Böhmensberg

Abstimmung:
unsere Bewertung::
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Karte:
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Dauer:
ca. 3,50 h
Entfernung:
ca. 11,00 km
Höhenunterschied:
ca. 220 Meter
beste Reisezeit:
eigentlich immer
immer, auch an Wochenenden empfehlenswert.
Schwierigkeitsgrad:
leicht
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen
empfohlene Karten:
Die Bastei;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Rathewalde - Parkplatz - Bruno-Barthel-Weg - gelber Strich - Basteistraße - Bruno-Barthel-Weg - Forstmeisterweg - Hutenweg - Hufenweg - gelber Punkt - Böhmensberg - Hohe Straße - Hohburkersdorf - Brückenstraße - blauer Strich - Hohburkersdorfer Rundblick - Rathewalde - Zum Rundblick - Zum Amselgrund - Kirche - Freibad - Bruno-Barthel-Weg - gelber Strich - Parkplatz

Böhmensberg

Ich bin schon einmal bei der Wanderung Breiter Stein über den Böhmensberg gestolpert und fand die Aussicht und den vollkommen unwesentlichen Aufstieg so schön, dass ich gleich mal meine Frau mit auf den Hügel schleppen musste. Damit es keine langweilige Wanderung (Hügel hoch – Hügel runter – fertig) wird, liegt der Startpunkt am Bruno-Barthel-Weg in Rathewalde. Hier geht es von der Ortschaft weg auf die Felder. Der Weg ist mit dem gelben Strich gelber Strich markiert und Ausblick_vom_Bruno_Barthel_Weg_Rathewalde_kleinbald passiert man eine Aussicht auf der linken Wegseite. Von hier kann man schön runter auf die Felsen und Tafelberge der Sächsischen Schweiz blicken. Das einzige Manko an dieser Aussicht ist, dass sich gleich auf der anderen Wegseite die Kläranlage von Rathewalde befindet und dabei könnten wir uns gut vorstellen, dass es zuweilen zu Geruchsbelästigungen kommt. Seltsamerweise mussten wir aber noch nie hier die Nase rümpfen, obwohl mindestens ein Becken ohne Abdeckung zu sehen ist.
Die Wanderung führt weiter auf dem Bruno-Barthel-Weg in Richtung Basteistraße. Netterweise ist diese Straße inzwischen mit einem separaten Fuß- und Radweg ausgestattet, so dass es relativ angenehm nach links weiter geht. Ungefähr nach 400 Metern biegt der markierte Wanderweg nach rechts ab. Bei diesem Weg handelt es sich um die versetzte Verlängerung des Bruno-Barthel-Weges, der immer noch sehr angenehm zu wandern ist. Nach einem ¾ Kilometer erreicht man ein Schild, auf dem ein bisschen zum Namensgeber des Weges erklärt ist. Herr Bruno Barthel (1885 – 1956) scheint eine wirklich besondere Persönlichkeit der Vordern Sächsischen Schweiz gewesen zu sein, da man seiner gleich an mehreren Stellen gedenkt. An dem Schild wird der Bruno-Barthel-Weg verlassen und man folgt dem Weg in Richtung Lohmen für 300 Meter, um hier wieder nach rechts abzubiegen. Der Weg ist sehr gut ausgebaut und seltsamerweise ausgeschildert mit Basteistraße und Parkplatz. Der Weg wird Forstmeisterweg genannt und ganz besonders fallen auf der rechten Wegseite einige uralte Grenzsteine auf. Gleich auf mehreren kann man die Jahreszahl 1815 lesen. Das ist doch irgendwie schon was besonderes, nicht nur, dass der Sandstein allen möglichen Witterungseinflüssen getrotzt hat, sondern dass die heute unnützen Markierungen bestehen bleiben.
Nach einem Kilometer auf einem sehr angenehm ruhigen Waldweg erreicht man die Landstraße zwischen Lohmen und unterer_Hutenteich_kleinRathewalde, die aber nur überquert werden muss, um gleich gegenüber wieder in den Wald zu verschwinden. Nach wenigen Metern fällt auf der rechten Seite ein großer Teich auf. Es ist der unterste Teich der Hutenteiche, die wie eine Perlenschnur hintereinander aufgereiht sind. Bei den Hutenteichen und dem Wald um den Bach Waldflößchen handelt es sich um ein Flächennaturdenkmal, das ganz besonders beliebt bei Amphibien ist. Das kann man ganz hervorragend zu den Laichzeiten entdecken. Dann ist in dem untersten Teich richtig viel Leben.
200 Meter hinter der Landstraße gabelt sich der Waldweg und für diese Wanderung hält man sich rechts. Der Weg führt schon bald auf eine schöne Wildwiese namens Huten heraus. Der Weg über die Wiese passiert einen Zipfel an Wald, an dem mehrere Schilder auf ein Wasserschutzgebiet hinweisen. Tatsächlich befindet sich in dem Waldausläufer ein Erdhügel mit einer Türe, was auf eine Wasserwirtschaftliche Einrichtung hinweist. Die Wanderung geht quer über die Wiese, um in der rechten hinteren Ecke wieder im Wald zu verschwinden. Der Hutenweg verläuft ½ Kilometer durch den Wald und passiert einen kleineren Teich, der aber durch glasklares Wasser auffällt. Obwohl ich den Teich schon mehrmals gesehen habe, macht er immer den Eindruck, als ob er nur gerade durch einen Regenschauer entstanden ist. Suedliche_Ansicht_Boehmensberg_kleinNachdem man den Wald wieder verlassen hat, geht es etwas steiler den Hang aufwärts. Der jetzt begangene Feldweg heißt Hufenweg und ist mit dem Wanderwegzeichen gelber Punkt gelber Punkt markiert. Auf der linken Seite kann man den unscheinbaren Böhmensberg schon sehen (der Hügel mit den drei Bäumen) und nach ½ Kilometer auf der gelben Wegmarkierung geht es nach links. Blick_vom_Boehmensberg_auf_Stolpen_kleinDer Berg bzw. eigentlich ist es eher ein Hügel ist schnell bestiegen und dafür, dass das so einfach ist, hat man eine sehr schöne Aussicht. Gipfel_vom_Boehmensberg_mit_Hochsitz_kleinFür die Sächsische Schweiz ist es zwar eine ungewöhnliche Aussicht, da man in eine ganz seichte Landschaft schaut, aber es sieht sehr nett aus und mitten drin liegt Stolpen mit der dazugehörenden Burg. Gleich oben auf dem Gipfel des Böhmensbergs steht ein Hochsitz und hier können wir uns gut vorstellen, wie der Jäger sitzt und sich über die Aussicht freut.
Die Wanderung führt wieder auf dem bekannten Weg herunter bis zum gelb markierten Wanderweg. Dieser wird aber nur überquert und dann geht es in Richtung Hohburkersdorf. Auf der rechten Seite befinden sich mehrere Hügel, die ulkiger Weise alle Hutberg heißen. Rolf Böhm hat das in seiner Wanderkarte Stolpen sehr pragmatisch gelöst, indem er die Hügel einfach durchnummeriert hat. Der Feldweg erreicht bald eine Kreuzung, an der es aber weiter in Richtung Hohburkersdorf geht. Auf der rechten Wegseite steht eine Bank unter einem größeren Baum, von der man noch mal eine schöne Aussicht in die Landschaft hat.
Danach geht es in die Ortschaft hinein. Hier fallen zuerst die großen Gehöfte auf der linken Straßenseite auf und dann die vielen kleineren Teich auf der rechten Straßenseite. Hier stehen immer wieder abwechselnd Pferde und Kühe. Die Wanderung führt unter der breiten Brücke, der ehemaligen Rennstrecke, drunter her, um dann gleich dahinter nach rechts abzubiegen. Die Straße steigt leicht an und endet auf der Rennstrecke. Diese muss man überqueren, was sich schlimmer anhört, als es denn wirklich ist. An dieser Stelle stehen ein paar Tempo 80 Schilder und außerdem kann man die Straße hier ganz gut überblicken, sodass es relativ leicht rüber geht. Gleich gegenüber beginnt der leichte Aufstieg auf den Hohburkersdorfer Rundblick, der mit dem blauen Strich blauer Strich gekennzeichnet ist. Angeblich soll am 28. Juni 1813 Napoleon zum Begutachten der Umgebung hier gewesen sein. Napoleonlinde_auf_Hohburkersdorfer_Rundblick_kleinOb das stimmt, können wir nicht beurteilen, aber was von hier oben auf jeden Fall auffällt, ist die wahnsinnige Aussicht in die Richtung der beiden Teile der Sächsischen Schweiz. Heutzutage steht zwar wieder einiges an Wald auf der Ebene, sodass man nicht alles überblicken kann, aber größere Truppenbewegungen konnte man bestimmt auch damals schon spitzenmäßig von hier aus erkennen. Zwischen den Linden des Hohburkersdorfer Rundblicks steht heutzutage ein großer Gedenkstein an die Toten der beiden Weltkriege.
Die Wanderung steigt auf der gegenüberliegenden Seite ab in Richtung Rathewalde. Sammlung_Sandsteine_Rathewalde_kleinSammlung_Granitsteine_Rathewalde_kleinAm Ortsrand befindet sich eine sehr schön gemachte Ausstellung zu unterschiedlichsten Gesteinen. Der Ort für diese Ausstellung ist sehr gut gewählt, da genau am Ortsrand die Grenze von der Lausitzer Platte (Granit) und dem Sandstein verläuft. Deshalb stehen hier vier unterschiedliche Stelen, die zum Teil das Thema Granit und Sandstein behandeln, aber auch Vulkanit und einstiges Leben im Stein.
Die Wanderung führt die Straße weiter herunter durch den Ort und auch über die kreuzende Landstraße. Hier muss man ein bisschen vorsichtig sein, da die Übersichtlichkeit an der Kreuzung wirklich zu wünschen übrig lässt. Da aber an der Stelle Tempo 30 ist, kommt man mit etwas Vorsicht trotzdem gut rüber. Auf der Straße Zum Amselgrund geht es sehr angenehm durch Rathewalde. Hier befinden sich auf der linken Straßenseite zwei schön angelegte Dorfteiche und auf der rechten Straßenseite erreicht man nach ½ Kilometer die Kirche. Es ist wirklich verwunderlich, dass die so schön aussehende Kirche im Ursprung aus dem Jahre 1647 ist. Zwischendurch ist die Kirche zwar 1860 noch mal umgebaut und 1971 renoviert worden, aber das hohe Alter sieht man ihr überhaupt nicht an.
An der Kirche biegt die Wanderung nach rechts ab und folgt der schon bekannten Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich. Die Wanderung passiert das sehr schön hergerichtete Freibad. Korbimkerei_in_Rathewalde_kleinDas Bad ist 2006 durch ein Unwetter ganz böse verwüstet worden und danach mit ganz besonders pflegeleichtem Edelstahl neu ausgestattet worden. Hier ist im Sommer richtig viel Leben drin und der Spaßfaktor lässt sich sehr gut an der Geräuschkulisse erahnen. aufgeklappter_Bienenstock_Rathewalde_kleinDie letzten paar Meter bis zum Ausgangspunkt erfolgen auf dem Bruno-Barthel-Weg. Kurz vor dem Ortsausgang befinden sich auf der rechten Straßenseite eine Obstwiese und einige Bienenstöcke. Gleich an der Straße steht auch eine Kiste, an der man das Seitenteil öffnen und den kleinen Bienen hinter einer Glasscheibe bei ihrer Arbeit zusehen kann. Dass hier eine Privatperson diese interessante Stelle zur Verfügung stellt, finden wir sehr gut und deshalb sollte man sich auf dem Privatgrundstück auch ordentlich benehmen.
Damit ist dann auch die Wanderung zu Ende gegangen und es war wirklich eine sehr schöne Runde, die eine ungewöhnliche Aussicht vom Böhmensberg und überraschend viel Ruhe bietet. Das einzige Manko ist, dass es nicht gerade eine typische Wanderung für die Sächsische Schweiz ist, da die Runde mehr im Bereich des Lausitzer Granit verläuft und dadurch fast keine Sandsteinfelsen zu sehen sind.

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Griesgrund

Die Wanderung durch den Griesgrund ist gleich durch zwei Einwirkungen entstanden. Einerseits habe ich in dem netten Wanderführer für Kinder (www.wandern-kinder.de) davon gelesen und andererseits meinten auch Wanderfreunde, dass man mal den Griesgrund erkunden müsste. Also haben wir gleich einen kleinen Bogen geplant und uns am Parkplatz der Bastei getroffen. Von hier startet die Wanderung in der rechten hinteren Ecke. Über diesen unscheinbaren Pfad gelangt man auf den Wanderweg hinter dem Parkplatz. Diesem mit dem gelben Strich gelber Strich markierten Wanderweg folgt man nach links. An dem Weg fällt sofort auf, dass man sich schon außerhalb der bastei-typischen Touristenströme befindet. Hier sind zwar noch ein paar Wanderer unterwegs, aber der größte Teil der Basteibesucher kommt nicht in diesen Bereich. Sobald der nach rechts abbiegende Zugang zu den Schwedenlöchern passiert ist, trifft man noch weniger Besucher. 350 Meter hinter dem Abzweig befindet sich der Weg sehr nah an der Basteistraße und hier wird der markierte Wanderweg auch verlassen und es geht über die Straße in Richtung Steinerner Tisch.
Auf der gegenüberliegenden Straßenseite wandert man auf der Zufahrtsstraße zum Steinernen Tisch. Im Ursprung handelt es sich beim Steinernen Tisch um eine “Sitzgruppe” aus Stein, die vor langer Zeit anlässlich einer königlichen Jagd errichtet worden ist, aber heutzutage wird auch noch die Gaststätte daneben so benannt. Mit dem Erreichen dieses Punktes befindet man sich auch wieder auf markierten Wanderwegen und deshalb geht es nach rechts auf der Markierung roter Punkt roter Punkt in die Richtung des Höllengrunds. Ungefähr ½ Kilometer hinter dem Steinernen Tisch beginnt der Abstieg. herbstlicher_Hoellengrund_kleinDer Höllengrund ist ein wirklich ganz besonders schöner Abstieg, auch wenn er zwischendurch schon ziemlich hubbelig ist. Aber es hat ja auch keiner gesagt, dass sich die gewöhnlichen Touristen mit Ledersohlen hierher bewegen sollen. Wir haben nicht schlecht gestaunt, als wir hier an einer ziemlich “haarigen” Stelle eine recht alte Dame mit zwei Stöcken trafen, die sich über ein paar Felsbrocken hangelte. Sie wolle “bloß mal nach Wehlen” und käme schon zurecht, danke, meinte sie auf unsere Frage. Noch mehr staunten wir, als sie uns nach ein paar Metern wieder überholte, während wir die Naturschönheiten bewunderten. Schon auf den ersten Metern stehen die Felswände relativ nah beieinander, sodass gleich der typische Eindruck einer Schlucht entsteht. Ganz besonders typisch für die tiefen Schluchten der Sächsischen Schweiz sind auch die unterschiedlichen Moossorten. Das sieht immer interessant aus, ganz besonders natürlich, wenn die Sonne es doch mal schafft, in solch ein Tal rein zu leuchten und dann die unterschiedlichen Grünvarianten strahlen. Noch besser ist es, wenn morgens früh der Tau noch auf den Minipflanzen liegt, dann schaffen es einige Fotografen, davon wunderbare Aufnahmen zu machen. Wir haben immer wieder Respekt vor solchen tollen Fotos bzw. den Leuten mit dem richtigen Gespür für einen schönen Blickwinkel.
Am Ende des Höllengrundes erreicht die Wanderung die kleine Fahrstraße durch den Zscherregrund/Kohlgrund. aufwaerts_Zscherregrund_kleinAuf diesem Forstweg ist normalerweise nie ein Fahrzeug unterwegs und so kann man die hohen Felswände bestaunen. Dadurch, dass sich das Sträßlein ziemlich durch den Grund schlängelt, wirkt es ganz besonders interessant und die Kreuzung mit dem Höllengrund wird auch in jedem einigermaßen brauchbaren Wanderführer angesteuert. abwaerts_Zscherregrund_kleinSeltsamerweise sind trotz dieser häufigen Erwähnungen relativ wenige Wanderer hier unten unterwegs. Die weitere Wanderung geht nach links den Grund weiter abwärts. Hier hängt sogar eine Felswand über den Weg herüber. Nach ein paar Metern im Zscherregrund kann man auf der linken Wegseite einen deutlich sichtbaren Strudeltopf entdecken und noch ein paar Meter weiter befinden sich gleich einige interessante und zum Teil uralte Inschriften. Nach einer Strecke von ½ Kilometer erreicht man die Kreuzung am Freundschaftsstein. Hier geht es weiterhin auf der roten Wanderwegmarkierung nach links in den Wehlener Grund abwärts. Der Weg ist sehr angenehm zu wandern und zum Teil auch als Zufahrtsstraße für ein paar wenige Häuser ausgebaut. Obwohl in dem Bachlauf rechts neben dem Weg normalerweise kein Tropfen Wasser läuft, hat im Sommer 2010 ein Starkregen hier gigantische Schäden angerichtet. Normalerweise wundert man sich, warum ein Bachlauf, in dem kaum Wasser zu sehen ist, so riesig ausgebaut ist, aber die Erbauer haben anscheinend schon gewusst, was für Wassermengen in diesen Gründen zusammenkommen können.
Die Wanderung erreicht das südliche Ende von Wehlen und hier sollte man auf der linken Bachseite über den kleineren Weg weiter in Richtung Ortsmitte gehen. Nach einem kurzen Stück durch Wehlen erreicht man den Marktplatz mit der Fahrradfahrerkirche und den schönen Einkehrmöglichkeiten rundherum. Rechts neben der Kirche geht es auf den Weg an der Elbe. Hier wandert man ein paar Meter (ca. ½ Kilometer) flussaufwärts, bis nach links ein unscheinbarer Pfad zwischen den Häusern abbiegt. Auch wenn man schnell daran vorbeiwandert, so ist der Aufstieg hier hinauf zur Bastei ausgeschildert und außerdem erklärt eine ganz hervorragende Informationstafel die Weißen Brüchen.
Die Wanderung erfolgt im Schwarzberggrund mit einer ordentlichen Steigung und im Herbst 2010 konnte man hier oberhalb des Gartens etwas ziemlich ungewöhnliches entdecken. Felssturz_in_Garten_Wehlen_kleinEine ziemlich großer Felsbrocken hatte sich oberhalb des Pfades gelöst und war auf der rechten Seite in den Garten gestürzt. Dem Krater nach zu urteilen, war es ein großes Glück, dass dieser Felsen nicht ein Haus getroffen hat. Da der Besitzer die Murmel anscheinend nicht in seinem Garten haben wollte, waren deutliche Bearbeitungsspuren, die aber sehr mühselig aussahen, zu entdecken. Es ist anscheinend gar nicht so einfach, zwei Kubikmeter Felsen in handliche Stücke zu zerlegen.
Die Wanderung führt zuerst ¼ Kilometer durch den Schwarzberggrund aufwärts, bis nach rechts über eine Minibrücke ein Weg abbiegt. Ausgeschildert ist die Stelle mit der Bastei und dem Malerweg. Bis hierhin ging die Wanderung über einen ansteigenden Pfad und ab hier werden die nächsten Höhenmeter mit Treppenstufen überwunden. Der Name des Weges wechselt in Schanzenweg und passiert nach den Treppenstufen eine schöne Aussicht. Von diesem Punkt kann man gut in das Elbtal, auf die Bärensteine und den Rauenstein blicken.
Die Wanderung führt weiter leicht ansteigend aufwärts, bis eine Kreuzung mit mehreren Wegen erreicht wird. Hier geht es gleich die erste Möglichkeit wieder nach rechts. Seltsamerweise versperrt eine Schranke den Weg, aber schon nach wenigen Metern auf dem geraden Waldweg ist auf einmal ein Bergpfad ausgeschildert. Blick_von_Steinbruchkante_zur_Elbe_kleinDieses Schild verwunderte uns, da noch vor wenigen Jahren gleich am Schanzenweg ein Verbotsschild des Nationalparks stand. Nach etwas mehr als ½ Kilometer und 50 Höhenmetern erreicht man die Kante der Steinbrüche und hier sollte man äußerste Vorsicht walten lassen. Die Stelle ist ziemlich unscheinbar, aber schon einen Meter neben dem Pfad geht es mindestens 50 Meter senkrecht nach unten. Hier kann eine Mami schon mal ziemlich aus der Haut fahren, wenn die Kinder oder die Hunde mal wieder nicht den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand (mindestens 5 Meter) einhalten. Tja, wenn aber doch der Papa bis zur Kante geht (Anm.d.”Mami”: der hat dort vorne auch nichts verloren!!!), dann ist das aber auch wirklich schwer.
Wenige Meter hinter dieser sehr interessanten Aussicht steigt der Bergpfad in den unteren Tümpelgrund. Hier fällt auf der linken Pfadseite eine dicke Felsmurmel mit einer Vielzahl unterschiedlicher Schichten auf. Verbindung_vom_Tumpelgrund_zum_Griesgrund_kleinDer Abstieg in den Tümpelgrund ist schnell geschafft und man erreicht am unteren Ende des Grundes ein Verbotsschild des Nationalparks. Deshalb geht es noch ein Ministück aus dem Grund heraus, bis nach links ein deutlich sichtbarer Pfad aufsteigt. Der Bergpfad ist wie üblich mit dem grünen Pfeil markiert und deshalb ziemlich einfach zu finden. Gleich an mehreren Stellen passiert man auf dem Pfad Felsspalten, die entweder mit Felsstufen oder kleinen Leitern passiert werden. Angeblich lassen sich zwei dieser Felsspalten auch auf der Außenseite umgehen, aber irgendwie fanden wir das nicht aufregend genug und deshalb haben wir die leichten Klettereinlagen gewählt.
Noch bevor es richtig runter in den Griesgrund geht, passiert der Bergpfad eine senkrechte Felswand, die auf natürliche Weise entstanden ist und an deren Fuß ein riesiger Sandkasten entstanden ist. Da man von hier schon den Pfad des Griesgrundes sieht, ist die Verführung natürlich groß, den ausgespülten Pfad abzusteigen. Am Ende des Pfades sieht man ein Hinweisschild stehen, das aber von dieser Seite nicht zu lesen ist. Der Inhalt ist, dass man den Hang wegen Erosionsgefahr nicht betreten soll. Deshalb empfiehlt es sich, einfach noch ein paar Meter an der Felswand entlang zu wandern, bis der Abstiegspfad flacher und kürzer ist.
Damit erspart man sich auch ein paar Aufstiegshöhenmeter im Griesgrund, den es dann wieder bergauf geht. Auf der rechten Pfadseite ist eine Felswand mit gigantisch vielen Schichten, die eine Art Wellenmuster darstellen, zu sehen. abgegriffene_Felskante_Griesgrund_kleinHier scheinen auch ziemlich viele Kletterer aufzusteigen, da an einigen Stellen helle (abgeriebene?) Spuren zu entdecken sind. Aber vielleicht ist auch nur der Felsen besonders brüchig.  Blick_zurueck_Griesgrund_kleinDer Weg durch den Griesgrund ist ein ganz besonders toller Aufstieg in Richtung Bastei. Wenn man von der Bastei spricht, dann ist es normalerweise immer eine Kombination aus toller Aussicht und Touristenmassen. Hier im Griesgrund sind dafür nur ganz wenige andere Wanderer unterwegs und es macht wirklich Spaß, den ziemlich abwechslungsreichen Weg nach oben zu steigen. Der Griesgrund ist eine enge Schlucht, bei der wir überrascht waren, dass man hier überhaupt hinauf kommt.
Ganz besonders lustig ist, wenn man dann das obere Ende erreicht hat und am Steinernen Tisch auf den Fremdenweg heraustritt. Für die letzten paar Meter folgt man der bekannten Wanderwegmarkierung roter Punkt roter Punkt nach rechts. Nach einer Strecke von ½ Kilometer kann man nach links durch den Wald den Ausgangspunkt der Wanderung (Basteiparkplatz) entdecken. Damit ist eine ganz besonders schöne Runde zu Ende gegangen, die alles einer hervorragenden Wanderung in der Sächsischen Schweiz enthält: Eine schöne Aussicht, ein paar tolle Schluchten mit unterschiedlichen Felsformationen, viel Ruhe und einen abwechslungsreichen Wegverlauf.

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Breiter Stein

Ich wollte mal wieder eine Wanderung im Bereich von Dittersbach-Dürrrohrsdorf unternehmen und dazu habe ich mir diese Wanderung zusammengebastelt. Blöderweise habe ich bei der Planung nicht so richtig drauf geachtet, dass ein Stück über eine Landstraße führt und dadurch ist der Anfang der Wanderung nicht ganz so gelungen. Die Wanderung startet am kleinen Parkplatz neben der Eisenbahnbrücke von Dürrrohrsdorf. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite geht es auf der Bahnhofstraße los. Die Straße macht einen Bogen und führt dann unter der Bahnlinie her. Wenige Meter hinter dem Tunnel biegt die Bahnhofstraße nach links ab, die Wanderung führt aber weiter geradeaus auf der Ziegeleistraße. Kurz vor dem Ortsausgang erreicht man die Fabrik der Dürrröhrsdorfer Fleisch- und Wurstwaren, die große Teile von Ostsachsen mit Fleisch versorgt. Da die Wanderung zu dem Zeitpunkt erst wenige Minuten alt ist, wird eine Rast noch nicht so richtig notwendig sein. Auf jeden Fall könnte man hier gleich im Gebäude der Fabrik in einem Fleischereiladen mit Imbiss zu ganz angenehmen Preisen einkehren. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite hat sich vor kurzem eine Bäckerei angesiedelt, die auch einen Fabrikverkauf anbietet. Hier könnte man sich noch für unterwegs mit ein paar Kleinigkeiten versorgen.
Die weitere Wanderung führt jetzt auf der Ziegeleistraße aus dem Ort heraus und man muss ein Stück an der Seite der Landstraße entlang wandern. Zumindest bei meiner Wanderung waren nur ganz wenige Fahrzeuge auf der Straße unterwegs. Nach einer Strecke von ungefähr ½ Kilometer hat die Straße wieder einen Bürgersteig und man erreicht den Namensgeber der Straße. Hier befand sich die alte Ziegelei, von der man heutzutage noch den hohen Schornstein erkennen kann. Bis zur Wende wurden hier in einem Ringofen Mauerziegel produziert. Heutzutage befindet sich auf dem Gelände ein Baustoffhändler, der auf der gegenüberliegenden Straßenseite einige unterschiedlichste Dachpfannen ausgestellt hat. Damit macht es den Eindruck, als ob die Ziegelei immer noch im Einsatz wäre.
Die Wanderung geht weiter über die Ziegeleistraße, der leider der Bürgersteig wieder verloren kommt. Nach ein paar Metern passiert man ein Firmengelände, das eigentlich als Containerdienst bezeichnet wird. Von außerhalb des Geländes sieht man, dass hier das Material anscheinend auch zwischengelagert wird, aber bei etwas höheren Temperaturen stinkt es sehr stark und es kommt das Gefühl auf, dass man eine Haushaltsmüllkippe passiert. Zum Glück befindet sich dieses Gelände ein Stück abseits von jeglicher Bebauung, sodass nur sehr wenige Mitmenschen von diesem Geruch belästigt werden.
Auch hinter diesem Grundstück geht es noch ein kurzes Stück weiter auf der Ziegeleistraße, Wegweiser_Helmsdorf_Siedlung_kleinbis die Straße ein paar Häuser erreicht. Hier steht auf der linken Straßenseite eine neu aufgestellte Sandsteinsäule als Wegweiser und die Ziegeleistraße endet auf der Pirnaer Straße. Blöderweise muss man auch noch 150 Meter nach links auf dieser Straße wandern. Dann biegt nach rechts ein Feldweg ab. Auch gegenüber der Ziegeleistraße führt ein Feldweg hinein, der aber leider von dem geplanten Weg wegführt und tatsächlich keine Verbindung zu dem linken Feldweg hat. Wer dann versucht, quer über die Wiese zu wandern, wird schnell feststellen,romantischer_Teich_bei_Helmsdorf_klein dass die Wanderschuhe doch nicht so richtig wasserdicht sind. Diese Wiese ist gigantisch nass und erster_Blick_zur_Burg_Stolpen_kleinvermutlich deshalb befindet sich auch gleich ein Teich neben dem Feldweg. Also empfiehlt es sich, die paar Meter auf der Pirnaer Straße zu wandern und dann über den ordentlichen Feldweg. Nach ein paar hundert Metern passiert man den besagten Teich und noch ein paar hundert Meter weiter kann man ganz hervorragend über die Felder auf die Burg Stolpen blicken.
Der Feldweg führt auf die Ortschaft Stürza zu, wobei man von dem Dorf zuerst einen gigantischen Berg Altreifen sieht. Bis heute sind mir noch nie mehr Altreifen auf einem Stapel begegnet und irgendwie kann ich mir kaum vorstellen, dass man so viele Reifen zum Abdecken der Silos benötigt. Trotzdem ist es ganz interessant, sich die unterschiedlichsten Reifentypen anzusehen und zu staunen, wie weit manche Autofahrer ihre Reifen runterfahren. Bei manchen kann man tatsächlich die Karkasse (Innengewebe) sehen. Gleich neben den Silos befinden sich ziemlich große Hallen und irgendwie fand ich es sehr seltsam, dass überhaupt kein Lebenszeichen von dort kam. Alle Hallen waren dicht verrammelt, aber irgendwie war ich auch auf der falschen Fährte. In den Hallen befinden sich nämlich nicht etwa die wiederkäuenden “Verbraucher” der Silage, sondern die Kartoffelsortieranlage Stürza. Komisch, mir ist noch nie aufgefallen, dass in dem Bereich so viele Kartoffeln angebaut werden, aber das Gelände bzw. die Gebäude sind wirklich riesig. Die Wanderung folgt weiter dem Weg und erreicht bald die Hauptstraße von Stürza.
Auf dieser Straße geht es nach links ungefähr 700 Meter, bis von der Hauptstraße die Wanderwegmarkierung gelber Punkt gelber Punkt abbiegt. Jetzt ist es vorbei mit dem Straßengelatsche und die Wanderung führt leicht ansteigend aus dem Ort heraus. Die ersten paar Meter sind noch bewohnt und neben dem Weg befinden sich ein paar Wochenendhäuser. Gipfel_Boehmers_Berg_kleinDann aber geht es durch eine Senke mit saftig grünem Gras aufwärts. Blick_vom_Boehmers_Berg_nach_Stolpen_kleinAm Ende des Aufstiegs, nach etwas mehr als einem Kilometer, biegt die Wanderung nach rechts ab und führt in die Richtung des Böhmensbergs. Dieser unscheinbare Hügel mit seinem einzelnen Baum bietet eine schöne Aussicht in die Landschaft rund um Stolpen. Ob der Hochsitz auf dem Gipfel wirklich zum Schießen benutzt wird oder ob sich der Jäger auch mehr der schönen Landschaft erfreut?
Nach dem kurzen Abstecher rüber zum Böhmensberg wandert man noch ein paar Meter weiter, bis nach links im spitzen Winkel der nächste mögliche Feldweg abbiegt. Dieser Weg führt runter in den Wald und schon passiert man am Waldesrand wieder einen dieser unscheinbaren Tümpel, die selbst bei großer Trockenheit nicht austrocknen. Das ist verwunderlich, da es nicht den Eindruck macht, dass von dem Feld irgendwie Wasser in den Teich läuft. Nachdem man ein paar Meter in den Wald hineinspaziert ist, erreicht man wieder die bekannte Wanderwegmarkierung gelber Punkt gelber Punkt. Hier geht es nach rechts weiter über einen Weg, der ziemlich abwechselnd mal am Waldrand und dann wieder durch einen Ausläufer des Waldes führt. Kurz vor der Ortschaft Dobra verlässt der markierte Wanderweg den breiten Weg und macht einen seltsamen Schlenker nach links.
Der Waldweg fällt ungewöhnlich steil bergab und endet schon wieder auf einer Straße. Hier muss man noch mal 200 Meter nach rechts auf der Straße entlang wandern, bis nach links der nächste Feldweg abbiegt. Ab jetzt ist es aber endgültig zu Ende mit den Fahrstraßen. Hier wird der Wanderweg wirklich richtig schön. Nach wenigen Metern passiert man Biotop_bei_Dobra_kleinzwei Teiche, die ganz sicher nicht natürlich entstanden sind, aber wie ein Paradies für Frösche aussehen. In den Teichen wachsen riesige Mengen Schilf und auch sonst sind genug Verstecke vorhanden. Durch den Teichwall sickert einiges an Wasser, sodass der Waldweg ziemlich matschig ist. Hier muss man, um so einigermaßen saubere Schuhe zu behalten, ein paar Schlenker und Sprünge unternehmen, oder man wählt gleich den Weg über die Krone des Teichwalls.
Hinter den beiden Teichen geht es noch ein Stück (ca. ¼ Kilometer) weiter auf der gelben Wanderwegmarkierung bis zum nächsten breiten Weg. Hier biegt der gelbe Wanderweg nach links ab, aber um eine weitere sehr schöne Aussicht mitzunehmen, empfehle ich, den Weg nach rechts einzuschlagen. Der breite Weg ist mit einer ganzen Allee Apfelbäume gesäumt und führt leicht ansteigend weiter. Burg_Stolpen_ueber_Kuppe_kleinGanz lustig ist, dass der Weg über eine Kuppe führt und man geradewegs auf die Burg Stolpen blickt. Durch die Bäume am Wegesrand wird die Burg wie in ein Bild eingerahmt. Aussicht_Schneebergblick_bei_Dobra_kleinWenn man nach links blickt, dann sieht man eine große Wiese mit einem Häuschen auf der anderen Seite. Davor steht eine Bank und genau diese Stelle ist etwas Verwunderliches. In der Wanderkarte Stolpen von Dr. Böhm ist an der Stelle eine Aussicht mit dem Namen Schneebergblick eingetragen. Als ich die Karte studiert habe, erschien mir das vollkommen unrealistisch, da man von der Stelle entweder in den Wald blickt oder auf der anderen Seite in Richtung Stolpen. Aber Rolf Böhm hat mal wieder Recht gehabt, von der Wiese kann man tatsächlich rüber zum Schneeberg sehen. Damit man sich das richtig gut ansehen kann, geht man gleich hinter der Kuppe nach links am Waldrand entlang in die Richtung der großen Antenne. Der Weg gabelt sich nach ein paar Metern und hier muss man sich entscheiden, ob man zum Schneeberg (links) oder nach Stolpen (rechts) blicken möchte. Beide Aussichten sind lohnenswert und lassen sich durch einen Querfeldeinweg durch den Wald verbinden. Deshalb würde ich den Weg zuerst nach links zur Schneebergaussicht einschlagen und dann in Richtung Antenne quer durch den Wald stapfen. Gleich neben der hohen Antenne hat man eine schöne Aussicht auf Stolpen.
Von der Antenne bzw. dem daneben liegenden Wasserwerk führt ein Weg weiter am Feldrand entlang, bis hinter den beiden Einrichtungen die erste Möglichkeit nach links in den Wald abbiegt. Es geht leicht abfallend bis auf den nächsten Querweg. Dieser Weg ist dann wieder mit der wohlbekannten Wanderwegmarkierung gelber Punkt gelber Punkt gekennzeichnet. Auf diesem Waldweg wandert man nach rechts. Links von dem Weg kann man gleich an einigen Stellen uralte Forstgrenzsteine entdecken. seltsame_Grenzmarkierung_beim_Breiten_Stein_kleinDie gewöhnlichen Grenzsteine sind entweder mit Schwertern (kursächsische Grenzsteine) oder Kronen (Königlicher Forstgrenzsteine) gekennzeichnet. Hier liegt aber neben dem Weg ein Grenzstein, der aus der kommenden Richtung deutlich zu sehen ist, auf dem ein ganz seltsames Zeichen zu entdecken ist. Irgendwie sind wir bis heute noch nicht dahinter gekommen was es darstellen soll. Es könnten die Buchstaben S und E sein, aber dann wären sie erst im liegenden Zustand angebracht worden. Das ist sehr unwahrscheinlich.
Der Weg führt weiterhin sehr angenehm durch den Wald und nach einer Strecke von einem ¾ Kilometer weist ein Schild auf der linken Wegseite auf das Aufstieg_zum_Breiten_Stein_kleinFlächennaturdenkmal Breiter Stein hin. Hier wird für einen kurzen Abstecher die Wanderwegmarkierung mal wieder verlassen und es geht ein kurzes Stück nach links. Der Aufstieg auf den Breiten Stein ist durch eine Treppenanlage mit einem Geländer ziemlich einfach. Oben angekommen, steht man auf einem Plateau mit einer Aussicht in das Porschendorfer Becken. Aussicht_vom_Breiten_Stein_kleinDie Aussicht selber ist nicht besonders spektakulär, aber dafür hat man hier oben eine angenehme Ruhe und der eigentliche Felsen ist das Besondere. Damit man die Besonderheiten des Felsen, die oben auf einer Informationstafel erklärt werden, besser sehen kann, sollte man nach einer kleinen Rast wieder vom Breiten Stein absteigen und im Uhrzeigersinn um den Felsen herum wandern. An der südlichen Seite kann man sehr deutlich erkennen, dass der Felsen in eine Vielzahl an Brocken zerbröselt ist. Die passende Erklärung kann man sehen, wenn man noch ein Stückchen weiter um den Felsen herum wandert. Hier befindet sich eine kleine Boofe, die auch Zwergenhöhle genannt wird. In der Höhle ist eine Felswand deutlich glattpoliert (der Fachbegriff dafür soll Harnische sein) und das deutet drauf hin, dass der Granit hier über den Sandstein geschoben wurde. Dabei entstehen gewaltige Kräfte, die den Felsen in einzelne Brocken zersprengen.
Nach dieser Erkundung des Breiten Steins geht es wieder zurück auf den gelb markierten Wanderweg gelber Punkt, den man dann nach links weiter wandert. Schon nach wenigen Metern erreicht man eine große Waldkreuzung, an der es weiter auf dem markierten Weg nach links geht. Der Weg führt runter bis zum Bahnübergang der Bahnlinie zwischen Stolpen und Lohmen. Der Übergang ist nur mit einem Andreaskreuz gekennzeichnet, aber an der Stelle kann man über weite Strecken den Zug schon sehen und außerdem sind es nicht gerade Hochgeschwindigkeitszüge, die auf der Strecke fahren. Auf der anderen Seite der Bahntrasse muss man noch ein Ministück weiter wandern, bis man den gut ausgebauten Radweg zwischen Dürrröhrsdorf und Porschendorf erreicht. Auf diesem asphaltierten Weg geht es nach rechts die letzten paar Meter bis zum Ausgangspunkt der Wanderung.
Teile der Wanderung waren sehr angenehm, aber leider verliefen auch drei Teile auf mehr oder weniger befahrenen Straßen und damit lässt sich eine Wanderung einfach nicht empfehlen. Aber der Breite Stein lässt sich ganz bestimmt auch anders erkunden. Eine kleinere Runde zum Breiten Stein ist die Wackelstein.

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Halbestadt

Mir sind schon mehrmals Pfade links vom Prossener Gründel aufgefallen, aber irgendwie bin ich die Wege noch nie gegangen und so musste gleich mal eine ordentliche Wanderung draus gemacht werden. Der Startpunkt liegt in Prossen an dem langen Parkstreifen vor dem Kinderspielplatz. Vorderseite_Schloss_Prossen_kleinVon hier geht es elbabwärts und nach ein paar Metern erreicht man das gut erhaltene Schloss und Rittergut Prossen. Wenn man von vorne kommt, dann sieht das Gebäudeensemble sehr schön aus und ich bin immer wieder überrascht. Besonders toll sieht das schmiedeeiserne Balkongeländer in der Mitte des Hauses aus. Es geht an der rechten Seite vorbei und gleich ein paar Meter hinter dem Haus biegt man nach rechts ab. Nachdem man ein paar Meter in diese Straße reingegangen ist, stößt man auf eine Hochwassermarke aus dem Jahre 2002 an der rechten Leitplanke. Hier ist die Elbe ein riesiges Stück (¼ Kilometer) entfernt und es stehen einige Häuser zwischen der Markierung und dem normalen Flussbett. Das Sträßchen passiert Ford Mischner und noch ein paar Häuser dahinter und dann erreicht man den unteren Teil des Prossener Gründels. Hier biegt gleich hinter dem letzten Haus auf der linken Grenzstein_Sellnitzgrund_kleinSeite ein Pfad ab, den es jetzt ein Stück parallel zum Bachlauf entlang geht. Nach ungefähr einem Kilometer gabelt sich der Weg und grundsätzlich ist es egal, welchen der beiden Wege man einschlägt, aber der rechte aufsteigende Pfad führt noch an zwei ganz interessanten Stellen vorbei. Der leichte Aufstieg führt zuerst durch ein Waldstück mit einigen alten Forstgrenzsteinen. Danach erreicht man den Waldrand, an dem es noch ein paar Meter entlang geht. Hier kann man die nette Aussicht über die Felder und Waltersdorf zur Brandebene genießen. Wenige Meter, bevor man den offiziellen Wanderweg erreicht, lädt ein Rastplatz mit Bank zum Verweilen ein.
Der breite Wanderweg ist mit dem blauen Strich blauer Strich markiert und wird nach links in Richtung Lilienstein weitergewandert. Nachdem ein kleines Waldstück durchwandert wurde, erreicht man einen kleinen Waldfriedhof bzw. eine Gedenkstätte. Hier wird an Opfer des Dritten Reiches gedacht. Wenn man nach vorne blickt, dann ragt dort der Lilienstein aus der Ebene heraus. Je näher man kommt, desto gewaltiger wird der Felsen und erst ein paar hundert Meter, bevor man den Felsen erreicht, behindert der Wald die Sicht. Die Wanderung führt erst ein kleines Stück an der östlichen Seite des Liliensteins vorbei, um dann mit der blauen Wanderwegmarkierung auf den Felsen hochzusteigen. Herze_im_Moos_Liliensteinaufstieg_kleinNach den ersten Höhenmetern fällt eine Felsmurmel auf der rechten Wegseite auf. Der Felsen ist vollständig mit Moos überwachsen und hier haben schon so einige Pärchen ein Herz und ihre Initialen eingeritzt. Auch wenn das nicht so lange hält wie in einem Baumstamm, ist es doch eine nette Geste.
oestliche_Elbe_Lilienstein_kleinDie Steigung des Aufstiegs nimmt mit der Wanderzeit zu, bis das letzte Stück über eine Eisengitterrosttreppe erfolgt. Auf dem Lilienstein angekommen, bietet sich ein Rundweg nach links an. Wenn man dem Pfad im Urzeigersinn folgt, Schlucht_westliche_Aussicht_Lilienstein_kleindann erreicht man zuerst die Aussicht in die Richtung Brandebene und Bad Schandau, dann kommt der Blick runter auf das Elbefreizeitland und die Elbe, an der großen Sandsteinsäule kann man schön auf die Tafelberge der Vorderen Kate_Winslet_westliche_Aussicht_Lilienstein_kleinSächsischen Schweiz sehen und ganz westlich kann man rüber zur Bastei, der Festung Königstein und den auffälligen Weißen Brüchen blicken. Die westliche Aussicht ist die aufregendste Aussicht, da man hier schon eher auf einzelnen Felsen, die mit Eisenbrücken verbunden sind, steht.
Um die Runde auf dem Lilienstein komplett zu machen, geht es noch das letzte Stück bis zur Gaststätte weiter. Hier könnte man sich noch mal eben erfrischen, um danach auf der Elbeseite (südliche Seite) vom Felsen abzusteigen. Lilienstein_von_Ebenheit_gesehen_kleinAuch auf dieser Seite ist es natürlich so, dass es steil bergab geht und so ein alter_Brunnen_Lilienstein_kleinGefälle nur mit einer Treppe zu bewältigen ist. Am Ende des Abstieges, ganz kurz vor dem Waldrand, geht es nach rechts von dem markierten Wanderweg weg. Zuerst passiert die Wanderung einen Hügel eines Wasserwerks und dann hält man sich leicht links. Hier befindet sich auf der rechten Wegseite ein alter Brunnen, der mit einem sehr massiven Gitter gesichert ist. Leider ist der Brunnen ziemlich tief bzw. dunkel und dadurch sind einige Leute auf die Idee gekommen, irgendetwas zur Tiefenerkundung hineinzuschmeißen.
Die Wanderung führt ein paar Meter neben dem Parkplatz auf die Straße, der man dann ein Stück von ¼ Kilometer nach links folgt. Auf der rechten Straßenseite biegt ein Feldweg ab, der sehr schön konstant am Waldrand entlang verläuft. Festung_Koenigstein_von_Ebenheit_gesehen_kleinWenn man auf dem Weg entlang wandert, sieht links vorne die Festung Königstein ganz komisch aus. Aus dieser Perspektive wirkt die Festung wie ein etwas größerer Bauernhof, der dort mitten auf dem Feld steht. Ziemlich verdächtig sah irgendwie die Vegetation in dem Wald auf der rechten Seite aus. Rund um den Wald ist ein Weidezaun gezogen und die Bäume sind alle von unten bis zu einer scharfen Kante in zwei Meter Höhe abgefressen. Rinderherde_Ebenheit_kleinNach ein paar weiteren Metern haben wir dann die Viecher entdeckt. Es waren große schwarze Rinder mit einem braunem Streifen auf dem Rücken und riesigen Hörnern. Als wir an ihnen vorbeiwanderten, schauten sie uns gelangweilt an. Erst als wir an ihnen vorbei waren, standen sie plötzlich auf und rannten uns laut muhend hinterher. Irgendwie war das ziemlich beeindruckend und auch ganz schön furchteinflößend.
Zum Glück hörte die Weide nach ein paar hundert Metern auf und wir konnten angenehm weiter in die Richtung der Elbe wandern. Der Wanderweg macht einen Linksknick und dann geht es auf einem sehr angenehmen Weg runter ins Elbetal. Dieser leicht abfallende Waldweg ist eine uralte Straße, die von Napoleon bzw. seinen Truppen angelegt worden ist. Das Elbtal ist viel zu steil, um Pferdegespanne mit Geschützen herauf bzw. hinunter zu bringen und so hat man vor zwei Jahrhunderten einen sehr schönen Weg mit ziemlich großen Steinplatten angelegt. Heutzutage wird dieser Weg überhaupt nicht mehr benutzt und selbst von Wanderern ignoriert. Eigentlich sehr schade, da man sehr ruhig an dem Hang entlang wandern kann und das auch noch sehr kräfte- und gelenkeschonend ist.
Die Wanderung stößt am Ende des Weges auf die asphaltierte Straße von Halbestadt. Hier sind nur selten Fahrzeuge unterwegs und so kann man das erste Stück sehr angenehm nach links in Richtung Elbfähre wandern. Auf der gegenüberliegenden Elbseite sieht man die Stadt Königstein, die sich hinter dem Bahndamm versteckt, und oben auf dem Berg thront die Festung. Auf der linken Wegseite befinden sich einige Häuser von Halbestadt und man passiert den kleinen Hafen. An der Einfahrt zum Hafen soll Napoleon eine Pontonbrücke gebaut haben, damit seine Truppen die Elbe überqueren konnten. Napoleonhaus_Halbestadt_28_kleinAuch heutzutage kann man noch eine Rampe, die runter zum Fluss führt, erahnen. Ein paar Meter weiter befindet sich, leicht zurückgesetzt, ein Haus mit relativ kleinen Fenstern (Hausnummer 28). In diesem Haus soll Napoleon ein paar Tage (oder war es nur ein Tag?) verbracht haben, um die Truppenbewegungen zu beobachten.
Mit dem Erreichen der Fähre wird leider der Fahrrad- und Autoverkehr auf der Straße deutlich mehr. Es hängt natürlich von der Witterung, der Uhrzeit und dem Wochentag ab, aber hier können schon mal ein paar andere Mitmenschen unterwegs sein. Nachdem man Halbestadt verlassen hat, kann man auf der linken Wegseite einige Steinbrüche entdecken und nach ½ Kilometer erreicht man die Natur- und Ferienoase (www.familienoase-koenigstein.de). Obwohl das Haus schon im Jahre 1927 als Naturfreundehaus gebaut worden ist, macht es einen sehr gepflegten Eindruck und der Biergarten lädt mit dem schönen Ausblick auf die Elbe zum Verweilen ein.
Jetzt geht es an die letzte Etappe und überraschenderweise kommen tatsächlich noch mal 25 Höhenmeter, die so manchen Radfahrer zum Röcheln bringen. Dadurch, dass hier aber die “Zivilisation” die paar Höhenmeter unternimmt, befindet sich unten an der Elbe eine überraschende Vielzahl an Tieren. Wenn man auf der anderen Elbseite entlang wandert, kann man hier auf dieser Seite mit dem höher gelegten Rad-/Fahrweg so einige Zugvögel und Fischreiher beobachten. Hinter dem Hügel fällt auf der rechten Straßenseite die Natursteinmauer auf. Dadurch, dass diese Mauer eher eine wilde Aufeinanderstapelung von Steinen ist, haben hier viele Kleinlebewesen die Chance, sich perfekt zu verstecken. Am Ende der Mauer erreicht man einen uralten Dreiseitenhof und die Rückseite des Prossener Schlosses. Das Schloss sieht von der Rückseite ganz anders aus als von der schon bekannten Vorderseite. Hier stehen gigantische Stützmauern und das Gebäude ist ein ganzes Stück wuchtiger. Wer noch einen netten Blick auf die Elbe werfen möchte, der kann das Schloss auf der rechten Seite umrunden. Dieser unscheinbare Weg führt ganz ruhig an der Elbe entlang und wenn man sich zwischendurch noch mal umdreht, kann man sehr schön auf den Lilienstein blicken. Von dem Weg geht es an der hohen Betonmauer mit der Fahne oben drauf nach links und damit erreicht man den Ausgangspunkt der Wanderung wieder.
Das erste Stück der Wanderung war sehr schön und entsprach einer typischen Runde in der Sächsischen Schweiz. Leider ist der Weg über den Fahrradweg/die Fahrstraße von Halbestadt nach Prossen nicht so richtig angenehm zu wandern. Hier empfiehlt sich eher der Wanderweg am Hang vom Lilienstein nach Prossen hinunter.

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Heringshöhle

Bei dem Ausflug zur Heringshöhle handelt es sich um eine ziemlich kleine Runde, die sich aber ganz gut als ein kurzes Intermezzo für Eltern mit Kindern anbietet. Zu der Wanderung gibt es aber zwei Vorüberlegungen, die für den Erfolg der Runde ganz wesentlich sein können. Zu allererst sollte man als Startpunkt nicht den großen Parkplatz rechtselbisch in Wehlen wählen, denn wenn man diesen Parkplatz ausgewählt hätte und der dann besetzt ist, dann hat man seine Kinder umsonst hinter dem Ofen hervor gelockt oder die Runde verlängert sich um ein langweiliges Stück. Elbe_bei_Stadt_Wehlen_Richtung_Rathen_kleinDeshalb sind die vielen Parkplätze auf der linken Elbeseite viel besser und eine Bootsfahrt mit der kleinen Fähre ist für die Zwerge auch sehr unterhaltsam. Als zweites sollte man selber nicht gerade die feinsten Sonntagsklamotten anziehen, da der Weg durch den Teufelsgrund schon mal zu einem Kontakt mit dem Felsen führt.
Radfahrerkirche_Stadt_Wehlen_kleinZu allererst geht es also mit der Fähre über die Elbe und dann steht man schon vor der Fahrradfahrerkirche in Stadt Wehlen. Hier fällt sofort der gespaltene Granitklotz mit dem Wasserhahn auf. Normalerweise steht eigentlich immer auf den kleinen Tafeln, dass es sich um kein Trinkwasser handelt, aber in diesem Fall ist es anders. Hier handelt es sich tatsächlich um Leitungswasser. An der Kirchenwand hängt dann auch noch eine kleine unscheinbare Informationstafel, die den edlen Spender und die passenden Stellen in der Bibel erwähnt:
Trinkwasserbrunnen_Stadt_Wehlen_klein“´Gott spaltete Felsen in der Wüste und tränkte die Menschen mit Wasser in Fülle.´ (Psalm 78,15
Gott kann Felsen spalten auch in uns, und es strömen Quellen des Heils und der Heilung. Dann sind wir nicht mehr Wüste, und lebendige Wasser fließen ins Land unseres Lebens.
Trinkbrunnen, 2004 gestiftet vom Lionsclub Frankfurt am Main – Flughafen
Entwurf: Rolf Roeder, Dresden
Ausführung: Löbau Granit GmbH, Löbau/Wassertechnik: E. Grundmann, Dresden”
Die Wanderung führt diagonal über den Marktplatz von Stadt Wehlen und spätestens in der linken hinteren Ecke findet man die Wanderwegmarkierung roter Punkt roter Punkt bzw. Malerweg. Bachlauf_durch_Stadt_Wehlen_kleinDiese Markierung steigt rechts neben einem mächtigen Bachbett leicht an. Auch wenn in diesem Bach normalerweise überhaupt kein Wasser läuft, so sind die Breite und Tiefe des Grabens gut verständlich, wenn man sich eine Karte des Uttewalder Grundes ansieht und sich vorstellt, dass sich in dem riesig langen Grund z.B. ein Gewitter entlädt. Die Wanderung erreicht bald den eigentlichen Uttewalder Grund und es geht sehr angenehm aufwärts. Nach ungefähr der halben Strecke (also ½ Kilometer) biegt nach links ein kleinerer Pfad ab, der ausgeschildert ist mit dem Malerweg und parallel zum asphaltiertem Weg verläuft. Gleich zum Anfang befinden sich eine Sitzgruppe und ein Gedenkstein an einen Sebastian (1978 – 1991). Wenn man hier mit seinen Kindern unterwegs ist, dann hat der Name Gedenkstein eine ganz besondere Wirkung und kann selbst die Zwerge zum Nachdenken bringen. Nach einem weiteren ½ Kilometer erreicht man die nächste Brücke und eine Gedenktafel links oben im Felsen. Der Inhalt der Tafel ist: “Dem gründlichen Erforscher dieser Gegend. Friedrich Märkel. Cantor in St.-Wehlen. In seinem Todesjahre 1860 errichtet von der ISIS in Dresden.”
Genau an dieser Stelle verlässt die Wanderung den markierten Wanderweg, aber nicht auf dem ersten verführerischen Weg nach links, sondern auf dem zweiten, unscheinbareren Pfad durch die Senke. Gleich am Anfang stellt man fest, dass es durch einen engeren Grund geht, der aber noch ohne Hindernisse verläuft. Nach ungefähr 100 Metern erreicht man auf der linken Wegseite eine größere Felsscheibe mit der Inschrift VIII. Komp. Danzig 1935 Klatt. Die Wanderung geht noch mal 100 Meter weiter in den Teufelsgrund hinein, bis nach links eine weitere Schlucht abbiegt. Teufelschlucht_Eingang_kleinAusgeschildert ist sie mit “Rundweg Teufelsschlucht”. Ab hier wird es lustig. Um die Schlucht zu passieren, muss man sich so einige Male mehr oder weniger klein machen und in der Hocke weiter wandern. Felsentor_in_Teufelschlucht_kleinDie Kinder haben mit den Teilstücken weniger Probleme, aber einen riesigen Spaß, wenn die Erwachsenen mit nicht ganz so eleganten Haltungen ihnen folgen. Nach wieder mal 100 Metern (was man bei dem Gekrabbel wirklich schlecht einschätzen kann) sieht man rechts einige Trampelspuren, die zur Heringshöhle führen. Der Eingang ist durch zwei Felsinschriften, einmal Eingang_Heringshoehle_Teufelschlucht_klein“Heringshöhle 1822” und außerdem “Eingang”, gekennzeichnet und sollte ziemlich unverfehlbar sein. Im Gegensatz zu fast Innenansicht_Heringshoehle_kleinallen anderen Höhlen der Sächsischen Schweiz kann man die Heringshöhle einmal durchqueren und ein paar Meter links oberhalb des Eingangs wieder verlassen. Um die Höhle zu durchqueren, empfiehlt sich eine Taschenlampe. Dabei sollte es sich nicht um so ein riesiges Flutlicht wie eine große Maglite handeln, da es sonst überhaupt nicht gruselig genug ist. Nach dem ersten Durchgang kann es sehr gut sein, dass die Kinder noch mal durch die Höhle wollen. Der nächste Durchgang wird dann bestimmt mit den Worten “Nur noch einmal” beendet.
Nach dieser kleinen Abwechslung steigt die Wanderung noch ein kleines Stück durch die Teufelsschlucht und dann geht es über ein paar Stufen hoch auf die Ebene Buschholz. Nachdem man auf der Ebene angekommen ist, geht es geradeaus auf einem angenehmen Waldweg bis zur nächsten Kreuzung. Hier biegt die Wanderung nach links ab und folgt der Buschholzstraße. Gleich auf den ersten paar Metern fallen einem auf der rechten Wegseite ein paar Bänke und Tische im Wald auf. Wenn man dann die paar Meter von der Buschholzstraße zu diesem Platz abbiegt, dann findet man eine sehr nette Erklärungstafel mit dem Inhalt:
Waldklassenzimmer_Buschholz_klein“Waldklassenzimmer der Grundschule Stadt Wehlen. Kinder, Lehrer und Eltern der Grundschule Stadt Wehlen erproben seit Frühjahr 2000 in jeder Klassenstufe an jeweils einem Tag der Woche einen naturnahen, kindgemäßen und anschaulichen Unterricht nach sächsischem Lehrplan im Nationalpark Sächsische Schweiz.
Dieses Projekt dient dem Ziel, die natürliche Lern- und Bewegungsfreude der Grundschüler positiv aufzufangen, sinnlich konkret in den Erfahrungsbereich Natur einzubinden und dabei ökologisches und naturverbundenes Denken und Verhalten nachhaltig zu fördern.
Wenn Sie uns hier antreffen, dann ist also Unterricht (oder Pause); wenn Sie uns nicht antreffen, dann achten Sie bitte darauf, dass unser ´grünes Klassenzimmer´ erhalten bleibt und noch vielen Kindern freudvolles Lernen mit wachen Sinnen ermöglicht.
Grundschule Stadt Wehlen; Nationalpark Sächsische Schweiz”
Als wir die Wanderung unternommen haben, waren die Bänke und Tische verlassen und so konnten wir den Platz gleich mal zum Schulespielen und einem kleinen Picknick benutzen.
Die weitere Wanderung führt jetzt über die bekannte Buschholzstraße in die Richtung des Ausgangspunkts. Bei dem Namen Buschholzstraße sollte man sich nicht in die Irre führen lassen, bei dieser Straße handelt es sich um eine historische Straße, die heutzutage maximal noch von Forstfahrzeugen benutzt wird. Diese Straße ist mit einem sehr schönen alten Pflaster ausgestattet, das desto schöner wird, je länger man in die Richtung Wehlen runter wandert. Am Ende der Buschholzstraße erreicht man die Zufahrtsstraße von Stadt Wehlen. Strasse_Schreiberberg_Stadt_Wehlen_kleinDiese muss aber auf der Wanderung nur überquert werden. 50 Meter nach links biegt die steile Straße Schreiberberg ab. Hier hängt an der Stützmauer ein ziemlich verständliches Schild mit der Aufschrift: “Rodeln auf dieser Straße verboten. Der Stadtrat”. Nicht nur, dass die Straße durch das Rodeln spiegelglatt würde, man würde mit einem Schlitten bestimmt auch ordentlich Geschwindigkeit bekommen und dann auf der Fahrstraße landen. An dieser Straße befindet sich links die eben schon erwähnte Grundschule und es geht weiter bergabwärts auf der Fahrstraße. Hinter der schön sanierten Hausdurchfahrt biegt die Wanderung bei der ersten Möglichkeit nach links ab und der Marktplatz von Stadt Wehlen ist wieder erreicht. Wer mit Kinder diese kleine Runde unternommen hat, kann sich auf dem Markplatz noch mal so richtig beliebt machen, denn gleich an mehreren Stellen gibt es Eis, um dann noch einmal mit der Fähre die Elbe zu überqueren. Damit ist eine nette kleine Runde zu Ende, die für Kinder sehr abwechslungsreich ist und den Erwachsenen gut zeigt, dass die Zwerge manche Sachen viel besser und mit größerer Unbekümmertheit absolvieren können.

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Hermannhöhle

Einer unserer Stammleser hatte mich gefragt, ob ich denn wüsste, wo die Hermannhöhle wäre. Seltsamerweise hatte ich tatsächlich noch nie etwas von dieser Höhle gehört und so ging es erst mal an eine kleine Literaturrecherche. In der Aufstellung vom Höhlenpapst der Sächsischen Schweiz, Herrn Winkelhöfer, war leider nur eine ganz kurze Darstellung der eigentlichen Höhle, aber keine brauchbare Lagebeschreibung derselben. Ein ganzes Stück detaillierter war dagegen schon der Höhlenführer von Herrn Bellmann (www.heimatbuchverlag.de). Wirklich verwundert waren wir darüber, dass sich die Hermannhöhle in dem viel besuchten Basteigebiet und dann auch noch gleich neben einem Hauptwanderweg befinden sollte. Mit dem Buch in der Hand haben meine große Tochter (11 Jahre) und ich uns auf den Weg gemacht, die Höhle mit einer netten Wanderung zu erkunden.
Nachdem die gesamte Woche der Herbstferien wunderbares Wetter herrschte und damit die Besucherzahlen ungewöhnlich hoch waren, hatte es morgens das erste Mal wieder geregnet und so war wenigstens der Basteiparkplatz noch nicht wegen Überfüllung geschlossen. Zuerst geht es mal auf die Rückseite des Parkplatzes. Hier verläuft die Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich, der man nach links in Richtung Schwedenlöcher folgt. Nachdem die gelbe Wanderwegmarkierung abgebogen ist, wandert man weiterhin auf dem blauen Strich weiter. Diese Markierung führt über den Gansweg. Nach ¼ Kilometer biegt nach rechts auf gleichbleibender Höhe ein Wanderweg ab, der einen zur Pavillonaussicht bringt. Von hier blickt man in den netten Wehlgrund mit seinen unterschiedlichen Sandsteinfelsen. In den Sommermonaten kann man hier die Aufführungen der Felsenbühne Rathen belauschen und in den Zeiten der großen Besuchermassen auf der Basteibrücke feststellen, dass dieses Fleckchen doch viel mehr Ruhe und Natur bietet.
Von der Aussicht geht es geradeaus in Richtung Schwedenlöcher. Nachdem man den Rastplatz mit den Bänken und der ungewöhnlich stabilen Schutzhütte erreicht hat, geht es nach rechts in die Richtung zur Großen Gans weiter. Schon nach wenigen Metern passiert die Wanderung einen Besucherlenkungszaun und ein Hinweisschild, dass hier kein Wanderweg ist. Blick_von_Grosser_Gans_auf_Kleine_Gans_kleinDa die Wanderung aber auch nur eben zur Aussicht auf der Großen Gans gehen soll, kann man hier beruhigt weiter wandern. Nach 400 Metern auf einem eindeutigen Pfad erreicht man die Aussicht, von der man einen sehr schönen Blick auf die Felsen rund um den Raaber Kessel hat. Ganz seltsam ist, wenn man unten im Grund Kletterer dabei beobachten kann, wie sie den Raaber Turm bezwingen, aber diese Mitmenschen immer noch viel tiefer sind, als man selbst auf der Aussicht. Die Felsen auf der gegenüberliegenden Talseite gehören zur Kleinen Gans und hier fällt ein Sandsteinfelsen besonders auf, weil ein größerer Brocken super schief auf dem Gipfel hängt.
Die Wanderung geht wieder zurück bis zum Abstieg in die Schwedenlöcher. Hier bleibt man auf ziemlich gleichbleibender Höhe und wandert wieder auf dem bekannten Gansweg der blauen Wanderwegmarkierung blauer Strich hinterher. herbstliches_Basteikreuz_Vorderseite_kleinNach etwas mehr als 300 Metern hört man den Trubel auf dem Basteiparkplatz. An der Kreuzung mit der gelben Wanderwegmarkierung kann man, zumindest in den laubfreien Zeiten, zwischen dem Wanderweg und dem Parkplatz das uralte Basteikreuz entdecken. Dieses Kreuz soll schon in einer Karte von 1593 eingezeichnet gewesen sein. Es ist schon verwunderlich, wie so ein historisches Objekt nur wenige Meter zwischen zwei so belebten Orten seinen Dornröschenschlaf hält.
Die Wanderung folgt der gelben Wanderwegmarkierung gelber Strich zuerst parallel zur Basteistraße. Nachdem man dann die Straße erreicht hat, wird die Wanderwegmarkierung verlassen und die Straße überquert. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite folgt man der gut ausgebauten Wehlstraße (die trotz des Namens nur eine Forststraße ist). Ausgeschildert ist hier der Steinerne Tisch. Kurz vor dem Steinernen Tisch gabelt sich der Weg und man hält sich rechts. Der Weg verläuft sehr angenehm ½ Kilometer mit zwei Bögen durch den Wald, bis man den Wanderweg mit dem roten Punkt roter Punkt erreicht. Diesem Waldweg wandert man ein Ministück von 50 Metern nach rechts hinterher, um dann an der nächsten Möglichkeit die Wanderwegmarkierung schon wieder zu verlassen. Ausgeschildert ist hier der Steinrückenweg. Nach 400 Metern erreicht man einen Wegweiser in Richtung Wehlen und zum Steinernen Tisch. In beide Richtung soll diese Wanderung nicht gehen und deshalb wandert man nach links ohne Ausschilderung weiter. Schon nach 100 Metern erreicht man die nächste Kreuzung mit Wegweisern. Dabei fiel uns auf, dass die Wanderung hier den Malerweg kreuzt und wir diesen auch schon am Steinernen Tisch gesehen hatten. Tja, da wäre die Wegbeschreibung viel einfach gewesen: Spuren_von_Wildschweinen_am_Baum_kleinVom Steinernen Tisch auf dem Malerweg in Richtung Wehlen wandern, bis an einem breiten Waldweg eine Schranke und ein Kernzonenschild steht. An der Schranke geht es vorbei und ein grüner Pfeil Bergpfad weist den Weg als Bergpfad aus. Der Waldweg wird zwar zunehmend schmaler, aber trotzdem ist er super angenehm zu wandern. An einer Stelle passiert man vier Wildschweinsuhlen, an denen man sehr gut erkennen kann, wie der Ablauf eines Wildschweinbadetags ist: Zuerst schmeißt man sich ordentlich in die Pampe, dann rubbelt man das Fell an den umstehenden Bäumen und dann latscht man schön in einer Reihe wieder in den Wald zurück.
Nach ¾ Kilometer auf fast gleichbleibender Höhe Blick_von_Steinbruch_Weisse_Brueche_kleinfällt einem schon auf, dass der Wald rechts vom Weg lichter wird und auf einmal steht man vor einer richtig hohen senkrechten Wand. Stufen_Leiter_vor_Griesgrund_kleinEs handelt sich um die Abbruchkante der Weißen Brüche zwischen Wehlen und Rathen. Der Blick senkrecht hinunter ist schaurig schön, wenn man aber einfach nur geradeaus zur Elbe bzw. auf die andere Seite blick, sehr nett. Hinter diesem überraschenden Platz geht es an der Seite über einen leichten Abstieg in den Tümpelgrund. herbstlicher_Weg_durch_Griesgrund_kleinDer Weg quer durch den Grund und dann parallel zur Elbe ist durch ein paar kleinere Klettereinlagen (Treppen und Leiter) sehr abwechslungsreich. herbstliche_Felsen_im_Griesgrund_kleinRichtig interessant wird es aber erst, wenn man den Griesgrund erreicht hat. Hier fällt sofort ein großer Überhang an der linken Felswand auf. Hier haben sich richtig große Mengen Sand abgelagert, die jetzt mit jedem Regenschauer oder auch Wandererfuß ein Stück weiter den Hang hinunter transportiert werden. Genau darauf weist auch ein gelbes Schild im tiefsten Punkt des Grundes hin. Blöderweise ist man dann aber auch schon den sandigen Pfad herunter gerutscht.
Der Aufstieg durch den Griesgrund ist wirklich so abwechslungsreich, dass zumindest die jüngeren Wanderer in diesem Teil noch nie über Langeweile gemault haben. Es geht an so mancher Felswand und über so einige Naturstufen aufwärts. Der Griesgrund ist etwas länger als ½ Kilometer und endet vollkommen überraschend auf dem Fremdenweg. Wenn man hier auftaucht, während andere Wanderer vorbeigehen, dann kann man immer wieder verdutzte Gesichter sehen. Grenzstein_1816_763_kleinAuf dem Fremdenweg folgt man nach rechts der roten Wanderwegmarkierung roter Punkt für ¼ Kilometer. Dann fällt auf der linken Wegseite ein Grenzstein mit den Zahlen 1816 und 763 auf. Genau auf der gegenüberliegenden Seite führt ein gut sichtbarer Weg den Hang hinunter. Diesem schräg nach vorne verlaufendem Weg folgt man 70 Meter, um dann links eine Schlucht zu entdecken. Schlucht_und_Zugang_Hermannhoehle_kleinDiese Schlucht ist nicht besonders tief und man kann ziemlich leicht in sie hinuntersteigen. Der Eingang in die Hermannhöhle befindet sich im oberen, also linken Ende. Früher hat knapp oberhalb des Mundloches an der Felswand eine Platte gehangen, von der leider heutzutage nur noch in paar große Dübellöcher übrig sind. Eingang_Hermannhoehle_kleinDer Eingang ist dreieckig und nicht gerade hoch, sodass es erst mal heißt, auf die Knie zu gehen und hineinzukriechen. Das sieht bei den kleinen Mitwanderern viel eleganter aus als bei den ausgewachsenen Erforschern. Gleich hinter dem Eingang befindet sich ein höherer Raum (geschätzte 2,5 Meter), in dem man sich gut aufrichten kann, um den ersten Überblick zu gewinnen. Aufstieg_zweite_Kammer_kleinHinter diesem Raum geht es einen Absatz hoch und auch dieser lässt sich als Erwachsener ganz gut überwinden. Da meine Tochter aber unten blieb und mich der Mut, weiter zu krabbeln, verließ, war das auch schon das Ende unserer Erkundung. Eigentlich soll es möglich sein, einmal durch die komplette Höhle zu krabbeln und dann knapp oberhalb des Mundlochs wieder heraus zu kommen. Den Ausgang haben wir zwar von draußen gesehen, aber geschafft haben wir die Strecke nicht. Auf dem Rückweg durch die Höhle haben wir dann noch so einige Höhlenbewohner in Form von Faltern und ein paar Spinnen entdeckt. Zum Glück ist die große Tochter nicht ganz so empfindlich den 8-beinigen gegenüber.
Von der Höhle geht es wieder zurück zum Grenzstein und dem Fremdenweg. Von hier folgt man noch ein paar hundert Meter der roten Wanderwegmarkierung roter Punkt nach rechts, um dann den Ausgangspunkt am Basteiparkplatz zu erreichen. Zwischenzeitlich passiert man eine Stelle auf der rechten Wegseite, bei der es tatsächlich so aussieht, als ob man von oben in die Schlucht mit der Hermannhöhle hineinblicken könnte. Wenn man schon einmal die Parkgebühren entrichten muss, kann man die paar Meter bis vor zur Bastei auch noch mal eben wandern. Als wir dort unterwegs waren, spazierten solche riesigen Besuchermengen über die Zufahrt, dass wir es überhaupt nicht fassen konnten, dass uns nur so wenige andere Menschen auf der Wanderung begegnet waren. Ein dickes Dankeschön an den netten Mitmenschen, der uns auf einen besonderen Punkt der Sächsischen Schweiz hingewiesen hat, den wir bis dahin nicht kannten.

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Herrenleite

Anfang 2012 war in allen möglichen Medien auf einmal im Gespräch, dass in der Sächsischen Schweiz Bunkerplätze für den vorhergesagten Weltuntergang im Dezember 2012 angeboten wurden. Dazu gab es mehrere Ebay-Versteigerungen für einen mehrtägigen Aufenthalt in einem ausreichend großen Bunker irgendwo im Bereich von Lohmen. Ich gehe doch mal davon aus, dass ich mich ganz gut in der Sächsischen Schweiz auskenne und auch im Bereich Lohmen und Wesenitz habe ich schon so manchen Ausflug unternommen, trotzdem konnte ich es mir kaum vorstellen, dass sich so eine riesige Anlage hier irgendwo befinden sollte. Netterweise wurde sehr schnell bekannt, dass sich hinter der Versteigerung der Lohmener Motorradclub verbarg und diese ihr Clubgelände auf einem ehemaligen Armeegelände in der Herrenleite haben. Komischerweise haben wir das Tal Herrenleite zwar schon mal auf einer Wanderkarte gesehen und das untere Ende des Tals auch auf der Genusswanderung passiert, aber tatsächlich sind wir noch nie in der Herrenleite gewesen. So etwas kann natürlich nicht so bleiben und deshalb haben wir uns gleich mal auf den Weg gemacht.
Natürlich könnte man auch eine kurze Wanderung mit einem Hin- und Zurückweg für diese Erkundung machen, aber irgendwie ist sowas ja nicht unser Ding. Man könnte sogar den größten Teil der Wanderung mit dem Auto unternehmen, aber das ist noch langweiliger. Deshalb liegt der Startpunkt in Lohmen an der Kirche. Von hier geht es geradeaus auf der Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich in Richtung Lochmühle/Wesenitz. Jahreszahl_Lohmen_MDCCCXXXI-1831_klein Auf der linken Straßenseite fällt eine Giebelwand mit einer Jahreszahl auf. Damit es nicht ganz so einfach ist, wurde die Jahreszahl in römischen Zahlen geschrieben und so kann man ein wenig rätseln, wie alt das Gebäude wirklich ist. Die Jahreszahl ist: MDCCCXXXI. Der markierte Wanderweg führt sehr angenehm 1 ¼ Kilometer durch das bewohnte Gebiet von Lohmen, bis der rote Strich von der Straße nach rechts runter ins Wesenitztal abbiegt. Hier wird die Wegmarkierung verlassen und es geht noch ein kleines Stückchen auf der Straße weiter durch Lohmen. Zuerst passiert die Straße die Kläranlage, die netterweise vollkommen geruchlos ist und dann geht es noch an dem Ortsteil namens Daube vorbei.
Dahinter geht es auf der Landstraße in Richtung Doberzeit. Zuerst passiert die Straße die Bahnlinie zwischen Pirna und Lohmen. Danach muss man leider auf der Landstraße entlang wandern, die aber netterweise nur relativ wenig befahren wird. Dafür hat man einen guten Blick runter in den weiten Talkessel der oberen Elbe mit Pirna und Dresden. Als wir die Wanderung im April 2012 unternommen haben, gab es für uns ein besonderes Schauspiel auf der linken Straßenseite. Hier befindet sich ein bisschen abseits der Straße die Agrarproduktion “Zur Bastei” mit einem großen Schornstein. Darauf hatte ein Storch ein ordentliches Nest gebaut und war lustig mit dem Schnabel am Klappern. Als wir uns dem Gelände bzw. dem Schornstein näherten, setzte der Storch sich gemeinerweise hin und war damit in seinem Nest verschwunden. Schade, da bei uns in der Region Störche eine echte Seltenheit sind und wir uns sehr gerne diesen großen Vogel aus der Nähe betrachtet hätten.
Die Wanderung geht also weiter über die Landstraße bis in die Ortschaft Doberzeit. Die große Dorfstraße sieht ganz besonders nett aus, da sich an den Straßenrändern ein breiter Grünstreifen befindet. Rastplatz_mit_Muehlstein_Doberzeit_kleinDer Streifen ist so breit, dass sogar an einer Stelle ein kleiner Rastplatz mit zwei soliden Bänken und ein massiver Mühlstein Platz hat. Bei Doberzeit ist es sehr auffällig, dass sich auf beiden Straßenseiten einige große Bauerhöfe nebeneinander befinden. Heutzutage sind viele dieser Bauernhöfe umgewandelt in ziemlich groß geratene Wohnhäuser. Am Ende der Dorfstraße (Straßenname Am Anger) erreicht man das hässlichste Stückchen der Wanderung. Hier muss man etwa 300 Meter auf der S164 nach rechts wandern. Diese Staatsstraße ist eine vielbefahrene Verbindung zwischen Pirna und Stolpen bzw. Bastei und so ist es überhaupt kein Vergnügen, am Straßenrand entlang zu wandern. Die ersten Meter kann man noch auf einem Bürgersteig bewältigen und dann empfiehlt es sich, die Straßenseite zu wechseln, denn dort hat sich ein Trampelpfad am Feldrand entwickelt. Nach den besagten 300 Metern biegt nach links die Wanderwegmarkierung gelber Punkt gelber Punkt auf einen Feldweg ab. altes_Kreuz_zwischen_Doberzeit_und_Zatzschke_kleinNoch ganz kurz vor dem Waldrand befindet sich am rechten Wegesrand ein uraltes Steinkreuz, auf dem man leider keine Inschriften mehr entziffern kann. Am unteren Rand befindet sich ein kleines Edelstahlschild mit der Inschrift „Wiedererrichtet Anno 1970; Deutscher Kulturbund Pirna Numismatik“. Aber das Kreuz sieht ganz sicher nicht so aus, als ob es 1970 neu erstellt, sondern tatsächlich “nur” neu aufgerichtet worden ist.
Die Wanderung verläuft erst noch ein kurzes Stück horizontal, um dann in einem kleinen Zickzack ins Tal abzusteigen. Auf dem Weg nach unten fällt ein ziemlich großer Erdwall quer zum Tal auf, der ganz sicher nicht natürlich entstanden ist. Im Tal kann man eine Bahntrasse und auf der gegenüberliegenden Seite eine Straße entdecken. Genau diese Straße ist das nächste Ziel und deshalb folgt man weiterhin der gelben Wanderwegmarkierung. Schon bald erreicht man die Dorfstraße mit dem lustigen Namen Am Riesenfuß. Diese wandert man bis zum Ende an den ehemaligen Gleisen. Hier biegt man nach links auf die Arthur-Thiemann-Straße ab. Der Wanderweg ist hier immer noch mit dem gelben Punkt markiert. Nach ein paar Metern erreicht man die Kreisstraße 8710 (Wehlener Straße), die man wieder nach links weiter wandert. Wieder an der ersten Möglichkeit geht es Steinbruchnummer_294_Herrenleite_kleinnach links und damit hat man die Straße ins Tal Herrenleite erreicht. Die Straße ist eine Sackgasse und dadurch ist der Autoverkehr ziemlich gering. Auf der rechten Straßenseite im Tal befanden sich früher so einige Steinbrüche, die man heutzutage fast nicht mehr erkennen kann, aber es stehen immer noch die alten Steinbruchnummern am Straßenrand.
Die Bahnlinie ist seit 1998 außer Betrieb genommen und genau aus dem Grunde ist sie heutzutage auch schon ziemlich zugewuchert. Früher ist sie zum Transport von Sandsteinen und Erdöl bzw. Benzin benutzt worden. Nach fast 1 ½ Kilometern fällt auf der linken Straßenseite ein ungewöhnlich stabiler Zaun auf. Solch einen Luxuszaun kann sich eine Privatperson oder ein normaler Betrieb kaum leisten, aber ein militärisches Gelände. Genau so etwas befand sich früher hier in dem hinteren Teil der Herrenleite versteckt. Zuerst ist im 2. Weltkrieg ein Stollensystem für die Erdölraffination unter Tage  erstellt worden. Dieses ist am Ende des 2. Weltkrieges gesprengt worden und danach wurde in einem Mineralölwerk die Aufbereitung von Flugbenzin und Mineralöl durchgeführt. Dadurch wurde das Tal bzw. die Umwelt ziemlich stark geschädigt. Noch heute befindet sich in der Nähe des Feldbahnmuseums ein Tümpel, der mit einem Zaun geschützt werden muss. Das ehemals militärische Gelände ist mindestens ½ Kilometer lang und die eigentliche Zufahrt befindet sich am östlichen Ende. Hier biegt eine Straße nach links ab und würde eigentlich aus dem Tal herausführen. Einfahrt_ehemaliges_Bundeswehrlager_kleinAuch die Einfahrt sieht viel mehr nach Militär als nach einem Motorradclub aus. Und auf diesem Gelände befinden sich auch die beiden Stollenzufahrten. Diese Stollen sind tatsächlich nicht im 2. Weltkrieg errichtet worden, sondern erst weit danach. Es gibt die unterschiedlichen Jahreszahlen 1965 und 1985. Das Stollensystem ist über Jahrzehnte als Lager mit unterschiedlichem Inhalt genutzt worden. Einerseits soll das Staatliche Amt für Atomsicherheit hier schwach radioaktives Material gelagert haben und dann haben die beiden Verteidigungsministerien (Volksarmee und Bundeswehr) hier Kriegsgerät eingelagert. Zur Jahrhundertwende ist das Lager aufgegeben und temporär mit Beton versiegelt worden. Seit ein paar Jahren hat der Motorradclub das Gelände inklusive der leeren Stollen übernommen und hatte nun die unterhaltsame Idee mit dem Maya-Weltuntergang. Auf jeden Fall wäre der Bunker wohl einer der sichersten Orte in Deutschland bei einem Weltuntergang und auch sofort für eine große Anzahl zahlungskräftiger Mitmenschen verfügbar. Ob man tatsächlich nach einem Weltuntergang noch wieder aus so einem Loch heraus kriechen möchte, bin ich mir nicht sicher, aber das sollte jeder für sich entscheiden. (Die Frage ist, wie man sich den Weltuntergang vorstellt. Ich denke mir da, wenn die Welt unterginge, im Sinne von einer Riesenexplosion vielleicht, ginge ja wohl auch der Bunker mit unter, oder? Es heißt ja “Weltuntergang” und nicht etwa “Untergang allen Lebens an der Erdoberfläche” oder so…) Sehr unterhaltsam waren die Fragen in dem Ebay Angebot und gerade deshalb waren wir eigentlich auch richtig enttäuscht, dass die Angebote wieder aus der Versteigerung herausgenommen wurden.
Für die weitere Wanderung geht es noch ein kleines Stück weiter im Tal Herrenleite. Nach ein paar Zug_im_Feldbahnmuseum_Herrenleite_kleinhundert Metern (700 Meter) erreicht man die Ausstellungsfläche des Feldbahnmuseums. Es ist schon wirklich nett, die vielen Exponate hier zu entdecken. Eigentlich ist das Museum nur ganz selten (von Juli bis September; Samstag von 14 – 18 Uhr) geöffnet und deshalb sollte man vor einem Besuch auf der Webseite (www.feldbahnmuseum-herrenleite.de) des Vereins vorbeischauen. Am Eingang steht aber auch, dass man das Gelände betreten darf, sobald das Tor offen steht. Es ist wirklich beeindruckend, mit welcher Hingabe sich hier eine große Anzahl Erwachsene (meistens scheinen es Männer zu sein) mit diesen etwas zu klein geratenen Eisenbahnen beschäftigen.
Für die weitere Wanderung bietet sich sehr gut die Verlängerung der Zufahrt zum Feldbahnmuseum an. Dazu geht man, wenn denn das Tor zum Gelände offen ist, auf der gegenüberliegenden Talseite den Hang hinauf. Zuerst sieht es so aus, als wenn nach ein paar Metern ein großes Tor den Weg versperrt, aber links von dem Tor ist der Zaun unterbrochen und man kann weiter aus dem Tal aufsteigen. Hier hinter dem Feldbahnmuseum scheinen nur sehr wenige Besucher bzw. Wanderer unterwegs zu sein, weil die riesig breite Zufahrt auch im Frühjahr mit einer dichten Blätterschicht bedeckt ist. Auf der linken Seite kann man am oberen Rand der Herrenleite mindestens einen Steinbruch entdecken, der sogar noch eine gut sichtbare Sprengstoffkammer hat. Am Ende dieser rückseitigen Zufahrt stößt die Wanderung auf die Verbindungsstraße zwischen Dorf Wehlen und Lohmen. Dieser unscheinbare Feldweg ist aber asphaltiert und wird auch von ein paar autofahrenden Insidern benutzt. Hier geht es auf der Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich nach links weiter. Kastalinenallee_Lohmen_kleinDer Feldweg ist sehr schön mit einer Allee Obstbäume geschmückt und kurz vor Lohmen wechseln diese kleineren Bäume in uralte Kastanien. Wir waren schon zum Anfang des Feldweges über den Namen der Straße Kastanienallee überrascht und haben eigentlich schon an unseren Biologiekenntnissen gezweifelt. Aber zum Glück hat sich die Namensgebung dann doch noch geklärt. Die Kastanienallee endet ganz knapp neben der Kirche von Lohmen und damit ist diese Wanderung am Anfangspunkt wieder angekommen. Es war schon mal wieder sehr interessant, dass man jahrelang in der Sächsischen Schweiz herumwandern und immer noch was Neues entdecken kann. Das Tal der Herrenleite ist ein typischer Fall dafür. Wer vielleicht auch noch mit uralten Wanderkarten ausgestattet ist, der wird das Tal womöglich überhaupt nicht entdecken, da es einige Jahrzehnte eine militärische Sperrzone war und einfach nicht dargestellt wurde. Natürlich ist zu hoffen, dass die Maya nicht mit ihrem Kalender recht haben und der Bunker in der Herrenleite doch noch benötigt wird. Grundsätzlich ist die Wanderung aber nicht gerade ein Hit, da es einfach zu lange auf irgendwelchen gut befahrenen Landstraßen entlang geht.

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Hockstein

Auf die Idee der Wanderung Hockstein bin ich eigentlich gekommen, da ich mich schon mehrere Male gefragt habe, wohin die Wege im Polenztal auf der gegenüberliegenden Seite von Hohnstein/Brand führen. Daraus ist dann eine sehr schöne Wanderplanung entstanden, die hier beschrieben ist:
Gierseilfaehre_Rathen_kleinStartpunkt der Wanderung ist der große Parkplatz in Oberrathen. Von dort geht es erstmal mit der kleinen Fähre über die Elbe. Die Hin- und Rückfahrt kostet 1,50 € (Stand 2013). Von dieser kleinen Fähre bin ich immer wieder verwundert. Sie funktioniert vollkommen ohne Motor, nur mit einem Seil, an dem sie hin- und herschwenken kann. Der Fachausdruck für diese Form an Fähren ist Gierseilfähre. Mit dieser Fähre werden nur Personen und Fahrräder transportiert, wobei aber immerhin 322 Personen Platz haben sollen. In Niederrathen (also auf der gegenüberliegenden Seite vom Parkplatz) geht es erstmal geradeaus, bis auf der linken Seite die Touristeninformation/Feuerwehr auftaucht. Vor dem Gebäude biegt der Wanderweg mit der Wandermarkierung roten Strich roter Strich ab. Das erste Stückchen vom Weg ist noch asphaltiert, geht aber sehr schnell in einen angenehmen Waldweg mit einer kleinen Steigung über. Der Weg schlängelt sich bis zur Straße, mit dem netten Namen „Ziegenrücken“, hoch. Diese Straße muss man nur überqueren, um dann auf der gegenüberliegenden Seite ins Tal herunter zu kommen. Der Abstieg vom Ziegenrücken ist viel kürzer als der Aufstieg, da es auf einigen Stufen runter ins Polenztal geht.
Einstieg_Wolfsschlucht_kleinAusgang_Wolfsschlucht_kleinIm Polenztal geht es nach links jetzt auf dem roten Punkt roter Punkt entlang. Bis zur Polenztalschänke schlängelt sich der Weg die ganze Zeit auf der rechten Flussseite (Flussabwärts rechts, Wanderungsrichtung links) der Polenz entlang. Nur an der Polenztalschänke trifft man normalerweise überhaupt andere Wanderer. Im unteren Teil kann man ganz alleine die sehr ruhige Natur genießen. Die Polenztalschänke ist eine angenehme Gaststätte mit eigenem Biergarten. Ein paar Meter hinter der Gaststätte zweigt nach links die Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich ab. Im unteren Teil des Aufstieges befinden sich mehrere informative Tafeln des Lehrpfades Hohnstein. Dieser Lehrpfad Hohnstein ist in einer separaten Wanderung beschrieben.
Die Wanderwegmarkierung führt über einige Treppen zum Einstieg des Hocksteinfelsen. Bei dem Einstieg handelt es sich um eine enge Felsspalte, die über einige Treppenstufen bis hoch auf den Felsen führt. Muehlespiel_am_Hochkstein_kleinIn der engen Spalte befinden sich einige Stufen (genauer gesagt 508 Stufen) und damit wird es wirklich lästig, wenn irgendwelche Leute entgegenkommen. Diese Felsspalte wird auch Wolfsschlucht genannt.
Oben angekommen steht man auf den alten Grundrissen der Felswarte Hockstein. Von diesem Plateau hat man einen erstklassigen Ausblick auf die gegenüberliegende Stadt Hohnstein mit ihrer Burg und einem Teilbereich des Polenztal. Steinbruecke_am_Hockstein_kleinDie Stelle ist wirklich wunderschön und ist normalerweise noch nicht überlaufen. Wirklich witzig ist, dass an der unteren Aussicht ein kleines Mühle Spiel in den Sandstein geschlagen ist, dass selbst Wilhelm Leberecht Götzinger, einer der wichtigsten Reiseführer der Sächsischen Schweiz, schon um 1800 erwähnte. Die Wanderung geht nach hinten von dem Felsplateau herunter. Verlassen kann man die Felswarte nur über die Wolfsschlucht und die kleine steinerne Brücke. Diese Brücke sieht aus, wie die Basteibrücke in klein, was auch in der letzten Zeit dazuführt, dass immer mehr Busladungen Touristen hier herumturnen. Der Vergleich mit der Bastei ist schon ganz angebracht, da man den Hockstein an der Rückseite auch ganz hervorragend von der Straße aus erreichen kann, es eine Steinbrücke über eine Schlucht führt und man an der Spitze eine erstklassige Aussicht auf Felsen genießen kann. Beim Hockstein sind alle diese Bedingungen im Kleinen auch erfüllt. Das einzige, das dem Hockstein noch fehlt, ist die Gaststätte, aber die befindet sich unten im Tal. Zu Glück, damit bleibt hoffentlich einigermaßen Ruhe hier oben.
Steintrog_oberhalb_Amselgrund_kleinÜber die kleine Brücke geht es weiter auf der Wanderwegmarkierung grüner Strich. Der Weg biegt nach links ab und erreicht nach 900 Metern mal wieder den Ziegenrücken. Auch diesmal muss die Straße nur überquert werden, Steintrog_oberhalb_Amselgrund_Detail_kleinum auf der gegenüberliegenden Seite gleich wieder im Wald weiter zuwandern. Der Weg führt in mehreren Schleifen ins Tal hinunter. Zwischendurch, ca. 500 Meter hinter dem Ziegenrücken, kann man 15 Meter rechts neben dem Weg ein alte ausgehöhlten Stein sehen. Was auch immer dieser Stein für eine Bedeutung hat, ich weiß es nicht. Aber irgendetwas Besonderes muss es schon gewesen sein, da man so einen Klotz nicht so einfach in den Wald legt.
Es geht auf der Wanderwegmarkierung hinunter bis in den Amselgrund bzw. dann auch noch weiter bis zum Amselsee. Amsel_Lokomotive_kleinAmselsee_Moench_kleinAuf diesem kleinen angestauten See kann man sich ein Ruderboot ausleihen und eine kleine romantische Ruderpartie unternehmen. Wenn man den Blick vom See oder dem Gegenüber im Boot hebt, dann sieht man auf der einen Seite den Felsen mit dem Namen Lokomotive und in die andere Richtung den Mönch. Von dem Amselsee geht es durch die Ortschaft Niederrathen wieder zurück zur Elbe und dann auf die andere Seite. Eine Attraktion befindet sich noch ganz unauffällig neben dem Parkplatz. Der große kreisförmige Platz ist die so genannte Rathener Klangterrasse. Als ich das Ding das erste Mal gesehen habe, da war es außer Betrieb und ich dachte mir was für ein Unfug. Wenn es aber im Betrieb ist, dann sind die Konzerte mit der Kulisse des Elbe und der Felsen wunderbar erholsam und selbst die gewöhnungsbedürftige Musik (zumindest für meine Ohren) kann einen sehr gut entspannen. Leider ist das Ding in den Wintermonaten außer Betrieb.

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Hohburkersdorfer Rundblick

Den Startpunkt habe ich an den ersten Parkplatz in der großen Kleingartenanlage von Lohmen gelegt. Gleich von dem Parkplatz geht ein Waldweg geradewegs auf die Fahrstraße zwischen Lohmen und der Bastei bzw. Rathewalde zu. Diese Straße muss nur überquert werden und dann steigt die Wanderung durch den Nicolaiweg ab. Auf der rechten Wegseite steht eine Informationstafel mit einer Erklärung zum Wegnamen: Nicolaiweg_Lohmen_kleinNicolaiweg im Nationalpark “Vordere Sächsische Schweiz” durch das Dürre Gründel zum Brückwald führend; 1937 benannt nach CARL HEINRICH NICOLAI (1739 – 1823), seit 1797 Pfarrer in Lohmen, Verfasser des ersten Reisehandbuches über die Sächsische Schweiz (1. Auflage 1801). Zum Anfang verläuft der Weg noch durch einen normalen Wald, später steigt er in einen sehr schönen Grund ab. Der Grund ist relativ eng, so dass links und rechts die Felswände bis knapp an den Weg heranreichen. Die tiefste Stelle der Wanderung ist mit dem Schleifgrund an einer Wegkreuzung erreicht, an der man geradeaus wieder über einen angenehmen Waldweg aus dem Grund aufsteigt. Auf den letzten paar Metern macht der Waldweg ein seltsames Zickzack, welches man auslaufen sollte. Verführerischerweise biegt vorher schon eine Abkürzung nach links ab, die man aber getrost ignorieren sollte, da sie überhaupt keinen Vorteil bringt und eher noch die Wanderung in die falsche Richtung leitet. Oben auf dem breiten Forstweg angekommen, geht es ein kleines Stück von 50 Metern nach rechts, bis zur nächsten Abzweigung nach links. Der Weg führt durch einen dichten Wald bis zum Bruno-Barthel-Weg. Auch hier weist eine Tafel auf den Namensgeber hin. Der Inhalt dieser Informationstafel ist: Barthelweg von Uttewalde durch den Nationalpark “Vordere Sächsische Schweiz” nach Rathewalde führend; 1956 benannt nach BRUNO BARTHEL (1885 – 1956), Mundarterzähler und Heimatforscher, Sohn eines Uttewalder Steinbrechers. Dem Bruno-Barthel-Weg folgt man also nach links. Diesem sehr angenehmen, mit dem gelben Strich gelber Strich markierten Weg geht es bis zur Basteistraße hinterher. Die Basteistraße hat 2011 einen richtig schönen Rad- und Wanderweg erhalten. Nicht nur, dass ein breiter Weg neben der Straße angelegt wurde, es wurden sogar noch ein paar unterschiedliche Alleebäume gepflanzt, die den Weg in ein paar Jahren besonders nett wirken lassen werden. Damit ist es dann auch nur noch halb so schlimm, wenn denn mal wieder der vordere Parkplatz an der Bastei wegen Überfüllung geschlossen ist und man am Anfang der Basteistraße parken muss. Immerhin kann man nun über einen schönen Weg wandern. Natürlich kann man die Strecke auch immer noch mit dem Shuttleservice absolvieren. Die Wanderung führt 400 Meter nach links auf diesem neuen Wanderweg, bis nach rechts der Bruno-Bartel-Weg mit der gelben Wanderwegmarkierung in Richtung Rathewalde abbiegt. Dieser Feldweg ist seltsamerweise asphaltiert und würde bestimmt auch als normale Hohburkersdorfer_Rundblick_von_Rathewalde_aus_kleinFahrstraße benutzt, wären da nicht irgendwo in der Mitte ein paar Poller. Auf halber Strecke zwischen der Basteistraße und Rathewalde befindet sich die neugebaute Kläranlage. Die Lage der Kläranlage ist ziemlich gut gewählt, denn damit wird kein Anwohner mit seltsamen Gerüchen belästigt. Wenn man nach links über die Felder hinwegsieht, entdeckt man oben auf dem Hang das Ziel der Wanderung: den Hohburkersdorfer Rundblick. Sieht man nach rechts über die Felder, sind die Schrammsteine, Lilienstein und Gohrisch gut zu sehen.
Die Wanderung führt in die Ortschaft hinein. Hier befindet sich an der linken Wegseite eine Hecke mit einer passenden Informationstafel dazu. Gleich neben dieser Benjeshecke ist eine nette Obstwiese mit einer weiteren Informationstafel zu Obstwiesen ohne Monokulturcharakter. Kurz hinter der Wiese findet man das Freibad von Rathewalde. An der Zufahrt zum Schwimmbad stehen auch noch einige Informationstafeln mit den Themen Bienenvölker, Aufgaben der Forstwirtschaft, Fischarten und Nadelbäume. Als ich an einem richtig schönen Frühjahrstag an dem Schwimmbad vorbeispazierte, war gerade eine Dame auf einer der Liegewiesen Gras am zusammenharken. Sie rief mir über den Zaun zu, dass das Bad geöffnet und das Teich_bei_Rathewalde_kleinWasser “schon” 17° hätte. Diese Temperatur erschien mir bei mehr als 25° Außentemperatur allerdings nicht gerade als besonders einladend. Rechts neben dem Schwimmbad befindet sich ein größerer Teich, der ganz nett zu einer kleinen Rast einlädt. Danach geht die Wanderung bis zur nächsten größeren Straße (Zum Amselgrund) und dort geht es nach links die Dorfstraße nach oben.
Nach den ersten paar Metern Aufstieg muss man die Hohburkersdorfer_Rundblick_kleinrelativ vielbefahrene Hohnsteiner Straße überqueren und dann weiter dem blauen Strich blauer Strich folgen. Am Ortsausgang befindet sich die Grenze zwischen Sandstein und Lausitzer Granit und genau darüber informiert ein kleiner Platz mit ein paar Beispielsteinen. Der markierte Wanderweg führt hinauf bis zum Hohburkersdorfer Rundblick. Von hier oben hat man eine ziemlich gute Aussicht in alle Himmelsrichtungen. Netterweise sind hinter der Mauer zwei Aussichtsplattformen, so dass auch kleinere Mitmenschen die Aussicht perfekt genießen können. An dem riesigen Gedenkstein befinden sich vier Tafeln. Auf drei Tafeln sind Namen von Opfern der zwei Weltkriege zu lesen und die vierte Tafel erklärt ein paar Hintergründe und Fakten zu dem Denkmal.

Hohburkersdorfer_Rundblick_Panorama_klein

Die Wanderung steigt auf der nördlichen Seite wieder von der Aussicht herunter. Der Weg ist angenehm und erreicht bald die riesig breite Landstraße zwischen Hohburkersdorf und der Hocksteinschänke. Dass diese Landstraße so wahnsinnig ausgebaut ist, liegt daran, dass hier eigentlich eine große Rennstrecke entstehen sollte. Der Baubeginn war 1933 und die Einweihung am 26. April 1939. Auch vor dieser Zeit gab es auf der noch nicht ausgebauten Strecke schon das Hohnsteiner Bergrennen, aber erst mit der ausgebauten Strecke sollten richtig schnelle Rennen stattfinden. Die Strecke ist zwischen 12 und 24 Meter breit und man hat sich beim Bau die großen Rennstrecken der Welt als Beispiel genommen. Die Rennstrecke war genau 10 Kilometer lang und anhand des Namens, Deutschland-Ring, kann man schon erahnen, dass man in Dritten Reich Größeres mit der Rennstrecke vorhatte.  Auf der Strecke haben allerdings niemals richtige Rennen, ausgenommen von ein paar illegalen, stattgefunden. Dass die Strecke nach rechts (also in Richtung Hockstein/Hohnstein) so gewaltig breit ist, liegt daran, dass dort die Startbahn und die Montagehalle (heutzutage würde man da vermutlich Boxen dazu sagen) sein sollten. Für diese Wanderung hat die ehemalige Rennstrecke den großen Vorteil, dass die Überquerung der Straße durch den hervorragenden Überblick sehr einfach ist. Kirchallee_Lohmen_kleinAuf der gegenüberliegenden Straßenseite geht es auf einer Zufahrt runter nach Hohburkersdorf. Das letzte Stück der Wanderung erfolgt nach rechts unter der Brücke der Rennstrecke entlang und dann immer weiter geradeaus. Zum Anfang geht es über einen Feldweg mit ziemlich guter Aussicht nach Stolpen_von_Hohburkersdorf_aus_gesehen_kleinStolpen und dann verschwindet der Weg im Wald nordöstlich von Lohmen. Als ganz besonders schöne Wanderzeit hat sich das Frühjahr bzw. die Kirschblüte herausgestellt, weil dann die Alleebäume in der Kleingartenanlage blühen und damit dann sehr schön weiß leuchten. Damit ist eine Wanderung zu Ende gegangen, die mich vollkommen überrascht hat. Ich hätte nicht gedacht, dass die Runde so viel Abwechslung und solche tollen Aussichten liefert.

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Höllengrund

Obwohl wir doch ziemlich viel in der Sächsischen Schweiz herum wandern, soll es doch immer mal wieder Stellen geben, die wir noch nicht kennen und genau aus diesem Grunde hat uns ein Leser unserer Internetseite auf den Höllengrund aufmerksam gemacht. Einfach nur zu dem Grund hinzuwackeln und wieder davon zu laufen ist zu langweilig und deshalb ist diese Runde entstanden. Netterweise ist eine sehr schöne Wanderung dabei herausgekommen mit folgender Beschreibung:
Der Startpunkt liegt auf der rechten Elbseite in Stadt Wehlen. Von hier geht es in die Richtung des Wehlener Grundes. Dazu würden wir als Hinweg den Weg über die Zufahrtsstraße (Lohmener Straße) vorschlagen. Schon wenige Meter hinter der Grundschule (noch bevor der Anstieg anstrengend wird) biegt nach rechts der Zugang zum Wehlener Grund ab. Hier wird der Wanderweg richtig schön und ist super angenehm zu wandern. Die ersten paar Meter durch den Wehlener Grund sind noch unmarkiert, aber nach ein paar Sekunden stößt der rote Punkt roter Punkt hinzu. Es geht leicht ansteigend auf einem breiten Weg aufwärts. Durch dieses Tal können überraschenderweise auch Autos fahren. Dabei handelt es sich aber nur um ein paar wenige Anwohner rechts (östlich) oberhalb des Wehlener Grundes. Wer auch diesen Autos aus dem Weg gehen möchte, kann nach einem halben Kilometer auf den Pfad links (von unten gesehen) des Bachlaufes ausweichen. An der Stelle, wo die Zufahrtsstraße nach rechts aus dem Tal hinausführt, kommen der Pfad und der breite Weg wieder zusammen und es geht durch den Grund weiter. An der linken Felswand wird an Herrn Friedrich Märkel (27.11.1790 – 15.03.1860) erinnert. Herr Märkel hat in Wehlen von 1817 bis 1860 gelebt und war dort als Kantor und Lehrer beschäftigt. Ganz besonders bemerkenswert ist, dass Herr Märkel schon zu seiner Zeit international als Entomologe (Insektenforscher) bekannt war und das ohne Telefon, Tagungstourismus und Internet.
Inschrift_Freundschaftstein_1983_kleinAuch wenn der Wehlener Grund heutzutage vermutlich ganz anders aussieht als zu Herrn Märkels Zeiten, so ist der Weg durch dieses Tal noch immer sehr schön. Nach 300 Metern erreicht man den Freundschaftsstein mit seinen interessanten Inschriften. Hier verlässt die Wanderung die rote Wanderwegmarkierung und biegt nach links in den Uttewalder Grund. Der Weg zur Gaststätte Waldidylle bzw. zum Uttewalder Felsentor ist mit dem grünen Strich grüner Strich markiert. Waldidylle_im_Uttewalder_Grund_kleinJe weiter man in dem langgezogenen Grund aufwärts wandert, desto wildromatischer wird der Weg. Das erste Stückchen (ca. ½ Kilometer) bis zur Waldidylle (www.waldidylle-online.de) ist noch befahrbar, um z.B. den Gastwirt und die Lieferfahrzeuge zur Gaststätte zu bringen. Dass man sich hier in der Gaststätte erfrischen und stärken kann, ist klar. Auf jeden Fall ist das Einkehren im Uttewalder Grund ein ganzes Stück kostengünstiger als bei der nächsten Möglichkeit auf der Bastei.
herbliches_Uttewalder_Felsentor_kleinVon der Gaststätte ist es nur noch ein kleines Stück bis zum Uttewalder Felsentor. Dieses Felsentor ist auf einigen Gemälden zu sehen, wobei mindestens bei einem Maler die Dimensionen überhaupt nicht stimmen. Die Besucher des Felsentores sind winzig klein dargestellt, so dass das Felsentor selber riesig wirkt. Ich glaube nicht, dass die Menschen zur damaligen Zeit so klein gewesen sind. Hinter dem Felsentor wird der Grund erst richtig interessant. Die Felsen stehen sehr nah beieinander und selbst im wärmsten Sommer herrscht hier ein echtes Kellerklima. Die Wanderung geht hinter dem Felsentor nur noch ¼ Kilometer weiter, um dann nach rechts auf der Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich aus dem Grund herauszusteigen. Der Aufstieg auf dem Kluftsteig erfolgt über ein paar Stufen bis hoch zum Knotenweg. Am Ende des Knotenweges verlässt die Wanderung die markierten Wanderwege und es geht mit einem kleinen Haken nach rechts und sofort wieder nach links zum Kohlgrund rüber. Der Kohlgrund ist eigentlich die Verlängerung des Wehlener Grundes und hätte auch gleich vom Freundschaftstein aus erreicht werden können, aber dann hätte man nicht den schönen Uttewalder Grund und das Felsentor gesehen. Den Kohlgrund geht es nach links. Nach einem kurzen Stück biegt der Grund nach rechts ab und der Name ändert sich in Reingrund. Auch dieses Tal fällt mit einer ganz besonders angenehmen Ruhe auf. Je länger man aber auf diesem Waldweg wandert, desto mehr hört man Fahrzeuggeräusche von der Basteistraße. Diese manchmal doch stark befahrene Straße wird hier nur überquert und es geht auf der gegenüberliegenden Straßenseite wieder in den Wald. Nach ungefähr 100 Metern erreicht man einen Wanderweg mit der schon bekannten Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich. Dieser Markierung folgt man nach rechts. Der Waldweg ist sehr angenehm zu gehen und führt auf der Rückseite des Parkplatzes in Richtung Bastei. Hier nehmen die Besucherzahlen ziemlich schnell zu. Zuerst ist es der Querweg von den Schwedenlöchern und dann natürlich der vordere Parkplatz der Bastei, von wo aus die Besucher auf den Waldweg treiben. Hinter den beiden aneinanderhängenden Parkplätzen erreicht die Wanderung wieder die Basteistraße, die aber in diesem Bereich nur noch von wenigen Fahrzeugen befahren wird. Dabei handelt es sich um Gäste des Basteihotels und ein paar Lieferfahrzeuge.
Blick_von_Bastei_Eble_aufwaerts_kleinNach kurzer Strecke ist der Bereich der Bastei erreicht. Zuerst passiert man das Hotel und den Restaurantkomplex und dahinter befindet sich die erste tolle Aussicht. Blick_von_Bastei_Elbe_abwaerts_kleinVon hier hat man einen fantastischen Ausblick ins Elbtal und auf die Basteibrücke. Von der Aussicht ist es nur noch einen Katzensprung bis zur Basteibrücke, die man unbedingt besuchen sollte. Als kleine Attraktion kann man hinter der Basteibrücke noch die ehemalige Felsenburg Neurathen besichtigen. Gleich von mehreren Stellen hat man eine fantastische Aussicht in den Felsenkessel oberhalb der Felsenbühne.
Die Wanderung führt jetzt ein Stück wieder zurück in Richtung Parkplätze. Nach den ersten paar Metern auf der Basteistraße befindet sich vor dem Andenkenstand der Abzweig mit dem roten Punkt roter Punkt. Dieser Waldweg wird mit der Zeit immer ruhiger, nur an der Gaststätte am Steinernen Tisch kommt noch einmal etwas mehr Leben auf. Der “Steinerne Tisch” ist einerseits der Name der Waldgaststätte und natürlich der namensgebende tatsächlich da stehende steinerne Tisch.  Weg_durch_Hoellengrund_kleinDieser Rastplatz soll schon im Jahre 1710 einer kurfürstlichen Jagdgesellschaft für ein Picknick gedient haben. Die Wanderung führt an diesem Sitzplatz vorbei und dann weiter auf der roten Wanderwegmarkierung talabwärts. Zuerst geht es nur ganz leicht abfallend durch den Wald, aber hinter der nächsten Wegkreuzung beginnt dann der eigentliche Höllengrund. Hoellengrund_bei_der_Bastei_kleinDie Felsen stehen in dem Tal ziemlich nah beieinander und so hat man schon im oberen Teil den Eindruck, in einer mächtigen Schlucht entlang zu wandern. Der Wanderweg schlängelt sich sehr nett durch den Grund, der aber nie besonders tief ist. Am Ende des Höllengrundes erreicht man wieder den bekannten Kohlgrund, wo es nach links in Richtung Wehlen weiter geht. Ab der Kreuzung wechselt der Kohlgrund auch seinen Namen und wird Zscherregrund genannt. Auch dieser ist eine der schönsten Felsschluchten der Sächsischen Schweiz. Strudeltopf_im_Zscherregrund_kleinBesonders erwähnenswert ist ein Strudeltopf auf der linken Wegseite. Wie die Natur durch ein paar rotierende Steine so ein perfekt rundes Loch herstellen kann, ist schon wirklich interessant. Dass dieses Loch auch noch relativ tief ist, verwundert dann noch viel stärker, wenn man feststellt, dass normalerweise im Bachlauf nie Wasser zu sehen ist. Vielleicht hat es früher mehr geregnet oder es hat viel mehr Schmelzwasser als heute gegeben?
Nachdem man dann noch ein paar uralte und interessante Felsinschriften im Zscherregrund passiert hat, erreicht man wieder den Freundschaftsstein. Ab hier geht es dann den schon bekannten Wehlener Grund wieder zurück. Der Weg ist genauso wie der Hinweg sehr angenehm zu wandern. Als eine Abweichung zum Hinweg bietet sich an, noch vor dem ersten Haus auf der linken Seite von Stadt Wehlen auf dem markierten Wanderweg/Malerweg weiter zu wandern. Dieser Weg führt an der Unterseite von Burg Wehlen vorbei und endet knapp neben dem Marktplatz.
Diese Wanderung kann uneingeschränkt empfohlen werden, da wirklich alles Schöne einer Wanderung in der Sächsischen Schweiz enthalten ist. So sind gleich einige tolle Felsschluchten enthalten, ein paar unterschiedliche Aussichten bei der Bastei und der größte Teil der Wanderung war sehr angenehm ruhig. Die Empfehlung für den Höllengrund war wirklich gut, weil wir diesen Grund tatsächlich noch nicht kannten und es sich um eine typische Felsschlucht der Sächsischen Schweiz handelt.

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