberg_kleinBerggipfel aber 620 Meter überm Meeresspiegel ist. Der ganze Berg hat am Bergfuß nur einen maximalen Durchmesser von 1 Kilometer und damit ist die Steigung ziemlich groß. Da über solch eine Steigung kein normaler Aufstieg Spaß macht, geht es in einer großen Anzahl Serpentinen nach oben. An dem Untergrund kann man schon sehr deutlich den Unterschied zwischen den normaler Sandsteinfelsen/Bergen und diesem ehemaligen Vulkan erkennen. An einigen Stellen sind auch noch Abbauspuren vom Basalt zu sehen. Gipfelbuch_Rosenberg_kleinDie Bergspitze vom Rosenberg ist über einen kleinen Stichweg zu erreichen. Für mich selber war es super interessant, da ich bis jetzt noch nie ein Gipfelbuch in der Hand hatte und so konnte ich doch tatsächlich den ersten Eintrag in meinem Leben vornehmen. Leider ist mir überhaupt nichts Schlaues eingefallen. Gipfelkreuz_Rosenberg_kleinDer Berg hat an der Spitze ein relativ großes Plateau, aber man hat an keiner einzigen Stelle die Chance auf einen ordentlichen Ausblick. Das ist wirklich Schade, da aus der Höhe müsste man die Landschaft wirklich toll genießen können. Leider ist der ganze Berg mit einem dichten Buchenwald zugewachsen.
Auf der gegenüberliegenden Seite geht es wieder in einem gewohnten Zickzack den Berg herunter. Der Weg ist weiterhin mit dem gelben Strich markiert und führt über eine große Rinderwiese runter in die Ortschaft Windisch-Kamnitz (Srbská Kamenice). Typisch_Boehmisches_Haus_in_Windisch-Kamnitz_kleinAn der Hauptstraße angekommen, verlässt man die gelbe Wanderwegmarkierung und geht nach links der Fahrstraße nach. Auch wenn es die Hauptstraße durch die Ortschaft ist, so ist sie normalerweise sehr ruhig und wenig befahren. Sehr interessant ist die Architektur einiger Häuser. Sie sehen genauso so aus, wie man sich böhmische Häuser vorstellt. Einige haben die bekannten bunten Dachpfannen und sind sehr gut gepflegt.
Nach ungefähr 3/4 Kilometer auf der Straße erreicht man die Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich. Auf diesen markierten Weg biegt man nach links ab. Als ich an diesem Punkt ankam, dachte ich mir, dass es mit einer ruhigen Wanderung nun zu Ende wäre. Genau vor mir ging eine relativ große Gruppe Jugendliche/Kinder los. Da der Weg sehr schnell in einen schmalen Pfad übergeht, war es fast unmöglich die Gruppe zu überholen. Ungewöhnlicherweise bogen die Kinder nach einigen Metern nach rechts über den Bach ab. Irgendwie hatte der Gruppenbetreuer auf der Karte erkannt, dass der Zeltplatz viel schöner über den Weg, als über die Straße, zu erreichen ist. Leider hatte er aber die Geschicklichkeit von mindestens einer der Zwerge, beim Überqueren des Baches, überschätzt. Hinter mir war ein deutliches „Platsch“ zu hören und dann folgte das Gezeter und Gefluche. Irgendwie hat mir der Zwerg als auch die Betreuer leid getan. Das Ferienlager gleich mal mit einem kompletten nassen Satz Klamotten anzufangen ist bestimmt nicht toll.
Vorderseite_Bunker_Windisch-Kamnitz_kleinRueckseite_Bunker_Windisch-Kamnitz_kleinKnapp nachdem der Weg zu einem Pfad geworden ist, steht am Ortsausgang ein alter Bunker. Er gehört zur so genannten „Schöberlinie“ und soll vom Type „Modell 37“ sein. Für mich als unwissender ist es ein Klotz an Beton, der noch sehr gut erhalten ist und in der Böhmischen Schweiz in riesiger Zahl vorzufinden ist. Hoffentlich werden wir so ein blödsinniges Gebäude nie wieder benötigen und auch nie wieder bauen.
Die weitere Wegstrecke führt auf dem markierten Weg erst den Berg hoch und dann wieder zur Kamnitz (bzw. in Tschechien heißt es Kamenice) herunter. An diesem wirklich schönen Bach geht ein paar Meter entlang, bis auf der gegenüberliegenden Seite die Grundmühle an der Kamnitz auftaucht. Leider kann man zu den Resten dieser Mühle nicht mehr gehen, da aus Sicherheitsgründen die Bachüberquerung gesperrt ist. Hinter der Mühle geht es mal wieder aus dem Bachtal heraus, hoch zur Ortschaft Hohenleipa (Vysoká Lípa). Kurz bevor man die Ortschaft erreicht, liegt auf der linken Seite der alte Friedhof der Ortschaft. Es ist nur ein kleiner unwesendlicher Friedhof, aber es ist für mich wirklich überraschend gewesen, welche Menge an deutschen Namen hier zu lesen sind. So vom Gefühl her, würde ich sagen dass mindestens 1/3 der Namen auf eine deutsche Herkunft deuten. Wenn man dann weiter in Richtung der Ortschaft wandert, geht es an einem ganz neuen Gebäudekomplex vorbei. Vor ihm ist eine Auskunftstafel angebracht und es liegen ein paar Informationsbroschüren aus. Auf ihnen werden Übernachtungen von einem Tag bis zu 1/2 Jahr in sehr ordentlichen Zimmern angeboten. Leider habe ich mir keinen dieser Informationsbroschüren mitgenommen. Es geht weiter in die Ortschaft. Wenn man die Hauptstraße erreicht hat, dann geht es gleich wieder nach links aus der Ortschaft heraus. Der Weg ist weiterhin mit dem blauen Strich markiert und verläuft die nächsten paar Kilometer fast horizontal. In Hohenleipa hatte man schon an der Hauptstraße die Möglichkeit einzukehren, jetzt kommt ungefähr 1 Kilometer hinter dem Ortsausgang noch eine weitere Gaststätte. Gaststaette_Jagdschloss_von_oben_kleinDie Gaststätte Jagdschloß. Auch wenn das Haus schon die beste Zeit hinter sich hat, so kann man dort relativ billig essen und trinken.
Hinter der Gaststätte geht der markierte Weg langsam den Berg herunter, um mal wieder zum Kamnitzbach zu führen. Den markierten Weg verlässt man an der Stelle, an der die große Tafel auf die Bootsfahrten im Edmunds- und Wildenklamm hinweißt. Zuerst geht es nur an einem kleineren Bach entlang, um dann aber nach ein paar Metern an der Kamnitz weiter zu gehen. Der Weg macht richtig viel Spaß, da er durch das wild, romantische Tal über einige künstliche Stege verläuft. Nach ungefähr einem Kilometer geht es dann aber auch nur noch mit einem Kahn weiter. Die Fahrtkosten waren im Frühjahr 2005 2 €. Bachlauf_Kamnitz_kleinIch muss mich immer kaputtlachen, wenn die Schiffsführer einem dann die Felsen als irgendwelche Fabelwesen oder Tiere verkaufen wollen. An der Staumauer kann man eine neu errichtete Lachstreppe bewundern. Irgendwie war ich aber doch ziemlich verwundert, da dieses komplizierte Bauwerk überhaupt nicht in Betrieb war. Ob die Lachse in der Kamnitz nur zu ganz bestimmten Zeiten Bach aufwärts schwimmen, weiß ich bis heute leider nicht. Aber meiner Ansicht nach sind die Fischtreppen auch nicht nur für die Lachse gemacht worden und so sollten sie immer in Betrieb sein. Hinter der Staumauer geht es die nächsten 650 Meter weiter durch die Schlucht, bis die Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich den Weg quert. Auf ihr steigt man jetzt nach links aus dem Tal wieder nach Rosendorf raus. Der Weg steigt verständlicherweise steil an, bis die Ebene erreicht ist. Dann geht es bis zur Fahrstraße, auf der man 200 Meter nach links geht. Spätestens ab der Fahrstraße ist der weitere Weg mit dem schon bekannten gelben Strich gelber Strich markiert. Nach den zweihundert Metern geht es nach links auf einer kleineren Straße am Dorfrand von Rosendorf entlang. Angeblich soll diese Straße bis fast zum Ausgangspunkt gehen. Der markierte Weg geht aber ziemlich in der Dorfmitte noch mal auf die Hauptstraße. Das hat zum Vorteil, dass man die ziemlich große Kirche des Ortes bewundern kann. Von der Hauptstraße biegt der markierte Weg nach links ab und man erreicht nach einem kleinen Aufstieg wieder den Ausgangspunkt der Wanderung.
Damit ist dann eine ganz nette Runde beendet und man hat einen der höchsten Berge der Sächsischen Schweiz geschafft. Leider bittet der Rosenberg keine tolle Aussicht, obwohl sie von diesem Berg bestimmt gigantisch wäre. Wirklich Schade.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Böhmen / Schöna mit dem VVO-Navigator und dann weiter mit dem Tschechischen Navigator (jizdnirady.idnes.cz).
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Rosenberg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.