Wendischauer Runde

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivpositivpositivnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 1,25 h
Entfernung:
ca. 6,00 km
Höhenunterschied:
ca. 210 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
nicht im Winter
Schwierigkeitsgrad:
Spaziergang
leicht
Untergrund:
asphaltiert
Wanderweg und Pfad
empfohlene Karten:
Stolpen und das Stolpener Land;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Cunnersdorf - Landweg - Bockmühle - Polenz - roter Punkt - Märzenbecherwiese - Karl-Lampe-Weg - Wendischauweg - Richtungskiefer - Cunnersdorf - Landweg

Beschreibung:

Um die Märzenbecherwiesen zu erkunden, gibt es gleich einige unterschiedlich lange Wanderungen und bei der Wendischauer Runde handelt es sich um eine der kürzeren Touren. Nur im Bereich der eigentlichen Märzenbecherwiesen im Tal trifft man auf so einige Mitmenschen, die auch diese netten kleinen Frühjahrsboten bestaunen, aber die restliche Strecke ist wirklich super ruhig. Der beste Startpunkt ist der offizielle Parkplatz am Landweg Cunnersdorf. Bockmuehle_und_Maerzenbecherwiese_kleinVon hier geht es erstmal leicht abfallend auf der Fahrstraße runter ins Tal bei der Bockmühle. An der Bockmühle (www.bockmuehle-hohnstein.de) geht es vorbei und vielleicht kann man ja schon mal auf die Speisekarte blinzeln, um nach der Runde hier einzukehren. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich gleich eine der größten Wiesen mit Märzenbechern. Auf dieser Wiese sind die Mengen der weißen Blümchen noch begrenzt, aber die ersten Blüten sind schon gut zu sehen. Von der Straße biegt die Wanderung nach links auf den Weg ab und es geht an einem gut gepflegten Bewässerungsgraben mit der Wanderwegmarkierung roter Punkt roter Punkt entlang. Gleich am Anfang des Weges stehen mehrere Schilder, die über die Wiesen und die Märzenbecher aufklären. Ob die Leute diese Schilder verstehen, kann man nur erahnen. Nachdem man um die Kurve gewandert ist und dort ein Schild sehr deutlich das Betreten der Wiese verbietet und direkt daneben reichlich Mitmenschen zwischen den Blümchen herumtrampeln, weiß man, dass das Verstehen des Schildes doch noch zu schwierig ist.
Je weiter man mit der Wanderung in das Polenztal hinein geht, desto größer Bruecke_Polenz_bei_den_Marzenbecherwiesen_kleinwerden die Flächen mit den Märzenbechern. Gleich hinter der kleinen Fußgängerbrücke über die Polenz fällt eine der größeren Flächen rechts vom Weg auf. Ungefähr 200 Meter hinter der kleinen Brücke findet man noch einen der größeren Märzenbecherbestände gleich neben dem Weg und so kann man, auch ohne in die Maerzenbecherwiese_neben_dem_Wanderweg_kleinBlümchen hineinzusteigen, sie bestaunen oder auch knipsen. Man sollte sich bewusst sein, dass die Märzenbecher ganz besonders feuchte Wiesen mögen und man am Ende des Winters durch das Tal wandert. Da muss man damit rechnen, dass der Weg ordentlich matschig ist und normale Straßenschuhe eine braun-feuchte Färbung annehmen. Der Bach schlängelt sich ziemlich durch das Tal und so ist auch zwischendurch mal kein Platz für den Wanderweg, sodass man mal ein paar wenige Meter hochsteigen muss. Damit hat man dann aber auch einen besseren Blick auf die gegenüberliegende Seite mit ihren weiteren Flecken Märzenbecher. Nach insgesamt 2 Kilometern auf der roten Wanderwegmarkierung erreicht man einen auffälligen, breiten Waldweg, der über einen Grat verläuft. Hier wird der markierte Wanderweg verlassen und es geht im spitzen Winkel nach links den Hang hinauf. Der Untergrund besteht aus Basalt und so erscheint es, als ob der Weg künstlich angelegt wäre. Der Weg ist natürlich so bearbeitet worden, dass er einigermaßen eben ist, aber der Grat ist natürlichen Ursprungs. Teich_neben_Wendischauerweg_kleinDie Steigung ist relativ angenehm und am Ende gelangt man auf die große Ebene vor Cunnersdorf. Hier geht es wunderbar ruhig Rastplatz_neben_Wendischauerweg_kleinentlang und nur zwischendurch muss man eine kleinere Senke durchqueren. Dafür befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite ein Teich, der anscheinend vor gar nicht so langer Zeit saniert und dann noch als Naturbad oder Tobebecken benutzt wurde. Der Überlauf ist sogar als kleines Sprungbrett ausgebaut.
Die Wanderung geht auf dem sehr eindeutigen Weg bis nach Cunnersdorf und dem bestimmt von der Hinfahrt bekannten Landweg. Auf diesem wandert man nach links weiter. Die kleine Straße führt am Rande von Cunnersdorf entlang und so kann man auf gleich mehrere Rückseiten von Bauerhöfen blicken. Der Schönste, mit den beiden riesigen Solaranlagen, ist der Biobauernhof Steinert in Cunnersdorf. Hier hat ein Bauer seine Nische für landwirtschaftliche Produkte gefunden und bekommt hoffentlich angemessenere Preise als die Standardbauern.
Die Wanderung geht noch ein kurzes Stück weiter über die kleine Straße und erreicht bald den Ausgangspunkt. Die Runde ist sehr nett zu wandern und man kann in den Blütezeiten (März und April) einen schönen Frühjahrsgruß erhalten. Man sollte sich bewusst sein, dass an den Wochenenden im Polenztal schon so einige Besucher unterwegs sind, aber spätestens mit dem Aufstieg aus dem Tal heraus ist auf einmal kein einziger mehr unterwegs.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Cunnersdorf Landweg mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Märzenbecherwiese
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 1,00€