Schwarzbachtal - Ulbersdorf

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 3,25 h
Entfernung:
ca. 12,00 km
Höhenunterschied:
ca. 293 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Große Karte der Sächsischen Schweiz;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Lohsdorf - blauer Punkt - grüner Strich - Ulbersdorf - Dorfstraße - Schloss - Märchenturm - Kirche - Kesselweg - grüner Strich - Hutbergweg - Rastplatz Schirm - Mittelndorfer Bahnhof - Sebnitzbach - roter Punkt - Thümmelweg - Schwarzbach - gelber Strich - Schmalspurtunnel - Bahnhof Lohsdorf - Lohsdorf

Beschreibung:

Die Wanderung Schwarzbachtal-Ulbersdorf ist dadurch entstanden, dass am Lohsdorfer Schmalspurbahnhof eine Tafel mit drei Wanderungen steht und dort diese Runde beschrieben ist. So etwas muss natürlich gleich mal ausprobiert und nachgewandert werden. Der Startpunkt ist also an dem nett hergerichteten Platz. Die ersten paar Meter erfolgen, indem man die gut befahrene Durchgangsstraße am östlichen Rand von Lohsdorf überquert. 100 Meter nach links befinden sich noch ein paar Häuser und dort startet auch die Wanderwegmarkierung blauer Punkt blauer Punkt. Der Weg steigt aus dem Tal des Schwarzbaches mit einer einigermaßen angenehmen Steigung und zwei Wegkehren an. Dann tritt man aus dem kleinen Waldstreifen heraus und blickt über eine große Ebene in Richtung Ehrenberg. Je länger man auf dem Feldweg unterwegs ist, desto besser und weiter wird die Aussicht. Aussichtspunkt_oberhalb_Ulbersdorf_kleinAn der Kreuzung mit dem Fahrradweg zwischen Krumhermsdorf und Ulbersdorf befindet sich ein erwähnenswerter Rastplatz, der einerseits schön ruhig ist und andererseits eine nette Aussicht über Ulbersdorf und die Landschaft bietet. Auf dem Radweg geht es runter nach Ulbersdorf. Die Landstraße am nördlichen Rand von Ulbersdorf wird überquert. Rechts vom Sportplatz befindet sich die Gaststätte Almenhof, in den man nett einkehren könnte.

Gleich hinter dem Sportplatz biegt die Wanderung nach links ab und nach wenigen Rittergut_Ulbersdorf_kleinMetern passiert man das Ulbersdorfer Schloss. Bei der Bezeichnung Schloss sollte man in diesem Fall nicht ein so prachtvolles Gebäude wie ein Schloss Augustusburg erwarten, aber es handelt sich um ein gut  gepflegtes Gebäude aus dem 15./16. Jahrhundert und war im Ursprung das ehemalige Herrenhaus des Rittergutes Oberulbersdorf. Heutzutage ist mit dem Kindergarten wieder viel Leben in das große Haus eingezogen. Kirche_Ulbersdorf_kleinDie Wanderung stößt auf die Dorfstraße, auf der nach rechts ein kurzes Stück (¼ Kilometer) bis knapp hinter die Kirche und den Friedhof abwärts gewandert wird. Würde man die Dorfstraße noch ein kleines Stück weiter abwärts wandern, dann käme man am Erbgericht vorbei zu dem wirklich nett gemachten Märchenturm.

Die Wanderung führt aber vorher schon auf einer kleineren Straße nach rechts und man erreicht ein extrem verstecktes Tal, das durch einen kleinen Bachlauf und einen Teich auffällt. Diese Senke wird auch manchmal als Kessel bezeichnet. Der Weg führt die meiste Strecke leicht ansteigend aufwärts und man erreicht die Straße mit dem Namen Hutbergweg. Auf dieser geht die Wanderung mit der Markierung blauer Strich blauer Strich nach links weiter. Dabei ist es immer wieder erfreulich, wie die schöne Aussicht über die Landschaft in Richtung der Hinteren Sächsischen Schweiz auftaucht. Dieser Straße folgt man, bis sie in einen Feldweg übergeht. Rastplatz_Auf_dem_Schirm_kleinDort verlässt man sie und es geht nach rechts grün markiert grüner Strich weiter. Schon bald erreicht man den Rastplatz mit der Bezeichnung Schirm. Dabei handelt es sich um einen tollen Platz mit einer Schutzhütte und gleich mehreren unterschiedlichen Bänken, die eine Aussicht auf die Rückseite von Altendorf und Mittelndorf bieten.

Die Wanderung führt auf der Wanderwegmarkierung runter ins Sebnitztal. Zwischendurch gabelt sich der Weg und man sollte sich rechts halten. Irgendwie ist im Sommer 2017 keine Wegmarkierung zu finden gewesen, wenn man sich aber bewusst macht, dass es hinunter ins Tal gehen soll, dann ist die Streckenfindung einfach. Ganz kurz vor  der Bahntrassenunterführung passiert man den Zugang zum ehemaligen Mittelndorfer Bahnhof. Es ist tatsächlich so, dass hier unten kaum Reisende aus- oder in die Bahn eingestiegen sind, aber genau aus dem Grund war dieser Bahnhof auch nur ein Bedarfsbahnhof, wo der Zug ohne Bedarf auch nicht angehalten hat. Jetzt ist er ganz geschlossen und die Natur hat sich den Weg auf den Bahnsteig schon zurückerobert.

Die Wanderung unterquert die Bahnlinie zwischen Bad Schandau und Sebnitz. Gleich hinter dem Tunnel geht es nach rechts auf der Wanderwegmarkierung roter Punkt roter Punkt weiter. Der Wanderweg führt zwischen dem Bahndamm und der Sebnitz entlang und es ist faszinierend, wie sich der Bachlauf immer mal wieder leicht verändert. ungewoehnliche_Bieberspuren_kleinDabei muss er sich immerhin durch eine Erdschicht von einem Meter Dicke knabbern. Auf den paar Metern sollte man den Bach immer mal wieder genau ansehen, da sich hier in den letzten Jahren die Biber wieder angesiedelt haben. Das kann man am besten an den markanten Knabberspuren und den seltsam gefällten Bäumen erkennen. Wiese_im_Schwarzbachtal_kleinAm Ende des Weges erreicht man eine große Wiese, an deren rechtem Rand der Schwarzbach unter dem Bahndamm durchläuft. Hier biegt auch die Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich in das Schwarzbachtal ab. Durch dieses wirklich tolle Tal führt die Wanderung aufwärts. Dabei ist der Wanderweg super angenehm zu gehen. Das liegt daran, dass hier in den Jahren 1897 – 1951 eine Schmalspurbahn fuhr und der Wanderweg in einigen Teilstücken auf dem ehemaligen Bahnkörper verläuft. Zwischendurch verlässt der markierte Wanderweg den geschotterten Weg und verläuft ein paar hundert Meter auf der rechten (aus Wanderrichtung gesehen) Bachseite. oberer_Tunnel_Schmalspurbahn_kleinHier könnte man zwar auch weiter geradeaus auf der Bahntrasse wandern und damit einen der alten Tunnel der Schmalspurbahn passieren, aber irgendwie haben die Wanderwegplaner den Weg nach rechts verlegt. Vielleicht liegt das daran, dass es einen fleißigen Verein gibt, der für den Wiederaufbau der Bahnlinie kämpft. In den letzten Jahren sind schon mal einige Bäume auf der Bahntrasse gefällt worden, das machte den Eindruck, als ob die Wiedereinrichtung der Bahnlinie nur noch eine Frage von kurzer Zeit ist, aber leider stehen doch so einige bürokratische Hindernisse im Weg.

Kurz vor der schon bekannten Verbindungsstraße zwischen Lohsdorf und Ulbersdorf biegt der gelb markierte Wanderweg nach links ab und das Gelände des Schmalspurbahnvereins wird passiert. Es ist immer wieder nett zu sehen, Bahnhofsgelaende_Lohsdorf_kleinwelche Fortschritte es auf dem Gelände des Lohsdorfer Bahnhofs gibt. Mal sind ein paar hundert Meter neue Gleise in Richtung Ehrenberg verlegt, mal steht ein sanierter Waggon da. Auf jeden Fall haben dort einige Mitmenschen ein schönes Hobby gefunden und zeigen, was man mit viel Enthusiasmus bewerkstelligen kann. An der Vorderseite des Geländes befindet sich dann auch wieder der Ausgangspunkt dieser netten Wanderung. Dieser Rundweg ist sehr angenehm zu wandern und die Aussichten über die Landschaft sind sehr schön. Es ist immer wieder nett, ein Stück durch das Sebnitz- und Schwarzbachtal zu wandern. Rundum eine leichte Wanderung, die auch bei Hochbetrieb in der Sächsischen Schweiz immer noch sehr ruhig ist.

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