Unger

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Karte:
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Dauer:
ca. 3,00 h
Entfernung:
ca. 13,00 km
Höhenunterschied:
ca. 500 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg
Wanderweg
empfohlene Karten:
Große Karte der Sächsischen Schweiz;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Rugiswalde - grüner Strich - Unger - Bahnhof Krumhermsdorf - Am Bahnhof - Krumhermsdorf - Hauptstraße - gelber Strich - Schwarzbach - ehemaliger Bahndamm - Lohsdorf - Schwarzbachtal - Goßdorfer Raubschloß - Sebnitz - roter Strich - ehemalige Buttermilchmühle - Mühlenweg - Altendorf

Beschreibung:

Diese Wanderung ist eine der ganz wenigen Strecken, die keine Runde, sondern eine Streckenwanderung ist. Der Startpunkt ist die Bushaltestelle „Rugiswalde Abzweig“. Von hier geht es über die Straße zwischen Neustadt und Sebnitz und dann auf der Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich leicht ansteigend zum Unger hinauf. Seit oben auf dem Unger keine eingezaeuntes_Ungergelaende_kleinGaststätte mehr ist, trifft man hier kaum noch jemanden. eingezaeunter_Ungerturm_kleinInnerhalb von einem Kilometer Wanderstrecke steigt man 85 Höhenmeter an, was aber nicht unangenehm auffällt, um dann den Gipfel des Ungers zu erreichen. Wie schon gesagt, sind leider sowohl die Gaststätte als auch der Aussichtsturm heutzutage geschlossen und um den gesamten Bereich ist ein hässlicher Bauzaun gestellt. Dabei wird überhaupt nicht an den Gebäuden gearbeitet, sondern der Zaun soll nur neugierige Besucher abhalten.

Die Wanderung führt auf der gegenüberliegenden Bergseite die Zufahrt abwärts. neuer_Ungerturm_kleinHier steuert man ziemlich genau auf den relativ neuen Sendemast zu. Dieser steht rechts neben dem Weg. Kurz hinter dem Sendemast biegt die Straße nach rechts ab, die Wanderung geht aber geradeaus, weiter der Wanderwegmarkierung grüner Strich hinterher. Nach etwas weniger als einem Kilometer tritt man aus dem Wald heraus und hat einen sehr schönen Blick in die Richtung der Sächsischen Schweiz. Der asphaltierte Feldweg führt erst über die Bahnlinie Sebnitz – Bahnhof_Krumhermsdorf_kleinNeustadt, dann am ehemaligen Bahnhof Krumhermsdorf vorbei und runter in die Ortschaft Krumhermsdorf. Warum auch immer, aber irgendwie stehen in Krumhermsdorf noch so einige Häuser (ich habe vier gezählt) als unbewohnte Ruinen herum. Das ist wirklich traurig, da mindestens die alte Schule ein tolles Gebäude gewesen ist. Die Wanderung führt über die Hauptstraße abwärts, bis sich diese gabelt. Hier wandert man nach rechts in Richtung Ehrenberg weiter. An der Straße stand zu meinem Wanderzeitpunkt eine Anschlagtafel, auf der nur die Titelseite einer Zeitschrift hing, die laut Wikipedia als rechtsextrem eingestuft wird. Das ist keine tolle Reklame in einer Ortschaft.

Neben der Straße verläuft die ganze Zeit ein Bächlein, bei dem es sich um den oberen Teil des Schwarzbachs handelt. altes_Haus_Schwarzbachtal_kleinDiesem Bach wird über eine lange Strecke gefolgt. Gleich am Ortsausgangsschild von Krumhermsdorf biegt nach links die Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich ab, der weiter hinterher gegangen wird. Die Wanderung führt durch ein paar Wiesentäler und man kann schön zusehen, Rastplatz_Schwarzbachtal_kleinwie sich der Bach talabwärts mäandert. Nach etwas mehr als einem Kilometer erreicht man die Landstraße zwischen Lohsdorf und Ehrenberg. Hier muss man leider 150 Meter nach links auf der Straße wandern. Das ist überhaupt nicht schön, aber es ist auch schon das einzige blöde Stück auf dieser Wanderung. Danach geht es nach rechts von der Landstraße herunter, weiterhin auf der gelben Wanderwegmarkierung in Richtung Lohsdorf. Wenn man genau die Landschaft links und rechts des Weges anschaut, dann kann man die alte Bahntrasse der Schmalspurbahn entdecken. Heutzutage ist es ein schmaler Streifen, der mit ordentlichen Bäumen zugewuchert ist.

Die Wanderung erreicht den Ortsrand und man wandert auf der Hauptstraße weiter abwärts bis zum Bahnhof Lohsdorf. ehemaliger_Bahnhof_Lohsdorf_kleinEs ist immer wieder nett anzusehen, wie sich das Gelände des Schmalspurbahn-Vereins (www.schwarzbachbahn.de) weiter entwickelt. Hier stehen immer mal wieder Wagons, die saniert werden und große Mengen Baumaterial für einen Wiederaufbau der Bahntrasse. Das Ziel des Vereins ist es, die Bahntrasse durch das Schwarzbachtal bis hinunter zur Kohlmühle wiederherzustellen. Wir halten es für ein recht hochgestecktes Ziel, aber würden uns sehr drüber freuen, wenn es klappen würde. Zwischen der Gaststätte Schwarzbachtal (www.schwarzbachtal.de) und dem Bahnhofsgelände biegt die gelbe Wanderwegmarkierung ab. Nach einem kurzen Stück landet man auf dem breiten Weg durch das Schwarzbachtal. Bruecke_Reste_der_Schmalspurbahn_kleinDieser Weg ist sehr angenehm zu wandern und sehr schön ist, wie angenehm ruhig es hier unten ist. Neben dem Wanderweg kann man immer wieder einzelne Teilstücke der Bahntrasse entdecken. So fallen der Bahndamm, einzelne Brücken oder Brückenreste und ein Tunnel auf. Hier kann man sich gut vorstellen, was sich der Schwarzbachtal-Verein mit einer Wiederherstellung der Bahntrasse vorgenommen hat. Das dürfte ein hartes Stück Arbeit sein und ein ordentliches Paket an zu überwindender Bürokratie.

Es ist ziemlich egal, ob man konsequent der gelben Wanderwegmarkierung oder dem breiteren Weg folgt, beide Varianten sind sehr schön zu gehen und stoßen nach einem ¾ Kilometer wieder aufeinander. Tunnel_Schmalspurbahn_Schwarzbachtal_kleinBei dem unmarkierten Wanderweg passiert man einen der beiden Tunnel der Schmalspurbahn, was wirklich abwechslungsreich ist. Nachdem die beiden Wege wieder zusammentreffen, geht es noch etwas weniger als ½ Kilometer weiter, um dann auf der rechten Wegseite den Aufstieg hinauf zum Goßdorfer Raubschloss zu entdecken. Ecke_von_Ruine_Gossdorfer_Raubschloss_kleinAuch wenn die Wanderung weiter durch das Tal abwärts geht, ist der kurze Abstecher hoch zur Ruine des Raubschlosses empfehlenswert. Der Aufstieg bzw. dann der Abstieg erfolgt über einen Zickzackweg. Oben findet man zwei Gebäudereste. Beide sind keine historischen Reste, Kuppel_Ruine_Gossdorfer_Raubschloss_kleinsondern nur als Erinnerung an die ursprüngliche Burg wiederaufgebaut worden. Das Raubschloss wird auch noch Burg Schwarzberg oder Burg Schwarzbach genannt. Ganz lustig ist, wenn man hier oben mit Kindern ist, da die meisten eine blühende Fantasie haben, wie es damals wohl ausgesehen haben mag. An der größeren Ruine hängen gleich vier unterschiedliche Tafeln zu den Themen: Historie, Sage, Schatzgräber und Sterndeuter.

Nach dieser kleinen Exkursion steigt man wieder von dem Raubschlosshügel herab und geht dann noch ein kleines Stück nach rechts dem Bachlauf hinterher. Hier wird die Bahnlinie Bad Schandau – Sebnitz unterquert und der Sebnitzbach mit einer Brücke überwunden. Gleich dahinter hat links vom Weg die Buttermilchmühle gestanden. Bis ins Jahr 1985 war es zuerst eine Sägemühle und dann eine Gaststätte mit Ferienbetrieb. Leider ist das Gebäude durch einen Blitzschlag abgebrannt und heutzutage sind nur noch ein Teil des Fundaments, ein Felsenkeller und Teile des Mühlgrabens zu entdecken. Wasserrad_an_der_Buttermilchmuehle_kleinKnapp neben dem ehemaligen Standort der Buttermilchmühle kommt ein Bächlein (Kohlbach) den Hang herunter. Hier läuft seit vielen Jahren, wenn nicht sogar Jahrzehnten, ein kleines Wasserrad. Die Wasserrinne dafür ist schon immer die gleiche gewesen, aber das Wasserrad ist immer mal wieder überarbeitet oder auch erneuert worden. Hier hat jemand mit technischem Verständnis viel Spaß am Spielen im Bach. Hoffentlich wird es nicht von irgendwelchen depperten Mitmenschen zerstört.

Knapp hinter dieser Stelle beginnt der Aufstieg nach Altendorf. Schon nach wenigen Metern erreicht man eine Kreuzung, an der die gelbe Wanderwegmarkierung verlassen wird und es nach links auf dem roten Strich roter Strich aufwärts geht. Muehlweg_Blick_auf_Pinsenberg_kleinAm Ende des Waldes ist auch der anstrengendste Teil des Aufstieges geschafft und man kann den Blick in die Landschaft genießen. Zuerst wird der unauffällige Pinsenberg passiert und dann der letzte ¾ Kilometer bis nach Altendorf bewältigt. Auf der Hauptstraße (Sebnitzer Straße) angekommen, bietet sich ein Abstecher nach rechts bis zum Heiteren Blick (www.gasthaus-heiterer-blick.de) an. Hier kann man sich bei sehr angenehmen Preisen ordentlich und lecker stärken.

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