Solideo Gloria

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Karte:
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Dauer:
ca. 2,50 h
Entfernung:
ca. 8,50 km
Höhenunterschied:
ca. 405 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg
Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Die Bastei;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Rathewalde - gelber Strich - Bruno Barthel Weg - Basteistraße - gelber Strich - Blankes Horn - Engelsgesicht Solideo Gloria - gelber Strich - Gansweg - blauer Strich - Schwedenlöcher - Amselgrund - Amselfall - Rathewalde

Beschreibung:

Diese Wanderung ist dadurch entstanden, dass im Stiegenbuchverlag (www.stiegenbuchverlag.de) das neue Buch „Heimat- und Naturgeschichte der Sächsischen Schweiz, Band 3“ herausgekommen ist und dort mal wieder eine besondere Steinmetzarbeit beschrieben wurde. Da es schon einmal sehr interessant war, die Fee im Polenztal zu finden, musste doch gleich mal ein Ausflug zum Engelsgesicht oberhalb des Amselfalls unternommen werden. Da ein kurzes Stück der Wanderung in der Kernzone verläuft, sollte man sich vor der Wanderung darüber bewusst sein, dass es womöglich zu einer Diskussion mit den Nationalparkrangern kommen könnte.
Der Startpunkt für diese Erkundung liegt am Freibad in Rathewalde. Hier darf man (zumindest Anfang 2013 noch) am Ortsrand kostenlos parken. winterlicher_Bruno_Barthel_Weg_Rathewalde_kleinDie Wanderung führt auf dem asphaltierten Feldweg mit der gelben Wanderwegmarkierung gelber Strich aus dem Ort heraus. Bemerkenswert ist, dass Rathewalde relativ hoch über der Sächsischen Schweiz liegt und man damit einen sehr netten Blick hinüber zu den Felsen hat. Das fällt ganz besonders nach ein paar hundert Metern auf dem Bruno-Barthel-Weg auf. Ausblick_Richtung_Hintere_Saechsische_Schweiz_kleinHier befindet sich eine Informationstafel, auf der die einzelnen Felsen mit Namen beschriftet sind. Die Wanderung führt bis zur Basteistraße, der man nach links in Richtung Bastei folgt. Zum Glück ist neben der Straße ein wirklich komfortabler Fuß-/Radweg angelegt worden, sodass man so einigermaßen angenehm bis zum Waldrand kommt. Zugang_Sandgrube_Basteistraße_kleinMir ist schon einige Male auf der Basteikarte von Dr. Böhm (www.boehmwanderkarten.de) rechts neben der Straße ein Eintrag namens Sandgrube aufgefallen. Auf der Karte ist eine Wegschleife in der Sandgrube eingezeichnet und das sieht schon ziemlich ungewöhnlich aus. Die Zufahrt zu dieser stillgelegten Sandgrube befindet sich 200 Meter hinter dem winterliche_Sandgrube_Basteistrasse_kleinWaldrand und ist an der Basteistraße gut zu erkennen. Der Zugang hinunter in die Senke erfolgt auf einer 100 Meter langen Rampe und hier findet man tatsächlich einen Weg in Schleifenform. Dass es sich um eine Sandgrube handelt, kann man heutzutage nur noch erahnen, da die Vegetation die Landschaft zurückerobert hat.
Die Wanderung geht wieder zurück auf die Basteistraße und dieser folgt man noch ein Stück von 300 Metern in Richtung Bastei. Dann biegt auf der linken Seite ein Waldweg mit der schon bekannten gelben Wanderwegmarkierung gelber Strich ab. Diesem Weg folgt man ein paar hundert Meter, bis wieder nach links ein schnurgerader Waldweg abbiegt. Versperrt ist er durch eine Holzschranke. Nach ein paar Metern auf diesem Weg erreicht man einen Hochsitz und eine Wildwiese, die am rechten Rand passiert wird. Blick_in_den_Amselgrund_kleinDer Waldweg führt weiterhin geradeaus (insgesamt ist es ein ¾ Kilometer) und erst kurz vor der Kante des Amselgrunds muss man sich ein ganz kleines Stück links halten. Gleich an mehreren Stellen hat man einen hervorragenden Blick in den Amselgrund und auf die beiden Gebäude am Amselfall. Bei meiner Suche nach dem Engel war mir ein anderer Mitmensch sehr hilfreich, da seine Fußabdrücke im Schnee ziemlich deutlich zu erkennen waren. Da ich davon ausgegangen bin, dass auch dieser Wanderer erst ein wenig suchend durch den Wald geirrt ist, bin ich den winterlicher_Engel_Solideo_Gloria_kleinsichtbaren Fußabdrücken entgegen gegangen und tatsächlich führten sie mich sehr schnell zum Engel. Aber auch ohne diese nette Hilfe sollte man die Stelle wirklich leicht finden. Die linke Aussicht in den Amselgrund besteht aus mehreren Felsen und zwischen diesen Felsen kann man das nette Engelsgesicht entdecken. An der Oberseite des Reliefs befindet sich eine Inschrift mit den Worten Solideo Gloria.
Wenn man leicht rechts vom Engel bzw. der Aussicht weggeht, stößt man auf einen weiteren Weg am Blanken Horn, der nach ¼ Kilometer wieder auf dem bekannten Waldweg endet. Der Waldweg führt leicht ansteigend wieder zurück bis zum offiziellen gelb markierten Wanderweg gelber Strich. Diesem folgt man nach links in die Richtung der Bastei. winterliches_Basteikreuz_am_Basteiparkplatz_kleinEin großer Vorteil einer Winterwanderung ist, dass man viel mehr sehen kann als im Sommer. So kann man z.B. auf der Rückseite des Basteiparkplatzes das Basteikreuz entdecken. Vielleicht hat das Kreuz gerade durch seine versteckte Lage auch so riesig lange im Wald überlebt, es soll immerhin schon in einer Karte von 1593 ein Kreuz eingezeichnet gewesen sein.
Die Wanderung führt am Basteiparkplatz auf der blauen Wanderwegmarkierung blauer Strich nach links in die Richtung des Gansweges bzw. der Schwedenlöcher. Bevor es an den Abstieg geht, sollte man unbedingt noch nach rechts zur Aussicht Pavillonwächter abbiegen. Hier hat man einen sehr schönen Blick über den Wehlgrund auf die Felsen der Bastei und nach links zu den Tafelbergen.
Von der Aussicht wandert man ein paar wenige Meter zurück, um dann an der schönsten Hütte der gesamten Sächsischen Schweiz in die Schwedenlöcher abzusteigen. Wenn man im Winter den Vorteil der tollen Aussicht und der wunderbaren Ruhe hat, so gibt es aber auch den Nachteil der spiegelglatten Wege bei Schnee und Eis. Schwedenloecher_an_der_Bastei_mit_Schnee_kleinGanz besonders unangenehm fallen dabei die Schwedenlöcher auf. Auf den Stufen in der tiefen Schlucht sammelt sich der Schnee und je mehr Leute durch die Schwedenlöcher wandern, desto glatter wird der Weg. Dann kann der Abstieg schon mal ziemlich anstrengend werden. Dieses Problem hat man natürlich bei den eigentlichen Hauptwanderzeiten nicht. Der Weg durch die Schwedenlöcher ist einfach immer wieder fantastisch und liefert einen sehr schönen Eindruck der Felsschluchten der Sächsischen Schweiz. Der Abstieg durch die Schwedenlöcher erfolgt über eine Vielzahl an Stufen und einen langen Steg in einer engen Schlucht.
Am Ende der Schwedenlöcher erreicht man den winterliche_Basteibaude_kleinbreiten Weg durch den Amselgrund. Hier geht es nach links wieder den Hang hinauf. Da auf diesem Weg auch der Wirt der Amselfallbaude mit seinem Pickup fährt, kann man sich gut vorstellen, dass das Gefälle noch so einigermaßen angenehm ist. Nur im Winter sind die letzten hundert Meter glatt, da die Sandsteinplatten mit platt getretenem Schnee schnell rutschig werden. Aber dafür wird man dann mit gleich mehreren eisigen Wasserfällen belohnt. Amselfall_mit_Eis_kleinDen ersten kann man schon an der linken Felswand vor der Amselfallbaude entdecken. Der eigentliche Amselfall bildet fast jeden Winter ein Eiskunstwerk, was für die Mühen des Aufstiegs wieder entschädigt. Huette_an_der_Rathewalder_Muehle_kleinVom Amselfall führt eine Treppe weiter aufwärts. Auch in diesem kühlen Teil des Amselgrundes bilden sich immer wieder eisige Wasserfälle, da die Sonne einfach keinen Winkel findet, in das Tal zu scheinen. Am unteren Ende von Rathewalde erreicht man die Rathewalder Mühle (oder auch Lochmühle genannt), die zu den typischen Wanderzeiten auch mit einer Gaststätte und einem Biergarten aufwartet.
Die Wanderung winterliche_Kirche_in_Rathewalde_kleinführt noch die letzten Meter aufwärts bis zur Rathewalder Kirche. Hier biegt man nach links auf die bekannte gelbe Wanderwegmarkierung gelber Strich in die Richtung des Freibades ab. Im Sommer befindet sich zwischen dem Freibad und der Kleingartenanlage eine Streuobstwiese mit ein paar sehr gut gemachten Informationen zu Bienen. Damit ist dann auch der Ausgangspunkt der Wanderung erreicht und wieder einmal ist etwas in der Sächsischen Schweiz entdeckt worden. Es ist immer wieder verwunderlich, dass sich so viele Schätze in dem doch so kleinen Gebirge verstecken können und wie Axel Mothes sie passend beschreibt.

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