Teufelsgrund

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 2,50 h
Entfernung:
ca. 5,50 km
Höhenunterschied:
ca. 214 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
Spaziergang
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen und Hühnerleitern
empfohlene Karten:
Nikolsdorfer Wände;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Parkhaus Festung Königstein - blauer Strich - Eselsweg - blauer Punkt - Spanghorn - Franzosensprung - Hirschstange - Rückseite Wismut - Flügel 6 - Teufelsgrund - blauer Strich - Parkhaus Festung Königstein

Beschreibung:

Die Wanderung ist dadurch entstanden, dass uns ein netter Leser der Internetseiten auf eine noch unbeschriebene Felsenschlucht hingewiesen hat. Das kann doch nicht so bleiben und deshalb wurde gleich mal ein Ausflug dort hin unternommen. Es handelt sich um den Teufelsgrund, aber nicht die Felsschlucht bei Wehlen, sondern in der Nähe von den Nikolsdorfer Wänden bzw. dem Wismut-Gelände. Den Startpunkt haben wir auf den riesigen Parkplatz der Festung Königstein gelegt. Damit man dem Trubel des Parkplatzes möglichst schnell entkommt, geht es gegenüber des Parkplatzes auf der Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich am Rande des Waldes entlang. Nach ungefähr 350 Metern erreicht man eine Wegkreuzung, an der es nach links weiterhin auf der Wanderwegmarkierung entlang geht. Rechts neben dem sehr angenehm zu gehenden Weg befindet sich im Wald auf einmal ein wirklich seltsam aussehendes Gebäude. Hochbehaelter_Huetten_kleinEs sind irgendwie zwei hässlich aussehende Zylinder, die mit Trapezblech verkleidet sind. Die beiden Zylinder sind Trinkwasser-Hochbehälter, die erst letztes Jahrzehnt (1997) gebaut worden sind. Gut, dass man früher die Wasserbehälter in einem Erdhügel versteckt hat, so verschandeln nur die neumodischen Wasserfässer die Landschaft. Kurz hinter den seltsamen Dingern macht der markierte Wanderweg ein kleines Zick-Zack, aber es geht immer noch der blauen Markierung hinterher, bis man ganz kurz vor der Straße zwischen Königstein Ortsteil Hütten und Leupoldishain ankommt. Hier braucht man keinen Fuß auf die Straße zu setzen, da es gleich wieder im spitzen Winkel nach rechts zurück geht. Hier ist der breite Forstweg mit dem blauen Punkt blauer Punkt und mit dem „S“ für Stelzchenweg markiert. Genau dieser Markierung folgt man jetzt ungefähr ½ Kilometer. Dann biegt die Wanderwegmarkierung nach links auf das Spanghorn ab. Aussicht_Franzosensprung_Richtung_Koenigstein_kleinDamit die Wanderung auch eine schöne Aussicht beinhaltet, sollte man unbedingt diesen Miniaufstieg unternehmen. Sobald man die Treppe verlassen hat, liegt auf der linken Seite die Aussicht Franzosensprung. Wir sind jetzt schon mehrmals hier oben gewesen und bis jetzt hatten wir immer eine wunderbare Ruhe und konnten damit die Aussicht ganz alleine genießen. Wenn man von der Aussicht nach links blickt, dann sieht man die Festung Königstein und dahinter den Lilienstein, auf der rechten Seite sind die Felsen des Pfaffensteins zu sehen.
Nach dieser kleinen Rast geht es wieder auf dem gleichen Weg vom Spanghorn herunter, bis man den asphaltierten Waldweg erreicht hat. Auf diesem Weg wandert man jetzt nach links. Nach wieder mal ½ Kilometer erreicht man einen Rastplatz, an dem man den Ursprungsgedanken dieses Platzes nur feststellt, wenn man auf dem Waldweg stehen bleibt. Als die Bank und der Tisch aufgestellt wurden, war die davorliegende Schonung noch relativ niedrig und so konnte man einen wunderschönen Blick rüber auf die Festung genießen. Heutzutage sind die Bäume gewachsen und so ist es immer noch ein schöner Platz, nur die Aussicht ist zugewuchert. Die Wanderung geht immer noch auf dem Waldweg entlang. Zwischendurch kommt man noch an einem Klärbecken des ehemaligen Uranbergwerks vorbei. Es ist im Verhältnis zu den großen Absetzbecken eine kleine Ausführung, aber es hatte auch nur die Aufgabe, den abgewaschenen Dreck der Fahrzeuge zu sammeln, damit dieser nicht weiter in die Umwelt gelangt. Seit längerer Zeit fahren auf der Rückseite des Bergwerks keine Fahrzeuge mehr vom Gelände, aber die Einrichtung ist immer noch vorhanden. Auch befindet sich an der Straße, die auf das Wismut-Gelände führt, eine seltsame Treppe, die bestimmt irgendetwas mit dem LKW-Verkehr zu tun hatte. Die Wanderung geht noch ein paar Meter weiter, bis nach links ein breiter Waldweg abbiegt. Auf diesem geht es jetzt weiter bis zum hinteren Zugang des Teufelgrundes. Der Zugang ist ein unauffälliger Pfad, der nach rechts abbiegt. Er liegt ca. 200 Meter hinter der Wegkreuzung, an der nach links ein breiter Waldweg abbiegt. Diesr Pfad ist aber auch der einzige, der an dem Waldweg nach rechts abbiegt, und außerdem hängt an einem Baum links davon ein Hinweisschild auf den Teufelsgrund.
Der Abstieg runter in den Grund ist nicht besonders anstrengend und zwischendurch stehen sogar noch zwei Bänke. Teufelsgrund_Hinterer_Teil_kleinDa ich die Wanderung mit meiner großen Tochter (zu dem Zeitpunkt 5 Jahre) unternommen habe, musste ich ein paar Faxen machen und so habe ich gesagt, dass die Bänke das Wartezimmer für den Teufel sind. Irgendwie wollte sie mir nicht so richtig glauben oder sie war sich nicht so ganz sicher, wer denn der Teufel sein soll, aber ganz geheuer war es ihr nicht. Im Grund angekommen, ist es sehr einfach, den Weg zu finden. Da es sich um eine sehr versteckte Schlucht handelt, kann es schon mal sein, dass der Pfad ein wenig mit Farn und Brombeeren zuwuchert. Deshalb ist es ganz empfehlenswert, eine lange Hose auf der Wanderung zu tragen. Teufelsgrund_vorderer_Teil_kleinAuch wenn meine große Tochter gleich mehrere Kratzer vom Brombeergestrüpp abbekommen hat, so ist sie tapfer weiter gewandert und meinte nur, dass dieser Teufelsgrund nur das Ferienhaus des Teufels sein kann, da er nicht da war. Wir haben beschlossen, dass der Hauptwohnsitz der Teufelsgrund bei Wehlen ist. Wirklich überraschend war, dass auf einmal in dem Grund eine Informationstafel über Waldameisen stand. Damit rechnet man in dieser menschenleeren Schlucht nun wirklich nicht, aber unter dem Schild und rechts neben dem Schild sind wirklich riesige Massen Ameisen unterwegs. Es geht weiter durch den Teufelsgrund bis vor zum breiten Forstweg. Hier geht es einfach weiter geradeaus. Nach 200 Metern erreicht man die schon bekannte Kreuzung und es geht nochmals geradeaus die letzten Meter bis zum Parkplatz auf der blauen Wanderwegmarkierung blauer Strich.
Obwohl ich schon einige Male mit den Fingern auf der Wanderkarte Nikolsdorfer Wände von Dr. Böhm herumgefahren bin, ist mir noch nie dieser Grund aufgefallen. Deshalb freue ich mich sehr, dass der nette Leser meiner Internetseiten mich auf diese schöne Schlucht aufmerksam gemacht hat. Die Wanderung war eine sehr angenehme ruhige Runde, die uns beiden Wanderern gut gefallen hat.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Am Königstein (zur Festung) mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Königstein, Festung
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 6,00€

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