Dorfrundgang Hinterhermsdorf

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Karte:
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Dauer:
ca. 1,75 h
Entfernung:
ca. 5,00 km
Höhenunterschied:
ca. 144 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
Schwierigkeitsgrad:
Spaziergang
leicht
Untergrund:
asphaltiert
empfohlene Karten:
Hinterhermsdorf und die Schleusen;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Hinterhermsdorf - Haus des Gastes - Schandauer Straße - Rand vom nordwestliches Hinterhermsdorf - Schandauer Straße - grüner Strich - Dorfbachweg - Beize - Buchenstraße - roter Strich - südöstliches Hinterhermsdorf - Birkenweg - Neudorfstraße - gelber Strich - Engelskirche - Oberdorf - Parkplatz

Dorfrundgang Hinterhermsdorf

Wenn man in der Nähe von Hinterhermsdorf wandert, trifft man automatisch auf kleine Informationstafeln zum Heimatkundlichen Dorfrundgang. Der Startpunkt und die Übersichtstafel zu diesem Spaziergang befinden sich am Erbgericht im Zentrum von Hinterhermsdorf. Auf der größten Tafel zu diesem Dorfrundgang befindet sich auch ein Lageplan der einzelnen Tafeln/Stationen im Ort. Damit lässt sich der Rundgang ganz hervorragend nachvollziehen bzw. auch mit einem fehlenden Schild weiter führen. Deshalb gibt es den Plan auch hier noch mal zum Ausdrucken:

Plan_der_Stationen_Dorfrundgang_Hinterhermsdorf

Vom Parkplatz/Erbgericht geht es zuerst in Richtung Buchenparkhalle (südliche Richtung) und schon gleich an der ersten Hausecke hängt die Informationstafel Nr. 1. Auf der Tafel wird sehr überzeugend die Herkunft des Namens Hinterhermsdorf erklärt und kurz auf die historische Entwicklung des Erbgerichts eingegangen. Von dem großen Platz vor dem Erbgericht geht es nur um das Haus mit der Tafel Nr. 1 herum und dann gleich nach rechts auf der kleinen Gasse weiter. Schon nach wenigen Metern stößt die Gasse wieder auf die Fahrstraße (Schandauer Straße). Gleich am Gemeindehaus hängt die Tafel Nr. 2 mit einer Auflistung der ehemals in Hinterhermsdorf alte_Schule_neuer_Dorfplatz_Hinterhermsdorf_kleinangesiedelten Geschäfte und dass es sogar mal eine Tankstelle mitten im Ort gegeben hat. Für die nächste Tafel (Nr. 3) spaziert man ca. 25 Meter die Schandauer Straße weiter bis zu dem schön gestalteten Platz mit dem Brunnen. Mindestens zweimal im Jahr (Weihnachten und Ostern) wird dieser Brunnen super schön geschmückt und daran kann man auch immer wieder feststellen, dass es eine gut funktionierende Dorfgemeinschaft gibt. Auf der Rückseite des Brunnens hängt die Tafel Nr. 3, die den Dorfplatz und das ehemalige Schulgebäude erklärt. Was auf der Tafel verschwiegen wird ist, dass das Schulgebäude vor ein paar Jahren durch ein Feuer ganz böse zerstört wurde und jetzt wieder so wunderbar aufgebaut worden ist.
Die nächste Tafel befindet sich gleich auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes. Auf der Tafel Nr. 4 wird das Verhältnis der Hinterhermsdorfer zum Wald in den vergangenen Jahrhunderten beschrieben. Heutzutage befinden sich zwar auch noch große Waldflächen um den Ort herum, aber nachdem jegliche Forstarbeiten weitläufig in mindestens ganz Sachsen ausgeschrieben werden, haben die Bewohner von Hinterhermsdorf kaum noch eine Chance auf Arbeitseinsätze in der Nähe ihres Wohnortes. Auch wird das dann gewonnene Holz nicht in der Nähe des Waldes verarbeitet, sondern mit riesigen LKWs kreuz und quer durch das Land gefahren.
Um das nächste Schild zu entdecken, geht es von der Schandauer Straße weg und in östliche Richtung auf der Zufahrt weiter. Nach 30 Metern erreicht man einen der ursprünglich 13 Bauernhöfe von Hinterhermsdorf. Bauernhof_Tafel_5_Hinterhermsdorf_kleinPassend zu der eigentlichen Tafel Nr. 5 befindet sich noch gleich daneben eine Tafel mit den einzelnen Gehöften und den dazugehörenden Feldern. Es sieht auf der Tafel schon ziemlich seltsam aus, wie die riesig langen Felder in einem Bogen verlaufen, aber praktisch ist das einfach nur das Ergebnis der Landschaftsform. Noch heute kann man die ursprünglichen Felder sehr gut in der Natur erahnen, da mehrere Feldwege in der Bogenform aus dem Ort herausführen.
Die Wanderung führt noch ein paar Meter (ca. 30 Meter) in die Richtung der Felder, bis die erste Möglichkeit nach links abbiegt. Diese kleinere Dorfstraße führt parallel zum Feldrand und muss nur einmal, nach 50 Metern, kurz für die Tafel Nr. 6 nach links verlassen werden. Hier befindet sich ein wirklich sehr schön aussehender Bauernhof, der zwar über der Türe die Jahreszahl 1840 trägt, aber diese Steine sind nach einem Brand 1890 einfach nur wiederverwendet worden. Die nächste Tafel befindet sich wieder an der Dorfstraße, die parallel zum Feld verläuft und so geht es wieder bis zu dieser zurück und dann nach links. Die Tafel mit der Nr. 7 befindet sich auf der rechten Seite an einer Scheune und beschreibt sehr gut, was und in welcher Zahl sich früher in einem Bauernhof befand. Bevor man die nächste Tafel erkundet, bietet sich hier auch noch ein kurzer Abstecher in die Gaststätte Zum Wanderstübel (www.wanderstuebel.de) an. Hier kehren nicht nur die Wandersleute gerne ein, sondern auch die Einheimischen.
Für die nächste Tafel geht es noch ein kurzes Stück in der Verlängerung der Dorfstraße parallel zum Feld weiter. Hier befindet sich nur noch eine Wiese, aber mit einem deutlich zu erkennendem Trampelpfad. Bald erreicht man einen Garagenplatz und ein weiteres Gehöft. Die Tafel Nr. 8 befindet sich an der Zufahrt zum Grundstück und erklärt, dass eigentlich die Felder früher für eine wirtschaftliche Nutzung zu klein gewesen sind und erst durch eine spätere Erweiterung in westliche Richtung vergrößert wurden. Durch diese Maßnahme war auf einmal dieses Gehöft das größte von Hinterhermsdorf.
Der Spaziergang führt jetzt von der nordwestlichen Seite von Hinterhermsdorf weg und steigt runter zur Hauptstraße, der schon bekannten Schandauer Straße. Genau zu dieser Straße liefert die Tafel Nr. 9 dann auch die passenden Informationen. Es ist schon ziemlich verwunderlich, dass die heutige Hauptzufahrtsstraße erst im Jahre 1874 gebaut worden ist. Links neben der Tafel vom Heimatkundlichen Dorfrundgang hängt eine viel traurigere Tafel. Von diesen Steintafeln hängen so einige auf der Strecke von Neustadt über Sebnitz rüber nach Böhmen. Sie handeln vom Todesmarsch Schwarzheide und einem sehr dunklem Teil der deutschen Geschichte. Aber es soll auf dieser Wanderung eher zum Thema Hinterhermsdorf weiter gehen und so wird die nächste Tafel in Richtung Dorfmitte gesucht. Die Tafel Nr. 10 hängt am Gasthof Zur Hoffnung (www.gasthof-zur-hoffnung.de)  und erzählt die Geschichte dieser Gaststätte und Pension. Es ist schon ziemlich beeindruckend, Schild_Gasthof_zur_Hoffnung_Hinterhermsdorf_kleinwenn man überlegt, dass hier schon seit mehr als einem Jahrhundert Urlauber mit Stärkung und Unterkunft versorgt werden. Sehr nett ist auch das Schild gleich über der Haustür: „Gasthof zur Hoffnung. Schöner schattiger Garten. Freundliche Zimmer mit guten Betten. Warme und kalte Speisen zu jeder Tageszeit. Gutgepflegte Biere und Weine. Ausspannung. Hochachtend Wilhelm Richter.“ Das ist eine nette einladende Begrüßung und kann auch über 100 Jahre später noch begeistern.
Die Tafel Nr. 11 steht wieder ein paar Meter weiter in Richtung Dorfmitte, aber diesmal auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Das ist ziemlich komisch, da gerade auf dieser Tafel das Haus Schandauer Straße 68 beschrieben wird. Ein zweites Thema dieser Tafel ist der Untergrund mit der Grenzlinie Lausitzer Verschiebung zwischen Granit und Sandstein.
Tja und ab dieser Stelle fing bei uns das Elend mit den Tafeln an. Von der Tafel Nr. 11 verlässt der Heimatkundliche Dorfrundgang die Schandauer Straße und führt über die Straße namens Dorfbachweg weiter. Blöderweise waren im Winter 2011/2012 hier alle Tafeln verschwunden und meistens haben wir nur noch die Pfosten mit den Anschraubspuren entdeckt. Ob die Tafeln nur zur Überholung im Winterschlaf waren oder irgendwelche Vandalen sie abgerissen haben, konnten wir bis jetzt nicht herausfinden, aber wir werden die Stelle ganz sicher noch ein paar Mal anschauen. Dann wird es natürlich eine Aktualisierung zu den Tafeln 12 – 15 geben.
Die nächste Tafel befindet sich dann, wenn man den Dorfbachweg in Richtung Dorfmitte spaziert, gleich am Anfang der Straße namens Beize. Geburtshaus_Wildschuetz_Jans_Carl_Gottlieb_Dietrich_kleinDas erste Haus auf der linken Seite ist richtig schön wieder hergerichtet worden und die Tafel Nr. 16 erklärt, dass in dem Haus der Wildschütz Carl Gottlieb Dietrich (auch Jahnslieb oder Jans genannt) geboren ist und gewohnt hat. Der Name Jans taucht im Bereich Hinterhermsdorf gleich an ganz vielen Stellen auf, so gibt es einen Janslochweg, ein Jansloch, einen Jans Fang usw. Von der Tafel geht es ungefähr 100 Meter auf der Straße namens Beize in Richtung Ortausgang, bis die erste Möglichkeit, nach links abzubiegen, kommt. Blick_auf_Ortsmitte_Hinterhermsdorf_von_der_Beize_kleinEs handelt sich um einen kleineren Pfad, der als Verbindungsweg zu den Häusern links der Straße dient. Sehr komisch ist, dass die dann erreichte Straße keinerlei Verbindung mit der vorhergehenden hat, aber auch Beize heißt. Kurz bevor man die Straße erreicht, befindet sich die Tafel Nr. 17. Auf ihr wird sehr schön aufgezählt, welche unterschiedlichen Berufsgruppen es im Jahre 1850 in Hinterhermsdorf gab. Sehr interessant ist, dass es insgesamt 148 Häuser gab und darin 1148 Einwohner lebten. Bauernhof_Beize_Hinterhermsdorf_kleinHeutzutage dürfte es, im Gegensatz zu damals, ungefähr die Hälfte oder sogar nur noch 1/3 der Bewohner pro Haus sein. Die Berufsbezeichnung Hausierer ist aus heutiger Sicht die seltsamste in der Aufzählung, aber sie beschreibt die Mitmenschen, die die Waren aus Hinterhermsdorf in das umliegende Land verteilten.
Die nächste Tafel befindet sich gleich an den Blumentopf_mit_Jahreszahl_1849_Hinterhermsdorf_kleinersten Häusern und erklärt die Herkunft des Namens Beize. Außerdem werden auf der Tafel Nr. 18 die beiden südlichsten Bauernhöfe erklärt. Beide befinden sich schon im Bereich des Sandsteins und kämpfen dadurch mit fehlendem Grundwasser und außerdem sind die Grundstücke für einen wirtschaftlichen Betrieb zu klein. Gleich unterhalb der Tafel steht ein Blumentopf, der ganz bestimmt vorher eine ganz andere Funktion hatte. Sehr interessant ist, dass eine Jahreszahl eingemeißelt ist: 1849.
Die nächsten beiden Tafeln Nr. 19 und 19a stehen an der Buchenstraße und beschreiben, dass diese Straße schon wirklich uralt ist und womöglich Behmerweg_heutzutage_Buchenstrasse_Hinterhermsdorf_kleinsogar schon vor der Entstehung von Hinterhermsdorf vorhanden war. Am unteren Ende der Straße (Buchenparkstraße Nr.10) befindet sich ein kleines Haus, das früher zur Kontrolle der Einreisenden diente. Genau darüber klärt die Tafel Nr. 19a auf. Die Wanderung passiert das Haus eigentlich nicht und wenn man doch bis zu ihm herunter gewandert ist, muss man wieder 100 Meter die Buchenparkstraße hoch wandern. Die Wanderung sollte nämlich eigentlich nur ein paar Meter die Buchenparkstraße herunter gehen, um dann vor dem ersten Haus auf der rechten Straßenseite (von oben kommend) wieder abzubiegen.
Schon nach ein paar Metern auf dem Feldweg erklärt die Tafel Nr. 20, dass sich dieses Anwesen nicht ganz in der Nähe der dazugehörenden Felder befindet, da dort kein Brunnen gebaut werden konnte bzw. kein Wasser fließt. ehemaliger_Loeschteich_Hinterhermsdorf_kleinEin paar Meter unterhalb des Hauses befindet sich heutzutage ein schön angelegtes Biotop, das früher als Löschteich und zur Gewinnung von Eisklötzen für das Kühlhaus einer Fleischerei genutzt wurde. Solche Löschteiche findet man heutzutage immer noch in allen Ortschaften, aber zum Glück gibt es heutzutage auch noch unterirdische Wasserleitungen, die bei einem Brand große Wassermengen zur Verfügung stellen können. Heutzutage dürfen sich alle möglichen Lebewesen in den alten Teichen vergnügen.
Die Tafel Nr. 21 befindet sich an der Kreuzung zwischen dem Feldweg und der Neudorfstraße und erklärt, dass die Straße ein uralter Zugang zu den Kalkbrüchen im Weißbachtal ist. Wer denn die Tafel Nr. 21 verpasst hat, weil er geradeaus dem Feldweg gefolgt ist, wird diese Tafel auf dem Rückweg über die Neudorfstraße entdecken. Die östlichste Tafel Nr. 22 befindet sich auf dem Lehmhübelweg mit der roten Wanderwegmarkierung roter Strich gleich hinter dem letzten Haus Windbruchflaeche_Neudorf_Hinterhermsdorf_kleinauf der linken Wegseite. Hier hat man einen freien Blick auf eine Wiesenlandschaft östlich von Hinterhermsdorf und auf der Tafel wird erklärt, dass diese freie Fläche durch einen gewaltigen Windbruch entstanden ist. Die Bewohner in diesem Bereich waren Kleinbauern und Waldarbeiter und haben die Einwohnerzahlen von Hinterhermsdorf innerhalb kurzer Zeit ordentlich ansteigen lassen.
Zu der nächsten Tafel geht es wieder ein paar Meter zurück in das bewohnte Gebiet, um dann gleich an der ersten Möglichkeit (70 Meter hinter der Tafel Nr. 22) nach rechts leicht abfallend herunter zu wandern. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite von der Pension Zum Wildschütz (www.wildschuetzhaus.de) befindet sich in der Stützmauer ein Brunnen, der auf der Tafel Nr. 22a erklärt wird. Die Pension Zum Wildschütz sieht wirklich toll aus und wenn man sich vorstellt, dass es sich um eines der ersten Häuser vom Neudorf handelt, ist die Sanierung eine wirklich hervorragende Leistung. An dem Haus kann man in den typischen Wanderjahreszeiten jederzeit vorbeikommen und es herrscht immer Trubel im Garten.
Die Wanderung führt über die Neudorfstraße in Richtung Ortsmitte zurück. Ziemlich genau 400 Meter von der letzten Tafel entfernt fällt auf der rechten Straßenseite ein ziemlich großes Backsteingebäude auf, an dessen Zaun die Tafel Nr. 23 über die Historie dieses Hauses aufklärt. Es ist schon sehr interessant, dass sich das Haus von einer Forstverwaltung (deshalb auch das riesige Geweih an der Hauswand) über eine Schule zum Kindergarten entwickelt hat. Die nächste Tafel steht an der Kreuzung der Neudorfstraße mit der bekannten Buchenstraße. Es handelt sich um die Tafel Nr. 24, die auf den unscheinbaren Wegweiser an der Kreuzung hinweist. Es ist schon wirklich verwunderlich, dass die Sandsteinsäule über 180 Jahre an so einer Stelle überlebt hat. Tafel Nr. 25 befindet sich ein paar Meter Museum_Waldarbeiterstube_Hinterhermsdorf_kleinauf der Buchenstraße in Richtung Dorfmitte gleich an der Waldarbeiterstube. Diese Tafel weist nur darauf hin, dass man einen kurzen Abstecher in das alte Umgebindehaus unternehmen soll. Dieser Abstecher ist nicht besonders zeitaufwendig und es ist immer wieder interessant, wie liebevoll der Heimatverein von Hinterhermsdorf (www.heimatverein-hinterhermsdorf.de) hier einige Werkzeuge der Waldarbeiter austellt und einen bunten Garten angelegt hat.
Gleich gegenüber von der Waldarbeiterstube geht es ein paar wenige Meter hoch zur Engelskirche von Hinterhermsdorf und noch vor dem eigentlichen Eingang auf das Grundstück steht die Tafel (Nr. 26) , die einerseits die Entwicklung der Kirchgemeinde und den eigentlichen Kirchenbau und die Namensentstehung Engelskirche erklärt. Der Dorfrundgang führt über den Friedhof mit seinen beeindruckend alten Grabsteinen und dem schönen Blick über das Dorfzentrum, um dann auf der linken (nördlichen) Seite durch die Friedhofsmauer das Grundstück wieder zu verlassen. Am Ende des Pfades befindet sich gleich an der Grundstücksecke die nächste Tafel (Nr. 27), die das Gebiet Schäferräumicht und Langk kurz erklärt. Der Weg rechts neben der Tafel, mit dem Namen Viehbigt, ist vor der Reformation der Weg der Hinterhermsdorfer zu ihrer Kirche in Brtníky (Zeidler) gewesen. Es ist schon sehr beeindruckend, welche riesigen Strecken die Gläubigen früher für ihren Weg zum Gottesdienst in Kauf genommen haben. Aber damit ist dann auch erklärt, warum in Brtníky (Zeidler) und Mikulášovice (Nixdorf) so riesige Kirchen standen bzw. stehen.
Gleich ein paar ganz wenige Meter links neben der letzten Tafel befindet sich auch schon die Tafel Nr. 28. Auf ihr wird der Name Viehbigt und das Pfarramt von Hinterhermsdorf erklärt. Es ist aus der heutigen Sicht schon sehr ungewöhnlich, dass zu einem Pfarramt auch noch eine Bauernwirtschaft gehört, aber vermutlich fällt einem heutzutage das einfach nur nicht mehr auf, welchen Besitz die Kirche hat. Der Dorfrundgang geht weiter in die Richtung der großen Halle auf der linken Seite. ehemaliger_LPG-Stall_Hinterhermsdorf_kleinDie Tafel Nr. 29 befindet sich an der linken Seite/Zufahrt der Halle und erklärt, dass es früher eine Milchviehanlage war und jetzt als Pferdestall benutzt wird. Es ist schon wirklich beeindruckend, welche kräftigen Pferde hier im Stall stehen, aber es sind halt auch keine Ponys, auf denen ein paar Mädels reiten, sondern richtige Nutzpferde, die große Pferdekutschen ziehen oder im Wald Holz rücken.
Die letzte Tafel (Nr. 30) befindet sich gleich am Wohnhaus unterhalb der großen Halle. Dieses Haus war der Wohnsitz des Floßmeisters, der früher dafür verantwortlich war, dass die gefällten Bäume in Richtung Elbe bewegt wurden. Anscheinend war es ein gut bezahlter Job, da er sich immerhin einen relativ großen Dreiseitenhof bauen konnte. Damit ist eine sehr interessante Dorfrunde zu Ende gegangen, die nicht nur für die Erwachsenen mal wieder einige Neuigkeiten bot, sondern auch die kleineren Mitwanderer hatten großen Spaß, die vielen Tafeln zu finden. Der Heimatkundliche Dorfrundgang hat allen Teilnehmern ausreichend Abwechslung geliefert und es ist schön, dass sich der Heimatverein Hinterhermsdorf so viel Mühe gemacht hat. Umsonst wird das Dorf eben nicht so häufig ausgezeichnet.

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    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Hinterhermsdorf Erbgericht mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Hinterhermsdorf Ortsmitte
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 4,00€

Fuchsbau

Die Wanderung ist dadurch entstanden, dass wir im “Sebnitzer Grenzblatt” gelesen haben, dass in der Waldhusche ein neues Spielgerät namens Fuchsbau eingeweiht worden ist. Da wir und unsere Kinder immer wieder gerne in die Waldhusche gehen, war der Hinweis auf den Fuchsbau die direkte Aufforderung, gleich mal einen Ausflug zu unternehmen. Eigentlich braucht man für die Waldhusche ganz sicher keine Wanderbeschreibung, da alle Wege sehr gut gekennzeichnet sind, an allen Ein- und Ausgängen ordentliche Karten hängen und es sich außerdem um ein deutlich begrenztes Gebiet handelt. Deshalb ist dieses eher ein Erfahrungsbericht.
Der beste Startpunkt für eine Waldhuschen-Erkundung ist der Parkplatz Buchenparkhalle in Hinterhermsdorf. Gleich am Parkplatz befindet sich einer der gut sichtbaren Eingänge. In der Waldhusche sind mehrere unterschiedliche Wege ausgeschildert. Da wir mit unseren beiden Zwergen unterwegs waren und außerdem der neue Fuchsbau an dem sogenannten Waldabenteuerweg lag, sind wir der roten Markierung gefolgt. Als Richtung haben wir gegen den Uhrzeigersinn gewählt. Zuallererst erreicht man vier hintereinander liegende Stationen, wo es um das Thema Balance geht. Bei den ersten beiden Stationen werden horizontale Holzstämme zur Balancierübung benutzt, als nächstes sind es senkrechte Baumstümpfe, von denen man nicht runterfallen sollte und die letzte Station sind zwei parallele Seile, an denen man sich entlang hangeln soll. Am Anfang und Ende des Balancierabschnittes werden mit zwei Tafeln auch Erwachsene zum Balancieren aufgefordert. Das sollte man sich nicht entgehen lassen und dient auch der Erheiterung der Kinder.
Die nächste Station steht am Waldrand und sieht ein bisschen aus wie eine Kanone. Eigentlich soll man hier aber durch das Rohr durchschauen und durch den eingeschränkten Blickwinkel den gegenüberliegenden Waldrand beobachten. Schon wenige Meter hinter dieser Stelle erreicht man auf dem Waldabenteuerweg eine Aussichtsplattform, die den Blick über ein vollkommen bewaldetes Tal bietet. Noch kann man hier ein paar Kanten im Wald entdecken, die durch eine Bewirtschaftung entstanden sind. In früheren Zeiten ist hier der Wald streifenweise gefällt und wieder aufgeforstet worden und diese Spuren sind immer noch deutlich zu erkennen. Gleich vor der Aussicht befindet sich die Nationalparkinformationsstelle Beize und die sollte der nächste Anlaufpunkt sein. Um zu diesem Häuschen zu kommen, gibt es gleich drei Wege. Bergpfad_Beize_kleinMan kann jeweils links und rechts auf den normalen Waldwegen die paar Höhenmeter absteigen oder dem Test-Bergpfad folgen. Im Felsen unterhalb der Aussicht sind einige Klammern und Stufen angebracht worden und so kann man Wenn_die_Grossen_die_Kleinen_nicht_lassen_kleinprobeweise einen kleinen Bergpfad (offizielle Kennzeichnung grüner Pfeil) absteigen. Am Ende dieser paar Meter Klettern erreicht man eine der sehr schönen Informationsstellen des Nationalparks. Ich bin immer wieder vollkommen überrascht, wie toll und unterschiedlich man in jedem dieser Häuser informiert wird. Das Nationalparkhaus Beize erklärt in ziemlich spielerischer Art, und damit auch besonders kindgerecht, unter anderem den kleinen gemeinen Borkenkäfer. Das ist wirklich lustig.
Nachdem man sich satt gesehen hat, geht es auf der Vorderseite des Gebäudes weiter runter ins Tal. Hier passiert die Wanderung bald ein kleines Biotop mit einem Steg drüber. Von diesem Steg kann man ganz hervorragend das Leben in dem Tümpel beobachten. Natürlich fällt dann aber auch auf, dass irgendwelche Trottel ihre abgekauten Äpfel oder sonstigen Müll in den Teich werfen. Meiler_im_Schnitt_kleinWenn man den Weg ein paar Meter weiter wandert, dann befindet sich auf der linken Seite ein Kohlenmeiler. Damit man den Aufbau des Meilers besser erkennen kann, ist ein “Tortenstück” aus dem Hügel herausgeschnitten worden. Ganz besonders lustig sieht das Ding aus, wenn es gerade geschneit hat, dann handelt es sich um eine Eistorte. neue_Waldhusche_2010_kleinIm Hintergrund des Meilers kann man am Hang die neugebaute Waldhusche am Hang entdecken. Die erste Holzrutsche hat 10 Jahre gehalten und ist jetzt durch eine verfeinerte ersetzt worden. Leider, aber auch verständlicher Weise, ist diese Holzrutsche nur bei Führungen des Nationalparks (www.nationalpark-saechsische-schweiz.de) in Betrieb. Nicht nur, dass ein 2 Meter langer Stamm, der einmal in Bewegung geraten ist, eine ziemliche Gewalt besitzt, kaum ein Mitmensch würde dann den Stamm für nachfolgende Wanderer wieder den Berg hoch schleppen.
Wenige Meter hinter dem Kohlenmeiler biegt der rote Waldabenteuerweg nach links auf einen Pfad ab. Der Weg schlängelt sich ein bisschen am Hang entlang und bald wird die auffällige Station “Waldversteck” mit einem riesigen Trichtergrammophon erreicht. Hier werden, entgegen des normalen Grammophons, die Waldgeräusche mit dem Trichter eingefangen. Auf der gegenüberliegenden Pfadseite ist ein sehr interessantes Labyrinth aus jungen Bäumen angelegt worden. An allen möglichen Wegkreuzungen sind Schilder mit einer Waldfrucht und dem hoffentlich passenden Blatt abgebildet. Nur wenn die beiden Bilder zueinander passen, dann ist es die richtige Richtung. Mittelpunkt und Ziel des Labyrinths ist ein hoher Sessel, der aus dem Baumstamm geschnitten ist.
Auf dem weiteren Weg wird noch eine abgesägte Fichte passiert, in der so manches Spechtloch enthalten ist. Hier erklärt eine Tafel, wie dieser ungewöhnliche Vogel aus einem Baum seine Nahrung angelt. Südwestlich des Aschehübels ist dann deutlich sichtbar neben dem Pfad der neu errichtete Fuchsbau zu finden. seltsamer_Fuchs_im_oberer_Fuchsbauroehre_kleinDer Fuchsbau ist eine Röhrenkonstruktion in T-Form, die sehr nett wiedergibt, dass das Zuhause eines Fuchses aus mehreren verzweigten Gängen besteht und auch mehrere Ausgänge hat. untere_Fuchsbauoeffnung_kleinDer Fuchs ist eigentlich ein ziemlich schlechter Baumeister, deshalb übernimmt er sehr häufig Höhlensysteme von Dachsen und Kaninchen. Blöderweise hatten sich unsere Kinder unter einem Fuchsbau ein noch viel größeres Gängelabyrinth vorgestellt und so waren die beiden ein bisschen enttäuscht. Tja, manchmal ist das, was man sich vor seinem geistigen Auge ausmalt, eben anders als die Realität. Wir, als Eltern, fanden die Station sehr gut und sie dürfte auch so ein paar hundert tobende Kinder sehr gut aushalten.
Auf dem weiteren Weg passiert man einen kleineren Steinbruch und dann eine neue Station mit dem Beispielbaueme_der_Zeidlerei_kleinNamen Zeidlerei. Dabei handelt es sich um eine Vorstufe des Imkers. Der Zeidler legte künstliche Höhlen in Bäumen an, in die Bienenschwärme ihre Nester bauten. An der Station stehen drei sehr schöne Beispiele für dieses ausgestorbene Handwerk. Es sind natürlich keine echten Bäume, die in luftiger Höhe mit einer Höhle versehen sind, sondern ein paar dicke Baumstämme, in denen in auch für Kinder geeigneter Höhe eine Öffnung eingearbeitet ist. Einer der Baumstämme hat sogar ein richtig nett geschnitztes Gesicht. Der Mund ist in diesem Fall die Einflugöffnung für die Bienen. Da es nur ein Anschauungsobjekt ist, sind keine Bienenvölker in den Wohnhöhlen.
Auf dem Waldabenteuerweg geht es weiter und bald erreicht man einen größeren Kreisverkehr (na gut, nur ein Waldweg, der im Kreis verläuft), an dem sich eine Vielzahl an Stationen befindet. Eine der auffälligsten ist ein Beispiel, wie man früher Bretter hergestellt hat. zwei_Zwerge_an_der_Saege_kleinAuch wenn man es selber kaum schafft, mit der Säge auch nur einen Krümel von dem Baum abzusägen, so ist es als Anschauungsobjekt sehr gut geeignet. Wenn man das Sägeblatt zweimal hoch und runter bewegt hat, sollte wirklich jeder verstanden haben, wie damals die Bretter entstanden sind. Rechts neben der Säge wird der Kreisverkehr verlassen und es geht in ziemlich direkter Linie in die Richtung des Ausgangspunktes. Auf dem Weg dorthin werden aber noch zwei ganz besonders erwähnenswerte Stationen passiert. Zuallererst ist es die Spinne mit ihrem riesigen Spinnennetz. Das Netz ist so groß, dass man drin herumklettern kann. Dabei ist deutlich zu sehen, wie die Spinne alle Bewegungen mitbekommt. sind_das_Holzliebhaber_kleinDiese Station ist schon seit vielen Jahren einer der Hauptanziehungspunkte der Waldhusche und hier hat bestimmt schon so mancher Papi der Spinne kleine Kinder zum Fraß vorgeworfen. Das Gequieke ist unvorstellbar. Vielleicht sieht man deshalb auch so wenige Tiere in der Waldhusche. An der nächsten Station kann man wie ein Käfer durch einen künstlichen Baumstumpf krabbeln. Auf der Innenseite ist aus stabilen Edelstahlstangen eine Art Laufkäfig gebaut, durch den man wie ein Widderbock krabbeln kann.
Von dieser Station sind es noch wenige Meter bis zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung. Wir finden den gesamten Bereich der Waldhusche immer wieder einen Besuch wert. Ganz besonders, da der Nationalpark sich mit diesem Freigelände immer eine große Mühe gibt, die Stationen instand zu halten und auch immer wieder neue Stationen dazu baut. Auch wenn das eigentliche Hauptziel des Spaziergangs, der Fuchsbau, bei den Kindern nicht so gut ankam, so fanden sie die gesamte Runde doch sehr gelungen. Da haben wir als Eltern doch mal wieder viel Glück gehabt.

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Hermannseck

Wir waren neugierig, wie die Obere Schleuse von Hinterhermsdorf im Winter aussieht. Unsere Vermutung war, dass das zugeschneite Kirnitzschtal im Bereich der Bootsstationen besonders winterlich aussehen müsste. Wir waren uns auch ganz sicher, nicht die ersten mit dieser Idee zu sein und so hofften wir, dass der Weg hinunter und dann wieder aufwärts schon so einigermaßen “gespurt” wäre.
Also ging es an einem winterlichen Tag in Richtung Hinterhermsdorfer Buchenparkhalle. Als wir an dem Parkplatz ankamen, war nur noch ein anderes Auto zu sehen und vielleicht hätte uns das schon zu denken geben sollen. Aber was soll´s, ein bisschen durch den Schnee stampfen kann ja gar nicht so schlimm sein. Vom Parkplatz geht es neben der Buchenparkhalle auf dem schnurgeraden Weg in die Richtung der Oberen Schleuse. Der Wanderweg ist hier mit der Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich gekennzeichnet und verläuft neben einigen Schrebergärten entlang. Gleich mehrere dieser Gärten sind ganz abwechslungsreich verziert. Mal stehen ein paar Skier herum, mal kann man eine ganze Kulisse aus geschnitzten Figürchen entdecken.
In der normalen Besuchersaison fährt hier eine Pferdekutsche bis hinunter zur Oberen Schleuse. Anscheinend kann man die Pferde auch im Winter für einzelne Fahrten mieten. Dann ist aber anstelle des normalen Anhängers ein Schlitten hinter die Pferde gespannt. Die Pferde verlassen nach ½ Kilometer den Wanderweg, der aber immer noch geradeaus in Richtung Obere Schleuse verläuft. Bei unserer Wanderung war der Weg bis hierhin nur leicht glatt und vom Schnee geräumt. Ab der Kreuzung wechselte das Glatteis in tiefen Schnee mit einem fest getrampelten Pfad. Ziemlich komisch war es, wenn man neben den Pfad trat, dann versank man ordentlich im Schnee.
Nach einem ¾ Kilometer verlässt der markierte Wanderweg den gut ausgebauten Waldweg und es geht nach schräg links abwärts. Eigentlich müssten hier einige Stufen den Hang hinunterführen, aber irgendwie haben wir bei dem vielen Schnee keine mehr entdeckt. Wenn wir hier neben den getrampelten Pfad traten, ging es gleich bis an die Knie in den Schnee. Damit mussten wir ein bisschen mehr darauf achten, wo wir hintraten, aber das ging noch ganz gut. Erst mit dem nächsten Forstweg (Neuer Hohweg) wurde es wieder ein Stückchen schwieriger. Eiszapfen_am_Hohweg_kleinNachdem wir den Forstweg überquert hatten, konnten wir deutlich sehen, dass hier noch weniger Wanderer unterwegs waren und so folgten wir nur noch einzelnen Fußabdrücken abwärts. Von den Felswänden links und rechts des Weges wachsen zum Teil schon ziemlich große Eiszapfen und an der Dachshöhle (150 Meter hinter dem Neuen Hohweg) fließt das Wasser über den Felsen und bildet damit ganz eigenwillige gefrorene Bächlein.
Auf dem weiteren Abstieg wird wieder die Forststraße mit den Pferdespuren erreicht und auf dieser bis ganz kurz vor der Oberen Schleuse entlang gewandert. winterlicher_Klobunker_Obere_Schleuse_kleinIn der Hauptsaison fährt die Kutsche bis 100 Meter vor die Obere Bootsstation und von dort geht es auch jetzt über eine etwas steilere Rampe in Richtung Kirnitzsch. Dass man in einem wirklich reichen Land ist, kann man daran erkennen, dass hier unten ein super stabiles Toilettenhäuschen gebaut wurde und selbst die drei Autostellplätze für die Flößer ein Schild mit einer genauen Parkplatzordnung bekommen haben.
Im Winter herrscht hier unten an der Ticket-Würsten-Bier-Verkaufsstelle vollkommene Ruhe. Als wir die Wanderung unternommen haben, fing es hier unten an, auf den Schnee zu regnen und damit rutschte immer mal wieder ein bisschen Schnee von den Bäumen oder Felsen ins Tal herunter. Trotzdem gibt es hier gleich eine Vielzahl an sehr interessanten Sachen zu sehen. Hochwassermarkierungen_Obere_Schleuse_kleinSo erklärt eine große Tafel die historische Kahnfahrt, ein kleines Schild die heutige Kahnfahrt, zwei Inschriften erinnern an besondere Persönlichkeiten Briefkasten_Bootsstation_Obere_Schleuse_klein(Zum Andenken an Julius Greiff; den verdienstvollen Pfleger und Förderer der Bootsfahrten auf der Oberen Schleuse. Section Dresden; Gebirgs-Vereins f.d. Sächsische Schweiz; 1901 – und – Zur Erinnerung an den Mitbegründer dieser Bootsfahrten 1876; Theodor Schäfer; 1850 – 1932; Gebirgsverein für die Sächsische Schweiz 1936) und mehrere kleine Schilder zeigen Wasserstände bei besonderen Hochwassern an. Hier fällt das neue Schild vom 07.08.2010 18:00 mit dem höchsten Wasserstand ganz besonders auf. Was auch sehr nett aussieht, ist der Briefkasten an der oberen Bootsstation.
Da zu dieser Jahreszeit die Obere Schleuse abgelassen ist und damit keine Boote fahren, heißt es für die weitere Wanderung, an der rechten Bachseite weiter zu gehen. Winterschlaf_Boote_kommt_was_von_oben_kleinSchon nach wenigen Metern auf diesem Pfad, der immer noch mit dem blauen Strich markiert ist, geht es an einem Schuppen vorbei, in dem die Boote ihren Spuren_Schneelawine_kleinWinterschlaf verbringen. Danach schlängelt sich der Pfad eigentlich ganz angenehm neben der Kirnitzsch entlang. Zu unserem Wanderzeitpunkt waren schon mehrere Lawinen den Hang zwischen den Felsen hindurch herunter gerutscht. Diese Lawinen haben natürlich nichts mit den gewaltigen Schneemassen aus den winterliche_abgelassene_Obere_Schleuse_kleinAlpen zu tun, aber trotzdem mussten wir über oder durch einen Meter hohen Schnee und viel schlimmer war immer die Befürchtung, dass noch weitere Schneebretter herunter rutschen könnten. Der konstante Nieselregen verbesserte die Lage auch nicht.
Nach 700 Metern an der Oberen Schleuse erreicht man die Schneeschmelze_Obere_Schleuse_kleinStaumauer und ein paar Meter dahinter geht es auf der roten Wanderwegmarkierung roter Strich aus dem Tal wieder heraus. Um von der Kirnitzsch hinauf zum Hermannseck zu gelangen, gibt es zwei unterschiedliche Wege. Der schmale Weg gleich an der Aussicht durch die Felsspalte ist im Winter bzw. bei Schnee gequemer_Aufstieg_Hermannseck_kleinnur sehr schwierig zu passieren und deshalb empfehlen wir den bequemeren Aufstieg. Auch dieser Aufstieg ist im Winter ein bisschen komplizierter als im Sommer, da der Schnee sich winterliche_Aussicht_Hermannseck_kleinziemlich gemein auf die Treppenstufen legt und man ihn erst herunter treten muss, damit man die Stufen (runde Balken) erahnen kann. An der Aussicht Hermannseck hat man einen schönen Blick über das Kirnitzschtal auf die gegenüberliegende Hangseite. Falls das Wetter mal wieder ganz besonders mies sein sollte, dann kann man sich hier oben auch in die kleine Schlegelhütte setzen und ein paar Inschriften studieren.
Vom Hermannseck geht es auf dem Schleusenhornweg weiter. Hier konnten wir im Winter 2010/11 an den Bäumen deutliche Spuren von Rehen erkennen, die anscheinend gewaltigen Hunger hatten. Verbissspuren_beim_Hermannseck_kleinGleich von einer ganze Reihe Bäume war die Rinde abgeknabbert. Ob das schmeckt? Nach einem Kilometer auf der roten Wanderwegmarkierung erreicht man einen der vielen Wettinplätze in der Sächsischen Schweiz. Auch wenn man den Gedenkstein im Schnee normalerweise nicht sieht, so handelt es sich um eine größere Kreuzung mit einer weiteren Schutzhütte. Hier wird die rote Wanderwegmarkierung verlassen und es geht auf der Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich dem sehr gut ausgebauten Forstweg hinterher. Nach einem ¾ Kilometer biegt der grüne Strich nach rechts ab, die Wanderung bleibt aber auf dem angenehmen Wanderweg und geht weiter in Richtung Buchenparkhalle. Bei dem gut ausgebaute Forstweg handelt es sich um den Neuen Hohweg, der schon auf dem Hinweg überquert worden ist und damit stößt man dann auch wieder auf den schnurgeraden Waldweg neben den Schrebergärten.
Damit ist eine eigentlich schöne Winterwanderung zu Ende gegangen, die nur bei uns durch das hässliche Nieselwetter getrübt war. Wenn man diese Wanderung bei Neuschnee oder blauem Himmel unternimmt, dann ist es ganz bestimmt eine spitzenmäßige Runde.

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Hinterhermsdorf – Grenze

Diese Runde gehört zu unseren Lieblingswanderungen und ist seit vielen Jahren auf unserer Website vorhanden. Jetzt ist es an der Zeit, die Beschreibung einmal komplett zu überarbeiten.
Der Startpunkt liegt im Zentrum von Hinterhermsdorf am Haus des Gastes. Von hier geht es ein Ministück (ungefähr 100 Meter) in Richtung Buchenparkhalle/Schleuse auf der Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich, bis nach links der Oberdorfweg und der gelbe Strich gelber Strich abbiegt. Wasserspielzeug_am_Pfarrhaus_Hinterhermsdorf_kleinMan passiert schon bald den toll gestalteten Platz vor dem Pfarrhaus. Hier ist es besonders nett, wenn man Kinder dabei hat, weil so ein paar kleinen Wasserspielzeugen so ziemlich kein Kind widerstehen kann. Vermutlich werden aber nur sehr wenige Eltern ihren Sprösslingen diese fast 20 Kilometer lange Wanderung antun und so geht es auf der gelben Wanderwegmarkierung weiter. Blick_vom_Viehbigt_auf_den_Weifberg_kleinDie Wanderung verlässt durch eine kleine Senke namens Viehbigt den Ort und vor sich sieht man den Weifberg mit seinem Aussichtsturm. Die Wanderung führt auf den Weifberg drauf zu und biegt erst 300 Meter vor dem Gipfel nach rechts ab, immer noch auf der gelben Wanderwegmarkierung. Bald passiert man das Schäferräumicht, die letzte Erfrischungsmöglichkeit für ein lange Strecke, aber man ist ja auch noch nicht so lange unterwegs. Das Schäferräumicht fällt ganz besonders durch die kleine geschnitzte Figur neben dem Weg auf.
Nur auf der Wanderkarte sieht das nächste Teilstück relativ langweilig aus, da es ein ganz gerader Weg ist. In der Realität ist es ein angenehmer, leicht hubbeliger Waldweg. Dann biegt man, weiterhin auf der gelben Wanderwegmarkierung, nach links auf den Bammelweg ab. Hier fällt gleich zu Anfang die sehr ungewöhnliche Bachüberquerung auf. Bachdurchquerung_am_Heidelbach_kleinDa der Waldbesitzer anscheinend keine Lust mehr hatte, die teuren Rohre zu vergraben, liegen seit ein paar Jahren Holzbohlen quer zum Waldweg. In diesen Rinnen fließt jetzt der Heidelbach und selbst gestandene Männer können es sich nicht verkneifen, ein bisschen an diesem Bachlauf herumzuspielen. Der Bammelweg steigt für einen Forstweg ungewöhnlich steil hinauf zur Kalkstraße. Nachdem man die gut ausgebaute Kalkstraße erreicht hat, überquert man diese und geht leicht links, immer noch gelb markiert, weiter. Spätestens ab hier kehrt auf der Wanderstrecke vollkommene Ruhe ein. romantischer_Weg_am_Weissbach_kleinSelbst bei Hochbetrieb in der Sächsischen Schweiz sind im Weißbachtal nur ganz wenige Wanderer unterwegs. Auch wenn man eigentlich im Elbsandsteingebirge ist, erfolgen die ersten 700 Meter am Bachlauf im Granit bzw. auf der Lausitzer Überschiebung. Das kann man einerseits am Gestein erkennen, aber noch viel einfacher sieht man es am V-förmigen Tal. Ein Tal im Sandstein hat normalerweise senkrechte Felswände und eher eine U-Form.
Nach 2 Kilometern am Weißbach entlang stößt von der linken Seite die Kirnitzsch mit in das Tal. Damit wird der Bachlauf ein ganzes Stück breiter und bald passiert man zwei Wohnhäuser hier unten im Tal. Früher hat es auf der gegenüberliegenden Bachseite noch ein paar Häuser und Gaststätten mehr gegeben, aber diese sind nach dem Krieg abgerissen worden. Kurz hinter den Wohnhäusern mit dem beschreibenden Namen „Im Loch“ verlässt der gelb markierte Wanderweg sehr unauffällig nach links die Zufahrt. Falls man diese Rastplatz_unter_dem_Moenchstein_kleinStelle übersieht, ist es aber auch nicht der riesige Umweg, da beide Wege nach einer kurzen Strecke wieder aufeinander stoßen. Am Treffpunkt der beiden Wege fällt ein Rastplatz unter einem gewaltig überhängenden Felsen namens Mönchstein auf. Irgendwie ist mir bei dieser Stelle immer ziemlich unwohl, obwohl es in der SS_HinterhermsdorfSächsischen Schweiz ganz sicher viel wackligere und instabilere Felsen gibt. Noch gleich am Felsen des Mönchsteins erinnert eine Sandsteinplatte an ein ganz trauriges Stück deutscher Geschichte. Hier unten in dem tollen Tal sind im Frühjahr 1945 Gefangene entlang getrieben worden. Auf der Tafel stehen mehrere Namen von Menschen, die leider wenige Tage vor dem Ende des Krieges hier noch umgekommen sind.
Die Wanderung führt weiterhin auf der gelben Markierung dem Bachlauf hinterher. Nach ein paar hundert Metern passiert man die Niedermühle und der Wanderweg wird wieder schmaler. Kurz hinter der Niedermühle wechselt die Farbe der Wanderwegmarkierung im Kirnitzschtal auf rot roter Strich. Auch hier sind noch relativ wenige andere Besucher unterwegs, was sich mit dem Erreichen der Bootsstation Obere Schleuse schlagartig ändert. Zumindest in den Schleuse_Hihedo_2warmen Monaten trifft man hier so einige Wanderer an, die eine der Hauptattraktionen der Hinteren Sächsischen Schweiz nutzen wollen. Es macht schon ziemlich viel Spaß, sich durch das schöne Tal fahren und Schleuse_Hihedo_1von dem Bootsführer erzählen zu lassen, wo sich besondere Felsbilder abzeichnen. Ganz besonders nett ist die “Liebesinsel” in der Mitte des angestauten Wassers. Wenn denn keine Bootsfahrten (in den Wintermonaten zwischen Oktober und Ostern) angeboten werden, oder einem die Bootsfahrt einfach zu teuer ist, dann kann man auch ohne Probleme die paar hundert Meter auf einem Pfad rechts oberhalb des Bachlaufs zu Fuß gehen.
An der Staumauer treffen die beiden unterschiedlichen Varianten wieder aufeinander und es geht weiter bachabwärts. Der Wanderweg schlängelt sich auf ziemlich gleichbleibender Höhe durch das Kirnitzschtal. Ein paar wenige Meter hinter der Staumauer biegt die rote Wanderwegmarkierung nach rechts ab und damit verschwinden auch schon wieder die meisten Besucher aus dem Kirnitzschtal. Ab dieser Stelle wandert man auf der blauen Wanderwegmarkierung blauer Strich. Auf dem weiteren Weg bachabwärts passiert man eine ganz besondere Stelle, an der die Wanderung durch die sogenannte Bärenhöhle geführt wird. In der Bärenhöhle muss man ein bisschen den Kopf einziehen und bei besonders feuchtem Wetter kann es von oben leicht tropfen, aber der Weg hier entlang macht ordentlich Spaß. Gleich hinter dem Höhlenausgang kommen ein paar Steinstufen, die ganz bestimmt durch ihre ungewöhnliche Kürze nicht normgerecht sind, aber mit ein bisschen Vorsicht sollte man auch diese erfolgreich absolvieren. Hinter den Stufen geht es gleich neben dem Bachlauf entlang weiter. Wiese_an_den_Rabensteinen_Kirnitzschtal_kleinHier kann man immer wieder schön in das sehr klare Wasser des Gebirgsbachs blicken und viele kleine Fische entdecken. Eigentlich soll es hier auch große Forellen und sogar Fischotter geben, aber bis jetzt habe ich das Glück noch nicht gehabt, einen zu sehen. Einen Kilometer hinter der Bärenhöhle wird das Tal breiter und, besonders im Winter, merklich wärmer. Dadurch, dass dem Bach auf einmal mehr Platz im Tal zur Verfügung steht, bildet er sofort Schleifen (Mäander) und die Fließgeschwindigkeit nimmt deutlich ab.
Nach 1 ½ Kilometern nehmen die Besuchermengen im Tal der Kirnitzsch wieder zu. Diesmal liegt es daran, dass von links einer der wenigen offiziellen Grenzübergänge herüber führt. Bei den Bewohnern des Nachbarlandes ist das Wandern nicht ganz so beliebt wie in Deutschland, aber dafür fahren große Mengen Tschechen mit dem Fahrrad durch die Wälder und so muss man immer mal auf diese Zweiräder achten. Trotzdem ist der Weg durch das jetzt etwas breiter ausgebaute Kirnitzschtal immer noch sehr angenehm. Was auf diesem Teil der Wanderung besonders auffällt, sind die riesigen gelben Schwefelflechten an den Felswänden. Das ist ein gutes Zeichen, da Schwefelflechten nur bei ganz sauberer Luft gedeihen. Auf dem Weg durch das Kirnitzschtal passiert man die Marienquelle, die immer mal wieder mit einem kleinen Engel oder einer Miniblumenvase verschönert wird. Eigentlich muss einen das nicht verwundern, da so eine kleine Minigrotte einfach dazu einlädt, etwas hineinzustellen.
Etwas mehr als einen Kilometer Niedere_Schleuse_kleinhinter der Marienquelle erreicht man die Niedere Schleuse, die aber leider schon seit einigen Jahrzehnten keine Funktion mehr hat. Gleich neben der gut erhaltenen Staumauer erklären mehrere Tafeln die Funktion der Schleuse und die Geschichte der Holzflößerei. Die Wanderung geht hinter der Niederen Schleuse noch ein kurzes Stück von ½ Kilometer weiter bachabwärts, bis nach rechts der Hinterhermsdorfer Dorfbach erreicht wird. Hier führt ein Forstweg aus dem Tal hinaus. Obwohl man immerhin einen Höhenunterschied von 100 Metern absolvieren muss, ist der Aufstieg noch relativ angenehm. Zwischendurch passiert man den westlichen Rand der Waldhusche, ein wirklich tolles Freigelände des Nationalparks Sächsische Schweiz. Am Wegbreitenbegrenzung_Hinterhermsdorf_2Hinterhermsdorfer Dorfbach bemerkt man die Waldhusche nur durch die beiden Zugänge in Form eines Holzstapels und des Wildzaun_Hinterhermsdorf_2Wildzauns am unteren Rand von Hinterhermsdorf. Die Verlängerung des Dorfbachweges endet auf dem schön Dorfplatz im Zentrum von Hinterhermsdorf. Hier fallen zwei Dinge besonders auf. Das eine ist der mächtige Steintrog, der auch ohne Wasserfüllung schon so Riesiger_Steintrog_Hinterhermsdorfer_Dorfplatz_kleineinige Tonnen wiegen wird, und das zweite ist der Brunnen, der mindestens einmal im Jahr fantastisch geschmückt wird, zu Ostern mit fast unendlich vielen Ostereiern. Auf der Schandauer Straße geht es noch ein paar wenige Meter nach rechts, um dann am Erbgericht nach links zum Ausgangspunkt abzubiegen.
Damit ist aus unserer Sicht eine der schönsten Wanderungen der Sächsische Schweiz zu Ende gegangen. Es ist immer wieder ein Genuss, diese Runde zu gehen und das Beste sind die ungewöhnliche Ruhe und das tolle Weißbach- und Kirnitzschtal.

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Jansloch

Diese Wanderung war ursprünglich dadurch entstanden, dass mich eine nette Leserin meiner Internetseiten per Mail gefragt hat, ob ich das Jansloch kennen würde und ob man heutzutage den Weg noch begehen kann. Sie hatte die Beschreibung dieses Aufstiegs aus Axel Mothes Stiegenbuch “Der Weg ist das Ziel” Band 2. In dem Buch wurde schon darauf hingewiesen, dass heutzutage der Weg nicht mehr erlaubt ist, da er durch die Kernzone geht. Da ich aber durch die Mail neugierig geworden war, musste natürlich eine Erkundungstour in das wunderschöne Kirnitzschtal unternommen werden. Irgendwie hat mich der Wahnsinn geritten, als ich mir als Wandertermin einen sonnigen Samstagnachmittag in den Osterschulferien ausgesucht hatte. Der Parkplatz an der Buchenparkhalle in Hinterhermsdorf war gerappelt voll und die ersten paar Meter in Richtung der oberen Schleuse mit Menschenmassen gefüllt. Blick_vom_Koenigsplatz_kleinDas war 2007 und nun,  im Sommer 2016, wollte ich mal nachsehen, ob sich dort unten etwas verändert hat. Der Weg verläuft nach wie vor auf der roten  Wanderwegmarkierung roter Strich  bis zum Königsplatz. Das nächste Teilstück der Wanderung hatte ich auf der Wanderkarte Hinterhermsdorf von Dr. Böhm entdeckt. Es ist ein Pfad, der von der Vorderseite des Königsplatzes herunter geht. Über viele Jahre war dieser Abstieg ein versteckter Pfad, der nur von wirklich wenigen Wanderern gekannt und genutzt wurde. Inzwischen ist er offiziell mit einer Wanderwegmarkierung gekennzeichnet, wird aber immer noch nur selten benutzt, da er nur in den sehr ruhigen, südwestlichen Bereich zwischen Hinterhermsdorf und Kirnitzschtal führt. Zuerst führt der Weg noch auf Höhe der Aussicht am Hang entlang, bis er deutlich sichtbar nach links absteigt. Es geht zuerst noch an einer Felszunge entlang, bis der Pfad über ein paar Stufen und einen schrägen Weg in die Senke absteigt. Unten angekommen erreicht man die Alte Böhmerstraße, die es nach links weiter den Berg hinunter geht. Schwarzpulverkammer_alte_Boehmerstrasse_kleinDa es sich eher um eine Forststraße als um einen Wanderweg handelt, ist hier keine Wegmarkierung zu finden. Kurz vor der nächsten Wegkreuzung (ca. 10 Meter) kann man auf der rechten Wegseite eine der alten Schwarzpulverkammern im Felsen entdecken. Heutzutage fehlt der Kammer die Türe, so dass man bis hinten zur eigentlichen Schwarzpulvernische durchblicken kann. Früher ist dieses Schwarzpulver zum Entfernen der Baumstümpfe aus dem Waldboden benutzt worden. An der schon erwähnten Kreuzung geht die Wanderung nach rechts weiter hinunter zur Kirnitzsch.
Nach ¼ Kilometer auf diesem Weg erreicht man den Wanderweg an der Kirnitzsch. Jetzt geht es auf dem blauen Strich blauer Strich den Bachlauf hinauf (also nach links). Pfad_und_Wassergras_Kirnitzsch_kleinDie Kirnitzsch hat im ersten Teil noch ein breiteres Tal, so dass sie sich gemütlich hin und her schlängeln kann. Es ist immer wieder faszinierend, dass man innerhalb von wenigen Jahren zusehen kann, wie sich der Bach immer wieder ein neues Bachbett sucht und eine neue Schleife anlegt und wieder weglässt.
Nach ungefähr 1 ½ Kilometern wird das Kirnitzschtal enger und der Bach verläuft ziemlich geradlinig. Zugang_Jansloch_kleinSchon nach der nächsten Kurve um einen Felsen auf der linken Seite verleitet ein breiterer Weg, sich zu verlaufen. Der Weg ist eigentlich besser ausgebaut als der Pfad an der Kirnitzsch entlang. Da aber das Ziel das Jansloch sein sollte, geht es unten am Bach entlang. Etwas mehr als ½ Kilometer hinter dem abzweigenden Pfad passiert man zuerst zwei riesige Fichten. riesige_Fichte_Kirnitzschtal_kleinWie groß diese Bäume wirklich sind, kann man aus dem Tal heraus kaum einschätzen, aber die Stämme sehen schon gewaltig aus. Knapp hinter diesen beiden Bäumen steigt der markierte Wanderweg über eine Treppe ein paar Meter aus dem Tal heraus. Pfad_durch_Baerenhoehle_kleinDann kommt eine nette, relativ lange Höhle, die man sehr gut durchwandern kann, nur manchmal ist der Untergrund etwas feucht und matschig. Dahinter geht es noch ein paar Stufen aufwärts, bis der Wanderweg nach rechts abbiegt. Hier geht es ein paar wenige Meter (maximal 10 Meter) weiter geradeaus, um dann nach links einem Trampelpfad zu folgen. Links oben sieht man schon eine weitere Höhle, die auch einfach durchgangen werden kann. Auf der Rückseite ist ein kleines Stück unterhalb des Ausgangs der weiterführende Pfad. Diesen wandert man ca. 150 Meter um einen Felsausläufer herum, um dann einen Aufstieg durch die Felsen zu entdecken. Aufstieg_Jansloch_kleinDer untere Teil sieht nur nach einer flachen Felsspalte aus, sobald man aber am Felsfuss steht, sieht man auch ein paar künstliche Stufen. Der Aufstieg ist wirklich nicht kompliziert und schon steht man oben auf dem Felsen. Dadurch, Stufen_im_Aufstieg_Jansloch_kleindass sich hier jeder einen eigenen Weg gesucht hat, ist im Jahre 2016 kein richtiger Pfad mehr zu erkennen. Ganz besonders dadurch nicht, dass hier oben so einige Fichten dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen sind. Diese Bäume liegen jetzt kreuz und quer und man muss über sie hinwegklettern oder auf ihnen das Balancieren üben. Spätestens nach 150 Metern auf der Ebene erreicht man einen ordentlichen Waldweg. Auf dem Janslochweg geht es nach rechts weiter. Nach ein paar hundert Metern (ca. 350 Meter) erreicht man einen gut ausgebauten Waldweg mit der grünen Wanderwegmarkierung grüner Strich. Nach ein paar Metern auf diesem Forstweg erreicht man den Wettinplatz. Hier erinnert ein Gedenkstein an die 800jährige Herrschaft der Wettiner. Hinter dem Wettinplatz folgt man der Ausschilderung Buchenparkhalle. Zwischendurch verlässt die Wanderung den breiten Forstweg und steigt auf einem alten Waldweg aufwärts. Es geht am Cupetiusstein vom 17. Juni 1834 vorbei. Cupetiusstein_Hinterseite_kleinCupetiusstein_Vorderseite_kleinDie Inschrift auf der Vorderseite erinnert an den Tod von Johann Gottlieb Cupetius am 17. Juni 1834 in Folge eines Blutschlags. Bei dem Gedenkstein ist es besonders interessant, dass es sogar auf der Rückseite eine Inschrift gibt. Ein paar Meter hinter dem Gedenkstein erreicht man die „Wanderautobahn“ zwischen dem Parkplatz und der Oberen Schleuse. Dieser letzte Weg ist mit dem blauen Strich blauer Strich markiert. Es geht nach links bis zum Ausgangspunkt zurück.
Damit ist eine Wanderung zu Ende gegangen, die mir 2016 schon viel besser gefallen hat als 2007. Zunächst bin ich nicht wieder auf die blödsinnige Idee gekommen, an einem sonnigen Osterferienwochenende im Bereich der Oberen Schleuse zu wandern. Das eigentliche Jansloch ist verhauen und heutzutage nicht mehr begehbar. Aber der Weg über die Bärenhöhle ist eine sehr nette und abwechslungsreiche Alternative. Vielleicht wird das Jansloch irgendwann mal wieder passierbar, aber darauf mache ich mir bei den Wegekonzepten im Bereich der Kernzonen des Nationalparks sehr wenig Hoffnungen. Was ich noch als eine kleine Entschuldigung für die riesigen Besucherzahlen im Bereich der Buchenparkhalle und der Oberen Schleuse zu meinem Wandertermin im Nachhinein erfahren habe war, dass an dem Tag (14.04.2007) die neuen Kähne auf der Oberen Schleuse getauft wurden.

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Hirschewald

Wir wollten mal wieder eine Wanderung unternehmen, die abseits der normalen Besuchermassen der Sächsischen Schweiz verläuft und dazu bieten sich Runden im Bereich von Hinterhermsdorf immer wieder an. Der Startpunkt dieser Wanderung liegt an der Zufahrtsstraße von Hinterhermsdorf, an dem Parkplatz/Bushaltestelle Räumicht. Gleich auf der dem Parkplatz gegenüberliegenden Straßenseite biegt die Wanderwegmarkierung gelber Punkt gelber Punkt ins Räumicht ab. Auch wenn es sich um eine Fahrstraße handelt, so sind hier nur wenige Autos zu den Gaststätten und Pensionen unterwegs. Nach 200 Metern gabelt sich die Straße und Holzbackofen_Bauernstuebel_kleineigentlich ist es vollkommen egal, in welche Richtung man weitergeht, weil beide Straßen nach wenigen hundert Meter wieder aufeinander treffen. Wenn man aber den Weg nach links wählt, kann man hinter der Gaststätte Bauernstübel (www.bauernstuebel-roellig.de) den Holzbackofen entdecken. Hier werden jeden Donnerstag super leckere Brote gebacken, die nicht nur verführerisch duften, sondern auch, vielleicht mit ein bisschen Butter, super gut schmecken. Ein kleines Manko ist, dass man die Brote spätestens einen Tag vorher bestellen muss. Aber man kann sie natürlich auch in der Gaststube des Bauernstübels zu essen bekommen.
Die Wanderung führt weiter das Räumicht hinauf und nach ein paar weiteren Metern passiert man die nächste Gaststätte namens Sonnenhof (www.sonnenhof-hinterhermsdorf.de). Auch hier kann man (genauso gut wie im Bauernstübel) einkehren, aber eigentlich ist man noch nicht ausreichend dafür gewandert. Sehr unterhaltsam sehen die Galloway-Rinder hinter dem Sonnenhof aus. Im Gegensatz zu den normalen Rindern auf den Weiden der Sächsischen Schweiz sind diese Viecher viel widerstandsfähiger und können z.B. den gesamten Winter draußen auf der Weide stehen bleiben. Natürlich müssen die Galloways bei hohem Schnee zugefüttert werden, aber auch dann sehen diese schwarzen Riesen im Schnee ganz schön interessant aus.
Die Wanderung führt weiter das Tal hoch und passiert bald auf der linken Straßenseite ein wunderbares, uraltes Haus, das schon 1706 erstmals erwähnt und in den letzten Jahren richtig hochwertig saniert wurde. Nicht nur die Außenseiten sehen perfekt aus, sondern auch die Bilder auf der Webseite (www.nobel-ferienhaus.de) von der Innenseite sind sehr geschmackvoll. Bis hoch zur Gnauckmühle folgt man der gelben Wanderwegmarkierung. Hier wird dann die Markierung verlassen und es geht nach links in Richtung Saupsdorf weiter. Die Straße ist eigentlich die kürzeste Verbindung zwischen Saupsdorf und Hinterhermsdorf, aber für den Durchgangsverkehr gesperrt und so kann man den nächsten ½ Kilometer ziemlich ungestört wandern.
Dann biegt nach rechts der erste gut sichtbare Feldweg ab. Schon nach wenigen Metern über die Wiese geht es durch den Wald weiter. Nach 70 Metern gabelt sich der Weg und eigentlich sieht der Abzweig nach links besser aus, aber praktisch führt dieser nur zu einem Misthaufen, sodass man besser nach rechts gehen sollte. Der Weg steigt durch eine Senke immer weiter an und nach ½ Kilometer stößt die blaue Wanderwegmarkierung blauer Strich mit auf den Weg. Weifberg_mit_Aussichtsturm_kleinDieser Kennzeichnung folgt man weiter in Richtung Weifberg. Nachdem man den oberen Waldrand erreicht hat, kann man mit einem Blick über die Wiese den Weifberg und damit das nächste Ziel der Wanderung entdecken. Wenn man dem blauen Strich folgt, erreicht man diesen Berg nach ein paar Höhenmetern. Vom eigentlichen Weifberg hat man überhaupt keine brauchbare Aussicht und deshalb sollte man unbedingt die 173 Stufen Blick_vom_Weifbergturm_Richtung_Hintere_Saechsische_Schweiz_kleinauf den Turm hoch steigen. Die Rundumsicht ist wirklich beeindruckend und ungewöhnlicherweise sind nur zu den Hauptwanderzeiten mehr als eine Handvoll Besucher hier oben. Ziemlich komisch ist es, wenn es ein wenig stürmisch ist. Der Turm ist fast komplett aus Holz gebaut und dieser Werkstoff ist recht elastisch. Damit kann der Turm schon ein wenig wackeln, aber das macht seiner Stabilität überhaupt nichts aus. Das menschliche Gehirn sieht das etwas anders und nur die hartgesottensten Mitmenschen halten es bei dem Geschaukel länger hier oben aus.
Von dem Turm und dem Weifberg geht es wieder auf der bekannten Seite herunter und der blauen Wanderwegmarkierung hinterher nach Hinterhermsdorf. Auf dem Weg vom Weifberg herunter kann man nach rechts in Richtung Hintere Sächsische Schweiz blicken und dabei wirkt es so, als ob man von oben auf die Felsen hinunter blickt. Es ist tatsächlich so, dass man auf den ersten Metern auf dem Feldweg höher ist als der Falkenstein und die komplette Schrammsteinkette. Gleich am Ortsrand von Hinterhermsdorf erreicht man einen kleinen privaten Parkstreifen und dahinter steht eine nette Sammlung Grenzsteine. Hier kann man sich ganz gut dran machen zu erraten, um was für Steine es sich handelt.
Die Wanderung führt an der Touristeninformation nach Hinterhermsdorf hinein. Gegenüber des Erbgerichts biegt eine kleinere Dorfstraße ab, die zuerst parallel zur Schandauer Straße verläuft und dann an dem schönen Dorfplatz auf diese stößt. Ganz besonders nett ist dieser Platz zu Ostern, wenn der Brunnen mit einer Unzahl an Ostereiern geschmückt ist. Aber auch im Sommer hat der Platz seinen Reiz. Wirklich beeindruckend ist der riesige Steintrog mit seiner Wasserfüllung. So ein Schwergewicht zu transportieren und dann an der passenden Stelle abzusetzen, ist bestimmt eine ordentliche Herausforderung. Von dem Platz geht es ein paar wenige Meter auf der Straße mit dem Namen Beize (rot roter Strich markiert) entlang, bis nach rechts der Dorfbachweg abbiegt. Wie der Name des Weges vermuten lässt, geht es parallel zum Dorfbach abwärts.
Am unteren Ende des Dorfes passiert man einen Eingang in die Waldhusche. Es handelt sich um einen Wildzaun mit einem ordentlichen Tor. Diese Wildsperre steht in den letzten Jahren fast immer sperrangelweit offen, sodass sie keine Funktion mehr hat. Vermutlich wissen aber die Rehe und Wildschweine sowieso, dass man mit einem kurzen Schwenk auch um diese Sperre herum gehen könnte. Praktisch kann man es sich sehr gut vorstellen, dass in Hinterhermsdorf im Winter die Wildtiere bis weit in die Ortschaft vordringen. Die Wildschweinspuren in der Waldhusche sind ziemlich eindeutig.
Von den eigentlichen Stationen der Waldhusche entdeckt man am Dorfbachweg nichts und nach etwas mehr als ½ Kilometer passiert die Wanderung auch schon den unteren Ausgang der Waldhusche. Wiese_am_Hinterhermsdorfer_Dorfbach_kleinHier fallen ganz besonders die Wiese rechts neben dem Bachlauf und links die freistehenden Felsen des Dorfbachsteins auf. ½ Kilometer nachdem man die Waldhusche verlassen hat, biegt nach rechts der breite Saupsdorfer Streuweg ab. In dieses Waldgebiet verirrt sich normalerweise kaum ein Wanderer, obwohl man hier sehr wohltuend wandern kann. Der Forstweg ist so bequem angelegt, dass auch die großen Holztransporter hier lang fahren können und dadurch sind die Steigungen sehr angenehm zu bewältigen. So breit ausgebaute Forsttrassen sind natürlich mit der längeren Wanderzeit ein wenig langweilig, Spuren_Gewittersturm_Hirschewald_kleinaber im Sommer 2012 hatte hier ein Gewittersturm dem Wald ganz böse zugesetzt. Da der Forst große Angst hatte, dass der Borkenkäfer nun gewaltig zuschlagen würde, hat man mit reichlicher Großtechnik in gelichteter_Hirschewald_kleinRekordzeit den kompletten Hirschewald beräumt. Jetzt kann man beobachten, wie aus der langweiligen Fichtenmonokultur ein Mischwald entsteht. Den Wanderweg durch den Hirschewald findet man sehr einfach, indem man immer auf den breitesten Forstwegen bleibt. Nach 400 Metern auf dem Saupsdorfer Streuweg erreicht man eine Kreuzung, an der es nach rechts weiterhin auf dem breiten Weg geht. Nach einer Gesamtstrecke von etwas mehr als einem Kilometer auf dem Saupsdorfer Streuweg erreicht man die Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich. Hier geht es im spitzen Winkel nach links auf dem Oberen Hischewaldweg und der grünen Wegmarkierung weiter. Auf diesem Forstweg bleibt man ¼ Kilometer, bis nach rechts die Brettmühlschlüchte und der Parkplatz Räumicht ausgeschildert sind. Damit hat man dann den Ausgangspunkt der Wanderung erreicht.
Diese Wanderung ist keine besonders spektakuläre Runde, aber immerhin bietet sie mit dem Weifberg eine sehr schöne Aussicht und der Hirschewald und Hinterhermsdorf überhaupt sind immer wieder ein angenehmer ruhiger Bereich. Selbst wenn in der gesamten restlichen Sächsischen Schweiz riesige Mengen Besucher unterwegs sind, kann man hier immer noch angenehm ruhig durch den Wald wandern.

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Kerbensteig

Ich hatte schon so hier und da vom Kerbensteig gelesen und irgendwie wurde dieser Pfad immer ganz besonders gelobt. Nachdem ich ihn auf den Wanderkarten der Sächsischen Schweiz erst mal an einer vollkommen falschen Stelle gesucht habe (ich hatte ihn im unteren Bereich des Kirnitzschtals vermutet), bin ich dahinter gekommen, dass sich der Steig in der Nähe von Hinterhermsdorf befindet. Da der Weg über den Kerbensteig nicht ganz legal ist, sollte man sich vor dem Wandern dazu Gedanken machen, ob man die Erkundungstour trotzdem unternehmen möchte. Aus meiner Sicht hat sich der Ausflug runter ins hintere Kirnitzschtal gelohnt, aber sicherheitshalber hatte ich den Wanderzeitpunkt auch auf einen Wochentag in den späten Herbst gelegt, sodass die Gefahr, erwischt zu werden, möglichst gering war.
Der Startpunkt liegt an der Buchenparkhalle in Hinterhermsdorf. Von hier geht es auf einem sehr angenehmen Wanderweg zuerst mal in Richtung Königsplatz. Dazu folgt man der Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich. Das erste Stückchen geht schnurgerade neben einer Schrebergartensiedlung entlang, aber schon am Ende der Gärten biegt der Wanderweg nach rechts ab und der Waldweg wird interessanter. Noch vor dem Königsplatz passiert man die Aussicht Grünstellige, die einen schönen Blick auf die Wälder in Richtung Grenze liefert. Diese Aussicht ist im Gegensatz zu dem Königsplatz viel seltener besucht und hätte die Wanderung nicht gerade erst begonnen, könnte man hier ein hervorragendes Picknick machen. herbstlicher_Zugang_Koenigsplatz_kleinEs geht weiter in Richtung Königsplatz. Der Waldweg verläuft auf fast gleichbleibender Höhe durch einen Buchenwald, der ganz besonders schön in der herbstlichen Sonne strahlt, aber auch sonst viel schöner als so ein langweiliger Fichtenwald ist. Der Königsplatz ist eine wirklich einfach zu erreichende Aussicht mit 2 ½ Bänken und einer Schutzhütte mit Aussicht. Von hier kann man sehr schön auf den Raumberg, den Großen Winterberg und das Tal der Hinteren Sächsischen Schweiz blicken.
Für die weitere Wanderung geht es wieder ein kurzes Stück (ca. 100 Meter) zurück, um dann nach rechts über die Stufen der roten Wanderwegmarkierung zu folgen. Blick_von_oben_in_Tunnel_am_Koenigsplatz_kleinBeim Abstieg passiert man einen großen, schräg abfallenden Tunnel, der aber ohne jegliches Kriechen passiert werden kann. Dieser Durchgang ist größtenteils dadurch entstanden, dass zwei Felsen auf eine Felsspalte gefallen sind, aber damit man so komfortabel wie heute durch wandern kann, wurde der eigentliche Weg noch ein Stück tiefer und auch in der Breite ausgebaut. herbstlicher_Abstieg_und_Felsen_vom_Koenigsplatz_kleinAuch hinter dem Tunnel geht es weiter abwärts, bis ein richtig breiter Forstweg erreicht wird. An dieser Kreuzung wird die rote Wanderwegmarkierung verlassen und man wandert auf dem Forstweg nach rechts weiter. Der sogenannte Hollweg ist mit dem Kirnitzschtal ausgeschildert und wurde laut einer Inschrift auf der linken Wegseite in den Jahren 1926 – 1934 von den Erwerbslosen von Hinterhermsdorf erbaut. Ziemlich auffällig sind die beiden Quadrate auf der Inschrift, die deutlich herausgemeißelte Hakenkreuze erahnen lassen. Nach einem ¾ Kilometer passiert man eine Felsmurmel auf der linken Wegseite, auf der zwei Jahreszahlen (1793 und 1896) und eine Person mit einem Waldhorn zu sehen sind.
Nachdem der Forstweg das Tal der Kirnitzsch erreicht hat, geht es nach links auf der Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich weiter. Maeander_in_der_Kirnitzsch_kleinDer Weg an der Kirnitzsch entlang ist immer wieder ein Wohlgenuss und überraschenderweise trifft man hier unten auch relativ selten andere Wanderer. Auf den ersten 1 ½ Kilometern hat die Kirnitzsch noch genügend Platz, um reichlich Mäander (Flussschlingen) zu bilden, aber dann rücken die Felswände Aufwendige_Baumrettung_Kirnitzschtal_kleinzueinander und der Bach kann nur noch geradlinig durch das Tal fließen. Ziemlich komisch sah im Herbst 2011 ein Baum bzw. die Konstruktion drum herum in dem breiten Stück der Kirnitzsch aus. Hier war ein Baum mit mehreren Stämmen ins Bachbett gefallen und auf der tschechischen Bachseite war eine super stabile Stützkonstruktion gebaut worden. So viel Mühe für die Rettung eines Baumes weist schon auf ziemlich viel Naturliebe oder einen besonderen Spieltrieb hin.
Nach wenigen Metern in dem engeren Teil des Tals fällt nach vorne ein vollkommen mit gefällten Bäumen verbarrikadierter Aufstieg auf. Es handelt sich um den Rotkehlweg, der aus dem Tal hoch nach Hinterhermsdorf führt. Irgendwie ist es aber doch sehr seltsam, wenn man einerseits einen einzelnen Baum mit so viel Aufwand stützt und andererseits für eine Sperrung mehrere Bäume auf den Weg metzelt. Für diese Wanderung ist der Rotkehlweg aber auch uninteressant, da es noch weiter auf der blauen Wanderwegmarkierung bis zu den Steinstufen vor der Wolfsschlucht geht.
Hier beginnt der wirklich lustige Teil der Wanderung. Gleich auf der gegenüberliegenden Bachseite befindet sich der Anfang des Kerbensteigs. Um auf die andere Bachseite zu gelangen, gab es früher eine Brücke, aber heutzutage muss man entweder über einen querliegenden Baum balancieren oder die Wanderschuhe ausziehen und durch die immer kalte Kirnitzsch waten. lustige_Steintuermchen_Kerbensteig_kleinTatsächlich führt auf der tschechischen Seite ein ganz netter Pfad gleich am Bach entlang. Super lustig sehen nach ein paar Metern die unzähligen Steintürmchen aus. Wer auch immer die vielen Kerbensteig_Kirnitzsch_kleindutzend Türmchen auf den Felsvorsprung gestapelt hat, er hat bestimmt gewaltig Spaß dabei gehabt. Der Kerbensteig führt noch ein Stückchen weiter, bis ein Felsen das Weiterkommen am Bach versperrt. Die Spuren zeigen aber deutlich den Hang hinauf und deshalb bin ich dort hoch gekrochen. Steintreppe_gegenueber_Kerbensteig_kleinAuf der gegenüberliegenden Bachseite ist in luftiger Höhe eine Steintreppe in den Felsen gearbeitet, aber irgendwie habe ich nicht erkannt, wie man dort hinkommen sollte. Es sieht eigentlich so aus, als wenn der Weg an der Unterseite der Treppe nach rechts (von gegenüber gesehen, also Bachaufwärts) auf dem Felsenband weiter geht. So kann es also gar nicht so falsch sein, über den Felsausläufer zu wandern und dann gleich wieder in die Pytlácká rokle (Raubschützenschlüchte) abzusteigen, um an die Kirnitzsch hinunter zu gelangen. Beim Aufstieg auf den Felsen fällt auf der rechten Seite im Graben eine ziemlich große Hütte auf, die zwar heutzutage eingefallen ist, aber relativ aufwendig hier im Gelände versteckt liegt.
Nach dem Abstieg, der überraschend einfach bis zur Kirnitzsch hinunter geht, steht man am Bachrand und gegenüber ist eine angeschwemmte Ebene zu sehen. Also die Wanderschuhe zum zweiten Mal ausziehen und hinüber waten. Irgendwie hatte ich gehofft, von der Ebene auf das Felsband und damit dann die Treppe aufwärts zu kommen, aber das war leider nichts. abgeschliffene_Felswaende_Kirnitzschtal_kleinAuf der Sandbank lagen seltsamerweise zwei Holzkonstruktionen (einmal zwei Stämme zu einem Steg verbunden und mehrere Latten zu einer kleinen Platte verbunden), aber irgendwie war nur ein super steiler Aufstieg durch eine Schlucht sichtbar. Von der Sandbank die Kirnitzsch in beide Richtungen geblickt, fallen die Felswände mit den polierten Flächen im unteren Teil auf. Hier kommt man ganz sicher auch nur durch einen ordentlich nassen Spaziergang weiter und der Rückweg noch mal durch den Bach hat mir überhaupt nicht gefallen. So ging es in der Schlucht aufwärts mit einer ordentlichen Kletterpartie. Eigentlich ist nur ein Absatz im ganz unteren Teil besonders anspruchsvoll und dann geht es ganz gut bis hoch zum offiziellen Wanderweg.
Dieser ist mit dem bekannten blauen Strich blauer Strich markiert und wird für diese Wanderung nach rechts weiter gegangen. Etwas mehr als ½ Kilometer ist jetzt als Erholung zu genießen, um dann nach links abzubiegen. Treppe_durch_Felsspalte_Hermannseck_kleinWer diese Tour wandert, sollte natürlich nicht den schlappen Aufstieg über die breiten Stufen wählen, sondern den Weg durch die langgezogene Felsspalte. Der Aufstieg ist mit dem roten Strich roter Strich gekennzeichnet und mit dem Hermannseck ausgeschildert. Die Aussicht nach dem Aufstieg ist nicht gerade spektakulär, weil man nur in das dicht bewaldete Kirnitzschtal blickt, aber immerhin schaut man von einer Felskanzel ins Tal.
Die Wanderung folgt weiter der roten Wanderwegmarkierung. Auf dem ersten hebstlicher_Wettinplatz_Hinterhermsdorf_kleinTeilstück bis zum Wettinplatz stehen am Wegesrand so einige uralte verknöcherte Eichen. Am Wettinplatz hat der Nationalpark die mächtigen herbstlicher_Koenigsplatzweg_kleinBäume aus Wegsicherungspflichten gefällt. Ich finde, das sieht sehr seltsam aus, da jetzt genauso wie an der Buchenparkhalle nur noch Stümpfe herumstehen. Vom Wettinplatz geht es auf dem sehr gut ausgebauten Forstweg in Richtung Buchenparkhalle weiter. Nach 200 Metern auf dem unmarkierten Forstweg biegt nach links ein breiter, aber etwas stärker ansteigender Waldweg in Richtung Buchenparkhalle ab. Dieser Weg sieht ganz besonders toll im Herbst aus, weil dann die gelben Blätter der Buchen besonders leuchten. Die letzten Meter bis zur Buchenparkhalle werden auf der Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich bewältigt.
Irgendwie hatte ich mir von dem Kerbensteig aber einfach mehr versprochen, als nur einen Pfad, der 300 Meter neben der Kirnitzsch entlang läuft. Vermutlich ist der Weg früher auch viel schöner gewesen, da der Zugang mit zwei Brücken erfolgte und man dadurch einen netten Blick in das Kirnitzschtal hatte und außerdem kein blödes Klettern unternehmen musste.

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Kerbensteig Stufen

Auf der Wanderung Kerbensteig sind mir von der anderen Kirnitzschseite die Stufen in dem Felsen aufgefallen, aber ich habe zu dem Zeitpunkt nicht gesehen, wie man dorthin kommt. Auch die Karte von Dr. Böhm (www.boehmwanderkarten.de) half diesmal irgendwie nicht so richtig weiter, aber netterweise kam dann Anfang des Jahres eine Mail von einem aufmerksamen Leser unserer Webseite, der sehr gut den Zugang zu den Stufen erklärte. Das musste natürlich gleich mal untersucht werden und so ist diese nette Tour entstanden. Die Wanderung ist auf der Webseite nur mit 2 Sternen bewertet, um nicht ganz so viele Wanderer auf diese Insiderstrecke zu locken, aber eigentlich müsste es eine Bewertung im Bereich der 4 Sterne sein.
Der Startpunkt für diese Strecke befindet sich an der Hinterhermsdorfer Buchenparkhalle. Von hier geht es über den schnurgeraden Waldweg mit der blauen Wanderwegmarkierung blauer Strich in Richtung Obere Schleuse. Cupetiusstein_Hinterhermsdorf_kleinDer Wanderweg führt zuerst zwischen dem Wald und der Kleingartenanlage entlang und dann noch ein ganzes Stück geradeaus in den Wald. Nach insgesamt einem Kilometer biegt der markierte Wanderweg nach links ab, aber die Wanderung führt noch ein kurzes Stück weiter geradeaus, um dann nach rechts abwärts zu gehen. Schon nach ganz wenigen Metern findet man auf der rechten Seite den Cupetiusstein. Sehr ungewöhnlich an diesem Gedenkstein ist, dass er immerhin schon aus dem Jahre 1834 stammt und nicht nur auf der Vorderseite eine Inschrift hat, sondern auch auf der Rückseite einen Text von den Gedenkenden enthält.
Der breite Waldweg ist schon vor sehr langen Zeiten angelegt worden, da auf der linken Wegseite die Jahreszahl 1829 zu lesen ist. Nach 400 Metern auf dem unmarkierten Waldweg erreicht man den sehr breiten Forstweg mit der grünen Wanderwegmarkierung grüner Strich, der man dann nach rechts weiterhin abwärts folgt. Ungefähr nach ¼ Kilometer auf der breiten Forststraße erreicht man einen der vielen Wettin-Plätze, die an das 800-jährige Bestehen (1089-1889) der Wettiner Herrschaft erinnert. Hier folgt man noch ein kurzes Stück der grünen Wegmarkierung, um dann auf der roten Wanderwegmarkierung roter Strich, die zuerst ein Stückchen gleichzeitig verläuft, weiter zu wandern. Die Wanderung führt runter zum Hermannseck bzw. dem Kirnitzschtal. Am Hermannseck gibt es eigentlich zwei Wege, wobei im Abstieg nur der linke zu empfehlen ist. Der rechte, der knapp neben der Schutzhütte abwärts geht, ist einfach zu schmal für einen Abstieg und außerdem sehr ärgerlich, wenn andere Wanderer entgegen kommen. Am Ende des Abstiegs verlässt man die rote Wanderwegmarkierung und es geht nach rechts auf dem blauen Strich blauer Strich weiter.
Mit dem Wanderweg an der Kirnitzsch ist es schon ziemlich komisch. An den beiden Bootsstationen der Oberen Schleuse trifft man häufiger andere Wanderer, aber sobald man sich unterhalb des Hermannsecks befindet, Zugang_Schwarzes_Tor_und_Kerbensteig_kleinist wieder wunderbare Ruhe eingekehrt. Auf diesem Wanderweg muss man jetzt 600 Meter wandern, bis nach links eine absichtlich mit Bäumen gefüllte Schlucht auftaucht. Es handelt sich um den uralten Abstieg zum Schwarzen Tor auf der tschechischen Seite. Da es noch immer Mitmenschen gibt, die diesen Geheimtipp kennen, ist der Abstieg gut zu erkennen und auch nicht besonders schwierig. Der Abstieg hat zwischendurch sogar einige Stufen, daran kann man erkennen, dass es sich um einen wirklich uralten Weg handelt. Kurz bevor man am Bach ankommt, empfiehlt es sich, nach rechts abzubiegen, um den östlichsten Teil des Kerbensteiges zu erreichen. Dieser Pfad ist anscheinend im Jahre 1839 nur zum Zwecke des Tourismus angelegt worden und den Spuren nach zu urteilen, ist dieses mit ziemlich großem Aufwand passiert. Teile des Weges verlaufen über ein Felsband, fehlenden_Bruecke_Kerbensteig_Felsbahn_kleinaber auch gleich an mehreren Stellen mussten Teile des Felsens weggeklopft werden. Das lässt sich sehr gut an mindestens drei Stellen feststellen. Auch sind früher gleich mehrere Brücken und Stege in den Kerbensteig eingebaut gewesen, die aber leider heutzutage nicht mehr vorhanden sind. So ist der weitere Weg an einer dieser Stellen unterbrochen, da nur noch ein ganz schmales horizontales Felsband vorhanden ist und es an dieser Stelle geschätzte 30 Meter senkrecht abwärts in die Kirnitzsch geht. Hier sollte man lieber nicht herunterfallen und deshalb geht es wieder zurück.
Blöderweise sind damit dann die Stufen immer noch nicht erreicht und so muss der Kerbensteig von der anderen Seite untersucht werden. Kerbenstein_am_Hang_kleinDazu geht es wieder auf der blauen Wanderwegmarkierung blauer Strich ein paar Meter das Tal hinunter. Nach ca. 180 Metern wird der Hang runter ins Kirnitzschtal flacher und beim aufmerksamen Beobachten kann man einen Trampelpfad entdecken. Nach einem leichten Abstieg erreicht man von dieser Seite den nächsten Teil des Kerbensteigs. Hier sind zuerst zwei Dinge ganz besonders auffällig. Das erste ist der breit ausgearbeitete Weg am schrägen Hang, der wieder in die Richtung der fehlenden Stege führt. Treppenstufen_vom_Kerbensteig_kleinDie zweite interessante Stelle sind die Stufen runter zur Kirnitzsch. Nicht nur, dass die Stufen auch nach fast 200 Jahren immer noch ganz gut aussehen und leicht zu begehen sind, es befinden sich sogar noch die senkrechten Stäbe eines Geländers neben den Treppenstufen. Obwohl diese Eisenstangen ziemlich verrostet aussehen, sind sie immer noch ungewöhnlich stabil. Inschrift_am_Kerbensteig_kleinNachdem man die Stufen hinunter gestiegen ist, fällt in der Felswand eine Inschrift mit folgendem Text auf: Diesen Felsen = Wege veranstaltete, der H. Maj: v. Dieskau veranschlagt, d: H. Bau = Cont. Loose gebaut, d:Floszvorst: Sturm 1836. Dieser wirre Text soll ungefähr bedeuten, dass Major von Dieskau bei Herrn Loose den Bau beauftragt hat und der Floßförster Sturm den Weg im Jahre 1836 gebaut hat.
An dieser Stelle führte früher eine Brücke auf die andere Kirnitzschseite, die aber heutzutage fehlt. Blöderweise endet die Treppe dann auch etwas zu hoch oberhalb der Kirintzsch, sodass auch ein Durchwaten (egal ob auf die andere Bachseite oder bis zum unteren Ende der Bärenhöhle) unmöglich ist. So muss man wieder das Stückchen bis zum offiziellen Wanderweg hoch krabbeln und diesem nach links auf der bekannten blauen Wanderwegmarkierung blauer Strich folgen. Baerenhoehle_im_Kirnitzschtal_kleinDafür wird man dann auch schon nach wenigen Metern mit der interessanten Bärenhöhle belohnt. Der Wanderweg führt einmal quer durch diese relativ lange Höhle und wenn man den Kopf ein kleines Stück einzieht, kommt man auch ganz gut durch das dunkle Loch. Auf der anderen Seite muss man noch ein paar Stufen absteigen und dann geht es super angenehm gleich neben der Kirnitzsch weiter bergab.
Nach etwas weniger als einem Kilometer weitet sich das Kirnitzschtal und meistens kann man das auch breiteres_Kirnitzschtal_kleinsehr gut an der ansteigenden Temperatur feststellen. Hier kommt die Sonne einfach besser bis zum Grund des Tals. Ungefähr 1 ¼ Kilometer weiter auf dem sehr angenehmen Pfad stößt von links ein breiter Wanderweg aus dem Tschechischen zur Wanderung dazu. Sehr genau ½ Kilometer dahinter befand sich in früheren Jahren auf der linken Seite die Ziegengrundbrücke über die Kirnitzsch. Leider ist diese Brücke heutzutage nicht mehr vorhanden. In dem ganz besonders schönen Tal dahinter befindet sich der bekannte Luchsstein. Der Nationalpark weiß dieses auch und hat gleich mal auf die große Wiese in die Mitte eins dieser typischen Kernzonenschilder aufgestellt. Eigentlich kann man sich schon ganz gut daran orientieren, dass bei jedem dieser Schilder irgendetwas Interessantes vorhanden ist.
Für diese Wanderung ist das Schild eine gute Orientierung, da hier nach rechts den Hang hinauf ein sehr gut versteckter Pfad aufsteigt. Es handelt sich um den Nickelsbergweg. Wer diesen versteckten Weg nicht auf Anhieb findet, der kann auch ½ Kilometer weiter wandern und über die Lindigtstraße nach Hinterhermsdorf aufsteigen. Im Gegensatz zur Lindigtstraße führt der Nickelsbergweg durch ein vollkommen vergessenes Waldstück namens Finsterwäldchen. Insgesamt geht es einen Kilometer ziemlich geradeaus durch diesen Wald und dann erreicht man wieder einen breiten Forstweg, der auch mit so manchen Benutzungsspuren versehen ist. Es handelt sich um die Alte Böhmerstraße, die nach links weiter in Richtung Buchenparkhalle verfolgt wird. Bald erreicht die Wanderung die Wanderwegmarkierung grüner Punkt grüner Punkt, die die letzten paar Meter bis zum Ausgangspunkt kennzeichnet.
Diese Wanderung war schon ziemlich interessant, da mal wieder ein paar Stellen dazwischen waren, die gezeigt haben, dass es in der Sächsischen Schweiz auch nach ein paar hundert Wanderungen immer noch was zu entdecken gibt.

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Kirnitzschquerung

Wir sind mal wieder mit unseren Wanderfreunden aus Celle unterwegs gewesen. Theoretisch sollte die Wanderung zwar eigentlich ganz woanders hinführen, aber praktisch hat leider ein brütender Vogel einen Strich durch die Routenplanung gemacht und so wurde diese überraschend tolle Wanderung draus. Der Startpunkt liegt in Hinterhermsdorf. Eigentlich sollte der Startpunkt in der Ortsmitte von Hinterhermsdorf liegen und dann über die Neudorfstraße hinausführen, aber praktischerweise gibt es auch an der Neudorfstraße ein paar wenige kostenlose Parkplätze. Also geht es auf der Neudorfstraße mit der Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich in Richtung Kirnitzsch. Wenige Meter, nachdem man die letzten Häuser passiert hat, blickt man nach links in ein liebliches Tal mit ein paar verstreuten Häusern. Hier stelle ich mir immer wieder vor, wie man diese Häuser im Winter wohl erreicht. Nach einem kurzen Stück über die Wiesen erreicht man den Wald und es geht auf dem Lehmhübelweg weiter. Nach ein paar hundert Metern passiert man den Pöhligstein, der an den Tod des Waldarbeiters Wilhelm Pöhlig am 24.6.1889 durch einen “Schlagfluss” erinnert. Schlagfluss ist die alte Bezeichnung für einen Schlaganfall.
Kurz hinter dem Gedenkstein beginnt der Abstieg ins Kirnitzschtal. Der Weg heißt Taubensteingrund und zwischendurch sollte man unbedingt die Aussicht Taubenstein besuchen. Von hier hat man einen schönen Blick ins Kirnitzschtal und auf die Niedermühle. Der Weg runter ins Tal ist immer noch mit dem gelben Strich gekennzeichnet. Wenn man am tiefsten Punkt angekommen ist, dann steigt die Wegmarkierung ganz komisch nach links auf einem Pfad wieder hoch. Das ist noch ein Resultat aus der Zeit der deutsch-tschechischen Grenze. Bis heute ist anscheinend keiner auf die Idee gekommen, die Markierung auf den Weg unten lang zu legen. Dieser Weg ist viel angenehmer zu wandern, aber man überquert ein paar Meter tschechisches Gebiet. Genau in diesem Zipfel vor der Niedermühle biegt aber ein Weg hoch in den Böhmischen Wald ab. Dieser Aufstieg ist zwar nur 200 Meter lang, aber dafür werden 50 Höhenmeter überwunden und damit kann man sich schon mal ganz gut warmlaufen. Radfahrersperre_kleinAm Ende des Aufstiegs erreicht man ein sehr ungewöhnliches Gebilde. Dabei handelt es sich um eine Wegsperre für Radfahrer, die aber so gewaltig massiv ausgefallen ist, dass sie wohl auch für Trecker, LKWs und Panzer geeignet wäre. Aber das Gefälle des Weges ist wirklich gewaltig, zumindest für jegliche Form von Fahrzeugen, und so sollten keine Mountainbiker den Hang hinunterschießen.
Oben angekommen, erreicht man einen breiten Waldweg, den man nach rechts weiter wandert. Der Weg ist mit dem blauen Strich blauer Strich gekennzeichnet schlecht_lesbare_Wolfstafel_kleinund schon nach wenigen Metern erreicht man eine Felsmurmel auf der rechten Wegseite mit einer Gedenktafel. Darauf wird über die Jagd eines Hegers namens Grohmann auf zwei Wölfe im Jahre 1640 berichtet. Die Inschrift ist über Jahrzehnte unter einer Wurzel versteckt gewesen und durch einen Blitzeinschlag wieder zu Tage gefördert worden. Netterweise hängt heutzutage an der Seite des Felsens auch noch eine tschechische Übersetzung des Textes. Ein paar hundert Meter (genauer gesagt 1,7 Kilometer) hinter der Wolfstafel sollte eigentlich unsere Erkundung der Drachenstiege starten, aber hier hingen gleich mehrere Schilder, die darauf hinwiesen, dass hier Brutgebiet von geschützten Vögeln sei und man deshalb von März bis Juni hier nicht weiter gehen darf. Dafür hatten wir als Familie Geier schon von Natur aus viel Verständnis und außerdem konnten wir das Geschrei der Elternvögel schon von Weitem hören.
Tja, damit war unsere ursprüngliche Planung hinfällig, aber wenn man schon mal hier ist, dann könnte man doch durch den Paschersteig bis runter zur Oberen Schleuse wandern. Der Einstieg in den Paschersteig befindet sich also 1,7 Kilometer hinter der Radfahrersperre und beginnt gegenüber der ersten Felswand gleich neben dem Weg. Die Felswand steht 1 – 2 Gebaeudereste_Paschersteig_kleinMeter neben dem Waldweg und ist mindestens 10 Meter hoch. Auf der gegenüberliegenden Wegseite (also nach rechts) biegt ein Pfad in eine Senke ab, die man sehr angenehm absteigen kann. Insgesamt sind es 150 Meter abwärts, bis es nur noch links oder rechts geht. Hier befinden sich vollkommen überraschend die uralten Reste eines Hauses. Ob sich die Schmuggelei damals so sehr gelohnt hat, dass man hier sogar ein Gebäude aus Stein bauen konnte?
An dieser Stelle geht es nach rechts weiter abwärts. Das Tal ist relativ gut zu begehen, nur an ein paar Stellen liegen gefällte Bäume im Wege und manchmal ist es an der tiefsten Stelle etwas feucht. Ganz seltsam ist, dass man durch diesen Grund super einfach bis runter zur Kirnitzsch wandern kann. Unten angekommen, steht man an einer kleinen Einbuchtung mit einem Obere_Schleuse_am_Paschersteig_kleinSandstrand und man befindet sich an einer der breitesten Stellen der Kirnitzsch. Die Stelle sieht wirklich sehr interessant aus, auch wenn es das ernstzunehmende Manko gibt, dass hier Endstation ist, und zwar nicht der Kahnfahrt, sondern dummerweise des Weges, der hier eine Sackgasse bildet. Als wir an der Stelle Rast machten, fuhr nach wenigen Minuten einer der Kähne mit Passagieren vorbei. Die Fahrgäste staunten nicht schlecht, uns dort zu entdecken, aber der Bootsführer würdigte uns keines Blickes. Selbst als er die Kirnitzsch leer wieder hoch fuhr und uns in nur 5 – 10 Meter Entfernung passierte, schaute er nicht einmal herüber. Schade, wir wären die 50 Meter bis zum Anlegesteg gerne mit ihm mitgefahren und hätten den vollen Fahrpreis und für den Spaß ein schönes Trinkgeld bezahlt, aber an solchen Geschäften schien der Bootsführer nicht interessiert zu sein.
So sind wir nach einer Stärkung aus dem Rucksack wieder den Paschersteig hoch gewandert. Schon auf dem Hinweg war uns eine Aufstiegsstelle aus dem Grund aufgefallen. Irgendwie sah es so aus, als wenn dort häufiger andere Leute noch hoch gegangen wären und so sind wir von unten kommend nach ¼ Kilometer nach rechts abgebogen. Auch dieser Aufstieg durch die Minischlucht war sehr gut zu bewältigen und oben ging es zuerst noch über eine bewaldete Ebene, um dann auf einen ordentlichen Waldweg zu stoßen. Dieser Felsenausläufer heißt Langes Horn und endet wieder auf dem bekannten Wanderweg mit der blauen Markierung blauer Strich.
Nachdem man den blauen Weg wieder erreicht hat, geht es nach rechts weiter. Zuerst folgt man dem breiten Waldweg noch, aber dann biegt der markierte Weg nach rechts ab und es geht an einen Abstieg in der Form eines Pfades. Nach einem ¾ Kilometer auf der blauen Wanderwegmarkierung erreicht man den Grund des Červený potok (Rotes Floß). Hier geht es ziemlich genau einen Kilometer nach rechts in Richtung Černá brána (Schwarzes Tor). Wilde_Reste_am_Schwarzes_Tor_kleinDer Pfad durch den Grund ist super angenehm zu wandern und das Felsentor ist unübersehbar. Sehr unterhaltsam ist, dass das Unwetter 2010 das Felsentor richtig ordentlich freigespült hat. So lag kein Holz mehr im Bachlauf, der Sand und die kleinen Felsmurmeln waren weiter runter ins Tal gespült worden. Wir sind durch das 1 – 2 cm hohe Wasser gehopst und auf der anderen Seite die paar Meter (ca. 100 Meter) zur Kirnitzsch weiter gewandert.
An der Mündung des Červený potok Kirnitzschdurchquerung_klein(Rotes Floß) in die Kirnitzsch kann man auf der rechten Seite deutlich die beiden alten Brückenköpfe der ehemaligen Schönlinder Brücke erkennen. sandige_Kirnitzschdurchquerung_kleinHeutzutage ist eigentlich an dieser Stelle Schluss und nur wer die Schuhe auszieht kommt auf die andere Seite. Das macht eigentlich nur im Sommer so richtig Spaß, aber praktisch ist die Kirnitzsch immer ein bibberkalter Bach. Netterweise liegt im Flussbett ordentlich Sand, sodass wenigstens der Untergrund sehr angenehm zu gehen ist. enges_Kirnitzschtal_unterhalb_Schwarzem_Tor_kleinAuf der gegenüberliegenden Bachseite sollte man unbedingt ein paar Meter am Bachlauf abwärts gehen. Hier befindet sich ein wunderbarer Blick in ein tief eingeschnittenes Kirnitzschtal. Sehr interessant sind die Spuren in den Felswänden. Hier kann man sehr gut erkennen, wie sich die Kirnitzsch immer weiter in den Felsen schmirgelt. An der rechten Felswand ist noch eine historische Grenzmarkierung mit der Inschrift DDR +26/11 zu erkennen.
Nach diesem sehr schönen Platz geht es an den Aufstieg. Der Weg ist von hier unten durch einige in den Felsen geschlagene Stufen sehr einfach zu finden und man erreicht an einer Einbuchtung den blau markierten Wanderpfad blauer Strich. Hier kann man dann auch sehr gut erkennen, dass der Zugang von oben in die Minischlucht mutwillig mit gefällten Bäumen versperrte wurde. Damit fällt der Weg von oben kommend nicht mehr auf, aber von unten kommt man an der rechten Seite ohne größere Probleme an dieser Wegsperre vorbei.
Jetzt geht es erst einmal ein paar hundert Meter (ziemlich genau ½ Kilometer) sehr angenehm nach links, Hoehle_an_der_Baerenhoehle_kleinbis der Pfad, wieder nach links, über ein paar Stufen absteigt. Hier würde der markierte Weg in die Wolfsschlucht absteigen, aber unser Weg geht nach rechts am Felsfuß entlang. Der unmarkierte Pfad führt in einem Bogen um die Wolfsschlucht und passiert eine Höhle. Bei der Höhle handelt es sich nicht um ein Loch im Felsen, sondern eigentlich eher um zwei Felsen, die nebeneinander stehen und man dazwischen durchgehen kann. Trotzdem ist es ein 10 Meter langer dunkler Schlauch. Der Fachausdruck für diesen Typ Höhle ist Klufthöhle. Wer ein bisschen Platzangst hat, könnte die Höhle auch sehr einfach links herum umgehen. Dann passiert man den Zugang zur Bärenhöhle. Der Zugang befindet sich in einer schmalen Felsspalte, die steil ansteigt und dazu auch noch mit reichlich Erde gefüllt ist. Früher waren hier anscheinend Spreizhölzer eingelegt, aber die fehlen leider heutzutage und so ist die Stelle nicht mehr passierbar. Die Wanderung führt weiter am Felsfuß entlang. Aufstieg_Janslochsteig_kleinNach 200 Metern ist ein deutlicher, breiter Aufstieg zu erkennen, der Janslochsteig genannt wird. Dieser Aufstieg ist sehr einfach zu bewältigen und oben geht es ohne erkennbaren Pfad von der Felswand weg. Spätestens, nachdem man 150 Meter ohne Weg durch den Wald gestiefelt ist, stößt man aber wieder auf einen Waldweg, auf dem man sich weiter von der Felswand entfernt. Der Waldweg heißt Janslochweg und führt bis zum grün markierten Wanderweg grüner Strich. Diesem Weg folgt man nach rechts, um dann nach ¼ Kilometer auf der rechten Wegseite einen Gedenkstein zu entdecken. Die Inschrift auf dem Stein ist: Zum Gedenken an die Opfer der Blitzkatastrophe am 9.Juli 1951; Paul Fritzsche; Emil Neumann; Aloisa Redlich geb. Cermak; Ilse Johne geb. Schmidt.
Für die weitere Wanderung folgt man der grünen Wanderwegmarkierung. Je länger man auf der dieser unterwegs ist, desto breiter wird der Weg. Zu guter Letzt ist der breite Forstweg geschottert und gewalzt, um den Pferdekutschen und Bootsführern den Weg hoch und runter zur Oberen Schleuse zu ermöglichen. Genau von diesem gigantisch ausgebauten Forstweg geht aber dann auch die Gefahr aus, dass man verführt wird, immer weiter darauf zu wandern. Die grüne Wanderwegmarkierung biegt 300 Meter, nachdem die blaue Wanderwegmarkierung den Forstweg überquert, nach rechts ziemlich unscheinbar ab. Der weitere Weg ist zwar auch ein normaler Waldweg, aber im Verhältnis zum breiten Forstweg ein unauffälliger. Der Weg endet auf dem vom Hinweg bekannten Waldweg mit der gelben Wanderwegmarkierung gelber Strich. Wenn man dem Weg nach links folgt, passiert man erst den Pöhligstein und erreicht dann Hintermhermsdorf und den Ausgangspunkt wieder.
Auch wenn eigentlich die Runde ganz anders geplant war, so ist doch eine sehr empfehlenswerte und interessante Wanderung daraus geworden. Die Wanderung hat uns zu einigen uns unbekannten Punkten der Sächsischen Schweiz geführt und die Durchquerung der Kirnitzsch war auch ganz lustig.

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Kirnitzschtal

Eigentlich ist die Wanderung unendlich einfach zu beschreiben. Erst in Tal runter und dann immer dem Flusslauf der Kirnitzsch hinterher. Fertig. Da das aber mir zu Wenig ist, habe ich die Wegbeschreibung zweigeteilt.

Die Wanderung beginnt in Hinterhermsdorf. Von der Dorfmitte geht es erstmal ein kurzes Stück über den markierten Wanderweg mit der Wegmarkierung gelber gelber Strich und grüner Strich grüner Strich. Es geht durch Neudorf von Hinterhermsdorf, auf der asphaltierten Straße runter ins Kirnitzschtal. Die Wanderwegmarkierungen verlassen Zwischenzeit unseren Weg. Für uns geht der Weg immer weiter runter ins Tal. Irgendwann geht der Untergrund von Asphalt in Schotter über, aber es geht trotzdem weiter runter. Unten angekommen taucht auch wieder die Wandermarkierung gelber gelber Strich und roter roter Strich Strich auf. Auf denen geht es Bach abwärts (also nach rechts). Nach ein paar Metern ereicht man wieder einen Wegweiser. NiedermuehleHier kommt eine kleine Gewissensentscheidung, Wenn man sagen möchte, dass man den ganzen deutschen Tal der Kirnitzsch gewandert ist, dann muss man jetzt noch 540 Meter nach links wandern und den gleichen Weg zurück machen. Auf diesem Weg kommt man auch zu einem der Grenzübergänge nach Böhmen. Ich habe mir das kleine Stück geschenkt, da noch eine riesige Strecke vor mir lang. Es geht also weiter auf dem roten Strich dem Bach hinterher. Der Weg ändert mehrere Male sein aussehen. An ein paar Stellen ist er ein gut ausgebauter Waldweg, dann ist er auf einmal wieder ein schmaler Pfad. Die Wegführung ist wirklich narrensicher. Es geht durch ein wunderbar ruhiges Tal mit eine paar Mühlen und einer fast ohne Trubel. Der einzige Punkt auf dem ersten Teil der Wanderung, an dem meistens etwas mehr Betrieb ist, ist die obere Schleuse. Hier gibt es zwei Möglichkeiten weiter zu kommen. Entweder gönnt man sich eine 700 Meter Ruhephase und lässt sich fahren oder man geht über den viel schnelleren Wanderweg. Weiter geht es über den Pfad an der Kirnitzsch entlang. Ein paar Meter hinter der Staumauer von der oberen Schleuse verlässt der rote Strich unsere Wanderroute und wir gehen auf dem Wanderweg mit dem blauen Strich blauer Strich weiter. Zwischendurch sieht es so aus, als wenn man die Kirnitzsch verloren hat, da man in ziemlicher Höhe am Hang entlanggeht. Aber keine Panik der Bach ist noch da, solange man sich an die Wegmarkierung gehalten hat. Nach einer längeren Strecke stößt dann irgendwann auch wieder der Wanderweg mit der Markierung grüner Strich grüner Strich auf unsere Wanderung. Mit diesem Wanderweg wird der Weg auch wieder breiter. Nach einem 1/2 Kilometer verlässt diese Markierung und die Böhmische Grenze unseren Weg und wir gehen wieder nur auf dem blauen Strich weiter. Auf der rechten Seite des Weges kommt man an der MarienquelleMarienquelle vorbei. Überraschend ist, dass aus dieser Quelle selbst bei größter Trockenheit immer noch eine ansehnliche Schüttung kommt. Als ich diese Quelle passierte, hatten irgendwelche Knaller ihren Müll in die Umfassung geschmissen. Muss den so etwas sein?
Es geht weiterhin über den immer breiter werdenden Wanderweg der Kirnitzsch hinterher. Nach einiger Zeit erreicht man die niedere Schleuse. Sie ist ein ganz hervorragender Ort, um ein kleines Picknick zu machen und sich über das Flößen im Kirnitzschtal zu informieren. Die Wanderung geht weiter über den zwar jetzt asphaltierte, aber ohne Verkehr,  Wanderweg. Kurz vor dem Erreichen der Fahrstraße vom Kirnitzschtal ist noch ein sehr anschauliches Beispiel für einen Flößerrechen in die Kirnitzsch gebaut worden. Mit der Fahrstraße erreicht man auch dieThorwalder_Bruecke Thorwalder Brücke. Nicht das sie irgendetwas Besonderes ist, nein, aber ab hier geht es leider ein kurzes Stück von 1,3 Kilometer über die Kirnitzschtalstraße. Das große Glück an der Wanderung ist, das dieses Stück schon sehr weit oben im Tal ist und dadurch der Straßenverkehr relativ gering ist. Der Weg führt in einem sehr engen Tal an der Buschmühle vorbei und ab der Neumannmühle (www.neumann-muehle.de) geht es weiter auf dem Flößersteig. Da ich davon ausgehe, dass der größte Teil der wanderwilligen Lesern nur diesen Teil ihren Beinen antut, habe ich diese Wanderbeschreibung als eine separate Wanderung abgelegt. Hier geht es weiter auf der Wegbeschreibung mit dem größten Aufwand, den ich bis jetzt betrieben habe: Flößersteig.

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