Wilde Hölle

Abstimmung:
unsere Bewertung::
positivpositivpositivpositivnegativ
Karte:
PDF:

Dauer:
ca. 4,50 h
Entfernung:
ca. 8,50 km
Höhenunterschied:
ca. 490 Meter
beste Reisezeit:
 
Schwierigkeitsgrad:
Kletterabschnitte
festes Schuhwerk
Untergrund:
Forstweg und asphaltiert Wanderweg und Pfad Treppen und Hühnerleitern Leiter
Klammern
empfohlene Karten:
Schrammsteine – Affensteine;
Rolf Böhm Kartographischer Verlag
Region:
Mehr Details
hier

Kurzbeschreibung:

Kirnitzschtal - Nasser Grund - Mittelwinkel - grüner Punkt - Schrammsteinaussicht - blauer Strich - Schrammsteinweg - Zurückesteig - Caralafelsen - Wilde Hölle - Eulentilke - Nasser Grund - Kirnitzschtal

Wilde Hölle

Die Wanderung Wilde Hölle ist durch das Gequengel meiner großen Tochter entstanden. Wir hatten letztes Jahr eine Wanderung durch die Wilde Hölle zum Carolafelsen hoch unternommen und jetzt wollte meine Tochter noch einmal unbedingt durch die Wilde Hölle. Da eine Wiederholung der selben Wanderung langweilig ist, hatte ich die Aufgabe, eine neue Wanderrunde auszudenken und hier ist das Resultat:
Den Startpunkt für die Wanderung habe ich auf den Parkplatz Nasser Grund gelegt. Durch das Tal des Nassen Grundes geht es nach oben. Der Aufstieg ist ziemlich angenehm, da es auf einer fahrbaren Straße entlang geht. Diese Straße ist aber für den normalen Verkehr gesperrt. Bis jetzt habe ich erst dreimal eine Ausnahme erlebt: Zweimal ist die Straße wegen Hochwasser der Elbe für die Bewohner von Ostrau freigegeben worden und einmal ist letztes Jahr (2007) unser Bundespräsident mit einer riesigen Gesellschaft auf der Wildwiese neben dem Wenzelsweg gewesen. Aufstieg_Mittelwinkel_kleinAuch wenn der Bundespräsident selber tatsächlich gewandert ist, so waren doch einige Autos auf der Straße unterwegs. Normalerweise sind es aber maximal ein paar Radfahrer, die eine schwungvolle Abfahrt genießen. Nach 1 ½ Kilometern biegt der Nasse Grund bzw. der breite Waldweg nach rechts ab, die Wanderung geht aber weiter geradeaus auf die Schrammsteine zu. Nach ca. 250 Metern erreicht man eine Wegkreuzung, an der geradeaus der grün markierte Wanderweg grüner Punkt auf die Schrammsteine steigt. Der Zugang auf die Schrammsteine über den Mittelwinkel ist gerade neu hergerichtet worden. Jetzt sind die Stufen aus stabilen Gitterrosten und ein richtig ordentliches Geländer bietet Halt. Nach ein paar hundert Stufen erreicht man eine kleinere Ebene. Jetzt ist man eigentlich schon auf den Schrammsteinen angekommen, aber so richtig was sehen kann man erst, wenn man noch 250 Meter nach rechts wandert. Besucher_auf_Schrammsteinaussicht_kleinVon der Entfernung sind 250 Meter nicht gerade viel, aber diese paar Meter können schon mal ihre Zeit brauchen. Muellerstein_Wildwiese_von_Schrammsteinaussicht_kleinDer Weg geht über ein paar Leitern/Stufen und mehrere “einspurige” Felsspalten bis zur vorderen Aussicht. Damit erreicht man eine der schönsten Aussichtspunkte der ganzen Sächsischen Schweiz. Es ist wirklich der Hammer, wenn links und rechts der Felsen fast 100 Meter in die Tiefe fällt und man die Ausläufer der Schrammsteine bestaunen kann. Leider ist die Aussicht bei schönem Wetter, ganz besonders natürlich am Wochenende, schon mal ziemlich überlaufen. Aber wen wundert das schon bei diesem Ausblick.
Von der Aussicht geht es wieder zurück über den Gratweg. Nach den schon besagten 250 Metern passiert man den Auf- bzw. Abstieg und wandert jetzt weiter auf dem blauen Strich blauer Strich. Auch hier geht es an mehreren schmalen Stellen entlang, an denen man von Zeit zu Zeit den Gegenverkehr abwarten muss. Der Schrammsteinweg wird mit der Zeit immer angenehmer zu gehen und nach ½ Stunde erreicht man die sehr nette Aussicht an der Breiten Kluft. Diese Aussicht lädt zu einer kleinen Rast ein, da es sich um eine riesige Felsfläche handelt, Felsenwunder_am_Zurueckesteig_kleindie sich durch einige Hubbel ganz gut zum Sitzen anbietet. Von hier geht die Wanderung weiterhin auf dem blau markierten Weg in Richtung Winterberg. Nach ca. 1,4 Kilometern erreicht man den sogenannten Zurückesteig. Dabei handelt es sich um ein paar Stufen und einen ganz seltsamen Felsen, der am Wegesrand steht. Dass dieser Felsen überhaupt noch dort steht ist meiner Ansicht nach ein statisches Wunder. Ein so mächtiger Felsen auf so einem kleinen Fuß ist wirklich überraschend. 200 Meter hinter dem Zurückesteig biegt nach links ein ausgeschilderter Weg ab. Zugang_Carolafelsen_kleinAuf dem Schild stehen die beiden Ziele Carolafelsen und Wilde Hölle. Der Zugang zur Aussicht Carolafelsen ist nach 300 Metern erreicht und diesen schönen Platz sollte man sich nicht entgehen lassen. Um auf die Aussicht zu kommen, steigt man ein paar Stufen und Felsen nach links hoch und schon hat man das Plateau erreicht. Die Ausmaße der Aussicht sind ähnlich wie an der Breiten Kluft, nur dass man von hier in die andere Himmelsrichtung Falkenstein_Lilienstein_von_Carolafelsen_klein(Nordwesten) blickt. Besonders nett ist, dass der Falkenstein und der Lilienstein genau in einer Linie stehen. Damit sind wirklich alle Fotos von dieser Aussicht sehr einfach zu identifizieren. Nachdem man auch diesen Ausblick ausreichend genossen hat, geht es wieder zurück auf den Weg runter in die Wilde Hölle. Die ersten Meter runter in die Schlucht sind wirklich erbärmlich. Es geht über eine riesige Anzahl Felsmurmeln abwärts, bis es durch einen steilen Felsen richtig interessant wird. Auf dem linken Felsen sind ein paar Klammern und eine längere Eisenleiter angebracht, sodass der Abstieg noch ein bisschen Spannung enthält. Die Klammern sind bei weitem nichts Besonderes und auch eine 6jährige hat es fast ohne Hilfe alleine geschafft. Bachlauf_Wilde_Hoelle_kleinNur zwischendurch hatte der fürsorgliche Papi mal wieder Angst und musste helfend eingreifen. Das einzige Missgeschick ist vor dem eigentlichen Kletterabschnitt passiert, weil hier der Übermut mal wieder zugeschlagen hatte. Hier hat der Hosenboden Kontakt mit einer zu großen Felsmurmel gehabt.
Nach dem Abstieg durch die Wilde Hölle wechselt die Wanderwegform sehr abrupt von Kletterpartie in “sehr angenehm zu laufen”. Vielleicht ist es noch ein bisschen sandig, aber sonst geht es nett weiter runter. Zwischendurch passiert man den Unteren Affensteinweg, der aber nur überquert wird, um dann weiter durch die Eulentilke auf den Nassen Grund zuzusteuern. Die Eulentilke ist ein sehr netter Grund, der überraschend leer ist. Aber vermutlich liegt das einfach daran, dass selbst der Nasse Grund kein markierter Wanderweg ist und so die Besucherzahlen selbst dort schon ziemlich gering sind. Die letzten Meter geht es nach rechts den Nassen Grund wieder herunter bis zum Parkplatz bzw. zur Kirnitzschtalstraße.
Damit ist eine sehr nette Wanderung zu Ende gegangen, die aber am Schluss noch eine Überraschung für mich beinhaltete. Nachdem ich meine Tochter nun fragte, ob ihr die Wanderung auch gefallen hätte, erzählte sie mir, dass die Runde aber nichts mit ihrem Wunsch (sie hatte die ganze Zeit von der Wilden Hölle gesprochen) zu tun hätte. Nach einem kleinen klärenden Gespräch stellte sich dann heraus, dass sie gar nicht die Wilde Hölle, sondern das Labyrinth meinte. Na, dann sind wir halt am nächsten Tag auch noch zum Labyrinth gewandert.

Herunterladen

    Anreise:

    Öffentlicher Nahverkehr:
    Anreise mit Straßenbahn bis zur Haltestelle Nasser Grund mit dem VVO-Navigator
    Auto:
    Empfohlener Parkplatz: Nasser Grund
    Parkplatzgebühr für die Wanderung: 3,00 €

Obere Häntzschelstiege

Wir waren schon lange nicht mehr auf der Häntzschelstiege. Einen Wochentag im Herbst fanden wir dafür ganz hervorragend geeignet, da die Häntzschelstiege inzwischen so beliebt ist, dass man bei schönen Tagen oder am Wochenende schon mal ordentlich anstehen muss, bevor man hinaufsteigen kann und dazu hatten wir überhaupt keine Lust. Da wir außerdem auch mal die neue Steighilfe am Großen Dom ausprobieren wollten, liegt der Startpunkt am Parkplatz Nasser Grund im Kirnitzschtal. Von hier geht es super angenehm, aber dafür auch nicht besonders aufregend, den Nassen Grund aufwärts. Nach einem Kilometer, also bevor die Steigung des breiten Weges zunimmt, biegt man nach links auf den Jordanweg ab. Sandsteinplatten_Jordanweg_kleinDieser Waldweg ist wirklich etwas ganz besonderes, da der Untergrund ziemlich variiert, der Wald am Wegesrand super dicht ist und man außerdem über ganz viele unterschiedliche Moossorten staunen kann. Am oberen Ende des Jordangrundes überquert man den Zeughausweg und es geht nach schräg links ein paar Meter auf der gelben Wanderwegmarkierung gelber Strich weiter. Von dieser Kreuzung an nach oben heißt der Weg Sandloch und damit ist der Weg perfekt beschrieben. Die Wanderung bis zum nächsten Wegweiser hat eher etwas mit einem Strandspaziergang zu tun als mit einem Waldweg in einem Mittelgebirge.
Der Wegweiser ist etwas seltsam, da er nur zwei Richtungen ausweist, es aber drei Wege gibt. Der kleinste Weg ist nicht ausgeschildert, aber genau auf diesem soll es für unsere Wanderung weiter gehen. Talkessel_im_Grosser_Dom_kleinSchon nach kurzer Strecke ist es nur noch ein Pfad, der zuerst mal in den Talkessel des Großen Domes leicht aufwärts führt. Kurz bevor man die obere Felswand erreicht, liegt links vom Pfad eine große Felsmurmel (geschätzte 4 Meter hoch), in die die Zahl 171 eingemeißelt ist. Genau an dieser Stelle zweigt nach rechts der Aufstieg hinauf zum Großen Dom ab.herbstliche_Treppe_am_Grossen_Dom_kleinZuerst führt ein kleiner Hohlweg bis an die Felswand und dann geht es an dieser nach links weiter. Hier sind so einige steinerne Stufen und ein paar Spuren von ehemaligen Spreizhölzern zu sehen. Der Aufstieg ist ganz gut zu bewältigen und schon hier hat man zwischendurch einen netten Blick in den unteren Teil des Talkessels vom Großen Dom. Die eigentliche Attraktion auf diesem Teilstück ist aber die schräge Fläche. Nach der Ansicht des Nationalparks sollte hier eigentlich kein Weg entlang laufen. Früher hat hier über eine sehr lange Zeit ein Seil als Kletterhilfe gelegen. Dieses ist dann immer wieder entfernt worden und damit sind die Wanderer durch das Gestrüpp links von der Fläche aufgestiegen. Dieser Bewuchs ist damit aber immer weiter den Hang hinunter gerutscht. Dann wurden von einem Mitmenschen eine paar Klammern in den Felsen gebohrt und man kam wieder hervorragend über die Fläche. Dieses eigenmächtige Handeln fand der Nationalpark gar nicht lustig und hat alle Hilfsmittel entfernt. Edelstahlkette_Grosser_Dom_kleinDafür ist dann aber als Kletterhilfe die Kette an dem Felsen angebracht worden. Dieses Ding ist leicht diskriminierend, da kleinere Mitmenschen (wie z.B. der größte Teil der Frauen und Kinder) einfach nicht dran kommen. Aber dafür kann dann der größere Mitwanderer zeigen, dass er als Kavalier auch gerne mal eine helfende Hand bieten kann. Wenn man die obere Kante der Felsfläche erreicht hat, dreht man sich automatisch noch mal um, denn man möchte ja sehen, was man gerade gemeistert hat. Dabei fällt auch der Blick in den oberen Talkessel des Großen Doms und dieser Blick wirkt wieder ganz anders als die paar Meter unterhalb.
Von dieser Stelle geht es noch ein paar Meter weiter auf einem Trampelpfad aufwärts und auf einmal steht man auf der Oberen Affensteinpromenade. Das ist sowohl für einen selber als auch für die Wanderer auf dem beliebten Wanderweg eine Überraschung. Der bekannten gelben Markierung gelber Strich geht es nach links hinterher. Felsmurmelfeld_Obere_Affensteinpromenade_kleinNach 300 Metern wird die gelbe Wanderwegmarkierung wieder mal verlassen und es geht nach links weiter auf der Oberen Affensteinpromenade. Der Wanderweg schlängelt sich ziemlich auf gleichbleibender Höhe um die einzelnen Ausläufer der Felsen. Nur an einer Stelle muss man einen Hang mit so einigen Felsmurmeln hinunter steigen, was aber auch nur zum Anfang schwierig aussieht. Sobald man diese Stelle überwunden hat, sieht man von oben in das Zwillingsstiege_im_Bauerloch_kleinGroße Bauerloch hinein und auf der gegenüberliegenden Talseite kann man die Zwillingsstiege erahnen. Von hier oben sieht es wirklich nicht so aus, als ob man dort tatsächlich hoch kommt, aber es geht. Die Obere Affensteinpromenade passiert noch eine kleine Höhle, die man zwar auch umgehen kann, aber das ist zu langweilig und dann stößt von links der Aufstieg der Unteren Häntzschelstiege auf den Weg. Hier geht es noch ganz wenige Meter weiter um die vordere Spitze des Langen Horns und dann erreicht man auf der rechten Wegseite eine kleinere Fläche mit einer Felsspalte. Dabei handelt es sich um den Zugang zur Oberen Häntzschelstiege. Felsspalte_Obere_Haentzschelstiege_kleinBevor man in diese Spalte reinkriecht, sollte man unbedingt den Rucksack vom Rücken bzw. mindestens einen der beiden Trageriemen von der Schulter nehmen, da das in der Spalte sehr schwierig wird. Als wir in die enge Spalte gegangen sind, waren keine anderen Wanderer zu sehen, aber im ganz oberen Teil zu hören. Also konnten wir bis zum Ende der Spalte durchgehen, um uns dort an den Aufstieg zu machen. Die Häntzschelstiege ist die einzige Stiege der Sächsischen Schweiz, neben der ein dickes Edelstahlseil verläuft, damit man sich dort selber sichern kann. Ob man das wirklich braucht, muss jeder für sich selber entscheiden. Wir fanden es aus unserer Sicht bis heute nicht notwendig, aber bisher sind wir auch noch nie mit unseren Kindern die Häntzschelstiege aufgestiegen.
An den meisten Stellen der Häntzschelstiege klettert man über Eisenklammern aufwärts. Nur an einer Stelle führt eine Leiter ein kurzes Eisenklammern_und_Seil_in_Oberer_Haentzschelstiege_kleinStück nach oben. Solange man in dem Felsenkamin steckt, ist der Aufstieg nicht besonders schwierig. Auch danach nimmt die Schwierigkeitsstufe nicht zu, aber die Psyche gaukelt es einem vor. Es sind weiterhin die gleichen Klammern, das gleiche Halteseil und die gleiche Höhe, aber trotzdem sind hier schon so einige wieder durch den Kamin heruntergeklettert. Das ist besonders unterhaltsam, wenn so einige Mitmenschen hinter einem stehen. Deshalb wäre es schon ganz gut, wenn man sich vorher überlegt, ob zum Beispiel zu Hause schon eine Haushaltsleiter mit zwei Meter Höhe zum Zähneklappern führt.
Als wir aus dem Kamin heraus kamen, waren hier oben zwei Mütter mit ihren Kindern unterwegs, die aber überhaupt kein Problem mit dem Aufstieg hatten. Nur durch das ewige Umhängen der Sicherungen dauerte es etwas länger. Als die Vier dann auf der oberen Ebene mit den vielen herbstlicher_Blick_Langes_Horn_kleinzerklüfteten Felsen ankamen, konnten wir richtig schön sehen, wie die beiden Zwerge super stolz waren. Netterweise stehen auf den vorderen Ausläufern des Langen Horns keine Bäume und Sträucher, sodass man einen fantastischen Rundumblick hat. Von hier kann man wirklich schön auf das große Tal der Hinteren Sächsischen Schweiz und hinüber auf die Ortschaften an der Hohen Straße blicken.
Nachdem man sich satt gesehen hat, führt die Wanderung einen Kilometer über das Lange Horn weiter. Felsenband_oberhalb_vom_Heringsgrund_kleinDann erreicht man einen Besucherlenkungszaun, der extra eine Aussparung zum Übersteigen hat, und dahinter befindet sich der blau markierte Wanderweg blauer Strich. Diesem Weg folgt man nach links und schon bald erreicht man die Aussicht oberhalb des Heringsgrundes, die wiederum den Blick in die andere Himmelsrichtung (entgegengesetzt vom Langen Horn) auf die linke Elbseite und auf eine Vielzahl an Felsen freigibt. Diese Aussicht ist riesig groß und lädt zu einer Rast ein.
Ein kurzes Stück (150 Meter) hinter der Aussicht ist nach links der Frienstein ausgeschildert. Dieser Weg führt über ein paar Treppen bis hinunter zum Friensteinflössel. Ab dieser Quelle mit ihrer seltsamen Hundehütte geht es ein kurzes Stück auf der grünen Wanderwegmarkierung grüner Strich nach rechts, bis man den Frienstein erreicht. Der Frienstein ist für Wanderer ein ziemlich langweiliger Felsen, aber auf der dem Tal zugewandten Seite befindet sich die sehr interessante Idagrotte. Diese ist auch an der Felswand des Frienstein mit einem riesigen schwarzen Pfeil ausgeschildert. Der Zugang ist nicht besonders schwierig und erfolgt über ein Felsmurmelfeld. Zugang_Felsband_Frienstein_kleinDie beiden einzigen herausragenden Punkte sind ein steinerner Durchgang und die Umrundung des Felsens auf einem Felsband. Auch diese Stelle ist überhaupt nicht schwierig, da man normalerweise auch nicht von einem 1 Meter breiten Bürgersteig fällt, Blick_aus_der_Idagrotte_auf_Kleinen_Winteberg_kleinaber auch hier spielt die Psyche manchmal Späße mit einem. Die Idagrotte ist eine große Höhle mit einer Terrasse davor. Von hier hat man wieder eine wunderbare Aussicht in das Tal der Hinteren Sächsischen Schweiz, rüber auf den Neuen Wildenstein (Kuhstall) und den wackeligen Felsen am Kleinen Winterberg.
Da die Idagrotte eine Sackgasse ist, geht man wieder auf dem bekannten Weg zurück und auch wieder auf der grünen Markierung grüner Strich bis zum Friensteinflössel. Hier biegt die Wanderung nach rechts ab und folgt weiterhin dem grünen Strich. Nach ein paar wenigen Metern geht es an den Abstieg über so einige hundert unterschiedlichste Stufen. Nach diesem Weg hinab führt die grüne Markierung angenehm auf dem Hinteren Heideweg und dem Dietrichsgrund ins Kirnitzschtal. Herbstliches_Kirnitzschtal_mit_Strassenbahn_kleinNoch bevor man die Kirnitzsch überquert, biegt links der Flößersteig grüner Querstrich ab. Dieser Pfad führt sehr angenehm am Bachufer bis zum Ausgangspunkt zurück. Aus unserer Sicht ist diese Wanderung eine der Topwanderungen in der Sächsischen Schweiz. Sie enthält alles, was eine wirklich besondere Wanderung enthalten sollte: Schöne Aussichten, ein bisschen Nervenkitzel, Felsen und keinen Straßenverkehr. Das Einzige, worauf man achten sollte, damit diese Runde wirklich spitzenmäßig wird, ist ein Wandertag mit wenigen Besuchern in der Sächsischen Schweiz. Sonst kann es an etlichen Stellen mit dem Genießen der außergewöhnlichen Natur schwieriger werden.

Herunterladen

Sachsenhöhle

Die Wanderung zur Sachsenhöhle ist dadurch entstanden, dass vom Stiegenbuchverlag (www.stiegenbuchverlag.de) eine Veranstaltung in dieser Höhle angekündigt wurde. Da ich sehr häufig in den Büchern des Verlages nach neuen Zielen stöbere, fand ich es doch mal sehr interessant, die Personen im Hintergrund kennen zu lernen. Da einfach zur Höhle und wieder zurück zu latschen zu langweilig ist, musste gleich mal eine schöne Wanderung mit dem Besuch verbunden werden.
Der Ausgangspunkt dieser Wanderung ist das Ende des Nassen Grundes im Kirnitzschtal. Von hier geht es mit einer sehr angenehmen Steigung durch das Tal des Nassen Grundes aufwärts. Komischerweise ist diese breite Forststraße mit keiner einzigen Wanderwegmarkierung gekennzeichnet, aber das ist bei diesem gut erkennbaren Weg auch überhaupt nicht notwendig. Aufstieg_Jordanweg_kleinNach etwas weniger als einem Kilometer, bevor die Steigung deutlich sichtbar zunimmt, verlässt man den Forstweg und biegt nach links vorne ab. Hier geht es in den Jordangrund und dieser weitere Aufstieg ist im Gegensatz zum Nassen Grund ein schmaler Waldweg, der schon viel mehr nach einem tollen Wanderweg aussieht. Nach einigen hundert Metern erreicht man wieder einen der breiten Forstwege (es handelt sich um den Zeughausweg), der aber nur überquert werden muss. Auf der gegenüberliegenden Seite wird der Aufstieg noch mal ein Stückchen schmaler und es geht das erste Mal auf dieser Wanderung über einen markierten Wanderweg. Es handelt sich um den gelben Strich gelber Strich, der durch das Sandloch aufwärts steigt. Noch bevor es an den richtigen Aufstieg geht, sollte man nach einer Strecke von 350 Metern an der ersten Möglichkeit nach links abbiegen. Hier befindet sich vollkommen unmarkiert der Zugang zur Sachsenhöhle und dem Großen Dom. Schon nach wenigen Metern gabelt sich der Weg noch einmal und der Zugang zur Sachsenhöhle biegt nach rechts ab. Bei dem Namen Sachsenhöhle ist meiner Meinung nach ziemlich gemogelt worden, da ich finde, dass eine Höhle irgendwie anders aussieht. Im Falle der Sachsenhöhle ist es eine riesige Öffnung im unteren Teil einer Felswand, eher ein Felsüberhang. Aber eine Höhle würde ich eigentlich  anders definieren. Vielleicht so, dass die Tiefe der Höhle mindestens gleich der Breite sein sollte. Auf jeden Fall reicht die Tiefe der Sachsenhöhle dicke dazu aus, um hier trocken zu übernachten. Sachsenhoehle_Veranstaltung_Stiegenbuchverlag_kleinDie Sachsenhöhle ist auch eine der offiziellen Boofen der Sächsischen Schweiz. Die Veranstaltung des Stiegenbuchverlages stand unter dem Zeichen des 20-jährigen Jubiläums des Nationalparks. Hier wurden mehrere zum Teil sehr kritische Diskussionen über die Kernzone und die Auslegung von Regeln geführt. Obwohl man von dieser Strömung bei dieser Veranstaltung ausgehen konnte, fand ich es sehr mutig und lobenswert, dass vom Nationalpark zwei Ranger anwesend waren. Für mich persönlich war die Veranstaltung sehr nett, da ich doch mit sehr vielen Lesern unserer Webseite in Kontakt gekommen bin.
Von der Boofe geht es wieder zurück auf den markierten Wanderweg im Sandloch. Aufstieg_Kleiner_Dom_kleinDen Aufstieg am Kleinen Dom erreicht man ziemlich schnell, indem man nach links auf die Felsen drauf zu wandert. Von den offiziellen Wegen hinauf auf die Schrammsteine und Affensteine dürfte der Aufstieg am Kleinen Dom der interessanteste und abwechslungsreichste sein. Der Untergrund wechselt von Sandsteinstufen über Hühnerleiter bis zur echten Leiter, einmal befindet sich der Weg auf einem schmalen (1 ½ Meter breiten) Felsband mit ein paar Eisenklammern und dann hat man auf einmal eine erstklassige Aussicht von einer Felskanzel. Der Aufstieg endet an einem der breiten Pfade auf den Affensteinen. Hier ist es egal, welchen weiteren Weg man nimmt. Man kann entweder noch ein paar Meter der gelben Wanderwegmarkierung folgen oder schon nach rechts weiter auf dem Felsband entlang wandern. Beide Wege stoßen nach ungefähr 300 Metern auf den gleichen Verbindungsweg zwischen den Affensteinen und den Schrammsteinen. Hier geht es ein paar Meter (ca. 800 Meter) unmarkiert nach rechts in die Richtung der Schrammsteine weiter, bis die Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich erreicht wird.
Spätestens hier stellt man dann fest, an was für einem Tag man durch die Sächsische Schweiz wandert. An einem normalen Wochentag oder einem Wochenende im Winter begegnen einem hier von Zeit zu Zeit vielleicht ein paar Wanderer. An einem Wochenende mit schönem Wetter oder sogar an einem der langen Wochenenden können einem hier schon mal ziemlich viele Wanderer und auch mal Besucher in auffälligen (ganz falschen) Schuhen begegnen. Dann weiß man, dass man den falschen Wanderzeitpunkt gewählt hat und im vorderen Teil der Schrammsteine über wahre Heerscharen wird staunen können. Auch kann es bei so einem beliebten Wandertag zu so mancher Wartezeit an den Engstellen kommen.
Der Wanderweg über die blaue Wanderwegmarkierung in die Richtung der Schrammsteine ist wirklich ganz besonders angenehm zu wandern. Es handelt sich auf fast der gesamten Strecke um einen breiten Weg, der aber nie von irgendwelchen Fahrzeugen benutzt wird und der fast ohne Höhenunterschied über die Felsen verläuft. Nach etwas mehr als einem Kilometer erreicht man gleich neben dem Wanderweg die riesige Aussicht oberhalb der Breiten Kluft. Diese Aussicht fordert richtig zum Verweilen auf und von hier kann man entlang der Felswände auf die andere Elbeseite blicken. Die beiden kleineren Felsen auf der Ebene mit den Feldern heißen Kaiserkrone und Zirkelstein. Etwas weiter dahinter heben sich die beiden mächtigen Zschirnsteine empor.
Von dieser sehr beliebten Aussicht geht es weiter auf dem blau markierten Schrammsteinweg. Hier wird der Weg schon ein kleines bisschen unebener und man muss auch mal eine flache Felsmurmel überqueren. Je weiter man dem Weg folgt, desto interessanter wird die Wanderung. Nach etwas weniger als einem Kilometer steigt die Wanderung über ein paar Stufen, die in den Felsen gearbeitet sind (keine Panik, links und rechts des Weges stehen Felsen), abwärts und gegenüber geht es über ein paar schmale Eisentreppen wieder aufwärts. Wildwiese_und_Hohe_Liebe_kleinWenn man nach rechts vom Felsen herunter blickt, sieht man die große Wildwiese und dahinter die Hohe Liebe. Die vordere Schrammsteinaussicht ist nicht mehr weit entfernt und wird nach einer Minileiter von 5 Stufen auch schon erreicht. Der Aufstieg lohnt sich immer wieder, da nicht nur der Blick auf die zerklüfteten Felsen ganz besonders ist, sondern auch die Lage der Aussicht. Auf der rechten Seite fällt der Felsen weit mehr als 50 Meter senkrecht ab und links steht man auch ziemlich an der Felskante. Als ich die Wanderung unternommen habe, waren leider an einem schönen Samstag riesig viele Wanderer hier oben unterwegs und dadurch war der Genuss der Aussicht doch gewaltig getrübt. Wenn sich die Besucher schon am Zugang zu den Aussichten knubbeln, dann kann ich, und vermutlich auch noch ein paar andere Wanderer, die Schönheit der Natur nur begrenzt genießen.
Deshalb geht es jetzt von den Schrammsteinen runter und zur Hohen Liebe hinüber. Um von den Schrammsteinen abzusteigen, bieten sich gleich mehrere Wege an, aber für alle muss man zuerst ein paar Meter von den Aussichten zurück wandern. Zuerst erreicht man auf der rechten Seite den Wildschützensteig, dieser ist aber nur als Aufstieg gedacht. Nach ein paar weiteren Metern findet man in dem bekannten Felseneinschnitt den Jägersteig. Über diesen Abstieg geht es (auf der blauen Wanderwegmarkierung blauer Strich) vom Felsen mit einigen Eisentreppen und Leitern hinunter, bis die beiden Pfade an der Vorderen Promenade wieder zusammentreffen. Hier geht es nach rechts weiter über einen sehr bequemen Waldweg bis zum Schrammtor. Kletterfelsen_Schrammtor_kleinErst ein paar Meter vor dem großen Felsdurchgang wird der Weg etwas unebener und man muss wenige Höhenmeter über ein paar Stufen absolvieren. Ziemlich irreführend ist der Name Schrammtor, da es sich eigentlich überhaupt nicht um ein Tor, sondern eher um einen Durchgang handelt. Trotzdem ist die Stelle ziemlich imposant. Ganz besonders fällt ein Felsen auf, der für den weiteren Weg umrundet werden muss. Hier sind schon einige tausend Kinder (und vielleicht auch Erwachsene) hochgeklettert und das sieht man dem Felsen auch deutlich an.
Die Wanderung führt noch ein kurzes Stück auf der blauen Wanderwegmarkierung vom Schrammtor herunter, bis eine größere Kreuzung erreicht wird. Hier treffen einige der markierten Wanderwege aufeinander und für den weiteren Verlauf der Wanderung wird nach rechts auf den gelben Strich gelber Strich gewechselt. Nach ½ Kilometer erreicht man eine weitere Kreuzung, an der man nach links abbiegt. Die ersten paar Meter sind noch mit dem grünen Punkt grüner Punkt markiert, aber nach ca. 50 Metern geht es auf dem breiteren Weg unmarkiert weiter. Der Weg fällt mit einem angenehmen Gefälle in Richtung des Falkensteins ab, der an der östlichen Seite passiert wird. Bald wird die sehr gut ausgebaute Forststraße erreicht, die aber nur überquert wird und auf der gegenüberliegenden Seite geht es auf der gelben Wanderwegmarkierung gelber Strich weiter.
Im Gegensatz zu dem breiten Forstweg handelt es sich bei den nächsten 300 Metern um einen typischen Waldweg, der sehr gerne von Wanderern als Zugang zu den Schrammsteinen benutzt wird. Nach den 300 Metern knickt der markierte Weg nach links ab, die Wanderung führt aber nach rechts zwischen den beiden Felswänden hindurch. Auch dieser Durchgang wird als Tor bezeichnet, in diesem Fall handelt es sich um das Liebentor. Diese Stelle finde ich immer wieder ziemlich seltsam, da man von der anderen Seite überhaupt nicht sieht, dass sich hier eine Felswand, die sogenannte Teufelswand, befindet. Von dem Durchgang geht es wenige Meter nach rechts, bis nach links im spitzen Winkel ein Weg abbiegt. Ziemlich verdächtig ist, dass sich in der Senke hinter der Teufelswand ein Wald mit Buchen befindet. Das deutet auf einen Untergrund aus Granit hin. Der Aufstieg erfolgt mit einer relativ angenehmen Steigung, bis am Ende der Senke ein Waldweg mit einem sehr seltsamen Betonplattenuntergrund erreicht wird. Dieser weitere Aufstieg ist mit dem roten Strich roter Strich markiert. Es geht also nach rechts weiter aufwärts. Nach ¼ Kilometer biegt der Waldweg mit dem Beton nach links ab, Gedenkbuch_Hohe_Liebe_Seite_Christian_Podhaisky_kleindie Wanderung geht aber auf der roten Markierung schräg rechts weiter und nach einem etwas steileren Aufstieg ist bald die Hohe Liebe erreicht. Hier sind mindestens drei besondere Dinge zu entdecken. Zuallererst fällt das sehr robuste “Gedenkbuch” an verunglückte Bergsteiger auf, dann befindet sich auf dem Gipfel ein größeres Denkmal an tote Bergfreunde und wenn man sich drittens den Untergrund des Gipfels ansieht, dann stellt man fest, dass die Hohe Liebe zwar wie ein typischer Vulkan aussieht, aber es trotzdem ein normaler Sandsteinfelsen ist. Leider ist die Aussicht von der Hohen Liebe, wie bei fast allen Bergen der Sächsischen Schweiz, ziemlich eingeschränkt. Blossstock-Affensteine_von_Hoher_Liebe_kleinZum Glück werden wenigstens an zwei Falkenstein_von_Hoher_Liebe_kleinunterschiedlichen Stellen Sichtachsen freigehalten, sodass man einerseits zum Bloßstock/Affensteine und andererseits zum Falkenstein blicken kann. Sehr seltsam ist, dass man von der Aussicht zum Falkenstein ein ganzes Stückchen höher ist als dieser sehr beliebte Kletterfelsen.
Auf der östlichen Seite steigt die Wanderung auf dem rot markierten Wanderweg wieder von der Hohen Liebe ab. Der Weg überquert einen breiten Forstweg, der um die Hohe Liebe herumläuft, und dann steigt die Wanderung über den Butterweg runter in den Nassen Grund. Damit ist der Ausgangspunkt der Wanderung wieder erreicht.
Wäre ich die Runde nicht an einem sonnigen Samstag gelaufen, dann wäre die Wanderung bestimmt eine ganz besonders schöne Runde gewesen. So aber musste ich mehrere Wanderer mit weißen Schuhen ertragen, die um die Sauberkeit ihrer Treter bangten und wegen ein paar Sandsteinstufen eine Show veranstalteten. Ab jetzt sind die Schrammsteine für mich an den beliebten Wochenenden gestrichen.

Herunterladen

Wolfsfalle

Die Wanderung ist dadurch entstanden, dass ich auf die Internetseite www.zwillingsstiege.de aufmerksam gemacht worden bin und hier eine Stiege beschrieben war, die ich nicht kannte. So etwas fordert natürlich gleich zum Ausprobieren heraus und so ging es los. Der Startpunkt ist der Parkplatz am Beuthenfall. Von hier geht es der grünen Wanderwegmarkierung grüner Strich hinterher. Zum Anfang verläuft der Weg über einen breiten und gut ausgebauten Forstweg, bis der markierte Weg nach ungefähr 700 Metern Aufstieg nach rechts abbiegt. Der so genannte Hintere Heideweg führt bis knapp an den Fuß der Affensteine. Aufstieg_Wolfsfalle_kleinHier erreicht man den Königsweg, der mit dem roten Strich markiert ist. Genau an dieser Wegkreuzung steht ein Wegweiser (Hinteres Raubschloss; Bloßstock; Frienstein; Beuthenfall) und hier verlässt man die markierten Wege und steigt hoch bis knapp vor die Felswand. Hier findet man einen schmaleren Trampelpfad, dem man Klammern_in_der_Wolfsfalle_kleinca. 50 Meter nach links folgt, bis man einen breiteren Einschnitt erreicht. Da die Wolfsfalle nicht zu den bekannten Stiegen der Sächsischen Schweiz gehört, ist der Aufstieg nur ein sehr unscheinbarer Trampelpfad nach oben. Nach wenigen Metern erreicht man die für die Wolfsfalle markante Felswand auf der rechten Seite. An der Felswand geht es entlang. Die Steigung ist gerade noch so zu bewältigen, da sich doch ziemlich viel Laub in der Ecke gesammelt hat und man damit nur schwer Halt findet. Im obersten Teil der Stiege sind ein paar Eisenklammern im Felsen befestigt, die einem die letzten paar Meter erleichtern. Hinter diesen stark verrosteten Dingern geht es mit einer angenehmen Steigung weiter bis zum oberen Affensteinweg.
Den oberen Affensteinweg überquert man nur, um dann gegenüber auf einem besser sichtbaren Pfad weiter zu wandern. Auf diesem Pfad geht es auf einem überraschend angenehmen Weg hoch auf das Lange Horn. Dass man auf das Lange Horn ohne über die Häntzschelstiege oder den Reitsteig hoch kommt, war mir bis zum Aufstieg durch die Wolfsfalle nicht bewusst. Wenn man durch die Wolfsfalle bis aufs Lange Horn hochgekommen ist, sollte man auch noch nach rechts bis zur Aussicht gehen. Der Blick ist von hier oben wirklich gigantisch und das ohne durch die Häntzschelstiege zu klettern. Obere_Wolfsfalle_kleinAuf dem Langen Horn geht es bis zum Reitsteig (also wenn man von der Wolfsfalle kommt nach links). Hier erreicht man die Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich. Ihr folgt man nach links und nach ca. 400 Metern erreicht man einen Rastplatz mit einer sehr schönen Aussicht. Der Platz lädt wirklich zum Verweilen ein, wobei gleich auf der Wanderung noch eine noch schönere Aussicht kommt. Es geht weiter auf der blauen Markierung. Auf der rechten Wegseite kommt nach ungefähr einem halben Kilometer ein kleines Hinweisschild auf die Rübezahlstiege. Zwar kann ich mir das kaum vorstellen, dass man die Rübezahlstiege auch bergabwärts steigen kann, aber es gibt ja auch Mitmenschen, die den Abstieg sogar über die Häntzschelstiege wagen. Es geht an dem Hinweisschild noch ein paar Meter auf dem markierten Weg entlang, bis nach rechts der Abstieg über den Lehnsteig ausgeschildert ist. Hier geht es vom markierten Weg nach rechts ab. Zuerst wandert man noch ein paar Meter auf einem Felsgrat entlang, wobei man nicht das Gefühl hat, dass es da vorne noch runter gehen kann. Aber auf einmal ist der Abstieg mit einigen Treppen vor einem. Hier empfiehlt sich aber noch ein kleiner Abstecher weiter gerade aus. Der Weg geht über ein paar Felsbrocken und dann steht man an einer fantastischen Aussicht. Im Gegensatz zu der gerade passierten Aussicht ist hier fast nie jemand anzutreffen und deshalb empfinde ich die Aussicht als eine wirkliche Superstelle.
Nachdem man sich satt gesehen hat, steigt man auf dem Ausblick_Lehnsteig_kleinLehnsteig über eine größere Zahl Stufen den Berg herunter. Nach dem Abstieg über diesen Steig erreicht man einen breiteren Wanderweg mit der Wanderwegmarkierung grüner Punkt grüner Punkt. Dem Weg folgt man nach rechts weiterhin den Berg abwärts. Nach ungefähr 300 Metern stößt zum Wanderweg die gelbe Markierung gelber Strich und hier geht es nach rechts leicht ansteigend wieder aufwärts. Die grüne Wanderwegmarkierung verlässt nach kurzer Strecke unsere Wanderung und es geht auf dem gelben Strich weiter durch den Heringsgrund aufwärts. Der Heringsgrund müsste eigentlich Sandweg heißen, weil es auf einer richtig dicken Sandschicht entlang geht. Der Heringsgrund ist ein ganz gerader Wanderweg, der nach ca. 450 Metern links abbiegt. Genau an dieser Stelle biegt an der rechten Wegseite ein unscheinbarer Weg ab, der aber an einem kleinen, aber offiziellen, Hinweisschild zu erkennen ist. Hier wird auf die nächste Attraktion, die Rübezahlstiege, hingewiesen. Der Weg steigt zum Anfang leicht an, bis sich der Weg in einen Pfad verringert und dann nach links den Hang hoch bewegt. Der Zugang zur Rübezahlstiege ist ganz gut durch die schwarzen Pfeile zu finden. Nur kurz vor dem Felsenfuß sind die Markierungen verschwunden. Aber spätestens wenn man vor einer wuchtigen großen Felswand steht, weiß man, dass es nach rechts rum geht, da der weitere Weg oberhalb der Felswand verläuft. Anfang_Ruebezahlstiege_kleinDa doch ein paar Wanderer den Weg hier hoch finden, kann man den Pfad so einigermaßen gut sehen und nach kurzer Strecke findet man die Rübezahlstiege. Der eigentliche Anfang der Rübezahlstiege ist mit einem schwarzen Oberer_Teil_Ruebezahlstiege_kleinPfeil und einem “R” gekennzeichnet. Die ersten 5 Höhenmeter sind relativ schwer zu überwinden, dann geht es aber ganz passabel den Berg hoch. Zwischendurch kommt noch eine Herausforderung, da man durch eine kurze Höhle weiter klettern muss. Bei mir sieht das meistens nicht so richtig elegant aus, aber mit einem bisschen verkeilen und Zuhilfenahme der Knie kommt man durch das enge Loch. Das letzte Stück der Rübezahlstiege bis hoch auf die Ebene ist relativ einfach und auch schnell geschafft. Am Anfang wie auch am Ende der Rübezahlstiege kann man deutlich sehen, dass anscheinend von offizieller Seite der Zugang erschwert worden ist. So sind jeweils zwei Klammen am Felsen abgesägt worden und damit ist der Einstieg ausreichend schwer, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Vermutlich hatte man einfach die Nase voll, immer wieder irgendwelche Wahnsinnige, die auf einmal die Angst gepackt hat, zu retten.
Nach einer kurzen Strecke über die Ebene erreicht man den schon bekannten Wanderweg mit der blauen Wanderwegmarkierung blauer Strich. Hier muss man tatsächlich 150 Meter über die gleiche Strecke in die Richtung Großer Winterberg wandern, also nach rechts, bis nach links die Wanderwegmarkierung roter Punkt roter Punkt abbiegt. Dieser Weg mit dem Namen Unterer Fremdenweg führt an der Seite des verbotener_Ort-Pavillon_Kleiner_Winterberg_kleinKleinen Winterbergs entlang. Eigentlich ist diese Streckenführung wirklich schade, da man so überhaupt nicht am kleinen Pavillon auf dem Kleinen Winterberg vorbeikommt. Aber der ganze Berg ist zur Kernzone erklärt worden und deshalb darf man hier oben nicht außerhalb der offiziellen Wege herumturnen. Den Pavillon kann man an der Spitze des Kleinen Winterbergs links oben sehen. Knapp hinter dem Pavillon steigt der markierte Weg vom Felsen abwärts. Es geht mal wieder über einige Stufen den Berg herunter und man folgt quer durch das bewaldete Tal der roten Wanderwegmarkierung.
Kurz vor dem Neuen Wildenstein, bzw. eigentlich sagen alle Kuhstall, kreuzt die Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich und ihr geht es jetzt nach links hinterher. Zuerst wandert man noch am Fuße des Neuen Wildenstein entlang und folgt der roten Wanderwegmarkierung ungefähr 350 Meter. Dann biegt nach links ein unmarkierter breiter Waldweg ab. Ausgeschildert ist der Beuthenfall. Der Weg geht erst parallel zum markierten Weg auf der anderen Seite einer Senke entlang und biegt dann nach links in die Richtung des Alten Wildensteins ab. Ca. 100 Meter hinter der ersten Kurve, erreicht man eine Hohlweg und dahinter biegt man nach links auf einen schnurgeraden Waldweg ab. Der Weg führt direkt auf den Alten Wildenstein zu. Im Jahre 2007 hat man anscheinend hier oben Aufforstungsmaßnahmen durchgeführt und danach die Wanderwege wieder so einigermaßen hergerichtet. Der Weg war zwar perfekt geglättet, aber so was an matschig, dass es nicht so richtig Spaß machte die paar Meter durch den Wald zu gehen. Aber solche Spuren berichtigt die Natur zum Glück sehr schnell, so dass der Weg nach nur wenigen Monaten wieder ordentlich aussehen sollte. Es geht links um den Stein herum, bis man so ungefähr an der kürzesten Entfernung zum Felsen ist. Hier geht es zum Felsen hoch. Am Felsfuß kann man gleich mehrere Boofen entdecken. Irgendwie finde ich das schon ziemlich faszinierend, dass überall Schilder drauf hinweisen, dass offenes Feuer verboten ist und man sieht in fast jeder der Boofen eine Feuerstelle. Irgendwie passt das nicht zueinander. Es geht im Uhrzeigersinn um den Felsen herum. Zwischendurch passiert man ein Felsentor und dann geht es auf den Felsen hoch. Der Aufstieg erfolgt über einen Pfad nach links den Felsen hoch. Oben angekommen schlängelt sich der Weg ein Stück über den Felsen, bis man zu einer wunderschönen Aussicht gelangt. Von hier aus hat man einen hervorragenden Ausblick auf die Affensteine, den Neuen Wildenstein und damit auf das Tal dazwischen.

Panorama_Alter_Wildenstein_klein_small

 Normalerweise ist diese Aussicht einer der ruhigsten Aussichten von dieser Qualität. Nachdem man sich auch hier satt gesehen hat, erfolgen die letzten paar Meter bis runter zum Beuthenfall. Dazu muss man wieder den gleichen Pfad vom Felsen herunter und dann den bekannten Waldweg weiter wandern. Der Weg hört nach ungefähr 300 Metern auf und dann geht links ein Pfad den Hang runter. Es geht steil den Berg abwärts bis auf den Forstweg, den man dann bis runter zum Beuthenfall verfolgt.
Damit ist eine sehr schöne Runde beendet, die gewaltig Spaß gemacht hat. Ich hätte nie gedacht, dass es so einen angenehmen Aufstieg aufs Lange Horn gibt. Auch hat mir die Ruhe auf der Runde gewaltig gefallen. Alles in Allem eine wirklich spitzenmäßige Wanderung.

Herunterladen

Zwieselhütte

Die Wanderung ist dadurch entstanden, dass mir ein netter Leser eine Wanderbeschreibung mit seinen Kindern geschickt und für die Runde ziemlich geschwärmt hatte. Mir fiel bei der Beschreibung eine Stelle mit dem Namen Zwieselhütte auf. Ich habe den Namen zwar auch schon mehrmals auf der Schrammsteinkarte von Dr. Böhm (www.boehmwanderkarten.de) gelesen, aber dass tatsächlich oberhalb von Schmilka an der Winterbergstraße eine Hütte stehen soll, konnte ich mir einfach nicht vorstellen. Ich habe den Eintrag immer für eine Plagiatsfalle gehalten, aber nach einer kurzen Google-Suche soll dort tatsächlich eine richtig große Schutzhütte stehen. So etwas kann einfach nicht unentdeckt bleiben und darum habe ich mich mit meiner großen Tochter auf den Weg gemacht.
Der Startpunkt für diese Wanderung liegt im Kirnitzschtal am Parkplatz Nasser Grund. Von hier geht es auf der sehr angenehmen Forststraße den Nassen Grund hinauf. Nach ½ Kilometer biegt nach links die Eulentilke ab. Dieser Waldweg ist schon ein Stückchen schmaler und führt durch eine schöne Schlucht mit so einigen unterschiedlichen Felsformationen aufwärts. Die Eulentilke ist aber noch so breit, dass man seinen Blick eher über den Grund und seinen Bewuchs streifen lässt als über die Felswände. Nach wieder ½ Kilometer erreicht man die Untere Affensteinpromenade, die aber nur überquert wird. Hier weist dann auch schon ein Wegweiser auf die erste Attraktion der Wanderung hin: Die Wilde Hölle. Sandsteintreppen_Wilde_Hoelle_kleinAuf dem Hinweisschild steht, dass der Aufstieg durch die Wilde Hölle als schwierig eingestuft wird. Aus unserer Sicht ist der Aufstieg nicht besonders schwierig, aber selbst unsere kleineren Familienmitglieder sind das Begehen eines Weges mit Klammern gewöhnt. Nachdem man die Klammern_in_der_Wilden_Hoelle_kleineigentlichen Felsen erreicht hat, kommt als erstes eine kurze Treppe mit einer ziemlich großen Stufe. Dann steht man in einem Felskessel, der wie eine Sackgasse aussieht. Hier befindet sich an der rechten Seite eine Eisentreppe, die am eigentlich schwierigsten Teil endet. Dabei handelt es sich um ein paar wenige Eisenklammern an einem schrägen Felsen, die aber nur ein Problem für die Psyche von Müttern mit herumturnenden Kindern ist. An dieser Stelle bleiben normalerweise nur Mitmenschen mit ordentlicher Höhenangst oder mit Hunden hängen.
Nach dieser Abwechslung geht es weiter aufwärts in Richtung Carolafelsen. Murmelweg_zwischen_Wilder_Hoelle-Carolafelsen_kleinDer Weg ist im Verhältnis zu einer platten Forststraße schon ein wenig anspruchsvoller, da so einige Felsbrocken kreuz und quer herumliegen. Aber genau so etwas macht den Weg für Kinder interessant. herbstlicher_Blick_Carolaaussicht_kleinNach ein paar hundert Metern wird die Obere Affensteinpromenade überquert und es geht weiter durch eine Felsschlucht hoch zur Carolaaussicht, die sich knapp neben dem Wanderweg befindet und mit einem Wegweiser ausgeschildert ist. Hier machen wirklich viele Wanderer Rast, da der Platz groß genug ist und man schön über das Tal der Hinteren Sächsischen Schweiz in Richtung Falkenstein und Lilienstein blicken kann.
Wenn man von der Aussicht wieder herunter geht, fällt zumindest jedem Jungen die Buche auf der rechten Seite auf. Durch seine gedrungene Form eignet sich dieser Baum erstklassig als Kletterbaum und das haben auch schon so ein paar Tausend Kinder ausprobiert. Die Wanderung führt weiter durch die Schlucht nach rechts und noch ein kleines Stück bergauf, bis der Zurückesteig mit der blauen Wanderwegmarkierung blauer Strich erreicht wird. Diesem Weg folgt man 100 Meter nach rechts, bis die gelbe Wanderwegmarkierung gelber Strich kreuzt. Hier erfolgt der Abstieg nach links in Richtung Heilige Stiege. Vor der eigentlichen Heiligen Stiege, aber auch auf der Treppe hat man einen schönen Blick auf die Felswände. Auf der eigentlichen Eisentreppe sollte man lieber die Augen auf die Treppenstufen richten, da die kleinen Stufen und das seltsame Aussehen zum Stolpern animieren. Je weiter man aber abgestiegen ist, desto abwechslungsreicher werden die Stufen und ganz zum Ende geht es durch den sandigen Heringsgrund weiter. Dieser endet dann auf dem breiten Forstweg namens Elbleitenweg, der dann auch noch mit dem grünen Punkt grüner Punkt gekennzeichnet ist. Hier geht es noch ein kurzes Stück (200 Meter) bergabwärts, bis die Winterbergstraße nach links abbiegt. Zwieselhuette_bei_Schmilka_kleinHier kommt dann die große Überraschung in Form der Zwieselhütte. Nur ein paar Meter oberhalb der Zufahrt zum Winterberg steht tatsächlich eine große Schutzhütte. Ich habe mal grob überschlagen und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich diese Stelle mindestens schon 20 Mal passiert habe und mir die Hütte tatsächlich noch nie aufgefallen ist. Die Zwieselhütte ist mit 3 Meter Breite und 6 Meter Länge für eine Wetterschutzhütte ziemlich groß und in einem überraschend guten Zustand. Vielleicht liegt das auch daran, dass sie so schön versteckt hier steht. Auf jeden Fall waren wir stolz, schon wieder etwas in der Sächsischen Schweiz entdeckt zu haben und so haben wir diese Hütte für unsere Brotzeit genutzt. Es ist schon wirklich lustig, wenn man die Wanderer unten vorbeiziehen sieht, diese einen aber überhaupt nicht wahrnehmen.
Nach diesem erfolgreichen Zwischenstopp geht es auf den Rückweg. Dazu muss man die 10 Meter von der Winterbergstraße zurück wandern, bis nach rechts der grüne Punkt grüner Punkt in Richtung Wurzelweg abbiegt. Auf diesem Waldweg wandert man ein paar Meter (300 Meter) aufwärts, bis nach links der Zugang zum Lehnsteig abbiegt. Hier geht es zuerst relativ flach, aber dann doch steiler bergauf. uraltes_Gelaender_Lehnsteig_kleinIm Sommer 2012 sind hier die Treppenstufen erneuert worden. Eigentlich fällt es überhaupt nicht auf, aber die Stufen sind tatsächlich aus einem Recycling-Kunststoff. Einerseits finde ich es ziemlich unpassend, wenn in den Wald Kunststoff eingebracht wird, aber andererseits ist er immerhin vollkommen unscheinbar und außerdem soll das Material um ein Vielfaches länger halten als die bisher benutzten Fichtenbalken. Wenn man weiter nach oben kommt, wird der Aufstieg interessanter und verläuft über ein paar Felsenstufen mit einem uralten Eisengeländer. Der Lehnsteig endet auf dem Reitsteig.
Diesem breiten Höhenweg folgt man nach links auf der blauen Wanderwegmarkierung blauer Strich. Die nächsten Meter sehen ziemlich hässlich aus, da hier der Borkenkäfer gewaltig zugeschlagen hat. Sehr ungewöhnlich sehen die umgezogenen Bäume in der ersten Reihe neben dem Wanderweg aus, aber das liegt an der Wegesicherungspflicht des Nationalparks. Im Gegensatz zu einer Buche bricht eine Fichte eher in einzelnen Stücken bei Wind ab und deshalb sind nur die abgestorbenen Bäume gleich neben dem Wanderweg umgezogen worden. Schön ist das bei Weitem nicht, aber immerhin so einigermaßen sicher.
Nach einer Strecke von ½ Kilometer auf dem Reitsteig biegt nach rechts die erste Möglichkeit zum Frienstein/Idagrotte ab. Hier wird der markierte Wanderweg verlassen und es geht abwärts. Nach einem leichten Abstieg erreicht der Weg eine komische Hundehütte, die aber eine Quelle namens Friensteinflössel beherbergt. Hier müsste die Wanderung eigentlich geradeaus weiter führen, aber zuerst wird noch eine super interessante Stelle aufgesucht. Es handelt sich um die Idagrotte. Felsinschrift_Deutsche_Waldjugend_kleinDazu wandert man an der “Hundehütte” auf der grünen Wanderwegmarkierung grüner Strich vorbei, um dann nach einem kurzen Aufstieg nach links abzuzweigen. Noch vor dem Frienstein führen gut sichtbare Trampelpfade um den Felsen. Diese Spuren sammeln sich alle in einem Durchgang und dann an einem umlaufenden Felsband. Diese Stelle ist schon eine Herausforderung an die Psyche von Eltern, auch wenn man sich ziemlich sicher ist, dass die meisten Kinder auch nicht von einem Bürgersteig fallen würden. Die Idagrotte ist nicht nur wegen der sehr großen Höhle eine Attraktion, sondern auch wegen der wirklich schönen Aussicht in die Hintere Sächsische Schweiz und auf die Felswände vor dem Kleinen Winterberg. In der Höhle lässt sich eine neuere Inschrift mit einem Bild der Deutschen Waldjugend entdecken. Es ist schon ziemlich irritierend, dass eine Jugendorganisation, die sich angeblich dem Naturschutz verschrieben hat, ein steiniges Graffiti an so einer Stelle hinterlässt. Auf jeden Fall sieht das Graffiti sehr dem Logo der Organisation ähnlich und war bestimmt etwas mehr an Aufwand.
Von hier geht es wieder zurück bis zum Friensteinflössel. Hier biegt die Wanderung wie schon beschrieben nach rechts auf der Wanderwegmarkierung grüner Strich grüner Strich ab. Die ersten paar Meter verlaufen noch ziemlich horizontal, aber man kann schon rechts die langgezogene Treppenanlage sehen. Im Gegensatz zur Heiligen Stiege ist diese Treppe aber ziemlich abwechslungsreich. Nur bei feuchtem Wetter sollte man beachten, dass die Holzbalken unangenehm glatt werden können. Die Wanderung endet auf einem horizontalen Wanderweg mit der Markierung roter Strich roter Strich. Dieser Wegmarkierung folgt man nach links. Der Wanderweg verläuft auf fast gleichbleibender Höhe, Salzlecke_Untere_Affensteinpromenade_kleinnur die Breite des Weges variiert. 200 Meter nachdem die grüne Wanderwegmarkierung nach rechts abgebogen ist, kann man rechts unterhalb des Pfades eine uralte Salzlecke im Wald entdecken. Hier haben früher die Jäger im Winter eine Lehm-Salz-Pampe zur Förderung des Knochen- und Geweihaufbaus für die Rehe und Hirsche reingeschmiert. Heutzutage findet man eher an Lichtungen Salzklötze auf Holzpfosten.
Wenn man der roten Wanderwegmarkierung weiter folgt, erreicht man die Unterseite des Bloßstocks mit dem großen Sandkasten. Blick_auf_Blossstock_von_unterer_Affensteinpromenade_kleinVom Bloßstock geht es noch ein paar wenige Meter abwärts bis zur Unteren Affensteinpromenade. Hier wechselt man für das letzte Stück der Wanderung auf die grüne Wanderwegmarkierung grüner Punkt. Auf dem nächsten Kilometer sollte man sich unbedingt zwischendurch mal umdrehen, da hier gleich zweimal sehr schöne Blicke auf den Bloßstock und die Brosinnadel zu entdecken sind. An der schon bekannten Kreuzung mit der Wilden Hölle bzw. Eulentilke geht es nach rechts hinunter bis zum Ausgangspunkt.
Tatsächlich hat uns die Wanderung sehr gut gefallen, da sie so ziemlich alles das geboten hat, was eine schöne Wanderung in der Sächsischen Schweiz enthalten sollte. Wir haben mehrere schöne Aussichten genossen, ein paar anspruchsvollere Abschnitte wie z.B. die Wilde Hölle und den Lehnsteig gehabt und die Besuchermassen halten sich auf der Strecke auch in Grenzen. Wirklich verwunderlich war, dass es die Zwieselhütte tatsächlich gibt und diese Schutzhütte so knapp neben dem Hauptweg steht.

Herunterladen

Zwillingsstiege

Beschreibung:

Zwillingsstiege_unterer_Teil_kleinDiese Wanderung hat mir ein Dresdener Geschäftspartner empfohlen. Er meinte, das wäre eine ganz besonders interessante Kletterpartie und ich sollte sie unbedingt ausprobieren. Eigentlich wollte ich sie schon bei meinem letzten Wanderurlaub in der Sächsischen Schweiz ausprobieren, aber auf einmal war nur noch das lange Wochenende zur Verfügung und zu einer solchen Zeit ist diese Wanderung nicht zu empfehlen, Zwillingsstiege_mittlerer_Teil_kleinda es dann in den Kletterstiegen enger ist als auf dem Dresdener Hauptbahnhof zu Berufsverkehr-Zeiten. Also habe ich mich an einem normalen Werktag aufgemacht und es hat sich wirklich gelohnt.
Die Wanderung beginnt am Parkplatz vom Beuthenfall und geht von dort über den grünen Punkt grüner Punkt bzw. roten Strich roter Strich den Dietrichsgrund bergauf. Kurz vor dem Bloßstock trennen sich die beiden Wegmarkierungen. Man läuft weiter auf dem roten Strich, aber auch nur 50 Meter, bis man an der Felswand angekommen ist. Zwillingsstiege_Felsspalte_kleinDann verlässt man auch diese Markierung und geht nach rechts am Felsen entlang. Der Weg wird zu einem schmalen Trampelpfad und nach ein paar Metern erreicht man ein Hinweisschild, auf dem die Häntzschelstiege von der Nationalparkverwaltung mit dem Hinweis “Nur für Geübte” bezeichnet wird. Auf dem Schild steht außerdem die Empfehlung, dass man Kinder auf dieser Stiege sichern sollte, und der Hinweis, dass der Weg nach oben durch die Häntzschelstiege eine Einbahnstraße (Weg) ist. Da ich die Häntzschelstiege schon selber hochgeklettert bin, kann ich der Empfehlung nur zustimmen. Für die Zwillingsstiege Zwillingsstiege_Wurzel_als_Kletterhilfe_kleingilt das gleiche, nur wird hier nicht von der Nationalparkverwaltung drauf hingewiesen.
Es geht weiter auf dem schmalen Pfad und 100 Meter hinter dem Abzweig der Häntzschelstiege führt ein unscheinbarer Weg nach links zur Zwillingsstiege hoch. Nach ein paar Stufen und einer Hühnerleiter kommt man am Felsen an. Als erstes geht es über ein paar Klammern ungefähr 3 Meter hoch. Danach muss man an ein paar Klammern auf einer Felskante entlanggehen und dann durch eine Felsspalte klettern. Hinter der Felsspalte muss man nur noch einmal einen etwas steileren Hang hoch, an dem aber ein Geflecht aus Wurzeln sehr hilfreich ist. Geschafft. Zwillingsstiege_komplett_kleinAlso eigentlich wirklich nicht schwer. Aber ein bisschen aufregend ist es trotzdem. Oben angekommen, geht es nach links auf der oberen Affenstein-Promenade weiter. Auch hier trifft man nach ein paar Metern wieder auf ein Hinweisschild der Häntzschelstiege. Die Zwillingsstiege ist auch von oben nicht ausgeschildert. Gut so. obere_Haentzschelstiege_Einstieg_kleinSo bleibt dieser Kletteraufstieg den Zufallskletteren unentdeckt. Wenn man über diesen Weg entlanggeht, sieht man an der gegenüberliegenden Felswand die Stelle, an der man gerade geklettert ist, die Zwillingsstiege.
Nach wiederum ein paar Metern kommt man an der Stirnseite der Felsen an. Würde hier nicht eine Hühnerleiter zu einer Felsspalte hoch gehen, man würde diesen Einstieg nicht finden. In der Spalte steht man dann in einem Kamin, obere_Haentzschelstiege_Aufstieg_Klammern_1_kleinder gerade (2002) mit neuen Klammern, Sicherungsseilen und einer Leiter ausgestattet worden ist. Ganz interessant ist, wie man es geschafft hat, eine Zugangsbeschränkung einzubauen. Die unterste Klammer ist auf ca. einem Meter Höhe angebracht. So sperrt man erstmal alle die aus, die schon bei einer doppelten Stufe von einer Bergbesteigung sprechen. Aber leider kann man auf diesem Weg nur die Leute aussperren, die physisch nicht ganz so fit sind. Es gibt dann noch das Problem der psychischen Stärke und das taucht erst hinter den Klammern und der Leiter auf. obere_Haentzschelstiege_Ausblick_kleinOben angekommen, geht es in luftiger Höhe nur über ein paar Klammern am Felsen entlang. Wer hier nicht einigermaßen schwindelfrei ist, bekommt ein Problem. Wer es aber dann bis oben geschafft hat, kann sich über einen sehr schönen Ausblick freuen. Zurück geht es jetzt über das Lange Horn. Der Wanderweg wird langsam aber sicher immer breiter und an der Abzweigung zum Carolafelsen schon fast zu einer Wanderautobahn. Na ja, ist natürlich etwas übertrieben, aber so empfindet man diesen breiten Weg, wenn man vorher über die Häntzschel- bzw. Zwillingsstiege gekommen ist. Zum Carolafelsen sollte man einen kurzen Abstecher unternehmen. Es kann zwar sein, dass sich hier an einem Wochenende ein paar Wanderer treffen, aber den Ausblick in einen fantastischen Talkessel sollte man sich nicht entgehen lassen. Vom Carolafelsen geht es ein kleines Stück wieder auf dem bekannten Weg zurück, bis man die Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich erreicht. Dieser Markierung folgt man aber nur 100 Meter bis der gelbe Strich gelber Strich den Weg quert. Auf diesem geht es nach rechts weiter. Der Weg führt in einer Schleife um ein kleines Prebischtor. Wenn der markierte Weg auf Stufen ins Tal verschwinden möchte, sollte man noch einmal eine Stelle aufsuchen, an der man einen fantastischen bis wahnsinnigen Ausblick genießen kann. Falkenstein_kleinIch weiß leider nicht, wie die Stelle heißt, aber sie ist auf der Affensteinwand und sehr einfach zu erreichen. Man geht einfach an den Stufen den bis jetzt gewanderten Weg weiter und kommt an eine Felsspitze, die zu einer Rast einlädt. Nach dieser Rast geht es den Berg runter weiterhin auf der gelben Markierung. Der Weg ist im unteren Teil vom Regen schon ziemlich ausgespült, aber das ist eigentlich auch gar kein Wunder, denn er hat den Namen Sandloch. vordere_Schrammsteine_kleinUnten angekommen, erreicht man eine Wanderweg-Kreuzung, die man aber nur überquert. An dieser Stelle treffen sich 5 Wege. Wir wählen den Jordanweg, der einen direkt in den Nassen Grund führt. Den Nassen Grund-Weg erreicht man nach 800 Metern. Auf diesem gut ausgebauten Forstweg gelangt man wieder runter ins Kirnitzschtal. Jetzt muss man nur noch zu seinem Auto zurück finden. Hier bietet sich der Flößersteig ganz hervorragend an. Es geht also nach rechts auf dem Flößersteig weiter bis man wieder am Beuthenfall ankommt.

Herunterladen

Wildschützensteig

Die kleinen Mädchen der Familie Geier fangen an, genaue Vorstellungen zu haben, was sie unternehmen wollen. So war der Wunsch der großen Tochter (jetzt 8 Jahre), mal wieder so etwas wie die Wanderung Wilde Hölle zu unternehmen. Da ich dieses Jahr noch nicht auf dem Frühstücksplatz war und der letzte Besuch auf den Schrammsteinen wegen Überfüllung abgekürzt werden musste, war der ungefähre Streckenverlauf bestimmt. Der Startpunkt liegt im Zahnsgrund wenige Meter oberhalb der Schrammsteinbaude. Von dem Parkplatz geht es ein paar hässliche Meter (ca. ½ Kilometer) den Hang auf der Straße abwärts, bis nach links die Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich abbiegt. Auch wenn die Wanderung durch den Lattengrund die ersten 100 Höhenmeter aufsteigt, so fällt es einem kaum auf, da der Weg sehr angenehm abwechslungsreich ist. Nicht nur, dass es durch eine enge Schlucht mit hohen Felswänden geht, der Weg über die Stege und Stufen ist auch ziemlich vielfältig. Wenn man mit Kindern unterwegs ist, Kletterfelsen_Lattengrund_kleinbietet sich auch noch ein größerer Felsklotz als erste Klettereinlage an. Die Stufen und die schräge Fläche sehen auf jeden Fall so aus, als wenn schon ein paar tausend Füße hochgeklettert und dann wieder heruntergerutscht wären. Nach dem ersten Anstieg erreicht die Wanderung eine Ebene im Wald vor den Schrammsteinen. Hier wandert man sehr angenehm weiter in Richtung Schrammtor. Auch an der nächsten größeren Waldwegekreuzung folgt man der blauen Wanderwegmarkierung, die mit einer kleinen Steigung zum Schrammtor aufsteigt. Hier hat die Tochter natürlich gleich mal wieder protestiert und die Wortwahl “Schrammtor” kritisiert. Es ist aber auch komisch, warum ein Durchgang durch zwei hohe Felswände Tor genannt wird. Aber beeindruckend sind die Felswände und die Klettermöglichkeiten an der ersten Felsecke trotzdem.
Von hier geht es weiter auf der blauen Wanderwegmarkierung, bis nach links der Wildschützensteig abbiegt. An dieser Stelle befinden sich in ganz kurzem Abstand zwei unterschiedliche Pfade auf die Schrammsteine. Damit sich die Wanderer nicht ganz so gegenseitig behindern, sind für beide Wege Richtungen vorgegeben. So geht es auf dem linken Weg (Wildschützensteig) nur aufwärts und der rechte Weg (Jägersteig) ist für den Abstieg reserviert. Eigentlich eine ganz einfache Sache, aber irgendwie gibt es immer mal wieder Wanderer, die schon mit solch einer einfachen Regelung überfordert sind. Vielleicht sind es aber auch nur ausländische Gäste, die den deutschen Hinweis zum Anfang des Weges nicht verstehen. Die Bezeichnung Steig passt schon ganz gut zu dem Aufstieg. Noch bevor der eigentlich spannende Aufstieg beginnt, passiert man eine steinerne Hütte, die früher ein Stützpunkt der Bergrettung war. Heutzutage hat die Hütte keine Funktion mehr, aber eine große Tafel erklärt die Historie.
Gleich neben dem kleinen Häuschen startet der Wildschützensteig mit ein paar Steinstufen auf einer Felskante. Bergrettungshuette_Wildschuetzensteig_kleinDas ist nicht besonders schwierig zu absolvieren und zur Sicherheit ist auch noch ein stabiles Rohr zum Festhalten montiert. Leiter_Wildschuetzensteig_kleinAls nächstes kommen, zweimal hintereinander abwechselnd, eine Eisenleiter und eine Gitterrosttreppe. Das sollte für jeden normalen Wanderer kein Problem sein, außer man hat extreme Höhenangst, aber dann ist man in der Sächsischen Schweiz sowieso fehl am Platze. Viel eher ist man aus der Puste, aber dafür wird man dann nach dem Aufstieg schon bald belohnt. Am Ende der Treppen des Wildschützensteiges geht es nach links, um noch ein paar ganz wenige Höhenmeter zu absolvieren. Hier fällt eine kleine Eisenleiter mit fünf Stufen auf, die auf dem Rückweg ein wichtiges Kennzeichen ist. Zuerst geht es aber hinauf auf die Aussicht von den Schrammsteinen. Ausblick_von_Schrammsteinen_auf_Schrammsteinkette_kleinEs gibt in der Sächsischen Schweiz eine Vielzahl toller Aussichten, aber nur ganz wenige befinden sich in der Klasse wie die Schrammsteinaussicht. Von hier kann man in das Elbetal, auf die Tafelberge der gegenüberliegenden Elbeseite, den Falkenstein, die Hohe Liebe und die eigentliche Schrammsteinkette blicken. Es gibt wahnsinnig viel zu sehen, aber leider wissen das auch noch eine ganze Menge andere Leute und deshalb ist die Aussicht häufig überfüllt.
Für den Wanderer, der ähnlich wie wir auch mal eine ganz besonders ruhige Aussicht ganz in der Nähe besuchen möchte, haben wir etwas Besonderes. Da die Schrammstein-Aussicht eine Sackgasse ist, geht es jetzt wieder zurück bis zur letzten Eisenleiter. Gleich am Fuße der Leiter biegt nach rechts (von oben kommend) ein Pfad ab. Hier steht zwar einer dieser Besucherlenkungsholzzäune, der aber mit einer Schlucht_beim_Zugang_Fruehstuecksplatz_kleinAussparung zum Drüberklettern einlädt. Gleich dahinter fällt der Hang steil, aber mit einem deutlich zu erkennenden Trampelpfad ab. Nach wenigen Metern Abstieg folgt man dem Pfad nach rechts. Die Wanderung passiert zwei Felsspalten, bei denen man ein wachsames Auge auf seine Kinder werfen sollte, da die Stellen doch ziemlich tief sind. Etwas mehr als 100 Meter hinter der Eisenleiter erreicht man eine Bergungsbox. So praktisch, wie diese Kiste hier hängt, muss sie natürlich auch mal untersucht werden, was denn wohl der Inhalt ist (Erstehilfepaket und Trage).
Gleich an der Bergungsbox durchschneidet eine Schlucht den weiteren Zugang zum Frühstücksplatz und so Bergungsbox_Zugang_Fruehstuecksplatz_kleinmuss man hier einmal ein paar Meter runter in die Senke klettern, um dann gleich gegenüber wieder aufzusteigen. Blöderweise muss man hier für 10 Meter Strecke mindestens 30 Meter zurücklegen. Die Strecke sieht von oben bzw. gegenüber viel wilder aus, als sie denn wirklich ist. Da meine Tochter diese Strecke das erste Mal gegangen ist, dachte ich eigentlich, dass ich ihr helfen müsste, aber sie hat es tatsächlich ganz alleine geschafft. Dabei hat sie mir mehrere Male sehr anschaulich gezeigt, wie gelenkig so kleine Flöhe sein können. Nach der Schlucht folgt man dem Pfad weiter und hält sich links von den großen Felsen. Schon erreicht man einen der schönsten und ruhigsten Plätze der gesamten Sächsischen Schweiz, den Frühstücksplatz. Wir sind die Wanderung an einem sommerlichen Montagmittag gewandert und auf der Schrammsteinaussicht waren die Besucherzahlen noch gerade so erträglich. Hier auf dem Frühstücksplatz konnten wir eine halbe Stunde Picknick machen, ohne dass wir einen Menschen gesehen oder gehört haben. Die riesige Fläche des Frühstücksplatzes bietet dazu reichlich Möglichkeit und auch von hier hat man eine sehr schöne Aussicht. Na gut, die östliche Richtung ist eingeschränkt durch die höheren Felsen der Schrammsteinkette, aber in Richtung Elbe und vordere Sächsische Schweiz kann man auch von hier ganz hervorragend blicken. Ganz interessant an der Aussicht ist auch noch, dass genau vor der Ebene das Große und Kleine Schrammtor liegen, ohne dass man es auch nur erahnen kann.

Panorama_Fruehstuecksplatz_klein

Nachdem man sich gestärkt hat (mit Lakritz, Gummibärchen und für die Mami Obst), geht es wieder das bekannte Stückchen zurück bis zur Eisenleiter. Nach dem Erreichen der Leiter wandert man noch die paar Meter weiter abwärts bis zum Wildschützensteig. Hier wird der bekannte Weg verlassen und es geht noch ein Abstieg_Mittelwinkel_kleinMinistück auf der Höhe über den blauen Strich blauer Strich, bis nach links der Mittelwinkel abbiegt. Dieser Weg von den Schrammsteinen ist mit dem grünen Punkt grüner Punkt gekennzeichnet. Da es auch noch an dieser Stelle ziemlich steil ist, erfolgt der Weg nach unten über eine Eisenleiter und einige Gitterroststufen, die aber sehr gut ausgebaut sind und so ist das einzige Problem die Belastung der Kniegelenke. Am Ende des Abstiegs erreicht man einen richtig breiten Waldweg, der nach links weiter gewandert wird. Dieser sehr angenehme Forstweg hat die Wanderwegmarkierung gelber Strich gelber Strich.
Auf unserer Wanderung konnte man gut merken, dass auch in Sachsen Schulferien waren, da gleich an mehreren Stellen Kinder mit ihren Vätern, oder waren es sogar Opas, ihre ersten Kletterversuche unternahmen. Rechts kann man weit unterhalb des Weges eine dicke große Felsmurmel im Wald entdecken. Ich würde mal schätzen, dass der Felsen 10 Meter hoch ist und so richtig schön glattpoliert aussieht. Die Kletterer nennen den Felsen Baustein und er ist als nicht ganz so einfacher Klettergipfel eingeteilt (Schwierigkeitsklasse > VIIa). Die Wanderung schlängelt sich einen Kilometer um die östliche Seite der Schrammsteine und erreicht dann einen Abzweig nach rechts.
Hier geht es mit der Wanderwegmarkierung grüner Punkt grüner Punkt weiter. Auch wenn der Wald an der Stelle schon ziemlich über den Weg gewachsen ist, so kann man geradeaus an mehreren Stellen den Falkenstein entdecken. Nach einem Ministück von 100 Metern auf der grünen Wanderwegmarkierung befindet sich gleich neben dem Wanderweg einer dieser Besucherlenkungszäune mit einer Aussparung. Wenn man hier über die Aussparung steigt und die paar Stufen dahinter hochsteigt, kommt man zum Fuße des Falkensteins. Der Felsen ist eigentlich für Wanderer vollkommen langweilig, da man nur als Kletterer hoch kommt. Trotzdem macht es aus unserer Sicht immer wieder Spaß, den Kletterern zuzusehen, wie man an einer senkrechten Felswand hoch kommen kann. Rund um den Falkenstein führen zwei Pfade, der erste gleich am Felsen und der zweite in einem knappen Abstand. Bis jetzt haben wir immer den unteren Pfad gewählt, so brauchen die Kletterer nicht um ihr Hab und Gut zu fürchten und außerdem ist es viel einfacher, die Felsen ohne Genickstarre zu betrachten. Kletteropa_mit_Enkel_Falkenstein_kleinAuf der Rückseite des Falkensteins befindet sich auch noch ein weiterer kleiner Felsen, der auch immer wieder gerne für die ersten Kletterversuche genutzt wird. Dabei handelt es sich um den Oberen Lagerwächter und auch hier konnten wir einen Zwerg mit seinem Opa beim Abstieg beobachten. Da der Felsen an der Wand durch einen Absatz überhängend war, wurde der Opa mit einer ängstlichen Stimme auf den fehlenden Felsen hingewiesen. Wir haben uns darüber amüsiert, aber der kleinen Maus war in dem Moment nicht zum Spaßen zumute.
Nach noch einem kurzen Stückchen um den Falkenstein geht es wieder über die Treppe zurück auf den markierten Wanderweg. Jetzt kommt das letzte Teilstück der Wanderung und dazu geht es nach rechts runter in den Schießgrund. Der Weg hier herunter ist sehr ähnlich wie der Aufstieg durch den Treppengrund zum Anfang der Wanderung. Ganz besonders fällt in dieser Schlucht der Felsen auf der rechten Seite mit seinen Eisenschichten auf. So viele wilde Adern wie in diesem Felsen sind nur sehr selten zu sehen. An der zweiten Felswand befindet sich auch noch eine Jahreszahl von 1858, die einem deutlich macht, dass hier schon sehr lange Wanderer die Natur genießen. Ob die Buchstaben (K.H.P.) unter der Jahreszahl aus dieser Zeit stammen, glauben wir nicht, da irgendwie die Buchstaben anders aussehen als die Zahlen. Der Ausgangspunkt der Wanderung ist bald erreicht und damit ist eine wirklich tolle Runde zu Ende gegangen, die alles beinhaltete, was eine schöne Wanderung in der Sächsischen Schweiz ausmacht: tolle Aussichten, ein paar interessante Auf- und Abstiege, ein bisschen Ruhe und ein ordentlicher Rastplatz. Besser geht es nicht.

Herunterladen

Kleiner Kuhstall

Ein netter Leser hatte uns darauf hingewiesen, dass wir die offizielle Boofe am Kleinen Kuhstall an der falschen Stelle im Schmilkaer Kessel vermuteten. Die Beschreibung des Lesers von der Position und dem Aussehen des Kleinen Kuhstalls hat uns sehr neugierig gemacht und so ging es mal wieder zu einem Kleinen Kuhstall in der Sächsischen Schweiz. Auch wenn dieser Kleine Kuhstall eigentlich eher auf der Seite des Schmilkaer Kessels liegt, befindet sich der Startpunkt im Kirnitzschtal am Beuthenfall. Hier geht es auf der Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich aus dem Kirnitzschtal heraus in Richtung Affensteine/Bloßstock. Die Wanderung durch den Dietrichsgrund und dann ein Stückchen auf dem Vorderen Heideweg ist sehr angenehm und man kommt ungewöhnlich schnell bis hoch an die Felsen. Die rote Wanderwegmarkierung führt bis an den Felsfuß des Bloßstocks. Hier sieht es schon ziemlich interessant aus, weil sich in den Jahrhunderten ein richtig großer Sandkasten angehäuft hat. Man kann aber auch den einzelnen Felsen gut ansehen, dass dieser Sand immer weiter abgetragen und das Elbsandsteingebirge mit der Zeit kleiner bzw. niedriger wird. Zum Glück ist es ein gigantisch langsamer Prozess, den man als Mensch nur beim sehr aufmerksamen Beobachten entdeckt.
Von dem großen Sandkasten geht es nach rechts weiter. Schon nach wenigen Metern stößt man auf einen Besucherlenkungszaun, der aber eine Aussparung hat. Hier steigt man drüber und passiert ein Hinweisschild zur Häntzschelstiege. Die nächsten paar hundert Meter sollen zwar etwas Besonderes sein, aber die Häntzschelstiege ist es diesmal nicht. Der Zugang zur Häntzschelstiege wird nach wenigen Metern links liegen gelassen und man folgt dem Pfad weiter. Bald nimmt die Steigung zu und es geht über ein paar Stufen weiter in Richtung der Felsen. Am Anfang der Treppen wird mit einem Schild auf das Ziel, die Zwillingsstiege, hingewiesen. Hier wird erklärt, dass der Weg nur als Aufstieg und nur für Geübte gedacht ist. Klettern_auf_Felsenband_Zwillingsstiege_kleinAußerdem steht auf den Schildern, dass Selbstsicherung empfohlen wird und dass man für sein Tun selber verantwortlich ist. Dazu darf sich jeder seinen Teil denken und dann an den Aufstieg machen. An zwei Stellen erleichtern Eisenklammern den Aufstieg über das Felsenband. Klettern_mit_Wurzelhilfe_Zwillingsstiege_kleinNach der Hälfte an Höhenmetern passiert die Wanderung bzw. in diesem Fall die Kletterei die markanteste Stelle der Zwillingsstiege. Es handelt sich um eine Engstelle neben einer Felsnadel, die netterweise durch ein paar eingelegte Hölzer vereinfacht ist. Dahinter geht es über eine Leiter wieder ein paar Höhenmeter abwärts und dann kommt der einfachere Teil der Zwillingsstiege. Zuerst erleichtert eine riesige Wurzel den Aufstieg und dann geht es noch relativ leicht weiter aufwärts.
Die Zwillingsstiege endet auf der Oberen Affensteinpromenade, die dann nach rechts weiter gewandert wird. Der Weg ist nach dem Aufstieg sehr angenehm zu gehen und es ist schon fast schade, dass diese Erholung nach einem ¾ Kilometer unterbrochen wird. An der Wegkreuzung mit dem Hinweisschild auf die Wilde Hölle und den Carolafelsen wird die Affensteinpromenade verlassen und es geht nach links den ziemlich hubbeligen Weg aufwärts. Bis zum Zugang zur Carolafelsenaussicht geht es etwas weniger als 200 Meter durch ein richtiges Murmelfeld. Aussicht_Carolafelsen_Falkenstein-Lilienstein_kleinDiese Aussicht, die relativ groß ist und einen wirklich schönen Blick zwischen den Schrammsteinen und der Hohen Liebe in die Richtung der Vorderen Sächsischen Schweiz bietet, sollte man sich nicht entgehen lassen und deshalb zweigt man mal eben die paar Meter nach rechts ab. Das große Manko an dieser Aussicht ist, dass der Platz schon zu bekannt ist und damit manchmal zu viele Wanderer hier oben ihre Rast abhalten.
Als nächstes geht es wieder von der Aussicht herunter und die letzten paar Meter aus der Schlucht nach rechts aufwärts. Hier erreicht man die Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich, der nach rechts, die Treppen runter, gefolgt wird. Nach 100 Metern erreicht man die gelbe Wanderwegmarkierung gelber Strich, auf der es nach links zur Heiligen Stiege weiter geht. Die Heilige Stiege ist eine riesig lange Eisentreppe, die im Aufstieg schon ganz schön anstrengend sein kann, aber im Abstieg leichter zu bewältigen ist. Nur bei nassem Wetter sollte man vorsichtig sein, weil dann die Kombination nasses Gummi auf Eisen sehr gefährlich ist. Im unteren Teil der Heiligen Stiege wechselt das Baumaterial der Stufen in Holzschwellen und dann im Horizontalen in einen Sandweg. Die Wanderung durch den Heringsgrund erreicht an einem Rechtsknick eine etwas breitere Stelle, an der, deutlich zu sehen, zwei Wege im Abstand von 50 Metern nach links abzweigen. unterer_Zugang_zur_Ruebezahlstiege_kleinDer zweite Pfad ist für diese Wanderung der bessere Weg und so führt ein leicht ausgewaschener Sandweg aufwärts. Damit anscheinend die zukünftigen Regenfälle nicht noch mehr von dem Pfad abtragen, hat man hier links und rechts des Weges Reisig hingelegt. Vielleicht bleibt damit ein bisschen mehr Sand hängen und es wird nicht ganz so viel runter ins Tal gespült.
Auf dem Weg nach oben hält man sich an der Weggabelung links und dann geht es den Hang hinauf, bis eine senkrechte Wand das Weiterkommen verwehrt. Hier biegt man nach rechts ab, um dann in einer Schleife auf die Wand hoch zu gelangen. Im Gegensatz zur Perspektive von unten sieht die Wand von oben gar nicht mehr so hoch aus und man steigt weiter auf. Spätestens ab der senkrechten Wand sind auch schwarze Pfeile (Zugang Kletterfelsen) mit einem „R“ als Wegweiser in die Richtung Rübezahlstiege angebracht. Von dem Pfad oberhalb der Felswand muss man ungefähr 50 Meter weiter wandern, bis nach rechts der Aufstieg zur Rübezahlstiege beginnt. Die ersten zwei – drei Meter sind wirklich komisch, da hier keinerlei Hilfsmittel vorhanden sind und man irgendwie automatisch nach rechts rüber möchte. Sobald man dann aber die Spalte links erreicht hat, entdeckt man ein paar Eisenklammern, die beim weiteren Aufstieg sehr hilfreich sind. Richtig lustig wird es noch mal auf halber Strecke durch die Rübezahlstiege. Klettern_in_der_Hoehle_Ruebezahlstiege_kleinDenn dann kommt eine Höhle, in der man ein kurzes Stück hoch muss (netterweise sind hier zwei neue Eisenklammern zum Überwinden der drei Meter angebracht worden) und dann geht es durch eine Öffnung im oberen Teil wieder heraus. Dadurch, dass man sich im oberen Teil der Höhle auf einen Vorsprung setzen kann, ist der Weg durch das Loch eher eine lustige Krabbelei, die ein ganz kleines bisschen Gelenkigkeit abverlangt.
Auch oberhalb der Höhle muss man noch etwas Klettern, aber im Verhältnis zum unteren Teil ist das sehr einfach und schnell geschafft. Nach insgesamt 80 Höhenmetern Aufstieg erreicht oberhalb_der_Hoehle_Ruebezahlstiege_kleinman eine deutlich sichtbare Ebene. Eigentlich würde die Wanderung von hier noch ein paar Meter weiter geradeaus gehen, aber zuerst wird gleich über den linken Pfad eine Aussicht besucht. Am oberen Rand von Schmilka ist eine neue Informationsstelle des Nationalparks eingerichtet worden. Das Thema dieses Hauses ist Bergsport und Naturschutz. Dabei hängt dort ein Foto von den vielen unterschiedlichen Kletterwegen an der Fluchtwand. Blöderweise hat sich auch ein Wanderfalkenpaar genau in der Mitte der Wand eine Stelle als ihren Brutplatz ausgesucht und damit stoßen natürlich die Falken und die Interessen der Kletterer aufeinander. von_gegenueberliegender_Talseite-Wenzelwand_kleinDie Fluchtwand ist von der Aussicht die zweite große Felswand. Die erste Felswand ist die Wenzelwand. Auch wenn man das eigentliche Nest dieses sehr großen Falken nicht entdeckt, so kann man ihn zwischen April und Juli im Schmilkaer Kessel kreisen sehen. In dieser Zeit versorgt er seine Jungvögel.
Die Wanderung führt wieder zurück bis an den Ausgang der Rübezahlstiege. Hier wandert man ein kurzes Stück (100 Meter) auf der Ebene, bis nach links ein flacher Grund mit einem deutlich sichtbaren Pfad abzweigt. Gekennzeichnet ist der Pfad wieder mit einem schwarzen Pfeil. Der Abstieg hinunter in die Senke ist ziemlich einfach und der Pfad führt leicht nach rechts zu einer langgezogenen Felswand. suedliche_Seite_Felsentor_Kleiner_Kuhstall_kleinAm Ende des Felsens steht überraschenderweise der Kleine Kuhstall, der aber gar nicht mal so klein ist. Immerhin ist die Felsöffnung gut drei Meter hoch und fünf Meter breit und damit ein ganzes Stück größer als der Kleine Kuhstall oberhalb vom Polenztal. Wirklich verwunderlich ist, dass sich hier nur sehr wenige andere Wanderer hin verirren, zumindest sehen die Spuren auf dem zuführenden Pfad und unterhalb des Tores danach aus.
Auf der Rückseite der gerade begangenen Felswand befindet sich auch eine der offiziellen Boofen. Hier dürfte man im Freien übernachten, aber der Platz scheint nicht so richtig beliebt oder bekannt zu sein. Felsschichten_in_Schlucht_am_Kleinen_Kuhstall_kleinVon der Boofe geht es weiter in nördliche Richtung. Auch hier folgt man weiterhin nur dem Pfad, der auf der gegenüberliegenden Seite in einer engen Felsschlucht aufwärts geht. Der Felsen auf der linken Seite sieht besonders ungewöhnlich aus, da ganz viele Schichten übereinander gepackt sind, diese aber irgendwie abgerundet wirken (sieht ein bisschen aus wie ein Dönerspieß). Nachdem man die Schlucht hoch gestiegen ist, kommt am Ende noch ein Linksknick und dann steht man vollkommen überraschend auf dem Reitsteig. Dieser breite Wanderweg wird aber bei dieser Wanderung nur überquert und auf der gegenüberliegenden Seite geht es abwärts in Richtung Frienstein bzw. Idagrotte. Nach einem kurzen Abstieg erreicht man das Friensteinflössel, was eine Quelle ist, die aus einer Art Hundehütte läuft. An der Quelle geht man ein paar Meter auf der grünen Wanderwegmarkierung grüner Strich vorbei, um nach ein paar Stufen aufwärts nach links zur Idagrotte abzubiegen. schmales_Felsband_zur_Idagrotte_kleinDie Idagrotte befindet sich auf der Rückseite des Felsens und kann nur über einen Zugang auf einem Felsband erreicht werden. Dieses Felsband ist einen Meter breit und eigentlich sollte das für keinen ein Problem darstellen, denn man fällt ja normalerweise auch nicht vom Bürgersteig. Die Praxis sieht irgendwie anders aus. Hier scheint der Kopf von sehr vielen Wanderern verrückt zu spielen. Das Beste war eine Dame, die sich an der engsten Stelle erst mal hingesetzt hat, um die Aussicht zu genießen. Da wird es auch für die nervenstärksten Mitmenschen ziemlich schwierig, da noch vorbeizukommen. Die Idagrotte ist aber schon ein ganz besonderer Platz, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Einerseits ist die Höhle für Sächsische-Schweiz-Verhältnisse ungewöhnlich groß und außerdem hat man einen fantastischen Blick auf die Hintere Sächsische Schweiz.
Nach diesem sehr schönen Platz geht es an den Abstieg. Dazu muss man wieder auf dem bekannten Pfad bis vor zur grünen Wanderwegmarkierung grüner Strich. Hier geht man nach rechts und passiert bald die bekannte Quelle. Der eigentliche Abstieg ist eine lange Treppe mit Holzbalken, die aber durch ihre variantenreiche Form gar nicht so langweilig ist. Je länger man der grünen Wanderwegmarkierung folgt, desto breiter wird der Weg und das Maximum ist mit dem bekannten Forstweg im Dietrichsgrund erreicht. Dieser führt zum Ausgangspunkt am Beuthenfall zurück.
Diese Wanderung hat uns ganz besonders gut gefallen, da wirklich alles einer typischen Wanderung in der Sächsischen Schweiz enthalten ist. So sind zwei Klettereinlagen enthalten, es gibt gleich mehrere schöne Aussichten in die Landschaft und auf Felsen und zu guter Letzt ist sogar noch eine besondere Überraschung mit dem Kleinen Kuhstall enthalten. Kurzum, es ist also eine perfekte Wanderung.

Herunterladen

Malerweg Teil 4

Der Malerweg Teil 4 beginnt natürlich dort, wo Teil 3 aufgehört hat, im schönen Altendorf. Die Wanderung verläuft auf der östlichsten Straße (Zum Hegebusch) vom Blumenladen runter in Richtung Kirnitzschtal. Es geht hinter dem Altendorfer Neubaugebiet Hegebusch mit einem Knick nach rechts und verläuft von dort bis zur Altendorfer Dorfbachklamm. Diese wirklich schöne Schlucht geht es hinunter. Der Abstieg erfolgt über ein paar Naturstufen und eine längere Eisentreppe. Unten erreicht man die Hartungpromenade, der man nach links folgt. Nachdem dieser sehr angenehm zu gehende Weg auf der Kirnitzschtalstraße endet, geht die Wanderung auf der gegenüberliegenden Straßenseite hinter dem Adrian_Zingg_Ostrauer_MuehleOstrauer Campingplatz den Berg hoch. Die ersten paar Meter ist der Weg mit dem roten Punkt roter Punkt gekennzeichnet und nach 100 Metern Aufstieg geht es nach rechts weiter auf dem grünen Strich grüner Strich. Der Weg steigt über einen angenehm ruhigen Waldweg zuerst in die Richtung zum Falkenstein hoch. Dass dieser Felsen so einige Male gemalt worden ist, liegt an seiner Position und seinem auffälligen Aussehen. Genauso wie der Lilienstein steht der Falkenstein als ein zylindrischer Felsen frei in der Landschaft. Der Falkenstein ist nicht ganz so riesig wie der Lilienstein, aber genauso schön anzusehen. Kurz vor dem Falkenstein_kleinFalkenstein verlässt die Wanderung den grünen Strich und es geht auf einem Wanderweg weiter, der nur mit dem Malerweg-Zeichen gekennzeichnet ist. Ein Hinweisschild weist aber schon auf das nächste Ziel, das Schrammtor bzw. die Schrammsteine, hin. Nach einer Strecke von ungefähr 400 Metern erreicht man einen Wanderweg, der am Fuße der Schrammsteine entlang läuft, hier biegt man nach rechts ab, um der Wanderwegmarkierung grünern Punkt grüner Punkt ein Stück (ca. ½ Kilometer) zu folgen. Der grüne Punkt würde um die Felsen der Schrammsteine drum herum gehen, da aber nach links das wirklich interessante Schrammtor zu sehen ist, geht es auf der Wanderwegmarkierung blauer Strich blauer Strich entlang. Schrammtor_kleinDas Schrammtor ist eigentlich nichts anderes als der Durchgang durch die letzten Ausläufer der Schrammsteine. Trotzdem sehen die Felswände, ganz besonders die auf der linken Seite, ziemlich beeindruckend aus. Das Schrammtor macht immer den Eindruck, als wenn hier riesige Menschenmengen herumturnen würden, da in dem ganzen Bereich Sand als Untergrund zu sehen ist und kaum noch Vegetation vorhanden ist. Entweder ich hatte bis jetzt immer Glück, dass ich kaum Leute dort angetroffen habe, oder es gibt irgendeinen anderen Grund für den extrem sandigen Untergrund mit der fehlenden Vegetation. Was auf jeden Fall beeindruckend aussieht, und vielleicht doch für größere Besucherzahlen spricht, sind die Spuren auf dem kleineren Felsen am Eingang des Schrammtors. Hier sind schon so ein paar Tausend Leute hochgeklettert und dadurch sind die ausgelatschten Stufen entstanden.
Vom Schrammtor geht der Malerweg jetzt noch ein kleines Stück am Fuße der Schrammsteine entlang, bis nach links der Aufstieg über den Jägersteig erreicht ist. Es geht über einige Treppenstufen hoch auf den Schrammsteinrücken. Ein bisschen schade ist, dass der Malerweg über den Jägersteig geführt wird und nicht über den Wildschützensteig, der ein bisschen weiter nach links hoch geht. Würde der Weg hier hoch gehen, dann käme man fast direkt an der Schrammsteinaussicht auf den Felsen. So aber müsste man für diese erstklassige Aussicht erst mal wieder nach links über den Schrammsteinrücken wandern und nach der Aussicht den gleichen Weg wieder zurück gehen. Der Umweg beträgt zwar nur 2 x 400 Meter, da es sich aber um ein paar relativ enge Stellen handelt und hier oben doch so einige Wanderer unterwegs sind, kann sich der Ausflug zu den Aussichten schon mal hinziehen. Zu empfehlen ist der Abstecher auf jeden Fall. Jetzt geht die Wanderung immer weiter über den Schrammsteinweg der blauen Markierung hinterher. Insgesamt folgt man der blauen Markierung 2,4 Kilometer, das dürfte also mindestens eine halbe Stunde sein, dann verlässt man den markierten Weg. Genau vor den Stufen des Zurückesteigs biegt man nach links ab, um in Richtung Dom weiter zu wandern. Der Weg schlängelt sich noch ein Stück auf den Felsen entlang und dann erfolgt der Abstieg am Kleinen Dom runter ins Sandloch. Das erste Stück des Abstiegs erfolgt über eine größere Anzahl Stufen und dann geht es durch einen riesigen Sandkasten bis zum Zeughausweg weiter. Der Abstieg ist mit dem gelben Strich gelber Strich markiert, der jetzt in einen grünen Punkt überwechselt. Jetzt schlängelt sich der Weg unterhalb der KuhstallhoehleAffensteine auf einem angenehm zu gehenden Weg entlang. Kurz hinter dem Bloßstock biegt der markierte Weg nach links ab und der Malerweg verlässt die Felsen der Affensteine.
Johann_Carl_August_Richter_KuhstallhoehleLudwig_Eduard_Luetke_KuhstallÜber das nächste Teilstück der Wanderung haben wir uns etwas geärgert. Der Malerweg steigt jetzt bis runter zum Beuthenfall ab und dann geht es über ein 600 Meter langes Teilstück auf der Straße im Kirnitzschtal entlang, bis zum Lichtenhainer Wasserfall. Damit auch dieses Teilstück des Malerwegs auf eine ordentliche Anzahl Höhenmeter kommt, geht es danach wieder über den roten Punkt roter Punkt den Berg zum Kuhstall bzw. Neuen Wildenstein hoch. Aus unserer Sicht ist der Lichtenhainer_WasserfallLichtenhainer Wasserfall nicht so sehenswert, dass man erst ins Kirnitzschtal absteigen und wieder raus steigen muss. Hier würde es sich eher anbieten, den Bogen um den Alten Wildenstein auf dem Räumichtweg zu unternehmen. Der Aufstieg hoch auf den Kuhstall erfolgt dann zum Glück mit einer leichteren Steigung. Adrian_Ludwig_Richter_KuhstallhoehleDas Tor des Kuhstalls hat dann aber auch wirklich jeder Maler mindestens einmal zu Papier gebracht und dürfte damit zu den meistgemalten Stellen der Sächsischen Schweiz zählen. Sehr interessant sind die ganzen Wandinschriften am oberen Teil der Felsöffnung. Kuhstalltor_in_der_Realitaet_kleinEs gibt sogar mindestens ein Gemälde, auf dem einer dieser alten Graffiti-Maler auf einer Leiter gezeichnet worden ist. Verursacher dieser Wandschmierereien ist vermutlich Wilhelm Lebrecht Götzinger, da er in seinem ersten Wanderführer zur Sächsischen Schweiz als Wanderutensilien vorgeschlagen hat, immer einen Pinsel und schwarze Farbe dabei zu haben, damit man seine Initialen am Felsen hinterlassen kann. In der 2. Auflage wurde dieser Ausrüstungsgegenstand schon weggelassen, da es doch viel zu schnell zu Schmierereien an allen möglichen Felsen kam. Trotzdem kann man heute noch diese schwarzen Inschriften am Kuhstalltor deutlich lesen.
Vom Kuhstall / Neuer Wildenstein geht es zum letzten Abstieg durch die Nasse Schlucht runter. Der Abstieg ist noch weiterhin mit dem roten Punkt markiert. Am Felsenfuß angekommen, biegt der Malerweg nach links auf den Haussteig mit der Wanderwegmarkierung roter Strich roter Strich ab. Der Weg führt durch die sehr schönen Ferkelschlüchte bis fast runter zur Felsenmühle. Kurz vor dem Erreichen der Kirnitzschtalstraße biegt der Malerweg nach rechts für die letzten paar Meter bis zur Neumannmühle noch auf den Flößersteig ab. Der Weg wird noch mal ein kleines bisschen hubbelig, aber das ist immer noch besser, als auf der Straße entlang zu wandern. Mit dem Erreichen der Neumannmühle ist auch dieser Teil des Malerwegs beendet und es geht auf dem 5. Teilstück weiter.

Herunterladen