Sommersloch

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
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Dauer:
ca. 5,00 h
Entfernung:
ca. 19,00 km
Höhenunterschied:
ca. 694 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
lang
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
Leiter
Klettern
empfohlene Karten:
Großer Zschand;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Kirnitzschtal - Neumannmühle - gelber Strich - Großen Zschand - Zeughaus - roter Strich - Weberschlüchte - Webergrotte - Sommerwand - Sommersloch - Großen Zschand - roter Strich - Hickelschlüchte - Hickelhöhle - grüner Strich - Thorwalderwände - Reitsteig - Großen Teichstein - Flügel E - Hohlfelds Graben - Kirnitzschtal - Buschmühle - gelber Strich - Neumannmühle

Beschreibung:

Diese Wanderung ist dadurch entstanden, dass ich in Herrn Mothes (www.stiegenbuchverlag.de) „Bergpfade & Andere Wege Band I“ auf das Sommersloch gestoßen bin und bis dahin noch nichts davon gehört hatte. Da Herr Mothes das Sommersloch als eine ziemlich große Felshöhle beschreibt, musste das doch gleich mal untersucht werden. Damit es keine langweilige Runde wird, sind drei weitere Punkte mit in die Wanderung eingebaut, aber dazu später.
Die Wanderung startet an der Neumannmühle und folgt dem befestigten Weg durch den Großen Zschand. Dieses Teilstück ist mit dem gelben Strich gelber Strich markiert. Im Großen Zschand kann man schon auf den ersten paar Metern feststellen, warum man in den Schluchten der Sächsischen Schweiz häufig von Kellerklima spricht. Der erste Kilometer durch den Großen Zschand ist ein sehr gutes Beispiel dafür. Danach wird das Tal wieder breiter und es geht sehr angenehm bis zum Zeughaus. Hier könnte man schon einkehren, aber meiner Vorstellung nach ist das nach den paar Metern noch nicht so richtig sinnvoll. Hinter dem Zeughaus geht es auf der roten Wanderwegmarkierung roter Strich weiter in den hinteren Teil des Großen Zschands. Auf der linken Wegseite hat früher ein Ferienheim gestanden, heutzutage ist auf der großen Wiese eine der wenigen öffentlichen Feuerstellen. Gleich dabei befindet sich ein Hinweisschild für die jeweils aktuelle Waldbrandstufe und es sollte jedem klar sein, dass bei Waldbrandgefahr natürlich hier kein Feuer gemacht werden darf. Wenige Meter (200 Meter) nachdem nach rechts der grüne Punkt in die Richterschlüchte abgebogen ist, zweigt vom Großen Zschand nach rechts die Weberschlüchte ab. Also, wenn man im hinteren Teil des Großen Zschands schon kaum noch andere Wanderer antrifft, so ist diese Schlucht noch seltener besucht. Die Weberschlüchte ist heutzutage eine Sackgasse, an deren Ende sich die Webergrotte befindet. Dazu wandert man etwas mehr als 1 ½ Kilometer in die Schlucht. Hier ist gleich an mehreren Stellen deutlich zu sehen, dass in etliche nach rechts hoch abzweigende Schluchten absichtlich Bäume hineingefällt worden sind. Webergrotte_Vorderseite_kleinDamit soll verhindert werden, dass sich Wanderer in die Richtung des Fremdenweges verirren. Die Webergrotte ist eine große Höhle, die zu manchen Zeiten ziemlich feucht sein kann. Webergrotte_Felsmurmel_kleinHier sammelt sich das herunter tropfende Wasser zu einem kleinen See, der bis zu dem ehemaligen Ausstieg aus der Weberschlüchte reicht. Hier hat früher eine kleine Brücke von der Felsmurmel in die darüber liegende Schlucht geführt. Da aber der gesamte Bereich oberhalb der Webergrotte heutzutage zur gesperrten Kernzone gehört, ist der Zugang in diesen Bereich deutlich erschwert worden. Einige weitere Informationen zur Webergrotte finden sich auf der Internetseite www.webergrotte.de. Für die weitere Wanderung muss man jetzt die Weberschlüchte bis fast ganz nach vorne wieder zurück. 300 Meter von der großen Webergrotte entfernt erreicht man einen breiteren Einschnitt auf der linken Wegseite. Wenn man in diese Schlucht hinein wandert, dann kommt man zur Kleinen Webergrotte. Sie ist wirklich der kleine Bruder der vorher besuchten Webergrotte. Genauso wie bei der großen Webergrotte tropft auch hier auf der linken Seite Wasser von oben herunter. Der einzige Unterschied ist, dass bei der Kleinen Webergrotte dieses Wasser in ungefähr 2 Meter Höhe auf den Felsen trifft und dadurch sehr fein zerstäubt wird. So hat man hier immer das Gefühl, es fängt jeden Moment an, richtig zu regnen.
Wenn man die Weberschlüchte zurück wandert, Hoehlen_in_den_Weberschluechten_kleindann fallen einem mindestens zwei Minihöhlen gleich am linken Wegesrand auf, bei denen ich nicht glaube, dass sie natürlich entstanden sind. Obwohl ich diese Vertiefungen im Felsen schon einige Male gesehen habe, weiß ich bis heute nicht, wozu bzw. wovon sie sein könnten. Einen ¾ Kilometer hinter der großen Webergrotte sollte man aufmerksam rechts den Hang beobachten. Einerseits ist hier ein schwarzer Pfeil, der einen Kletterzugang kennzeichnet und andererseits ist gleich am Hang die einzige Treppe zu erkennen. Diese Treppe führt bis an den Felsen heran. Am Felsfuß geht es nach links und der Weberschluchtkegel muss einmal umrundet werden. Hier gibt es zwar die Möglichkeit, auf den Felsen hoch zu steigen, aber als Wanderer endet man auf einer kleinen Ebene mit nettem Blick in die Richtung der Thorwalder Wände. Sommersloch_Rueckseite_kleinDer Pfad am Felsfuß führt auch noch um die nächste Felswand und dann erreicht man die Rückseite des Sommerslochs. abgebrochene_Felsen_Sommersloch_kleinVon hier sieht das Sommersloch zwar schon ganz interessant aus, aber es ist bei weitem nicht so imposant wie von der Vorderseite. Also heißt es, durch das Felsentor durchzugehen und zu staunen, Felsinschrift_Sommersloch_1856_H_Krone_kleinwelche Felsklötze hier in vergangenen Zeiten abgebrochen sind und wie groß das Sommersloch von dieser Seite ist. Beeindruckend ist auch, dass sich die Wanderer schon vor 150 Jahren zu diesem Felsentor begeben haben. Das kann man sehr gut an einer Inschrift in der Mitte der Felswand erkennen: H Krone 1856. Heutzutage ist diese Stelle noch ein echter Geheimtipp.
Die Wanderung führt auf der Vorderseite des Sommerslochs abwärts. Zum Teil ist der Pfad etwas steiler, aber immer noch ganz gut zu gehen. Wenn man von oben hinunter in den Großen Zschand unterwegs ist, wird man unweigerlich überrascht, von einem großen Felskessel. Auf der linken Seite der Felswand kann man ohne Probleme über eine kurze Leiter (vier Stufen) bis auf den Grund absteigen. Schichtfugenhoehle_unterhalb_Sommersloch_kleinWenn man dann von dort in den Felskessel rein sieht, entdeckt man, dass sich unterhalb der Felswand eine riesige Schichtfugenhöhle befindet. Diese Höhle ist fast so groß wie die Hickelhöhle, die noch später in der Wanderung besucht wird. Im Gegensatz zur Hickelhöhle besteht aber bei dieser Höhle das kleine Problem, dass sich davor eine große sumpfige Fläche gebildet hat, durch die man erst mal einen schmalen Pfad finden muss.
Die Wanderung führt noch ein paar Höhenmeter bis runter in den Großen Zschand und damit ist die bekannte Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich wieder erreicht. Es geht nach rechts weiter durch den Großen Zschand. Innenseite_Hickelhoehle_kleinNach einer erholsamen Strecke von einem Kilometer biegt der rot markierte Weg nach links in die Hickelschlüchte ab. Der Weg wird etwas unebener als durch den Zschand, aber schon nach kurzer Strecke erreicht man die Hickelhöhle. Bei dieser Schichtfugenhöhle bin ich immer wieder überrascht, dass hier nur ganz selten Spuren von Übernachtungen zu sehen sind. Die gesamte Hickelhöhle liegt voll trockenem Laub, gehört aber nicht zu den offiziellen Boofen. Mit der Hickelhöhle ist dann auch der südöstlichste Punkt der Wanderung erreicht und jetzt geht es an den Rückweg. Ich finde den Pfad unterhalb der Thorwalder Wände ganz besonders schön und erholsam und deshalb soll das nächste größere Teilstück der Wanderung über den grünen Strich grüner Strich nach links (wenn man von der Vorderseite auf die Höhle sieht) weiter gehen. Auch wenn der Weg durch sein wahnsinniges Geschlängel nicht der kürzeste ist, so hat man hier den ursprünglichen Zweck des Wanderns: Naturverbundenheit und Erholung. Von dem Weg steigen mehrere Pfade nach rechts auf die Thorwalder Wände hoch. Diese Pfade sind fast alle inzwischen gesperrt und so ist auch der Zugang zur einzigen Boofe mit einer eigenen Internetseite (www.kv-fernblick.de) (Stand Mitte 2009) verboten. Die Fernblickboofe war früher mit Holzwänden und Einbauten ausgestattet, aber heutzutage ist das alles zurückgebaut worden. Insgesamt ist man auf dem Pfad unterhalb der Thorwalder Wände eine Stunde unterwegs, bis man den Großen Hochhübelweg erreicht. Hier biegt der markierte Weg nach links ab, die Wanderung führt aber einfach auf dem gegenüberliegenden Waldweg unmarkiert weiter. Blick_Grosser_Teichstein_zum_Zeughaus_kleinDie Wanderung geht um den Hochhübel an der rechten (östlichen) Seite herum und erreicht dann die Wanderwegmarkierung grüner Strich. Mit Erreichen dieses Weges ist auf der gegenüberliegenden Wegseite auch schon der Zugang zum Großen Teichstein zu sehen. Blick_Grossen_Teichstein_auf_Lorenzsteine_kleinAuch wenn sich der Zugang zur vorderen Aussicht länger hinzieht, Blick_Grosser_Teichstein_auf_Kanstein_kleinals man bei einem normalen Felsen erwartet (es sind immerhin 700 Meter), so sollte man die Aussicht unbedingt besuchen. Es ist eine der interessantesten Aussichten von hoch oben auf das Zeughaus, aber auch der Blick auf die Lorenzsteine und den Kanstein ist nicht zu verachten.
Da es auf den Großen Teichstein nur einen Zugang gibt, muss man jetzt wieder bis zum markierten Wanderweg zurück gehen. Damit auch das letzte Stück der Wanderung über einen schön ruhigen Weg weiter geht, biegt die Wanderung gleich nach links auf den Flügel E ab. Bei diesem Weg handelt es sich um einen breit ausgebauten Forstweg, der auf der Rückseite des Kansteins und des Heulenbergs entlang verläuft. Der Weg ist nicht besonders aufregend, aber dafür wandert man hier ziemlich ungestört oberhalb des Großen Zschand in Richtung Neumannmühle zurück. Nach 2 ½ Kilometern erreicht man den Hinweis auf die Buschmühle und hier verlässt man den breiten Forstweg. Der Waldweg führt in die Richtung der Gaststätte Buschmühle (www.die-buschmuehle.de) und nur auf den letzten paar Abstiegshöhenmetern muss man bei Feuchtigkeit besonders achtsam sein. Um wieder zum Ausgangspunkt der Wanderung zu gelangen, wandert man die letzten paar Meter die Kirnitzschtalstraße abwärts.
Diese Runde hat mir sehr gut gefallen, da es unterschiedlichste Wege und Punkte auf der Strecke gibt. Ganz besonders gut hat mir die Ruhe auf der Wanderung gefallen, weil damit so eine Runde einen richtigen Erholungswert hat.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Kirnitzschtal Neumannmühle mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Neumannmühle
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 3,00€

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