Zur Aussicht

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivpositivpositivnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 3,50 h
Entfernung:
ca. 14,00 km
Höhenunterschied:
ca. 418 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
Klettern
empfohlene Karten:
Große Karte der Sächsischen Schweiz;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Cunnersdorf - Liebensgrund - Hohnstein - Zur Aussicht - Am Bergborn - Promenadenweg - gelber Strich - Pechhüttenweg - Kälbersteig - Bärenhohlflüßchen - Polenztal - Rußigmühle - Heeselichtmühle - Scheibenmühle - roter Punkt - Karl Lampe Weg - Wendsche Aue - Schoßgrund - Landweg - Cunnersdorf

Beschreibung:

Bei der Wanderung Burg Hohnstein war mir gleich unterhalb der Gaststätte Zur Aussicht ein markierter Wanderweg in Richtung Polenztal aufgefallen, der auf der Landkarte ziemlich vielversprechend aussah. Da ich nördlich von Hohnstein bisher sowieso noch viel zu selten unterwegs war, musste doch gleich mal ein Bogen dort unternommen werden. Tatsächlich kam eine wirklich sehr schöne Runde dabei heraus und hier kommt die passende Beschreibung zu dieser Wanderung.
Der Startpunkt liegt am Ortsrand von Cunnersdorf. Von hier muss man zuerst ein Stück auf der Straße in Richtung Ehrenberg (also nach Süden) wandern. Die Straße ist nur relativ wenig befahren und so erreicht man nach ½ Kilometer einen Feldweg, der nach rechts abbiegt. herbstlicher_Feldrain_Cunnersdorf_kleinNeben diesem Weg befindet sich ein breiter Feldrain mit einer Vielzahl unterschiedlicher Baumsorten. Das sieht ganz besonders im Herbst nett aus durch die vollkommen unterschiedlichen Blattfärbungen. Auf diesem Weg kann man etwas mehr als 1 ½ Kilometer den Blick über die Landschaft genießen. Am Ende des Feldweges erreicht man eine Kreuzung, an der es ein ganz kurzes Stück bis an den Waldrand nach rechts geht. Gleich am Waldrand steht ein unscheinbares Schild, das in den Wald zeigt und nach Hohnstein weist. Den Eingang in den Wald kann man noch ganz gut erkennen, aber der weitere Weg runter in die Senke hat sich vor mir sehr gut versteckt. Da es sich aber um einen ganz normalen Laubwald handelt, ist es überhaupt kein herbstlicher_Waldweg_Liebensgrund_kleinProblem, die paar Meter hinunter zu wandern. Durch die Senke mit dem schönen Namen Liebensgrund fließt ein Bächlein und gleich neben dem Rinnsal ist dann auch der Wanderweg wieder gut zu erkennen. Diesem folgt man weiter abwärts, bis hinter die kleine Brücke über den Bach (etwas weniger als 400 Meter am Bach entlang). Hinter der Brücke geht nach links ein breiter Waldweg den Hang hinauf, dem aber auch nur 50 Meter gefolgt wird, um dann nach rechts abzubiegen. Auch dieser Weg ist relativ breit, aber die dichte Grasschicht deutet darauf hin, dass er nur sehr selten benutzt wird. Der Waldweg führt mit einer angenehmen Steigung noch oben. Schon bald erreicht man den Waldrand, an dem der Weg etwas mehr als ½ Kilometer entlangführt, um dann nach rechts abzubiegen. Die Stelle kann man nicht verfehlen, da der eigentliche Weg am Waldrand dort endet.
Es geht sehr nett und mit keinerlei Höhenunterschied in Richtung Hohnstein. Auf der linken Wegseite sieht bzw. hört man die Straße zwischen Hohnstein und Ehrenberg. Gleich neben der Straße befindet sich auch das Hohnsteiner Rittergut. Obwohl die Gebäude relativ groß und gut erhalten sind, fallen sie heutzutage durch die Stallungen daneben kaum mehr auf. Auf der weiteren Wanderung in Richtung Hohnstein hat man einen netten Blick nach links auf die Napoleonschanze (oder auch Schanzenberg genannt) und nach rechts über das Tal der Polenz nach Heeselicht. Nach einem Kilometer auf dem Feldweg erreicht man eine einzelne, große Hütte, vor der anscheinend vor einigen Jahren noch ein gigantischer Baum gestanden hat. Heutzutage ist leider nur noch der untere Teil des Baums vorhanden, aber selbst dieser Stumpf mit seinen Rastplatz_Zur_Aussicht_Hohnstein_klein1 ½ Metern Durchmesser ist beeindruckend. An der Hütte biegt die Wanderung nach rechts ab und erreicht bald einen Rastplatz mit einer fantastischen Aussicht. Knapp unterhalb der Aussicht befindet sich die Ortschaft Hohnstein, von der man aber nur die Burg sieht. Von der Aussicht blickt man aber in die weiten Ausläufer der vorderen Sächsischen Schweiz und es ist schon wirklich komisch, weil man sich hier auf nur 355 Höhenmeter befindet, aber trotzdem das Gefühlt hat, dass die Berge bzw. Felsen einem zu Füßen liegen.
Die Wanderung führt nach links weiter hinunter nach Hohnstein. Hier wird ein großes Grundstück mit riesigem Baumbestand umrundet und bald erreicht man die Zufahrt zur Gaststätte/Hotel Blick_von_Zur_Aussicht_auf_Hohnstein_kleinZur Aussicht (www.hotel-zur-aussicht.de). Der Name ist wirklich passend, der Blick ist der gleiche wie von dem Rastplatz oberhalb. Dadurch, dass die Gebäude bzw. die schöne Terrasse ein kleines Stückchen tiefer liegen, hat man sogar noch einen besseren Blick auf die Stadt und die Burg. Wer denn also zu seiner Rast auch noch etwas zu Trinken oder zu Essen braucht, kann hier ganz hervorragend einkehren oder sich auf der Terrasse niederlassen.
Die Wanderung geht unterhalb der Gaststätte auf der Straße Am Bergborn weiter bis zur nächsten Kreuzung. Hier gehen unterschiedlichste Straßen ab und die Wanderung führt weiter auf dem Promenadenweg. Auch ist hier das erste Mal die gelbe Wanderwegmarkierung gelber Strich zu sehen. Der Weg war wirklich eine Überraschung für mich. Er ist super angenehm zu wandern, da er auf fast gleichbleibender Höhe verläuft und selbst der Untergrund vollkommen eben ist. Erst nach etwas mehr als ½ Kilometer muss man Obacht geben. Hier steht zwar ein Wegweiser, dass der gelbe Strich bzw. der Kälbersteig nach links abbiegt, aber der eigentliche Waldweg macht auch einen Knick nach links. Nur durch Zufall sieht man, dass der eigentlich beabsichtigte Wanderweg in die Senke abbiegt. Dieser Weg ist eine Idee schmaler als der bis dahin gewanderte, aber weiterhin sehr angenehm zu gehen. Wenn man auf die Landschaftsform achtet, dann kann man gut erkennen, dass in diesem Bereich die Täler anders als in der Sächsischen Schweiz aussehen. Sie sind viel mehr V-förmig als Sandsteintäler und zwischendurch kann man auch mal einen Granitfelsen neben dem Wanderweg entdecken. herbstlicher_Kalbersteig_Hohnstein_kleinObwohl unten im Tal die riesig breite Straße durch das Polenztal führt, wandert man hier über den Kälbersteig ungewöhnlich ruhig. Der Wanderweg macht zwischendurch einen großen Schlenker weg von der Straße, um dann runter ins Tal des Bärenhohlflüßchens zu steigen.
Dem Bachlauf folgt man etwas mehr als ½ Kilometer durch ein schönes Tal, bis der Ausgang an der Straße erreicht wird. Blöderweise muss man jetzt ein Stück von etwas weniger als einem Kilometer auf der Straße nach rechts wandern. Dieses Teilstück ist immer noch mit dem gelben Strich gekennzeichnet. Die Straße ist ziemlich seltsam, da sie ungewöhnlich breit ausgebaut ist. Das liegt daran, dass es sich um ein Teilstück der ehemaligen Rennstrecke handelt. Dadurch befindet sich mindestens auf einer Straßenseite ein ordentlich breiter Seitenstreifen, der ganz hervorragend als Fußgängerstreifen benutzt werden kann. Auf meiner Wanderung hielt sich der Verkehr sehr in Grenzen, es fuhren in der gesamten Zeit nur drei Autos an mir vorbei.
Nach dem besagten Kilometer biegt der markierte Wanderweg an der Heeselichtmühle herbstliche_Heeselichtmuehle_kleinnach rechts in das Polenztal ab. Der Wanderweg führt einmal quer über das Grundstück der ehemaligen Mühle und auf der Rückseite ins Polenztal. Richtig nett finde ich, dass gleich hinter den Gebäuden im Bachlauf mindestens zwei Schaukeln bzw. Seile hängen. Seil_in_der_Polenz_bei_Heeselichtmuehle_kleinHier haben schon seit mehreren Jahren Kinder einen riesigen Spaß, bei warmem Wetter im Bach herumzutoben. Ich bin davon immer wieder verwundert, weil, wer schon mal seinen Zeh in den Bach gehalten hat und der Zeh dann blau anläuft, versteht, dass Kinder bei Wasserspielen einfach unempfindlicher sind. Das kann ich von unseren eigenen Kindern nur bestätigen.
Das Polenztal ist ein weiterer sehr angenehmer Wanderweg, der in einem ziemlichen Dornröschenschlaf liegt. Das Tal ist ziemlich breit und dadurch befinden sich auch so einige Wiesen mit Nutztieren in ihm. Scheibenmuehle_Anno_1798_Polenztal_kleinNachdem man ½ Kilometer durch das Tal gewandert ist, erreicht man die riesigen Gebäude der Scheibenmühle. Hier verlässt die gelbe Wanderwegmarkierung das Tal, aber die Wanderung bleibt im Polenztal und folgt ab hier der roten Wanderwegmarkierung roter Punkt. Gleich hinter den Gebäuden der Scheibenmühle kann man heutzutage noch den alten Mühlgraben erahnen. Das sieht ziemlich ungewöhnlich aus, da der Graben viel höher liegt als die Wiese daneben, aber damit hatte damals das Wasser am Mühlrad eine ausreichende Fallhöhe.
Hinter der Scheibenmühle geht es weiter auf dem Wanderweg durch das Polenztal. Auch hier kann man wieder am Wegesrand die herbstliche_Wiese_Polenztal_kleinGranitfelsen entdecken. Ganz besonders fällt dieses Gestein auf, wenn es in diesem Teilstück der Wanderung auch mal ein bisschen hoch und runter auf dem Waldweg geht. Die meisten Stellen sind wandernderweise zu bewältigen, nur an einer Stelle muss man einmal um einen Felsen herumkriechen und ein anderes Mal helfen drei Eisenklammern. Die Stelle ist wirklich nicht besonders schwer, aber feuchter Granitfelsen kann ziemlich rutschig werden und deshalb sind dort die Eisenklammern angebracht. Die Wanderung erreicht nach einer Weile (2 Kilometer hinter der Scheibenmühle) einen breiten Gratweg, der gerade aus dem Polenztal herausführt. Der Weg sieht sehr verführerisch aus, aber der rot markierte Wanderweg biegt nach wenigen Metern Aufstieg nach links ab. Hier geht es noch etwas mehr als 600 Meter weiter durch das Polenztal. Zuerst passiert man noch einen Grund auf der rechten Seite, in dem das herunterkommende Bächlein eine auffällige Insel ausgebildet hat. Schon wenige Meter (60 Meter) weiter kommt der nächste Grund (mit dem Namen Schoßgrund), mit dem das Polenztal verlassen wird. In der Zeit der Märzenbecherblüte weist hier ein Schild den vielen Besuchern den Weg hoch zum Ausgangpunkt ihrer Wanderung. Der Aufstieg gabelt sich nach ein paar Metern und es ist eigentlich ziemlich egal, welchen Weg man wählt, da die beiden Wege am oberen Ende des Tals wieder aufeinander treffen. Felder_und_Wiesen_bei_Cunnersdorf_kleinAn dem Zusammentreffen der beiden Pfade steht wunderbar versteckt eine Datsche, für die man heutzutage bestimmt keine Baugenehmigung mehr erhalten würde. Jetzt kommt mit 2 mal 600 Metern das letzte Stück der Wanderung. Die ersten 600 Meter sind ein Feldweg bis zur Verbindungsstraße zwischen Cunnersdorf und der Bockmühle. Auf dieser Straße geht es die letzten 600 Meter nach rechts bis zum Ausgangspunkt bei Cunnersdorf zurück. Der Verkehr auf dieser Straße ist sehr gering, da es sich eigentlich eher um einen asphaltierten Feldweg handelt und alle anderen Verkehrsteilnehmer unten im Tal entlang fahren. Damit ist eine schöne ruhige Wanderung zu Ende gegangen, die mindestens zwei überraschende Stellen mit der Aussicht oberhalb von Hohnstein und dem Tal des Bärenhohlflüßchens bzw. dem Kälbersteig bietet. Ein bisschen schade ist, dass ein Teilstück über die ehemalige Rennstrecke verläuft.

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Cunnersdorf Landweg mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Cunnersdorf Landweg

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