Rysselkuppe

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
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Dauer:
ca. 3,50 h
Entfernung:
ca. 12,00 km
Höhenunterschied:
ca. 390 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad
empfohlene Karten:
Elbsandsteingebirge;
Kompass
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Graupa - Kindergarten - Naturlehrpfad Graupa - Badstraße - Linndengrundstraße - Großer Graupaer Kirchsteig - Wirtschaftsstreifen F - Wasserhäus´l - Wirtschaftsstreifen F - Sauteichweg - Großgraupaer Kirchweg - grüner Strich - gelber Strich - Leitenweg - Rysselkuppe - Bergweg - Weinbergweg - Kreuzbergstraße - Lindengrundstraße - Badstraße - Richard-Wagner-Stätten - Lohngrinhaus - Badstraße

Beschreibung:

Als ich die Malerwegetappe 0 von Dresden nach Lohmen unternommen hatte, war mir in Graupa das Richard-Wagner-Museum aufgefallen. Obwohl ich ziemlich viel in der Sächsischen Schweiz unterwegs bin, war mir nicht bewusst, Wagner_Denkmal_Graupa_kleindass es so etwas hier gibt und das muss natürlich mit einer Wanderung behoben werden. Graupa ist eine nette Ortschaft, die sehr gepflegt aussieht und anscheinend auch ein paar sehr engagierte Bewohner hat, die sich um die Wagner-Gedenkstätten oder auch um unterschiedliche Lehrpfade kümmern.

In Graupa gibt es reichlich Parkplätze. Einer der zentralsten ist hinter dem großen Kindergarten bzw. neben der Freiwilligen Feuerwehr. Von hier startet die Wanderung. Auf der Badstraße wird nach rechts gewandert. Schon nach wenigen Meter passiert man einen Teich, hinter dem es nach rechts auf der Lindengrundstraße weitergeht. Auch wenn hinter der Gärtnerei die Straße aufhört, wandert man dahinter auf einem Pfad weiter. Spätestens hier kann man eine Tafel (Thema Röhricht) zum Naturlehrpfad Graupa entdecken. Kurz darauf steht das nächste Schild, das Hohlwege erklärt und die seltsamen Einschnitte in den Wald oder das Gelände darin. Solche Stellen sind mir schon sehr häufig aufgefallen und irgendwie habe ich noch nie eine passende Erklärung für die großen Rinnen im Wald gefunden. Aber klar, wenn dort ein Weg den Hang hinunter geführt hat, dann ist auch das Regenwasser dort runtergelaufen und hat sich immer weiter eingegraben. Dem Lehrpfad geht es ein ganzes Stück hinterher und deshalb biegt man am nächsten Waldrand nach links, auf den Großen Graupaer Kirchsteig, ab und der Weg steigt langsam an. Auf der linken Wegseite befindet sich ein eingezäuntes Gebiet mit einigen überdachten Rastplätzen. Irgendwie sieht es nach einem Waldklassenzimmer oder einem Außenplatz für die Kindergartenkinder aus. Als wir die Wanderung unternommen hatten, kam uns knapp vor dem Teich auch eine Gruppe gutgelaunter Zwerge entgegen. Vielleicht kamen sie von hier.

Noch bevor der Weg in den Wald verschwindet, kann man nach links bis zu der sehr netten Aussicht am Wasserhäuschen weiter wandern. Aussicht_vom_Wasserhaeusl_kleinVon der Aussicht blickt man in die Ebene des Elbtals und bei schönem Wetter kann man bis weit rüber zum Osterzgebirge blicken. Ein sehr schönes ruhiges Plätzchen zum Genießen. Das Wasserhäuschen im Hintergrund wurde jahrzehntelang von Quellen am Borsberghang gespeist. Wie aber bei sehr vielen Einrichtungen aus vergangenen Zeiten reicht heutzutage die Größe nicht mehr aus und so ist ein Nachfolgebau errichtet worden. Die Wanderung geht wieder auf dem gleichen Weg zurück und dann über den Großen Graupaer Kirchsteig hinweg in das Tal des Graupaer Baches. Kurz hinter dem Bächlein biegt nach links der Sauteichweg ab. Auf ihm geht es mehr oder weniger anstrengend den Borsberg hinauf. Nach wenigen hundert Metern passiert man einen Teich (vermutlich den Sauteich) der im Sommer 2017 über und über mit Entengrütze bedeckt war. Das sah irgendwie nett aus und jetzt hätte nur noch eine Ente ihre Runden durch den grünen Teppich ziehen müssen. Ein paar Meter weiter kann man auf der rechten Wegseite sehr deutlich die Spuren eines Steinbruchs entdecken. Der geplante Weg sollte eigentlich immer weiter geradeaus aufsteigen, aber irgendwie bog der Waldweg nach links ab und wir haben keinen Weg mehr geradeaus gesehen. Das ist nicht so schlimm, da weiter geradeaus auch nichts Besonderes mehr kommt. Nach einem kurzen Schlenker erreicht man einen gut ausgebauten Waldweg, den man dann nach links bergab wandert. Nach ziemlich genau einem Kilometer erreicht man eine Wanderwegkreuzung, an der es nach rechts weiter geht. Der Wanderweg führt jetzt in einem wilden Geschlängel am Hang entlang, aber dafür in fast gleichbleibender Höhe. Zwischendurch hat man immer mal wieder einen netten Blick in die Ebene des Elbtals. Der Weg hier oben wird auch Dichter-Musiker-Maler-Weg (DMM) genannt und ist auch damit gekennzeichnet (Wandermännlein mit Fahne). Aussicht_von_der_Rysselkuppe_kleinNachdem man fast drei Kilometer auf dem Waldweg entlang gewandert ist, erreicht man die Aussicht an der Rysselkuppe, die sich ein kleines Stück links unterhalb des Weges befindet. Dieser Platz ist wirklich lohnenswert, da man über den Weinberg hinunter ins Tal blickt. Aussicht_auf_Hochschule_Dresden_kleinDabei fallen die riesigen Gewächshäuser und Freiflächen der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, Fakultät Landbau/Landespflege auf. Selbst die Gebäude strahlen schon so schön und sehen wunderbar gepflegt aus, so dass man von hier oben denken könnte, sie gehörten zum Schloss Pillnitz. Der Weinberg spannt sich wie in einem Bogen um die Aussicht. Vermutlich kommt daher auch der Name Rysselkuppe.

Die Wanderung geht noch ein paar hundert Meter auf der Höhe weiter, bis die erste Möglichkeit nach links runter geht. Der Abstieg ist ziemlich leicht und man gelangt zuerst auf einen Waldweg, den man nach links (also wieder in Richtung Rysselkuppe) entlang wandert. Rysselkuppe_kleinDieser Weg endet auf dem Bergweg, der am Fuße des Weinbergs entlangläuft. Markiert ist dieser mit einer Traube als der Sächsische Weinwanderweg. Weingut_Zimmerling_kleinNatürlich sieht man das gleich an den Weinbergen, aber auch an den Weingütern hier unten an der Straße. Ganz besonders fällt dabei das Weingut Zimmerling (www.weingut-zimmerling.de) auf. Hier stehen einige wirklich toll aussehende Skulpturen im Garten und bei den Gebäuden.

Die Wanderung folgt weiterhin der Wanderwegmarkierung mit der Traube und nach ein paar hundert Metern zwischen Wiesen entlang erreicht man schon Graupa. Irgendwie kam mir der Hinweg viel länger vor als von Rückweg. Der Sächsische Weinwanderweg führt gleich am Ausgangspunkt der Wanderung vorbei. Bevor man sich aber ins Auto schwingt und davonbraust, sollte man unbedingt einen Abstecher Richard_Wagner_Staette_kleinin die Richard-Wagner-Stätte und das Lohengrinhaus unternehmen. Dabei muss man diese Reihenfolge einhalten, da das Lohngrinhaus_kleinTicket aus der Richard-Wagner-Stätte (www.wagnerstaetten.de) auch für das ehemalige Wohnhaus gilt. Außer diesen beiden wirklich lohnenswerten Gedenkstätten gibt es noch das riesige Denkmal im Liebethaler Grund. Diese Stelle wird mit der Wanderung Richard Wagner besucht und diese Runde ließ sich auch mit der jetzt beschriebenen Wanderung um ein ganzes Stück verlängern.

Das erste Stück dieser Wanderung den Hang hinauf und dann wieder ein Stück runter ist ziemlich langweilig gewesen. Das mittlere Stück oberhalb der Weinberge fand ich ganz nett, aber meine Frau zu langatmig. Das letzte Stück am Fuße der Weinberge und der Weg durch Graupa hat uns dafür wieder sehr gut gefallen. Den Abstecher in die Richard-Wagner-Gedenkstätte und das Lohngrinhaus sollte man sich nicht entgehen lassen und vielleicht etwas mehr Zeit einplanen, da es doch so einiges zu lesen gibt. Rückblickend ist es eine nette Wanderung mit ein paar besonders schönen Stellen am Ende der Runde.

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