Talsperre Gottleuba

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivnegativnegativnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 5,00 h
Entfernung:
ca. 17,50 km
Höhenunterschied:
ca. 647 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
lang
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Elbsandsteingebirge;
Kompass
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Augustusberg - blauer Strich - Mariengründelstraße - Hennigbrunnen - Tannenbusch - Gottleubatal - Fischermühle - Wiese Haselberg - Talsperre Gottleuba - Staumauer - Hartmannsbach - Raabsteine - Helleberg - Königsweg - Jagdstein - grüner Strich - Carlszeche - Kalkofen - Giesenstein - Pirnaer Straße - Bad Gottleuba - Schwanenteich - Hauptstraße - St. Petri Kirche - Vierzehn Nothelfer - Augustusberg

Beschreibung:

Die Wanderung startet am riesigen Parkplatz auf dem Augustusberg. Bis heute habe ich noch nicht verstanden, wozu dieser riesige Parkplatz angelegt worden ist. Bisher habe ich hier immer nur 3 – 5 Autos gesehen. Ob hier am Wochenende vielleicht die Hölle los ist oder die Rodelbahn solche Besuchermassen anzieht, dass der Parkplatz gefüllt wird? Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen. Von dem Parkplatz geht es zuerst bis nach vorne zur Talsperre_Gottleuba_vom_Augustusberg_kleinAussicht neben dem Berghotel Augustusberg (www.augustusberg.de). Von hier oben hat man den ersten Blick auf die Talsperre Gottleuba. Auf der rechten Seite steht eine Informationstafel, die ein paar Basisinformationen zu der Talsperre liefert. Daneben steigt jetzt die Wanderung vom Augustusberg ab. Es geht einen kleinen Weg über ein paar Stufen hinunter, bis man auf einen Waldweg trifft. Quelle_bei_Gottleuba_mit_Wildschweinkopf-2_kleinDie Wanderung folgt der Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich und nach dem ersten Abstieg erreicht man den südlichen Ortsrand von Bad Gottleuba. Gleich am Ortseingang befindet sich auf der linken Wegseite eine komisch aussehende Quelleinfassung. Hier sprudelt die Quelle aus dem Maul eines Wildschweins. Der Weg führt noch ein kleines Stückchen weiter bis zur Hauptstraße. Netterweise muss die Straße nur überquert werden. Gleich gegenüber geht der Oelsener Weg weiter. Auf dieser kleinen Straße erreicht man nach 200 Metern das südliche Ende des Tannenbuschs. Gratweg_Tannenbusch_kleinNoch vor dem Aufstieg auf den Gratweg befindet sich ein ehemaliger Steinbruch, an dem Gottleubaer Turmalingranit abgebaut worden ist. Neben dem ehemaligen Steinbruch steigt die Wanderung über ein paar Stufen auf den Tannenbusch hoch. Eigentlich ist der Aufstieg nicht besonders hoch, aber dafür geht es auf einem ganz seltsamen Gratweg weiter. Am Untergrund des Weges kann man deutlich die Spuren des Tumalingranits sehen. Zum Anfang des Gratweges befindet sich links eine Aussicht, von der man zum Ausgangspunkt am Augustusberg sehen kann. Der Weg verläuft ungefähr 400 Meter über den Gratweg auf einem schmalen Pfad und biegt dann nach links ab. Unterhalb des eigentlichen Gratweges führt ein Waldweg 20 Höhenmeter tiefer entlang. Diesem Weg folgt man nach rechts und nach kurzer Strecke fällt der Weg ab bis hinunter zur Fahrstraße. Die Gottleuba wird auf der neugebauten Brücke überquert und gleich hinter den Häusern von Hasselberg steigt ein unauffälliger, aber ausgeschilderter Weg zur Talsperre bzw. zur Talsperrenaussicht hoch. Nach 700 Metern Aufstieg hält man sich links und erreicht nach wenigen Metern den Staumauer_Talsperre_Gottleuba_kleinAussichtspunkt über die Staumauer und die eigentliche Talsperre Gottleuba. Ich finde, Staumauern, die aus Beton gebaut sind, wirken immer viel mächtiger als so langweilige Staudämme aus Erde und Gestein. Im Falle der Talsperre Gottleuba ist aber auch schon gewaltig Material verbaut worden, um auf eine Höhe von 52 Meter und eine Länge von 327 Meter zu kommen. An dem Aussichtpunkt steht noch eine weitere Informationstafel, die über die Talsperre aufklärt. Wirklich komisch ist, dass auf diesen Tafeln unterschiedliche Werte angegeben werden. Auf einer Tafel ist der Überlauf 40 Meter breit und der Durchsatz mit 180 m³/s angegeben, auf zwei anderen Tafeln wird von 50 Meter Breite und 400 m³/s geschrieben. Ich würde mal tippen, dass die größeren Zahlen stimmen. Die kleineren Zahlen sind bestimmt nur die Werte für die Vorsperre.
Jetzt verlässt die Wanderung die Talsperre und es geht ein kleines Stück wieder auf dem bekannten Weg zurück. Man folgt der Zufahrtsstraße zur Aussicht und erreicht nach einem kurzen Abstieg die Ortschaft Hartmannsbach. Auf der Hauptstraße geht es ca. 150 Meter bergauf, also  nach links, bis nach rechts ein Weg abzweigt. Hier geht es ganz angenehm über einen gut ausgebauten Feldweg in Richtung Raabsteine. Nach 900 Metern biegt der Feldweg ab und die Verführung ist ziemlich groß, weiter geradeaus zu wandern. Es empfiehlt sich aber, weiter dem Feldweg nach links zu folgen, weil man damit nach ca. 600 Metern über einen Weg auf der rechten Seite zur Vorderseite der Raabsteine_bei_Gottleuba_kleinRaabsteine gelangt. Irgendwie sind diese Felsen eine ziemliche Überraschung, weil sie ganz typische Sandsteinfelsen sind und irgendwie erwartet man (oder zumindest ich) die hier überhaupt nicht. Diese Felsen sehen ziemlich genau so aus wie die Nikolsdorfer Wände. Vielleicht sind diese Felsen ein kleines Stück niedriger, aber viel ist es nicht. Über die Raabsteine geht es einmal komplett hinweg, was aber überhaupt nicht anstrengend ist, sobald man die paar Höhenmeter bis auf den Felsen geschafft hat. Nach diesem etwas besonderen Schlenker über die Raabsteine erreicht man einen Querweg, der nach rechts wieder auf den bekannten Feldweg führen würde, aber die Wanderung biegt nach links ab, um als nächstes den Helleberg zu erkunden. Nach ungefähr 400 Metern erreicht man einen schnurgeraden Waldweg, der im spitzen Winkel nach rechts abbiegt. Der Weg führt geradewegs auf den Aussichtspunkt des Hellebergs. Leider ist es mit der Wanderwegbeschilderung im gesamten Bereich zwischen Bad Gottleuba und der Grenze ziemlich mangelhaft. Hier sollte man eine gute Wanderkarte haben und an so manchem zerstörten Wegweiser ein nettes Ratespiel veranstalten. Auch bei der Aussicht Helleberg merkt man, dass nicht der größte Augenmerk auf die Wanderwege gelegt wird. Die Aussicht ist zwar nett mit einer Bank und einem Geländer angelegt, aber total zugewuchert und man kann sehr wenig sehen. Wenn man über die Baumwipfel hinwegsieht, dann erkennt man den Augustusberg, aber leider nicht die Stadt Bad Gottleuba im Tal. Zurück könnte man den gleichen Weg nehmen, aber ungefähr 100 Meter hinter der Aussicht biegt nach rechts ein Waldweg ab, der in einem kleinen Bogen (nach ca. 70 Meter links und nach 400 Metern nochmals links) an eine Wegkreuzung führt. Hier weist eine Steinsäule in die richtige Richtung: Borna-Gersdorf. Der Feldweg führt absteigend an einer Feldhecke entlang, bis nach ziemlich genau einem Kilometer nach rechts ein Weg abzweigt. Diesem Weg folgt man, bis wiederum im Wald nach 150 Metern der Weg nach links abbiegt. Dieser führt sehr angenehm durch den Wald, bis nach 400 Metern die Überraschung passiert. Hier hat der Waldbesitzer eine Schonung eingerichtet und anscheinend vergessen, dass hier auch noch ein Waldweg lang führt. Man kann deutlich auf der gegenüberliegenden Seite den Weg sehen, aber der Zaun verwehrt das Weitergehen. Also geht es, egal welche Richtung, um die Schonung drum herum, um dann, wieder auf dem Weg angekommen, weiter in Richtung des Jagdsteines zu wandern. Nördlich des Jagdsteins stößt man auf die Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich, der man bergauf für ein kurzes Stück von ca. 100 Metern folgt. Dann erreicht man die Fahrstraße nach Berggießhübel und Gersdorf. Diese Straße braucht man aber überhaupt nicht zu betreten, da auf der rechten Seite gleich an dem Parkplatz auch der Zugang zum Jagdstein ist. Rechts neben dem Aufstieg befindet sich irgendwie ein seltsames Bachbett. Wozu auch immer man diesen gigantischen Ablauf angelegt hat, vielleicht hat es mit dem auffälligen Hügel daneben zu tun. Meist sind solche unbewachsenen Hügel alte Müllhalden, die aber nicht abgetragen, sondern nur zugedeckt worden sind. Der Aufstieg auf den Jagdstein ist schnell geschafft und schon hat man eine nette Aussicht erreicht, die anscheinend nur sehr selten von anderen Besuchern belagert wird.
Der weitere Weg erfolgt erstmal, indem man wieder komplett von der Aussicht herunter wandert. Rechts des Weges befindet sich die Schießanlage der Schützengesellschaft Berggießhübel, die in einen alten Steinbruch eingebaut worden ist. Nachdem man den Schießstand passiert hat, biegt am Parkplatz nach rechts die Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich ab. Dieser Markierung folgt man auf einem ziemlich angenehmen Feldweg die nächsten 1 ½ Kilometer. Wenige Meter bevor der Feldweg auf einer Fahrstraße endet, quert ein Bach den Feldweg. Eigentlich wäre das nichts besonderes, wenn der Bachlauf_quert_Feldweg_kleinBach nicht an einer gepflasterten Stelle über den Weg laufen würde. Das ist eine schöne unkomplizierte Variante, wie der Bach den Feldweg überqueren kann. Nur stelle ich mir das gerade vor, wenn der Bach mal etwas mehr Wasser als das Standardrinnsal führt, dann kann man hier seine ehemaliger_Kalkofen_bei_Giesenstein_kleinSprungkraft unter Beweis stellen. Genau an der Kreuzung zwischen dem Feldweg und der Fahrstraße steht ein ehemaliger Kalkofen. In diesem ziemlich stabilen Gebäude ist bis 1830 Kalkgestein zu Bau- und Düngekalk gebrannt worden. Erst kurz vorm Ortseingang von Bad Gottleuba fällt der gepflasterte Weg etwas steiler ab; da es sich aber schon um eine wenig befahrene Straße handelt, ist das Gefälle für Wanderer ziemlich angenehm. Die Wanderung erreicht die Hauptstraße und ihr folgt man nach rechts. Nach ungefähr 350 Metern macht die Straße einen Links-rechts-Knick. Hier kann man sehr schön nach links von der Hauptstraße abbiegen und es geht hinter den Mehrfamilienhäusern an einem kleinen Bachlauf entlang. Der Weg hier hinten entlang heißt Siedlungsweg und führt bis zum Goethepark. In dem Park befindet sich ein netter See und wenn ich mich richtig erinnere, heißt er schwarzer_Schwan_auf_Schwanenteich_kleinSchwanenteich. Auf jeden Fall ist ein schwarzer Schwan auf dem See unterwegs, der zu jedem Besucher angepaddelt kommt. Nachdem man den Teich passiert hat, biegt die Wanderung nach rechts wieder auf die Hauptstraße ab. Der Hauptstraße folgt man nach links und schon nach wenigen Metern erreicht man die Zufahrt zum Gesundheitspark. Hierbei handelt es sich um ein riesiges Gelände, auf dem ein Rehabilitationszentrum, bestehend aus sechs Fachkliniken, einem Familienhaus und einem Parkhotel, beheimatet ist. Die Parkanlage ist wirklich riesig groß und einige sehr nette Jugendstil-Gebäude stehen da.
Brunnen_Gottleuba_kleinDie Wanderung geht weiter auf der Hauptstraße, bis diese nach rechts abknickt. Hier geht es geradeaus in die Einbahnstraße hinein. Hier befindet sich eine sehr nett hergerichtete Geschäftsstraße, der man bis zum Springbrunnen/Postsaeule_Gottleuba_kleinPostsäule folgt. Hier steigt nach links der Wanderweg relativ steil zum Augustusberg wieder hoch. Der Weg geht ziemlich geradeaus bis zur Kirche. Hier biegt der Weg im spitzen Winkel ab und steigt danach weiter an. Nach ungefähr 400 Metern Aufstieg biegt die Wanderung in einen Feld-/Hohlweg ab und erreicht nach 200 Metern ein altes Steinkreuz. Dieses Kreuz der Vierzehn Nothelfer soll an eine tapfere Tat vom Bürgermeister und 13 jungen Männern erinnern. Sie sollen 1429 die vorrückenden Hussiten solange behindert haben, bis sich die Einheimischen erfolgreich im Wald versteckt hatten. Kreuz_der_vierzehn_Nothelfer_kleinDer Weg verläuft jetzt quer über die Wiese und damit kann man die Schleife der Straße ein kleines Stück abkürzen. Auch auf der gegenüberliegenden Seite wird die Schleife der Straße nur überquert und dann geht es weiter auf den Augustusberg zu. Auf der rechten Wegseite stehen ein paar Häuser mit einer erstklassigen Aussicht. Das ist schon ein ganzes Stückchen besser, als in einer Neubausiedlung auf die Hauswand eines anderen Hauses zu blicken oder in einem Plattenbau auf die gegenüberliegende Fassade. Mit Erreichen des Waldes geht es schräg rechts dem gelben Punkt gelber Punkt die letzten paar Meter bis zum Parkplatz hinterher. Damit ist eine Wanderung zu Ende gegangen, die so manches Problem bei der Wegfindung geliefert hat. Was ganz nett an dieser Runde gewesen ist, sind die Aussicht auf die Talsperre Gottleuba und die wunderbare Ruhe auf den größten Teilen dieser Runde.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Bad Gottleuba OT Augustusberg mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Augustusberg

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