Sonnenuhrenweg

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivpositivpositivnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 1,00 h
Entfernung:
ca. 3,50 km
Höhenunterschied:
ca. 55 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
Spaziergang
Untergrund:
asphaltiert
empfohlene Karten:
Bad Schandau;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Krippen - Informationspavillon Bahndamm - Sonnenuhrenweg - Elbeweg - Ziegelscheune - Elbeweg - Am Bahndamm - Russische Villa - Berghangweg - ehemalige Schule - Bächelweg - Grundmühle - Friedrich Gottlob Keller Straße - Bächelweg - Informationspavillon Bahndamm

Beschreibung:

Sobald man irgendwo durch Krippen wandert, stößt man unweigerlich auf Hinweisschilder zum Sonnenuhrenrundweg und was liegt dann näher, als die Runde dann auch mal zu unternehmen. Es empfiehlt sich natürlich, diesen kleinen Spaziergang nur bei Sonnenschein zu machen, da man sonst von einer Sonnenuhr zwar die schöne Gestaltung bestaunen kann, aber die eigentliche Funktion nicht sieht. Der offizielle Startpunkt der Runde liegt am Krippener Marktplatz. Es handelt sich um ein kleines Plätzchen im Zentrum von Krippen, das sehr schön gestaltet ist und es fällt einem sofort der Brunnen mit den vier Mühlsteinen auf. Die Mühlsteine erinnern an die vier Mühlen (Schinkemühle, Grundmühle, Mittelmühle, Vordermühle) von Krippen.
Gleich am Marktplatz befindet sich die erste grundlegende Tafel zum Sonnenuhrenweg. Auf dieser Tafel werden Grundlagen und Geschichte der Sonnenuhren erklärt. Auch ist auf der Tafel die Entstehung des Sonnenuhrenweges und eine kleine Karte mit den Standorten der einzelnen Tafeln in Krippen abgebildet. Gleich daneben befindet sich dann auch die erste Sonnenuhr. Diese Sonnenuhr soll an einen der berühmtesten Besucher von Krippen erinnern: Caspar David Friedrich. Er hat tatsächlich einige tolle Gemälde in der Sächsischen Schweiz erstellt und so ist es sehr nett, dass hier eine Sonnenuhr an ihn erinnert. Jetzt geht der Sonnenuhrenweg auf dem Bächelweg in die Richtung der Elbe. Noch bevor der Weg die Bahntrasse unterquert, steht auf der linken Seite ein seltsamer Stahlträger am Bahndamm. Auch dabei handelt es sich um eine Sonnenuhr, die an einen Schlossereibetrieb, der sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite befand, erinnert. Dieser Betrieb bzw. die Bausubstanz hatte bei dem Hochwasser 2002 stark gelitten und ist 2006 abgerissen worden. Jetzt ist an dieser Stelle ein sehr schöner Platz entstanden, der einerseits ein paar Kurzparkplätze bietet, aber noch viel besser einen tollen Informationspavillon beherbergt.
Die Wanderung führt jetzt unter der Eisenbahnlinie Dresden – Prag drunter her und weiter auf die Elbe zu. Im Sommer 2009 stand auf der rechten Wegseite immer noch eine Ruine, die auch Opfer des Hochwassers war. Genau an diesem Grundstück sind zwei Sonnenuhren mit einer separaten Konstruktion angebracht worden, sodass ein weiterer Verfall des Gebäudes erst mal keinen weiteren Einfluss auf diese Station des Sonnenuhrenweges hat. Hinter dem Gebäude hat man einen fast freien Blick auf die Elbe und die Häuser von Postelwitz auf der gegenüberliegenden Flussseite. Die Wanderung biegt nach rechts ab. Hier kann dann leider ein kleines Manko der Wanderzeitempfehlung zu Tage kommen. Wenn man die Runde bei Sonnenschein unternimmt, wie wir empfehlen, dann sind auf dem jetzt begangenen Teilstück auch häufig Radfahrer unterwegs. Da aber bis zur Ziegelscheune der Weg noch relativ breit ist, sollte das mit ein bisschen gegenseitiger Rücksichtnahme kein größeres Problem sein. Die nächste Sonnenuhr befindet sich nach ein paar hundert Metern auf der rechten Wegseite im Vorgarten des Hauses Nr. 17. Hier ist ein Anker mit vier Auslegern (Flunken) zu einem Zeiger einer Sonnenuhr umgewandelt worden. Ein paar Häuser weiter (Hausnummer 20b) strahlt die nächste Sonnenuhr Sieben_Brueder_Haeuser_von_Postelwitz_kleinvon der Giebelseite mit einem Spektrum an Beigetönen und dem sehr guten Spruch „Gott schuf die Zeit, doch nicht die Eile“. Wenn man rüber auf die andere Elbeseite blickt, dann kann man die Sieben-Brüder-Häuser entdecken. Hier ist der Name leicht irreführend, da nur 6 Häuser sehr ähnlich aussehen. Der siebte Bruder sollte das Haus des Vaters erhalten.
Der Spaziergang geht noch ein kurzes Stück weiter bis zum Wendepunkt an der Ziegelscheune. Hier kann man sich in der Gaststätte (www.ziegelscheune-krippen.de) mit einem sehr schönen Blick über die Elbe erfrischen und im Garten der Ziegelscheune befindet sich die größte der 20 Sonnenuhren. An dieser Sonnenuhr wird die Zahl „12“ unter dem Gesichtspunkt des Christentums ganz besonders beleuchtet. Nach diesem Wendepunkt muss man ein Stück von ein paar hundert Metern wieder auf dem bekannten Elbeweg zurückwandern, bis nach links die erste Möglichkeit unter der Bahnlinie drunter her führt. Hier kann man ein paar Meter vor dem Bahndamm ein riesiges Abwasserrohr entdecken, dass nach dem Hochwasser 2002 eingebaut worden ist. Das Rohr soll Regenwasser von der Rückseite des Bahndamms in die Elbe leiten. Im Jahre 2002 ist dieses noch nicht da gewesen und so hatten die kräftigen Regenschauer riesige Wassermassen den Hang hinunter gespült, die vom Bahndamm bzw. der Erhöhung vor der Elbe gestaut wurden und die Häuser hinter dem Bahndamm mit braunen Wassermassen geflutet haben. Die Wanderung geht genau auf dem Weg hinter dem Bahndamm entlang, bis nach links die erste Straße abbiegt.Standort_7_Berghangweg_3_Kindergarten_Sonnenuhr_klein Blick_vom_Berghangweg_auf_Krippen_kleinÜber den Berghangweg erreicht man den Kindergarten von Krippen und hier hängt an der Wand die kindgerechteste Sonnenuhr. Die Wanderung führt noch ein paar Meter auf dem Berghangweg hoch, bis ziemlich am höchsten Punkt gleich mehrere Sonnenuhren (auf der linken Seite (Hausnummer 13) im Vorgarten stehen.
Die Wanderung führt wieder herunter und man erreicht den bekannten Bächelweg, den man nach links fortsetzt. An der Hauswand Nr. 18 hängt wieder eine Sonnenuhr, die wir im ersten Anlauf gar nicht als solche erkannt haben, aber zum Glück stehen an jeder Station noch Hinweistafeln mit einem sehr gut erklärenden Text. Der Sonnenuhrenweg verläuft zwei Mal über das Teilstück am Bächelweg und so sind die ersten Sonnenuhren auf der linken Straßenseite (also gerade Hausnummern) und auf dem Rückweg besucht man die Sonnenuhren an den ungeraden Hausnummern. Deshalb kommt als nächstes der Sonnenuhrenstandort Nr. 10 am Bächelweg Nr. 26. Hier strahlt eine Sonne von der Hauswand und ein dazu passender Spruch: „Jeder Tag ist ein neuer Anfang“. Der Spaziergang folgt dem Sonnenuhrenweg über den Bächelweg, bis dieser die Grundmühle erreicht. Hier geht es über einen hauseigenen Pfad noch ein kurzes Stück auf das Grundstück. Hier befindet sich eine Sonnenuhr, die, wie sich das bei einer Mühle gehört, aus einem Mühlrad hergestellt worden ist. Damit hat man den südlichen Wendepunkt der Wanderung erreicht und es geht wieder auf dem bekannten Bächelweg zurück.
Jetzt heißt es also wieder die linke Straßenseite beobachten. Nach den ersten 100 Metern auf dem Bächelweg erreicht man einen Durchgang in die Richtung der Hauptstraße. Kirche_von_Krippen_kleinHier befand sich früher eine Brauerei und genau an die erinnert dann auch die Sonnenuhr Nr. 12. Passenderweise hat sich in dem ehemaligen Bauereigebäude heutzutage ein Getränkehändler niedergelassen. Die Wanderung führt weiter auf dem Bächelweg, der zwischenzeitlich ziemlich schmal wird und auf der Rückseite des Schwimmbades vorbei geht. Die nächste  Sonnenuhr findet man an der Hausnummer 27. Auf der Informationstafel wird erklärt, dass der Name Bächelweg auf den ehemaligen Mühlgraben hinweist. Durch diesen ehemaligen Mühlgraben wurden die Mühlen von Krippen mit dem notwendigen Wasser versorgt. Ein paar Häuser weiter (Hausnummer 21) hängt an der Hausecke die nächste Sonnenuhr, die an einen Krippener Schuhmacher erinnert. Auf diesen beiden Sonnenuhren sind unterschiedliche Werkzeuge von Schuhmachern und einige kleine Holzschuhe zeigen die jeweiligen Uhrzeiten.
Nach den nächsten paar Metern über den Bächelweg kommt man zu einem relativ großen Haus, das früher mal die Schule von Krippen gewesen ist. Standort_15_F-G-Keller_Str_39_Schulgelaende_Rueckseite_links_Sonnenuhr_kleinDiese Standort_15_F-G-Keller_Str_39_Schulgelaende_Rueckseite_rechts_Sonnenuhr_kleinist im Jahre 2001 geschlossen worden, aber die Würfelsonnenuhr von einem Abschlussjahrgang ist neben dem Gebäude  übrig geblieben. Im ersten Moment sieht diese Sonnenuhr etwas komplizierter aus als die gewöhnlichen Sonnenuhren, aber praktisch funktioniert auch diese genauso wie die anderen. Ab hier folgt der Spaziergang weiter dem Bächelweg und man sollte wieder auf beide Wegseiten achten. Gleich schräg gegenüber der Würfelsonnenuhr befindet sich ein Garten mit einer großen Anzahl unterschiedlichster Sonnenuhren. Dass hier der ursprüngliche Initiator des Sonnenuhrenweges wohnt, kann man sehr gut erkennen. Hochwasserschwein_Baechelweg_Krippen_kleinDie nächste Uhr befindet sich wieder auf der rechten Wegseite an der Giebelseite der Metzgerei. Diese Sonnenuhr mit ihrem Schwein und der Wurst sieht schon ganz lustig aus, aber noch viel besser ist das Schwein neben dem Eingang der Metzgerei. Dieses Kunstschwein hat schon so einiges miterlebt wie z.B. das Hochwasser 2002, bei dem es von der Freiwilligen Feuerwehr Krippen gerettet worden ist. Der weitere Sonnenuhrenweg verlässt jetzt für kurze Zeit den Bächelweg und es geht über eine kleine Brücke auf die F.-G.-Keller-Straße. Hier befindet sich gleich auf der gegenüberliegenden Straßenseite (Hausnummer 18) eine Sonnenuhr, die an den letzten Schmied von Krippen erinnert. Auf dieser Sonnenuhr ist passenderweise ein Hammer und ein Amboss zu sehen. Der Hauptstraße folgt der Spaziergang ein paar Meter in Richtung Elbe, bis nach links die erste kleine Straße abbiegt. Hier geht es ein paar Meter aufwärts und dann befindet sich auf der rechten Seite an der Hausecke eine Sonnenuhr mit dem Wappen der Familie Bünau. Dass an dieser Stelle an das Adelsgeschlecht erinnert wird, liegt daran, dass hier einer der Wohnorte dieser Familie gewesen ist. Um die letzte Sonnenuhr der Runde und damit auch den Ausgangspunkt des Spaziergangs zu erreichen, geht es wieder auf dem gleichen Weg zurück bis zum bekannten Bächelweg. Von der kleinen Brücke bzw. dem Metzger geht es weniger als 100 Meter nach links und dann ist der Marktplatz und damit auch die letzte Sonnenuhr erreicht.
Ich bin das erste Mal die Runde mit unserer kleinen Tochter (5 Jahre) gewandert und da wir der großen Tochter (7 Jahre) so von den lustigen Sonnenuhren und dem unterhaltsamen Suchspiel berichtet haben, durfte ich den Spaziergang gleich ein paar Tage später noch einmal unternehmen. Auch wenn ich normalerweise eine Runde nur sehr ungerne wiederhole, so haben wir auf dieser doch sehr kleinen Runde eine Menge weiterer interessanter Punkte gefunden und uns wieder daran erfreut.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit S-Bahn bis zur Haltestelle Krippen mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Krippen

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