Wolfsfalle

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
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Dauer:
ca. 5,00 h
Entfernung:
ca. 12,00 km
Höhenunterschied:
ca. 725 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
schwindelfrei
steiler Aufstieg
festes Schuhwerk
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen und Hühnerleitern Leiter
Klettern mit Klammern
empfohlene Karten:
Schrammsteine – Affensteine;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Kirnitzschtal - Beuthenfall - Dieterichsgrund - grüner Strich - Hinterer Heideweg - roter Strich - Wolfsfalle - Langes Horn - blauer Strich - Reitsteig - Lehnsteig - Schmilkaer Kessel - Wurzelweg - grüner Punkt - Elbleitenweg - gelber Strich - Heringsgrund - Rübezahlstiege - Reitsteig - blauer Strich - Fremdenweg - Kleiner Winterberg - Pavillon - roter Punkt - Abstieg - Fremdenweg - Eichenborn - roter Strich - Hinterer Kuhstallweg - Lehmhübelweg - Alter Wildenstein - Dieterichsgrunf - roter Strich - Kirnitzschtal - Beuthenfall

Beschreibung:

Die Wanderung ist dadurch entstanden, dass ich auf die Internetseite www.zwillingsstiege.de aufmerksam gemacht worden bin und hier eine Stiege beschrieben war, die ich nicht kannte. So etwas fordert natürlich gleich zum Ausprobieren heraus und so ging es los. Der Startpunkt ist der Parkplatz am Beuthenfall. Von hier geht es der grünen Wanderwegmarkierung grüner Strich hinterher. Zum Anfang verläuft der Weg über einen breiten und gut ausgebauten Forstweg, bis der markierte Weg nach ungefähr 700 Metern Aufstieg nach rechts abbiegt. Der so genannte Hintere Heideweg führt bis knapp an den Fuß der Affensteine. Aufstieg_Wolfsfalle_kleinHier erreicht man den Königsweg, der mit dem roten Strich markiert ist. Genau an dieser Wegkreuzung steht ein Wegweiser (Hinteres Raubschloss; Bloßstock; Frienstein; Beuthenfall) und hier verlässt man die markierten Wege und steigt hoch bis knapp vor die Felswand. Hier findet man einen schmaleren Trampelpfad, dem man Klammern_in_der_Wolfsfalle_kleinca. 50 Meter nach links folgt, bis man einen breiteren Einschnitt erreicht. Da die Wolfsfalle nicht zu den bekannten Stiegen der Sächsischen Schweiz gehört, ist der Aufstieg nur ein sehr unscheinbarer Trampelpfad nach oben. Nach wenigen Metern erreicht man die für die Wolfsfalle markante Felswand auf der rechten Seite. An der Felswand geht es entlang. Die Steigung ist gerade noch so zu bewältigen, da sich doch ziemlich viel Laub in der Ecke gesammelt hat und man damit nur schwer Halt findet. Im obersten Teil der Stiege sind ein paar Eisenklammern im Felsen befestigt, die einem die letzten paar Meter erleichtern. Hinter diesen stark verrosteten Dingern geht es mit einer angenehmen Steigung weiter bis zum oberen Affensteinweg.
Den oberen Affensteinweg überquert man nur, um dann gegenüber auf einem besser sichtbaren Pfad weiter zu wandern. Auf diesem Pfad geht es auf einem überraschend angenehmen Weg hoch auf das Lange Horn. Dass man auf das Lange Horn ohne über die Häntzschelstiege oder den Reitsteig hoch kommt, war mir bis zum Aufstieg durch die Wolfsfalle nicht bewusst. Wenn man durch die Wolfsfalle bis aufs Lange Horn hochgekommen ist, sollte man auch noch nach rechts bis zur Aussicht gehen. Der Blick ist von hier oben wirklich gigantisch und das ohne durch die Häntzschelstiege zu klettern. Obere_Wolfsfalle_kleinAuf dem Langen Horn geht es bis zum Reitsteig (also wenn man von der Wolfsfalle kommt nach links). Hier erreicht man die Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich. Ihr folgt man nach links und nach ca. 400 Metern erreicht man einen Rastplatz mit einer sehr schönen Aussicht. Der Platz lädt wirklich zum Verweilen ein, wobei gleich auf der Wanderung noch eine noch schönere Aussicht kommt. Es geht weiter auf der blauen Markierung. Auf der rechten Wegseite kommt nach ungefähr einem halben Kilometer ein kleines Hinweisschild auf die Rübezahlstiege. Zwar kann ich mir das kaum vorstellen, dass man die Rübezahlstiege auch bergabwärts steigen kann, aber es gibt ja auch Mitmenschen, die den Abstieg sogar über die Häntzschelstiege wagen. Es geht an dem Hinweisschild noch ein paar Meter auf dem markierten Weg entlang, bis nach rechts der Abstieg über den Lehnsteig ausgeschildert ist. Hier geht es vom markierten Weg nach rechts ab. Zuerst wandert man noch ein paar Meter auf einem Felsgrat entlang, wobei man nicht das Gefühl hat, dass es da vorne noch runter gehen kann. Aber auf einmal ist der Abstieg mit einigen Treppen vor einem. Hier empfiehlt sich aber noch ein kleiner Abstecher weiter gerade aus. Der Weg geht über ein paar Felsbrocken und dann steht man an einer fantastischen Aussicht. Im Gegensatz zu der gerade passierten Aussicht ist hier fast nie jemand anzutreffen und deshalb empfinde ich die Aussicht als eine wirkliche Superstelle.
Nachdem man sich satt gesehen hat, steigt man auf dem Ausblick_Lehnsteig_kleinLehnsteig über eine größere Zahl Stufen den Berg herunter. Nach dem Abstieg über diesen Steig erreicht man einen breiteren Wanderweg mit der Wanderwegmarkierung grüner Punkt grüner Punkt. Dem Weg folgt man nach rechts weiterhin den Berg abwärts. Nach ungefähr 300 Metern stößt zum Wanderweg die gelbe Markierung gelber Strich und hier geht es nach rechts leicht ansteigend wieder aufwärts. Die grüne Wanderwegmarkierung verlässt nach kurzer Strecke unsere Wanderung und es geht auf dem gelben Strich weiter durch den Heringsgrund aufwärts. Der Heringsgrund müsste eigentlich Sandweg heißen, weil es auf einer richtig dicken Sandschicht entlang geht. Der Heringsgrund ist ein ganz gerader Wanderweg, der nach ca. 450 Metern links abbiegt. Genau an dieser Stelle biegt an der rechten Wegseite ein unscheinbarer Weg ab, der aber an einem kleinen, aber offiziellen, Hinweisschild zu erkennen ist. Hier wird auf die nächste Attraktion, die Rübezahlstiege, hingewiesen. Der Weg steigt zum Anfang leicht an, bis sich der Weg in einen Pfad verringert und dann nach links den Hang hoch bewegt. Der Zugang zur Rübezahlstiege ist ganz gut durch die schwarzen Pfeile zu finden. Nur kurz vor dem Felsenfuß sind die Markierungen verschwunden. Aber spätestens wenn man vor einer wuchtigen großen Felswand steht, weiß man, dass es nach rechts rum geht, da der weitere Weg oberhalb der Felswand verläuft. Anfang_Ruebezahlstiege_kleinDa doch ein paar Wanderer den Weg hier hoch finden, kann man den Pfad so einigermaßen gut sehen und nach kurzer Strecke findet man die Rübezahlstiege. Der eigentliche Anfang der Rübezahlstiege ist mit einem schwarzen Oberer_Teil_Ruebezahlstiege_kleinPfeil und einem „R“ gekennzeichnet. Die ersten 5 Höhenmeter sind relativ schwer zu überwinden, dann geht es aber ganz passabel den Berg hoch. Zwischendurch kommt noch eine Herausforderung, da man durch eine kurze Höhle weiter klettern muss. Bei mir sieht das meistens nicht so richtig elegant aus, aber mit einem bisschen verkeilen und Zuhilfenahme der Knie kommt man durch das enge Loch. Das letzte Stück der Rübezahlstiege bis hoch auf die Ebene ist relativ einfach und auch schnell geschafft. Am Anfang wie auch am Ende der Rübezahlstiege kann man deutlich sehen, dass anscheinend von offizieller Seite der Zugang erschwert worden ist. So sind jeweils zwei Klammen am Felsen abgesägt worden und damit ist der Einstieg ausreichend schwer, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Vermutlich hatte man einfach die Nase voll, immer wieder irgendwelche Wahnsinnige, die auf einmal die Angst gepackt hat, zu retten.
Nach einer kurzen Strecke über die Ebene erreicht man den schon bekannten Wanderweg mit der blauen Wanderwegmarkierung blauer Strich. Hier muss man tatsächlich 150 Meter über die gleiche Strecke in die Richtung Großer Winterberg wandern, also nach rechts, bis nach links die Wanderwegmarkierung roter Punkt roter Punkt abbiegt. Dieser Weg mit dem Namen Unterer Fremdenweg führt an der Seite des verbotener_Ort-Pavillon_Kleiner_Winterberg_kleinKleinen Winterbergs entlang. Eigentlich ist diese Streckenführung wirklich schade, da man so überhaupt nicht am kleinen Pavillon auf dem Kleinen Winterberg vorbeikommt. Aber der ganze Berg ist zur Kernzone erklärt worden und deshalb darf man hier oben nicht außerhalb der offiziellen Wege herumturnen. Den Pavillon kann man an der Spitze des Kleinen Winterbergs links oben sehen. Knapp hinter dem Pavillon steigt der markierte Weg vom Felsen abwärts. Es geht mal wieder über einige Stufen den Berg herunter und man folgt quer durch das bewaldete Tal der roten Wanderwegmarkierung.
Kurz vor dem Neuen Wildenstein, bzw. eigentlich sagen alle Kuhstall, kreuzt die Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich und ihr geht es jetzt nach links hinterher. Zuerst wandert man noch am Fuße des Neuen Wildenstein entlang und folgt der roten Wanderwegmarkierung ungefähr 350 Meter. Dann biegt nach links ein unmarkierter breiter Waldweg ab. Ausgeschildert ist der Beuthenfall. Der Weg geht erst parallel zum markierten Weg auf der anderen Seite einer Senke entlang und biegt dann nach links in die Richtung des Alten Wildensteins ab. Ca. 100 Meter hinter der ersten Kurve, erreicht man eine Hohlweg und dahinter biegt man nach links auf einen schnurgeraden Waldweg ab. Der Weg führt direkt auf den Alten Wildenstein zu. Im Jahre 2007 hat man anscheinend hier oben Aufforstungsmaßnahmen durchgeführt und danach die Wanderwege wieder so einigermaßen hergerichtet. Der Weg war zwar perfekt geglättet, aber so was an matschig, dass es nicht so richtig Spaß machte die paar Meter durch den Wald zu gehen. Aber solche Spuren berichtigt die Natur zum Glück sehr schnell, so dass der Weg nach nur wenigen Monaten wieder ordentlich aussehen sollte. Es geht links um den Stein herum, bis man so ungefähr an der kürzesten Entfernung zum Felsen ist. Hier geht es zum Felsen hoch. Am Felsfuß kann man gleich mehrere Boofen entdecken. Irgendwie finde ich das schon ziemlich faszinierend, dass überall Schilder drauf hinweisen, dass offenes Feuer verboten ist und man sieht in fast jeder der Boofen eine Feuerstelle. Irgendwie passt das nicht zueinander. Es geht im Uhrzeigersinn um den Felsen herum. Zwischendurch passiert man ein Felsentor und dann geht es auf den Felsen hoch. Der Aufstieg erfolgt über einen Pfad nach links den Felsen hoch. Oben angekommen schlängelt sich der Weg ein Stück über den Felsen, bis man zu einer wunderschönen Aussicht gelangt. Von hier aus hat man einen hervorragenden Ausblick auf die Affensteine, den Neuen Wildenstein und damit auf das Tal dazwischen.

Panorama_Alter_Wildenstein_klein_small

 Normalerweise ist diese Aussicht einer der ruhigsten Aussichten von dieser Qualität. Nachdem man sich auch hier satt gesehen hat, erfolgen die letzten paar Meter bis runter zum Beuthenfall. Dazu muss man wieder den gleichen Pfad vom Felsen herunter und dann den bekannten Waldweg weiter wandern. Der Weg hört nach ungefähr 300 Metern auf und dann geht links ein Pfad den Hang runter. Es geht steil den Berg abwärts bis auf den Forstweg, den man dann bis runter zum Beuthenfall verfolgt.
Damit ist eine sehr schöne Runde beendet, die gewaltig Spaß gemacht hat. Ich hätte nie gedacht, dass es so einen angenehmen Aufstieg aufs Lange Horn gibt. Auch hat mir die Ruhe auf der Runde gewaltig gefallen. Alles in Allem eine wirklich spitzenmäßige Wanderung.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Straßenbahn bis zur Haltestelle Beuthenfall mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Beuthenfall
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 4,00€

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