Fuchsbau

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivpositivpositivnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 1,50 h
Entfernung:
ca. 3,00 km
Höhenunterschied:
ca. 113 Meter
beste Reisezeit:
nicht an langen Wochenenden
Schwierigkeitsgrad:
Spaziergang
leicht
Untergrund:
Forstweg
Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Hinterhermsdorf und die Schleusen;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Hinterhermsdorf - Buchenparkhalle - Waldabenteuerpfad - Waldhusche - Hackkuppenweg - roter Strich - Nationalpark Informationshaus Beize - Kohlenmeiler - Mühlleite - Fuchsbau - Säge - Spinne - Buchenparkhalle

Fuchsbau

Die Wanderung ist dadurch entstanden, dass wir im “Sebnitzer Grenzblatt” gelesen haben, dass in der Waldhusche ein neues Spielgerät namens Fuchsbau eingeweiht worden ist. Da wir und unsere Kinder immer wieder gerne in die Waldhusche gehen, war der Hinweis auf den Fuchsbau die direkte Aufforderung, gleich mal einen Ausflug zu unternehmen. Eigentlich braucht man für die Waldhusche ganz sicher keine Wanderbeschreibung, da alle Wege sehr gut gekennzeichnet sind, an allen Ein- und Ausgängen ordentliche Karten hängen und es sich außerdem um ein deutlich begrenztes Gebiet handelt. Deshalb ist dieses eher ein Erfahrungsbericht.
Der beste Startpunkt für eine Waldhuschen-Erkundung ist der Parkplatz Buchenparkhalle in Hinterhermsdorf. Gleich am Parkplatz befindet sich einer der gut sichtbaren Eingänge. In der Waldhusche sind mehrere unterschiedliche Wege ausgeschildert. Da wir mit unseren beiden Zwergen unterwegs waren und außerdem der neue Fuchsbau an dem sogenannten Waldabenteuerweg lag, sind wir der roten Markierung gefolgt. Als Richtung haben wir gegen den Uhrzeigersinn gewählt. Zuallererst erreicht man vier hintereinander liegende Stationen, wo es um das Thema Balance geht. Bei den ersten beiden Stationen werden horizontale Holzstämme zur Balancierübung benutzt, als nächstes sind es senkrechte Baumstümpfe, von denen man nicht runterfallen sollte und die letzte Station sind zwei parallele Seile, an denen man sich entlang hangeln soll. Am Anfang und Ende des Balancierabschnittes werden mit zwei Tafeln auch Erwachsene zum Balancieren aufgefordert. Das sollte man sich nicht entgehen lassen und dient auch der Erheiterung der Kinder.
Die nächste Station steht am Waldrand und sieht ein bisschen aus wie eine Kanone. Eigentlich soll man hier aber durch das Rohr durchschauen und durch den eingeschränkten Blickwinkel den gegenüberliegenden Waldrand beobachten. Schon wenige Meter hinter dieser Stelle erreicht man auf dem Waldabenteuerweg eine Aussichtsplattform, die den Blick über ein vollkommen bewaldetes Tal bietet. Noch kann man hier ein paar Kanten im Wald entdecken, die durch eine Bewirtschaftung entstanden sind. In früheren Zeiten ist hier der Wald streifenweise gefällt und wieder aufgeforstet worden und diese Spuren sind immer noch deutlich zu erkennen. Gleich vor der Aussicht befindet sich die Nationalparkinformationsstelle Beize und die sollte der nächste Anlaufpunkt sein. Um zu diesem Häuschen zu kommen, gibt es gleich drei Wege. Bergpfad_Beize_kleinMan kann jeweils links und rechts auf den normalen Waldwegen die paar Höhenmeter absteigen oder dem Test-Bergpfad folgen. Im Felsen unterhalb der Aussicht sind einige Klammern und Stufen angebracht worden und so kann man Wenn_die_Grossen_die_Kleinen_nicht_lassen_kleinprobeweise einen kleinen Bergpfad (offizielle Kennzeichnung grüner Pfeil) absteigen. Am Ende dieser paar Meter Klettern erreicht man eine der sehr schönen Informationsstellen des Nationalparks. Ich bin immer wieder vollkommen überrascht, wie toll und unterschiedlich man in jedem dieser Häuser informiert wird. Das Nationalparkhaus Beize erklärt in ziemlich spielerischer Art, und damit auch besonders kindgerecht, unter anderem den kleinen gemeinen Borkenkäfer. Das ist wirklich lustig.
Nachdem man sich satt gesehen hat, geht es auf der Vorderseite des Gebäudes weiter runter ins Tal. Hier passiert die Wanderung bald ein kleines Biotop mit einem Steg drüber. Von diesem Steg kann man ganz hervorragend das Leben in dem Tümpel beobachten. Natürlich fällt dann aber auch auf, dass irgendwelche Trottel ihre abgekauten Äpfel oder sonstigen Müll in den Teich werfen. Meiler_im_Schnitt_kleinWenn man den Weg ein paar Meter weiter wandert, dann befindet sich auf der linken Seite ein Kohlenmeiler. Damit man den Aufbau des Meilers besser erkennen kann, ist ein “Tortenstück” aus dem Hügel herausgeschnitten worden. Ganz besonders lustig sieht das Ding aus, wenn es gerade geschneit hat, dann handelt es sich um eine Eistorte. neue_Waldhusche_2010_kleinIm Hintergrund des Meilers kann man am Hang die neugebaute Waldhusche am Hang entdecken. Die erste Holzrutsche hat 10 Jahre gehalten und ist jetzt durch eine verfeinerte ersetzt worden. Leider, aber auch verständlicher Weise, ist diese Holzrutsche nur bei Führungen des Nationalparks (www.nationalpark-saechsische-schweiz.de) in Betrieb. Nicht nur, dass ein 2 Meter langer Stamm, der einmal in Bewegung geraten ist, eine ziemliche Gewalt besitzt, kaum ein Mitmensch würde dann den Stamm für nachfolgende Wanderer wieder den Berg hoch schleppen.
Wenige Meter hinter dem Kohlenmeiler biegt der rote Waldabenteuerweg nach links auf einen Pfad ab. Der Weg schlängelt sich ein bisschen am Hang entlang und bald wird die auffällige Station “Waldversteck” mit einem riesigen Trichtergrammophon erreicht. Hier werden, entgegen des normalen Grammophons, die Waldgeräusche mit dem Trichter eingefangen. Auf der gegenüberliegenden Pfadseite ist ein sehr interessantes Labyrinth aus jungen Bäumen angelegt worden. An allen möglichen Wegkreuzungen sind Schilder mit einer Waldfrucht und dem hoffentlich passenden Blatt abgebildet. Nur wenn die beiden Bilder zueinander passen, dann ist es die richtige Richtung. Mittelpunkt und Ziel des Labyrinths ist ein hoher Sessel, der aus dem Baumstamm geschnitten ist.
Auf dem weiteren Weg wird noch eine abgesägte Fichte passiert, in der so manches Spechtloch enthalten ist. Hier erklärt eine Tafel, wie dieser ungewöhnliche Vogel aus einem Baum seine Nahrung angelt. Südwestlich des Aschehübels ist dann deutlich sichtbar neben dem Pfad der neu errichtete Fuchsbau zu finden. seltsamer_Fuchs_im_oberer_Fuchsbauroehre_kleinDer Fuchsbau ist eine Röhrenkonstruktion in T-Form, die sehr nett wiedergibt, dass das Zuhause eines Fuchses aus mehreren verzweigten Gängen besteht und auch mehrere Ausgänge hat. untere_Fuchsbauoeffnung_kleinDer Fuchs ist eigentlich ein ziemlich schlechter Baumeister, deshalb übernimmt er sehr häufig Höhlensysteme von Dachsen und Kaninchen. Blöderweise hatten sich unsere Kinder unter einem Fuchsbau ein noch viel größeres Gängelabyrinth vorgestellt und so waren die beiden ein bisschen enttäuscht. Tja, manchmal ist das, was man sich vor seinem geistigen Auge ausmalt, eben anders als die Realität. Wir, als Eltern, fanden die Station sehr gut und sie dürfte auch so ein paar hundert tobende Kinder sehr gut aushalten.
Auf dem weiteren Weg passiert man einen kleineren Steinbruch und dann eine neue Station mit dem Beispielbaueme_der_Zeidlerei_kleinNamen Zeidlerei. Dabei handelt es sich um eine Vorstufe des Imkers. Der Zeidler legte künstliche Höhlen in Bäumen an, in die Bienenschwärme ihre Nester bauten. An der Station stehen drei sehr schöne Beispiele für dieses ausgestorbene Handwerk. Es sind natürlich keine echten Bäume, die in luftiger Höhe mit einer Höhle versehen sind, sondern ein paar dicke Baumstämme, in denen in auch für Kinder geeigneter Höhe eine Öffnung eingearbeitet ist. Einer der Baumstämme hat sogar ein richtig nett geschnitztes Gesicht. Der Mund ist in diesem Fall die Einflugöffnung für die Bienen. Da es nur ein Anschauungsobjekt ist, sind keine Bienenvölker in den Wohnhöhlen.
Auf dem Waldabenteuerweg geht es weiter und bald erreicht man einen größeren Kreisverkehr (na gut, nur ein Waldweg, der im Kreis verläuft), an dem sich eine Vielzahl an Stationen befindet. Eine der auffälligsten ist ein Beispiel, wie man früher Bretter hergestellt hat. zwei_Zwerge_an_der_Saege_kleinAuch wenn man es selber kaum schafft, mit der Säge auch nur einen Krümel von dem Baum abzusägen, so ist es als Anschauungsobjekt sehr gut geeignet. Wenn man das Sägeblatt zweimal hoch und runter bewegt hat, sollte wirklich jeder verstanden haben, wie damals die Bretter entstanden sind. Rechts neben der Säge wird der Kreisverkehr verlassen und es geht in ziemlich direkter Linie in die Richtung des Ausgangspunktes. Auf dem Weg dorthin werden aber noch zwei ganz besonders erwähnenswerte Stationen passiert. Zuallererst ist es die Spinne mit ihrem riesigen Spinnennetz. Das Netz ist so groß, dass man drin herumklettern kann. Dabei ist deutlich zu sehen, wie die Spinne alle Bewegungen mitbekommt. sind_das_Holzliebhaber_kleinDiese Station ist schon seit vielen Jahren einer der Hauptanziehungspunkte der Waldhusche und hier hat bestimmt schon so mancher Papi der Spinne kleine Kinder zum Fraß vorgeworfen. Das Gequieke ist unvorstellbar. Vielleicht sieht man deshalb auch so wenige Tiere in der Waldhusche. An der nächsten Station kann man wie ein Käfer durch einen künstlichen Baumstumpf krabbeln. Auf der Innenseite ist aus stabilen Edelstahlstangen eine Art Laufkäfig gebaut, durch den man wie ein Widderbock krabbeln kann.
Von dieser Station sind es noch wenige Meter bis zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung. Wir finden den gesamten Bereich der Waldhusche immer wieder einen Besuch wert. Ganz besonders, da der Nationalpark sich mit diesem Freigelände immer eine große Mühe gibt, die Stationen instand zu halten und auch immer wieder neue Stationen dazu baut. Auch wenn das eigentliche Hauptziel des Spaziergangs, der Fuchsbau, bei den Kindern nicht so gut ankam, so fanden sie die gesamte Runde doch sehr gelungen. Da haben wir als Eltern doch mal wieder viel Glück gehabt.

Herunterladen

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Bus bis zur Haltestelle Hinterhermsdorf Erbgericht mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Hinterhermsdorf Buchenparkhalle
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 4,00 €

Hermannseck

Wir waren neugierig, wie die Obere Schleuse von Hinterhermsdorf im Winter aussieht. Unsere Vermutung war, dass das zugeschneite Kirnitzschtal im Bereich der Bootsstationen besonders winterlich aussehen müsste. Wir waren uns auch ganz sicher, nicht die ersten mit dieser Idee zu sein und so hofften wir, dass der Weg hinunter und dann wieder aufwärts schon so einigermaßen “gespurt” wäre.
Also ging es an einem winterlichen Tag in Richtung Hinterhermsdorfer Buchenparkhalle. Als wir an dem Parkplatz ankamen, war nur noch ein anderes Auto zu sehen und vielleicht hätte uns das schon zu denken geben sollen. Aber was soll´s, ein bisschen durch den Schnee stampfen kann ja gar nicht so schlimm sein. Vom Parkplatz geht es neben der Buchenparkhalle auf dem schnurgeraden Weg in die Richtung der Oberen Schleuse. Der Wanderweg ist hier mit der Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich gekennzeichnet und verläuft neben einigen Schrebergärten entlang. Gleich mehrere dieser Gärten sind ganz abwechslungsreich verziert. Mal stehen ein paar Skier herum, mal kann man eine ganze Kulisse aus geschnitzten Figürchen entdecken.
In der normalen Besuchersaison fährt hier eine Pferdekutsche bis hinunter zur Oberen Schleuse. Anscheinend kann man die Pferde auch im Winter für einzelne Fahrten mieten. Dann ist aber anstelle des normalen Anhängers ein Schlitten hinter die Pferde gespannt. Die Pferde verlassen nach ½ Kilometer den Wanderweg, der aber immer noch geradeaus in Richtung Obere Schleuse verläuft. Bei unserer Wanderung war der Weg bis hierhin nur leicht glatt und vom Schnee geräumt. Ab der Kreuzung wechselte das Glatteis in tiefen Schnee mit einem fest getrampelten Pfad. Ziemlich komisch war es, wenn man neben den Pfad trat, dann versank man ordentlich im Schnee.
Nach einem ¾ Kilometer verlässt der markierte Wanderweg den gut ausgebauten Waldweg und es geht nach schräg links abwärts. Eigentlich müssten hier einige Stufen den Hang hinunterführen, aber irgendwie haben wir bei dem vielen Schnee keine mehr entdeckt. Wenn wir hier neben den getrampelten Pfad traten, ging es gleich bis an die Knie in den Schnee. Damit mussten wir ein bisschen mehr darauf achten, wo wir hintraten, aber das ging noch ganz gut. Erst mit dem nächsten Forstweg (Neuer Hohweg) wurde es wieder ein Stückchen schwieriger. Eiszapfen_am_Hohweg_kleinNachdem wir den Forstweg überquert hatten, konnten wir deutlich sehen, dass hier noch weniger Wanderer unterwegs waren und so folgten wir nur noch einzelnen Fußabdrücken abwärts. Von den Felswänden links und rechts des Weges wachsen zum Teil schon ziemlich große Eiszapfen und an der Dachshöhle (150 Meter hinter dem Neuen Hohweg) fließt das Wasser über den Felsen und bildet damit ganz eigenwillige gefrorene Bächlein.
Auf dem weiteren Abstieg wird wieder die Forststraße mit den Pferdespuren erreicht und auf dieser bis ganz kurz vor der Oberen Schleuse entlang gewandert. winterlicher_Klobunker_Obere_Schleuse_kleinIn der Hauptsaison fährt die Kutsche bis 100 Meter vor die Obere Bootsstation und von dort geht es auch jetzt über eine etwas steilere Rampe in Richtung Kirnitzsch. Dass man in einem wirklich reichen Land ist, kann man daran erkennen, dass hier unten ein super stabiles Toilettenhäuschen gebaut wurde und selbst die drei Autostellplätze für die Flößer ein Schild mit einer genauen Parkplatzordnung bekommen haben.
Im Winter herrscht hier unten an der Ticket-Würsten-Bier-Verkaufsstelle vollkommene Ruhe. Als wir die Wanderung unternommen haben, fing es hier unten an, auf den Schnee zu regnen und damit rutschte immer mal wieder ein bisschen Schnee von den Bäumen oder Felsen ins Tal herunter. Trotzdem gibt es hier gleich eine Vielzahl an sehr interessanten Sachen zu sehen. Hochwassermarkierungen_Obere_Schleuse_kleinSo erklärt eine große Tafel die historische Kahnfahrt, ein kleines Schild die heutige Kahnfahrt, zwei Inschriften erinnern an besondere Persönlichkeiten Briefkasten_Bootsstation_Obere_Schleuse_klein(Zum Andenken an Julius Greiff; den verdienstvollen Pfleger und Förderer der Bootsfahrten auf der Oberen Schleuse. Section Dresden; Gebirgs-Vereins f.d. Sächsische Schweiz; 1901 – und – Zur Erinnerung an den Mitbegründer dieser Bootsfahrten 1876; Theodor Schäfer; 1850 – 1932; Gebirgsverein für die Sächsische Schweiz 1936) und mehrere kleine Schilder zeigen Wasserstände bei besonderen Hochwassern an. Hier fällt das neue Schild vom 07.08.2010 18:00 mit dem höchsten Wasserstand ganz besonders auf. Was auch sehr nett aussieht, ist der Briefkasten an der oberen Bootsstation.
Da zu dieser Jahreszeit die Obere Schleuse abgelassen ist und damit keine Boote fahren, heißt es für die weitere Wanderung, an der rechten Bachseite weiter zu gehen. Winterschlaf_Boote_kommt_was_von_oben_kleinSchon nach wenigen Metern auf diesem Pfad, der immer noch mit dem blauen Strich markiert ist, geht es an einem Schuppen vorbei, in dem die Boote ihren Spuren_Schneelawine_kleinWinterschlaf verbringen. Danach schlängelt sich der Pfad eigentlich ganz angenehm neben der Kirnitzsch entlang. Zu unserem Wanderzeitpunkt waren schon mehrere Lawinen den Hang zwischen den Felsen hindurch herunter gerutscht. Diese Lawinen haben natürlich nichts mit den gewaltigen Schneemassen aus den winterliche_abgelassene_Obere_Schleuse_kleinAlpen zu tun, aber trotzdem mussten wir über oder durch einen Meter hohen Schnee und viel schlimmer war immer die Befürchtung, dass noch weitere Schneebretter herunter rutschen könnten. Der konstante Nieselregen verbesserte die Lage auch nicht.
Nach 700 Metern an der Oberen Schleuse erreicht man die Schneeschmelze_Obere_Schleuse_kleinStaumauer und ein paar Meter dahinter geht es auf der roten Wanderwegmarkierung roter Strich aus dem Tal wieder heraus. Um von der Kirnitzsch hinauf zum Hermannseck zu gelangen, gibt es zwei unterschiedliche Wege. Der schmale Weg gleich an der Aussicht durch die Felsspalte ist im Winter bzw. bei Schnee gequemer_Aufstieg_Hermannseck_kleinnur sehr schwierig zu passieren und deshalb empfehlen wir den bequemeren Aufstieg. Auch dieser Aufstieg ist im Winter ein bisschen komplizierter als im Sommer, da der Schnee sich winterliche_Aussicht_Hermannseck_kleinziemlich gemein auf die Treppenstufen legt und man ihn erst herunter treten muss, damit man die Stufen (runde Balken) erahnen kann. An der Aussicht Hermannseck hat man einen schönen Blick über das Kirnitzschtal auf die gegenüberliegende Hangseite. Falls das Wetter mal wieder ganz besonders mies sein sollte, dann kann man sich hier oben auch in die kleine Schlegelhütte setzen und ein paar Inschriften studieren.
Vom Hermannseck geht es auf dem Schleusenhornweg weiter. Hier konnten wir im Winter 2010/11 an den Bäumen deutliche Spuren von Rehen erkennen, die anscheinend gewaltigen Hunger hatten. Verbissspuren_beim_Hermannseck_kleinGleich von einer ganze Reihe Bäume war die Rinde abgeknabbert. Ob das schmeckt? Nach einem Kilometer auf der roten Wanderwegmarkierung erreicht man einen der vielen Wettinplätze in der Sächsischen Schweiz. Auch wenn man den Gedenkstein im Schnee normalerweise nicht sieht, so handelt es sich um eine größere Kreuzung mit einer weiteren Schutzhütte. Hier wird die rote Wanderwegmarkierung verlassen und es geht auf der Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich dem sehr gut ausgebauten Forstweg hinterher. Nach einem ¾ Kilometer biegt der grüne Strich nach rechts ab, die Wanderung bleibt aber auf dem angenehmen Wanderweg und geht weiter in Richtung Buchenparkhalle. Bei dem gut ausgebaute Forstweg handelt es sich um den Neuen Hohweg, der schon auf dem Hinweg überquert worden ist und damit stößt man dann auch wieder auf den schnurgeraden Waldweg neben den Schrebergärten.
Damit ist eine eigentlich schöne Winterwanderung zu Ende gegangen, die nur bei uns durch das hässliche Nieselwetter getrübt war. Wenn man diese Wanderung bei Neuschnee oder blauem Himmel unternimmt, dann ist es ganz bestimmt eine spitzenmäßige Runde.

Herunterladen

Hinterhermsdorf – Grenze

Diese Runde gehört zu unseren Lieblingswanderungen und ist seit vielen Jahren auf unserer Website vorhanden. Jetzt ist es an der Zeit, die Beschreibung einmal komplett zu überarbeiten.
Der Startpunkt liegt im Zentrum von Hinterhermsdorf am Haus des Gastes. Von hier geht es ein Ministück (ungefähr 100 Meter) in Richtung Buchenparkhalle/Schleuse auf der Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich, bis nach links der Oberdorfweg und der gelbe Strich gelber Strich abbiegt. Wasserspielzeug_am_Pfarrhaus_Hinterhermsdorf_kleinMan passiert schon bald den toll gestalteten Platz vor dem Pfarrhaus. Hier ist es besonders nett, wenn man Kinder dabei hat, weil so ein paar kleinen Wasserspielzeugen so ziemlich kein Kind widerstehen kann. Vermutlich werden aber nur sehr wenige Eltern ihren Sprösslingen diese fast 20 Kilometer lange Wanderung antun und so geht es auf der gelben Wanderwegmarkierung weiter. Blick_vom_Viehbigt_auf_den_Weifberg_kleinDie Wanderung verlässt durch eine kleine Senke namens Viehbigt den Ort und vor sich sieht man den Weifberg mit seinem Aussichtsturm. Die Wanderung führt auf den Weifberg drauf zu und biegt erst 300 Meter vor dem Gipfel nach rechts ab, immer noch auf der gelben Wanderwegmarkierung. Bald passiert man das Schäferräumicht, die letzte Erfrischungsmöglichkeit für ein lange Strecke, aber man ist ja auch noch nicht so lange unterwegs. Das Schäferräumicht fällt ganz besonders durch die kleine geschnitzte Figur neben dem Weg auf.
Nur auf der Wanderkarte sieht das nächste Teilstück relativ langweilig aus, da es ein ganz gerader Weg ist. In der Realität ist es ein angenehmer, leicht hubbeliger Waldweg. Dann biegt man, weiterhin auf der gelben Wanderwegmarkierung, nach links auf den Bammelweg ab. Hier fällt gleich zu Anfang die sehr ungewöhnliche Bachüberquerung auf. Bachdurchquerung_am_Heidelbach_kleinDa der Waldbesitzer anscheinend keine Lust mehr hatte, die teuren Rohre zu vergraben, liegen seit ein paar Jahren Holzbohlen quer zum Waldweg. In diesen Rinnen fließt jetzt der Heidelbach und selbst gestandene Männer können es sich nicht verkneifen, ein bisschen an diesem Bachlauf herumzuspielen. Der Bammelweg steigt für einen Forstweg ungewöhnlich steil hinauf zur Kalkstraße. Nachdem man die gut ausgebaute Kalkstraße erreicht hat, überquert man diese und geht leicht links, immer noch gelb markiert, weiter. Spätestens ab hier kehrt auf der Wanderstrecke vollkommene Ruhe ein. romantischer_Weg_am_Weissbach_kleinSelbst bei Hochbetrieb in der Sächsischen Schweiz sind im Weißbachtal nur ganz wenige Wanderer unterwegs. Auch wenn man eigentlich im Elbsandsteingebirge ist, erfolgen die ersten 700 Meter am Bachlauf im Granit bzw. auf der Lausitzer Überschiebung. Das kann man einerseits am Gestein erkennen, aber noch viel einfacher sieht man es am V-förmigen Tal. Ein Tal im Sandstein hat normalerweise senkrechte Felswände und eher eine U-Form.
Nach 2 Kilometern am Weißbach entlang stößt von der linken Seite die Kirnitzsch mit in das Tal. Damit wird der Bachlauf ein ganzes Stück breiter und bald passiert man zwei Wohnhäuser hier unten im Tal. Früher hat es auf der gegenüberliegenden Bachseite noch ein paar Häuser und Gaststätten mehr gegeben, aber diese sind nach dem Krieg abgerissen worden. Kurz hinter den Wohnhäusern mit dem beschreibenden Namen „Im Loch“ verlässt der gelb markierte Wanderweg sehr unauffällig nach links die Zufahrt. Falls man diese Rastplatz_unter_dem_Moenchstein_kleinStelle übersieht, ist es aber auch nicht der riesige Umweg, da beide Wege nach einer kurzen Strecke wieder aufeinander stoßen. Am Treffpunkt der beiden Wege fällt ein Rastplatz unter einem gewaltig überhängenden Felsen namens Mönchstein auf. Irgendwie ist mir bei dieser Stelle immer ziemlich unwohl, obwohl es in der SS_HinterhermsdorfSächsischen Schweiz ganz sicher viel wackligere und instabilere Felsen gibt. Noch gleich am Felsen des Mönchsteins erinnert eine Sandsteinplatte an ein ganz trauriges Stück deutscher Geschichte. Hier unten in dem tollen Tal sind im Frühjahr 1945 Gefangene entlang getrieben worden. Auf der Tafel stehen mehrere Namen von Menschen, die leider wenige Tage vor dem Ende des Krieges hier noch umgekommen sind.
Die Wanderung führt weiterhin auf der gelben Markierung dem Bachlauf hinterher. Nach ein paar hundert Metern passiert man die Niedermühle und der Wanderweg wird wieder schmaler. Kurz hinter der Niedermühle wechselt die Farbe der Wanderwegmarkierung im Kirnitzschtal auf rot roter Strich. Auch hier sind noch relativ wenige andere Besucher unterwegs, was sich mit dem Erreichen der Bootsstation Obere Schleuse schlagartig ändert. Zumindest in den Schleuse_Hihedo_2warmen Monaten trifft man hier so einige Wanderer an, die eine der Hauptattraktionen der Hinteren Sächsischen Schweiz nutzen wollen. Es macht schon ziemlich viel Spaß, sich durch das schöne Tal fahren und Schleuse_Hihedo_1von dem Bootsführer erzählen zu lassen, wo sich besondere Felsbilder abzeichnen. Ganz besonders nett ist die “Liebesinsel” in der Mitte des angestauten Wassers. Wenn denn keine Bootsfahrten (in den Wintermonaten zwischen Oktober und Ostern) angeboten werden, oder einem die Bootsfahrt einfach zu teuer ist, dann kann man auch ohne Probleme die paar hundert Meter auf einem Pfad rechts oberhalb des Bachlaufs zu Fuß gehen.
An der Staumauer treffen die beiden unterschiedlichen Varianten wieder aufeinander und es geht weiter bachabwärts. Der Wanderweg schlängelt sich auf ziemlich gleichbleibender Höhe durch das Kirnitzschtal. Ein paar wenige Meter hinter der Staumauer biegt die rote Wanderwegmarkierung nach rechts ab und damit verschwinden auch schon wieder die meisten Besucher aus dem Kirnitzschtal. Ab dieser Stelle wandert man auf der blauen Wanderwegmarkierung blauer Strich. Auf dem weiteren Weg bachabwärts passiert man eine ganz besondere Stelle, an der die Wanderung durch die sogenannte Bärenhöhle geführt wird. In der Bärenhöhle muss man ein bisschen den Kopf einziehen und bei besonders feuchtem Wetter kann es von oben leicht tropfen, aber der Weg hier entlang macht ordentlich Spaß. Gleich hinter dem Höhlenausgang kommen ein paar Steinstufen, die ganz bestimmt durch ihre ungewöhnliche Kürze nicht normgerecht sind, aber mit ein bisschen Vorsicht sollte man auch diese erfolgreich absolvieren. Hinter den Stufen geht es gleich neben dem Bachlauf entlang weiter. Wiese_an_den_Rabensteinen_Kirnitzschtal_kleinHier kann man immer wieder schön in das sehr klare Wasser des Gebirgsbachs blicken und viele kleine Fische entdecken. Eigentlich soll es hier auch große Forellen und sogar Fischotter geben, aber bis jetzt habe ich das Glück noch nicht gehabt, einen zu sehen. Einen Kilometer hinter der Bärenhöhle wird das Tal breiter und, besonders im Winter, merklich wärmer. Dadurch, dass dem Bach auf einmal mehr Platz im Tal zur Verfügung steht, bildet er sofort Schleifen (Mäander) und die Fließgeschwindigkeit nimmt deutlich ab.
Nach 1 ½ Kilometern nehmen die Besuchermengen im Tal der Kirnitzsch wieder zu. Diesmal liegt es daran, dass von links einer der wenigen offiziellen Grenzübergänge herüber führt. Bei den Bewohnern des Nachbarlandes ist das Wandern nicht ganz so beliebt wie in Deutschland, aber dafür fahren große Mengen Tschechen mit dem Fahrrad durch die Wälder und so muss man immer mal auf diese Zweiräder achten. Trotzdem ist der Weg durch das jetzt etwas breiter ausgebaute Kirnitzschtal immer noch sehr angenehm. Was auf diesem Teil der Wanderung besonders auffällt, sind die riesigen gelben Schwefelflechten an den Felswänden. Das ist ein gutes Zeichen, da Schwefelflechten nur bei ganz sauberer Luft gedeihen. Auf dem Weg durch das Kirnitzschtal passiert man die Marienquelle, die immer mal wieder mit einem kleinen Engel oder einer Miniblumenvase verschönert wird. Eigentlich muss einen das nicht verwundern, da so eine kleine Minigrotte einfach dazu einlädt, etwas hineinzustellen.
Etwas mehr als einen Kilometer Niedere_Schleuse_kleinhinter der Marienquelle erreicht man die Niedere Schleuse, die aber leider schon seit einigen Jahrzehnten keine Funktion mehr hat. Gleich neben der gut erhaltenen Staumauer erklären mehrere Tafeln die Funktion der Schleuse und die Geschichte der Holzflößerei. Die Wanderung geht hinter der Niederen Schleuse noch ein kurzes Stück von ½ Kilometer weiter bachabwärts, bis nach rechts der Hinterhermsdorfer Dorfbach erreicht wird. Hier führt ein Forstweg aus dem Tal hinaus. Obwohl man immerhin einen Höhenunterschied von 100 Metern absolvieren muss, ist der Aufstieg noch relativ angenehm. Zwischendurch passiert man den westlichen Rand der Waldhusche, ein wirklich tolles Freigelände des Nationalparks Sächsische Schweiz. Am Wegbreitenbegrenzung_Hinterhermsdorf_2Hinterhermsdorfer Dorfbach bemerkt man die Waldhusche nur durch die beiden Zugänge in Form eines Holzstapels und des Wildzaun_Hinterhermsdorf_2Wildzauns am unteren Rand von Hinterhermsdorf. Die Verlängerung des Dorfbachweges endet auf dem schön Dorfplatz im Zentrum von Hinterhermsdorf. Hier fallen zwei Dinge besonders auf. Das eine ist der mächtige Steintrog, der auch ohne Wasserfüllung schon so Riesiger_Steintrog_Hinterhermsdorfer_Dorfplatz_kleineinige Tonnen wiegen wird, und das zweite ist der Brunnen, der mindestens einmal im Jahr fantastisch geschmückt wird, zu Ostern mit fast unendlich vielen Ostereiern. Auf der Schandauer Straße geht es noch ein paar wenige Meter nach rechts, um dann am Erbgericht nach links zum Ausgangspunkt abzubiegen.
Damit ist aus unserer Sicht eine der schönsten Wanderungen der Sächsische Schweiz zu Ende gegangen. Es ist immer wieder ein Genuss, diese Runde zu gehen und das Beste sind die ungewöhnliche Ruhe und das tolle Weißbach- und Kirnitzschtal.

Herunterladen

Altarstein

Die Wanderung startet am großen Platzplatz der Buchenparkhalle. Die ersten paar Meter geht es auf dem roten Strich roter Strich in die Richtung der oberen Schleuse. Nach ungefähr 450 Meter zweigt der rote Strich nach rechts ab. Wenn vorher noch einige Wanderer unterwegs waren, um zur oberen Schleuse zu marschieren, so ist ab jetzt angenehme Wanderruhe eingekehrt. Der Weg führt über einen Wanderweg zu einer der schönsten Aussichten der Sächsischen Schweiz. Dass der Weg und der darauf folgende Aussichtpunkt einigermaßen angenehm ist, kann man auch an seinem Namen gut erkennen: Königsplatz/weg. Wenn man das Glück hat, an dieser wunderbaren Aussicht alleine zu sein, dann ist es sehr schwierig, sich wieder loszureißen.
Tunnel_von_unten_kleinVon der Aussicht geht es wieder ein paar Meter zurück, um dann den Berg über einige Stufen herabzusteigen. Eine witzige Stelle ist noch der so genannte Tunnelweg. Hier geht es tatsächlich durch einen kleinen Naturtunnel, der dadurch entstanden ist, dass ein paar Felsen in eine Felsspalte gefallen sind. Es geht weiter den Weg bergabwärts, bis man im Tal auf einen breit ausgebauten Forstweg trifft. Auf diesem Forstweg verlassen wir die rote Wegmarkierung und gehen nach rechts weiter runter ins Tal. Ungefähr 150 Meter hinter dieser Weggabelung, befindet sich links an der Felswand eine kleine Inschrift, die auf den Straßenbau von diesem Forstweg hinweist. Es geht weiter den breiten Forstweg ins Tal, bis man auf die Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich kommt. Auf dieser Wegmarkierung geht es nach rechts 450 Meter an der Kirnitzsch entlang, bis der grüne Strich nach links abbiegt. Jetzt geht es aus dem Kirnitzschtal wieder heraus. Altarstein_von_unten_kleinDer Weg ist zum Anfang ein breiter Forstweg, der mit der Entfernung vom Kirnitzschtal immer schmaler wird und kurz vor dem Altarstein nur noch ein kleiner Pfad ist. Den Altarstein kann man kaum übersehen. Ich hatte den Altarstein schon mehrere Male auf Fotos gesehen und bin von einem Stein ausgegangen, der die Größe eines Tisches hat. Als ich dann vor ihm stand, war das eine ziemliche Überraschung. Man erkennt ihn sofort, da er gleich neben dem Weg liegt und ein unübersehbares Format hat. Auf der Seite des Weges befinden sich zwei unterschiedliche Inschriften:

Inschrift auf der rechten Seite des Altarstein:
Hier hielten verfolgte böhmische Protestanten unter Kaiser Ferdinand d. II um das Jahr 1630 Gottesdienste ab.

Inschrift auf der  Mitte des Altarstein:

Die Revierverwalter des Hinterhermsdorfer Reviers:
Haberlein um 1632 H. Schlegel 1855 – 1882
V. Müller 1668 – 1684 A. Plant 1882 – 1893
G. Kühnel 1684 – 1736 R. Sinz 1893 – 1903
G. Puttrich 1736 – 1771 C. v. Egidy 1903 – 1912
G. Felke 1771 – 1810 J. Hübner 1912 – 1921
E. Rinck 1810 – 1826 E. Schönfelder 1921 – 1931
E. Rudorf 1826 – 1834 Dr. Wobst 1931 – 1943
E. Voigt 1834 – 1845
F. Laube 1845 – 1855

Vom Altarstein geht es noch ein paar Meter weiter auf dem grünen Strich, bis dieser nach links abbiegt. Es geht weiter geradeaus, jetzt auf der Wegmarkierung roter Strich roter Strich. Der Weg geht langsam wieder runter ins Kirnitzschtal. Im Kirnitzschtal angekommen, geht es nach links 100 Meter dem Bachlauf folgend, um dann gleich wieder nach rechts den Berg hochzugehen. Der Weg ist weiterhin mit dem roten Strich gekennzeichnet. Lindigthoehle_kleinEs ist erst ein schmaler Pfad, der sich durch eine Schlucht den Berg hoch bewegt, dann aber als breiter Forstweg weiter verläuft. Nachdem man 250 Meter auf dem breiten Forstweg gegangen ist, erreicht man die Lindigthöhle. Die Höhle ist 12 Meter breit und 6 Meter tief. Mit diesen Ausmaßen ist es meiner Vorstellung nach nur ein Felsüberhang. Wären die Abmessungen anders herum, würde die Bezeichnung Höhle besser passen. Aber durch dieses Aussehen ist die Lindigthöhle sehr einfach zu finden. Das nächste Ziel dieser Wanderung ist jetzt der Lindigtblick. Dieser Aussichtpunkt liegt fast genau oberhalb von der Lindigthöhle. Es gibt nur einen legalen Weg zu dieser wirklich lohnenswerten Aussicht. Diesen Weg erreicht man, in dem man weiter auf dem roten Strich bis zur Wegmarkierung grüner Punkt grüner Punkt geht. Wer an der Aussicht Königsplatz das Pech hatte, dass man die Aussicht nicht alleine genießen konnte, so wird man an dieser Aussicht ganz sicher niemanden treffen. Nachdem man lange genug die Ruhe und den schönen Ausblick genossen hat, geht es wieder zurück auf der grünen Wegmarkierung.
Waldhusche_Eingang_Aschehuebel_kleinMan könnte dieser Markierung bis zum Parkplatz an der Buchenparkhalle folgen. Es gibt aber noch einen kleinen Schlenker, den man sich nicht entgehen lassen sollte. 100 Meter nachdem man die breite Forststraße wieder erreicht hat, kommt einer der Eingänge zur Hinterhermsdorfer Waldhusche. Diesen Eingang, mit dem Namen Aschehübel, passiert man und dann geht es gleich nach rechts den blauen Wegmarkierungen hinterher. Der Weg führt an einigen interessanten und lehrreichen Plätzen vorbei.
Pflanzkamp_kleinWenn man der blauen Markierung nach rechts den Berg hoch folgt, erreicht man nach kurzer Strecke die erste Station. Die Station sieht im Moment etwas wild aus, aber dieses ist Absicht, da man aus dem Wald die ortsuntypischen Bäume entfernt hat. Jetzt soll auf diesem Berg wieder die typische Spielzeug_am_Pflanzkamp_kleinFelsriffbestockung der Sächsischen Schweiz (Kiefer, Lärche, Birke, Heidekraut) zurückfinden. Die nächste Station ist meiner Ansicht nach schon viel faszinierender. Die Station nennt sich Pflanzkamp und ist ein kleiner eingezäunter Bereich, in dem alle möglichen Bäume aus Samen großgezogen werden. Auch finde ich das Spielzeug sehr nett, an dem man herausfinden soll, welcher Zapfen zu welchem Baum gehört. Sehr gut gemacht. Hoffentlich macht das Ding keiner kaputt. Streunutzung_kleinWeiter geht es an der Seite vom eingezäunten Bereich entlang auf der blauen Markierung zur nächsten Station, der Streunutzung. Früher haben die Menschen die oberste Schicht des Waldes (Blätter und Nadeln) im Herbst für ihre Tiere eingesammelt. Welche Menge an Material dabei zusammen kommt ist an dieser Station sehr anschaulich dargestellt. Auf einem eingezäunten Bereich von 10 x 10 Meter ist die Streuschicht in einem nebenstehenden Behälter gesammelt worden. Es ist wirklich beeindruckend wie viel das ist. Station_Streunutzung_Behaelter_kleinDie nächste Station ist die Wildverbissstation. An dieser Stelle wird verdeutlicht, wie man die jungen Bäume vor dem Wild schützen kann und was passiert, wenn man die Pflanzen nicht schützt. An dieser Station verlassen wir die blaue Markierung und gehen einfach nur geradeaus zu einer meiner Lieblingsstationen: Station_Wurzeltunnel_kleindem Wurzeltunnel. Auch wenn ich schon häufig die unterschiedlichen Formen der Wurzeln im Wald gesehen habe, so sind diese Formenunterschiede an dieser Station auf wirklich einfache Art und Weise dargestellt. Vom Wurzeltunnel geht es auf der roten Markierung bis zum Parkplatz.
Damit hat man eine sehr schöne Runde durch die Sächsische Schweiz beendet. Auf dieser Wanderung hat es alles gegeben, was für mich für eine schöne Wanderrunde ausmacht: schöne Aussicht, einigermaßen Ruhe und so manches Interessante zu sehen.

Herunterladen

Hirschewald

Wir wollten mal wieder eine Wanderung unternehmen, die abseits der normalen Besuchermassen der Sächsischen Schweiz verläuft und dazu bieten sich Runden im Bereich von Hinterhermsdorf immer wieder an. Der Startpunkt dieser Wanderung liegt an der Zufahrtsstraße von Hinterhermsdorf, an dem Parkplatz/Bushaltestelle Räumicht. Gleich auf der dem Parkplatz gegenüberliegenden Straßenseite biegt die Wanderwegmarkierung gelber Punkt gelber Punkt ins Räumicht ab. Auch wenn es sich um eine Fahrstraße handelt, so sind hier nur wenige Autos zu den Gaststätten und Pensionen unterwegs. Nach 200 Metern gabelt sich die Straße und Holzbackofen_Bauernstuebel_kleineigentlich ist es vollkommen egal, in welche Richtung man weitergeht, weil beide Straßen nach wenigen hundert Meter wieder aufeinander treffen. Wenn man aber den Weg nach links wählt, kann man hinter der ehemaligen Gaststätte Bauernstübel den Holzbackofen entdecken. Hier werden jeden Donnerstag super leckere Brote gebacken, die nicht nur verführerisch duften, sondern auch, vielleicht mit ein bisschen Butter, super gut schmecken. Ein kleines Manko ist, dass man die Brote spätestens einen Tag vorher bestellen muss. Aber man kann sie natürlich auch in der Gaststube des Bauernstübels zu essen bekommen.
Die Wanderung führt weiter das Räumicht hinauf und nach ein paar weiteren Metern passiert man die nächste Gaststätte namens Sonnenhof (www.sonnenhof-hinterhermsdorf.de). Auch hier kann man (genauso gut wie im Bauernstübel) einkehren, aber eigentlich ist man noch nicht ausreichend dafür gewandert. Sehr unterhaltsam sehen die Galloway-Rinder hinter dem Sonnenhof aus. Im Gegensatz zu den normalen Rindern auf den Weiden der Sächsischen Schweiz sind diese Viecher viel widerstandsfähiger und können z.B. den gesamten Winter draußen auf der Weide stehen bleiben. Natürlich müssen die Galloways bei hohem Schnee zugefüttert werden, aber auch dann sehen diese schwarzen Riesen im Schnee ganz schön interessant aus.
Die Wanderung führt weiter das Tal hoch und passiert bald auf der linken Straßenseite ein wunderbares, uraltes Haus, das schon 1706 erstmals erwähnt und in den letzten Jahren richtig hochwertig saniert wurde. Nicht nur die Außenseiten sehen perfekt aus, sondern auch die Bilder auf der Webseite (www.nobel-ferienhaus.de) von der Innenseite sind sehr geschmackvoll. Bis hoch zur Gnauckmühle folgt man der gelben Wanderwegmarkierung. Hier wird dann die Markierung verlassen und es geht nach links in Richtung Saupsdorf weiter. Die Straße ist eigentlich die kürzeste Verbindung zwischen Saupsdorf und Hinterhermsdorf, aber für den Durchgangsverkehr gesperrt und so kann man den nächsten ½ Kilometer ziemlich ungestört wandern.
Dann biegt nach rechts der erste gut sichtbare Feldweg ab. Schon nach wenigen Metern über die Wiese geht es durch den Wald weiter. Nach 70 Metern gabelt sich der Weg und eigentlich sieht der Abzweig nach links besser aus, aber praktisch führt dieser nur zu einem Misthaufen, sodass man besser nach rechts gehen sollte. Der Weg steigt durch eine Senke immer weiter an und nach ½ Kilometer stößt die blaue Wanderwegmarkierung blauer Strich mit auf den Weg. Weifberg_mit_Aussichtsturm_kleinDieser Kennzeichnung folgt man weiter in Richtung Weifberg. Nachdem man den oberen Waldrand erreicht hat, kann man mit einem Blick über die Wiese den Weifberg und damit das nächste Ziel der Wanderung entdecken. Wenn man dem blauen Strich folgt, erreicht man diesen Berg nach ein paar Höhenmetern. Vom eigentlichen Weifberg hat man überhaupt keine brauchbare Aussicht und deshalb sollte man unbedingt die 173 Stufen Blick_vom_Weifbergturm_Richtung_Hintere_Saechsische_Schweiz_kleinauf den Turm hoch steigen. Die Rundumsicht ist wirklich beeindruckend und ungewöhnlicherweise sind nur zu den Hauptwanderzeiten mehr als eine Handvoll Besucher hier oben. Ziemlich komisch ist es, wenn es ein wenig stürmisch ist. Der Turm ist fast komplett aus Holz gebaut und dieser Werkstoff ist recht elastisch. Damit kann der Turm schon ein wenig wackeln, aber das macht seiner Stabilität überhaupt nichts aus. Das menschliche Gehirn sieht das etwas anders und nur die hartgesottensten Mitmenschen halten es bei dem Geschaukel länger hier oben aus.
Von dem Turm und dem Weifberg geht es wieder auf der bekannten Seite herunter und der blauen Wanderwegmarkierung hinterher nach Hinterhermsdorf. Auf dem Weg vom Weifberg herunter kann man nach rechts in Richtung Hintere Sächsische Schweiz blicken und dabei wirkt es so, als ob man von oben auf die Felsen hinunter blickt. Es ist tatsächlich so, dass man auf den ersten Metern auf dem Feldweg höher ist als der Falkenstein und die komplette Schrammsteinkette. Gleich am Ortsrand von Hinterhermsdorf erreicht man einen kleinen privaten Parkstreifen und dahinter steht eine nette Sammlung Grenzsteine. Hier kann man sich ganz gut dran machen zu erraten, um was für Steine es sich handelt.
Die Wanderung führt an der Touristeninformation nach Hinterhermsdorf hinein. Gegenüber des Erbgerichts biegt eine kleinere Dorfstraße ab, die zuerst parallel zur Schandauer Straße verläuft und dann an dem schönen Dorfplatz auf diese stößt. Ganz besonders nett ist dieser Platz zu Ostern, wenn der Brunnen mit einer Unzahl an Ostereiern geschmückt ist. Aber auch im Sommer hat der Platz seinen Reiz. Wirklich beeindruckend ist der riesige Steintrog mit seiner Wasserfüllung. So ein Schwergewicht zu transportieren und dann an der passenden Stelle abzusetzen, ist bestimmt eine ordentliche Herausforderung. Von dem Platz geht es ein paar wenige Meter auf der Straße mit dem Namen Beize (rot roter Strich markiert) entlang, bis nach rechts der Dorfbachweg abbiegt. Wie der Name des Weges vermuten lässt, geht es parallel zum Dorfbach abwärts.
Am unteren Ende des Dorfes passiert man einen Eingang in die Waldhusche. Es handelt sich um einen Wildzaun mit einem ordentlichen Tor. Diese Wildsperre steht in den letzten Jahren fast immer sperrangelweit offen, sodass sie keine Funktion mehr hat. Vermutlich wissen aber die Rehe und Wildschweine sowieso, dass man mit einem kurzen Schwenk auch um diese Sperre herum gehen könnte. Praktisch kann man es sich sehr gut vorstellen, dass in Hinterhermsdorf im Winter die Wildtiere bis weit in die Ortschaft vordringen. Die Wildschweinspuren in der Waldhusche sind ziemlich eindeutig.
Von den eigentlichen Stationen der Waldhusche entdeckt man am Dorfbachweg nichts und nach etwas mehr als ½ Kilometer passiert die Wanderung auch schon den unteren Ausgang der Waldhusche. Wiese_am_Hinterhermsdorfer_Dorfbach_kleinHier fallen ganz besonders die Wiese rechts neben dem Bachlauf und links die freistehenden Felsen des Dorfbachsteins auf. ½ Kilometer nachdem man die Waldhusche verlassen hat, biegt nach rechts der breite Saupsdorfer Streuweg ab. In dieses Waldgebiet verirrt sich normalerweise kaum ein Wanderer, obwohl man hier sehr wohltuend wandern kann. Der Forstweg ist so bequem angelegt, dass auch die großen Holztransporter hier lang fahren können und dadurch sind die Steigungen sehr angenehm zu bewältigen. So breit ausgebaute Forsttrassen sind natürlich mit der längeren Wanderzeit ein wenig langweilig, Spuren_Gewittersturm_Hirschewald_kleinaber im Sommer 2012 hatte hier ein Gewittersturm dem Wald ganz böse zugesetzt. Da der Forst große Angst hatte, dass der Borkenkäfer nun gewaltig zuschlagen würde, hat man mit reichlicher Großtechnik in gelichteter_Hirschewald_kleinRekordzeit den kompletten Hirschewald beräumt. Jetzt kann man beobachten, wie aus der langweiligen Fichtenmonokultur ein Mischwald entsteht. Den Wanderweg durch den Hirschewald findet man sehr einfach, indem man immer auf den breitesten Forstwegen bleibt. Nach 400 Metern auf dem Saupsdorfer Streuweg erreicht man eine Kreuzung, an der es nach rechts weiterhin auf dem breiten Weg geht. Nach einer Gesamtstrecke von etwas mehr als einem Kilometer auf dem Saupsdorfer Streuweg erreicht man die Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich. Hier geht es im spitzen Winkel nach links auf dem Oberen Hischewaldweg und der grünen Wegmarkierung weiter. Auf diesem Forstweg bleibt man ¼ Kilometer, bis nach rechts die Brettmühlschlüchte und der Parkplatz Räumicht ausgeschildert sind. Damit hat man dann den Ausgangspunkt der Wanderung erreicht.
Diese Wanderung ist keine besonders spektakuläre Runde, aber immerhin bietet sie mit dem Weifberg eine sehr schöne Aussicht und der Hirschewald und Hinterhermsdorf überhaupt sind immer wieder ein angenehmer ruhiger Bereich. Selbst wenn in der gesamten restlichen Sächsischen Schweiz riesige Mengen Besucher unterwegs sind, kann man hier immer noch angenehm ruhig durch den Wald wandern.

Herunterladen

Jansloch

Diese Wanderung war ursprünglich dadurch entstanden, dass mich eine nette Leserin meiner Internetseiten per Mail gefragt hat, ob ich das Jansloch kennen würde und ob man heutzutage den Weg noch begehen kann. Sie hatte die Beschreibung dieses Aufstiegs aus Axel Mothes Stiegenbuch “Der Weg ist das Ziel” Band 2. In dem Buch wurde schon darauf hingewiesen, dass heutzutage der Weg nicht mehr erlaubt ist, da er durch die Kernzone geht. Da ich aber durch die Mail neugierig geworden war, musste natürlich eine Erkundungstour in das wunderschöne Kirnitzschtal unternommen werden. Irgendwie hat mich der Wahnsinn geritten, als ich mir als Wandertermin einen sonnigen Samstagnachmittag in den Osterschulferien ausgesucht hatte. Der Parkplatz an der Buchenparkhalle in Hinterhermsdorf war gerappelt voll und die ersten paar Meter in Richtung der oberen Schleuse mit Menschenmassen gefüllt. Blick_vom_Koenigsplatz_kleinDas war 2007 und nun,  im Sommer 2016, wollte ich mal nachsehen, ob sich dort unten etwas verändert hat. Der Weg verläuft nach wie vor auf der roten  Wanderwegmarkierung roter Strich  bis zum Königsplatz. Das nächste Teilstück der Wanderung hatte ich auf der Wanderkarte Hinterhermsdorf von Dr. Böhm entdeckt. Es ist ein Pfad, der von der Vorderseite des Königsplatzes herunter geht. Über viele Jahre war dieser Abstieg ein versteckter Pfad, der nur von wirklich wenigen Wanderern gekannt und genutzt wurde. Inzwischen ist er offiziell mit einer Wanderwegmarkierung gekennzeichnet, wird aber immer noch nur selten benutzt, da er nur in den sehr ruhigen, südwestlichen Bereich zwischen Hinterhermsdorf und Kirnitzschtal führt. Zuerst führt der Weg noch auf Höhe der Aussicht am Hang entlang, bis er deutlich sichtbar nach links absteigt. Es geht zuerst noch an einer Felszunge entlang, bis der Pfad über ein paar Stufen und einen schrägen Weg in die Senke absteigt. Unten angekommen erreicht man die Alte Böhmerstraße, die es nach links weiter den Berg hinunter geht. Schwarzpulverkammer_alte_Boehmerstrasse_kleinDa es sich eher um eine Forststraße als um einen Wanderweg handelt, ist hier keine Wegmarkierung zu finden. Kurz vor der nächsten Wegkreuzung (ca. 10 Meter) kann man auf der rechten Wegseite eine der alten Schwarzpulverkammern im Felsen entdecken. Heutzutage fehlt der Kammer die Türe, so dass man bis hinten zur eigentlichen Schwarzpulvernische durchblicken kann. Früher ist dieses Schwarzpulver zum Entfernen der Baumstümpfe aus dem Waldboden benutzt worden. An der schon erwähnten Kreuzung geht die Wanderung nach rechts weiter hinunter zur Kirnitzsch.
Nach ¼ Kilometer auf diesem Weg erreicht man den Wanderweg an der Kirnitzsch. Jetzt geht es auf dem blauen Strich blauer Strich den Bachlauf hinauf (also nach links). Pfad_und_Wassergras_Kirnitzsch_kleinDie Kirnitzsch hat im ersten Teil noch ein breiteres Tal, so dass sie sich gemütlich hin und her schlängeln kann. Es ist immer wieder faszinierend, dass man innerhalb von wenigen Jahren zusehen kann, wie sich der Bach immer wieder ein neues Bachbett sucht und eine neue Schleife anlegt und wieder weglässt.
Nach ungefähr 1 ½ Kilometern wird das Kirnitzschtal enger und der Bach verläuft ziemlich geradlinig. Zugang_Jansloch_kleinSchon nach der nächsten Kurve um einen Felsen auf der linken Seite verleitet ein breiterer Weg, sich zu verlaufen. Der Weg ist eigentlich besser ausgebaut als der Pfad an der Kirnitzsch entlang. Da aber das Ziel das Jansloch sein sollte, geht es unten am Bach entlang. Etwas mehr als ½ Kilometer hinter dem abzweigenden Pfad passiert man zuerst zwei riesige Fichten. riesige_Fichte_Kirnitzschtal_kleinWie groß diese Bäume wirklich sind, kann man aus dem Tal heraus kaum einschätzen, aber die Stämme sehen schon gewaltig aus. Knapp hinter diesen beiden Bäumen steigt der markierte Wanderweg über eine Treppe ein paar Meter aus dem Tal heraus. Pfad_durch_Baerenhoehle_kleinDann kommt eine nette, relativ lange Höhle, die man sehr gut durchwandern kann, nur manchmal ist der Untergrund etwas feucht und matschig. Dahinter geht es noch ein paar Stufen aufwärts, bis der Wanderweg nach rechts abbiegt. Hier geht es ein paar wenige Meter (maximal 10 Meter) weiter geradeaus, um dann nach links einem Trampelpfad zu folgen. Links oben sieht man schon eine weitere Höhle, die auch einfach durchgangen werden kann. Auf der Rückseite ist ein kleines Stück unterhalb des Ausgangs der weiterführende Pfad. Diesen wandert man ca. 150 Meter um einen Felsausläufer herum, um dann einen Aufstieg durch die Felsen zu entdecken. Aufstieg_Jansloch_kleinDer untere Teil sieht nur nach einer flachen Felsspalte aus, sobald man aber am Felsfuss steht, sieht man auch ein paar künstliche Stufen. Der Aufstieg ist wirklich nicht kompliziert und schon steht man oben auf dem Felsen. Dadurch, Stufen_im_Aufstieg_Jansloch_kleindass sich hier jeder einen eigenen Weg gesucht hat, ist im Jahre 2016 kein richtiger Pfad mehr zu erkennen. Ganz besonders dadurch nicht, dass hier oben so einige Fichten dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen sind. Diese Bäume liegen jetzt kreuz und quer und man muss über sie hinwegklettern oder auf ihnen das Balancieren üben. Spätestens nach 150 Metern auf der Ebene erreicht man einen ordentlichen Waldweg. Auf dem Janslochweg geht es nach rechts weiter. Nach ein paar hundert Metern (ca. 350 Meter) erreicht man einen gut ausgebauten Waldweg mit der grünen Wanderwegmarkierung grüner Strich. Nach ein paar Metern auf diesem Forstweg erreicht man den Wettinplatz. Hier erinnert ein Gedenkstein an die 800jährige Herrschaft der Wettiner. Hinter dem Wettinplatz folgt man der Ausschilderung Buchenparkhalle. Zwischendurch verlässt die Wanderung den breiten Forstweg und steigt auf einem alten Waldweg aufwärts. Es geht am Cupetiusstein vom 17. Juni 1834 vorbei. Cupetiusstein_Hinterseite_kleinCupetiusstein_Vorderseite_kleinDie Inschrift auf der Vorderseite erinnert an den Tod von Johann Gottlieb Cupetius am 17. Juni 1834 in Folge eines Blutschlags. Bei dem Gedenkstein ist es besonders interessant, dass es sogar auf der Rückseite eine Inschrift gibt. Ein paar Meter hinter dem Gedenkstein erreicht man die „Wanderautobahn“ zwischen dem Parkplatz und der Oberen Schleuse. Dieser letzte Weg ist mit dem blauen Strich blauer Strich markiert. Es geht nach links bis zum Ausgangspunkt zurück.
Damit ist eine Wanderung zu Ende gegangen, die mir 2016 schon viel besser gefallen hat als 2007. Zunächst bin ich nicht wieder auf die blödsinnige Idee gekommen, an einem sonnigen Osterferienwochenende im Bereich der Oberen Schleuse zu wandern. Das eigentliche Jansloch ist verhauen und heutzutage nicht mehr begehbar. Aber der Weg über die Bärenhöhle ist eine sehr nette und abwechslungsreiche Alternative. Vielleicht wird das Jansloch irgendwann mal wieder passierbar, aber darauf mache ich mir bei den Wegekonzepten im Bereich der Kernzonen des Nationalparks sehr wenig Hoffnungen. Was ich noch als eine kleine Entschuldigung für die riesigen Besucherzahlen im Bereich der Buchenparkhalle und der Oberen Schleuse zu meinem Wandertermin im Nachhinein erfahren habe war, dass an dem Tag (14.04.2007) die neuen Kähne auf der Oberen Schleuse getauft wurden.

Herunterladen

Kirnitzschquerung

Wir sind mal wieder mit unseren Wanderfreunden aus Celle unterwegs gewesen. Theoretisch sollte die Wanderung zwar eigentlich ganz woanders hinführen, aber praktisch hat leider ein brütender Vogel einen Strich durch die Routenplanung gemacht und so wurde diese überraschend tolle Wanderung draus. Der Startpunkt liegt in Hinterhermsdorf. Eigentlich sollte der Startpunkt in der Ortsmitte von Hinterhermsdorf liegen und dann über die Neudorfstraße hinausführen, aber praktischerweise gibt es auch an der Neudorfstraße ein paar wenige kostenlose Parkplätze. Also geht es auf der Neudorfstraße mit der Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich in Richtung Kirnitzsch. Wenige Meter, nachdem man die letzten Häuser passiert hat, blickt man nach links in ein liebliches Tal mit ein paar verstreuten Häusern. Hier stelle ich mir immer wieder vor, wie man diese Häuser im Winter wohl erreicht. Nach einem kurzen Stück über die Wiesen erreicht man den Wald und es geht auf dem Lehmhübelweg weiter. Nach ein paar hundert Metern passiert man den Pöhligstein, der an den Tod des Waldarbeiters Wilhelm Pöhlig am 24.6.1889 durch einen “Schlagfluss” erinnert. Schlagfluss ist die alte Bezeichnung für einen Schlaganfall.
Kurz hinter dem Gedenkstein beginnt der Abstieg ins Kirnitzschtal. Der Weg heißt Taubensteingrund und zwischendurch sollte man unbedingt die Aussicht Taubenstein besuchen. Von hier hat man einen schönen Blick ins Kirnitzschtal und auf die Niedermühle. Der Weg runter ins Tal ist immer noch mit dem gelben Strich gekennzeichnet. Wenn man am tiefsten Punkt angekommen ist, dann steigt die Wegmarkierung ganz komisch nach links auf einem Pfad wieder hoch. Das ist noch ein Resultat aus der Zeit der deutsch-tschechischen Grenze. Bis heute ist anscheinend keiner auf die Idee gekommen, die Markierung auf den Weg unten lang zu legen. Dieser Weg ist viel angenehmer zu wandern, aber man überquert ein paar Meter tschechisches Gebiet. Genau in diesem Zipfel vor der Niedermühle biegt aber ein Weg hoch in den Böhmischen Wald ab. Dieser Aufstieg ist zwar nur 200 Meter lang, aber dafür werden 50 Höhenmeter überwunden und damit kann man sich schon mal ganz gut warmlaufen. Radfahrersperre_kleinAm Ende des Aufstiegs erreicht man ein sehr ungewöhnliches Gebilde. Dabei handelt es sich um eine Wegsperre für Radfahrer, die aber so gewaltig massiv ausgefallen ist, dass sie wohl auch für Trecker, LKWs und Panzer geeignet wäre. Aber das Gefälle des Weges ist wirklich gewaltig, zumindest für jegliche Form von Fahrzeugen, und so sollten keine Mountainbiker den Hang hinunterschießen.
Oben angekommen, erreicht man einen breiten Waldweg, den man nach rechts weiter wandert. Der Weg ist mit dem blauen Strich blauer Strich gekennzeichnet schlecht_lesbare_Wolfstafel_kleinund schon nach wenigen Metern erreicht man eine Felsmurmel auf der rechten Wegseite mit einer Gedenktafel. Darauf wird über die Jagd eines Hegers namens Grohmann auf zwei Wölfe im Jahre 1640 berichtet. Die Inschrift ist über Jahrzehnte unter einer Wurzel versteckt gewesen und durch einen Blitzeinschlag wieder zu Tage gefördert worden. Netterweise hängt heutzutage an der Seite des Felsens auch noch eine tschechische Übersetzung des Textes. Ein paar hundert Meter (genauer gesagt 1,7 Kilometer) hinter der Wolfstafel sollte eigentlich unsere Erkundung der Drachenstiege starten, aber hier hingen gleich mehrere Schilder, die darauf hinwiesen, dass hier Brutgebiet von geschützten Vögeln sei und man deshalb von März bis Juni hier nicht weiter gehen darf. Dafür hatten wir als Familie Geier schon von Natur aus viel Verständnis und außerdem konnten wir das Geschrei der Elternvögel schon von Weitem hören.
Tja, damit war unsere ursprüngliche Planung hinfällig, aber wenn man schon mal hier ist, dann könnte man doch durch den Paschersteig bis runter zur Oberen Schleuse wandern. Der Einstieg in den Paschersteig befindet sich also 1,7 Kilometer hinter der Radfahrersperre und beginnt gegenüber der ersten Felswand gleich neben dem Weg. Die Felswand steht 1 – 2 Gebaeudereste_Paschersteig_kleinMeter neben dem Waldweg und ist mindestens 10 Meter hoch. Auf der gegenüberliegenden Wegseite (also nach rechts) biegt ein Pfad in eine Senke ab, die man sehr angenehm absteigen kann. Insgesamt sind es 150 Meter abwärts, bis es nur noch links oder rechts geht. Hier befinden sich vollkommen überraschend die uralten Reste eines Hauses. Ob sich die Schmuggelei damals so sehr gelohnt hat, dass man hier sogar ein Gebäude aus Stein bauen konnte?
An dieser Stelle geht es nach rechts weiter abwärts. Das Tal ist relativ gut zu begehen, nur an ein paar Stellen liegen gefällte Bäume im Wege und manchmal ist es an der tiefsten Stelle etwas feucht. Ganz seltsam ist, dass man durch diesen Grund super einfach bis runter zur Kirnitzsch wandern kann. Unten angekommen, steht man an einer kleinen Einbuchtung mit einem Obere_Schleuse_am_Paschersteig_kleinSandstrand und man befindet sich an einer der breitesten Stellen der Kirnitzsch. Die Stelle sieht wirklich sehr interessant aus, auch wenn es das ernstzunehmende Manko gibt, dass hier Endstation ist, und zwar nicht der Kahnfahrt, sondern dummerweise des Weges, der hier eine Sackgasse bildet. Als wir an der Stelle Rast machten, fuhr nach wenigen Minuten einer der Kähne mit Passagieren vorbei. Die Fahrgäste staunten nicht schlecht, uns dort zu entdecken, aber der Bootsführer würdigte uns keines Blickes. Selbst als er die Kirnitzsch leer wieder hoch fuhr und uns in nur 5 – 10 Meter Entfernung passierte, schaute er nicht einmal herüber. Schade, wir wären die 50 Meter bis zum Anlegesteg gerne mit ihm mitgefahren und hätten den vollen Fahrpreis und für den Spaß ein schönes Trinkgeld bezahlt, aber an solchen Geschäften schien der Bootsführer nicht interessiert zu sein.
So sind wir nach einer Stärkung aus dem Rucksack wieder den Paschersteig hoch gewandert. Schon auf dem Hinweg war uns eine Aufstiegsstelle aus dem Grund aufgefallen. Irgendwie sah es so aus, als wenn dort häufiger andere Leute noch hoch gegangen wären und so sind wir von unten kommend nach ¼ Kilometer nach rechts abgebogen. Auch dieser Aufstieg durch die Minischlucht war sehr gut zu bewältigen und oben ging es zuerst noch über eine bewaldete Ebene, um dann auf einen ordentlichen Waldweg zu stoßen. Dieser Felsenausläufer heißt Langes Horn und endet wieder auf dem bekannten Wanderweg mit der blauen Markierung blauer Strich.
Nachdem man den blauen Weg wieder erreicht hat, geht es nach rechts weiter. Zuerst folgt man dem breiten Waldweg noch, aber dann biegt der markierte Weg nach rechts ab und es geht an einen Abstieg in der Form eines Pfades. Nach einem ¾ Kilometer auf der blauen Wanderwegmarkierung erreicht man den Grund des Červený potok (Rotes Floß). Hier geht es ziemlich genau einen Kilometer nach rechts in Richtung Černá brána (Schwarzes Tor). Wilde_Reste_am_Schwarzes_Tor_kleinDer Pfad durch den Grund ist super angenehm zu wandern und das Felsentor ist unübersehbar. Sehr unterhaltsam ist, dass das Unwetter 2010 das Felsentor richtig ordentlich freigespült hat. So lag kein Holz mehr im Bachlauf, der Sand und die kleinen Felsmurmeln waren weiter runter ins Tal gespült worden. Wir sind durch das 1 – 2 cm hohe Wasser gehopst und auf der anderen Seite die paar Meter (ca. 100 Meter) zur Kirnitzsch weiter gewandert.
An der Mündung des Červený potok Kirnitzschdurchquerung_klein(Rotes Floß) in die Kirnitzsch kann man auf der rechten Seite deutlich die beiden alten Brückenköpfe der ehemaligen Schönlinder Brücke erkennen. sandige_Kirnitzschdurchquerung_kleinHeutzutage ist eigentlich an dieser Stelle Schluss und nur wer die Schuhe auszieht kommt auf die andere Seite. Das macht eigentlich nur im Sommer so richtig Spaß, aber praktisch ist die Kirnitzsch immer ein bibberkalter Bach. Netterweise liegt im Flussbett ordentlich Sand, sodass wenigstens der Untergrund sehr angenehm zu gehen ist. enges_Kirnitzschtal_unterhalb_Schwarzem_Tor_kleinAuf der gegenüberliegenden Bachseite sollte man unbedingt ein paar Meter am Bachlauf abwärts gehen. Hier befindet sich ein wunderbarer Blick in ein tief eingeschnittenes Kirnitzschtal. Sehr interessant sind die Spuren in den Felswänden. Hier kann man sehr gut erkennen, wie sich die Kirnitzsch immer weiter in den Felsen schmirgelt. An der rechten Felswand ist noch eine historische Grenzmarkierung mit der Inschrift DDR +26/11 zu erkennen.
Nach diesem sehr schönen Platz geht es an den Aufstieg. Der Weg ist von hier unten durch einige in den Felsen geschlagene Stufen sehr einfach zu finden und man erreicht an einer Einbuchtung den blau markierten Wanderpfad blauer Strich. Hier kann man dann auch sehr gut erkennen, dass der Zugang von oben in die Minischlucht mutwillig mit gefällten Bäumen versperrte wurde. Damit fällt der Weg von oben kommend nicht mehr auf, aber von unten kommt man an der rechten Seite ohne größere Probleme an dieser Wegsperre vorbei.
Jetzt geht es erst einmal ein paar hundert Meter (ziemlich genau ½ Kilometer) sehr angenehm nach links, Hoehle_an_der_Baerenhoehle_kleinbis der Pfad, wieder nach links, über ein paar Stufen absteigt. Hier würde der markierte Weg in die Wolfsschlucht absteigen, aber unser Weg geht nach rechts am Felsfuß entlang. Der unmarkierte Pfad führt in einem Bogen um die Wolfsschlucht und passiert eine Höhle. Bei der Höhle handelt es sich nicht um ein Loch im Felsen, sondern eigentlich eher um zwei Felsen, die nebeneinander stehen und man dazwischen durchgehen kann. Trotzdem ist es ein 10 Meter langer dunkler Schlauch. Der Fachausdruck für diesen Typ Höhle ist Klufthöhle. Wer ein bisschen Platzangst hat, könnte die Höhle auch sehr einfach links herum umgehen. Dann passiert man den Zugang zur Bärenhöhle. Der Zugang befindet sich in einer schmalen Felsspalte, die steil ansteigt und dazu auch noch mit reichlich Erde gefüllt ist. Früher waren hier anscheinend Spreizhölzer eingelegt, aber die fehlen leider heutzutage und so ist die Stelle nicht mehr passierbar. Die Wanderung führt weiter am Felsfuß entlang. Aufstieg_Janslochsteig_kleinNach 200 Metern ist ein deutlicher, breiter Aufstieg zu erkennen, der Janslochsteig genannt wird. Dieser Aufstieg ist sehr einfach zu bewältigen und oben geht es ohne erkennbaren Pfad von der Felswand weg. Spätestens, nachdem man 150 Meter ohne Weg durch den Wald gestiefelt ist, stößt man aber wieder auf einen Waldweg, auf dem man sich weiter von der Felswand entfernt. Der Waldweg heißt Janslochweg und führt bis zum grün markierten Wanderweg grüner Strich. Diesem Weg folgt man nach rechts, um dann nach ¼ Kilometer auf der rechten Wegseite einen Gedenkstein zu entdecken. Die Inschrift auf dem Stein ist: Zum Gedenken an die Opfer der Blitzkatastrophe am 9.Juli 1951; Paul Fritzsche; Emil Neumann; Aloisa Redlich geb. Cermak; Ilse Johne geb. Schmidt.
Für die weitere Wanderung folgt man der grünen Wanderwegmarkierung. Je länger man auf der dieser unterwegs ist, desto breiter wird der Weg. Zu guter Letzt ist der breite Forstweg geschottert und gewalzt, um den Pferdekutschen und Bootsführern den Weg hoch und runter zur Oberen Schleuse zu ermöglichen. Genau von diesem gigantisch ausgebauten Forstweg geht aber dann auch die Gefahr aus, dass man verführt wird, immer weiter darauf zu wandern. Die grüne Wanderwegmarkierung biegt 300 Meter, nachdem die blaue Wanderwegmarkierung den Forstweg überquert, nach rechts ziemlich unscheinbar ab. Der weitere Weg ist zwar auch ein normaler Waldweg, aber im Verhältnis zum breiten Forstweg ein unauffälliger. Der Weg endet auf dem vom Hinweg bekannten Waldweg mit der gelben Wanderwegmarkierung gelber Strich. Wenn man dem Weg nach links folgt, passiert man erst den Pöhligstein und erreicht dann Hintermhermsdorf und den Ausgangspunkt wieder.
Auch wenn eigentlich die Runde ganz anders geplant war, so ist doch eine sehr empfehlenswerte und interessante Wanderung daraus geworden. Die Wanderung hat uns zu einigen uns unbekannten Punkten der Sächsischen Schweiz geführt und die Durchquerung der Kirnitzsch war auch ganz lustig.

Herunterladen

Kirnitzschtal

Eigentlich ist die Wanderung unendlich einfach zu beschreiben. Erst in Tal runter und dann immer dem Flusslauf der Kirnitzsch hinterher. Fertig. Da das aber mir zu Wenig ist, habe ich die Wegbeschreibung zweigeteilt.

Die Wanderung beginnt in Hinterhermsdorf. Von der Dorfmitte geht es erstmal ein kurzes Stück über den markierten Wanderweg mit der Wegmarkierung gelber gelber Strich und grüner Strich grüner Strich. Es geht durch Neudorf von Hinterhermsdorf, auf der asphaltierten Straße runter ins Kirnitzschtal. Die Wanderwegmarkierungen verlassen Zwischenzeit unseren Weg. Für uns geht der Weg immer weiter runter ins Tal. Irgendwann geht der Untergrund von Asphalt in Schotter über, aber es geht trotzdem weiter runter. Unten angekommen taucht auch wieder die Wandermarkierung gelber gelber Strich und roter roter Strich Strich auf. Auf denen geht es Bach abwärts (also nach rechts). Nach ein paar Metern ereicht man wieder einen Wegweiser. NiedermuehleHier kommt eine kleine Gewissensentscheidung, Wenn man sagen möchte, dass man den ganzen deutschen Tal der Kirnitzsch gewandert ist, dann muss man jetzt noch 540 Meter nach links wandern und den gleichen Weg zurück machen. Auf diesem Weg kommt man auch zu einem der Grenzübergänge nach Böhmen. Ich habe mir das kleine Stück geschenkt, da noch eine riesige Strecke vor mir lang. Es geht also weiter auf dem roten Strich dem Bach hinterher. Der Weg ändert mehrere Male sein aussehen. An ein paar Stellen ist er ein gut ausgebauter Waldweg, dann ist er auf einmal wieder ein schmaler Pfad. Die Wegführung ist wirklich narrensicher. Es geht durch ein wunderbar ruhiges Tal mit eine paar Mühlen und einer fast ohne Trubel. Der einzige Punkt auf dem ersten Teil der Wanderung, an dem meistens etwas mehr Betrieb ist, ist die obere Schleuse. Hier gibt es zwei Möglichkeiten weiter zu kommen. Entweder gönnt man sich eine 700 Meter Ruhephase und lässt sich fahren oder man geht über den viel schnelleren Wanderweg. Weiter geht es über den Pfad an der Kirnitzsch entlang. Ein paar Meter hinter der Staumauer von der oberen Schleuse verlässt der rote Strich unsere Wanderroute und wir gehen auf dem Wanderweg mit dem blauen Strich blauer Strich weiter. Zwischendurch sieht es so aus, als wenn man die Kirnitzsch verloren hat, da man in ziemlicher Höhe am Hang entlanggeht. Aber keine Panik der Bach ist noch da, solange man sich an die Wegmarkierung gehalten hat. Nach einer längeren Strecke stößt dann irgendwann auch wieder der Wanderweg mit der Markierung grüner Strich grüner Strich auf unsere Wanderung. Mit diesem Wanderweg wird der Weg auch wieder breiter. Nach einem 1/2 Kilometer verlässt diese Markierung und die Böhmische Grenze unseren Weg und wir gehen wieder nur auf dem blauen Strich weiter. Auf der rechten Seite des Weges kommt man an der MarienquelleMarienquelle vorbei. Überraschend ist, dass aus dieser Quelle selbst bei größter Trockenheit immer noch eine ansehnliche Schüttung kommt. Als ich diese Quelle passierte, hatten irgendwelche Knaller ihren Müll in die Umfassung geschmissen. Muss den so etwas sein?
Es geht weiterhin über den immer breiter werdenden Wanderweg der Kirnitzsch hinterher. Nach einiger Zeit erreicht man die niedere Schleuse. Sie ist ein ganz hervorragender Ort, um ein kleines Picknick zu machen und sich über das Flößen im Kirnitzschtal zu informieren. Die Wanderung geht weiter über den zwar jetzt asphaltierte, aber ohne Verkehr,  Wanderweg. Kurz vor dem Erreichen der Fahrstraße vom Kirnitzschtal ist noch ein sehr anschauliches Beispiel für einen Flößerrechen in die Kirnitzsch gebaut worden. Mit der Fahrstraße erreicht man auch dieThorwalder_Bruecke Thorwalder Brücke. Nicht das sie irgendetwas Besonderes ist, nein, aber ab hier geht es leider ein kurzes Stück von 1,3 Kilometer über die Kirnitzschtalstraße. Das große Glück an der Wanderung ist, das dieses Stück schon sehr weit oben im Tal ist und dadurch der Straßenverkehr relativ gering ist. Der Weg führt in einem sehr engen Tal an der Buschmühle vorbei und ab der Neumannmühle (www.neumann-muehle.de) geht es weiter auf dem Flößersteig. Da ich davon ausgehe, dass der größte Teil der wanderwilligen Lesern nur diesen Teil ihren Beinen antut, habe ich diese Wanderbeschreibung als eine separate Wanderung abgelegt. Hier geht es weiter auf der Wegbeschreibung mit dem größten Aufwand, den ich bis jetzt betrieben habe: Flößersteig.

Herunterladen

Kleinsteinhöhle

Ich durfte mal wieder Papataxi spielen und unsere beiden kleinen Gören zu ihrer Freundin nach Saupsdorf fahren. Da ich aber keine Lust hatte, wieder kreuz und quer durch die halbe Sächsische Schweiz nach Hause zu fahren und dann das Gleiche nochmal, um die beiden irgendwann wieder abzuholen, habe ich gleich mal eine ordentliche Wanderung unternommen. Schon mal vorweggenommen, es ist eine super Wanderung geworden.
Der Startplatz liegt also in Saupsdorf, wo man netterweise seit dem Sommer 2013 sogar kostenlos parken darf. Von dem Parkplatz geht es nach rechts ein paar wenige Meter (100 Meter) auf der Hauptstraße Aussicht_vom_Wachberg_zum_Weifberg_Saupsdorf_kleinbis zur abknickenden Vorfahrtsstraße. Hier biegt nach links die Wachbergstraße mit der Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich ab. Dieser Wegmarkierung folgt man und nach den ersten 140 Höhenmetern erreicht man die Gaststätte “Wachbergbaude” und damit die schöne Aussicht vom Wachberg herunter. Früher wurde die Aussicht auch Schweizerkrone genannt und das ist ein netter Beiname für eine der höchsten Aussichtspunkte der Sächsischen Schweiz.
Von hier geht es nach links über den grünen Punkt grüner Punkt in Richtung des Dr.-Alfred-Meiche-Wegs. Der Waldweg führt abwärts durch einen dichten Wald mit ziemlich hohen Fichten. Auf der rechten Wegseite kann man an ein paar Stellen die Grenzsteine nach Tschechien sehen. Insgesamt sind es 1 ½ Kilometer auf dem Waldweg, bis nach links der grün markierte Wanderweg abbiegt. Hier geht es aus dem Wald heraus. Zuerst passiert man das Gelände der Waldmühle. Als ich diese Wanderung unternommen habe, war es ganz schön heiß und da war es ziemlich gemein, den leuchtend blauen Pool neben dem Haupthaus zu sehen.
Auf der Zufahrt der Waldmühle geht es weiter durch das Tal bis zur Landstraße an der Saupsdorfer_Richtermuehle_kleinSaupsdorfer Richtermühle. Gleich neben dem Eingang des Gebäudes hängt ein Gedenkstein an einen wirklich grässlichen Teil der deutschen Geschichte. Der Text auf dem Gedenkstein ist: „Am 21. April 1945 erreichte der Häftlingszug aus dem KZ Schwarzheide diese Mühle. Häftlinge stürzten zum Bach hinunter um zu trinken. SS-Männer prügelten sie in die Kolonne zurück.“
Für die weitere Wanderung muss man ein ganz kleines Stück (ca. 20 Meter) nach links auf der Landstraße entlang wandern, um dann gleich hinter der Richtermühle wieder auf der grünen Wanderwegmarkierung nach rechts abzubiegen. Der jetzt begangene Wanderweg ist sehr angenehm und eine schöne Verbindung nach Ottendorf. Nach 1 ½ Kilometer erreicht man die Fahrstraße zwischen dem Kirnitzschtal und Ottendorf. Auf dieser Dorfstraße geht es nach rechts aufwärts. Nach 400 Metern steht auf der linken Straßenseite ein Gedenkstein an Kurt Glaser. Gleich dahinter biegt eine Parallelstraße (Parkstraße) von der Hauptstraße ab und hier wandert man 200 Meter in die gleiche Richtung, um nochmal auf die Hauptstraße zu gelangen und dann gleich hinter dem nächsten Haus wieder links abzubiegen. Der Weg führt in einer Schleife den Hang hinauf und am Ortsrand macht es den Eindruck, als ob der Weg in einem Bauernhof endet, aber man kommt hier sehr gut aus der Ortschaft heraus. Dieser Feldweg mündet nach 100 Metern in einen Querweg, den man nach links weiter wandert. Nach 200 Metern gabelt sich der Weg und man nimmt nicht den verführerischen Weg geradeaus, sondern man geht nach rechts weiter. Der Feldweg steigt noch ein ganz kleines Stück an, um dann einen Blick über Ottendorf in die Landschaft freizugeben. Obwohl es deutlich zu merken ist, dass man auf einen Berg hoch gestiegen ist, hat der Berg anscheinend keinen Namen bzw. ist in keiner mir bekannten Wanderkarte einer eingetragen. Nur in einer Karte stand die Bezeichnung Lochräumicht, was aber irgendwie nicht nach einem Berg klingt. Dass so ein Berg keinen Namen hat, ist ziemlich ungewöhnlich und eigentlich schon fast schade, da es am Waldrand einen sehr netten Platz mit schöner Aussicht gibt.
Nachdem man 30 Meter am Waldrand entlang gewandert ist, biegt in den Wald hinein ein unscheinbarer Weg ab. Dieser fällt leicht ab und es geht ungewöhnlich einfach runter in das Tal der Pietzschmühle. Deren Gelände wird am untersten Gebäude erreicht und hier muss man ein kurzes Stück die Straße aufwärts wandern. Jahreszahl_1761_Pietzschmuehle_Ottendorf_kleinDabei passiert man oberhalb des eigentlichen Mühlengeländes ein uraltes Haus, das im Jahre 2013 grundlegend saniert wird. Immerhin kann man an dem Gebäude die Jahreszahlen 1761 (Hauswand) und 1884 (Türsturz) lesen. Obwohl im Sommer 2013 das Dach nur provisorisch gedeckt war, lebten so einige Bewohner in Form eines Wespennestes in ihm. Mir würde mit solchen Untermietern eine Sanierung nicht so richtig Spaß machen.
Bald erreicht man einen nach rechts abzweigenden Waldweg, der mit dem gelben Punkt gelber Punkt gekennzeichnet ist und folgt diesem. Die Markierung führt ein kurzes Stück auf einem breiten Waldweg neben dem Bachlauf entlang und biegt dann ab in Richtung Arnstein. lustiges_gelbe_Wanderwegmarkierung_kleinSo einige der gelben Wanderwegmarkierungen hat irgendein netter Mitmensch mit Gesichtern versehen. Das sieht wirklich lustig aus. Der Weg ist angenehm zu gehen und passiert eine überraschende Aussicht mit dem Namen Tägers Wonne. Der auffällige Berg, auf den man von der Aussicht blickt, ist der Heulenberg auf der gegenüberliegenden Kirnitzschtalseite. Links neben dem Berg befindet sich ein tiefer Einschnitt und daneben sind zwei einzelne Gipfel zu sehen. Aus dieser Perspektive kann man sehr gut sehen, dass eigentlich das Große Pohlshorn ein Stückchen niedriger ist als das Kleine Pohlshorn.
Nach einem etwas wilden Abstieg – so mancher Regenschauer hat an dem Weg genagt – geht es ein Stück fast horizontal weiter und dann erreicht man den Zugang zum Arnstein. Den Abstecher hoch auf den Felsen sollte man unbedingt unternehmen. Die ersten paar Meter erfolgen noch unterhalb des eigentlichen Felsens über einige unterschiedliche Stufen. Nachdem man den Felsfuß erreicht hat, geht es rechts bis zum eigentlichen Zugang. Der Aufstieg erfolgt über ein Felsband mit Geländer und dann durch eine relativ enge Stelle. Hier kommt man mit dem Rucksack auf dem Rücken nicht durch, aber man kann ihn ja auch mal kurz in der Hand tragen und so sollte doch jeder Wanderer in der Sächsischen Schweiz die Stelle passieren können. Nach noch ein paar Stufen Blick_vom_Arnstein_in_die_Hinteren_Saechsische_Schweiz_kleinerreicht man den Gipfel mit der wirklich tollen Aussicht. Von hier blickt man sehr schön in das Tal der Hinteren Sächsischen Schweiz. Dabei sind die wichtigsten Felsen z.B. Bloßstock, Falkenstein, Kuhstall, Schrammsteine und die beiden Winterberge zu sehen. Kaempfer_am_Arnstein_kleinDer Arnstein trägt auch noch den Beinamen Ottendorfer Raubschloss und dazu passend kann man hier oben einige Spuren entdecken. Am auffälligsten ist natürlich die Regenzisterne, aber auch an mehreren anderen Stellen kann man z.B. Darstellungen im Sandstein entdecken, die uralt aussehen. So sind deutlich ein Krieger am oberen Gipfelplateau und ein Gesicht am Abstieg zu entdecken. Das gleiche Gesicht wird noch ein weiteres Mal auf der Wanderung zwischen dem Arnstein und der Kleinsteinhöhle zu entdecken sein.
Die Wanderung führt auf jeden Fall wieder herunter bis zum gelb markierten Waldweg gelber Punkt. Hier geht es nach links in einem großen Bogen um den Arnstein herum und dann ein ganzes Stück oberhalb der Kirnitzschtalstraße weiter. Die Wanderwegmarkierung ändert sich in einen roten Strich roter Strich, auf dem man fast ohne Höhenunterschied in Richtung Kleinsteinhöhle weiter wandert. Nachdem man fast einen Kilometer auf der roten Wanderwegmarkierung gewandert ist, umrundet der Wanderweg eine richtig dicke Felsmurmel. Geischt_am_Neuen_Weg_Arnstein_kleinAls das Ding (es handelt sich um einen offiziellen Klettergipfel namens Grünling) vom Felsen abgebrochen ist, hat es bestimmt ordentlich gerumpelt. Zwei Schleifen oder auch 350 Meter weiter gewandert, liegt auf der linken Seite gleich neben dem Weg ein kleinerer Felsen (ca. 1 Meter Durchmesser), auf dem das gleiche Gesicht wie am Arnstein eingemeißelt ist. Hier sind die Bewohner des Arnsteins also damals auch schon durch den Wald gezogen.
Von hier ist es noch etwas weniger als ein Kilometer, bis nach links der Aufstieg zum Kleinstein beginnt. Der Aufstieg ist ausgeschildert und weiterhin mit dem roten Strich gekennzeichnet. Schon nach kurzer Strecke biegt nach links ein deutlich sichtbarer Pfad ab, den man unbedingt gehen sollte. leere_Kleinsteinhoehle_kleinEr führt zur Kleinsteinhöhle, die wirklich sehenswert ist. Einerseits frönen hier oft Kletterer ihrem Hobby, bei denen es immer wieder Spaß macht zuzusehen und andererseits ist der Blick aus der riesigen Höhlenöffnung in die Landschaft schon was Besonderes. Die Höhle besteht aus zwei Felsen, die aneinander stehen und dadurch eine Felsspalte von 10 Meter Höhe und 12 Meter Breite gebildet haben. Mit diesen Ausmaßen ist die Kleinsteinhöhle die zweitgrößte Höhle der Sächsischen Schweiz (die größte ist der Kuhstall). Besonders bekannt ist sie durch ein Bild von Ludwig Richter aus dem Jahre 1820 geworden. Das Bild sieht zwar ein ganzes Stück anders aus als in der Natur (es ist kein freistehendes Felsentor und dahinter konnten auch damals bestimmt keine Menschen stehen), aber das wird unter künstlerischer Freiheit verbucht. Das eigentliche Felsentor ist auf jeden Fall ganz eindeutig auf seinem Bild getroffen.
Von der Kleinsteinhöhle geht es die paar Meter zurück bis auf die rote Wanderwegmarkierung roter Strich und dann weiter aufwärts. Aussicht_von_oberhalb_Kleinsteinhoehe_Heulenberg_kleinAls kleine Unterbrechung für den Aufstieg bieten sich die beiden Aussichten an. Die Kleinsteinhöhle wird schon selten von anderen Wanderern besucht, aber den Weg aufwärts zu den beiden Aussichten und dann weiter nach Saupsdorf benutzen nur ganz wenige und so kann man den Blick in die Landschaft vollkommen alleine genießen. Von der Kleinsteinhöhle bis zum Ortseingang von Saupsdorf sind es 1 ½ Kilometer und dann geht es noch mal ein Stück durch Saupsdorf bis zum Ausgangspunkt. Auf dem Weg durch die Ortschaft hat man gleich zum Anfang einen netten Blick über den Ort und rüber zum Wachberg.
Die Wanderung hat mir super gut gefallen und alles, was eine tolle Wanderung in der Sächsischen Schweiz enthalten sollte, war vorhanden: Sandsteinfelsen, Aussichten, Ruhe und etwas Besonderes mit dem Arnstein und der Kleinsteinhöhle. Auf jeden Fall war die Wanderung viel besser, als mit dem Auto zwei Mal durch die Gegend zu fahren. Die Wanderung werde ich im Gegensatz zu einer Autofahrt und dem Rumtrödeln zu Hause nicht so schnell vergessen. Vermutlich war es sogar noch viel gesünder.

Herunterladen

Königsplatz

Ich hatte meiner großen Tochter versprochen, dass ich mit ihr eine Runde Boot fahre, und so wurde eine Wanderung zum Königsplatz, einer sehr schönen Ecke in der hinteren Sächsischen Schweiz, mit einer Bootsfahrt kombiniert. Pferdekutsche_und_neue_Boote_kleinGestartet haben wir unsere Wanderung an der Buchenparkhalle. Besonders weit sind wir vom Parkplatz nicht gekommen, da wir schon bei der Einfahrt zum Parkplatz eine Pferdekutsche überholt haben. Meine Tochter und ich beschlossen, mit der Kutsche runter zur Schleuse zu fahren. neue_Boote_Obere_Schleuse_kleinWir mussten nur eine ¼ Stunde warten und schon ging die Fahrt los. Die Preise für eine einfache Fahrt betrug 2006 für Erwachsene 4,50 € und für Kinder bis 12 Jahre 2,00 €. Als eine besonders nette Geste mussten wir zusammen nur 5,00 € bezahlen, da meine Große für den Kutscher noch nicht als halbe Portion galt. Ich habe mich sehr über dieses freundliche Entgegenkommen gefreut. Die Fahrt ging gemächlich den Berg runter und wurde nur von zwei Zwischenfällen unterbrochen: einmal hat das eine Pferd das andere in den Hals gebissen. Dafür hat es einen Anpfiff vom Kutscher erhalten und für die Fahrgäste gab es den Hinweis, dass ein Sohn seine Mutter nicht beißt. Wie wahr, auch Töchter sollten ihren Vater oder ihre Mutter nicht beißen. Den zweiten Schreck gab es in einer Kurve, als auf einmal ein Geländewagen angefahren kam. Ich hätte zwar nicht gedacht, dass die Kutsche an dem großen Auto vorbei passt, aber es ging doch ganz gut. Ein bisschen schade war, dass der Kutscher sehr ruhig gewesen ist. Irgendwie hatte ich gedacht, dass er von sich aus wenigstens ein paar Sachen zum Flößen, der Sächsischen Schweiz oder Hinterhermsdorf erzählt, aber dem war nicht so. Wasserlassen_von_Booten_kleinWenn man ihm aber ein paar Fragen stellte, dann antwortete er gerne und wusste viel. Die Fahrt bis kurz oberhalb der oberen Bootsstation hat ungefähr 40 Minuten gedauert.
Zu dieser Zeit sollten gerade die  Multicar_klein Boote auf der Oberen Schleuse erneuert werden. Es gab aber das Problem, dass man nicht so recht wusste, wie man die großen Kähne die letzten paar Meter bis in die Kirnitzsch bekommen sollte. Der Kutscher sagte noch, dass man extra ein paar der ganz alten Bootsfahrer gefragt hatte, wie denn wohl früher die Boote da runter gebracht worden sind. Die Antwort soll gewesen sein, dass man sie im Schnee die letzten paar Meter hat rutschen lassen. Als wir nun zur Endhaltestelle unserer Kutschfahrt kamen, standen auf der rechten Wegseite noch drei dieser neuen Kähne. Ein weiteres der neuen Boote war wenige Minuten bevor wir eintrafen unter Zuhilfenahme von einem Haufen technischer Mittel ins Wasser gebracht worden. Was habe ich noch so alles gesehen: ein Multicar, einen Bagger, ein riesig langes Stahlseil, gleich mehrere Seilwinden, eine besonders raffinierte Seilkonstruktion zwischen Seilkonstruktion_Obere_Schleuse_klein zwei mächtigen Bäumen und einen einzelnen Anhänger, der anscheinend als Schlitten diente. Leider waren wir genau eine Bootsfahrt zu spät gekommen, sonst wären wir auf der Jungfernfahrt dabei gewesen. So sind wir für 1,50 € mit einem alten Boot die Kirnitzsch abwärts gefahren. Die Bootsfahrt war wie immer eine dieser netten Rätselpartien, in denen der Bootsfahrer sagt: Jungfernfahrt_Obere_Schleuse_klein Dort sehen Sie die Schlange, den Opa, die soundso und so weiter, man fragend auf die Felsen sieht und sich denkt, ob man vielleicht doch etwas hätte trinken sollen, möglicherweise würde man dann auch alles mögliche erkennen. Super witzig war, als uns das neue Boot entgegen kam, die Unterhaltung zwischen den Bootsführern. Zuerst ging es noch in einem fachlichen Tonfall, wie sich das Boot denn auf seiner ersten Fahrt steuern ließ. Danach schwenkte die Unterhaltung aber in nette Faxen um. Der Bootsführer in dem neuen Boot meinte nämlich, dass das Boot sich bei der Eskimorolle wie die alten Boote benommen hätte: Alle Passagiere wären herausgefallen. In dem Moment schauten gleich mehrere Gäste auf den kleinsten Passagier, meine Tochter, und nachdem ich ihr kurz erklärt hatte, was eine Eskimorolle ist, konnten sich einige vor Lachen kaum noch im Boot halten, da sie ziemlich erschrocken guckte. Nach wenigen Sekunden merkte aber auch sie, dass hier die Erwachsenen mal wieder Blödsinn machten, und dann musste auch sie grinsen. Der Bootsführer erklärte noch, welche weiteren Wege man ab der Staumauer einschlagen könnte, und dann war die Fahrt auch schon beendet.
Aufstieg_Hermannseck_kleinIch hatte mir vorgenommen, dass wir den Aufstieg auf dem roten Strich roter Strich aus dem Kirnitzschtal machen wollten. Damit der Aufstieg nicht nur ein langweiliges Hochkrabbeln auf ein paar Treppen wird, sind wir durch die schmale Hermannsstiege unterhalb des Hermannsecks gekrochen. Hier konnte meine Tochter ihre Größe erstklassig ausspielen. Sie ist wie ein Wiesel auf der schmalen Treppe nach oben geflitzt und hatte ausreichend Spaß dran, und ich bin am laufenden Bande an den Wänden angestoßen. Oben angekommen, habe ich mich an der Schlegelhütte über einen netten Rastplatz gefreut. Von der Schlegelhütte hat man einen schönen Blick über das hintere Kirnitzschtal. Leider ist an der Aussicht immer etwas mehr Betrieb, da sehr viele Besucher der Oberen Schleuse über die normalen Stufen aus dem Tal kommen und dann eben die paar Meter bis zur Aussicht gehen. Dann ging es auf dem roten Strich weiter in Richtung Wettinplatz. Der eigentliche Gedenkstein an das 800-jährige Jubiläum des Hauses Wettin liegt ein bisschen versteckt an einer Wegkreuzung, da aber eine Schutzhütte gleich daneben steht, sollte man die Stelle trotzdem finden. Ab dem Wettinplatz geht es auf dem breiten Forstweg der Wanderwegmarkierung weiter nach. Der Forstweg macht einen großen Schlenker, die Wanderwegführung kürzt diese Schleife aber über einen kleineren Weg ab. Dann geht es ein weiteres Stückchen auf dem Forstweg, bis nach rechts der markierte Weg abbiegt. Der Weg steigt mit einer normalen Steigung an. Kurz bevor es richtig auf den Felsen hoch geht, kommt noch eine kleine Attraktion in Form eines Tunnelgangs. Hier haben sich ein paar Felsen so nett hinsortiert, dass ein richtiger Tunnel entstanden ist. Schutzhuette_Koenigsplatz_klein Der weitere Aufstieg ist nicht so besonders schwer, und danach geht es erstmal nach links zum Aussichtspunkt Königsplatz. Diese Aussicht ist eine der schönsten der Sächsischen Schweiz und ganz sicher der schönste Platz im Gebiet von Hinterhermsdorf. Eine Informationstafel erklärt ganz gut den geschichtlichen Hintergrund zu diesem Platz.
Koenigsplatz_Sitzbank_kleinNachdem man sich satt gesehen hat, geht es weiterhin auf dem roten Strich entlang. Zuerst ist der Weg noch ein Pfad, der aber nach wenigen Metern in einen Waldweg übergeht und dann die letzten paar Meter vor der Buchenparkhalle in einer Wanderautobahn endet. Das letzte Stück ist nämlich die Verbindung vom Parkplatz Buchenparkhalle zur Oberen Schleuse. Auf diesem Weg ist immer viel Betrieb, aber die letzten paar Meter muss man das halt ertragen.
Damit ist eine sehr schöne Wanderung zu Ende gegangen, die auch zur vollen Zufriedenheit von Zwergen verläuft. Wer die Runde für die mitwandernden Kinder perfektionieren möchte, der kann sich nach der Wanderung noch auf die Terrasse der Buchenparkhalle setzen und ein leckeres Eis ausgeben. Damit ist man ganz sicher der allerliebste Papi den es gibt.

Herunterladen