Stelzchen

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivpositivpositivnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 2,50 h
Entfernung:
ca. 6,50 km
Höhenunterschied:
ca. 210 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
immer, auch an Wochenenden empfehlenswert.
Schwierigkeitsgrad:
Spaziergang
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen und Hühnerleitern Leiter
empfohlene Karten:
Nikolsdorfer Wände;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Leupoldishain - blauer Punkt - Kiefernleite - Spanghorn - Franzosensprung - Lantzschweg - Patronenweg - Campingplatz - Stelzchen - Promenade - Leupoldishain

Beschreibung:

Auf die Wanderung zum Stelzchen und der Aussicht Franzosensprung im Gebiet der Nikolsdorfer Wände bin ich erst durch die neue Karte von Hr. Böhm gekommen. Bis jetzt war das Gebiet für mich eher eine Durchgangsstation zum Labyrinth, als dass man auch hier ganz nette Runden drehen kann. Aus der Ortschaft Leupoldishain starten drei Wanderwege, die alle drei eine eigene Wanderwegmarkierung besitzen. So gibt es den gelben Punkt mit dem „B“ für die westliche Wanderung in der Breiten Heide, den grünen Punkt mit dem „L“ für die Labyrinth/Nikolsdorfer Runde und die östliche Wanderung mit dem blauen Punkt und dem „S“ für Stelzchen. Alle drei Wanderung starten in Leupoldishain. Die hier beschriebene Wanderung Stelzchen startet an dem kleineren Parkplatz in der Mitte der Ortschaft. Von hier aus geht es etwas weniger als 200 Meter die Straße runter, bis auf der linken Straßenseite eine Ministraße abzweigt. Absperrungen_Spanghorn_kleinLeider ist hier die Wanderwegmarkierung mit dem blauen Punkt blauer Punkt verloren gekommen, oder wir waren nur zu blind und haben sie nicht entdeckt. Diese Straße sieht so aus, als wenn es nur die Zufahrt zu den Häusern am Hang ist, aber nach kurzer Strecke geht es auf einem Waldweg weiter. Der Weg führt 600 Meter auf fast gleich bleibender Höhe am Felsfuß entlang, bis es nach links über ein paar Stufen hoch auf den Felsen geht. Hier oben wandelt sich der Weg in einen Pfad. Was wirklich komisch ist, sind die vielen Absperrungen zur Felskante hin. Aussicht_Franzosensprung_kleinEtliche Schilder von der Firma Wismut GmbH weisen auf Absturzgefahr hin. Warum auch immer diese Schilder dort stehen, in der ganzen restlichen Sächsischen Schweiz kann man auch vom Felsen fallen und da weist einen keiner drauf hin; aber vermutlich ist hier der Felsen in Bewegung geraten und deshalb möchte Firma Wismut nicht verantwortlich sein, Aussicht_von_Franzosensprung_nach_Koenigstein_kleinwenn hier jemand Felssurfen betreibt. Der Pfad ist trotzdem nett, ganz besonders, wenn man dann die Aussicht am Ende des Spanghorns erreicht. Von der Aussicht mit dem Namen Franzosensprung hat man nicht nur eine super Aussicht rüber zur Festung Königstein, es ist auch ein wunderbar ruhiges Plätzchen, von dem man die Landschaft genießen kann. Die Aussicht lädt ganz hervorragend zur ersten kleinen Rast bzw. einem Picknick ein.
Nachdem man sich an der Landschaft satt gesehen hat, geht es an der rechten Seite (von der Aussicht aus gesehen) den Felsen wieder herunter. Der Abstieg erfolgt über ein paar Treppenstufen bis runter zur nächsten Forststraße. Auf ihr folgt man weiterhin der bekannten Wanderwegmarkierung nach rechts. Der Weg geht leicht abfallend bis runter zur Leupoldishainer Straße. Zwischendurch mussten wir unsere Neugierde befriedigen, was sich wohl unter dem Eisendeckel mitten auf dem Forstweg versteckte. Überraschenderweise ließ sich der Deckel anheben und unter ihm verbarg sich einer dieser Bergwerksmesspunkte. Also haben wir den Deckel wieder ordnungsgemäß geschlossen und sind bis zur Straße gewandert. Die Straße muss man an der kleinen neu gebauten Brücke nur überqueren, damit man auf der gegenüberliegenden Seite wieder den Hang hoch wandern kann. Die Wanderstrecke erreicht wieder eine Straße kurz vor dem Nikolsdofer Campingplatz. Diese Straße wandert man nur ein paar Meter nach links und dann zweigt wiederum nach links der Lantzschweg ab. Zuerst geht es an einem erwähnenswerten Rastplatz vorbei. Aussicht_Nikolsdorf_Koenigstein_kleinAuf der rechten Straßenseite befindet sich ein kleines Feuchtbiotop mit zwei Bänken. Hier kann man sich nach dem leichten Anstieg etwas erholen. Der Weg führt von den Häusern weg auf ein Feld mit sehr schönem Ausblick auf die Festung Königstein. Am Ende des Feldes geht es ein kleines bisschen den Hang hinunter und dann in einem Bogen durch den Wald. Dieser Wald hat leider beim Sturm Kyrill (Anfang 2007) ziemlich gelitten. Am südlichen Rand des schon bekannten Feldes kommt man wieder aus dem Wald. Es geht weiter bis zur nächsten Wegkreuzung. Hier wandert man wieder in die Richtung Leupoldishain. Zum Anfang ist der Weg noch ein Waldweg, aber schon nach 200 Metern wird der Untergrund asphaltiert. Auch wenn der Weg den Eindruck macht, als wenn er irgendeine Landstraße wäre, so fährt hier normalerweise kein Auto. Gegenüber dem Nikolsdofer Campingplatz empfiehlt sich noch ein Abstecher auf den Namensgeber der Wanderung: Die Aussicht Stelzchen. Der Aufstieg ist, durch ein paar Treppen und eine kleiner Leiter, leicht zu schaffen. Oben bietet sich dann eine ganz nette Aussicht noch mal auf die Festung Königstein und die Ortschaft Leupoldishain an.
Aussichtplattform_Stelzchen_kleinAussicht_von_Stelzchen_auf_Leupoldishain_kleinDas letzte Teilstück beginnt damit, dass man wieder bis zur Straße herunter klettert und dann gleich links an der Pferdekoppel entlang wandert. Beide Male als wir die Wanderung durchgeführt haben stand genau vor dem Zugang ein Traktoranhänger beladen mit Mist, sodass wir beinah den weiteren Pfad übersehen hätten. Der Weg führt am nördlichen Ende der Nikolsdorfer Wände entlang und endet ziemlich genau wieder am Ausgangspunkt der Wanderung.
Damit ist eine ganz nette Wanderung zu Ende gegangen, die aus meiner Sicht wirklich überraschend war, da ich solch eine nette Runde einfach nicht erwartet hatte. Bei dieser kürzeren Wanderung waren so ziemlich alle Faktoren dabei, die für mich eine schöne Wanderrunde ausmachen. Der Weg war angenehm, es gab mindestens zwei schöne Aussichten, wir haben schöne Felsen gesehen und es war angenehm ruhig.

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