ruhige Täler

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivpositivnegativnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 6,25 h
Entfernung:
ca. 26,00 km
Höhenunterschied:
ca. 750 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
sehr lang
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad
empfohlene Karten:
Elbsandsteingebirge;
Kompass
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Altendorf - roter Strich - Mühlenweg - ehemalige Buttermilchmühle - Sebnitztal - roter Punkt - Bahnhof Mittelndorf - Sebnitztalweg - Bahnhof Ulbersdorf - Ulbersdorf - Bahnhof Amtshainersdorf - Sebnitz - Goldbach - gelber Strich - Goldgruben - Schönbach - Steinrücken - Unger - grüner Strich - Bahnhof Krumhermsdorf - Krumhermsdorf - gelber Strich - Schwarzbach - Bahndamm - Lohsdorf - Schwarzbachtal - Tunnel - Viadukt - Kohlmühle - Adamsberg - Altendorf

Beschreibung:

Irgendwie habe ich mir mal vorgenommen den Unger nicht nur als eine Streckenwanderung, sondern auch mal als eine Rundwanderung zu absolvieren. Nach einer kurzen Planung bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass es dazu zwei sehr schöne Täler gibt, das Sebnitztal und das Schwarzbachtal, um ruhig hin und zurück zu kommen.
Also geht es ganz standesgemäß in Altendorf los. Am oberen Ende von Altendorf kreuzt die Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich die Hauptstraße. Auf dieser Markierung geht es zuerst Mal nach links (also an der Gärtnerei Berger entlang) den Berg runter zur ehemaligen Buttermilchmühle. Nach diesem Abstieg erreicht man die Sebnitz und es geht nach rechts auf der Wanderwegmarkierung roter Punkt roter Punkt weiter. Der Weg schlängelt sich die ganze Zeit an dem Sebnitzbach entlang. Dieses Teilstück der Wanderung gehört zu einer meiner Lieblingsstrecken. Da selbst an einem lange Wochenende hier unten keine Menschenmassen unterwegs sind und es trotzdem ein wunderschönes natürliches Tal ist. Parallel zur Sebnitz verläuft auch noch die einspurige Bahntrasse der SebnitztalbahnEisnebahnbruecke_Goldbachtal_kleinDiese Bahnlinie geht von Bad Schandau über Sebnitz und Neustadt nach Neukirch.
Leider kann man ab dem Bahnhof Ulbersdorf nicht weiter unten am Sebitzbach entlang gehen. Der markierte Weg geht vom Bahnhof Ulbersdorf zur Ortschaft Ulbersdorf auf der Straße nach links hoch. Auf dieser Straße ist aber normalerweise überhaupt kein Verkehr, sodass man auch hier unbeschwert weiter wandern kann. Genau am Ortseingangsschild zweigt der Weg nach rechts ab. Zuerst geht es über ein paar Wiesen und dann über einen kleinen bewaldeten Berg, bis man die Fahrstraße zwischen Sebnitz und Hohnstein erreicht. Diese muss an dieser Stelle nur überquert werden und auf der gegenüberliegenden Seite geht es wieder an der Sebnitz entlang. Der Weg ist weiterhin mit der roten Markierung versehen. Leider stößt der Weg nach einem halben Kilometer wieder auf die Straße und jetzt muss man ungefähr noch einen halben Kilometer an dieser Straße entlang wandern. An der ersten Möglichkeit die nach rechts geht, folgt man der Wegmarkierung. Der Weg verspringt nur ganz leicht neben die Sebnitz und verläuft jetzt als Rad-/Wanderweg zwischen der Sebnitz und dem Firmengelände der Firma Bosch.
Am Ende des Firmengeländes geht es wieder auf die andere Seite der Sebnitz und man muss nochmals ein paar Meter auf der Fahrstraße gehen. Man könnte zwar auch die Straße geradeaus weitergehen, aber diese Straße ist im Privatbesitz und die kleine Brücke, die über die Sebnitz führt, ist auch mit einem Schild als Privatweg gekennzeichnet. Ab der großen Brücke über die Sebnitz, verläuft die Wanderung auf der neuen Wegmarkierung gelber Strich gelber Strich. Man muss aber auch nur 250 Meter auf der Straße entlang wandern, dann geht die Wegmarkierung nach links an dem schönen Bauernhaus im Fachwerkstill der Ortsteil Amtshainersdorf von der Straße weg. Der Weg ist als Naturlehrpfad Goldgrube sehr liebe voll von der Stadt Sebnitz angelegt worden. Leider sind irgendwelche Idioten hingegangen und haben die Lehrtafeln bis zur Unkenntlichkeit beschmiert und zum Teil auch mutwillig zerstört. Wirklich Schade.
alter_Turm_Unger_kleinGedenktafel_Prinz_Geoerg_Unger_kleinUngefähr einen Kilometer hinter der Straße kann man auch heute noch Spuren vom Namensgeber des Naturlehrpfades finden. Auf der linken Bachseite (von unten gesehen) kann man mehrere Schürfstellen, den so genannten Goldgruben, sehen. Solche kleineren Versuche von Bergbau sind in dem Bereich der Sächsischen Schweiz häufiger anzutreffen. Sie basieren häufig auf den Geologischen Besonderheiten der Region. Wenn man durch das Tal durchgewandert ist, erreicht man die Ortschaft Schönbach. Hier geht es nach links auf der Hauptstraße 450 Meter weiter, bis die gelbe Wegmarkierung nach rechts den Berg hoch geht. An diesem Hang laufen einige Ziegen, Schafe, Hühner und Kühe herum. Es sieht wirklich witzig aus, so ein ganzes Spektrum an Tieren auf einem kleinen Hang zu finden. Der Weg geht immer weiter den Unger hoch. Gedenkstein_Julius_Missbach_Unger_kleinDie Steigung ist die ganze Zeit, obwohl einige Höhenmeter überwunden werden müssen, angenehm. Den Unger erreicht man von der Rückseite der Gaststätte. Rechts neben dem Weg stehen ein paar traurige Gestalten an Tiere. neuer_Sendeturm_UngerIch finde es wirklich nicht schön, wenn die Tiere in einem Gehege herumstehen, das eigentlich eher aussieht, als wenn dort nur Schweine gehalten werden. Es gibt nur eine elende Matschlandschaft, in der die Tiere zu jeder Jahreszeit stehen. Schade.
Der Unger ist einer der höchsten Berge der Sächsischen Schweiz. Leider ist er einer der Berge und keiner der Felsen. Dadurch gibt es keine so einfach zu erreichende Aussicht. Aber es gibt den Aussichtsturm, den man durch das Ausleihen des Schlüssels in der Gaststätte, besichtigen kann. Von dem Aussichtsturm kann man dann hervorragend über die Bäume des Ungers in alle Richtungen der Sächsischen Schweiz und weit nach Tschechien blicken.
Vom Unger geht es auf der Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich, über den asphaltierten Weg, wieder herunter. Auf der asphaltierten Zufahrtsstraße geht es ca. 400 Meter bis zum neuen „Fernsehturm“. Leider habe ich keine Ahnung, ob es wirklich ein Fernsehturm ist, oder sonst irgend so ein Sendeturm. Auf jeden Fall geht der markierte Weg an dem Straßenknick nach links in den Fichtenwald. Der Weg schlängelt sich angenehm den Berg runter nach Krumhermsdorf. Auch wenn in Krumhermsdorf die Wanderwegmarkierung irgendwann verloren geht, geht es komplett durch das ganze Dorf bis zum tiefsten Punkt runter. Spätestens unten im Tal, stößt der gelbe Strich gelber Strich auf unseren Weg. Auf ihm geht es nach links von der Straße ab. Jetzt steht man kurz vor einer alten Mühle. Vor der Mühle geht der markierte Weg nach rechts auf einem Feldweg weiter. Als ich das letzte Mal dort langgegangen bin, hatte sich die Wegmarkierung erfolgreich versteckt. Der Weg läuft die ganze Zeit rechts neben dem Schwarzbach entlang. Gueterwagen_3_Schmalspurbahn_kleinDer Weg erreicht die Straße zwischen Ehrenberg und Lohsdorf. Auf dieser Straße geht es 300 Meter den Berg runter, bis man nach rechts runter zum alten Wasserwerk gehen kann. Auch hier ist der Weg mit der gelben Markierung versehen. Durch Lohsdorf geht es auch wieder komplett durch die Ortschaft, bis hinter das Landgasthaus „Zum Schwarzbachtal“ (http://www.schwarzbachtal.de ). Gueterwagen_2_Schmalspurbahn_kleinHinter der Gaststätte geht es nach rechts, an der Vereinsheim der http://www.schwarzbachbahn.de vorbei. Hinter diesem kleinen Gelände, mit seinen mehr oder weniger restaurierten Wagons, geht das zweite wunderschöne Tal los. Das Schwarzbachtal. Auch dieses Tal ist ein sehr ruhiges Tal, mit einer sehr einladenden Landschaft. Früher schlängelte sich durch dieses Tal eine Schmalspurbahn, aber diese Zeiten sind schon lange vorbei. Trotzdem kann man noch nach mehr als 60 Jahren immer noch sehr viele Spuren von der alten Bahntrasse sehen. Gueterwagen_1_Schmalspurbahn_kleinDer markierte Weg geht zum Teil auf dieser alten Bahntrasse entlang. Mit der Streckenführung bin ich an einer Stelle schon mehrere Male drauf reingefallen. Die Schmalspurbahn besitzt zwei Tunnel. Von oben kommend biegt der markierte Wanderweg aber vor dem ersten Tunnel nach links ab. Ich bin aber immer wieder so fasziniert von diesen Tunneln, dass ich schon mehrmals auf der falschen Seite des Schwarzbaches gelandet bin. Die Bahntrasse geht nämlich auf der rechten Seite entlang und der markierte Weg geht gleich hinter der Stelle mit dem Tunnel über eine kleine Fußgängerbrücke an der linken Seite entlang. Es ist nicht sonderlich schlimm, wenn man auf der Bahntrasse weitergeht, da der markierte Weg dann auch irgendwann wieder zurück auf die andere Seite kommt. Aber die markierte Strecke ist einfach der schönere Weg.
Nachdem der markierte Weg über die zweite kleine Brücke wieder auf der rechten Seite des Schwarzbaches geht, geht es noch 100 Meter auf dem breiten Weg. An der großen Wiese biegt der markierte Weg nach links leicht ab. Hier geht es aber auf dem unmarkierten Weg geradeaus. Zuerst sieht es meistens so aus, als wenn der Weg irgendwie an den Hang hoch gehen müsste, aber wenn man genau hinsieht, kann man den zweiten Tunnel erkennen. Er führt direkt durch den Berg. Da dieser Tunnel 63 Meter lang ist und natürlich unbeleuchtet ist, gebe ich den guten Rat, dass man sich möglichst links halten sollte, da die rechte Seite schon seit Jahren ziemlich feucht (am Boden) ist. Wenn man durch den Tunnel durch ist, kommt gleich die nächste Attraktion der alten Schwarzbachtalbahn. Über die Sebnitz ist hier ein richtiges hohes Viadukt gebaut. Seit dem Sommer 2004 ist die Stelle mit einem Geländer versehen. Jetzt ist die Wanderung dadurch zwar sicherer geworden, aber das Gefühl der seltenen Begehung ist damit genommen.
Es geht auf dem Bahndamm noch ein paar Meter weiter, bis eine fehlende Brücke das Weitergehen verhindert. Es geht runter vom Bahndamm und jetzt nach links über den Bahnübergang der Sebnitztalbahn. Der Weg ist ab hier wieder mit dem gelben Strich gelber Strich markiert. Der Weg führt über zwei riesige Talwiesen. Hinter diesen beiden Wiesen geht es knapp unterhalt des Bahndammes, auf der Höhe von Kohlmühle, entlang. Ca. 150 Meter hinter der kleinen Eisenbrücke, die über die Sebnitz geht, biegt im spitzen Winkel ein Wanderweg nach links den Berg hoch ab. Auf diesem Weg geht es jetzt hoch in die Richtung Altendorf. Dieser letzte Anstieg, es sind noch mal  100 Höhenmeter, besitzt einer relativ angenehmen Steigung. Wenn man oben angekommen ist, sollte man noch unbedingt die letzten Höhenmeter bis auf den Altendorfer Hausberg, dem Adamsberg, absolvieren. Von ihm hat man einen wunderbaren Blick auf das Affen- und Schrammsteinmassiv. Ganz besonders schön ist dieser Platz, wenn hinterm Adamsberg die Sonne untergeht und die Felsenkette im roten Sonnenlicht leuchtet. Jetzt geht es die letzten Meter bis zum Ausgangspunkt zurück.
Die Runde ist eine ganz nette Runde durch wirklich phantastische Täler. Wären die Teilstücke auf den Fahrstraßen nicht, würde ich die Wanderung als wirklich sehr empfehlenswert einstufen.

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