Rundweg Heeselicht

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
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Dauer:
ca. 2,50 h
Entfernung:
ca. 9,50 km
Höhenunterschied:
ca. 250 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
Klammern
empfohlene Karten:
Große Karte der Sächsischen Schweiz;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Heeselicht - Steinweg - Pirnscher Steig - Wildgehege - Fußsteig nach Neustadt - Luschdorf - Marktwiese - Luschdorfhof - Polenztal - grüner Strich - Bockmühle - roter Punkt - Märzenbecherwiese - Polenz - Karl-Lampe-Weg - Scheibenmühle - gelber Strich - Heeselicht

Beschreibung:

Zur Blütezeit der Märzenbecher im Polenztal wurde in unserer Tageszeitung „Sächsische Zeitung“ eine weitere Wanderstrecke über Heeselicht beschrieben. Zu der Zeit waren wir aber ernsthaft mit Renovierung bzw. Sanierungsarbeiten beschäftigt und so war die Streckenerkundung erst nach der Blütezeit möglich. Dieses Jahr (2013) war die Blütezeit aber sowieso durch den langen Winter verschoben und dann auch noch sehr kurz. Zu der üblichen Märzenbecherblütezeit sind aber im Polenztal auch so einige Mitmenschen unterwegs und das ist zu den restlichen Zeiten wieder ganz anders. Auf einer Streckenlänge wie bei diese Runde begegnen einem dann höchstens ein Dutzend Wanderer und so kann man die Landschaft besser genießen.
Kennzeichnung_Rundweg_HeeselichtEin sehr guter und auch noch kostenloser Startpunkt für die Wanderung ist das Ortszentrum von Heeselicht. Gleich vom zentralen Dorfplatz führt ein Feldweg in nordöstlicher Richtung hinaus, der mit „Wildgehege“ ausgeschildert ist. Schon nach einer Häuserreihe steht man auf dem Feld und passiert einen Sportplatz auf der linken Wegseite. Der Rundweg ist mit einem ungewöhnlichen Hinweisschild, einem ausgesägten Märzenbecher, gekennzeichnet und deutet auf fleißige Mitmenschen hin.
Der sogenannte Steinweg ist ein netter Feldweg, der als Allee aus Apfelbäumen auffällt. Entengruetzesee_bei_Heeselicht_kleinAuf diesem Weg wandert man sehr angenehm entlang. Zwischendurch passiert man einen Teich mit neugierige_Rehe_bei_Heeselicht_kleinreichlich Entengrütze und Schilfbewuchs. Auf der gegenüberliegenden Wegseite befindet sich ein großes Wildgehege mit einer neugierigen bzw. aufmerksamen Herde Damwild. Es sieht schon ganz schön lustig aus, wenn man am Rande der Weide entlang wandert und von solch einer Menge an Augen beobachtet wird. Wiederum gegenüber dem Wildgehege befindet sich nach einem Stück Weg eine große Schutzhütte mit dem Namensschild Silbersee. Silberseehuette_Heeselicht_kleinKomischerweise ist aber in dem Bereich überhaupt kein See, sondern nur zwei kleinere Teiche in dem Wildgehege. vermeitlicher_Silbersee_Heeselicht_kleinAm Waldrand stehen noch mal ein Tisch und eine Bank, von der man in aller Ruhe die Rehe beobachten kann. Der sogenannte Pirnsche Steig bzw. ab dem Wald heißt der Weg Fußsteig nach Neustadt führt sehr geradlinig weiter. Auch wenn der Weg zwischendurch mehrere Kreuzungen und Gabelungen passiert, so geht es immer geradeaus weiter. Auf der linken Wegseite fallen mehrere Kuhlen auf, die ganz sicher nicht natürlich entstanden sind. So etwas Seltsames bildet die Natur auf einer ziemlich ebenen Fläche einfach nicht aus. Auf dem Weg fallen immer wieder Kanaldeckel mit der Aufschrift: Wasserleitung; Rathewalde-Zeschnig; Hermann Hempel; Waldheim auf. Nach ein paar hundert Metern im Wald passiert man einen Bach und hier weist ein Schild auf die ehemalige Siedlung Luschdorf hin. Heutzutage ist hier aber nur noch ein Stück Wald mit einem Bach zu sehen.
Die Wanderung folgt weiterhin dem Pfad und erreicht bald den Waldrand. Rueckseite_Luschdorfhof_kleinHier ist manchmal der Sandstein_Adler_beim_Luschdorfhof_kleinWegverlauf ein wenig schwer zu finden, aber nach kurzer Strecke in der Verlängerung des Waldweges erreicht man einen Feldweg, der sogar wieder mit einem Schild in die Richtung zurück nach Heeselicht ausgestattet ist. Nach ein paar hundert Metern auf dem Feldweg macht der Weg einen kleinen Schlenker nach rechts und auch wieder nach links. An der Straße runter zur Bockmühle wird das riesige Anwesen des Luschdorfhofes passiert. An der vorderen Hausecke steht eine Sandsteinplastik in Form eines Adlers, die richtig toll aussieht.
Für den nächsten ¾ Kilometer muss man leider nach rechts auf der Fahrstraße runter ins Polenztal wandern. Der Verkehr hält sich aber meistens in Grenzen. Auf der Straße verläuft die Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich und zur großen Verwunderung befindet sich auf der linken Straßenseite ein weiteres Wildgehege mit so einigen Rehen. Nachdem man die Straße erfolgreich gemeistert hat, erreicht man den Polenzbach und gleich daneben die Bockmühle. Die Wanderung biegt von der Straße ins Tal der Polenz ab und folgt der roten Wanderwegmarkierung roter Punkt bachabwärts. Polenz_nach_Gewitter_kleinGleich auf den ersten Metern kann man zu jeder Jahreszeit erkennen, dass die Wiesen hier unten im Tal sehr konstant mit Bachwasser überflutet werden. Genau das lieben die Märzenbecher und dadurch sieht die Wiese im März bzw. Anfang April immer wieder sehenswert aus und zieht große Mengen Besucher an. Das sind aber höchstens 6 – 8 Wochenenden und danach kehrt hier unten im Polenztal wieder Ruhe ein.
Der Weg auf dem rot markierten Wanderweg durch das Tal ist wirklich sehr schön. Man hat zwar keine Aussicht in die Landschaft, was bei einer Talwanderung nicht besonders ungewöhnlich ist, aber dafür kann man aus mehreren unterschiedlichen Perspektiven auf den Bach blicken. Der Waldweg ist nur auf den ersten Metern relativ breit, wechselt dann aber in die Form eines Pfades, der auch mal ein paar Höhenmeter hoch und runter gehen kann. leichte_Klettereinlage_Polenztal_drei_Klammern_kleinGleich an mehreren Stellen ragen Schluchten von der linken Seite in den Pfad hinein, welche durch Minibrücken überwunden oder auch mal umwandert werden. Granitwand_im_Polenztal_kleinAn den Schluchten und dem Untergrund des oberen Polenztals kann man ganz gut sehen, dass hier kein Sandstein, sondern Granit vorkommt. Ganz besonders fällt es an der einen Stelle auf, an der ein Felsen in den Pfad hineinragt und drei Halteeisen angebracht worden sind. Das hört sich in der Beschreibung schlimmer an, als es in Wirklichkeit ist. Fast am Ende der Wanderung durch das Polenztal fallen noch einmal höhere, ziemlich zerklüftete Granitwände neben dem Weg auf.
Nach einer abwechslungsreichen Strecke von 4 Kilometern durch das obere_Seite_Scheibenmuehle_Polenztal_kleinPolenztal erreicht man mit der Scheibenmühle das erste Gebäude. Diese ursprüngliche Mühle ist im Verhältnis zu vielen Mühlen der Sächsischen Schweiz relativ jung (erste Erwähnung 1795) und gleich mal mit einem ordentlichen Konstruktionsfehler gestartet. Die Mühle sollte durch das Wasser des Dorfbachs betrieben werden. Wenn man jetzt für das letzte Stück der Wanderung von der Scheibenmühle hoch nach Heeselicht wandert, kann man die meisten Tages des Jahres nur ein Minirinnsal entdecken und damit lässt sich nur sehr schlecht ein Mühlrad antreiben. Deshalb wurde im Nachhinein ein Mühlgraben neben der Polenz angelegt. Ab der Scheibenmühle folgt man der Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich durch den Scheibengrund. Nach ungefähr ¾ Kilometer Aufstieg wird die Scheibenmühlenstraße am untersten Haus von Heeselicht verlassen und es geht weiterhin gelb markiert nach rechts aufwärts. Dieser Weg ist für einen Weg durch bebautes Gebiet besonders nett zu wandern, da hier einige Teiche den Weg säumen und der Untergrund kein Asphalt ist. Die größte Überraschung ist aber, dass der Weg genau am Dorfplatz und damit am Ausgangspunkt der Runde herauskommt. Damit ist eine nette Wanderung zu Ende gegangen, die wirklich sehr angenehm war. Wäre nicht das Stück zwischen dem Luschdorfhof und der Bockmühle auf der Straße entlanggelaufen, wäre es eine spitzenmäßige Wanderung gewesen.

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